Der Geist will dich anhauchen

Wehe denen, die ein Haus zum anderen bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und ihr allein das Land besitzt!
Jes. 5, 8

Pfingsten ist die Revolution des menschlichen Geistes. Die starre sichtbare Welt, die bisher alles Denken bestimmt hat, erfährt den Durchbruch ins Unsichtbare. Plötzlich erkennt der kleine Verstand, auweia, jetzt fängt es erst richtig an. Ein viel größerer Geist, vergrößert die Erde um den Himmel. An Pfingsten wird Ewigkeit zur menschlichen Realität. Uns fällt es wie Schuppen von den Augen, dass das Streben um unsere Existenz ein Bau von Luftschlössern war. Der Heilige Geist verbindet uns mit Gott, den Menschen und der ganzen Schöpfung.

Mit Pfingsten legt Gott seine Karten auf den Tisch und sagt: Mit meinem Geist habt ihr den Joker. Ihr habt gewonnen. Ihr habt alles, was ich bin. Durch den Geist ist Christus nicht nur Freund und Bruder, er ist mitten in euch. Das ganze Reich Gottes liegt in dir. Der Heilige Geist durchdringt Raum und Zeit mit Ewigkeit. In jeder Zelle deines Körpers spielt sich die ganze Welt Gottes ab. Unmittelbarer kann Kraft und Licht mehr sein, als in jedem Atemzug, der in euch eingeht. Ab jetzt braucht ihr meine Welt nicht mehr irgendwo da draußen suchen, sie ist in jeder Faser eures Seins. Euer Geist ist nicht mehr beschränkt auf die Möglichkeiten eures Verstandes, sondern wird durch meinen Geist in das gestellt, was mir möglich ist.

Wenn ihr euch auf euer Haus und Acker begrenzt, werdet ihr nie aus eurer Haut fahren. Ihr verheddert euch in euren Alltäglichkeiten und verspielt den Zugang zu einer Liebe, die Gräben überwindet, zu einer Vergebung, die dem Hass die Hände reicht. Der Geist will aufscheinen lassen, das wir eins sind, mit allem was Gott gehört.

Welche Türen würden aufgehen, wenn dieser Geist uns anhauchen dürfte?

Gott segne dich am Tag seines wehenden Geistes.

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Entscheide für das Heilige

Bileam sprach: Wenn mir Balak sein Haus soll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des Herrn.

  1. Mose 22, 18

Manchem Schwaben ist sein Auto heilig, daher heilix Blechle. Wehe, wenn man solch einem Prachtstück näher kommt, oder es gar unsanft behandeln würde. Für andere sind die eigenen Kinder heilig, für wieder andere ist es das Versprechen, das sie jemand gegeben haben. Das was uns heilig ist, für das stehen und kämpfen wir. Bileam hatte die Gabe zu segnen und zu verfluchen, was zur Freude und zum Erschrecken auch eingetroffen ist. Er hatte Gott versprochen, den Segen über Israel auszusprechen. Balak war Israel zu mächtig und er wollte Bileam dazu bringen, es zu verfluchen. Er stand jedoch gegen alle Verlockungen, zu seinem heiligen Versprechen.

Es gibt immer wieder den prickelnden Zwiespalt. Ein sicherer Arbeitsplatz, bei dem wir ausgesorgt hätten, oder der innere Ruf, sich um die Not der Menschen zu kümmern. Wie viele fragen sich an der Stelle, wie sollte ich in einen Beratungsdienst gehen, wo ich nicht sicher weiß, ob ich damit mein Geld verdienen kann. Wir kommen immer wieder in die Spannung, die uns fragt, was uns heilig ist. Wir spüren den Drang, eigentlich müsste ich jetzt meine Sicherheiten loslassen, und ringen darum: für was stehe ich? Bileam sagte: Bei allem Geld der Welt, das Wort von Gott ist mir mehr Wert. Er trifft hier eine klare Entscheidung für das, was ihm heilig ist. Ich lebe nicht dafür, dass ich mein Leben gut über die Runden bekomme, sondern ich stehe in einem heiligen Auftrag.

Immer wieder wird uns das Leben fragen, was ist die eine Sache, für die du alles geben würdest? Bist du bereit, wenn das Leben mit schillernden Angeboten lockt, dich von dem Wort bestimmen zu lassen, das viel größere Türen aufgehen lässt? Eine Herzensfrage, die uns meint.

Welche heilige Entscheidung, fällt heute zugunsten des Wortes?

