Baue Untröstliche auf

Sammle meine Tränen in deinen Krug; ohne Zweifel, die zählst sie.
Ps. 56, 9

Wir waren eine glückliche Familie, bis zu dem Tag, an dem unser Sohn mit 11 Jahren einen Gehirntumor bekam und wir ihn nach unerträglichem Ringen beerdigen mussten. Selbst nach Jahren sticht der Schmerz tief ins Herz. Hier hilft kein, heile, heile Gänschen, wird bald wieder gut. Da muss es die Welt aus den Angeln heben, um wieder Licht zu sehen. Es braucht den professionellen Tröster, der Untröstliches wieder ins satte Leben wirft.

Wie hart das Leben zuschlägt, erfährt jeder am eigenen Leibe. Da sind oft Tränen ohne Ende. Welten brechen zusammen und jegliche Hoffnung steht auf der Brücke und will sich hinabstürzen. Die vielen Fragen: Warum lässt Gott das zu, kratzen am Himmel. Und tatsächlich, die Fragen kommen an. Jede Träne trifft Gott ins Herz. Seufzen berührt ihn. Er reißt den Himmel auf und stellt einen fetten Krug auf die Erde, mit dem er Tränen auffängt. Dieser Trostbehälter heißt im hebräischen Messias. Trösten heißt aufatmen. Gott gehen Tränen so sehr ans Herz, dass er Schmerz nicht nur auffängt, sondern umwandelt. Christus ist der Tränen-Katalysator. Ein Sonnenaufgang über dem Grabhügel.

Dieser Tränenverwandler ist unser Wunderinstrument. Damit ist keine Situation untröstlich. Wir haben das Beste um im Schmerz nicht zu verzweifeln. Aufatmen entspannt die ganzen inneren Verkrampfungen. Wir sind nicht dazu verdammt, endlos Tränen zu vergießen. Sobald wir den Tränenkrug ergreifen, verwandelt sich Trauer in Freude. George und Barbara Bush sagten nach dem sie ihre junge Tochter verloren hatten: „Wir trauern nicht; wir sind glücklich über die Jahre, wo unsere Tochter über diese Erde ging. Wir lieben jeden Menschen mehr wegen ihr.“ Wo wir aufatmen lernen, können wir auch andere trösten.

Wie lange beweinen wir unserer Unglück, wenn so viel Trost da ist?

Gott segne dich.

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Mach es mit Mentor

Einem König hilft nicht seine große Macht; ein Held kann sich nicht retten durch seine große Kraft.
Ps. 33, 16

Fasziniert schauen wir auf Menschen, bei denen die Augen funkeln und die Energie nur so sprüht. Ja, will wollen glauben können wie Abraham und fest stehen wie Luther. Doch bei aller Entschlossenheit, grätscht das Ungemütliche des Lebens dazwischen. Uns geht die Luft aus, wenn wir Großes wollen und an unseren eigenen Grenzen scheitern. Genau hier gibt Gott einen Rettungsplan: „Meine Kraft trotzt deinen Schwierigkeiten.“

Große Macht geht nicht von der Erde aus, sie liegt im Schöpfer selbst. Der Mensch kann von sich aus gar nicht alles im Griff haben, weil ein ganz anderer die Fäden zieht. Die Geschichte unseres Lebens wird nicht auf der Erde geschrieben. Schöpfung geschieht aus dem Unendlichen und ist für die Ewigkeit geschaffen. Darin liegt alle Macht im Himmel und auf Erden. Was sich von dieser Macht löst, geht unter. Der Rat des Gamaliel sagt: Ist eine Sache von Gott, wird sie leben, ist sie nicht von Gott, wird sie sterben. Macht ohne Gott ist Ohnmacht. Alles was uns mächtig erscheint ist eine Strohpuppe. Der mächtige Herodes hat es nicht geschafft, bei allen Neugeborenen, die er umbringen lies, dass er Jesus ausgelöscht hat. Die eigentliche Macht lag oben. Die sagte zu Josef im Traum: Nimm das Kind und seine Mutter und zieh in euer Land zurück.

