Worte müssen handeln

Wo Träume sich mehren und Nichtigkeiten und viele Worte, da fürchte Gott!
Pred. 5, 6

Mir versprach ein Berater, ich stelle heute noch einen Kontakt zu meinem Werbefachmann her, der sich umgehend bei euch meldet. Der wird euch super präsentieren. Seit 3 Monaten warte ich auf diesen Anruf. Nichts ist schrecklicher als hohle Worte. Wo Worte Schall und Rauch sind, wirken sie Enttäuschung. Worte ohne Ergebnisse, sind ein Verbrechen. Da wird gelogen und Luftblasen zelebriert. Viele Worte stehen direkt neben dem Irrtum. Der Prophet sagt, hab acht bei vielen Worten, die große Erkenntnisse suggerieren und doch bloß heiße Luft sind. Sei auf der Hut, vor Reden, die beeindrucken und Worten, die eine große Schau abziehen. Fürchte Gott, achte auf das Wort, das etwas erschafft. Orientiere dich an dem Wort, dem Taten folgen. Halte dich an das Wort, das gesprochen hat: Es werde und es ward. Gott fürchten heißt, Worte zu fürchten, die Eichen emporwirbeln und ganze Wälder kahl reißen. Sieh auf die Macht, die Worte haben, die erschaffen, was sie sagen. Halte dich an eine Weisheit, wo Worte handeln und Menschen nicht zur Lachnummer machen.

Die Qualität von Worten erkennen wir nicht wo sie gesprochen werden, sondern an den Ergebnissen, die sie bewirken. Daran können wir uns selbst und andere einmessen. Wir sehen ob nur Träume, Gedanken und Philosophien weitergegeben werden, oder ob da etwas von ewiger Weisheit kommt. Was Menschen reden, sind oft nur Wünsche, was sie gerne sein wollen, was tatsächlich wird, zeigt wer sie wirklich sind. Jakobus sagt: Wenn jemand Weisheit mangelt, der bitte Gott. Je dichter wir am Wort bleiben, umso echter werden unsere Ergebnisse.

Reden wir viel, oder handeln unsere Worte?

Gott segne dich.

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Meisterhaft Führen

Luk 6, 39 – 42

Die eigentlichen Experten für Fußball und Politik sitzen am Stammtisch. Da weiß der Karl genau, warum Ronaldo seinen Elfmeter vergeigt hat und deshalb seine Millionen nicht wert ist. Der Fritz überzeugt jeden AfD zu wählen, weil Frau Merkel zu viele Flüchtlinge ins Land gelassen hat, Frau Nahles Betriebe mit dem Mindestlohn in den Ruin treibt und Herr Span zum Organräuber mutiert. Die Intelligenz der Straße feiert ihre Überlegenheit und kommt sich dabei besser vor, als alle anderen.

Es gibt psychologische Studien, die aufzeigen, dass wir Menschen viel schneller die Fehler beim anderen erkennen als bei uns selbst. Im Beobachten des anderen, springt uns regelrecht ins Auge, wo seine Macken sind und der Hase im Pfeffer liegt. Es ist wesentlich einfacher, die Schwächen bei anderen zu sehen, als zu merken, wo bei uns der Butzen sitzt.

Dieses Heuchler-Dasein will Jesus in ein völlig anderes Licht führen.

1. Lehrjahre sind keine Herrenjahre

Ein Jünger steht nicht über dem Meister;

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Für einen Meister gibt es gesunde und nötige Entwicklungsprozesse. Jesus denkt hierarchisch und sieht schöpferisches Wachstum von 0 auf 100. Für ihn ist es nicht diskriminierend, Jünger als Lehrling zu betrachten, die von ihm zu lernen haben. Für die Ausbildung wird ein klares drüber und drunter festgelegt. Jesus drückt damit aus, ich bin der volle Krug, der dich befüllen will.