Gott segne dich.

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Aktiviere dein Jubelorgan

Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen.
Ps. 35, 28

Vielen ist in dieser augenblicklichen Zeit das Lachen vergangen. Wenn man Maßnahmen auferlegt bekommt, dass beim Einkaufen einem ständig die Brille beschlägt, wenn man den Mundschutz trägt und man in Atemnot gerät. Jede Menge Geschäftsleute dürfen zwar wieder verkaufen, wissen jedoch nicht, ob sie ihren Betrieb durchbringen werden. Da sind Menschen, die sich gegenseitig das Leben schwer machen, sich ausnützen, ausgrenzen, gar verleumden, wie es der Psalmist erfahren hat. Wie geht das, dass man bei so viel erlebtem Widerstand, gepaart mit menschlichen Enttäuschungen, noch so aus dem Häuschen sein kann?

Wer vor Freude ausrastet, spürt tiefes Glücksgefühl. Wo die Zunge vor Lob sprudelt, kocht innerlich das Gemüt. Die Gerechtigkeit Gottes erfahren, bringt Menschen an ihre Quelle. In der Gerechtigkeit wird etwas richtig. Da wird der Mensch zu dem, was er in der Tiefe ist – Existenz in Gott. Das ist der Atomkern in uns, um den sich alles dreht. Da sitzt das Zentrum von Kraft und Energie. In uns ist ein Raum, der unantastbar ist für äußere Einflüsse. Hier erfahren wir unser tiefes geliebt und angenommen sein. Hier wirkt die Freiheit von Christus, der die Welt überwunden hat. Das heilige Feuer muss keiner erschaffen oder in uns anfeuern, es ist immer da. Es ist nur oft zugeschüttet, dass wir uns dessen gar nicht bewusst sind.

Wo wir uns bewusst werden, da ist Christus, der das Verschüttete auferstehen lassen will, öffnen wir das Ventil, das in uns überlaufen will. In uns liegt ein unstillbares Jubelorgan. Es ist die Kontaktstelle mit der unendlichen Welt. Damit haben wir aller Ungerechtigkeit, aller Lieblosigkeit von außen, ein Lob entgegenzusetzen das von innen kommt.

Was tun wir heute, um gezielt aus diesem Organ zu schöpfen?

Gott segne dich.

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Lass dich durchzucken

Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.
Ps. 25, 16

Aus irgendeinem Grund landete das Ei eines Adlers in einem Hühnernest. So brütete Mama-Huhn einen Adler aus. Der wuchs zusammen mit den kleinen Küken auf und pickte im Hof seine Körner. Eines Tages schaute der kleine Adler zum Himmel auf und fragte: Was ist denn das für ein Vogel, der da so weit oben schwebt? Das ist der Adler, sagten die Hühner. Schminke dir ab, so fliegen zu können, wir sind Hühner, wir bleiben hier und vergnügen uns hier. Und der kleine Adler pickte weiter seine Körner. Die meisten Grenzen setzen wir uns selbst. Wir haben mal gelernt was geht und nicht geht und haben dadurch eine Beschränkung im Kopf. Wohl dem, der sich darauf besinnt, wer er ist und seinen Geist für mehr öffnet.

In dem Moment, wo jemand zu Gott sagt, wende dich zu mir, will er nicht mehr stehen bleiben, bei dem was ist. Fast vierzig Jahre war ein Kranker gelähmt und hatte sich damit abgefunden nicht gehen zu können. Als er Jesus begegnete geschah etwas Verrücktes. Schlagartig hoffte er: Da geht noch mehr. Er sagte zu Jesus, ich habe niemand, der mich zum Wasser bringt, das andere schon geheilt hat. Jesus antwortete: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Es wird nichts darüber gesagt, ob hier die Muskeln wieder ansteuerbar waren, oder ob es in erster Linie die Blockade im Kopf war, die ihn am Boden hielt. Doch die Vorstellung, das geht nicht, hält uns auf dem Niveau, das wir für möglich halten.

Egal in welcher Engpasssituation wir stehen, der Ruf, wende dich zu mir und sei mir gnädig, ist die Öffnung in den Horizont Gottes. Damit brechen wir aus uns selbst auf und stellen uns infrage. Wir fangen an zu glauben, dass Gott noch zig Register ziehen kann, wo wir keines mehr sehen. Bei allem was möglich ist, stehen wir erst am Anfang.

Was scheint uns gerade unmöglich, wo ein Ruck uns durchzucken sollte?

