Über brtheophilos

Ein Blumenmönch in Gott verliebt. Mag Menschen, Blumen und Worte die Herzen erobern.

Bitte wenden

Es gibt keinen Augenblick im Leben, in dem wir nicht einen neue Weg einschlagen könnten. Charles de Foucauld

Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder, spricht der Herr, denn ich bin euer Herr! Und ich will euch holen und will euch bringen nach Zion.“
Jer. 3, 14

Die Frage nach einem sinnvollen Leben, war zu Jeremias Zeiten so aktuell wie heute. Immer waren Menschen unterwegs, die Werte hatten, Orientierung suchten und sich nach tragfähigen Lösungen für ihr Leben umschauten. Keiner will in der Tiefe sein Leben irgendwie nur vergammeln. Allein bei der Berufswahl, ringt ein junger Mensch um den richtigen und besten Weg für sich. Da sagt das heutige Wort: ich will euch nach Zion bringen, also genau zu der Erfüllung, die deinem Leben entspricht. Gott hat die Absicht, aus jedem Leben das Beste herauszuholen. Genau das, wozu er es gedacht und geschaffen hat. Wenn er Herr ist, kommt die beste Antwort in allen Fragen von ihm. Zion ist Leben satt. Das ist alles da, da ist alles ausgeschöpft, da bleiben keine Wünsche offen. Genau das, wonach sich ein jeder Mensch in seiner Sehnsucht ausstreckt. Zur Zeit Jeremias, waren es Götter und der Einfluss fremder Religionen, die diese Erfüllung versprachen, heute heißen die Religionen oft Fitness, Erfolg, Familie, Reisen, die das Zion ausmachen sollen. Viele haben mit einer Karriere in der Wirtschaft begonnen, bis sie dann bei der Sinnfrage alles auf den Kopf stellten und als Heilerzieher oder Musiker weitermachten. Wenn Gott uns nach Zion bringen will, gibt es einen markanten Punkt im Leben – bitte wenden! Umdrehen ist der Schlüssel zum Sinn und zur Erfüllung. Gott will uns alles geben, doch das liegt an einem kleinen Schalter im Kopf. Umkehren ist die wichtigste Voraussetzung, wenn wir uns verfranzt haben. Wer sich verfahren hat, kennt den Punkt, an dem das Navi diesen eindringlichen Satz ausspricht: bei der nächsten Gelegenheit wenden. Wer Zion will, muss stopp und kehrt sagen. Darin liegt das Geheimnis von Erfüllung. Gott legt es konstant darauf an, uns aus der Belanglosigkeit und Ziellosigkeit herauszuführen, doch das macht das Abweichen vom Bisherigen nötig. Neues und großes beginnt mit Umkehr. Wo Gott uns nach Zion bringen will, ist es möglich, von jetzt auf sofort alles anders zu machen.

Darin liegt eine der größten Herausforderungen im Leben. Zu gerne schießen wir uns auf unsere gewohnten Wege ein, und wollen uns ungerne unterbrechen lassen. Viele sind in ihrem Berufsleben nicht glücklich, nehmen viel Frust in Kauf, nur weil sie ein geregeltes Einkommen haben, mit dem sie ihre Verpflichtungen abdecken können. Sie scheuen das Risiko neu anzufangen, weil es nicht abzusehen ist, ob danach tatsächlich die Existenz noch gesichert ist. Sie glauben nicht, das Umdenken die Rettung ist. Gerade an solchen Punkten, an denen wir Jahrzehnte einen Weg gegangen sind, der für uns richtig und gut war, doch jetzt nicht mehr zielstrebig ist, braucht es die innere Wendigkeit. Es gibt keinen guten oder schlechten Zeitpunkt das Ruder herumzureißen, der jetzige Augenblick ist der richtige. Umdenken ist groß, weil er den Weg nach Zion öffnet.

Wenn solch eine Verheißung unser ganzes Leben erfüllen kann, warum lassen wir da unser Herz und Verstand nicht viel schneller und geschmeidiger umkehren?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/
Eine Glocke will wieder Danke sagen
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Advertisements

Wenn sich ein Löwe spiegelt

Das Leben der Glaubenden hat einen hohen Auftrag.

„Der Herr spricht: Ihr sollt ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.“
2. Mose, 19, 6

