Sei frei

Wer ruft die Geschlechter von Anfang her? Ich bin´s, der Herr, der Erste, und bei den Letzten noch derselbe.
Jes. 41, 4

Auschwitz, am 27. Jan. 1945; die rote Armee befreit dass schrecklichste Vernichtungslager der deutschen Geschichte. Für den Teil der Inhaftierten, die nicht mehr gehen konnten und krank im Lager zurückgelassen wurden, war es Erlösung, doch für den anderen Teil ging die Hölle weiter. In großen Kolonnen, wurden sie vor der Befreiung, in langen Fußmärschen über vereiste Straßen von den SS-Leuten ins nächste Lager getrieben. Der Ruf in die Freiheit und Frieden geht manchmal durch Gewehr und Stacheldraht.

In die Extreme der Geschichte, in die Ausnahmezustände unserer Tage, in all das, wo wir aufgerieben werden kommt ein Ruf. In all das Unheilige dieser Welt, will Heiliges eindringen. Ein Wort spricht Frieden, in allen Unfrieden hinein. Es ist unglaublich, dass angesichts von barbarischen Bildern, was sich Menschen gegenseitig antun können, einer zum Gegenangriff bläst. „Ich bin der Herr, der dir auf einer verwüsteten Erde Frieden schaffen will.“ In solchen krassen Gegensätzen erkennen wir, dass Gott auf ganz anderen Ebene operiert. Wenn er in seine Gegenwart ruft, dann geschieht das mitten im Sturm, mitten in den Situationen, in denen wir am zerbrechen sind. Unglück wendet sich nicht dadurch, dass sich der äußere Druck auflöst, wie wir das gerne denken, sondern dass wir unter Druck inneren Frieden finden. Frei von äußeren Umständen werden wir, wo wir nicht mehr in dem gefangen sind, was uns von außen angetan wird.

Dazu werden wir jeden Morgen berufen. Wir werden zu dem gerufen, der sagt: In der Welt habt ihr Angst, doch ich habe die Welt überwunden. In der Beziehung zu Christus liegt die Macht zum Überwinden. In diese Freiheit sind wir berufen. Höre diesen Ruf und sei frei.

Was hält uns so gefangen, dass wir neu diesem Ruf nachspüren sollten?

Gott segne dich.

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Lass Frieden ins bebende Herz

Du herrschest über das ungestüme Meer, du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.
Ps. 89, 10

Wenn die Eltern zu ihrer kleinen Tochter sagen: Du Liebes, wir schaffen es nicht dich zu ernähren und durchzutragen, geh´ zu deiner Oma, bei der wirst du es gut haben, bricht einer Kinderseele das Herz. Oma kümmert sich rührend um ihre Enkelin, macht, was sie nur kann, um Heimat zu bieten. Doch eines Tages steht das schluchzende Kind vor ihr und fragt tränenüberströmt: Warum kann ich nicht bei meiner Mama wohnen? Keiner hat eine Antwort und beide weinen nur noch bitterlich. Ein ungestümes Meer, ist in einer entwurzelten Kinderseele aufgebrochen.

Das Kind wurde zur jungen Frau und kämpft noch dreißig Jahre danach mit dem Gefühl, von anderen abgelehnt zu werden. Dieser Unfrieden verfolgte sie durch verunglückte Beziehungen. Jetzt beginnt das ungestüme Meer, mehr und mehr seine aufbrausenden Wellen zu legen. Frieden kehrte ein, als sie innerlich ihrem Vater vergeben konnte. Sie befreite sich von dieser Ablehnung. In geführter Stille erfuhr sie, dass wenn sie sich selbst nicht ablehnt, sie von keinem Menschen der Welt verstoßen werden kann. Die Liebe, die sie immer bei anderen gesucht hatte, ist schon längst in ihr. Sie erlebt gerade das bedingungslose angenommen sein, durch die größte Liebe, die sie umarmt und zu einem wertvollen Menschen macht.