Gott segne dich.

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Gib dir den Schuss Dopamin

Der Herr wird´s vollenden um meinetwillen.
Ps. 138, 8

Wir kommen mit etwa 100 Milliarden Neuronen im Gehirn auf die Welt. Diese Zellen warten nur darauf, sich ohne Ende zu vernetzen. In uns liegt eine natürliche Lust zu lernen und zu wachsen. Kleine Kinder sind wissbegierig ohne Ende. Sie lernen täglich dazu. Es ist faszinierend, diese Lernerfolge zu erleben. Jedes Mal, wenn das Laufen lernen beginnt, das erste Mal das Wort Mama aus dem Mund kommt, vernetzen sich Neuronen, die das Gefühl von Lebendigkeit erhöhen. Sie machen hellwach und Lust auf mehr. Wenn wir später „vernünftig“ werden, wurde dieses heitere Vernetzen abtrainiert und wir haben uns auf ein „Normalmaß“ eingependelt, wo diese sprühende Entwicklung immer weniger wird.

Gott hat Lust auf Entwicklung. Er will neue Netzwerke knüpfen, die lebendig machen, die jeden Tag lernen und das Unerforschliche erforschen. Er will Menschen erweitern und unter seinen Segenstrom stellen. Mit allem, was an uns geschieht, will er uns hellwach machen. Jedes Ereignis, ob niederschmetternd oder aufbauend, will unsere Entwicklung anregen. Ein Kind das beim Laufen lernen immer wieder auf die Nase fällt, wird nie sagen: Ich gebe auf, ich bin anscheinend nicht zum Laufen geboren. Nein, alles Schmerzhafte dient dem Wiederaufstehen. Beobachten wir einmal, wie schnell wir zu uns sagen, das kann ich nicht, das ist nicht meins, das können andere besser. Wir haben gelernt, uns systematisch zu begrenzen und stehen zu bleiben.

Wenn Gott in uns seine Liebe, Vergebung und Auferstehung vollenden will, sind da, egal wie alt wir sind, Milliarden von Neuronen, die Lust auf lernen haben. Wir sind nicht dazu geschaffen, dass es irgendwann genug ist, sondern dass wir jeden Tag neu den Dopamin Ausstoß des Lebens erfahren und hellwach werden.

Was mache ich heute anders und was will ich dazulernen?

Gott segne dich.

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Sei klug und durchbreche Grenzen

Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
Ps. 14, 2

Bei diesem Bild, kommen wir mit rein menschlichen Vorstellungen ins Schleudern. Von wegen, Gott sitzt irgendwo auf einer Wolke und betrachtet das Weltgeschehen. Hier spielt uns unser Verstand einen gewaltigen Streich, bei dem wir erkennen, dass wir viel zu klein von Gott denken. Wenn Gott schaut, ist der ganze ewige Kosmos über uns aufgerissen, der energiegeladen sich auf die Erde zubewegt.

Um das zu erahnen, was da für unvorstellbare Welten dahinter stehen, kann uns Albert Einstein und die Wissenschaft etwas näher heranführen. Wenn man den Menschen unter seiner atomaren Beschaffenheit betrachtet, ist der materielle Anteil unter 0,001 %. Alles andere ist „Hohlraum“ zwischen kreisenden Atomen. Also sind wir physikalisch ein „Nichts.“ Der Weltraum mit all seinen Planeten, besteht zum gleichen verschwindend geringem Anteil aus Nichts. Doch dieses Nichts ist voller Energie und Informationen. Im Volumen eines Kubikmeters liegt solch eine Kraft, dass alle Meere auf der Erde, das Land überfluten könnte. Wenn wir diesem Gedanken nachspüren, bekommen wir eine winzige Vorstellung, von dem, wie Gott auf die Erde schaut. Da ist ein wohlwollendes Kraftfeld, das sich auf uns zubewegt und sich in uns entfalten will. Da ist die ewige Welt voller Licht, in die alle Schöpfung eingehüllt ist.

Dieses Licht fragt nach klugen Menschen. Nach offenen Herzen, die sich nicht nur im Minimalbereich von sichtbarer Materie aufhalten. Gott fragt nach denen, die menschliche Möglichkeiten durchbrechen und aus dem Nichts mit Schaffen beginnen. Nach solchen, die die Kräfte freisetzen, die höher sind als alle menschlich Vernunft. Gott sucht kluge Wähler.