Wenn der Herr spricht, was unser Leben sein soll, steht dahinter ein große Bestimmung. Soll sein, ist weit mehr als nur Vater oder Mutter zu sein, Handwerker oder Ingenieur, Musiker oder Politiker. Über unserer Tages- und Lebensrolle liegt eine Beauftragung, die alles bestimmt. Wir haben von Gott eine Rolle zugewiesen bekommen, die nicht nur unsere normalen Tätigkeiten bezuckern soll. Das was uns zugedacht ist, sprengt unseren üblichen Lebensrahmen. Wir sind nicht auf der Welt, damit wir unsere siebzig, achtzig Jahre, mehr oder weniger erfolgreich über die Runden bekommen und auf ein glückliches, erfülltes Leben zurückschauen können, wir sind Priester und Heilige. Wir sind Stellvertreter Gottes auf Erden. Wir sind Veredler, die in einer gefallene Schöpfung göttliche Werke schaffen. Wir bauen an einem Herrschaftsbereich, mit allem was wir sind und haben. Ein Königreich von Priestern ist nicht das Privileg von besonders Auserwählten, sondern von Menschen, die im Dienste des Höchsten unterwegs sind. Gott nimmt sich die Freiheit uns zu seinen Delegierten zu machen. Das heilige Volk hat nichts mit der menschlichen Qualität zu tun, sondern mit den Besitzverhältnissen. Es sind die Menschen, die dem Heiligen gehören. Wo wir Priester uns heiliges Volk sein sollen, liegt unsere Lebensbestimmung außerhalb von uns. Das was wir sind, legt ein anderer fest. Wir sind nicht das, was wir von uns denken können, und das, worauf wir Lust haben, oder wo wir uns verwirklicht sehen; wir sind zu etwas bestimmt. Hinter uns steht ein atemberaubendes Konzept, eine hohe Mission, ein göttlicher Auftrag. Wir sind diejenigen, die eine andere Welt in diese Welt hineintragen. An uns soll sichtbar werden wer und wie Gott ist. Priester sind die Verwalter der Realpräsenz Gottes. Durch ihr Handeln erfahren die Kranken das Heil, die Müden Kraft, die schuldig Gewordenen Erlösung. Durch sie wird ein neuer Geist auf die Erde gelegt. An ihnen wird eine wunde Welt genesen.

Jesus spricht: Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch. Wir haben eine Sendung. Wir sollen etwas sein das viel größer ist als wir selbst. Wir sollen über unsere Alltäglichkeiten hinauswachsen. Wir sind nicht dazu bestimmt, dort stehen zu bleiben wo wir sind. Wenn wir wie eine Katze in das Spiegelbild einer Pfütze schauen, blickt ihr ein Löwe ins Gesicht. Wir sind viel mehr, als der Eindruck, den wir von uns selbst haben. Was verspielen wir in unserem Leben, wenn wir nicht das sind, was wir sein sollen? Priester gehen hinaus, vom Geist getrieben und einer heiligen Botschaft in der Tasche. Sie leben nicht mehr nur für das Eigene, sondern für einen großen Auftrag.

Wie sollte Gott ein Königreich aufrichten, wenn seine Heiligen mit sich selbst beschäftigt sind?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/
Eine Glocke will wieder Danke sagen
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Was zählt, steht unterm Strich

Phil 2, 1-4 (Luther 2017) 1 

Im unserem Blumenhaus machen wir normalerweise regelmäßige Mitarbeiterabende. Wir besprechen: Was läuft gut? Was läuft schlecht? Wo geht´s hin? Nach längerer, krisenbedingter Pause, hatten wir vor kurzem wieder einen solchen Abend – eine Standortbestimmung. Wenn man ständig vom Tagesgeschäft überrollt wird, ist die Wahrnehmung meist problemorientiert. Man sieht in erster Linie, das was nichts taugt, dass wir nur der Arbeit hinterherhinken und unter dem lästigen Anderen leiden. Dieser Abend war anders. Es sollten nicht die Probleme aufleuchten, sondern das, was sich in den letzten 10 Wochen zum Guten entwickelt hat. Alleine durch eine Mitarbeiterin, die sich zwei Ziele gesetzt hat, kamen für alle sichtbare Wellen entgegen.

Sie sagte sich: bis zum Jahresende

  • findet im Laden jeder das was er braucht
  • möchte ich Traumsträuße binden bis 50,- €

Das Ergebnis in solch kurzer Zeit war für manch einen unfassbar. Lächelnd motivierte sie ihre Kolleginnen: Nicht weinen, wir schaffen das! Die einzelnen Punkte auszuführen, wäre zwar spannend, jedoch heute nicht unser Thema.

Paulus zieht bei der Gemeinde in Philippi auch eine Bilanz, die die Gangart für ein weiteres Vorankommen bestimmt.

1. Was haben wir erreicht?

1  Bei euch ist nun Ermahnung in Christus, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit 

Wo etwas ist, liegen Ergebnisse auf dem Tisch. Da wird nicht mehr von wollen und soll sein spekuliert, sondern da gibt es effektive Fakten. Da stehen irgendwelchen Absichtserklärungen, handfeste Tatsachen gegenüber. In vier Aufzählungen, von dem was ist, zeigt sich, was durch Gottes Handeln, bei Menschen sichtbar geworden ist.

Gott hat Spuren hinterlassen, die sich auswirken. Da ist aus frommem Reden ein Trösten geworden. Da hat der Geist von Christus, Menschengeist beeinflusst. Da redet ein Mensch und Christus kommt. Es ist etwas wirklich geworden, was nicht im menschlich Machbaren liegt. Gott offenbart sich, und Menschen werden bewegt. Da entsteht Gemeinschaft, da entsteht Bruderschaft. Unter dem Wirken entsteht Koinonia.

Neuaufbrüche haben einen besonderen Esprit, weil Liebe und Hingabe noch völlig unverbraucht sind. Da ist vieles selbstverständlich, was im Laufe der Jahre unter den Lasten mürbe wird. Diese jungfräuliche Gemeinschaft ist eine Perle, in der diese ganze ursprüngliche Gottesliebe eine Eigendynamik entwickelt. In jungen Aufbrüchen spürt man noch das Feuer, das durch die Gottesbegegnung entzündet wird. Da sieht man wie unmittelbar die Reaktionen auf das Offenbaren Gottes sind. Diesen Begegnungen liegt ein Zauber inne, der brennt und kaum zu löschen ist.

