Über brtheophilos

Ein Blumenmönch in Gott verliebt. Mag Menschen, Blumen und Worte die Herzen erobern.

Reiße die Zukunft an dich

Siehe, ich, der Herr, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?
Jer. 32, 27

Am Jahresanfang 1989 sprachen viele unserer Freunde in der ehemaligen DDR noch: Die Stimmung des Volkes gegen die Regierung kocht, doch die Mauer wird bleiben. Die Wenigsten hielten für möglich, dass ein halbes Jahr später, Trabbi-Kolonnen gen Westen rollen und aufgefahrene sowjetische Panzer in der Leipziger Innenstadt vor Kerzen und Gebeten in die Knie gehen. Ein unmöglicher Traum liegt nun bereits 30 Jahre zurück.

Jeremia steckt in einem Schlammloch. Er sollte mundtot gemacht werden, weil seine Worte gestochen haben. Er sah den Untergang Jerusalems, durch die Eroberung der Babylonier und riet mutigen und selbstbewussten Kriegern, sich zu ergeben, wenn sie überleben wollten. Doch wer will das schon? Für ihn wurde es lebensbedrohlich in dieser engen Zisterne, mit den Füßen im Schlamm. In der Paniksituation streiften ihn die Strahlen der Sonne. Er schloss die Augen und dachte an die Zukunft. Sein Glaube, seine Gedanken malten sich die tollsten Bilder aus, von dem, was einmal kommen wird. Er öffnete seine Augen wieder und war immer noch in seiner eiskalten, klammen Realität, jedoch als ganz anderer Mensch.

Dietrich Bonhoeffer sagt: „Der Christ lebt aus den Zeiten Gottes und nicht aus seinem eigenen Begriff von Leben.“ Die christliche Hoffnung ergreift die Realität Gottes. So real, wie jetzt meine widrigen Umstände sind, so real ist die Realität Gottes, die nichts mit meinen Umständen zu tun hat. Wo ich hoffe, greife ich den Raum der Möglichkeiten Gottes. Ich wage den Übergriff in die Welt, in der alles möglich ist. Im Glauben verwirklicht sich das, was Gott erschaffen kann und dem sind keine Grenzen gesetzt. Damit bauen wir durch Hoffen unsere eigene Zukunft, in allen Unmöglichkeiten.

Wer erlaubt sich da, das Wort „unmöglich“ in den Mund zu nehmen?

Gott segne dich.

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Lass dich transformieren

Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.
Ps. 71, 23

Wenn aus einem Zweifamilienhaus mit Arztpraxis ein Doppelhaus mit vierzehn Wohnungen entsteht, gibt es eine Großbaustelle. Die haben wir gerade direkt gegenüber unseres Blumenhauses. Große Bagger rissen das alte Bauwerk ab, um für viel Neues Platz zu schaffen. Lebenssituationen, die brüchig geworden sind, die Trauer tragen, brauchen massives Geschütz, um daraus fröhliche Lobsänger entstehen zu lassen.

Man liebt das alt Vertraute, das in überschaubaren, geregelten Bahnen abläuft. Zuviel Neues macht unsicher, weil man unbekanntes Land betritt. Lieber arrangiert man sich mit belastenden Umständen, um nicht irgendwo ein großes Fass aufzumachen. Man weiß, das Leben in einer Gemeinschaft ist überlastet und man hat heillose Angst, entschlossen eine radikale Veränderung herbeizuführen. Der Psalmist hat den Plan für einen Neubau. Gott rückt da mit richtig großem Gerät an, um einen gewaltigen Umbau zu starten. Vom Alten loslösen geht ans Eingemachte. Da muss der ganze Schutt raus, da muss abgebrochen werden, da muss Christus erst mal kräftig entsorgen. Die ganzen Enttäuschungen müssen aus dem Keller raus, der Frust muss weg, die lähmenden Befangenheiten losgelassen werden. Erlösung ist Startschuss für Neues.