Ein junger Mann kommt zu einem großen Meister uns sagt: ich habe von dir viel Gutes gehört, kann ich von dir lernen. Bereitwillig gab er seine Weisheiten von sich, wo sich der Jüngling immer wieder einklinkte uns fragte: Kann man das nicht auch anders machen? Nach mehreren Einwänden hört er mit reden auf und blieb stumm. Eine Weile später bat er den jungen Mann ein Glas zu halten, in das er aus einer Karaffe Wein goss. Schließlich lief das Glas über und der Meister setzte nicht ab. Der Jüngling schrie: Hör auf, der gute Wein wird verschwendet. Der Meister sagte: Genauso ist es bei dir. Alles was ich dir beibringen könnte, wäre verschwendet, weil du bereits voll bist.

Wo Jesus auftritt sucht er nicht Besserwisser und Alleshaber, sondern Schwämme die aufsaugen. Als Meister zeichnet er sich dadurch aus, dass in ihm etwas Vollkommenes lebt. Es ist Meister des Überwindens, der auch dann noch lebt, wenn er durch die übelste Finsternis geht. Er ist Meister der Gnade, die dort schöpferisch tätig ist, wo die Erde verbrannt ist. Er ist Meister der Liebe, die in der härtesten Schule, beste Ergebnisse erzielt. Er ist ein Meister in Menschenführung, dessen höchste Aufgabe es ist, Jünger zu fördern, indem er sie fordert, um herrlich werden. „Gott handelt mit Menschen“, dafür lebt er, das will er vermitteln. Der Meister will Vertrauen und Glauben fördern.

Unsere Lehrjahre dienen dazu, unter Christus zu meisterhaften Menschenentwicklern zu werden. Wir lernen, wie wir aus Menschen das herausholen, was sie sein sollen und ihrer Wahrheit entspricht. Jesus will uns beibringen, den Andern unter der Vollkommenheit Gottes zu betrachten, die wir kunstvoll zu entwickeln haben. Er sagt uns: Du bist ein Michelangelo, der aus diesem groben Klotz einen David erschafft. Sieh immer das große Bild vor deinem Auge. Menschen sind für die Ewigkeit geschaffen. Wir werden dafür ausgebildet, sie zu heiligen.

2. Wenn sich der Stift überschätzt

Kann denn ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden nicht alle beide in die Grube fallen? Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr? Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler!

Solange wir leben, werden wir führen und andere beeinflussen. Wir führen nach rechts und links, nach oben und unten, nach allen Seiten. Wir führen uns selbst, wir werden geführt und wir führen andere. Allein dass wir aufstehen und zur Morgenandacht oder in den Gottesdienst gehen, ist Führung. Wir werden von einem System geführt, das wir für unser gemeinsames Leben geschaffen haben. Dieses System wurde entwickelt, damit Glaube wächst und wir ein Stück auf dem Weg unserer Heiligung weiterkommen.

Wo wir direkt mit Menschen zu tun haben, wird Führen anspruchsvoller. Ohne meisterhafte Führung, schießen wir Böcke ohne Ende. Wer die Prinzipien von Führung nicht lernt, richtet Schaden an, der nicht mehr gut zu machen ist. Jesus sagt: Wer falsch führt, landet in der Grube. Ein absolut hoher Anspruch und hohe Verantwortung, die hier auf menschliches Miteinander gelegt wird. Wo Blinde, anderen den Weg zum Besseren aufzeigen, ist die Katastrophe vorprogrammiert.

Jesus sagt: Wer führt, muss bei sich selbst anfangen. Einfach loslegen, weil einen etwas beim andern geärgert hat, ist ein Bumerang, der einen selbst trifft. Jesus setzt vor die Sofort-Reaktion beim Versagen anderer ein riesiges Stoppschild. Vor der Kritik, vor dem Zuschlagen, vor der Korrektur heißt es Achtung. Zurechtweisung ist eine heilige Handlung, die meisterliche ausgeführt werden muss. Wir sind dafür verantwortlich, dass unser Eingriff zum Heil führt. Wenn das nicht mit höchstem Können ausgeführt wird, geschieht das Gegenteil. Statt gefördert und aufgebaut, wird mehr verletzt und unter Umständen für immer zerstört. Wer an einem David arbeitet, muss sehr gekonnt das wegschlagen, was nicht nach David aussieht. Wer zu heftig auf den Klotz schlägt, hat Schotter statt David.

Meisterhaftes Führen heißt, zuerst sich unter Kontrolle haben. Führen beginnt mit der Frage an sich selbst. Wie klar ist mein Blick?