Wo die Gnade auf ein Herz fällt, wird Christus im Menschen lebendig. Es ist ein Ereignis, das zur Tat wird. Christus-Begegnung ist immer die Konfrontation mit dem Wort, das ein schaffendes Wort ist. Es liegt in der Materie des Wortes, dass es immer Tat ist. Göttliches ist nie Theorie, ist nie ein Ideal, dem man nachstrebt, sondern ein Ereignis, bei dem Gott im Menschen Ergebnisse produziert. Dieses Ist, ist die Bilanz, von dem, ich bin Gott. Christliche Gemeinde ist die Wirkung von empfangener Gnade, ist Beschlagnahmung durch den Geist, ist fließender Segen. Was Gemeinschaft ist und ausmacht, ist das, was von Gott selbst kommt und Hände und Füße bewegt.

„Wer als Fordernder in eine Gemeinschaft tritt, zerstört sie“, heißt es in der Regel von Taize. Er fordert für sich und gibt nicht das, was der Geist gibt.

2. Wo sitzt der Butzen?

Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, … und ein jeder sehe nicht auf das Seine,

Das von Gott gut gemachte und das was er tatsächlich erreicht hat, steht in ständiger Gefahr, ins Gegenteil gekehrt zu werden. Ganz nach den spöttischen Vorwürfen: Es menschelt halt überall. Die von Gott geschaffenen Tatsachen, sind angefochten. Im Miteinander von Menschen ist ruckzuck Sand im Getriebe. Der größte Feind der Gemeinde Jesu sind wir selbst. Wenn die Ergebnisse im gemeinschaftlichen Leben nicht mehr stimmen, liegt der Butzen nicht bei Gott. Wo die Einheit schwindet, sind die Ich´s größer geworden. Wo kein christusgemäßes Leben rauskommt, ist es auch nicht drin. Unsere Ergebnisse, das was wir sind, verraten unseren Standort. Wenn von dem geistgewirkten Miteinander nichts zu sehen ist, muss er ausgeflogen sein. Es kann nur das herauskommen, was drin ist. Die Krisen einer christlichen Gemeinschaft sind kein menschliches, sondern ein geistliches Problem. Wo die Gaben Gottes verblassen, wo sie nicht das Miteinander fördern, ist die Ursprungsmotivation verschwunden. Da stellt sich die Frage: treibt der Geist, oder das eigene? Wo sich diese Werte verschieben, fehlen die gottgewirkten Ergebnisse.

Die Kirche sucht immer wieder nach ihrem überzeugenden Profil für die Fragen der Gesellschaft. So lud die Synode ihre geistlichen Gemeinschaften zu einem Statement auf den Ulmer Münsterplatz ein. Von den Blumenmönchen kam die Anregung: Besinne dich auf die Kernkompetenz von Christus. Unverwechselbar und einzigartig zu allen anderen Religionen, ist im Christentum die Vergebung. Wo wir den ausgelaugten Menschen diese Botschaft in allen Verlautbarungen und Predigten weitergeben, geben wir ihnen das Wertvollste mit. „Du kannst in allen Katastrophen wieder frisch und unbelastet anfangen.“ Das sind handfeste Ergebnisse für alle Krisen.

Sobald wir etwas machen wollen, oder meinen Machen zu müssen, schrumpfen wir einzig auf unsere Möglichkeiten herunter. Christliche Gemeinde entsteht nicht durch Macher, sondern durch welche, die mit sich machen lassen. Wenn die Ergebnisse nicht stimmen, müssen wir uns fragen, ob wir nicht selbst dem Handeln Gottes im Wege stehen.

Ist dann unser Unglück, unser mangelndes Miteinander nicht das Ergebnis davon, dass wir unsere eigene Suppe kochen?

3. Was fördert das Vorankommen?

2 so macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und einträchtig seid. in Demut achte einer den andern höher als sich selbst, und ein jeder sehe auch auf das, was dem andern dient. 

In der Teambesprechung kommt nach der Analyse, was ist gut, was schlecht, die Handlungsvereinbarung. Es nützt nichts, die Missstände herauszuarbeiten, zu definieren und zu beklagen. Im Jammern liegt keine Zielstrebigkeit. Für fehlende Ergebnisse, müssen Ziele, muss ein konkret anderes Verhalten vereinbart werden.

Für uns im Blumenhaus heißt das, wenn so viel Veränderung, durch die veränderte Einstellungen eines einzigen Mitarbeiters möglich sind, was ist dann alles möglich, wenn zwölf weitere Mitarbeiter sich bis zum Jahresende zwei Ziele setzen. Das kann vielen Problemen das Fürchten lehren.

Paulus sagt: Damit unser Miteinander nicht auseinandertriftet, seid eines Sinnes. Das ist jedoch nicht das erörtern eines gemeinsamen Leitbildes. Eines Sinnes ist einzig, das wie Christus gesinnt sein. Ohne die Christus-Gesinnung kommen die einzelnen früher oder später hintereinander. Darin liegt der Schlüssel von lebendiger Gemeinschaft. Das ist die Lernaufgabe der Glaubenden, sich immer wieder neu der prägenden Kraft des Wortes auszusetzen. Wo es im Miteinander klirrt, zeigt das Barometer meinen Lernbedarf an. Die Spannungen im Miteinander verbinden wir nur in einer Christus-Gesinnung, die durch das Wort Macht über uns gewinnt. Diese Gesinnung, geht von mir aus und kann nicht vom andern gefordert werden.

