Über brtheophilos

Ein Blumenmönch in Gott verliebt. Mag Menschen, Blumen und Worte die Herzen erobern.

Eine unkaputtbare Energiequelle

Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, auf dem sie nicht straucheln; denn ich bin Israels Vater.
Jer. 31, 9

Wie oft entgleist das Leben? Man hat große Pläne, baut auf eine verheißungsvolle Beziehung und geht früher oder später baden. Sooft man einen Versucht wagt, kommt irgendwann ein Scheitern dazwischen. Man hat blühende Ideen für ein Geschäft, holt sich Mitarbeiter mit ins Boot, die plötzlich nicht mehr mitziehen. Man träumt vom Familienglück und die Partnerschaft knickt ein. Dem starken Anfang folgt das schleichende Ausgleiten. Menschsein, ein ständiger Kampf gegen Straucheln. Leben ist zum Weinen. Fallen, stolpern, entgleisen ist die Begleitmusik allen guten Anfangs. Damit Leben nicht im Frust absäuft, ist eine Frischzellenkur nötig. Es braucht belebende Elemente, frisches Quellwasser das hochzuckt. Gott sagt: Ich bin Israels Vater, ich will trösten und leiten und knackfrisch machen. Eine entscheidende Wende. Eingeknicktes Leben wird wieder lebendig. Wo Gott tröstet, gibt es mehr als Nervennahrung. Da gibt es einen Christus, der Auferstehungskraft in uns einpflanzt. Das ist eine unkaputtbare Energiequelle.

Wir können viel mit Mentaltraining und Entspannungsübungen ausgleichen. Wir können uns Mut zusprechen und in Krisen aufmuntern, doch alles menschliche Aufpäppeln, bewahrt nicht vor dem Straucheln. Gegen die auf uns niederschmetternden Einwirkungen hilft nur das, was das gotttrennende aus der Welt schafft und das gottverbindende in uns belebt. Belebende Wasserbäche sind das Wort und Gebet, die immer neu diesen Umbruch schaffen. Das ist der Trost, den das einknickende Leben braucht, dass es im Scheitern immer wieder neu anfangen kann.

Lassen wir uns zu Wasserbächen führen oder jammern wir über Dürre?

Gott segne dich.

Lass voller Dank die große Glocke wieder klingen
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Heirate den Frieden

Ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein.
Hes. 37, 26

Gott hat Hochzeitspläne. Er hat auf Menschen sein Auge geworfen. Da brennt die volle Leidenschaft für ein Du und das für immer und ewig. Absolut atemberaubende Gedanken. Jeder weiß, wie brüchig Beziehungen sind, dass es unmöglich ist, langfristige Versprechungen abzugeben. Gott spricht von einem ewigen Bund. Also ein Ja-Wort, das nie in die Binsen geht. Einmal Ja, immer Ja. Ein Ja, das so fest ist, dass es alle Katastrophen überlebt. Er will mit dem Frieden verheiraten. Dieser Frieden ist kein Zustand ist, sondern eine Person. Lebenspartner soll der Friedefürst sein. Er will Beziehung mit Jesus Christus, mit dem lebendig gewordenen Wort. Darin liegt alle Befriedigung und Ruhe. Ein Krisenmanagement oberster Ordnung. Der Sitz von Frieden ist im Menschen und nicht in einem äußeren Zustand. Da kann sogar ein Mensch in Frieden leben, auch wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Diese Hochzeit ist eine Revolution.

Mit Menschen Frieden halten, liegt oft weder in politischer noch in persönlicher Macht. Auf dieser Welt liegt ein Fluch des Unfriedens, der in Angst und Schrecken hält. Wer den Frieden auf das Verhandlungsgeschick von Menschen legt, geht auf dünnem Eis. Wir sitzen in den Beziehungen mit Völkern und Partnern immer auf einem Pulverfass. Da liegt Unruhe und Einsamkeit in der Luft. In diese Angst kommt Gottes Hochzeitsantrag. Damit bekommt das Leben die Garantie zum Überleben. Wir werden vom Leben umarmt, auch wenn es uns den Boden unter den Füßen wegzieht. Diese Beziehung gibt dem Leben eine Standfestigkeit, auch wenn Stürme es aus allen Angeln heben. Der ewige Bund mit dem Frieden lässt aufgescheuchtes Dasein zur Ruhe kommen.

