Lass nicht locker 

frommer Dickkopf gesucht.
„Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.“

1.Mose 32, 27
Jakob im schwarzen Loch. Nichts von Harmonie eines erfüllten Lebens mit Gott. Kampf, Auseinandersetzung in der Nacht am Jabbok. Innere Spannungen, die kein anderer sieht und kennt. Einsamkeit, Verlassenheit, Hüftverletzung. Eine Situation zum Davonlaufen. Eine Situation in der man Gott und die Welt verfluchen könnte. Ein Moment in dem man gerne nur noch Schuldige sucht, bitter wird und denkt, damit würde sich etwas ändern. Wie schnell geben wir dem Schicksal die Schuld und klagen Gott und die Menschen an.
Doch gerade wo er nichts mehr von Gottes Nähe spürt, beißt er sich an ihm fest. Wenn Gott ferne scheint, wirft sich der Glaube ihm erst recht an den Hals. Glaube lässt sich nicht von irgendwelchen Umständen abschrecken. Wer den handelnden Gott in guten Tagen erlebt hat, kann ihn nicht an bösen Tagen an den Nagel hängen. Die Sturheit des Dranbleibens entwickelt sich aus bereits erfahrenem Segen. Der Dickkopf glaubt sich gegen Gott zu Gott. Wir können alles loslassen und infrage stellen, nur Gott loszulassen wäre das Ende. Wo wir den Zweifel an Gott zulassen, verlieren wir Boden unter den Füßen. Wo wir von Gott lassen, schneiden wir uns selbst vom Segen ab. Nicht lassen ist eine Hartnäckigkeit, wie ein Sicherheitsgurt. Loslassen kann nur, die nie den Segen erfahren hat. Gerade die Konfrontationen des Lebens, wollen uns nicht weiche Knie, sondern einen eisernen Rücken machen. Glauben wir uns gegen allen Widerstand zu Gott, dann wird uns der Segen folgen. Lassen wir nie los, dann werden wir auch nie die Losgelassenen sein.
Wollen wir uns aus dem Segen herausnehmen, den ein hartnäckiger Sturkopf mit sich bringt?

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Krisen sind heiliges Land

sei dankbar für deine Krisen!
„Ich werde mich an euch als heilig erweisen vor den Augen der Nationen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich euch auf Israels Boden bringe, in das Land, das euren Vorfahren zu geben ich meine Hand erhoben habe.“

Hes. 20, 41-42
Man sagt, in den Krisen zeigt sich der wahre Charakter des Menschen. In den Krisen schält sich heraus, was echt ist. So ist die Krise auch der Ort, an dem wir Gott erkennen. Die Qualität Gottes zeigt sich in den dunkelsten Stunden am Besten. Dort wo um uns herum alles zusammenbricht ist ein heiliger Raum. Da wo kein Weg mehr ist, bahnt Gott eine Spur in den Sand, wo er uns trägt. Wo das Volk Israel in der Gefangenschaft lebt, sieht Gott bereits das blühende Land nach der Wüste. Gott bleibt nie an dem Augenblick unserer Perspektivlosigkeit stehen. Er bringt in jede Krise einen Sonnenaufgang. Unsere ausweglosen Situationen sind nie der Maßstab für´s Ganze. Gott bleibt nicht in der Etappe stehen. Seine Absicht, mit seinem Volk sein Reich zu bauen, besteht genauso oder gerade in den Schwierigkeiten. Dort wo unsere Hoffnung versagt, wo uns unser Lachen verlässt, ist der heilige Raum in dem Gott seine Geschichte schreibt.
Die Krise ist der Ort, an dem wir in sein Erbarmen hineinreifen. In den Schwierigkeiten, wo wir selber nichts mehr in der Hand haben, wird sein Handeln immer größer. Oft müssen wir ins Aus kommen, damit er hereinkommt. Damit sind die Schwierigkeiten das Beste, was für unsere persönliche Entwicklung und für unseren Glauben passieren kann. Dass Gott zu uns steht, erfahren wir dort am Stärksten, wo wir nicht mehr auf eigenen Füßen stehen.
Warum entwickeln wir in den Engpässen unseres Lebens, keine größere Dankbarkeit, über dem, was uns in Gottes Verheißungen hineinreifen lassen will?