Mit welchem klugen Schritt, durchbrechen wir heute eine Grenze in uns?

Gott segne dich.

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Nutze ein starkes Morgenritual

Herr, frühe wolltest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.
Ps. 5, 4

Von der Augsburger Puppenkiste gab es das Puppentheaterstück: „Katze mit Hut“. Empfangschef ihres Hauses war der tollpatschige Stolpervogel. Solch ein Stolpervogel könnten Menschen sein, die morgens aus dem Bett aufstehen und hastig in den Tag stolpern. Der Wecker ist so gestellt, dass man sich von der ersten Sekunde an unter Zeitdruck befindet, um sich zu richten, evtl. im Vorbeigehen noch einen Kaffee mitnimmt und ab zur Arbeit. Ein Morgenritual, das gezwungener weise einen stressigen Tag verschafft und ein durch den Tag stolpern vorprogrammiert.

Der Psalmist kennt den Wert eines ganz bewussten Morgenrituals. Bereits bevor wir die Bettdecke wegziehen, beginnt eine innere Ausrichtung. Gerade wenn unser Geist im Übergang von der Traumphase zur Wachphase ist, ist die beste Zeit, um ihn auf Gottes Geist auszurichten. Hier schaltet das Unterbewusstsein ins Tagesbewusstsein, wo wir absolut empfänglich für das Reden Gottes sind. In diesen ersten 15 bis 30 Minuten werden die Weichen gestellt, wohin heute die Reise geht. Da sind wir online mit dem Himmel. Wir werden auf das eingestimmt, wer wir sind und was uns antreibt. Da läuft der Datenaustausch, der entscheidet, ob wir freudig gestalten, oder das System irgendwann überlastet kollabiert.

Wir entscheiden in diesen ersten Minuten, ob wir unseren Tag mit dem Heiligen Geist synchronisieren und dadurch zum bewussten Gestalter dieses Tages werden, oder ob uns die auf uns zufliegenden Aufgaben bestimmen. Wo wir auf Gottes Stimme hören, übernimmt das Wort die Führung. Damit stolpern wir nicht einfach auf das zu was kommt.

Wie würde unser Tag verlaufen, wenn wir etwas früher aufstehen und unseren Tag kraftvoll ausrichten ?

Gott segne dich.

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Du bist fließende Liebe

Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte.
Ps. 130, 4

Gott praktiziert ein geniales Lebenskonzept. Er ist fließende Liebe, die unaufhaltsam zum Menschen muss. Sie ist wie der Fluss, der von der Quelle weg, die eine Absicht hat, – ich will zum Meer. Kein Stein, kein noch so kurvenreiches Bachbett, keine Enge kann ihn aufhalten. Geschmeidig fließt er bis zum Meer, weil Wasser immer ins Meer will, so wie Liebe zum Menschen will. Egal was passiert, für ihn gibt es nichts, was ihm die Sprache verschlägt, was das Herz eiskalt macht, was ihn regungslos macht und zum Herzinfarkt führt. Liebe ist zum Fließen geschaffen, wie das Blut in Venen und Arterien. Liebe kann nicht anders als überfließen. Das ist der eigentliche Sinn von Überfluss, dass etwas zufließt und weiterfließen will. Wo dieser Austausch stockt, wird’s lebensgefährlich. Hartgewordene Herzen und festgehaltene Schuld stoppen den Fluss, wie ein Staudamm, bis Land unter ist. Gott versauert nicht, über dem was ihn beleidigt und entehrt; er behält ein warmes Herz, in dem die Liebe um jeden Stein fließt, ihn dadurch schleift und noch schöner macht. Er bleibt nicht bei erfahrenem Unrecht stehen, sondern bleibt im Fluss. Vergeben lässt sich nicht von Widerständen aufhalten, sondern ist der Befreiungsschlag für fließende Liebe. Weit gewordene Herzen, verhindern das dicht machen.

Mit diesem Rezept gießt er heilsames Öl in alle tiefen Wunden. Wir können in dem ganzen täglichen Ballast aufatmen. Christus hat vergeben, um alle Anklage mit Liebe zu entmachten. Dem Nagetier, das uns innerlich auffressen will, entziehen wir durch Vergeben das Futter. Ein so befreiter Mensch bleibt in fließender göttlicher Liebe. Die Steine der Enttäuschung, können seinen Fluss nicht mehr aufhalten. Vergebende Herzen bewahren Miteinander vor einem Herzinfarkt. Sie fließen befreit und unaufhaltsam als der Überfluss von Liebe durch die Welt.