So frage ich dich: Willst du diesen ewigen Bund schließen?

Gott segne dich.

Lass voller Dank die große Glocke wieder klingen
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Da will in uns etwas aufbrechen

Wenn du dich bekehrst zu dem Herrn, deinem Gott, wird er deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen.
5. Mose 30, 2.3

Die Zeit läuft. Das Hamsterrad dreht sich. Die To-Do-Listen haben uns fest im Griff. Da wird die Sehnsucht geweckt, dass irgendwann alles anders wird. Doch dieser Zeitpunkt liegt im Heute und Jetzt. Da waren Maria und Martha, die bekamen Besuch von Jesus. Martha, dienstbeflissen riss sie sich in orientalischer Gastfreundschaft alle Füße aus dem Leib. Maria setzte sich zu Jesu Füßen. Das war Zickenzoff vom Feinsten. Die eine arbeitet bis zum Umfallen und die andere sitzt herum. Den Gast zu bedienen war oberstes Gebot der Liebe, dem Martha sich verschrieben hatte. Es war ihr Dienst für den Herrn, für den sie sich aufopferte. Sie kannte die Notwendigkeit des Tagesgeschäftes und gibt dafür alles. Jesu antwortet darauf liebevoll, jedoch verwunderlich. Er sagt, das Hören der Maria, ist für diesen Augenblick das Bessere. Aller Einsatz braucht Einkehr, in der wir nicht dem Guten dienen, sondern Christus uns dient.

Das Gefangensein im Tagesgeschäft braucht die Besinnung. Wo To-Do-Listen schreien ist Einkehr nötig. Alle Aktion braucht das Hinhören, das Hineinhören, was jetzt aus der anderen Welt in meine Welt eindringen will. Hinkehren ist bereit sein, sich zu unterbrechen, um Inspirationen aus dem Ewigen zu empfangen. Diese kraftvollen Momente der Auferbauung, die vom Trott befreien, kommen nicht morgen oder übermorgen, sondern jetzt, wenn die Gunst der Stunde ist. Wir brauchen Zeit mit dem Wort, die Begegnung mit Christus täglich, damit nicht To-Do-Listen uns bestimmen, sondern wir sie, durch einen neuen Geist. Wo wir Empfangende im Alltäglichen werden, werden Zwänge zerbersten und Herzen weit.

Wie empfangsbereit sind wir für die Impulse, die aufbrechen wollen?

Gott segne dich.

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Schalte den Virenwächter ein

Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz.
Ps. 46, 8

Gott ist Security. Er ist der unscheinbare Kämpfer im Hintergrund, der wie ein Anti-Viren-Programm die Trojaner aus dem Netz abfischt. Wir brauchen den Aufpasser, der uns warnt, wenn ein Email-Anhang Daten ausspionieren oder zerstören will. Schutz, kaum spürbar, doch hoch wirksam. Gott ist Schutz. Er ist die Abwehr, gegen das was lahmlegen will. Da kennt einer all die Gefahren, die jeden Augenblick unser Rechenzentrum außer Kraft setzen. Er kennt die Erpresser-Software „Golden Eye“, bei der ein grüner Totenkopf aufleuchtet – nichts geht mehr. Zahle oder du bist deine Schätze und deine mühsame Arbeit los. Leben braucht Schutz. Es braucht einen wirksamen Türsteher, der all dem, was Leistung herabsetzt und Lebendigkeit ausbremst ein Stopp-Schild vor die Nase hält. Wir brauchen Schutz in den vielen Enttäuschungen, die lähmen wollen. Wir brauchen ihn in Beziehungen, wo viel Einsamkeit in Partnerschaften herrscht, weil keiner den andern versteht. Wir sind Einflüssen ausgesetzt, die runterfrusten und kraftlos machen.

Was für den Computer völlig logisch ist, dass er nur mit Virenwächter arbeitet, ist für das gewöhnliche Leben in keiner Weise selbstverständlich. Wir gehen blauäugig und schutzlos in unsere Tage. Wir schalten morgens unserer Rechner an, stehen auf, laufen los und wundern uns, wenn uns ein Dämpfer nach dem anderen umhaut. Wir schimpfen auf die Schadsoftware, die unser Betriebssystem herunterdrosselt, geben den bösen Umständen die Schuld und halten es nicht für nötig, den Viren-schutz einzuschalten. Unsere Betriebssicherheit liegt darin, inwieweit wir unser Leben schützen. Gott ist Schutz. Er schützt das Heilige im Unheiligen. Das beste Programm, das sich gegen alle innere Müdigkeit wehrt.

