Termin mit der Stille

Der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!
Hab. 2, 20

Stille sein ist für viele, die ein straffes Tagespensum haben purer Stress. Mancher denkt, das kann ich mir bei meinem Programm nicht erlauben. Das ist doch zu viel unproduktive Zeit, die ich viel sinnvoller nutzen kann. Als hyperaktiver Mensch, gehöre ich oft auch zu denen. Für unsere schweigende Gott-Vater-Glocke steht in absehbarer Zeit ein besondere Spendenkampagne an, bei der die Kreissparkasse einen beachtlichen Beitrag leisten will. Dazu muss unser ganzes Spendenkonzept überdacht, strukturiert und punktgenau erfasst werden. Nun bin ich jemand, der schnell loslegt, wenn es etwas anzupacken gilt. Doch in diesem Fall machte ich etwas, was ich mir selten gönne. Die ersten Gedanken habe ich aufgeschrieben und dann lieferte ich mich einfach der Stille aus. Nach kurzer Zeit, kribbelte es furchtbar in mir und ich wollte die Stille abbrechen. Doch ich ließ meinen Atem ruhig werden und war bereit zu hören. Nach einer Weile erzählte die Glocke von ihrem Klang und was der bei Menschen auslöst. Ihr Klang will Menschen zum Klingen zu bringen. Sie übertönt Menschen, um ihnen ihre eigentliche Größe aufzuzeigen. In der Stille wurde mir die Glocke zur Stimme Gottes.

Stille ist ein heiliger Tempel. Man dringt in Geheimnisse ein, die da sind, die jedoch keine Gelegenheit bekommen sich zu offenbaren. Wir sind eingehüllt in Weisheit. Die ganze Welt ruht in Stille. Wir ruhen in einem unendlichen Raum, der nur darauf wartet, dass er mit uns reden kann. Gott will reden. In uns will eine Stimme reden. Wir sind von heiligen Räumen umgeben. Da will ständig viel mehr aufsteigen als wir zulassen.

Wie bringen wir uns zum Schweigen, dass Heiliges zu uns reden kann?

Gott segne dich.

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Trotze den Krisen

Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des Herrn im Lande der Lebendigen.
Ps. 27,13

Wer so spricht: Ich glaube aber doch, rebelliert gegen seine wahre Wirklichkeit. Da sieht die Umgebung nicht gerade nach Honigkuchen und Zuckerschlecken aus. Da riecht es eher nach Verwesung als nach Glück. Doch in dem ich glaube aber, greift einer nach den Sternen, greift einer durch die Nacht zum Licht. Der Glaubende ist nicht Opfer widriger Umstände. Er ist in keiner Situation der Ausgelieferte, dem es richtig dreckig geht und dem das Leben übel mitspielt. Glaube heißt Aber. Glaube heißt trotzdem. Glaube heißt, ich bin verantwortlich für mein Leben. Sowie ich aber spreche, widersetze ich mich der augenblicklichen Situation. Der Glaube sieht zwar all die Schwierigkeiten, die ihn aushebeln wollen, doch er akzeptiert sie nicht, weil er die Güte sieht. Das Gute ist Christus. Er ist lebendig unter all den Sterbenden. Er ist der Widerspruch zur Finsternis. In allem Übel fehlt es nicht an Güte, es sprudelt Frische ohne Ende und es gibt Millionen von Sternen über unserem Horizont.

Elend beginnt dort, wo wir dem Jammer nicht trotzen. Unser Aber dient mehr unseren Ausreden als dem Kampfgeist. Aber, da kann ich sowieso nichts machen, ist der Frosch vor der Schlange. Dieses Aber versteckt sich hinter Hilflosigkeit. Es ruft hinaus: Das Leben hat mich hart getroffen, ich habe es besonders schwer. Danach versinkt alles im Frust. Das Aber des Glaubens greift nach den Sternen, schöpft aus der Quelle und findet sich nicht ab, mit dem was ist. Da singen Paulus und Silas mitten im Gefängnis Loblieder, dass es die Knasttüren aus den Angeln haut. Ich glaube aber, übernimmt die Verantwortung für das Leben, das alle Grenzen sprengt.

Was passiert, wenn wir in der Krise sagen: Ich glaube aber?

Gott segne dich.