Der Mensch wird dort stark, wenn seine Kraft von dem kommt, der Totes zum Leben erweckt. Rettung liegt einzig darin, das dort, wo uns das Leben den Hahn abdreht, wir mit dem Retter zusammengeschweißt sind. Kraft kommt dort, wo der Christus in uns mächtig wird. Um in Krisen und Anfechtungen, in Unterdrückung und Zweifeln nicht umzukommen, brauchen wir einen himmlischen Mentor.

Woher soll aus uns die Macht kommen, dem Übel zu trotzen?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Glaube dem Unglaublichen

Wirf dein Anliegen auf den Herrn; der wird dich versorgen.
Ps. 55, 23

Der alte, achtzigjährige, Mose hat ein fettes Problem. Einsam im Exil, mit Schafen unterwegs, kann es schier nicht ertragen, dass seine Landsleute vom Pharao in Ägypten, bis aufs Blut ausgebeutet werden. Bei Hitze über 40°C schuften sie mit selbstgebrannten Ziegeln beim Palastbau bis zum Umfallen. Plötzlich brennt auf dem Berg Horeb ein Dornbusch. Kommt immer wieder vor bei großer Hitze, – doch er verbrennt nicht. Und dann spricht der noch. „Ich bin Gott Jahweh, der Gott deiner Väter. Ich weiß um die Sauerei, die dort beim Pharao abläuft, geh´ zu ihm und befreie mein Volk.“ – „Mensch Gott, bist du verrückt, ich bin ein alter Mann und gehe am Stock.“ Die tagelange Diskussion beendet Gott in dem er sagt: „Schmeiß deinen Stock auf den Boden“ – und schlagartig schreckte Mose vor einer Giftschlange zurück. „Greif die Schlange!“ Er griff sie und sie wurde wieder zum Stock. „Also du hast hier eine Wunderwaffe, damit geh´ los und befreie mein Volk von Pharao.“

Der alte Mose ging, zusammen mit seinem Bruder, an den Wachen vorbei bis in den Thronsaal des mächtigen Herrschers. „He Pharao, gibt mir meine Leute zurück und suche dir andere Sklaven. Ich schmeiße hier mal meinen Stock zu Boden, dann fressen Heuschrecken, dein ganzes Land kahl.“ Zunächst ließ sich Pharao noch nicht davon beeindrucken, bis Mose beim zehnten Mal sagte: „Jetzt wird jeder Erstgeborene des Landes sterben, somit wird es dich auch erwischen.“ – „Okay, dann hau ab mit deinem Volk!“ Doch der Herrscher fühlte sich beschissen und verfolgte mit seinen Leuten die Karawane. Am Meer teilte Mose mit seinem Wunderstock das Wasser, ging hindurch und lies danach die hohen Wellen wieder in sich zusammenbrechen, dass die Verfolger keine Chance hatten.

Wirf dein Anliegen auf den Herrn, dann werden unglaubliche Wege gebahnt. Wollen wir alleine klar kommen, oder ergreifen wir diese Macht?

Gott segne dich.

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Esse dich mutig

Ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinen Mühen, das ist eine Gabe Gottes.
Pred. 3, 13

Menschen leben vom Stoffwechsel. Sie brauchen Lebensmittel, um etwas verdauen zu können. In dieser Umwandlung lebt und wächst er. Wir sind ein genialer Verbrennungsmotor, der Essen und Trinken in Kraft und Lebensfreude umsetzt. Wir essen und trinken, und fühlen uns fit und lebendig. Es macht wach oder träge. Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen, sagt man. Essen und Trinken ist weit mehr, als dass der Körper funktioniert. Es steuert den ganzen Menschen nach Leib, Seele und Geist. Er wird von den Gaben der Erde ernährt, um sich damit nach dem Himmel auszustrecken. Aus der Frucht der menschlichen Arbeit, wird das Brot, welches das Leben ernährt. Damit stehen wir mitten im Kreislauf von Schöpfung. Wir stehen im Zentrum von Eucharistie. Unser Leib lebt vom Brot der Erde. Dieses Brot wird im Abendmahl zum Leib Christi. Es verwandelt sich ein Lebensmittel nicht nur in irdische, sondern in göttliche Energie. Wir leben auf dieser Welt und in uns wächst die Kraft der anderen Welt. Für diese Ernährung sind wir geschaffen. Wir haben eine Verdauung, die uns nicht nur für die Erde tüchtig macht, sondern Kost verdauen kann, die aus Ewigen kommt.