Haben wir den Schutz eingeschalten oder werden wir aufgefressen?

Gott segne dich.

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Himmlische Küsse

Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.
Ps. 139, 3

Google lässt grüßen. Er kennt meine Wege, wenn ich den Monatsbericht über mein Bewegungsprofil bekomme. Er weiß wo ich arbeite, wie lange ich mich in welchem Geschäft aufhalte und wo ich am Sonntagnachmittag Kaffee getrunken habe. Wenn Google das weiß, bleibt ein Unbehagen, was mit diesem Wissen geschieht. Wenn Gott weiß, wo ich liege oder gehe, ist das eine völlige andere Hausnummer. Er umgibt nicht, um meine Vorlieben kennen zu lernen, denen er danach das beste Produkt verkauft, er umgibt, weil er segnet. Wo Gott sieht, hat er kein Eigeninteresse, sondern will ganz individuell sein Leben austeilen. Da sieht der, der mehr als genug von seinem Leben auf die Erde wirft. Es sieht der, der Wunden heilt, der in Zwängen befreit, der Hungrige satt macht. Gott liegt auf der Lauer, um offene Hände und Herzen zu suchen. Wo Gott um uns ist, sind wir von Auferstehungskraft umzingelt. Da ist einer, der unsere Geschäftigkeit durchbrechen will, um hörende und empfangende Menschen zu finden.

In jedem Augenblick unseres Kämpfens und Ringens, unserer lauten und einsamen Stunden will sich ein heiliger Moment manifestieren. Wo wir unseren Pflichten nachgehen und unser Tun und Denken vom diesseits gefangen ist, will etwas Ewiges hereinbrechen. In Freude und Leid will etwas viel Größeres in uns zu atmen beginnen. Ob ich liege oder gehe, ob ich verkaufe oder genieße, ob ich mich ärgere und sauer bin, will mich eine andere Welt küssen. Der aktive Segen, der mich umgibt, will das Spannungsgeladene befreien, er will die alltäglichen Schmerzpunkte umwandeln. Wenn Gott mich umgibt, sind wir in den einsamsten Momenten unendlich geliebt.

Wenn uns Segen derart umarmt, müssen wir da noch trostlos bleiben?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Niemand kann uns aufhalten

Der Herr Zebaoth hat´s beschlossen – wer will´s wehren? Und seine Hand ist ausgereckt – wer will sie wenden?
Jes. 14, 27

Zuneigung ohne Ende. Ein Ja zu uns, das keiner erschüttern kann. Was Gott beschließt, bleibt unverrückbar für alle Zeiten. Da kocht ein Lebenswille bis zum Überlaufen. Hände sind nach uns ausgestreckt, die niemand abschlagen kann. Paulus fragt knapp: Wenn Gott für uns ist, wer kann dann gegen uns sein? Diese Bedingungslosigkeit steht hinter allem, was Gott geschaffen hat. Diese unaufhaltsame Gewalt bohrt sich durch alles, was Leben schwächt, frustet und müde macht. Kein Zerstörungswille kann es mit diesem Lebenswillen aufnehmen. Auch wenn Menschen Gottes Lieblingsstück kreuzigen, lässt er es auferstehen. Christus ist Gottes Markenzeichen, wie er sich gegen alles Sterben wehrt. Wo Gott seine Hand ausstreckt, setzt sich in der Katastrophe das Leben durch.

Warum tun wir so, als sei alles dem Untergang geweiht? Wenn das Miteinander verwirtschaftet ist, sind wir gefrustet. Die viele Arbeit wird sowieso nicht anders, da fahre ich eben auf Sparflamme runter, um nicht ganz auszubrennen. Die vielen Enttäuschungen die man so durchmacht, machen misstrauisch und man glaubt bald niemand mehr. Wir haben uns an ein Leben in sanfter Depression gewöhnt. Genau da will uns diese rhetorische Frage durchschütteln: wer will gegen uns sein? Gott ist für uns, das ist ein Feuerwerk von Energie. Leben ist viel stärker als wir gewöhnlich zulassen. Da fliegt Mut durch die Luft, gegen alle innere Müdigkeit. Es wird hell, wo wir Schwarz sehen. Zweifel werden in Stücke zerfetzt, wenn wir an das aufstehende Leben glauben. Wir können in allem viel entschlossener sein, wir können viel mehr glauben, wenn Gott für uns ist.

