Lass Ewiges sprudeln

Alles Fleisch ist Gras, und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Felde. Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich.
Jes. 40, 6. 8

Es ist trostlos, wenn im Blumenhaus, das für Freude und Lächeln Gottes steht, verwelkte Blumen in der Dekoration dahindorren. Es ist nicht nur traurig, dass Blumen verwelken, sondern es zeigt Menschen, deren Gemüt am Abblühen ist. Welken und verdorren schmerzt. Was geschaffen ist, fliegt irgendwann dahin. Nichts ist sicher. Versprechen von Menschen schrumpfen. Beziehungen blühen und verwelken. Aus Sicht von Blume und Gras, ist Leben hoffnungslos. Eines der größten existenziellen Bedürfnisse, ist das Bedürfnis nach Sicherheit. Wir drängen nach Beständigkeit und sehnen uns nach Ewigen. Wo alles verdorrt und verwelkt, will etwas unsterblich zu sein. Es lebt ein Sehnen nach ewiger Jugend.

Das große Aber gegen alles Dahinsterben liegt in dem Wort Gottes. Es bleibt lebendig. Beständigkeit kommt einzig aus diesem energiegeladenen Wort, das alle Zeit überdauert. Damit wird der Abwärtstrend von verwelken und verdorren durchbrochen. Das Wort war vor dem blauen Planeten und wird sein, wenn nichts mehr ist. Es überdauert alle Zeit, alle Schrecken und Untergänge. Das Wort ist ewige Lebensenergie. Es ist das, was Gott in seiner Schaffenskraft ausmacht. Es ist der menschgewordene Christus, der dem Verwelken ein Ende gesetzt hat. Dieses Wort will Tag für Tag unsere Sterblichkeit berühren. Es will unser Bedürfnis nach Sicherheit befriedigen. Es will uns fest machen, in einem Dasein, bei dem alles wegbricht. Dieses Wort will Früchte reifen lassen, die nicht verdorren. Es ist ein Jungbrunnen, auch dort wo wir alt aussehen.

Wie können wir diese Quelle in unserem Verwelken sprudeln lassen?

Gott segne dich.

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Vom Irrtum befreit

Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken.
Hes. 34,16

„Es irrt der Mensch solange er strebt.“ Goethe malt in Faust ein Portrait der Schwäche des Menschen. Das Irren beginnt, je dichter wir mit dem Eigenen beschäftigt sind und die Gesamtzusammenhänge verlieren. Ein Schaf das nicht mehr aufschaut, wenn es Gras frisst, merkt nicht, wie es seine Kollegen aus der Herde verliert. Der Kopf hängt dich über dem Fressnapf, so dass irgendwann die Orientierung weg ist. Wo der Mensch sich verirrt, hat er die Heimat verloren. Wo Gott das Verirrte zurückbringt, holt er Irrläufer nach Hause. Irrtum des Menschen liegt im Gottesentzug. Der Mensch ohne Orientierung, hat Gott verloren. Er ist vom Leben abgeschnitten. Wer sich irrt, steht schnell in der Gefahr schwach zu werden und sich zu verletzen. Bei irren hilft einzig das Zurückbringen. Gott fiebert nach Irrläufern. Er spürt die auf, die sich zu dicht an der Materie bewegen, um ihnen den Horizont seines Geistes aufzutun.

Die Gefahr des Menschen ist, dass er sich in den Alltäglichkeiten verrennt. Wir sind so mit all dem Dringlichen beschäftigt, dass wir das Wichtige im Leben nicht mehr erkennen. Unsere Pflichten haben uns so fest im Griff, dass wir die Führungen des Geistes verpassen. Kein Geschäftsmann kann Zukunftsstrategien entwickeln, wenn er sich im Tagesgeschäft verirrt. Gott will uns den Horizont öffnen und unser Denken in seine weite Perspektive stellen. Er sucht unablässig nach denen, die die Sattheit seines Lebens übersehen. Mit seiner ganzen Macht wirkt er unseren Irrläufen entgegen, und will uns für die Führungen seines Geistes und Wortes empfänglich machen.

Wo blockieren wir, wenn er uns von Irrtum befreien will?

Gott segne dich.

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Unterschiede in Liebe verwandeln

Wie ein Einheimischer soll euch der Fremde gelten, der bei euch lebt.
3. Mose 19, 34

Gott schützt die Rechtlosen. Er steht zu denen, die andere Glaubens- und Essgewohnheiten haben wie wir. Sein Augenmerk wirft er auf die, die oft so völlig anders ticken als wir es gewohnt sind. Er umarmt solche, über die wir die Nase rümpfen. Er zeigt, wie er über Fremde denkt. Er heißt die willkommen, die wir gerne los hätten. Am Fremden macht er uns klar, wie wir selber ticken. Unsere Vorsicht, Zurückhaltung und Angst sagt mehr über uns, als über den aus der fremden Kultur. Wir machen Unterschiede zwischen Landsmann und Flüchtling. „Das was nicht zu uns passt, hat nichts bei uns verloren.“ Indirekt drücken wir damit aus, wir sind die Richtigen, ihr die Verkehrten. Am Umgang mit Fremden, zeigt sich, wie arrogant wir sein können. Wir sind der Maßstab, an den sich alles andere zu richten hat. Mit dem Fremden holt Gott uns vom hohen Ross.