Was sind die wahren Motive, weshalb ich eingreife?

  • reagiere ich nur, weil ich persönlich verletzt wurde, oder habe ich gelernt fördernd zu kritisieren.
  • Habe ich das gute Bild vom anderen vor Augen, wohin ich ihn entwickeln will, oder lasse ich nur meinen Frust ab, über jemand, mit dem ich mich sowieso schwertue.

Um Splitter und Balken zu bearbeiten warnt Jesus vor Selbstüberschätzung. Er will uns für einen meisterhaften Umgang sensibilisieren.

3. Mit dem Meisterbrief winken

zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen. Wer das alles gelernt hat, der ist wie sein Meister.

Meisterhaftes Führen lernen wir nur beim Meister. Jesus gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Kritik zur Meisterschaft gelangt. Wenn du beim anderen etwas erkennst, das zu beanstanden ist, bist du selbst die erste Adresse. Wer auf andere Einfluss nimmt, muss seine wahren Motive kennen. Ihm ist bewusst, was jetzt kommt ist kein Frustabladegespräch und kein Machtdemonstrationsgespräch. Es dient nur einem Ziel, das Verhalten meisterlich in das Bild zu führen, das Gott von ihm hat.

Das eigentliche Problem ist nicht der Splitter, sondern der wesentlich fettere Teil in mir. Wer kein klares Selbstbild hat, kann nicht auf andere zuzugehen.  Wer von sich besser denkt, wird andere erniedrigen. Wo ich nicht selbst unter der Hoheit von Christus stehe, kann ich keinen anderen in die Höhe führen. Wohin sich der andere entwickelt, hängt zuerst davon ab, wo ich stehe. An der Art andere zu führen, spiegelt sich zuerst wer ich bin. Beim Zurechtweisen zeigt sich erschreckend meine wahre Kompetenz. Wer weisen will, braucht freie Sicht.

Wenn wir mit dem Groben bei uns anfangen, ist bereits das meiste geschafft, von dem, was du beim anderen bewegen willst. Wir sind selbst der Schlüssel, um ein vollendetes Werk abzuliefern. Wenn du verwandeln willst, baue zuerst Vertrauen auf, das du brauchst, um einen chirurgischen Eingriff vorzunehmen.

Wenn du Splitter entfernst, stelle niemals die Person selbst infrage. Trenne exakt zwischen der verunglückten Handlung und dem Menschen. Wenn du eingreifen musst, behandle wirklich nur den Splitter im Auge und nicht noch das aufgekratzte Knie. Habe bei allem die positive Entwicklung im Auge, die du einleiten willst. Bin ich auf dem richtigen Weg, dass ein David herauskommt?

Wenn der Splitter dann raus ist, dann ist er raus. Die Behandlung ist beendet, damit Heilung einsetzt. Der Meister setzt sich jetzt nicht ab; er begleitet das gesund werden. Er sieht sich dafür verantwortlich, dass seine Arbeit tatsächlich die gewünschten Ergebnisse erbracht hat. Zu dieser Meisterschaft will Christus seine Jünger führen. Er stellt denen das größte Zeugnis aus, die durch die eigene Veränderung, die Welt verändern.

Daher lassen wir uns in die höchste Ausbildung für Führungskräfte mitnehmen, dass wir das meisterhafte Führen lernen.

Liebst du mich?

Der Herr, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt.
5. Mose 13, 4

Ich kenne einen Testfahrer von Mercedes, der andauernd auf extremen Strecken unterwegs ist, um die Neuentwicklungen zur Serienreife zu bringen. Da wird ein Fahrzeug bewusst an seine Grenze gebracht, um die Reaktionen in schwierigen Situationen zu erproben. Alles mit dem einen Ziel, höchstmögliche Sicherheit für den späteren Fahrer zu bieten und Vertrauen zur Firma aufzubauen. Wenn Gott prüft, will er nichts anderes als das Beste aus uns herausholen. Ihm geht es um optimale Ergebnisse und die höchste Form der Liebe. Das Prüfen erforscht die Schwachstellen, die entwickelt werden müssen. Wer zur Vollkommenheit geführt wird, der muss ab und zu aus der Kurve fliegen. Wo Bremsen getestet werden, gibt es unweigerlich Blechschaden. Alle Crashs in unserem Leben dienen unserem Heil, dienen dazu, uns liebesfähig zu machen. Sie wollen eine Liebe formen, die Hass verwandelt. Sie wollen einen Glauben entwickeln, der erkennt, alle Dinge werden mir zum Besten dienen. Aus Anfechtung und Unglück will Hoffnung entstehen.