Das gibt dem Leben die eigentliche Perspektive. Damit bringen wir nicht nur unsere 60, 70, 80 Jahre einigermaßen gut über die Runden, damit verwandelt sich göttliche Energie, in einem irdischen Wesen. Das lässt Schweres leicht verdauen. Wir haben der Mut, gegen Widerstände anzukämpfen. Wir bitten im Vater unser: Unser tägliches Brot gib und heute. Es ist das Brot, das den Leib und den Geist ernährt. Und um die harten Brocken des Lebens ordentlich verdauen zu können, brauchen wir genau dieses Brot.

Welche Ernährung gibt uns den größten Mut?

Gott segne dich.

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Strecke dich zum Himmel aus

Wer den Herrn fürchtet, hat eine sichere Festung.
Spr. 14, 26

Jakob war ein richtiges Schlitzohr. Er hat vor seinem Vater die volle Schau abgezogen, um sich den Segen des erstgeborenen Sohnes zu erschleichen. Damit hat er seinen Bruder Esau beschissen, vor dessen Wut er dann fliehen musste. Abgeschnitten von Haus und Hof, übernachtete er in der vollen Pampa auf der grünen Wiese. Dann, der spektakuläre Traum von der Himmelsleiter. Ganz oben Gott selbst, der sagte: Fürchte dich nicht, ich bin mit dir. Mit einem riesigen Schreck zuckte er zusammen, vor dem, was da passiert. Als er den Traum verdaute, wurde aus Erschreckensfurcht eine Ehrfurcht. Er verstand die Welt nicht mehr. Als Geächteter erfahre ich totales Erbarmen. Gebannt vor der dieser Heiligkeit, fiel er auf die Knie und es veränderte sich schlagartig sein ganzes Bewusstsein. Als Ausgestoßener wird er gnädig von heiliger Erde aufgefangen und in dieser Nacht zum Segen für die ganze Welt.

Ehrfurcht vor Gott, stabilisiert Leben in den unmöglichsten Umständen. Sich auf das einlassen, was von Gott kommt, verändert die Verhältnisse. Und zwar gerade dadurch, dass sich Menschen in den Verhältnissen verändern. Egal ob wir auf der Flucht sind, andere uns das Leben schwer machen, wir selbst in einer persönlichen Krise stecken; wo wir das Wort ergreifen, – fürchte dich nicht, ich bin mit dir, da passiert mit uns etwas. Ich habe mir daraus eine Meditationsübung gemacht. Wenn ich durch gewisse Ereignisse erschüttert werde, ziehe ich mich zurück, atme ruhig tief ein und aus. Dann strecke ich die Hände zur Decke und greife ganz oben nach der Himmelsleiter. Die ziehe ich mit ganzer Kraft in mein Leben und spüre nach, wie der Boden unter meinen Füßen fest wird. Das wiederhole ich mehrmals und erfahre eine Festung, die wieder stehen lässt.

Nach was greifen wir, wenn es uns den Boden wegzieht?

Gott segne dich.

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Der richtige Sprit

Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben kannst.
5. Mose 16, 20

Jeder Mensch hat etwas, was ihn antreibt, hieß ein Werbemotto. Was treibt, wenn die Luft raus ist? Wenn der Motor stehen bleiben will, weil der Saft ausgeht, stellt sich die Frage, was zündet den Kolben. Der Glaube ist Treibstoff. Da treibt das, was gut ist. Gut ist alles, was aus Gott kommt. Das Beste für guten Antrieb. Das Spitzenprodukt für ein Leben in allem Widerstand ist Christus. Damit schafft er Gerechtigkeit, die in allem Unrecht nicht stehen bleibt. Es kommt Antrieb in alle Antriebslosigkeit. Weil Leben angefochten ist, weil wir oft nicht wissen wo uns der Kopf steht, weil die Lebensgeister schneller davonfliegen als uns beflügeln, muss uns etwas Stärkeres antreiben. Gerade dort, wo uns das Leben nicht von seiner schönen Seite begegnet, soll es trotzdem stattfinden. Leben soll sich dort durchsetzen, wo es nach Sterben riecht. Um unter dem Kreuz aufstehen zu können, braucht es Auferstehungskraft.