Er dreht den Spieß um, und sagt: Liebe den Eritreer, den Syrer, den Türken wie dich selbst. Er wirft sein Herz in die Waagschale der Ausgrenzung. Er gibt den Glaubenden eine tiefe Mitverantwortung, für die, die selbst unter ihren Einheimischen keine Heimat haben. Es geht hier nicht um politischen Einsatz, sondern um eine Grundeinstellung, die Gott erweitern will. Politik muss sicherlich manches differenziert betrachten und die Motivation von Flucht prüfen. Gott jedoch schafft einen Status ohne Unterschiede. Er stellt den Fremden mit uns auf eine Ebene. Somit ist der Umgang mit dem, der unsere Sprache noch nicht beherrscht, ein Spiegel dafür, wie groß unsere Liebe und unser Glaube ist. Es offenbart unser Mitempfinden mit denen, die aus Unterdrückung und Gewalt zu uns gekommen sind.

Sind wir offen dafür, dass sich Unterschiede in Liebe verwandeln?

Gott segne dich.

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Sternstunden

Apg. 16, 9-15

Jeder kennt das Ei des Columbus. Es war der erstaunte Ausruf: Ei, neues Land in Sicht! Ein unbekannter Kontinent war entdeckt. Sternstunde. Ein Telefonkabel wird durch den Ozean von der alten hin zur neuen Welt gelegt. Sternstunde. Einmalige Höhe- und Wendepunkte, die bis heute nachwirken, eben „Sternstunden“.

Das Wort von Jesus kommt nach Europa. Das Evangelium mischt unseren Kulturkreis auf. Eine Sternstunde ohnegleichen. Der Sonntag wird wöchentlicher Feiertag. Im Grundgesetz wird die Gleichberechtigung von Mann und Frau selbstverständlich. Soziale Gerechtigkeit und Nächstenliebe sind keine leeren Worte mehr.  Alles hängt mit der Stunde zusammen, von der uns die Apostelgeschichte berichtet.

1. Die kleinen grünen Männchen…

9 Und Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Makedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Makedonien und hilf uns!

Paulus ist mit Silas und Timotheus unterwegs. Sie predigen in Kleinasien, der heutigen Türkei, gründen Gemeinden und stärken Christen auf ihrem Weg. Sie kommen an die Westküste. Vor ihnen das Mittelmeer, die Grenze Asiens. Wo geht’s jetzt weiter? Was ist jetzt dran? Da war kein Funke an Europa zu denken. Das war nicht ihre Welt.

Doch Gott denkt weiter. Paulus sieht kleine grüne Männchen, wie auch immer. Da war ein Mann aus Mazedonien vor ihm. Der Ruf aus dem 1.400 km entfernten Griechenland, kommt ihm völlig spanisch vor. „Komm herüber und hilf uns!“ Das war alles, was ihre Berufung ausmachte. Ein kurzer, banaler Satz. Kein großes Fragen, kein langes Ringen um Wege in die Zukunft, sondern ein schlichtes komm und hilf, – eindeutig und unmissverständlich.

Nächtliche Erscheinungen sind eher einen Fall für den Psychiater. Was in den Nächten so abgeht, sind vielmehr Albträume, die man schnell wieder losbekommen will. Wer glaubt schon grünen Männchen, die einen auffordern, Kopf und Kragen zu riskieren. Was jeden normalen Menschen irritiert, war für Paulus der Wink mit dem Zaunpfahl. Er kannte bereits wie der Heilige Geist tickt. Eins ist sicher, ob wir das spüren oder nicht: Gott ruft in Geistesblitzen. Er antwortet auf die Fragen: Wie geht’s weiter? Oft jedoch auf solch ungewöhnliche Weise, dass wir mehr an Hirngespinst als an Führung glauben. Diese Rufen kann haarscharf an der Grenze des Zweifels entlang schliddern. Grüne Männchen gehören in die Quarantäne als an den Bootssteg. Was vom Geist her kommt, kann leicht als Fata Morgana eingeschätzt werden, als eine Erscheinung, die gar nicht da ist. Trotzdem ist es eine Realität, die es jetzt auf mich abgesehen hat. Sternstunden und grüne Männchen liegen oft dicht zusammen.

2. …sind ganz schön echt

da suchten wir sogleich nach Makedonien zu reisen, gewiss, dass uns Gott dahin berufen hatte, ihnen das Evangelium zu predigen.

Gewiss, berufen zu predigen heißt: Schon am nächsten Tag Schiff ahoi, ab nach Europa. Der Geist, der auf verrückte Weise zu Außergewöhnlichem ruft, hat eine starke Begleiterscheinung. Paulus ist sich dessen gewiss, Gott ruft dahin. Wenn nicht diese Gewissheit mitschwingen würde, hätte die Berufung keine Antriebskraft.