Wie sollten wir da auf die Idee kommen, das Leben sei ungerecht, mich hat es besonders hart erwischt. Alles was uns widerfährt sucht eine Antwort auf die Frage: Hast du mich lieb? Es geht um meine Antwort in meinem Beziehungsstress. Wie antworte ich als Verkündiger, wenn die Kirchen leerer werden? Wie antworte ich, wenn ich wirtschaftlich eng durch muss? Die Frage, liebst du mich, lässt keine Ausreden zu. Sie sucht keine Schuldigen für mein Elend, sondern fragt einzig mich. Das Ungemütliche, das, mit dem ich mir unendlich schwertue, fragt mich, hast du mich lieb.

Wie antworte ich auf diese Frage, die meine wunden Punkte entwickeln will?

Gott segne dich.

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Glaube reißt Augen auf

Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.
Ps. 80,19

Lass uns leben, ist vielleicht der Ruf der jungen Mutter, die voller Freude monatelang auf den Tag zu gefiebert hat, an dem sie ihren neugeborenen Sohn in Händen hält. Sie hat seine Bewegungen gespürt, hat seine Herztöne gehört und war der glücklichste Mensch der Welt. Es ging auf das große Ereignis zu und plötzlich war alles still. Der Kleine war gegangen, bevor er gekommen ist. Statt Mutterglück blieb tiefer Schmerz. Lass uns leben, ist der Aufschrei, wenn der Boden vor den Füßen aufgeht und ein Winzling in einem Körbchen hineingesenkt wird. Lass uns leben ist ein Funke Glaube, wo alles sinnlos geworden ist. Die Kranzschleife bezeugt: „Aus Gottes Hand – in Gottes Hand“. Es schwingt Dankbarkeit, über dem, was ich nicht verstehe. Lass uns leben, ist trotz dunkelster Nacht, der Glaube über sich selbst hinaus. Es ist dieser Glaube, der einem Blinden den Mut gibt, von Jesus das Unmögliche zu erwarten. Lass uns leben, ist das unverschämte Vertrauen, dort, wo es einem schwarz vor Augen ist. Der Blinde sah nicht nur blühende Landschaften, er hatte Gott erkannt.

Wie schnell sagen wir, ich glaube an Gott. Wie oft schon haben wir unser „ich glaube an den Schöpfer des Himmels und der Erden“ gesprochen. Wie kraftvoll ist dieser Glaube, wenn wir unser Kind beerdigen müssen? Der Schrei nach Leben ist für die Sterbenden. Glaube ist für die Blinden. Glaube ist kein Bekenntnis, sondern das Vertrauen im Ausnahmezustand. Ist Hoffnung, wo es nichts zu hoffen gibt. Durch Glauben fängt Leben an, das eigentlich zu Ende geht. Glaube ist das trotzdem, das jetzt erst recht, wo wir an einer scheinbar unüberwindbaren Grenze stehen. Dann sehen wir etwas, was wir vorher nicht sehen konnten. Da entsteht Lobpreis.

Wen rufen wir an, wenn wir den Tod in Händen halten?