Wenn der ganze Dreck weg ist, entstehen die Fundamente für das große Halleluja. Da bricht befreites Menschsein an. Da werden wir zu lobenden Menschen. Wenn der Staub von der Geige runter ist, wird sie wieder der einmalige Klangkörper, zu dem sie gedacht ist. Um zum Klang unseres Lebens zu werden, soll in uns die größte Umgestaltung beginnen. Mit unserem Lobgesang ermutigen wir andere sich transformieren zu lassen.

Wo halten wir an Altem fest, und verhindern die Umgestaltung der Welt?

Gott segne dich.

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Wage den Übergriff

Hiob 14, 1-6 (HfA)

Die meisten Menschen denken von Natur aus in der Vergangenheit, denn wir benutzen die Hardware und die Softwareprogramme unserer Erinnerungen an die Vergangenheit. Wenn unsere Umwelt steuert, wie wir tagtäglich Denken und Fühlen, dann erfordert Veränderung, dass etwas an uns stärker ist als gegenwärtige Umstände.  Wenn Gefühle derart unser Denken bestimmen, wenn wir nicht über unsere Gefühle hinausdenken können, dann stecken wir im Programm. Wir denken, was wir fühlen, und wir fühlen, was wir denken. Wir sitzen in dieser Schleife fest, und der Körper glaubt tatsächlich, er durchlebe dieselbe vergangene Erfahrung rund um die Uhr immer wieder – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Wir können in keine neue Zukunft kommen, solange wir uns an die Vergangenheit klammern.

das sagt Dr. Dispenza, Chiropraktiker/Neurologe

Hiob macht gewaltige Entdeckungen, wie man in schrecklichen Umständen ein neues Denken entwickelt und sich in Richtung Zukunft aufmacht.

  1. Exakt getaktet

die Dauer seines Lebens hast du festgelegt

Nichts ist Zufall. Hinter dieser Erde steht ein Plan, eine absolut bedeutungsvolle Absicht. Gott schafft einen Lebensraum mit Anfang und Ende. Er versetzt die Welt in Schwingung und gibt ihr einen Rhythmus von Tag und Nacht. Nach diesem Takt ticken die Uhren dieser Welt, weil sie kosmischen Zusammenhängen folgen. Es sind die Jahreszeiten, die wir erleben, weil die Erde die Sonne auf einer exakt berechneten Bahn umkreist. Wenn ein Baby heranwächst, war die Trefferwahrscheinlichkeit einer Befruchtung, weit geringer als ein Lottogewinn. Hinter solch einem Zufall liegt bewusste Schöpfung. Dass sich gerade meine Eltern unter sieben Milliarden Menschen auf diesem Planenten begegnet und ich daraus entstanden bin, ist ein reines Wunder. Alles in der Schöpfung hat seinen präzisen, ausgewählten Platz, eine Aufgabe und Bestimmung.

Wer solche Zusammenhänge entdeckt, für den ist kein Augenblick mehr ohne Bedeutung. Da ist nicht nur das Leben an sich sinnvoll, sondern alles was sich ereignet, egal ob angenehm oder tragisch. Eine 23° Grad schiefe Erdachse, scheint so etwas von nebensächlich, dass man sagen könnte, es juckt doch niemand ob die Achse gerade oder schräg steht. Doch genau diese Pingeligkeit, regelt ob wir im Schnee ersticken oder in der Hitze verschmachten. Wo Leben für die Dauer von 50 bis 90 Jahren festgelegt ist, kann keiner mehr sagen, Glück oder Pech gehabt. Jede Sekunde, die unser Puls schlägt, ist nicht in erster Linie die Frage der Ernährung und der Bewegung, die wir dem Körper gönnen, sondern ist Atem Gottes, der die Welt bewegt. Die Höhen und Tiefen meines Lebens machen den aus, der ich bin. Unsere Geschichte mit den verkohlten Balken und den Glasscherben gehören zu uns.

Hiob ahnt etwas von dem, dass genau in dem Übel, das gerade über ihn herunterprasselt, eine geheimnisvolle Gottesoffenbarung liegt. Alles Unglück, der Ruin von Familie und Existenz, ist von höchster Bedeutung.