Wer oder was sollte da gegen uns sein?

Gott segne dich.

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Erweiterung ohne Ende

Als mir angst war, rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme.
Ps. 18, 7

Angst ist eine starke Macht in uns, die um unsere Sicherheit kämpft. Sie bäumt sich auf, wenn unsicheres Neuland vor uns steht. Vor einer herausfordernden Prüfung warnt sie uns, dass wir jetzt unser sicheres Wissen und Können verlassen und ein unkontrollierbares Risiko eingehen. Angst lässt vor dem Unbekannten zurückschrecken und mahnt zur Vorsicht. Sie sagt : Wenn du jetzt weitergehst, riskierst du Kopf und Kragen, du weist nicht, ob du Erfolg hast oder baden gehst. Somit meint es die Angst gut mit uns und will vor Bauchlandungen bewahren. Doch wenn wir der Angst recht geben, bleiben wir ein vorsichtiges, zurückhaltendes Mauerblümchen, das sich durch das Leben zögert.

Der König David schreit zu Gott. Als er sich von einer feindlichen Armee bedroht sah und seine Ohnmacht in ihm bebte, zog er sich nicht zurück, sondern blickt über seinen Tellerrand hinaus. Zu Gott schreien heißt, dass er ihm mehr glaubt als seiner Angst. Er kämpft nicht gegen Angst, sondern ringt um mehr Glauben. Er hört die Stimme der Angst, doch er fasst den Mut zum Gottvertrauen. Wo die Angst uns im Sicheren festhalten will, bricht der Glaube zu neuen Ufern auf. Durch Gottvertrauen findet der Glaubende Mut zum Selbstvertrauen. Er wagt den Schritt in Unbekannte. Er riskiert das Verlieren und gewinnt dabei. Im Glauben erweitert sich das ängstliches Herz. Wir überwinden unsere Grenzen und wachsen in eine neue Größe hinein. Je öfter wir bereit werden, nicht bei unserer Angst stehen zu bleiben, sondern im Glauben kühne Schritte zu wagen, umso mehr werden wir zu der Persönlichkeit, in die Gott uns erweitern will.

Welche Angst hält uns vor unserem nächsten Wachstumsschritt zurück?

Gott segne dich.

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Höre den heiligen Ruf

Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach: Was sagt mein Herr seinem Knecht?
Josua 5, 14

Wow, Josua ist voll auf Empfang eingestellt. Ihn haut es voll um, weil auf die Stimme seines Herzens hört. Seine Sinnesorgane erspüren, dass es um sie mehr gibt, als das was sie augenblicklich wahrnehmen. Es entsteht ein Dialog mit einer viel tieferen anderen Welt. Er entdeckt, dass etwas viel größeres auf ihn Einfluss nehmen will. Er spürt den Annäherungsversuch Gottes. Ihn will etwas unverschämt Heiliges übermannen. Er nimmt ein Rufen wahr, der sein Denken übersteigt. Er erkennt den heiligen Augenblick und das Heilige Land auf dem er steht. Dieses empfangsbereit sein, reißt ihn zu Boden. Die Fassungslosigkeit macht Herz und Hände auf: Was sagt mein Herr? Das sind heilige Stunden, in denen der Mensch erkennt: Leben ist viel größer, umfassender als wir gewöhnlich zulassen.

Es gilt eine Aufmerksamkeit zu entwickeln, die diesem inneren Rufen oder diesem Geistesblitz zuhört. Jeder kennt diese Stimme, die zum Wagnis des Lebens ruft, die herausfordert, die neue Schritte gehen heißt, die wir doch immer wieder erfolgreich zum Schweigen bringen. Der Verstand beschwichtigt, die Erfahrung hält zurück, die Logik mahnt zur Vernunft. Pflichtbewusst laufen wir in den Bahnen, die wir gelernt und antrainiert haben. Solche Unterbrechungen unserer inneren Stimme lassen wir schon gar nicht mehr zu. In dem wir ganz normal funktionieren und unseren geordneten Gang gehen, verpassen wir die heiligen Momente. Dieses feine, sanfte Berühren würgen wir im Keim schon ab und wundern uns, wenn in unserem Leben die erhebenden Momente ausgehen.