Gott segne dich.
Blühende Grüße Theophilos 💐😇

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Vermehrung kommt von oben

Weh dem, der sein Gut mehrt mit fremdem Gut, wie lange wird´s währen?
Hab. 2. 6

Sein Gut mehren ist völlig in Ordnung. Das gehört zum Wachstum und jeder gesunden Entwicklung. Wir brauchen uns nicht mit wenig zufrieden geben, sondern dürfen gewinnbringend wirtschaften. Etwas vervielfältigen ist schöpferisch, gehört zum Leben und hat mit Segen zu tun. Es ist erfüllend, wenn aus etwas Kleinem etwas Großes wird. Doch im Geheimnis des mehr Werdens liegt eine Stolperfalle. Es wächst auch die Gier. Da fängt ein Geier an lebendig zu werden. Da meldet sich Eigennutz zu Wort, der natürlichem Wachstum ein Schnippchen schlagen will. Man will Eigenes mehren, auf Kosten anderer. Seit Jahren bekommen wir eingetrichtert: Geiz ist geil. Kultivierter Egoismus, der Segen abwürgt. Hauptsache ich habe genug, auch wenn andere dafür bluten. Wenn wir Blumen verkaufen, schöne Sträuße binden und Kunden den Preis drücken, ist das geil. Ein Einkäufer bereichert sich an der Kunst des anderen. Nicht umsonst müssen viele Geschäfte allein in unserer Branche schließen. Schon die Propheten wussten, seine Gier nicht im Griff haben, nimmt ein böses Ende.

Gier ist in der Tiefe die Angst, zu kurz zu kommen. Es ist den Gaben Gottes nachhelfen wollen. Es ist der Mangel an Vertrauen, dass Gott die Seinen versorgt. Habgier löckt gegen den Glauben. Es ist die Unbereitschaft, sich in Gott fallen zu lassen. Die Begierde nach mehr, nach dem, was uns nicht zusteht, will uns in unsere Verantwortung vor Gott führen. Ich selbst verantworte, wie ich mit dem Reiz nach mehr umgehe. Ich bin für die Segensträhne Gottes geschaffen, in der alles liegt was Leben erfüllt. Daher muss ich wissen, dass ein eigenes Beschleunigen nur Elend schafft.

Gott mehrt unser Gut; wo versuchen wir dem ungläubig nachzuhelfen?

Gott segne dich.

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Entfalte deinen Reichtum

Der Herr spricht: Werdet ihr meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
2. Mose 19, 5

Du bist etwas Besonderes. Du bist mein ein und alles. Gott verteilt Komplimente. Gott flippt aus wegen dir. Er pickt dich aus allen Völkern heraus. Er hat einen vollen Narren an dir gefressen. Gott ist verliebt. Sein erster und sein letzter Gedanke bist du. Gott im Ausnahmezustand. Wir können kaum damit umgehen, dass jemand so verrückt nach uns ist. Gott wählt aus und trifft damit mich. Mit der schönsten Rose steht er vor mir und sagt: Du bist einzigartig. Du gehörst zu mir. Zusammen sind wir vollkommen. Was mein ist, ist dein. Das Besondere an dir ist, nicht was du für mich leistest, sondern was meine Liebe aus dir macht. Meine Zuneigung macht dich einmalig. Mein Erbarmen macht dich wertvoll. Meine Liebe verwandelt all deinen Schmerz.

Es gehört zu den schlimmsten Erfahrungen im Leben, wenn Vertrauen entzogen wird. Wer nicht geliebt ist, wer keine Wertschätzung erfährt, trocknet aus, wird knochenhart und zerbricht. Ungeliebte Kinder können zeitlebens unglücklich sein. Dramatische Erfahrungen vermitteln das Gefühl, vom Leben verstoßen zu sein. Gottes Antwort: bei mir hat sich nichts geändert, mein Bild von dir steht unverrückbar auf wertvoll, daher höre mein Wort und greife nach dem Bund. Das ist der Weg zu deiner Erwählung. Darin wirst du eine Einzigartigkeit entdecken. Unter meinem Wort, in der Verbindung mit Christus, findest du die heilende Entwicklung deiner Person. Damit trittst du aus dem Schatten deiner Nacht. Diese Liebe macht dich stark.

Was hindert uns, aus der Kraft dieser Erwählung zu schöpfen?

Gott segne dich.