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Probleme sind erhörte Gebete

Nun hat der Herr mir gegeben, was ich von ihm erbeten habe.
1. Sam. 1,27

Erhörung von Gebeten sieht oft völlig anders aus als wir uns das denken. Ein Evangelist hatte gebetet, für Menschen zum Segen zu werden. Danach dachte er, es würde jetzt in seinem Leben steil bergauf gehen, jedoch das Gegenteil war der Fall. Er wurde zum Segen, indem sein Leben ein einziges Drama, mit tollen Krisen und Herausforderungen wurde. Gott erhört liebend gern unsere Gebete. Wir erwarten sein Eingreifen. Und das macht er auch. Wenn wir bitten, geben wir Gott die Erlaubnis, unser Leben nach seinen Traum zu entwickeln. Mit ernsthaften Bitten wünschen wir, dass sich Gott an uns verherrlicht. Jesus sagt: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Da bitten wir um Frieden und er schickt schwierige Menschen, mit denen wir einen friedvollen Umgang lernen können. Wir suchen Christus und finden den Auftrag, wie er zu Menschen zu gehen. Wo wir an einer verschlossenen Türe anklopfen, dürfen wir Geduld, Hartnäckigkeit und Liebe üben.

Wenn wir beten, setzt sich nicht ein automatischer Erfüllungsmechanismus in Gang, sondern wir werden in Gang gesetzt. Die eigentliche Erfüllung geschieht nicht von außen, sondern fängt an in uns zu reifen. Im Beten werden wir selbst umgeformt. Da wird vielleicht nicht unser Schicksal gewendet, sondern unser Umgang mit dem Schweren. Wir suchen schnell die Erleichterung, die Befreiung von Lasten und meinen, dass es uns damit besser geht. Dahinter steckt doch oft nur Leidensscheu. Wenn Gott Gebete erhört will er stark machen, will er aufbauen, will er tüchtig machen, standhaft mit Krisen umzugehen. Diese Erhörung ist weit mehr als nur das Wegwischen unserer Probleme.

Welches Problem wurde uns geschenkt, damit wir reifen dürfen?

Gott segne dich.

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Nimm Platz

Die ihr Gott sucht, euer Herz lebe auf!
Ps. 69, 33

Wir alle sind so herrlich beschäftigt. Ob aus Notwendigkeit, oder weil es uns dazu drängt, für eine gute Sache zu engagieren. Gerade wir frommen Leute sind oft hyperaktiv im Dienst für unseren Herrn. Wir meinen es gut, haben das Bild vom barmherzigen Samariter verinnerlicht und sind ständig für andere da. Wir drehen ständig am Rad, im guten Glauben, wir dienen damit Christus. So ging es Martha und Maria als Jesus sie besuchte. Martha war die perfekte Gastgeberin. Jesus sollte schließlich das Beste aufgetischt werden. Sie fühlte sich richtig gut, gegenüber ihrer Schwester, die nur andächtig herumsitzt. Wie Jesus auf diese Huldigung reagierte ist wirklich krass. Auf die Bitte, er solle Maria von ihrer Beschaulichkeit aufschütteln, dass sie sich bewegt, sagte er nur: Sie hat das bessere Teil erwählt.

Wir tun uns schwer, vor Jesus Platz zu nehmen. Wir verausgaben uns im Dienst und verpassen leicht den Augenblick, an dem er in uns eingehen will. Wir suchen Gott oft in dem gnadenlosen Einsatz, den wir erbringen. Jesus sagt, Gottesbeziehung ist mehr. Aller Dienst beginnt mit einem sich ausliefern. Gott will sich zu allererst Gehör verschaffen. Es muss das menschenverwandelnde Wort in uns eingehen. Da lebt das Herz auf, das uns dann in Bewegung setzt. Darin liegt die verändernde Kraft, die sich dann Menschen zuwendet. Damit göttliches in dieser Welt geschieht, will zuerst Christus in uns eingehen. Wir verstecken uns da leicht hinter den Ausreden, dass wir doch im Dienst für ihn stehen und alles geben. Dahinter steckt die Gefahr, dass ich mich wegen meines Einsatzes gut fühle, jedoch nicht bereit bin, die Veränderung des Christus an mir zuzulassen.

Will ich Anerkennung für meinen Dienst, oder bin ich bereit Platz zu nehmen und mich von Christus verändern und beleben zu lassen?

Gott segne dich.