Wie wollen wir ins Staunen und Anbeten kommen, wenn wir den heiligen Ruf nicht mehr hören und das achtsame Sehen verlernt haben?

Gott segne dich.

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Verteidige die größte Freiheit

Wenn dich dein Bruder oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und anderen Göttern dienen, so willige nicht ein.
5. Mose 13, 7-9

Scharfe Worte gegen sanfte Verführung. Von unserem Herzblatt, kann eine schleichende Gefahr ausgehen. In der Hingabe an Menschen, kann eine ungute Bindung entstehen. Im Sinne von Liebe macht blind, jedoch weniger in dem, was ich beim anderen durch eine rosa Brille sehe, als mehr, was dabei mit mir passiert. Heimlich zu andern Göttern überredetet werden heißt, eine lebensgefährliche Untergrabung der Gottesbeziehung. Da wird die eigentliche Lebensquelle sanft ausgehöhlt und die Seele fängt unsichtbar an auszutrocknen. Der zur Freiheit in Gott bestimmte Mensch, bekommt liebevoll Handschellen angelegt. Wenn Paulus sagt: Zur Freiheit hat uns Christus befreit, ist es das 100%tige Ja zu dem, was Gott in mich hineingelegt hat. Es ist die totale Gabenentfaltung meiner Persönlichkeit und dessen, wozu ich über diese Erde gehe. In meiner uneingeschränkten Größe, will sich Schöpfergröße verwirklichen. Das ist kein Ego-Trip, sondern die Verherrlichung des Göttlichen im Menschlichen.

Willige nicht ein, wenn der liebste Mensch danach greift. Gerade bei denen, die ich ins Herz geschlossen habe und denen ich nicht auf die Füße treten will, besteht die Gefahr der faulen Kompromisse. Man gibt lieber das Geheimnis Gottes in sich selbst auf, um den Liebsten nicht zu verlieren. Um des lieben Friedens willen, opfert man seine Freiheit. Wo wir klammheimlich von der Gottesliebe abgezogen werden, gilt der Menschenliebe ein entschlossenes Nein. Dieses Leben gilt es gegen den liebsten Menschen zu verteidigen.

Wo sind die sanften Pfoten, die uns diese Freiheit rauben?

Gott segne dich.

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Lass die Schale knacken

Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern.
Ps. 22, 23

Bei diesem Psalmbeter war kurz zuvor noch Klage, Ach und Weh. Doch in seinem Jammer begegnet er Gott. Er kotzt sich regelrecht vor ihm aus und wirft seinen ganzen Dreck ihm vor die Füße. Da schäumt die ganze Verzweiflung über und da ist auch nicht viel von frommem Anstand. Es ist ein Leben, wie im Käfig voller Zwänge, bei dem Gitterstäbe die Tapeten sind. Doch wenn es in erdrückender Situation zur Gottesbegegnung kommt, platzt das Leben. Da springen mitten in der Nacht die Gitterstäbe auf, wie bei Paulus und Silas. Da hämmert sich das Straußenbaby durch die steinharte Schale, weil erwachendes Leben kein Platz mehr im Ei hat. Da laufen Frauen erschrocken und fassungslos vor Freude vom Grab Jesus weg, weil da keiner mehr drin war. In der Gottesbegegnung durchbricht das Leben Grenzen. Da kann keiner mehr an sich halten. Wer Gott in seiner lebensschaffenden Dynamik begegnet, den reißt es vom Hocker, der kann den Mund nicht mehr halten. Er wird zwangsläufig zum Lobsänger und Botschafter. Der rennt vom Grab weg und muss weitersagen, dass das was hier geschieht, nicht normal ist.

Wer Auferstehungskraft erlebt, muss das unnormale verkündigen. Der kann nur weitergeben, dass Leben nicht hinter Gitterstäben, Eierschalen und Grabsteinen stattfindet. Das Leben aus Gott, hat in unseren beengten und gewohnten Formen keinen Platz. Da muss etwas platzen. Da gerät etwas aus den Fugen. Da müssen wir hinausschreien: liebe Leute, findet euch nicht mit euren Grenzen ab. Öffnet euch für euren Durchbruch und lasst die Schalen platzen. Der Glaube verkündet diese Kühnheit. Der Glaube bläst zum Durchbruch.

Reden wir so, dass um uns die Schalen knacken?

Gott segne dich.

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