  1. In Grenzen gefangen

4 Du musst doch wissen, dass aus Unreinheit nichts Reines entsteht

Wo die Zeit eine Dauer hat, steht sie für Kommen und Gehen. Uhren ticken für die Vergänglichkeit. So lange der Sekundenzeiger tickt, ist wieder ein Augenblick vorbei. Auf der Erde begleitet uns Verwesungsduft. Zeit ist der Raum des schuldig Werdens. Was aus Erde ist, hat den Hang wieder zu Erde zu werden. Der Körper verbraucht sich, die Beziehungen werden marode, selbst Glaube stumpft ab.

Wir alle wissen wie mühsam das alt werden ist. Plötzlich tragen große Persönlichkeiten wundersame Kleider. Vertraute Menschen werden uns zu Fremden. Verbrauchte Leiber beginnen unter Schmerzen zu schreien. Sanftmütige Partner können Raufbolden werden. Die gefallene Welt muss Schicksale gebären. Solange Zeit ist, ist Sterben normal.

Ob wir sagen, es ist eine gute oder böse Zeit, der Inhalt von Zeit besteht aus Erde. Aus der Nummer des schuldig-Werdens kommen wir nicht heraus. Was in der Zeit geboren wird, muss mit dem aufgelöst werden leben. Die Zeit an sich, ist ein hoffnungsloser Fall. Alles Mühen um Bodenständigkeit, kann nicht aus dem Boden kommen, der einmal zum Grab wird. Aus dem reinen Menschsein kann nichts Gutes kommen, vor allem nichts was bleibt.

  1. Überschreite die Grenze

6 So schau jetzt weg von ihm, damit er Ruhe hat und seines Lebens noch froh wird.3 Und doch verlierst du ihn nicht aus den Augen und stellst ihn vor dein Gericht!

Hiobs Motto: „Lieber Gott, schau mir doch nicht andauernd auf die Finger, da kommt sowieso nichts Gutes dabei heraus. Was erwartest du Großes, Edles und gar Ewiges von einem, auf dessen Bauch einmal nur die Ewige Liebe blühen wird?“

Im Auskosten von Zeit, erkennt Hiob die Zeit ohne Sekundenzeiger. Da gibt es die Zeit und die Unzeit. Um den Zeitrahmen gibt es ein davor und dahinter. Das bisschen Zeit liegt wie in einer Wiege in der Endlosigkeit von Zeit und Raum. Zeit ist vom Ewigen gespeist, durchdrungen, umhüllt. Wo Hiob nach Gottes Gericht schreit, durchbricht er die Zeit in Richtung Gottes Zeit. Er ringt um Unvergänglichkeit und schreit nach Erlösung.

Das Gericht der Erde ist das Grab, das Gericht Gottes ist Christus. In Christus ist der Zwang der Vergänglichkeit aufgelöst. Mit ihm beginnt in der Zeit die Gottes Zeit. Das ist die revolutionäre Botschaft in eine vergängliche Welt. Mit Christus treten wir in den endlosen Raum ein, in dem Schöpfung geschmiedet wird. Es ist der Raum, der völlig mit Gott gefüllt ist. Christus ist der heiße Draht zur ewigen Welt. Mit ihm leben wir im Darüber hinaus. Endlose Zeit ist für uns reelle Gegenwart. Mit Christus leben wir in beiden Welten.

Da fängt es für den Glauben an richtig prickelnd und spannend zu werden. Da wirken unsterblichen Kräfte in das Sterbliche. Es entfaltet sich das gesamte christliche Heilswirken. Ich ergreife alle Möglichkeiten Gottes. Wo Gott das Leiden Christi zum Durchbruch in seine Welt geschaffen hat, kann unser Leiden unser Durchbruch zum Allerheiligsten werden. Da kann unser Schmerz zur größten Inspiration aus dem Ewigen werden. Wo die Sterblichkeit nach Erlösung greift, bekommt die schlimmste Tragik schöpferische Hoffnung. Da entfaltet sich kreative Fantasie im Dahinraffen. Die Hoffnung greift in die Zukunft, mit der Gott in seinem unendlichen Raum spielt, auch wo keine menschliche Hoffnung da ist. In der totalen Verzweiflung manifestiert sich die ewige Schaffenskraft. Damit steht jede Krise unter einem anderen Stern. Die Katastrophe hat den einen Sinn, im Glauben meinen Anker in die andere Welt zu werfen.