Das geschieht in Hochachtung vor dem schuldig Gewordenen. In der Wertschätzung des anderen, mit seinen Macken, operiert die Vergebungsbereitschaft das angekratzte Miteinander. Ich warte nicht, bis der andere sich ändert, sondern in diene ihm, was eine Christus-Handlung an ihm vollzieht. Einträchtig ist nicht dort, wo der andere meine Gesinnung annimmt, und vor mir zu Kreuze kriecht. Einträchtig sieht die volle Verantwortung bei sich selbst. Sie dient zur Förderung des anderen, und damit zur Förderung der Einheit.

Wo diese Gesinnung uns prägt, suchen wir nicht mehr Schuldige, sondern versöhnen uns mit den Gefallenen. Unterm Strich zählt, was unter allem Zerbruch wieder eins wird und der Herrlichkeit dient. Es ist nicht das Ziel, dass wir genervt auseinander laufen, sondern und zu dem entwickeln, was sich Gott mit uns gedacht hat.

Damit baut Gott seine Kirche, seine Koinonia – ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

Die innere Freiheit ist unbesiegbar

Was für eine Macht steckt dahinter, wenn ein Volk von hohen Wellen bedroht und von ihm nachjagenden Kriegern verfolgt, trockenen Fußes durchs Meer geht und unbeschadet überlebt?

Der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden.“
Ps. 29, 11

Frieden in allen Stürmen ist Segen. Da fließt die Trotzdem-Macht. Ungeachtet aller Widrigkeiten ist den Glaubenden etwas Sieghaftes in die Wiege gelegt. Frieden zu haben, mitten in Terror, mitten in Bedrohung und Anfechtung, mitten in den Spannungen und Auseinandersetzungen mit Menschen, ist eine Zugabe, die nicht im Menschen liegt. Frieden auf Erden ruht in dem Wort, das Mensch geworden ist. Dieser Segen ist auf die Erde gelegt, für alle, die aus der Krippe leben. In Christus liegt eine höhere Macht, als sie die durcheinander bringenden Mächte aufbieten können. Dem Unfrieden der Welt ist das Wort gegenübergestellt. Damit ist das größte Chaos unter die Existenz von Christus gestellt. Jede tobende Welle ist dadurch nur noch ein wildes Zucken, das Menschen einschüchtern und demütigen will, doch gegen das Wort nicht ankommt. Das Wort ist wie das Drachenblut in der Nibelungensage, durch das Siegfried unverletzbar geworden ist. Durch Christus sind wir mit Frieden gesegnet. Da ist unser Glaube, da ist unsere Lebenseinstellung stärker als all die beherrschenden Themen unserer Tage. Wo der Herr mit Frieden segnet, kann ein Viktor Frankl im Konzentrationslager zu der Erkenntnis gelangen: „Man kann mir meine Familie wegnehmen und umbringen, man kann mich foltern und erniedrigen, doch es ist keinem Menschen die Macht gegeben, mir meine innere Freiheit zu rauben. Ich habe unter den schlimmsten Umständen immer noch die Freiheit meine Einstellung zu den Dingen selbst zu wählen.“

Wer mit Frieden gesegnet ist, ist nicht mehr Opfer der Umstände. Wir geben oft Menschen, der vielen Arbeit, dem wenigen Geld die Schuld, dass wir verdammt sind, ein armseliges Leben zu führen. Wir geben den hohen Wellen und unseren Verfolgern die Macht, uns unter Druck zu setzen. Dabei haben wir alles in der Hand, um aufrecht durchs Meer zu gehen. Das Klagen über die extremen Bedingungen, unter denen wir uns durchboxen müssen, sind nur Ausreden der Opfer. Wir nehmen unser Freiheit nicht wahr, die wir in jeder Situation haben. Wir haben viel mehr Macht uns gegen die Umstände zu stellen. Wer mit Frieden gesegnet ist, ist nicht mehr Opfer, sondern siegt über die Umstände. Er ist selbst in höchster Bedrängnis ein freier und aktiver Gestalter. Er trotzt den Umständen, durch das Wort, das in ihm stark ist. Mit Frieden Gesegnete, suchen keine Ausreden, weshalb ihnen das Leben die Sprache verschlagen hat, sondern handeln trotz Schlägen. Vieles im Leben ist hart, aber gerade da zeigt sich, dass Glaubende Gesegnete sind, die aus anderen Kräften leben.

Wenn uns so viel Frieden gegeben ist, wo bleibt dann die Freiheit, diesen Segen auszuschöpfen?

Gott segne dich,
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/
Eine Glocke will wieder Danke sagen
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Siegesgesang der Erlösten

Wenn die Zweifel weg sind, steht der Himmel offen.