Den Treibstoff für guten Antrieb im Leben gibt uns Paulus: Bleibt im Glauben und weicht nicht von der Hoffnung des Evangeliums. Wenn der Gegenwind uns durch die Luft wirbelt, und der Boden unter den Füßen bodenlos wird, wenn die Sorgen an einem zerren und uns alles auflösen will, – bleibt. Bleibt im Glauben. Bleibe im Wort. Bleibe an der Auferstehungskraft Christi. Dieser Fixpunkt hält das Leben. Daran entscheidet sich durchkommen oder untergehen. Nachjagen greift nach diesem Holzpflock auf stürmischer See. Damit kämpfen wir nicht gegen die Wellen, sondern gehen durchgeschüttelt von den Wogen, schnurstracks auf diesen festen Anker zu. Das sichert Leben und Überleben. Greife nach dem Wort, das aufbaut. Vergewissere dich ständig in Gottes Ja, wenn alles gegen dich steht.

Welchen Sprit tanken wir, wenn der Saft ausgeht?

Gott segne dich.

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Wie im Himmel

1. Mose 28, 12 – 19a

Nach einem Herzinfarkt kehrt Stardirigent Daniel Daréus in sein idyllisches nordschwedisches Heimatdorf zurück, wo er mit dem bunt zusammengewürfeltem Chor der kleinen Gemeinde zusammenarbeitet. Ein ganzer Mikrokosmos menschlicher Sorgen entfaltet sich vor ihm, und er ist überglücklich, als er erkennt, dass er mit Hilfe der Musik einen Weg in die Herzen der anderen findet. Das ist die Erfüllung seines Traums, mit dem er vor Jahrzehnten aus dieser Gegend aufgebrochen war. Manch einer kennt dieses Musik-Film-Drama, das einem mit Tränen in den Augen erschaudern lässt, wie mit unvermögenden Menschen, ein riesiges Konzerthaus in Resonanz versetzt wird.

Wir folgen heute einen Traum, der mehr Zukunft ist, als die Vergangenheit und Realität es zulässt.

1. Der große Traum

Jakob träumte von einer Leiter, die auf Erden stand, und mit der Spitze an den Himmel rührte, und siehe, die Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Und der HERR stand oben darauf und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham, und Isaaks Gott.

Träume haben mit unserem Leben zu tun. In der Regel sind wir in irgendeiner Form der Hauptdarsteller. Entweder verfolgen uns traumatische Erlebnisse, die im Schlaf zum Albtraum werden, oder wir feiern uns als Held und erschaffen eine große Zukunft. Als Kinder träumten wir schon davon, einmal Lokführer oder Arzt zu werden.

Träume und Visionen sind der stärkste Antrieb, der Menschen zum Handeln bringt, sagt Viktor Frankl.

Von einem Stardirigenten geträumt, finden die unterschiedlichsten Gestalten, zu einem musikalischen Einklang, der solche Resonanzen auslöst, dass es tausende Leben in Schwingung versetzt. Jakob träumt von einer Himmelsleiter voller Engel. Ein spektakulärer Film, der sich da mitten in der Nacht auf der grünen Wiese abspielt. Beileibe kein unterhaltsamer Spielfilm, sondern vielmehr eine Schöpfungsdoku.

In einem menschlichen Geist wird Gott lebendig, der sich auf majestätische Weise vorstellt. „Ich bin der Herr“, das ist der Schöpfer par excellence. Wo das ICH BIN ausgesprochen wird, durchdringen die beiden mächtigsten Worte das Universum. In keinen anderen Worten ist mehr Schöpfungskraft, als in ICH BIN. Mit ICH BIN hat Gottes Traum mit der Welt begonnen. ICH BIN, steht an der Spitze der Leiter, die die Erde berührt. ICH BIN der, der sich Himmel und Erde zusammenträumt. ICH BIN Vater deines Vaters und deines Großvaters. Generationen vor dir standen unter meiner Führung. ICH BIN jetzt der, der in diesem Traum mit dir deine Lebensgeschichte schreiben will. Weil ICH BIN, wird sich ab jetzt an dir mein Traum verwirklichen. Dieser Traum wird durch mein ICH BIN deine neue Realität. Dieser Traum bringt etwas Unwirkliches, etwas Undenkbares in die Welt.