Geht’s uns gut?

wohlbefinden hängt mit dem zusammen, ob wir bei dem Gelernten bleiben.
„Wohl dem, der den Herrn fürchtet, der große Freude hat an seinen Geboten.“

Ps. 112, 1
Was tut Menschen gut? Jeder versucht darauf seine persönliche Antwort zu finden. Da wird für die Gesundheit ein Ernährungs- und Fitnessplan ausprobiert, für die Entspannung nach Stress vielleicht ein entspannendes Bad, ein gutes Buch oder schöne Musik. Da hat sich jeder seine Entspannungsmethoden entwickelt.
Das heutige Wort setzt bei Wohlbefinden viel tiefer an. Was dem Menschen gut tut, ist die Freude an Gottes Wort. Wohlbefinden hängt mit Gottes Ordnungen und Werten zusammen. Wo seine Gebote die Grundlage sind, bei der wir bleiben, regelt sich Grundsätzliches in einem Leben. Es ist gut und ist heilsam in Gottes Maßstäben zu bleiben. Experimente in dieser Richtung tun uns nicht gut. Das was Gott an Grundlagen geschenkt hat, trägt dazu bei, dass es uns gut geht. Wohlergehen ist die rundum Versorgung, bei der an alles gedacht ist. Die Freude am Wort ist die Garantie für das feste Stehen und für das entspannt bleiben in allen Spannungen. In den Geboten bleiben, ist das ständige aufgebaut werden in allen Vernichtungsschlägen des Lebens. Die Freude am Wort tut gut, wenn alles um uns mühsam un beschwerlich ist. Wo die Freude am Wort ist, sitzt immer ein anderer mit im Boot, der in den Stürmen für das Wohlergehen sorgt.
Welche Alternative hätten wir, die uns so grundlegend mit Gutem überschüttet?

Worte, die Licht anzünden 

ein Wort, das schafft, was es sagt.
„Mein Wort wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.“

Jes. 55, 11
Vor Jahren hatte die CDU in Baden Württemberg den Slogan: Ned schwätza, schaffa! Soll heißen, wer viel redet, tut nichts. Das Tun entscheidet über Ergebnisse die erreicht werden. Arbeiten ist besser als Reden.
Wort Gottes ist anders. Dieses Wort ist Tat. Wort Gottes sind nicht nur leere Worte, sondern Handlung. Da redet nicht einer fromm daher; mit diesen Worten passiert was. Dieses Wort erschafft sich die Welt. Ein solches Wort gesprochen macht Seelen gesund. Wort Gottes wirkt. Im Wort begegnet uns der lebendige Christus. Da kommen Worte, die Lichter anzünden, die aufrichten und befreien. Dieses Wort entfaltet eine Kraft, inmitten der vielen belanglosen und nichtssagenden Worte der Menschen.
Dieses Wort war zu dem Volk Israel in die babylonische Gefangenschaft gesprochen und es steht für uns am Anfang eines neuen Kirchenjahres. Egal ob uns kirchliche Strukturreformen Angst vor der Zukunft machen wollen, oder Lebensumstände wenig Hoffnung für das Morgen machen, dieses Wort wirkt. Wo Gottes Wort wohnt, ist Gott am Handeln. Es schafft, was es sagt. Es wird das gelingen, was es beinhaltet.  Mit dieser Verheisung kann es am 1. Advent nicht dunkel bleiben. Dieses Wort zertrümmert alle Hoffnungslosigkeit.
Wieviel Raum geben wir dem Wort, damit in dieser Welt nicht die Lichter ausgehen?
Einem gesegneten 1. Advent wünsche ich euch. 