Die Zeit ist uns gegeben, um sie von der Zeitlosigkeit durchfluten zu lassen. Wir haben keinen Grund irgendwelche Zeiten zu beklagen, sondern sind dazu aufgerufen, das darüber hinaus im jetzt Gestalt werden zu lassen. Wir wiederholen nicht tagtäglich unsere sterbliche Gegenwart, sondern ziehen mit Christus das komplette Heilswirken in alles zeitliche Unheil. Wo wir nicht genug Zeit haben, konzentrieren wir uns zu sehr auf das Zeitliche und geben dem Ewigen noch zu wenig Gestaltungskraft.

Mit diesem Übergriff in die andere Welt, verändert sich unser ganzes Leben und unsere Welt. Nehmen wir unsere Krise zum Anlass, den Übergriff zu wagen.

Steh auf und wirke

Wenn sie auch wider dich streiten, werden sie dir dennoch nichts anhaben können; denn ich bin bei dir, spricht der Herr, dass ich dich errette.
Jer. 1,19

Eine Schubkarre und zwei Spaten, waren Startkapital der Blumenmönche. Innerhalb von fünfzehn Jahren entstand daraus ein Millionenprojekt mit ca. hundert Mitarbeitern. Die Voraussetzungen: zwei Hände voll junger Leute, die gerade schulentlassen waren und zum Teil noch keinerlei Ausbildung hatten. Was Dreckhaufen und Ödland gegen allen Widerstand zum Wunder werden ließen, war: Ich bin bei dir!

Diese vier kleinen Worte, sind die bewegendsten Worte der Welt. Sie durchzuckten Luther, vor dem Reichstag in Worms, zu dem geschichtsträchtigen Satz: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders!“ Ich bin mit dir, ist die kraftvollste Spritladung, die ein Mensch je tanken kann. Dahinter steht der ICH-BIN-GOTT. Das ist Schöpfung pur. Unendliche Schaffenskraft macht sich auf den Weg zum Menschen. Da ist geballte Energie, die durch nichts aufzuhalten ist. Hier überschlägt sich der Kosmos. Das ist der Werkstoff, aus dem die größten Persönlichkeiten geschaffen wurden. In den Widerwärtigkeiten des Lebens, werden dadurch Menschen zum Bollwerk gegen alle Auflösung und Zerstörung.

Diese Rückendeckung von höchster Stelle, verschafft gebrechlichen Menschen, schöpferische Autorität. Der Griff nach dem Wort, der Glaube an Christus, sind die Pipeline, durch die diese nicht zu bändigende Energie fließt. Glaube ist kein Bekenntnis, hat nichts mit christlichen Tradition zu tun; Glaube ist ein Feuerwerk von Kraft, der die Welt umkrempelt. Es sind keine netten, schönen Worte, sondern eine Wirkung, die Menschen ermutigt, kraftvoll gegen das Unheil anzutreten. Durch das „ich bin bei dir“ geht ein Ruck durch die Glaubenden, der in aller Erniedrigung aufrichtet.

Wenn Gott für uns streitet, wozu dann die Angst, wir würden umkommen?

Gott segne dich.

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Wer sollte uns von Liebe trennen?

Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Ps. 139, 5

Alles Materielle, alles was wir sehen und anfassen können, besteht aus Atomen, die jenseits von Raum und Zeit miteinander verbunden sind. Dadurch sind auch Sie und ich zusammen mit allen Dingen im Universum über dieses Beziehungsnetz miteinander verbunden. Es spendet allen Dingen Leben, Information, Energie und Bewusstsein. Dahinter steht eine Intelligenz, die sie tatsächlich so sehr liebt, dass sie ins Leben liebt. So drückt die Wissenschaft in der Quantenphysik diesen Psalm aus.