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Frieden fängt bei mir an

Der Herr wird zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln.
Jes. 2, 4

Vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in New York steht das Denkmal eines kräftigen Mannes, der sein Schwert zur Pflugschar umschmiedet. Zeichen dafür, Menschen wollen keinen Krieg, weil er nur Blut und Tränen bringt. Doch Frieden schaffen geht nicht durch Menschen, nicht durch Kraft und Gewalt, nicht durch Intelligenz und Verhandlungsgeschickt, und auch nicht dadurch, dass ihn die einen von den anderen fordern. Frieden ist Weihnachten, wo Gott auf die Erde kommt. Engel verkünden den Frieden, den Gott in die Welt pflanzt. Frieden beginnt, wo ein Mensch zur Krippe für Christus wird. Gott polt damit all unsere Vorstellungen von Frieden um. Im Umgang mit Konflikten, muss nicht Frieden gemacht werden, sondern Christus und das Wort kommen. Frieden beginnt nicht mit veränderten Strukturen, sondern in veränderten Menschen. Dieser veränderte Mensch bin ich.

Frieden auf Erden, fängt dort an, wo ich mein Kriegsbeil begrabe und nichts vom anderen erwarte. Frieden kommt nicht von außen, sondern wo meine ureigensten Aggressionen verwandelt werden. Frieden beginnt mit dem Umgestaltungsprozess in mir. Dort wo mein „Ja-Aber“ gebändigt wird und ich nicht mehr zuschlage, wenn ich geschlagen werde. Frieden ist die große Freiheit, das ich entscheide, wie ich mit dem bösen Reiz, der mich herausfordert, umgehe. Wo Christus wohnt, habe ich die Verantwortung für meine Reaktionen übernommen. Wo mich ein anderer verletzt , brauche ich ihn nicht mehr automatisch verletzten, weil Frieden ein Ereignis in mir ist. Wo Gott wohnt, ist Friede, den keiner machen kann.

Lebe ich im Wort, oder werfen mich verletzende Worte aus der Spur?

Gott segne dich.

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Sei keine Katzenmusik

Als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den Herrn lobte: „Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig“, da erfüllte die Herrlichkeit des Herrn das Haus Gottes.
2. Chron. 5, 13.14

Wo wohnt Gott? Dort wo Menschen ehrfürchtig auf die Knie gehen, weil die Herrlichkeit sie zu Boden wirft. Über die Uraufführung des großen „Hallelujas“ von Händel wird berichtet, als die gewaltigen Klänge dieses Meisterwerkes aufgestiegen sind, hätte der englische König seine Krone abgenommen. Ein irdischer Machthaber war ergriffen von himmlischer Klangfülle. Da ist die ewige Welt übergelaufen und hat die Erde berührt. Wo Lobpreis aufsteigt, wo Herzen und Instrumente unter der Güte Gottes verschmelzen, entlädt sich Herrlichkeit. Jener unbeschreibliche Zustand, bei dem aufgescheuchte Seelen, im unendlichen Mutterschoß Gottes aufgefangen werden. Für diesen Augenblick erfährt man einen Anflug von Vollkommenheit dieser anderen Welt, in die alles Leben eingehüllt ist. Tiefes Geborgensein in Gott, lässt sich wohl kaum stärker empfinden, als dort wo Trompeten und Pauken anbeten. Lobpreis macht Leben stimmig. Wir sind zum Klang geschaffen, zum Einklang mit dem Allerhöchsten.

Wo wir nicht zum Lobpreis ansetzen, wo nicht unsere ganzen Leidenschaft uns nach oben zieht, kann uns keine Herrlichkeit erfüllen. Da setzt die Befruchtung des Lebens aus. Wo nicht alles, was wir sind und haben zur Anbetung wird, wo unsere Dankbarkeit, über einen sich erbarmenden Gott nicht mit allen Mitteln hinausposaunt wird, brauchen wir uns über manche Armseligkeit nicht zu wundern. Wir sind Klangkörper, die von Herrlichkeit angezupft sind und den Raum mit Herrlichkeit erfüllen. Alle Misstöne des Lebens wollen von diesem Klang übertönt werden.

Sind wir Katzenmusik, oder klingt da etwas nach großem Halleluja?

Gott segne dich.