Ein Schuss Vitamin C

optimale Lebensbedingungen garantieren eine gute Ernte.
„Der Gerechte ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.“

Ps. 1, 3
Menschen mit Gott sind fruchtbar. Gerecht sind die, die von ihm gerecht gemacht sind. Gott schafft durch seinen Geist und durch Jesus Christus optimale Lebensverhältnisse. Da entstehen Voraussetzungen, für organisches Gedeihen, für wachsen, blühen und Früchte bringen. Gerecht gemacht heißt, in anderen Umständen leben. Da hat sich im Leben etwas zum Richtigen, zum Guten gekehrt. Da steht ein Baum, der in einem ausgehungerten Boden dahin vegetierte plötzlich in satter Erde. In Gott sein fördert Wachstum und Fruchtbarkeit.
Frucht ist für andere. Die Äpfel, die an einem Baum reifen, verbraucht nicht der Baum, sondern sind ein Geschenk an den Obstbauern. Früchte sind ein Vitaminstoß für andere. Wo der Geist Gottes wohnt, entsteht Qualitätsobst. Da reifen an Menschen Qualitäten und Gaben, die eine ausgehungerte Welt befruchten. Die Gaben des Geistes, die Paulus in Galater aufzählt, mit Liebe Freude, Geduld, Freundlichlichkeit und Selbstbeherrschung usw. sind Früchte, die keiner aus sich generieren kann. Das sind Vitamine aus einer anderen Welt.
Überall wo Menschen mit allen Mitteln nach Fruchtbarkeit und Erfüllung suchen, wo sie sich von allem möglichen abhängig machen und trotzdem hungrig bleiben, kommt von den Glaubenden Vitamin C. Die Menschen brauchen pralle Früchte, deshalb bleiben wir an den Wasserbächen. Nur unter optimalen Lebensbedingungen können knackige Äpfel reifen.
Ist das, was an uns reift fruchtbar für die Menschen? 

Der rote Faden

den Masterplan unseres Lebens schreibt ein anderer.
„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.“

Spr. 16, 9
Zur Zeit beschäftige ich mich mit dem roten Faden in meinem Leben. Abseits von den täglichen Verpflichtungen im Kloster Neresheim, soll ein Zielfoto entstehen. Welches Bild habe ich vom Ende meines Lebens? Wo will ich stehen und was will ich da erreicht haben? Wir gehen der Frage nach; was ist die Aufgabe meiner Exististenz. Eine hoch spannende Arbeit, mit der man sich viel zu selten auseinandersetzt.
Der Mensch denkt….

und Gott lenkt.

Der Mensch macht sich seine Gedanken und das ist gut so, wenn der Mensch den roten Faden seines Lebens sucht. Doch zu allem Denken, kommt ein Lenken dazu, das nicht von uns gesteuert wird. In allen Überlegungen die wir Menschen anstellen, gibt es ein Planen, Berufen und Führen das in Gott liegt. Da funkt in unsere Planungen einer dazwischen.
Mit unserem Denken über unsere Lebensplanung und dem Erforschen, wer wir sind und was unser ganz spezieller Lebenszweck ist, sind wir schon auf den Spuren, die Gott in uns hineingelegt hat. Unsere Persönlichkeit ist ja Schöpfung Gottes. Wir tun gut daran, diese Einmaligkeit zu entdecken. Genau dazu will uns Gott hinlenken. Für die Einzigartikeit unseres Lebens führt er uns jedoch auch Wege, die nicht in unser Konzept passen. Da gibt es dann Lebensereignisse, die uns konfrontieren und vielleicht über Umwege im Krankenhaus erkennen lassen; halt du hast dich verrannt.
Wenn Gott lenkt, will er uns zu unserem Alleinstellungsmerkmal führen. Er will unser Denken mit seinem Führen in Einklang bringen, damit der rote Faden unseres Lebens gelingt.
Wo können wir uns in unserem Denken noch mehr für sein Führen öffnen?