Wo Gott über das ungestüme Meer herrscht, hat er jede aufgewühlte Seele vor Augen. Genau diejenigen, die auf den aufgebrachten Wellen des Lebens durchgepeitscht werden, erfahren auf wundersame Weise die Stillung des Sturmes. Da glätten sich nicht die äußeren Wogen, sondern in bebende Herzen zieht Frieden ein. Über das ungestüme Meer herrschen heißt, das wir die einzigartige, unerschütterliche Erfahrung machen – Ich bin unendlich geliebt. Da geht jeder Sturm in die Knie.

Wo darf dieser Friede bei uns die Wellen brechen?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Du hast gewonnen

Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.
Jes. 40, 28

Zu meiner Jugendzeit gab es von Kinderschokolade das Überraschungsei. Wenn man es geknackt hatte kam eine kleine gelbe Plastikkapsel heraus; darin eine Helden-Figur, ein Mini-Auto, oder sonstige spielerische Nettigkeit. Dieser Inhalt machte richtig scharf, dass wir immer wieder diese Eier brauchten. Die Überraschung geht weiter – täglich bekommen wir die Nachricht: Sie haben im Lotto gewonnen.

Grippewelle und neue Viren: Was kommt auf uns zu? Solche Fragen heizen durch die Nationen und verwirren. Doch wenn einer die Frage stellt: Hast du das noch nicht mitgekriegt, da gibt´s ein Virus, das in schlimmsten Bedingungen hochzuckt, dann bleibt Verwunderung. Da ist Lebensenergie, die ist unkaputtbar. Gott wird nicht müde und matt. Das glatte Gegenteil von dem, wie wir uns wahrnehmen. Wir stöhnen, dass wir nach knapp vier Wochen im neuen Jahr schon wieder ausgebrannt sind. Genau da hinein, müssen Pauken und Trompeten donnern: Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der ewige Gott ist der helle Wahnsinn. Du wirst es nie kapieren, doch für den heutigen Tag, hast du die volle Glücksträhne erwischt.

Wir baden in Schaffensenergie. Uns fließt mehr zu, als wir je verbrauchen können. Heute ist ein Volltreffer. Wo wir gehen und stehen ist mehr von dem da was aufbaut, als von dem was niedergerissen werden kann. An den Enden der Erde wartet die Kraft des Heiligen Geistes, dass sie überlaufen kann. Wir haben gewonnen. Halte die Hände auf, nimm dir Zeit, in der du dich in aller Stille volltanken lässt – und lass dich überraschen.

Wo plane ich kostbare Zeit ein, um meinen Gewinn abzuholen?

Gott segne dich.

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Wir sind Helden

Alle hoffärtigen Augen werden erniedrigt, und die stolzen Männer müssen sich beugen; der Herr aber wird allein hoch sein an jenem Tage.
Jes. 2, 11

Menschen haben sieben Weltwunder erschaffen, können totbringende Krankheiten besiegen und atemberaubende Musik komponieren. Sie besteigen höchste Berge, besuchen den Mond und regieren Nationen. Der Mensch fasziniert mit herausragenden Leistungen. Der Schwabe sagt: Er ist halt ein mords Käpsele. Wir sind Helden, weil uns das in die Wiege gelegt wurde. Wo uns dabei der Kamm schwillt, geht der Schuss nach hinten los.

Dass wir so genial sind, verdanken wir unserem Spiegelbild. Wir sind vom Schöpfer zu Erschaffern geschaffen. Das Talent wurde uns in die Wiege gelegt und entfaltet sich dann, wenn es von einem energiegeladenen Wort aktiviert wird. Gottes Wort ist der Aktivierungs-Code für die menschliche Schöpferkraft. Wir sind dadurch Helden, dass wir einen Mentor mit einem durchschlagenden Plan an unserer Seite haben. Daher liebe ich so die Mose-Geschichte. Mose vollbringt als „Noname“ einen gigantischen Befreiungsakt in der Geschichte. Dabei hatte er Bammel, sein Volk aus den mächtigen Händen des Pharaos herauszuhauen. Doch Gott hat ihm solange zugeredet, ihn ermutigt, aufgebaut, bis er seinen Wahnsinn-Auftritt abgezogen hat.