Egal wo wir stehen, wie wir denken, welche Lebensauffassungen wir haben, wir sind die Eingehüllten von einem unendlichen Raum. Die Zeitachse unserer paar Lebensjahre ist durchflutet von der Welt Gottes. Gott ist von der dreckigsten Ecke dieser Erde nicht wegzudenken. Dieser Raum ohne Zeit, diese ewige Welt überlagert alles, was in unserem zeitlichen Rahmen geschieht. Die vergehende Welt, ist von diesem endlosen Sein nicht zu trennen. Das Ewige ist mitten im Jetzt. Ewiges Wohlwollen Gottes liegt auf allem. Glühende Liebe umhüllt die Welt. Das Kind in der Krippe schließt uns den Himmel auf, für diese universelle Liebe.

Wenn Liebe die Trägersubstanz allen Lebens ist, hat das gewaltige Auswirkungen auf alle persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Da ist mein Unglück, mein Krebsdiagnose, mein Zeitmangel und alle Widrigkeiten meines Lebens, mit der ins Leben bringenden Liebe verbunden. Alle Pfade durch die Schicksale des Lebens münden im Erbarmen Gottes. Wenn wir Schiffbruch erleiden, fallen wir nur in das Meer, das Gott selbst ist.

Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Angst, Stress, oder Demütigung, oder wirtschaftlicher Bankrott?

Gott segne dich.

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Ringe um Versetzung

Die Israeliten schrien zu dem Herrn und sprachen: Wir haben an dir gesündigt; denn wir haben unseren Gott verlassen.
Richter 10, 10

Katzenjammer bei den Berufenen. Mit einem großartigen Auftrag in der Tasche gestartet, von Begeisterung getrieben und übrig bleibt ein Häufchen Elend. Eine Gemeinschaft hat in einer Lebensaufgabe einen Aufbruch gewagt und kommt an den Punkt, an dem keine Hoffnung mehr da ist. Glaubensleben live, wenn sich Rituale verselbstständigen, oder wie bei König David, nach seinen krummen Touren mit Bathseba das Gewissen schlägt. Doch wenn nichts mehr geht, kommt der Schrei der Verzweiflung.

Jeder kennt sie, die Nacht der Seele. Die dunkelsten Stunden, in denen die Lichter ausgehen. Genau die Stunden, in denen wir uns von Gott und allen guten Geistern verlassen fühlen. In denen wir uns anklagen. Keiner weiß, wie es weitergehen soll. Das Leben scheint sich zurückgezogen zu haben. Nichts geht mehr. In solchen schwarzen Löchern geschieht Entscheidendes. Entweder wir schmeißen alles hin, oder wir kommen zur Besinnung. Wir brauchen Kapitulation, wir brauchen totale Verlassenheit. Wer Verlassenheit am ganzen Körper spürt öffnet sich für Nähe. Gottverlassenheit ist die eigentliche Gottesstunde. Wir erkennen, dass sich nicht Gott zurückgezogen hat, sondern wir den Strich gezogen haben. In der Erfahrung von Nacht, erleben wir uns selbst in unserer Nacht. Wir zittern zu wieviel Gottlosigkeit wir in der Lage sind. Damit wird Finsternis zur Sternstunde.

Wo die Verlassenheit gen Himmel schreit, schreit sie nach Erlösung. Unsere ganze Nacht hängt sich Christus an den Hals. Mit Christus endet Verlassen sein. Paulus spricht von versetzt in das Reich des geliebten Sohnes. Diese Versetzung ist oberstes Krisenmanagement in Nachterfahrung. Im Verlassen sein, werden in die Gottesgegenwart versetzt. Christus sorgt für den gewaltigsten Machtwechsel.

Jammern wir in der Nacht, oder ringen wir um Versetzung?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Übernimm die volle Verantwortung

Der Herr wird richten der Welt Enden. Er wird Macht geben seinem Könige.
1. Sam. 2, 10

Der Fachkräftemangel und die schwächelnde Autoindustrie ist in aller Munde. Alles wird als Buhmänner aufgebauscht, die das Leben schwer machen und Schuld sind, dass es uns schlecht geht. Doch wenn ich ein Geschäft führe und über Mitarbeitermangel klage und über wirtschaftliche Entwicklungen stöhne, disqualifiziere ich mich als Unternehmer.