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Willkommen daheim

Die Erlösten des Herrn werden heimkehren. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.
Jes. 53, 11

Was Jesaja hier dem Volk Israel aufmalt, gehört zu den spektakulärsten Geschichten des Gottesvolkes. Nach jahrzehntelanger Gefangenschaft sollen sie wieder in ihre Heimat zurückkommen. Viele haben es nicht geglaubt, dass das wahr werden wird. Der Tempel soll aufgebaut werden und sie werden wieder das sein, was sie eigentlich sind, – Volk Gottes. Sie kommen dann in ihrem eigentlichen Zuhause an. Sie sind an dem Ort, wo ihr aufgescheuchtes Dasein zur Ruhe kommt. Doch Jesaja beschreibt hier viel mehr als nur ein geografisches Heimkommen. Wenn Erlöste heimkommen, sind sie an dem Ort, an dem Gott mit Christus seinen Tempel mitten in dieser Welt aufbaut. Glaubende sind dann keine an das Leben Ausgelieferte mehr, sondern die, die im Seufzen ein Dach über dem Kopf haben.

Erlöste sind frei, dadurch, dass sie nicht mehr durch Altlasten am Leben gehindert werden. Wer heimgekommen ist, ist in der Vergebung angekommen. Er kann mit Freuden das Vergangene loslassen. Wo ich das Seufzen und Trauern ablegen kann, bricht die Kraft meines Lebens durch. Heimkommen heißt, ich kann mich mit all den Scheußlichkeiten, die mir widerfahren sind versöhnen. Ich werde nicht mehr von Schlägen bestimmt, die mir zugesetzt wurden. Ich brauche niemand etwas nachtragen, weil ich zur Ruhe gekommen bin. Heimkehren baut den ganzen psychischen Druck ab, unter dem ich immer wieder in den Wahnsinn getrieben wurde. Wo ich heimkehren kann, kann ich mit Freuden an einer Zukunft gestalten, auch wenn sie noch so düster aussieht.

Kehren wir heim, oder bleiben wir in der Gefangenschaft?

Gott segne dich.

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Änderung geschieht, wo ich mich ändere

Kehrt um zu mir, spricht der Herr Zebaoth, so will ich zu euch umkehren.
Sach. 1, 3

Umdrehen, umkehren ist das normalste im Leben, und doch sitzt hierin das größte Konfliktpotenzial des Menschen. Er tut sich schwer, sich selbst, seine Gewohnheiten, sein Wissen, sein Verhalten zu hinterfragen. Siebzig Jahre lang versuchten Propheten mit Menschen- und Engelszungen, das widerspenstige Volk Israel zu Gott zurückzurufen. Das Volk erfuhr einen ablehnenden und zornigen Gott, was jedoch lediglich Spiegel ihrer eigenen Ablehnung gegen ihn war. Die Schotten waren dicht, die Herzen hart. Das ist die Phase, in der man Gott für alles Elend verantwortlich macht. Kehrt um, ist der Ruf an die eigene Brust zu schlagen. Die Lösung der Probleme liegt nicht darin, dass Gott die Welt ändert, sondern ich mich ändere. Solange ich Gott, oder anderen Menschen Schuld in die Schuhe schiebe, wird sich an meinem Schicksal nichts ändern. Wo anscheinend das Gericht Gottes über mich hereinbricht, liegt die Entspannung in kehrt um. Das kehrt um ist nicht die Bedingung, dass sich Gott zu uns kehrt, sondern es ist meine Hinwendung zu dem, der mir schon immer zugekehrt war.

Beim Zöllner Matthäus war es die Begegnung mit Jesus, die ihn schlagartig umdenken ließ. Er sah den ihm zugewandten Gott, obwohl er unsaubere Geschäfte tätigte. Jesus sagt: ich bin nicht zu Saubermännern gekommen, sondern zu denen, die Dreck am Stecken haben. Beim verlorenen Sohn sehen wir ausgesteckte Arme des Vater. Die waren immer ausgestreckt, bevor er ging und als er in der Gosse landete. Als offene Arme erfuhr er sie jedoch erst als er umgekehrte. Umkehren schließt den Himmel auf. Im Umkehren liegt die heilende Kraft für das, was bei uns im Argen liegt.

Warten wir bis Gott oder der andere sich ändert, oder kehren wir um?

Gott segne dich.