Wo jedoch Menschen die Helden spielen, dabei den dicken Max heraushängen, ohne diesen Mentorplan zu haben, zeigte die Geschichte, dass Not und Elend in die Welt kam. Wo sich der Mensch nur groß vorkommt, jedoch die Aktivierung durch den Großen fehlt, wundert man sich nur noch über den Bombenhagel. In seiner Befreiung von Gott wird er zur Fehlkonstruktion. Helden entstehen im Einklang mit dem Höchsten. Wir sind Helden, wo das Heilige in uns lebt.

Bilden wir uns ein, wir seien groß, oder macht uns das Wort groß?

Gott segne dich.

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Steh auf

Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.
Ps. 116, 8

Was wäre, wenn wir keine Angst vor dem Tod hätten? Wir fürchten den Arztbesuch, der uns sagen könnte: Sie haben noch sechs Monate. Wir halten uns fit, ernähren uns gesund, um den Abbau so lange wie möglich hinauszuschieben. Wir begleiten mit unseren guten Wünschen die, die eine große Reise machen, dass ihnen kein Unglück zustoße. Überall lauert die Angst vor dem „Schlimmsten“. Sind wir da nicht lebenslängliche Knechte der Angst, an denen aus lauter Vorsicht das Leben vorübergeht?

Die Einstellung zum Tod, hat sehr viel mit Leben zu tun. Wenn Gott die Seele vom Tod errettet, trifft er voll den Nerv. Er löst die Daumenschraube, die alles unter Druck hält. Er befreit von der Angst, alles zu verlieren. Damit löst sich der Krampf, an irgendetwas festhalten zu müssen. Wie schwer können wir etwas loslassen. Eine Seele die nicht stirbt, lebt ewig. Am Kreuz auf Golgatha zeigt Gott, wie er zum Tod steht. Mit Christus, der auferstanden ist, ist Leben nicht mehr totzukriegen. Einmal geschaffen, immer geschaffen. Damit wird die Angst beerdigt. Die Märtyrer fürchten nichts, auch wenn wir dem Galgen entgegenschreiten.

Wo der Tod seinen Schrecken verliert, wird Leben unerschütterlich. Egal was da an unserer Seite wegbricht und wenn es der liebste Mensch ist, das Leben kann nicht wegbrechen. Dieses ewige Leben trägt durch alle Auflösung. Wir verpassen nichts mehr, auch wenn die ganzen Welt über uns zusammenbricht. Unsere Tränen sind getrocknet und wir stehen fest, auch wenn der Boden unter uns aufgeht. Wir können uns aus unseren Fesseln erheben und aus dem Grab aller Resignation.

Warum stehen wir nicht viel unbeschwerter auf, wenn diese Angst weg ist?

Gott segne dich.

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Mach die Pipeline auf

Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.
Jes. 7, 9

Wie gewonnen, so zerronnen, muss sich der aufmerksame Beobachter sagen. Wir bauen und reißen wieder ein. Wir selber kommen und gehen. Unter dem Aufblühen und Verwelken stellt mancher die Frage: Wozu das alles, wenn sowieso nichts bleibt? Wozu tue ich mir all diesen Stress, Ärger und Mühe an? An der Schwelle der Sinnlosigkeit entfaltet der Glaube seinen Glanz.