Wem würde ich heute vergeben, um im Überfluss der Liebe zu bleiben?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Du bist zum Segnen da

Mose sprach: Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: Den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des Herrn, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des Herrn eures Gottes.

  1. Mose 11, 26-28

Gott machte Luftsprünge, als wir das Licht der Welt erblickten. Da stand ein großes Wow in den Wolken, als er dich in deiner ganzen Schönheit vor sich stehen sah. Gott war begeistert von dem Licht, das durch dich in die Welt strahlt. Wir wurden dazu bestimmt, die Erde fruchtbar zu machen und zu segnen. Wir waren zum Staunen und zum Vermehren geboren. All die Schätze der ewigen Welt, bekamen wir mit in unser Reisegepäck. Wir kamen als kleines, grenzenloses Wunder zur Welt, das alles Miteinander befruchten soll. Doch anstatt zu segnen, wuchs das große Vergessen.

Ein Blick in die Zeitung lässt die Frage aufkommen: Wo sind nur Wunder, Licht und Segen geblieben? Der Fluch, in dem wir leben, ist der verlorene Glaube. Wir glauben nicht mehr wer wir sind, weil der heiße Draht zum Schöpfer abgekühlt ist. Mose rüttelt sein Volk ordentlich wach. Leute, seht ihr denn nicht, dass ihr euch abgewöhnt habt, aus dem Segen zu schöpfen, in den ihr gestellt seid. Ihr habt euch klein gemacht, und erkennt nicht, dass in euch die Kraft des Geistes leben will, für den alles möglich ist. Ihr sprecht selbst das Nein über eurem Leben aus, frustet es runter, obwohl ihr von Gott ein überwältigendes Ja im Rücken habt. Fahrt euch doch nicht selbst an die Wand, wenn euch die Türen zum Himmel offen stehen. Mose möchte mit uns zum Höhenflug ansetzten.

Du bist als Segen geschaffen. Der Fluch der Welt braucht genau das Licht, das durch dich scheinen will. Die Gebote, die wir haben, sind die Vollmacht zum Wunder. Wir werden zum Fluch, wo wir nicht zum Segen werden.

Was würde ich jetzt tun, wenn ich weiß, ich bin zum Segnen geschaffen?

Gott segne dich.

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Dir fliegt ein Herz zu

Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der Herr.
Jer. 31, 20

Man könnte meinen, heute sei Vatertag. Hier zeigt sich ein Vater mit mütterlichen Gefühlen. Nicht ein Weltenherrscher, der Völker regiert, sondern ein Herz, das für seine Kinder bebt. Gott spricht mit dem Propheten über sein Kind, das Volk Israel. Eine echte Vater-Sohn-Beziehung. Kinder schlagen nun mal über die Stränge, doch bei aller Konsequenz in der Erziehung, bleibt das Band der Liebe, das alle Spannung aushält. Die Qualität des Vaters zeigt sich darin, das er im Augenblick das Gesamte sieht. Er wird immer Vater sein und bleiben, egal was kommt.

Auf der ganzen Menschheit liegt Wohlwollen. Gott ist Vater seiner Kinder. Für Chinesen, Amerikaner, Türken, Afrikaner und alle, die wir nicht so gerne als Geschwister ansehen wollen. Das offene Herz gilt Muslimen, Buddhisten, Hindus, Orthodoxen und allen Christen. Für jeden, den wir schon lange ausgestoßen haben, gelten die offenen Arme des Vaters. Was muss da für ein belastbares Herz dahinterstehen, seinen Sohn ins Elend ziehen zu lassen, dass er regelrecht in der Gosse landet, um ihm bei seiner Rückkehr entgegenzulaufen und ihn zu küssen? Kinder leben immer im Herzen dieses Vaters. Erbarmen trägt die Erde. Liebe hält Katastrophen aus. Wo der Mensch auch sein Hirn anschlägt, aus den umarmenden Händen, kann selbst der größte Verbrecher nicht herausfallen.

Über allem was in dieser Welt passiert, bleibt die Türe des Vaters immer offen. In jedem Augenblick können wir heim kommen. Unser Zuhause kennt keine Öffnungszeiten. Auch wenn wir den Kopf unter dem Arm daher tragen, wartet da einer der sagt: Ich freue mich, dass du da bist!

Was kann sich heute entspannen, wo uns solch ein Herz entgegenfliegt?

Gott segne dich.

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