Wenn wir in Problemen stecken, oder wenn wie bei Hiob ihm seine ganze Welt, Familie und Besitz zusammenbricht, suchen wir gerne Schuldige. Die Umstände sind widrig, mein Partner oder meine Firma machen mir das Leben schwer. In der Gemeinschaft in der der ich lebe, kann ich mich nicht wohlfühlen. Wir haben uns an Ausreden gewöhnt und an den Eindruck: da kann man sowieso nichts machen. Man muss sich halt seinem Schicksal fügen. Doch hinter solch einer Einstellung liegt ein gewaltiger Irrtum. Wenn der Herr über die Erde richten wird, heißt das nichts anderes, als dass er die Dinge auf den Punkt bringt. Er macht uns die Augen auf, was die wirklichen Fakten im Leben sind. Hiob war nicht Opfer übler Umstände, sondern seine katastrophalen Umstände waren die Voraussetzung, um die Welt Gottes hinter einer verfallenden Welt zu erkennen.

Viktor Frankl sagte: Wir haben dem Leben keine Fragen zu stellen. Wir haben den Fragen des Lebens zu antworten. Wir sind die Antwort auf alles Übel. Das geschieht dadurch, dass Gott seinem König Macht gegeben hat. Jesus Christus stellt uns in die Realität des Lebens. Mit Christus haben wir die Macht auf die Probleme unseres Lebens zu antworten. Für mein Leben, für meine Umstände übernehme ich die volle Verantwortung, weil Gott uns alles in die Hände gelegt hat, um gegen alles Übel anzutreten.

Wo suchen wir Schuldige und verschanzen uns hinter Ausreden?

Gott segne dich.

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Achte auf jedes Wort

Wo viel Worte sind, da geht´s ohne Sünde nicht ab; wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.

Spr. 10, 19

Worte können Angst machen. Vor wenigen Tagen kamen zwei Damen in unser Geschäft, die so warm eingemummelt waren, dass es offensichtlich war, dass sie nicht zum Einkaufen kamen. Sie sagten, sie wollten spazieren gehen und seien nur ins Blumenhaus „abgebogen“, weil ihnen eine Frau entgegen kam, bei der sie ein Redeschwall von mindestens dreißig Minuten erwartet hätte. Das wollten sie sich auf keinen Fall antun.

Worte können lähmen, runterziehen, stechen und erschlagen. Manche Worte sind wie scharfe Waffen, vor denen man in Deckung gehen muss. In Worten steckt gewaltige Energie, die immer etwas auslöst. Worte verraten Menschen. An dem, was einer sagt, erkennt man, welcher Geist in ihm wohnt. Worte spiegeln einen ganzen Menschen wieder. Wo viele Worte sind, stellen sich Menschen dar. Viele Worte wollen wichtigmachen. Hinter vielen Worten kann man das Wort zweckentfremden. Worte verlieren ihre eigentlich Bedeutung. Unsere Worte dienen dazu, etwas zu erschaffen und andere aufzubauen. Wo sie uns selber darstellen oder andere erniedrigen, verfehlen sie ihren Zweck. Damit verlassen sie ihren Schöpferauftrag.

Welche Macht Worte haben sehen wir an Gott selbst. Joh. 1,1: Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Das Wort ist kosmische Schöpfung. Dieses Wort will unseren Worten Gewicht geben. Es will zur Tat, es will zu einer Erschaffung werden. Es will Lob auf die Herrlichkeit Gottes sein. Dieses feurige Wort ist der Maßstab für unsere Worte. Worte die solch eine Schaffenskraft besitzen, brauchen eine starke Einbettung, um sich nicht ins Gegenteil zu kehren. Jakobus sagt: Aus einem Munde kommt Loben und Fluchen. Das soll nicht sein.

Wie zähmen wir unsere Worte, dass sie aufbauen statt zerstören?

Gott segne dich.

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Schnappe den Mentorplan

O Herr, hilf! O Herr, lass wohlgelingen!
Ps. 118,25

In einem Floristikseminar kann man sehr genau beobachten, wer das großartigste Ergebnis ablegt. Werkstücke, bei denen einem Mund und Augen vor Faszination und Freude aufgehen, sieht man bei Leuten, die etwas von einem Helden in großen Stories haben. Ihre eigentliche Größe liegt nicht in erster Linie an ihrem Können und dem drauf zu arbeiten, sondern an ihrer Art, sich von einem Mentor führen zu lassen.