Dieses ICH BIN…

2. Trifft auf unheiliges Land

Als nun Jakob aufwachte, sprach er: Fürwahr, der HERR ist hier, und ich wusste es nicht! Und er fürchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.

Jakob war es nicht ganz geheuer, als er von diesem Traum erwachte. Dieses ICH BIN Gottes traf auf sein ICH BIN.

O Mann, was passiert den da gerade. Ich bin doch der Mann auf der Flucht. Ich bin der, der seinen Bruder Esau um den Segen betrogen habe und nun die Fliege machen muss. Ich bin ein Geächteter, ich bin von der Wut verfolgt und verlasse das Land. Ich bin der, der mit schlechtem Gewissen unterwegs ist und eher Ablehnung als Zuneigung erwartet. Ich bin einer, der seinen Vater beschissen und Gott gelinkt hat.

Jetzt schockiert mich Gott mit solch einem Auftritt. Da muss ich mir erst mal den Schlaf aus den Augen reiben. Gott stellt seine Leiter direkt auf verbrannte Erde. Erschrocken und irritiert geht er seinem Traum nach. Zig Himmelsboten erschaffen mir gerade ein neues ICH BIN. Sprosse um Sprosse steigt gerade die Gnade zu mir herab. Zu mir kommt das Licht der Welt. Es kommt der, der sagt: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Dieser Traum wird für ihn zur Christus-Begegnung. Der Heilige verwandelt unheiliges Land. Davon kann man nur träumen.

Der Traum wird Wirklichkeit; Christus besucht mich. Wo sich Träume erfüllen, wird das Schlitzohr gesegnet. Da sind Träume keine Schäume, sondern bare Realität. Ich bin der, der schlagartig auf heiligem Land steht. Wo ich bin ist Haus Gottes, – Bethel. Durch Christus bin ich nicht mehr der, der ich vorher war. Mein Traum hat neue Tatsachen geschaffen. Träume sind die Vorboten des künftigen Lebens. Wer Gott im Traum begegnet, bekommt eine neue Beziehung zu sich selbst. Egal wie ärmlich mein ICH BIN aussieht, mit Christus, wird der Ort, auf dem ich stehe zur Pforte des Himmels. Wo unsere Gedanken Christus begegnen, wird der Boden unter unseren Füßen heilig.

3. Und schafft Göttliches

…das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben. Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst dich nach allen Himmelsrichtungen ausbreiten und durch dich sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden. Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land.

Mit Träumen wird die Erde buchstäblich auf den Kopf gestellt. Gott wirkt im Bewussten, Alltäglichen, Sichtbaren, sowie im Unterbewussten, Unsichtbaren. Im Traum spielt sich etwas in unserer unterbewussten Gedankenwelt ab. Jakob sieht ein Bild, das sich mit göttlicher Intuition vermischt. Menschliche Gedanken, werden mit himmlischen Impulsen infiziert. Das sind die Zutaten, aus denen Berufungen entstehen. Es sind die heiligen Momente, wo zwischen Himmel und Erde eine Neuschöpfung geschieht. Es sind die atemberaubenden Stunden, die Geschichte schreiben. Ein Mensch folgt seinem Traum und tut ihn nicht als Spinnerei ab, und es entsteht heiliges Land.