Erlösung entspannt 

in den Problemen über den Problemen leben.
„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“

Hiob, 19, 25
Wir alle sind gefangen. Gefangen in den alltäglichen Spannungen, durch den Druck der Arbeit, durch ein Miteinander, das ein ständiger Eiertanz ist, durch Worte, die uns verletzen, durch Lebensschläge, die uns einschränken. Da ist so vieles, das nicht rund läuft und Entwicklungen und Vorwärtskommen lähmen will. Wir sind verbunden mit dem Schicksal unsere Lebens. Wir kleben am Elend  unserer Tage. Hiob kennt die verzweifelten Stunden, in denen ihm ganze Welten zusammenbrechen, selbst gute Freunde mit Vorwürfen und pseudo-guten Ratschlägen dienen. Das ganze Leben ein einziges Fragezeichen und das bei frommen Leuten.
Der Glaube erkennt, dass dies nur eine Seite der Medallie ist. Durch Glaube verwandelt sich gefangen in frei. Der in Christus stehende Mensch, lebt in den Verhältnissen als ein Herausgelöster. Glaube ist das Kontrastmittel zum Übel. Da lösen sich die Bindungen an das Schicksal. Da erlebt der Gefangene Freiheit. Christus ist der Gegenpol zu allem, was uns mit dem Dasein verhaftet. Da stehen wir in der Not, aber sie kann uns nicht mehr bestimmen. Da entspannen sich gespannte Verhältnisse. Da können wir in der Beklemmung aufatmen. Da empfinden wir Ruhe in den größten Stürmen. Erlösung ist das herausgerissen sein aus den Turbulenzen einer vergänglichen Welt.
Durch Christus lebt immer etwas Geheiltes im Unheil. Die Auseinandersetzungen verlieren ihre zerstörende Macht. Da ist in den größten Tiefen, immer genügend Hoffnung da. Wir können befreit lachen, wenn es uns zum weinen ist. Erlösung entspannt.
Wenn wir um solch einen Erlöser wissen, wieso sollten wir da in den Stürmen des Lebens untergehen?

Glaube ist nicht normal

wer glauben will, muss verrückt sein.
„Noah tat alles, was ihm Gott gebot.“

1. Mose 6, 22
Wenn Noah sein Bauvorhaben einem Gemeinderat vorgelegt hätte, hätten alle die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen oder ihn gar in die Psychatrie eingewiesen. Eine Arche auf dem Festland ist einfach gesponnen und bar jeder Realität. Was Noah tat, ist nicht normal. Er plant ein Großprojekt, wider alles bessere Wissen und gegen alle menschlichen Erfahrungen.
An ihm zeigt sich die Dimension des Glaubens. Er tut einfach, was Gott gesagt hat. Er lässt sich von einer Gottesvision anstecken, die jegliche menschliche Logik übersteigt. Auf ein Wort hin, fängt er an seine eigenen Grenzen zu übersteigen. Gott spricht, und Noah rennt einem verückten Traum nach. Der Glaube fängt an von einem Meer zu träumen, mitten in der Wüste. Er handelt gegen alle Realität. Der Glaube sieht Dinge vor seinem inneren Auge, die es in der Wirklichkeit noch gar nicht gibt. Der Glaube sieht eine Zukunft, die Menschen nicht sehen können. Der Glaube baut nicht auf das, was bisher möglich war, sondern hält ganz anderes für möglich. Wer glaubt, schafft eine neue Realität. Er entwickelt eine unverschämte Antriebskraft, die das bisherige auf den Kopf stellt. Gegen alles Fachwissen, wird Unmögliches wahr.
„Die Arche wurde von Laien gebaut, die Titanic von Spezialisten.“ Der Glaube ist zwar verrückt, bewahrt aber die Menschheit vor dem Untergang. Der Glaube hält sich nicht auf an dem, was „Normal“ ist. Glaube strotzt vor Kühnheit und Gottvertrauen. Selbst Jesus sagte: Alles ist möglich, dem der glaubt.
Wo bleibt unser unverschämter Mut, auf ein Wort von Gott, das Unmögliche in unsere Welt hineinzuglauben?