An Glaube entscheidet sich Sein oder Nichtsein. Jesaja macht da nicht viel Worte. Wer im Vergänglichen bleibt stürzt ab, wer auf Bleibendes setzt, steht. In einer sich auflösenden Welt, kommt Stabilität aus der ewigen Welt. Wo die Füße auf dem Boden stehen, der einmal zum Grab wird, wirft der Glaube seinen Anker ins Ewige. Paulus sagt: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen bist. Der Glaube ist der Sonnenaufgang über der untergehenden Welt. Im Glauben leben wir jetzt aus dem Ewigen. Ewiges Leben kommt nicht erst, wenn wir unser Dasein recht und schlecht über die Runden gebracht haben. Ewiges Leben ist kein billiger Trost, für die, die hart durch mussten. Wir gehen nicht auf bessere Zeiten zu, wenn hier einmal alles vorbei ist, sondern aus diesen besseren Zeiten lebt der Glaube jetzt. Dazu kam Christus in die Welt, damit das Ewige im Vergänglichen einschlägt.

Gottes ewige Welt ist mitten unter uns, um uns, in uns, überall. Der Glaube ist das Geschenk, diese Welt aufleben zu lassen. Glaube ist die Pipeline zwischen hüben und drüben. Damit tankt ein vergänglicher Mensch Bleibendes. In allem Sterben steht das Leben immer wieder auf. In uns lebt etwas Unzerstörbares. Wir sind in aller Tragik getröstet und hören nie auf neu anzufangen. Der Geist des Ewigen hält uns lebendig.

Wieviel ewiges Leben lassen wir in unsere Zerbrüche hineinfließen?

Gott segne dich.

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Heb‘ doch mal ab

Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, dass ihr nicht ihre Knechte bleibt, und habe euer Joch zerbrochen und habe euch aufrecht einhergehen lassen.
3. Mose 26, 13

Freiheit ist wie Ballonfahren. Man besteigt einen Korb, und über einem schwebt ein riesiger, bunter Ballon. Die heiße Luft zieht ihn nach oben, macht ihn prall und groß. Er will abheben, doch Seile halten ihn am Boden. Wir sind in unserer kleinen Welt festgehalten, bis einer kommt, die Seile losmacht und der Traum vom Fliegen beginnt.

Gott träumt davon, dass Menschen abheben. Sie sind dazu geschaffen, nicht nur die ganze Welt zu bereisen und die entferntesten Kontinente in ihrer ganzen Schönheit zu erleben, sondern in gleichfalls in die unsichtbare Unendlichkeit einzutauchen. Wir sind dazu gedacht, eine Größe zu erleben, die weit über unserem blauen Planeten liegt. Für uns ist der grenzenlose Raum der Schöpfung vorgesehen. Unser Geist ist in der Lage, Raum und Zeit zu verlassen und in Endlosigkeit spazieren zu gehen. Wir fahren durch den Ort, wo alles von dem ICH-BIN-GOTT erfüllt ist. Dort ist die Liebe zuhause, die alles mit allem verbindet. Hier ist der Sitz des Wortes, das spricht und alles geschieht. Gott will uns zu diesem Aufbruch verhelfen und schickt Christus in die Welt, um die Seile loszumachen.

Die eindrucksvolle Geschichte, der Befreiung aus Ägypten zeigt uns, dass da ständig einer unterwegs ist, der Ketten lösen will. Wir sind angebunden an die Strukturen unseres irdischen Daseins. Unser Lebenskorb steht so fest auf dem Boden, dass wir gar nicht daran denken, dass da eine gewaltige Kraft uns nach oben ziehen will. Wir bleiben hochbeschäftigt in unserer kleinen Welt, dabei steht uns der ganze Himmel offen.

Wenn da einer die Seile lösen will, was hindert uns unendlich frei zu sein?

Gott segne dich.

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Schöpfe aus dem Vollen

Jer. 14, 1-4, 7-9 (Luth 17)

Alles spricht von Klimawandel. Extreme in den Jahreszeiten, mit heißen Sommern und Winter, die keine mehr sind. Überschwemmungen auf der einen Seite, flächendeckende Brände auf der anderen. Nichts scheint mehr geregelt abzulaufen. Umweltbestimmungen regeln, in welchen Städten wir, zu welcher Uhrzeit fahren dürfen. Eine siebzehnjährige Schülerin aus Schweden, macht den vereinten Nationen Stress, zu wenig für den Klimaschutz übrig zu haben. Horrorszenarien werden aufgezeichnet, wie verantwortungslos die Menschheit mit Ressourcen umgeht, so dass wir ab morgen keine Zukunft mehr haben werden. Menschliche Unvernunft macht die Erde kaputt.