Herr, du dämpfest der Tyrannen Siegesgesang.“
Jes. 25, 5

Wo Tyrannen singen, hat das Böse gesiegt. Die aufgeklärte Gesellschaft tut sich heute schwer vom Bösen, oder gar vom Teufel zu reden. Das passt nicht in unser heutiges Denken, wo Krisen nur Chancen für eine gute Entwicklung sind. Dabei spricht die Bibel ständig vom Kampf zwischen Gut und Böse. Wo der Herr Tyrannen dämpft, geht es hart zu Sache. Beim Siegesgesang geht es um Sieg oder Niederlage. Menschen können zerstörenden Mächten unterliegen. Da ist dauernd eine Kraft, die die Gaben Gottes madig macht. Alles was sehr gut ist, soll infrage gestellt werden. Das Böse ist der Stachel gegen Gott. Die Menschen haben sich selbst ein Ei gelegt, als sie dem Teufel eine schwarze Fratze und Hörner aufgesetzt haben. Damit wurde das Böse zur lächerlichen Witzfigur, dessen eigentliche Tragik damit überspielt wird. Das Böse ist das Nein-Sagen zu Gott. Es ist der Versuch, Gott auszuklammern. Der Mensch versucht es selber zu machen. Der Tyrann sitzt in Adam, der mit der Versuchung ringt: Sollte Gott gesagt haben. Das Böse kommt nicht von außen, sondern ist die zweifelnde und nagende Pille in mir. Es ist der Versuch nicht glauben zu müssen, die Beziehung zu Gott auszuklammern und selbst den Siegeszug über das eigene Leben zu führen. Mit dieser inneren Auseinandersetzung beginnt das Schlachtfeld in der Welt. Selbst Jesus wurde an diesen Punkt geführt, wo er Gott hätte den Rücken kehren können und die Weltherrschaft übernehmen. Alles beginnt mit dem Versuch es besser als Gott zu machen. Versuchung ist die Emanzipation des Menschen gegen Gott. „Heute gehört uns Deutschland, morgen die ganze Welt.“ Dieser Versuch war als Siegesgesang der Tyrannen gedacht, der jedoch nur Blut und Elend über die Menschen brachte. Auf solchen Grabsteinen von jungen Soldaten steht dann heute noch: Gestorben ohne gelebt zu haben. Diese Macht der inneren Auflehnung ist unser Schicksal. Dieses Böse hat die Vergänglichkeit in die Welt gebracht. Das ist unser Sterben, dass wir leben ohne gelebt zu haben.

Diesen Siegesgesang dämpft der Herr. Johannes sagt: Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre. Weil Christus zur Versuchung Nein gesagt hat und nicht zu Gott, dämpft er die Macht des Bösen. In seinem Nein, hat er angefangen über das Böse zu herrschen. Er hat den Siegesgesang über die Zweifel angestimmt. Damit ist der Mensch, dem Tyrannen in sich selbst nicht mehr unterlegen. Mit Christus kann der Glaubende in der Versuchung siegen. Wir sind nicht mehr dem Tyrannen, dem Zweifel, dem ständigen Fragen gegen Gott unterlegen. Wir sind nicht hoffnungslos dem Bösen ausgeliefert. Durch Christus siegt in mir das Leben und nicht das Sterben. In der Versuchung steigt dann der Siegesgesang der Erlösten auf.

Was will sonst den Siegesgesang der Tyrannen in uns dämpfen?

Gott segne dich an diesem Sonntag.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/
Eine Glocke will wieder Danke sagen
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Goldene Spuren legen

Wer die Gerechtigkeit kennt, handelt entschlossen und verantwortlich gegen alles Unrecht.

„Der Herr ist ein Gott des Rechts. Wohl allen, die auf ihn harren!“
Jes. 30, 18

Lebe wohl! Ein starker aufbauender Gruß. Wer diesen zugesprochen bekommt, soll von dem Guten begleitet sein. Lebe wohl in allem Unwohlsein. Das Wohlergehen setzt sich gegen allen niederschmetternden Druck durch. Im Wohl liegt das Glück, die ganze Glückseligkeit eines erfüllten Lebens. Im Wohl liegt der ganze Reichtum, aus dem das Leben schöpft und aufbauend handelt. Darin steckt die ganze Energie, aus der ein Mensch, diese Welt mitgestaltet, sie prägt, Verantwortung übernimmt und zum Wohl anderer aktiv ist. Dieses Lebe wohl liegt in Gott. Harren auf das Recht setzt dieses Wohl frei. Wer auf das Recht harrt, glaubt nicht dem Unrecht, von dem er umgeben ist. Im Harren liegt ein verbissener Widerstand, zu allem, was uns vor Augen steht, was uns ausbremsen und die Energie rauben will. Auf Gott harren heißt, sich von Gerechtigkeit bestimmen lassen. Harren ist, sich an der Gnade festbeißen. Damit manifestiert sich die Christuskraft in allem Unwohlsein. Hier ist der Wendepunkt des Glaubens, der sich nicht mehr vom Unrecht einschüchtern lässt. Wer auf Christus harrt, trotzt dem Unwohl. Im Harren liegt die ganze Widerstandskraft zum Bösen. Dieses Harren durchbricht mit ganzer Macht das Lähmende des Unrechts. Damit entsteht durch ein entschlossenes Handeln das Wohl im Chaos. Das ist das aufwärts froh den Blick gewandt und vorwärts fest den Schritt.