Guter Umgang prägt 

sag mir, mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist.
„Wie um Jerusalem Berge sind, so ist der Herr um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit.“

Ps. 125, 2
Landschaften prägen Menschen. Die schwäbische Alb, das Erzgebirge, die Vogesen, die Dolomiten formen den Charakter derer, die sie sie erleben. Berge sind mit den Geschichten der Menschen verknüpft. Auf Bergen sind die meisten Burgen und Schlösser. Was auf Bergen geschieht, hat Einfluss auf das Leben. Auch die Berge um Jerusalem haben ihre Geschichte. Ölberg, Zionsberg, Golgatha. Hier hat Gott mit Menschen Geschichte geschrieben.
Gott umringt uns wie die Meilensteine der Geschichte. Wie die Berge Einfluss nehmen auf ihre Bewohner, prägt Gott die Glaubenden. Wir sind umgeben von Gott. Jeder Konakt mit Menschen hinterlässt an uns Spuren. Keine Begegnung ist belanglos. Bei jedem Gespräch werden wir ein kleines Stück des anderen. Da findet eine gegenseitige Einflussnahme statt; völlig ungeplant und ungewollt. Deshalb ist es so entscheidend mit welchen Menschen wir uns umgeben. Umgang prägt. Wir können aufgebaut und gefördert werden, wir können aber auch nur  belastet werden. Gott pflegt einen guten Umgang mit uns. Er will dauerhaft seine Wohnung bei uns aufschlagen. Seine Geschichte soll unsere Geschichte werden.
Wo wir von solch einer prägenden Kraft umgeben sind, hinterlässt das Spuren bei uns. Gott als unser Mitbewohner ist ein aufbauender Dauerbrenner. Da überträgt sich dauerhaft etwas aus einer anderen Welt. Da werden wir ständig von dem ewig Vollkommenen berührt.
Wie lassen wir solch ein Umgeben sein zu? Entfaltet sich diese prägende Kraft aus dem Lande, aus dem wir kommen?

Forschen und freuen sind eins

wer in große Geheimnisse eindringen will, muss tiefer schürfen.
„Groß sind die Werke des Herrn; wer sie erforscht, der hat Freude daran.“

Ps. 111, 2
Wenn wir die großen Physiker und Naturwissenschaftler der Geschichte betrachten, entdecken wir, wie sie bei all ihren Forschungen immer wieder auf Gott gestoßen sind. Albert Einstein war immer wieder fasziniert, was sich da hinter Zeit und Raum abspielt. Wer in die Geheimnisse des Lebens eindringt, stößt immer wieder auf unglaubliche Wunder und die Liebe zum Detail.
Gott zeigt sich dem der forscht. Da entfalten sich Welten, da reißen Himmel auf, da werden Herzen bewegt. Gott erschließt sich denen, die in ihn eindringen wollen. Das sind die ständig Unzufriedenen, die sich nicht mit Oberflächlichem abfinden wollen. Forscher kämpfen, sie lassen nicht locker, auch wenn es Rückschläge gibt. Die Welt Gottes will erobert werden und erschließt sich denen die brennen. Die Aufmerksamen , die genau hinsehen entdecken die Wunder. Je mehr sie nachbohren, umso mehr erschließt sich eine ungeahnte Welt, umso stärker wird der Antrieb nicht nachzulassen. Glaubende sind wie Schatzsucher, die überall das Blühen und den Klang der Schöpfung erspühren. Wer ein Geheimnis entdeckt hat, ist regelrecht dazu gedrungen weiterzusuchen. Diese Entdeckungen machen Freude, spornen an zu mehr. Je mehr wir forschen, desto eifriger werden wir, umso erfüllter werden wir.
Das Reich Gottes wird nicht von den Trägen entdeckt. Wer keinen Forschdrang entwickelt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er nur von Mist und Dreck umgeben ist. Wer nicht die Welt hinter dem Dreck erforschen will, wird in seiner Müdigkeit ersticken. Wer alles laufen lässt, wie es ist, kann keine Hoffnung haben. Gott zeigt sich; wer das erforscht hat Freude daran.
Jede Rose ist ein Traum und ein Gedicht; wie gelingt es uns heute in die Wunder Gottes einzudringen?