Wo die Großen kein Wasser mehr finden und mit leeren Gefäßen zurückkommen, ist Jeremia ein Klimaaktivist von anderem Format.

1. Obdach für dürres Land

Juda liegt jämmerlich da, seine Städte verschmachten. Sie sinken trauernd zu Boden, und Jerusalems Wehklage steigt empor. Die Erde ist rissig, weil es nicht regnet auf das Land. Warum bist du wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held, der nicht helfen kann? Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen!

Was für ein jämmerliches Bild, wenn man nach einem heißen Wochenende Montagmorgens ins Blumenhaus kommt und die Hortensien auf dem Boden streifen. Die Blätter sind eingerollt und die großen, runden Blüten zusammengeschrumpelt. Jeder normale Mensch, denkt, jetzt ist alles vorbei, hier ist Hopfen und Malz verloren. Das kann vielleicht noch guten Kompost geben. Doch wenn solch ein Wassersäufer ordentlich in einen Eimer Wasser getaucht wird, kann man schon nach kurzer Zeit ein Aufblühwunder erleben.

Nicht nur Pflanzen oder ganze Landstriche austrocknen aus, wenn es monatelang nicht mehr regnet, sondern auch Menschen verdorren. Wassernot brennt von innen und außen aus. Wüste kann es um uns und in uns geben. Risse im Boden, die existenzbedrohend sind, kann eine einst stürmische Bruderschaft sein, die vor 48 Jahren in frohem Glauben aufgebrochen ist, und nun keine jungen Mitstreiter findet. Zusammenschrumpeln kann die Hoffnung, weil das Altwerden körperliche Grenzen setzt. Der Mut kann ausbrennen, wo staatliche Auflagen das Wirtschaften immer schwerer machen.   Doch ein echter Klimaaktivist wird in der größten Katastrophe aktiv.

Jeremia besinnt sich auf einen außergewöhnlichen Wasserkübel. „Auch wenn wir die Erde selbst ruiniert haben, hilf um deines Namens willen.“ Er denkt an einen bahnbrechenden Namen: Wunderbarer Rat, Kraft Held, Ewig-Vater, Friedefürst. Da ist ein Name, der sich für Wasser verpflichtet hat. Ein Name, der gar nicht anders kann, als dürres Land bewirten. Allein der Name lehrt der Dürre das Fürchten. Jesus ist das Obdach für dürres Land.

Wer in Deutschland keine Wohnung findet und quasi auf der Straße landet, wird von einer Ortsgemeinde aufgefangen, die dazu verpflichtet ist, ihm eine Obdachlosenunterkunft zu stellten. Der Sozialstaat hat sich auf die Fahne geschrieben, dass keiner unter freiem Himmel übernachten muss. Rein juristisch, gibt es keine unversorgten Obdachlosen.

Gott bannt mit Christus das dürre Land. In diesen Namen hat Wüste immer Wasser. Mit Christus beginnt der Klimawandel, der jede schlappe Hortensie wieder aufrichtet.

2. Grüner wird es nicht

Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer.

Viktor Frankl würde diese Therapie paradoxe Intension nennen. Es passiert genau das Gegenteil, von dem was wir befürchten. Ausgetrocknet heißt nicht kaputt oder tot, sondern ist die Voraussetzung für ein Frische-Erlebnis. In diesem Namen tritt das Paradoxe ein. Der natürliche Verwelkungsprozess wird gekappt. Dort wo wir trauernd vor jedem Riss im Boden stehen und uns die schlimmsten Befürchtungen vor unserem geistigen Auge ausmalen, greift ein Selbstaktivierungsprogramm der ewigen Welt. Wo der Widerwillen der Menschheit zum Himmel schreit, muss es zwangsweise Erbarmen regnen. Wo die Klagen sich wie Müllberge auftürmen und diejenigen die entsorgen verzweifeln lässt, geht auf der anderen Seite ein Endlager auf.