Genau an dieser Stelle bleibt das meiste Land verbrannt. Wenn die Himmelsleiter vor uns steht, rotiert als erstes der Verstand. Sei doch vernünftig, das war nur ein Traum. In Wirklichkeit sieht doch die Sache ganz anders aus. Die Realität sagt: Mensch Kerl, du bist auf der Flucht und machst dir hier nur sonnige Vorstellungen. Das schlechte Gewissen sagt: So einfach lässt sich eine verratzte Biografie abschütteln. Wenn wir in uns hineinhören, dann folgen schon fast automatisch hunderttausend wenn’s und Abers, warum solche Gedanken nur heiße Luft sind. Wir sind im Laufe unseres Lebens immer routinierter geworden, solche Träume zu unterdrücken. Wir halten die Vergangenheit fest und verbauen damit die Zukunft. Doch der Segen auf Generationen hin, hat genau an dieser verrückten Stelle seine größte Verheißung.

Wir sind oft zu nüchtern und so real, dass wir dort, wo uns die andere Realität emotional und auf ungewohnte Weise berühren will, sie wegschieben. Die Himmelsleiter kommt als Fremdköper in unsere Welt und will unsere Zukunft erschaffen.

J.F. Kennedy sagte: Erschaffe deine Zukunft aus der Zukunft, nicht aus der Vergangenheit.

Genau darauf müssen wir uns wieder gefasst machen. Ein Traum ist keine Illusion, sondern die realste Wirklichkeit von Schöpfung. Folge deinen Träumen, denn sie kennen den Weg. Wie will sich der Segen unseres Lebens ausbreiten, wenn wir solche Träume nicht zulassen? Wo wir träumen, orientieren wir uns an einer Zukunft, die wir noch nicht kennen. Doch sie ist es, wodurch Gott seine Realität in unserem Leben schafft.

Lassen wir die Engel rauf und runtersteigen, dass sie unser Innerstes völlig neu programmieren. Wehren wir uns nicht, wenn uns Gott zu einem einzigartigen, weltweiten Segen beruft. Damit kommt jetzt schon Himmel auf Erden.

Gib Ewigem mehr Raum

Ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich erkennen sollen, dass ich der Herr bin.
Jer. 24, 7

Gott und die Geheimnisse des Lebens, lernen wir nicht in der Schule kennen. Worum es eigentlich im Leben geht, kann uns keine Wissenschaft beibringen. Der Schlüssel zu unserer Existenz liegt in uns selbst. In jeder Zelle ist ein Schatz vergraben, der von Informationen aus einer anderen Welt gespeist ist. Es ist die innere Anziehungskraft, die auf den Sog des Ewigen anspricht. Das Geheimnis des Dahinter unseres Lebens lüftet Gott selbst. Wenn Gott ein Herz gibt, das ihn erkennen lässt, gibt er uns Christus, der uns den Durchbruch zu seiner Welt schenkt. Mit unseren Sensoren schaffen wir die Verbindung mit der ganzen Welt; mit Christus dringen wir in die Unendlichkeit Gottes. Für dieses über uns hinaus sind wir geschaffen. In uns lebt die Sehnsucht nach Herrlichkeit. Christus ist der Schlüssel, der die menschliche Welt, mit der göttlichen Welt zusammenbringt. Die Sehnsucht nach Ewigen erfüllt unser ganzes Leben.

Seit Neuem bieten wir in unserem Blumenhaus einen Kloster Gin an. Er wird von einem Mönch hergestellt, den ich kennenlernen durfte. Er beschreibt dieses edle Produkt, das mit zwölf erlesenen Kräutern und höchsten Ansprüchen aus der Stille heraus erschaffen ist, mit den Worten: „Mönche arbeiten immer mit dem Blick auf die Ewigkeit. So vollkommen soll unsere Arbeit jetzt schon sein.“ Wenn das Leben vom Blick auf das Ewige bestimmt ist, entsteht Qualitäts-Zeit. Damit wird Leben kostbar und edel. Dieser verwandelte Blick prägt all unsere Handlungen. Damit schlagen wir keine Zeit tot, sondern schaffen wertvolle Sinn-Zeit. Wo unser Herz Gott erkennt, werden wir fest, es leuchten die Augen, und wir gehen hoffnungsvoll mit unseren Erschütterungen um.

Wie können wir dem Blick auf das Ewige noch mehr Raum geben?

Gott segne dich.