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Die Kopfverdreherin

So spricht der Herr: Suchet mich, so werdet ihr leben.
Amos 5, 4

Diese Weisheit könnte von der Sonnenblume stammen. Von klein auf ist sie eine Kopfverdreherin. Trotz ihrer straffen Stiele, hat sie einen eleganten Hals. Wenn Sonne da ist, dreht sie ihr Gesicht zur Sonne. Die Sonnenblume hat wesentliches kapiert, sie sucht Sonne. Anders hätte sie kein solch intensives Strahlen. Sie fasziniert durch ihre Leuchtkraft. Sie ist lichtdurchflutet, ist Sonnenanbeter. Sie weiß, Sonne ist mein Leben. Das weiß der kleinste Sonnenblumenkern, wenn er in die Erde gesteckt wird. Er weiß, ich bin ein Sonnenkind. Was für die Sonnenblume selbstverständlich ist, damit tun sich Menschen schwer. Sie suchen oft ein Leben lang in alle Richtungen. Der Prophet Amos hat da mit dem Volk Israel seine liebe Not. In ganzer Klarheit und mit scharfer gesellschaftlicher Kritik, verdeutlicht er, Leute, ihr schaut in die verkehrte Richtung. Wenn ihr euch vom Licht abwendet, braucht ihr euch nicht wundern, wenn es euch schwarz vor Augen wird. Lasst eure Ibus in der Schublade und schaut auf das, wozu ihr gemacht seid. Viele eurer Kopfschmerzen kommen daher, weil euch die Lichter ausgegangen sind. Ihr seid geschaffen, Gottesanbeter zu sein. Sucht euer Spiegelbild in Gott, dann werdet ihr strahlen.

Mit der Suche entscheiden wir über unser Wohl und Wehe. Das was wir suchen, strahlen wir ab. Man sieht uns an, was wir anschauen. Wo die Augen müde geworden sind, wo das Gesicht keine Leuchtkraft hat, wo wir nur noch Probleme sehen, ist der Blickkontakt zum Leben weg. Glaube kann nur aus dem, von Angesicht zu Angesicht leben. Unsere Nächte sind dazu da, den Kopf zu verdrehen. Suche in jeder Lage das Licht, das Wort, den Christus, dann kommt Leuchten von ganz alleine.

Wo müssen wir bei der täglichen Suche, viel schneller den Kopf drehen?

Gott segne dich.

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Hemme nicht dein Wachsen

Wer immer den Tag des geringsten Anfangs verachtet hat, wird doch mit Freuden den Schlussstein sehen.
Sach. 4, 10

Sacharia hatte das herbe Brot zu essen, aus Schuttbergen den Tempel wieder aufzubauen. Ein mühsames Projekt, bei dem man am Anfang nicht viel sehen konnte, außer Spötter, die sich das Maul verrissen und ihn lächerlich machten. „Das ist doch Größenwahn, das wird doch nie etwas!“ Der geringste Anfang ist das unscheinbare Senfkorn, das von einem kleinen Kügelchen zu einem stattlichen Strauch wird. Jesus gebraucht dieses Bild für das Wachstum von Himmelreich. Es ist die Art Gottes, die aus nichts alles macht. Schöpfung ist geballtes Wachstum. Ein winziges Samenkorn, eine dreckig, braune Blumenzwiebel sind Energiebündel. Jeder weiß, wenn ich diese unscheinbaren Dinger im Herbst in den Boden drücke, dass ich im Frühjahr mein buntes Wunder erleben kann. Diese Entfaltungskraft haben wir vor knapp 50 Jahren erlebt, als ein paar Schuler Buben mit Schubkarre und Spaten ein Millionenprojekt aufgebaut haben.

Wer den geringen Anfang scheut, betrügt sich. Warum glauben wir dem Senfkorn und der Blumenzwiebel, dass sie weit über sich hinauswachsen und ziehen bei uns die Bremse? Die Zwiebel spiegelt uns, dass wir wie sie sind. Aus uns will das zigfache werden, zu dem, was wir jetzt sehen. Wir können viel mehr bewegen, in dieser Welt, in unseren Gemeinden, als wir für wahrhalten. Das Geringe braucht nur den Glauben an das Wachstum. Sieh auf die kleine Gabe, die du für gar nicht so bedeutungsvoll hältst und vertraue darauf, dass Gott damit etwas machen will. Verstecke dich nicht hinter Ausreden, dass andere das besser machen. Gott will uns über dem Geringen, mit Freuden den Schlussstein sehen lassen.

Wo schätze ich mich zu gering, und hemme damit das größte Wachstum?

Gott segne dich.

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