Drin liegt der Grund, dass Christen Verantwortung übernehmen. Sie wissen um diese Gerechtigkeit, sie leben aus der Gnade und können dadurch der Ungnade die Stirn bieten. Sie fügen sich nicht dem Schicksal dieser Welt, dem sich niemand entziehen kann, sondern sie leben aus einer gewaltigen Perspektive, die die Macht hat, den Leben sofort eine neue Richtung zu geben. Die Glaubende sind Handlungsbevollmächtigte der Gerechtigkeit. Sie stehen auf gegen das Unrecht. Sie sind aktiv in ihrem Lebensumfeld. Sie sind Kämpfer für das Wohl, in Kirche, Gesellschaft und Politik. Glaubende haben die Macht, selbst in einem Trümmerfeld hoffnungsvoll voranzuschreiten. Sie bringen das Wohl in die verwundeten Seelen hinein. Sie legen goldene Spuren in katastrophale Verhältnisse, die keine Hoffnung zulassen. Diese Welt braucht die, die von Wohl getragen und der Gerechtigkeit erfasst sind. Lebe wohl ist ein starker Auftrag, den wir in alles Unwohlsein zu bringen haben.

Wie sollen die Unglücklichen sonst eine Hoffnung erfahren, wenn die Glaubenden nicht entschlossen auf die Gerechtigkeit harren?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/
Eine Glocke will wieder Danke sagen
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Aus dem Spieltrieb Gottes

Nichts was wir sind und uns gehört, gehört wirklich uns.

„Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen.“
Jes. 45,12

Was für eine kurze, knappe Aussage, die Großes beinhaltet. Gott klärt die Eigentumsverhältnisse auf der Erde. Er ist zu 100% Anteilseigner. Im Grundbuch eingetragen, gehören Erde und Mensch Gott. Von ihm angelegt und ins Leben gerufen. Erde und Mensch ist der Lebensraum in dem er zuhause ist. Er hat seine Freude an dem, was er sich mit ganzer Hingabe geschaffen hat. Wo wir unser Haus und Garten einrichten, investieren wir genauso unser ganzes Herzblut. Es soll alles sehr schön sein, und wir wollen uns darin wohlfühlen. Wieviel Phantasie investieren wir in unser Eigengenheim, in unsere Familie, in die Heimat die uns ausmacht. Wir sind Gottes Heimat. Alles was uns umgibt, entstand aus dem Spieltrieb Gottes. Er hatte Lust auf uns. Er will mit uns eine Familie gründen. Dahinter schlägt die Leidenschaft eines Familienvaters, der große Pläne schmiedet. Da pulsiert ein Herz, das seine Schaffenskraft zum Blühen bringen will. Ein Kunstwerk nach dem andern soll den Garten zieren. Die Bäume sollen vor Früchte und die Erde vor Segen strotzen. Dazwischen der lobende Mensch, der diese Gaben genießt und teilt. Weil Gott die Erde gemacht hat, sind wir die Nutznießer seiner Geschenke. Wir haben Anteil an Herrlichkeit. Wir sind die Ausgeburt von dem was Gott sehr gut gemacht hat. Wir sind der Reichtum der Erde. In uns fließt das Blut des Allmächtigen. Das hat Gott gemacht.

Was haben wir daraus gemacht? Wo fließt dieser Reichtum uns Segen? Für das was Gott gemacht hat, sind wir oft sehr armselige Gestalten. Da ist selbst bei den Glaubenden nicht viel da, von dem „von Gott geschaffen“. Selbst ist der Mann, heißt die Devise. Die Erde ist ein riesiger Heimwerkermarkt geworden, von „do it yourself-Kandidaten.“ Sie haben das Leben zwangsenteignet und machen sich selbst zu Macher. Do it yourself ist in Bezug auf die Schöpfung der garantierte Pfusch. Wo der Mensch sich nicht mehr als der von Gott Geschaffene sieht, wird das Leben zur Billiglösung. Da wird konstruiert und improvisiert, da entsteht erbärmlicher Abklatsch als wertvolle Originale. Die Loslösung vom Schöpfungsgedanken, nimmt der Erde den Segen und lässt sie verarmen. Wo wir uns gegen das Geschaffen sein wehren, verhindern wir die Entwicklung, die uns stattfinden könnte. Alles entscheidet sich darin, ob wir Selbermacher sind oder die von Gott Begabten und Bereicherten. Wir stehen in einem ständigen, lebensschaffenden Erneuerungsprozess, in den sich Gott mit seiner ganzen Heilskraft hineininvestiert. Es liegt einzig an uns, ob wir diese Gaben und Segen in der Abhängigkeit zu dem Lebendigen ausschöpfen, oder uns mit Selbstgemachtem zufrieden geben.

Liegt nicht der eigentliche Wahnsinn in dem, nicht diesem Schöpfer gehören wollen und sich gegen alle beschenkt werden zu wehren?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/
Eine Glocke will wieder Danke sagen
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Berührungen lassen die Sonne aufgehen

Wo der Geist weht, fließen unglaubliche Kräfte.

„Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.“
Jes. 11, 2

Jesaja erlebt die gewaltige Ausstrahlung einer starken Persönlichkeit. Er sieht einen Menschen vor sich, mit einer Aura, die alles elektrisiert. Vor seinem inneren Auge steht der Erlöser selbst. Ein Mensch, durch und durch mit der Wesensart Gottes erfüllt. Es gibt Menschen, wenn die einen Raum betreten, geht für alle die Sonne auf. Das Christus-Bild, das hier der Prophet aufleuchten lässt, ist mit solch einem Ausmalen kaum zu fassen. Der Geist, der hier weht, ist nicht von dieser Welt. In solch einer Umgebung spürt der Anwesende, er betritt einen heiligen Raum. Da kommt konzentrierte Lebensenergie auf mich zu. Da baut mich schlagartig etwas auf, reißt mich mit, heilt innere Belastungen. Die Begegnung mit dem, auf dem der Geist des Herrn liegt, verändert meine Welt. Da fallen, wie von Geisterhand geleitet, Schuppen von den Augen. Da entsteht ein Durchblick zum Schöpfer der Welt. Da erkennt der sichtbare Mensch, den unsichtbaren Gott. Die ganze Luft ist von Erkenntnissen schwanger, das uns Zusammenhänge klar werden, für die Augen, Ohren und der Verstand keine Antennen haben. Da erkennt der Mensch sein schöpfungsgemäßes Verbunden sein mit seinem Gott. Wo dieser Geist weht, entstehen Sternstunden auf Erden. Der verlassenste Mensch wird von wohltuender Nähe umarmt. Den Atem von Christus zu spüren, befreit den in belasteten Gedanken Versunkenen aus seinem Gefängnis. Der Geist bläst zum Aufbruch ins Leben. Daher suchte alles Volk Jesus anzurühren, weil von Ihm Kraft ausgeht. Unter uns wohnt dieser Geist ganz unmittelbar. Diese Kraft überrascht uns jeden Tag mit Nähe. Kommt, denn es ist alles bereit was aufbaut, trägt und eine Energie fließen lässt, die in keinem Menschen ist.

Doch wir sind so oft geistlos. Wir wollen den, auf dem der Geist ruht nicht anrühren. Wir betrügen uns um das, was uns beleben will. Auf uns ruhen die Sorgen für die Kinder, die Zukunft und unserer ganzen Existenz. Auf uns ruht die Schwere eines belasteten Lebens. Da sind so wenig Punkte, die uns noch hochzucken. Die Angst wie es weitergehen soll, ist größer als die Gebete, die die Klage in den Himmel schreien. Wir arrangieren uns mit unserem Schicksal, weil man sowieso nichts machen kann. Somit kreisen wir uns mit unserer eigenen Trostlosigkeit ein. Das ist jedoch nicht das Kreuz das wir zu tragen haben, das uns unser Miteinander auferlegt. Das sind die Belastungen eines geistlosen Lebens. Eines Lebens, das nicht mehr Christus berührt. Der Geist liegt auf ihm, und somit alles, was das Leben mit Kraft erfüllt. Es ist Durchblick da, wir sind von Weisheit umzingelt, die Energie neben uns platzt aus allen Nähten. Wir brauchen sie nur anrühren und sie wird durch und durch gehen.

Warum suchen wir nicht gerade dort, wo wir ausgelaugt sind und über vieles nicht mehr wegsehen können, den, auf dem der Geist ruht?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/
Eine Glocke will wieder Danke sagen
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Lippen haben Macht

Es sind oft die Kleinigkeiten, eine ganz subtile Sprache, die aufzeigt, wie sehr wir uns um uns selber drehen.

_“Jesaja sprach: Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen.“_
Jes. 6, 5

Erschrecken wir noch über uns selbst? Im Angesicht Gottes erkennt Jesaja, der Prophet und Gottesmann, dass seine eigenen Worte sein Untergang sind. Da kommt über meine Lippen etwas, was das Gegenteil von Wohl ist. Weh mir, ist der Schreck über ein Schandmaul, das mehr zerstört als aufbaut. Er analysiert seine eigene Rede und zuckt zusammen, was da an Ungutem über seine Lippen kommt. Er zittert vor dem, wieviel Eigenes dabei ist, wieviel Unklarheit, Unreines und Schönfärberei. Er erkennt die Zerrissenheit zwischen Wort und Tat. Angesichts der Klarheit und Lichtes Gottes, gehen ihm Worte auf, die trüben, die verschleiern, die sich besser stellen wollen, die nur zur eigenen Ehre gesprochen werden. Er entdeckt, wie sich mit seinem Mund, sein eigener Abgrund auftut. Unsere Sprache verrät wo unser Herz steht. Das ist ein ganz feines Barometer, das anzeigt, wie sehr wir bei uns selbst und wie sehr wir bei Gott stehen. Wer sich über andere das Maul zerreißt, hegt nicht unbedingt wohlwollende Gedanken. Worte zeigen Ablehnung, Unversöhnlichkeiten, das sich in ein besseres Licht stellen. Die Lippen offenbaren, wo wir Zuhause sind. Auch fromme Lippen sind unrein und haben ein Problem mit der Wahrheit. Sie täuschen, trixen, biegen hin, machen Versprechen, die sie nicht einhalten. Jesaja leidet unter seiner eigenen Unwahrhaftigkeit. Je mehr er das erkennt, umso mehr erkennt er, wie er den Gott der Wahrheit braucht. Er stellt sich der Wahrheit, auch als glaubender Mensch erlösungsbedürftig zu sein.