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Bewege als Hanswurst die Welt

Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgürtet mit Stärke.
1. Sam. 2, 4

Regierungswechsel auf der Erde. Wir sind stark. Das gilt für die, die unter sich und den anderen leiden. In dieser prophetischen Vision geschieht entscheidendes für unser Leben. Die Schwachen werden kraftvoll und sind nicht mehr ihrem Leben ausgeliefert. Durch diese Vision, werden die Menschen zu Herrschern über das, was sie beherrschen will. Dieser Machtwechsel, ist durch Christus passiert. Mit Christus bekommt die Ohnmacht der Welt ihre Macht zurück. Damit steht der Glaubende in der Übermacht zu dem, was ihm zu schaffen macht. Er wird dadurch wieder an die Seite Gottes gerückt und wird vom Opfer zum Schöpfer des Lebens. Wer mit Stärke umgürtet ist, wird vom Staub aufgehoben. Er ist nicht mehr der von den Umständen Erschlagene. Glaubende ergreifen die Vollmacht ihres Lebens, die mit Christus in der Schwachheit wirksam wird. Damit schwindet alle Angst eines David vor Goliath.

Paulus verwendet dazu das passende Bild. Wir dienen Gott und dem Leben in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes und den Waffen der Gerechtigkeit. Wir dienen in Vollmacht. Ich als kleiner Hanswurst kann damit die Welt bewegen. Damit kommt es nicht mehr darauf an, was ich aus mir heraus kann und weiß, sondern dass ich im Glauben an Christus, dem Übermächtigen entgegentrete. Damit ist immer mehr Hoffnung da als die Umstände zulassen. Damit habe ich mehr Kraftreserven, als ich je in mir vermute. In aller Schwachheit, bin ich mächtig. Unerschrocken kann ich den größten Widerständen die Stirn bieten. Selbst dort, wo ich mich menschlich in einer schwierigen Lage befinde, kann ich mein Leben voll in die Hand nehmen. Wir sind stark, durch den, der uns mächtig macht.

Da kann man halt nichts machen, – wie greifen wir da nach dieser Stärke?

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Lerne vom Besten

Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich!
Ps. 25, 5

Wer solch einen Satz spricht, will nicht stehen bleiben, egal welche Lektionen ihm seine Tage servieren. Er glaubt daran, dass alles im Leben zum Besten dient. Nichts kommt von ungefähr. Da zieht einer die Fäden, da will einer etwas erschaffen, was keiner sich erdenken kann. Wer bittet, leite mich und lehre mich, der will Gott auf die Finger schauen. Er ringt um Sinn hinter dem Unsinn. Er will aus den hellen und dunklen Kapiteln seines Lebens eine Lehre ziehen. Genau hier fängt der Glaube an lebendig zu werden. Ich steige aus meiner Opferrolle aus und fange an zu verarbeiten. Selbst wenn ich mir die Finger an der rechten Hand absäge, ist das nicht einfach ein Unfall aus dem man irgendwie das Beste machen muss. Das sicherlich auch, jedoch kann ich diese Tragik in den Gesamtzusammenhang stellen und fragen: Was kann ich daraus für mein Leben lernen? Für mich bedeutet es, lebe vielmehr im Jetzt. Sei mit deinen Gedanken nicht schon meilenweit voraus und übersehe den Moment, sondern schenke dem jetzigen Augenblick deine ganze Aufmerksamkeit.

Im Aufblick zu Gott, finden wir in allen etwas, was wir lernen können. Das sind die Momente, wo wir dann in Krisen wachsen. Da bekommt jedes Missgeschick Qualität. Viktor Frankl hatte die bahnbrechende Erkenntnis seines Lebens im KZ. Dort wo er seine Familie verloren hat, selbst schwer gefoltert wurde, erkannte er: Wenn ich in einer solchen erbärmlichen Situation noch frei entscheiden kann, wie ich mich innerlich zu meinen Peinigern stelle, dann können das alle Menschen. Sie können mir zwar alles nehmen, jedoch nicht die Freiheit, wie ich mit diesen Dingen umgehe. Wir können aus allem lernen. Bitten wir Gott darum, dass wir die Lehre entdecken und im Glauben wachsen.

Wo werden wir größer, wenn wir vom größten Lehrmeister lernen?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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