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Öffne dich dem großen Dahinter

Der Herr antwortete Hiob: Wo warst du, als ich die Erde gründete und zum Meer sprach: „Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter; hier sollen sich legen deine stolzen Wellen!“?
Hiob 38, 4, 11

Die Hirnforschung setzte das Unbewusste und das Bewusste des Menschen ins Verhältnis. Dabei kommt es zu dem überraschenden Ergebnis. Zu 15mm Bewusstsein, ist das Unterbewusstsein 11 km. Es zeigt wie endlos die Welt ist, die uns bestimmt, gegenüber dem, was wir wirklich wahrnehmen. Wo warst du, als ich die Erde gründete? Wir leben in Dimensionen, die wir mit allem Wissen nicht erfassen können. Als die Welt zum Lebensraum wurde, ist Wort Gottes Materie geworden. Ein Hauch von Gottesenergie, ist Fels, Baum und Wasser geworden. Aus Erde wird ein Wesen voller Intelligenz und Weisheit. Im Schöpfungsbericht erahnen wir die Schwingungskraft der Quantenphysik. Da sind Kräfte, von denen man nichts sieht, die jedoch eine ungeheure Wirkung haben. Bei Versuchen, Pflanzen in einem Gewächshaus mit klassischer Musik oder Hardrock zu beschallen, hat man hochinteressantes festgestellt. Die einen wuchsen gesünder und kräftiger, dagegen waren die anderen dünner und krankheitsanfälliger. Und das nur durch Einfluss von Musikwellen.

Hinter das Geheimnis von Himmel und Erde kommen wir nur, wo wir erkennen, dass wir bei allem Dazulernen, nur ganz wenig wissen. Um in göttliche Unendlichkeit einzudringen, hilft nur Glaube. Und selbst im Glauben erkennen wir, dass sich Gott persönlich offenbart und einem jeden völlig anders. Wie Gott handelt passt in kein Klischee. Daher hüten wir uns, der Weisheit letzter Schluss zu sein. Vor dem Licht und der Unendlichkeit Gottes müssen sich auch unsere stolzen Wellen legen.

Wenn Gott unerforschlich ist, wie offen sind wir für das große Dahinter?

Gott segne dich.

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Ergreife die Macht der inneren Bilder

Ich will auf den Herrn schauen und harren auf den Gott meines Heils; mein Gott wird mich erhören.
Micha 7, 7

Jeder hat Mythen im Kopf; die starken inneren Bilder, die unsere Handlungen bestimmen. Das sind magische Programme, die unser Schicksal bestimmen. Wo ich das Bild habe, als Führungskraft muss ich meine Mitarbeiter motivieren, um sie bestmöglich zu fördern, passiert ein gewaltiger Denkfehler. Irrtümlicherweise gehe ich davon aus, meine gute Laune begeistert Leute und entwickelt sie positiv. Dem ist nicht so. Dieses Bild trägt dazu bei, dass ich mich verausgabe und ausbrenne. Es macht Menschen unselbstständig, weil ich sie von meiner Motivation abhängig mache. Diese Bild verhindert, dass ein Mitarbeiter für seine Antriebskraft selbst Verantwortung übernimmt.

Der Prophet Micha hat für sich ein starkes inneres Bild verankert, das ihn größte Stabilität gibt. Für seine Krisenbewältigung stößt er den Mythos – „ich muss das selber schaffen“ – von sich und fixiert ein widerstandsfähiges Bild. Ich fasse etwas ins Auge, das außerhalb meines Könnens liegt. Ich schaue und harre auf den Gott meines Heils. Er starrt auf einen Fixstern. Er stellt sein Navi auf Hoffnung ein. Was auch passiert, er kommt unter allen Umständen bei der Hoffnung an. Er beißt sich an Heil fest. Er ist unbeirrbar, auch wenn´s knüppeldick kommt. Mit solch einem inneren Bild weiß ich, es geschieht nichts, was Gott nicht kennt und will. Damit bekommt jeder Schmerz seinen Sinn und erfährt ungeheure Tragkraft. Wo dieses Bild wegbricht, fehlt mir die Kraft mit Krisen hoffnungsvoll umzugehen. Das Bild vor Augen, entscheidet über Heil und Unheil. Wo wir auf Gott harren, zieht uns die Hoffnung durch alle Ohnmacht.

Welches Bild steht mir in der Aufruhr meiner Tage vor Augen?

Gott segne dich.