Paulus rät: legt die Lüge ab und redet die Wahrheit. Die Wahrheit reden kann nur der, der bei der Wahrheit zuhause ist. Diese Wahrheit ist eine unmittelbare Christus-Prägung. Wo ich die unreinen Lippen erkenne, muss die Prägung durch das Wort stärker werden. Unsere Worte müssen aus dem Wort kommen. Je weniger das Wort über uns Macht hat, umso mehr mischt sich meine eigene Wahrheit in die Rede meiner Lippen. Reine Lippen kommen nur aus der Wahrheit, die in mich eingeht. Wo ich diese Wahrheit über mir nicht anerkenne, dass ich von Grund auf unrein bin und ständig die Erlösung brauche, muss ich mich selbst in den Vordergrund stellen. Je weniger das Wort in uns die gestaltende Kraft hat, umso mehr bin ich dazu verdammt, ein Schauspieler zu sein. Ich muss mich in ein besseres Licht stellen als ich tatsächlich bin. Gerade in einer christlichen Gemeinschaft wird viel überspielt und zugedeckt, weil man seine Unreinheit verstecken will. Die eigene Glaubensnot wird schön geredet, um tiefergehenden Fragen aus dem Weg zu gehen. Legt die Lüge ab, ist ein befreiender Aufruf, sich ganz dicht bei der Wahrheit aufzuhalten. Dann können reine Lippen zum Leben wecken.

Liegt nicht darin ein große erneuernde Kraft, wenn wir über unsere eigenen Worte erschrecken und die Wahrheit dichter an uns heran lassen?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/
Eine Glocke will wieder Danke sagen
www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx

Geben vermehrt

Gaben und Segen leben aus dem Geheimnis, dass sie mehr werden, wenn man sie verschenkt.

Freigebige werden immer reicher, der Geizhals spart sich arm.“
Spr. 11, 24

Die Sprüche Salomos sind prall voll mit Lebensweisheit. Arm oder reich sein, hat nichts mit Lebensumständen zu tun, sondern mit Lebenseinstellungen. Reich werden entsteht im Kopf. Wer immer reicher wird, lernt von dem Reichen. Wenn wir bei dem in die Schule gehen, der wirklich reich ist, müssen wir nicht bei den Milliardären anfangen, sondern bei Gott selbst. Gott hat ein Reichtums Prinzip in seine Schöpfung gelegt. Reichtum entsteht durch ein Herz, das sich verschenkt. Da verausgabt sich einer am anderen. Gott investiert sich selbst, um alles Geschaffene reich zu machen. Das Werk seiner Hände, dient nicht sich selbst, sondern denen, die er liebt. Seine Fülle kommt durch seine Du-Orientierung. Er will, dass andere leben, dass andere gut werden, andere Anteil an seinem sich selbst Verschenken haben. Indem er von sich abgibt, vermehrt sich etwas. Im Dahingeben liegt Bereicherung. Indem er das einsetzt, was er hat, geschieht Multiplizierung. Die Grundvoraussetzung für das Leben ist das Beschenkt worden sein. Keiner hat sich selbst gezeugt. Sein Leben ist ihm geschenkt worden. Wir sind in einen Lebensraum hineingeboren, der uns für die Lebensgestaltung zu Verfügung steht. Wir sind in einem Landstrich aufgewachsen, den wir uns nicht verdient haben. Der Großteil unseres Lebens ist uns einfach dazugegeben worden. Wir sind von vielem umgeben, auf das wir keinen Einfluss haben. Wir sind zunächst die vom Leben Beschenkten. Wir schöpfen aus einem Pool von Gaben und Segen, die uns gegeben sind. Wir sind mit einem Kapital ausgestattet, mit dem wir wuchern können, was sich eindrücklich an dem Gleichnis mit den 10 Pfunden zeigt. Drei Angestellte bekommen unterschiedlich viel Kapital anvertraut. Zwei davon investieren es und machen etwas damit, der dritte hält es fest, damit es nicht verloren geht. Die einen verdoppeln, der andere verliert noch das was er hat. Wer die Gaben und den Segen für sich festhält verarmt.

Mit diesem Verschenkungs- und Investitionsprinzip tun sich viele schwer. Enrico Caruso entdeckte schon sehr früh in sich das Talent und den Traum für einen großen Sänger. Ein alter Freund, der ihn eines Tages, sehr heruntergekommen bei einer Wanderoper sah, fragte ihn: Was machst du hier? Was hast du aus deinem Leben gemacht? Im betrunkenen Zustand wurde seine nächste Aufführung zur Katastrophe. Er trat der Sopranisten aufs Kleid, die ganzen Kulissen stürzten zusammen. Vom Schreck wieder nüchtern geworden, sang er so, wie er noch nie zuvor in seinem Leben gesungen hatte. Danach verließ er die Wanderoper, nahm weiteren Unterricht, bis er schließlich zu einem gefeierten Sänger an der Mailänder Skala und ein weltweiter Star wurde.

Wie oft verspielen wir die Gaben die in uns liegen? Wir bleiben bei dem was wir haben, halten uns krampfhaft zurück, um nicht aus dem Rahmen zu fallen und führen unser Leben in die letzte Armseligkeit. Wir geizen mit den Gaben und dem Segen, den wir geschenkt bekamen. Wir vermehren nicht das, was in uns hineingelegt wurde. Erst in der letzten Selbstaufgabe werden wir wirklich reich.

Vor was haben wir Angst, wenn wir uns zurück halten?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Eine Glocke will wieder Danke sagen www.ebk-blumenmönche.de/bruderschafts_seiten/blumenmoenche__glocke.aspx