Die eindrücklichsten Geschichten, wie bei Mose oder James Bond haben packende Helden. Diese Helden stehen vor einem unlösbaren Problem und bekommen einen Mentor. Der Mentor hat einen Plan und schickt sie auf die Reise. Mose hütet seine Schafe und zerbricht sich den Kopf über sein Volk, das im Frondienst ausgebeutet wird. Im brennenden Dornbusch trifft er seinen Mentor, Gott den Allmächtigen, der ihm einen Befreiungsplan für seine Landsleute gibt. Er nimmt den Plan, geht los und befreit sein Volk.

Wir sind Helden. Ja, biologisch betrachtet, sind wir zum Schöpfer geboren. Wir haben das Zeug, die Welt aus den Angeln zu heben. Viele spüren diese wirkungsvolle Kraft und fallen einem kapitalen Irrtum zum Opfer. Sie wursteln auf eigene Faust los, bis es an den Problemen den großen Schlag tut. Nach dem Herzinfarkt, nach der Scheidung wars dann mit der großen Geschichte. Heldenreise braucht einen Mentor. Probleme brauchen einen Mentorplan. Ohne den Plan für Mose, würden die Israeliten vielleicht heute noch unter härtester Erniedrigung, Paläste in Ägypten bauen. Damit die Heldenreise gelingt, brauchen wir Gott den Allmächtigen, brauchen wir Christus als Befreier und Erlöser, brauchen wir das Wort, das Wege auftut. Dann wird unser Leben die packendste Geschichte werden. Dann wird in dieser Welt etwas gelingen, das von höchster Hand inszeniert ist.

Schreien wir nach unserem Mentor, und rufen wir nach Wohlgelingen?

Gott segne dich.

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Herrlich wird in dir

Er wird herrlich werden bis an die Enden der Erde.
Micha 5, 3

Gestern traf ich einen Geschäftsmann, ein alter Schulkamerad. In dreißig Minuten erfuhr ich die Lebensgeschichte, die alles andere als herrlich war. Borreliose, Hautkrebs mit den entsprechenden Morphium- und Fieberbehandlungen. Dann ein eigenes Bekleidungsgeschäft, dem durch den Outlet-Boom in Metzingen, das Wasser bis zum kompletten Aus abgegraben wurde. Und jetzt erleben wir hier das glatte Gegenteil.

Jeder weiß, dass nichts vollkommen ist auf dieser Welt. Wenn von einem die Rede ist, der herrlich ist und das auch noch erdumfassend, spricht das gegen jegliche Erfahrung. Was wir von der Erde kennen blüht und verwelkt. Die Erde unter unseren Füßen nimmt uns irgendwann wieder auf. Was ewig ist, sind nur die Ewige Liebe auf unserem Grabhügel. Herrliches kann nicht aus einer vergänglichen Welt kommen. Da kommt Vollkommenes aus der endlosen Welt. Die Herrlichkeit Gottes, der ewige Lichtglanz, mischt die Zeit auf. Ein alter Schuppen in Betlehem wird zum Leuchtfeuer für die Welt. Da wird im Verfall das Ewige geboren. Mit Jesus feiert Gott seine Herrlichkeit in einer brüchigen Welt.

Egal ob wir eine alte, gebrechliche und unansehnliche Hütte sind, durch Krankheiten gezeichnet, von unsäglichen Schmerzen verfolgt, es kann darin herrlich werden. Herrlich werden nicht nur die guten Tage, sondern erst recht die Zeiten, die uns überhaupt nicht schmecken. Herrlich wird das, wo wir Herrlichkeit zulassen. Ich habe mir eine 7 Punkte Meditation entwickelt, in der ich auch Herrlichkeit ergreife, sie in mein Leben ziehe und dann von ihr erfüllt bin. Dieses erfüllt sein, trage ich hinein in diese Welt. Eine sehr kraftvolle Übung, die mit den Händen und dem ganzen Körper geschieht. Herrlichkeit beginnt mitten in uns.

Wie herrlich darf es in all unserer Niedrigkeit werden?

Gott segne dich.

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