Für die Politik scheint es wie eine Erlösung, dass die Schwäbische Alb bei Ulm, solch dichte Lehmschichten enthält, die eine sorglose, langfristige Atommüll-Lagerung möglich machen.

Der Nothelfer ist Gottes Antwort auf alle Böcke, die in dieser Welt geschossen werden. Seit es diesen Namen Jesus gibt, kann kein noch so barbarisches Mittel, die Welt in Stücke zerlegen. Die Hoffnung ist von keinem jämmerlich aufgerissenen Boden wegzuradieren.

Auch wenn riesige Städte in Indonesien überflutet werden, quadratkilometerweise fruchtbares Land in Australien verbrennen und Menschen in Syrien sinnlos umgebracht werden, ist die Erde kein hoffnungsloser Fall.

Erlösung hat einen Namen. Erlösung heißt Grünen im Untergang. Christus ist die paradoxe Intension in einer sterbenden Welt. Dieses Wachstum liegt in dem Wort, das nichts braucht, um Chaos in ein Paradies zu verwandeln. Dünger liegt in der Eucharistie, in der Gemeinschaft mit ihm und den Glaubenden. Wo wir auf dürres Land schauen, kann der Glaubende nur Grün sehen.

3. Leben im Widerspruch

Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlass uns nicht!

Wo uns die Spucke wegbleibt, über dem Mord an einem 7-jährigen Mädchen, lesen wir mehr Zeitung als die Bibel. Wo der Name Jesus an Bedeutung verliert, kocht in uns die Wut über die Ungerechtigkeit der Welt. Die Jammerarien über schwere Probleme, über die kritische Lage, werden dort laut, wo wir unseren Namen vergessen haben.

Wir heißen nach deinem Namen.

Wir heißen – grüner wird es nicht.

Wir heißen – nie endendes Leben.

Wir leben im Widerspruch zu dem, was wir gerade erleben.

Ab sofort lösen sich die Verkrampfungen über eigene und fremde Schuld. Die Namensänderung bedeutet, dass das, was uns niedergerissen hat, ist einfach weg. Weggeben – Vergebung heißt basta aus. Da ist keine Trockenheit, die dir noch die Zunge aus der Kehle drückt. Wir brauchen dem bereits verstorbenen Vater keine Vergehen an uns mehr nachtragen, noch uns von sonstigen Beleidigungen bestimmen lassen. Der alte Dreck ist so weit weg, wie die Risse im Boden verschwunden sind, wenn sie Wasser aufgesaugt haben. Das Elend ist nicht mehr der Rede wert, wenn wir nach seinem Namen heißen. Die Vergehen der Menschen sind kein Grund, mich aufzureiben, sondern durch meinen Namen, habe ich Wasser für dürres Land. Wer nicht von den Dramen des Lebens in Schach gehalten wird, ist frei für den jetzigen Augenblick.

Wir sind wie eine Blumenzwiebel im Frühjahr, die unbeirrt durch matschige Blätter, verdorrte Zweige, der Sonne entgegentreibt. Wer Christ heißt, lebt als unverbesserlicher Lebensentwickler und Grünmacher. Weil wir Kraft Held heißen, können wir gar nicht anders, als in der Dürre zu blühen. In uns will sich mehr Schöpfung durchsetzen, als vertrocknetes Land vernichten kann. Es ist mehr als genug da. Daher lebe völlig unverkrampft.

Liebe die verhasste Nelke

Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht anrechnet und in dessen Sinn nichts Falsches ist.
Ps. 32, 2

Nichts blockiert Menschen mehr als ihre Schatten. Ein Thema, mit dem wir uns gerade für das nächste Blumenhaus-Seminar beschäftigen. Da ist so vieles, was wir an uns selbst nicht leiden können. Wir bleiben am Versagen stehen, machen uns und anderen Vorwürfen, über Beziehungen, die nicht funktionieren. Wir sind ständig mit „Alten“ beschäftigt, das lähmt. Dem Geist für Neues, werden fortwährend die Flügel gestutzt.