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Schreie nach Glauben

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Herr, höre meine Stimme!
Ps. 130, 1-2

Ein Mensch im Aus. Da hilft nur noch der Gang zum Insolvenzverwalter, oder zum Psychiater. Menschen sacken ab. Auch Glaubensmenschen kennen Dürrezeiten; zuerst Zeiten des Aufbruchs, des Blühens und Segens und dann verliert der Glaube seine gestaltende Kraft. Die Jünger sitzen im Boot. Es war nachts oder frühmorgens zwischen 3 und 6 und stockfinster. Sie machten ihre Arbeit und waren übermüdet. Ihr Meister war nicht mit dabei, weil er sich eine Auszeit gönnte. Eine recht trostlose und erfolglose Situation. Plötzlich Geisterstunde. Da schwebte ein Gespenst übers Wasser. Sie zuckten zusammen und hatten Angst. Doch dann die Stimme: Seid getrost, ich bin´s; fürchtet euch nicht! Diese Worte Jesu hatten solch eine Kraft, dass Petrus ihm spontan auf dem Wasser entgegenlief. Er war mutig genug, etwas völlig irrationales zu tun. Das funktionierte so lange, bis ihn seine Selbstzweifel einholten und er auf das Wasser unter seinen Füßen achtete. Dann der Absacker; das Wasser stand ihm bis zum Hals. Hilfe! Eindrücklicher kann man die Geschichte von Tiefe, Angst, Hilfeschrei und Glaube kaum erzählen, wie es Matthäus tat.

Wenn wir Tiefen betrachten, sind es Momentaufnahmen zwischen Untergehen und auf dem Wasser gehen. In der Tiefe werden wir bereit nach Glauben zu schreien. Wir müssen untergehen, wir müssen an unsere totalen Grenzen kommen, um nach Hilfe zu schreien. Gott will uns zu der Erfahrung führen, dass Wasser im Glauben trägt. Er fordert uns heraus, einen Mut zu entwickeln, der an menschlichen Wahnsinn grenzt. Unsere Tiefen sind nicht unser Untergang, sondern der Ort, an dem Jesus unseren Glauben sucht.

Erkennen wir in der Tiefe was geht, wenn wir nach Glauben schreien?

Gott segne dich.

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Schalte Zweifel ab

Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verlässt sich auf dich.
Jes. 26, 3

Wer voller Zweifel ist, lebt in ständiger Unruhe; denn er glaubt dir nicht. Das wäre die Umkehr dieses Wortes. Es besteht ein tiefer Zusammenhang zwischen innerem Frieden und Zweifeln. Unsere Unruhe, all die Sorgen die uns umtreiben, liegen in Selbstzweifeln. Zweifel, Bedenken, Unglaube sind die größten Lebens Verhinderer. Zweifel sagt an der Schwelle zu einem neuen Schritt nein und verhindert Wachstum und Entwicklung. Wenn Gott mich gehen heißt und ich genau spüre, das wäre richtig und notwendig, und werfe meine ganzen Bedenken ein, säge ich den Ast ab, auf dem ich sitze. Zweifel haben seit dem ersten Tag Elend über die Menschen gebracht: Sollte Gott gesagt haben?

Jesaja will Zweifel abbauen. Zweifel sind die Angst, dass das was jetzt kommt in die Hose gehen könnte; daher lasse ich die Finger davon. Es ist der Blick auf das eigene Unvermögen. Gegen den Zweifel steht das, er verlässt sich auf dich. Gottvertrauen dreht den Spieß um. Im Glauben überwinde ich meine Bedenken. Ich wage etwas, was ich mir eigentlich nicht zutraue. Im Losgehen gegen meine Zweifel, finde ich inneren Frieden. Ich erfahre aus heiterem Himmel einen Kräftezuwachs, der schlackernde Füße und zitternde Herzen fest macht. Sich auf den Herrn verlassen, erstickt Zweifel. Da findet eine gewaltige Daseinserweiterung statt, weil wir nicht mehr an unseren Grenzen stehen bleiben. Da fängt Herrlichkeit an, sich in uns einzunisten. Da entstehen aufrechte Persönlichkeiten, die sich nicht von Problemen einschüchtern lassen. Wer den Schalter von Zweifel zum Glauben umlegt, kann sich auf Wunder gefasst machen.

Wo schafft es der Zweifel noch, unsere Entwicklung zu versauern?

Gott segne dich.

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