Blumen sind ein faszinierendes Mittel, um ein zentrales Lebensdrama farbenfroh zu illustrieren. Angenommen, ich liebe Orchideen über alles, dann schwärme ich für diese edlen Rispen und fange damit an, ein Gesteck vorzubereiten. Als Gegenstück nehme ich eine Blume, die ich überhaupt nicht mag, z.B. Nelken. Ich nehme diese Nelke in die Hand und drücke meine ganze Ablehnung aus. Dann versuche ich diesen Hass zu sprengen und fange an, mich mit dieser Blüte anzufreunden. Ich werde sie von allen Seiten betrachten, bis ich sie annehmen oder gar lieben kann. Jetzt nehme ich diese neue Freundin und verarbeite sie in mein begonnenes Orchideengesteck. Nun erlebe ich, wie ein grandioses Gesamtkunstwerk entsteht, nur weil ich gelernt habe, meinen Schatten zu umarmen.

Wenn Gott die Schuld nicht anrechnet, versöhnt er uns mit unserm Schatten. Das was uns bisher blockiert hat ist weg. Da sind zentnerschwere Lasten fort. Dazu kam Christus in die Welt, um die Menschheit von ihrem größten Druck zu befreien. Dann das spielt Alte keine Rolle mehr. Radikal Neues kann beginnen, weil er sich mit unseren Altlasten angefreundet hat. Unser Leben kann ab sofort zu einem genialen Gesamtkunstwerk werden.

Wo sollen wir an Schuld stehen bleiben, wenn Gott sie nicht anrechnet?

Gott segne dich.

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Atme die Unvergänglichkeit

Wenn sich der Ungerechte abkehrt von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und übt nun Recht und Gerechtigkeit, der wird sein Leben erhalten.
Hes. 18, 27

Menschen mit Nahtoderfahrung berichten von einem unbeschreiblichen Erlebnis. Von einem hellen, lichtdurchfluteten, schönen, wohltuenden Ort, ohne Raum und Zeit. Für sie war es total unangenehm, wenn sie wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückgeholt wurden. Doch in dieser „Rückkehr“ wurde für sie alles anders. Sie wurden völlig anders. Durch das „Drüben“ hatten sie den Horizont der zwei Welten.

Ein Leben, das erhalten bleibt, atmet den Hauch von Unvergänglichkeit. Da ist etwas Heiliges und Unantastbares entstanden. Darin schwingt lichtdurchflutete Schönheit. Erhaltenes Leben ist ewiges Leben. Es steht in der Berührung mit unfassbarer Raum- und Zeitlosigkeit. Es ist das Leben, das sich als Nichts erkennt und in der Vollkommenheit aufgeht. Es ist das hin und her mit dem „Drüben“, ganz ohne Nahtoderfahrung. Das Ritual dazu ist, abkehren von Ungerechtigkeit. Das ist die Abkehr von der rein vergänglichen, zum Tod führenden Welt. Ohne diesen ständig geistigen Austausch mit dem Unvergänglichen, ist Leben nicht zu erhalten. Ein heiliges Leben braucht Gerechtigkeit, die von dem Heiligen kommt. Durch die Verbindung zu Christus, tragen wir Spuren der Heiligkeit.

Abkehren und Einüben ist der Atemrhythmus der Heiligen. Wir leben in dieser Welt, indem wir uns ständig, von irdischer Materie, die uns unter den Boden ziehen will, trennen und uns für das Darüber hinaus öffnen. Der Glaube ersetzt dabei die Nahtoderfahrung. Der Glaube macht Leben heilig und erhält im Untergang das Leuchten. Wir sind die Heiligen, wo wir das hin und her mit dem Heiligen einüben.

Wo atmen wir die Unvergänglichkeit und wo den Verwesungsduft?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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