Stellen wir uns das vor, was hier gerade passiert. Drei Männer, vor einem riesigen Kontinent. Athen: das Zentrum der Bildung. Rom: die Zentrale der Macht. Den dreien muss doch das Herz in die Hose rutschen! Verschwindend geringe Kräfte, und dann der Auftrag: „Komm herüber und hilf uns!“ Und das zu dritt. Das passt offensichtlich nicht recht zueinander. Gott mutet seinen Boten zu, was sie nicht leisten können. So geht das bis heute.

Wer sind wir denn, als kleine Schar der Blumenmönche in unserem Land?! Bei Licht betrachtet, ein Model, das vom Aussterben bedroht ist. Aber der Auftrag steht, komm und hilf! Das Wort muss unter die Leute. „Wir sind zur Verherrlichung Gottes angetreten, zur Verkündigung des Evangeliums mit zeitgemäßen Mitteln. Wir sehen unseren Dienst überall dort, wo er möglich, nützlich und förderlich ist.“ Das ist O-Ton unserer Regel. Auf unserer Fahne steht, jeder soll an unserem Leben, das lebendige Wirken Gottes unter den Menschen erkennen. Es ist ein Menschenrecht, dass auch eine moderne Welt, überzeugenden Glauben erlebt. Jeder Zeitgenosse soll die christliche Botschaft so hören, dass er sie verstehen und etwas damit anfangen kann. Wir bringen anderen Menschen das Beste, das es für sie auf diesem Erdboden gibt. Diesen Auftrag haben wir. Der Ruf zur Verkündigung ist echt. Der Ruf zu Christus ist elementar. Doch unser Auftrag hängt nicht davon ab, dass Menschen das wünschen und ein Bedürfnis empfinden.

Paulus und seine Leute werden in Europa von keinem erwartet. Keine Stadt rollt den roten Teppich aus. Gott allein ist es, der sie auf den Weg gebracht und ihres Auftrags gewiss gemacht hat. Als Blumenmönche sind wir eine Gemeinschaft des Wortes. Das reicht. Das gibt den Ausschlag. Das weckt Mut, Neuland zu betreten. Es geht beim Ausrichten der frohen Botschaft nicht um Angebot und Nachfrage. Wir arbeiten nicht am Bedarf orientiert, sondern am Auftrag.

Gott macht damals wie heute seine Leute gewiss:  Dort, wo wir stehen, richten wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln, das Evangelium aus. Was daraus wird, ist Gottes Sache. Es ist in keiner Weise blauäugig, sich auf das Wort zu besinnen, um dabei zu erkennen, wie echt unsere Berufung ist.

Damit…

3. …und bewirken Unglaubliches

14 Und eine Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf achthatte, was von Paulus geredet wurde. 

Nach der Überfahrt geht’s gleich los. Sie suchen sofort Kontakt. Zunächst in Philippi, einer griechischen Garnisonstadt. Es wimmelt dort von Soldaten, von Freudenmädchen und allem, was das Militär damals entzückt hat. Am Fluss treffen sie einige jüdische Frauen, die dort beten. Paulus nutzt die Gelegenheit, um mit ihnen über Jesus zu reden. Kein Wort von langer Predigt und ausgiebiger Ansprache mit steilen Argumenten. Offensichtlich ist beim banalen plaudern der Funke übergesprungen. Das schlichte Reden von Jesus kommt an. Gott wirkt an den Frauen, die es hören.

Mit ein paar Frauen machten wir diese Woche ein Floristik-Seminar im Blumenhaus. Zu ihrem Arbeiten bekamen sie noch ein paar Impulse zum Thema: zarter Frühling machtvoll inszeniert. In einem extra Seminarblatt verdeutlichten wir, dass Frühling noch viel mehr mit uns zu tun hat, als nur, dass wir etwas floristisch gestalten. Frühling ist der Inbegriff von aufbrechendem Leben. Wenn wir durch das Wort berührt werden, rührt sich etwas in uns, dass ungeahnte Schätze freigelegt werden. Zwei Tage später der Anruf, dass ein Funke übergesprungen ist. Eine Dame sagte: jetzt bin ich wieder bei den Blumenmönchen angekommen.

Der wohlhabenden Purpurhändlerin Lydia ging das Herz auf. Bei der erfolgreichen Geschäftsfrau sind die Würfel gefallen. Gott will damals wie heute Herzen besetzen. Er will Willen und Gewissen von Menschen erreichen. Denen, die sich bisher auf ihrem Festland bewegt haben, will er neue Kontinente erschließen. Er will die alte Welt und die neue Welt mit einer hoch inspirierenden Leitung verbinden.  Er will für die, die auf seinem Weg unterwegs sind und für die, die dazu kommen sollen, ganz persönliche Sternstunden schaffen. Er will, Signale des Himmels setzen.

Wir bringen das Wort an die Herzen, Gott bringt es in die Herzen.  „Lydia „nötigt“ die Apostel, bei ihr einzukehren. „Bleibt, solange ihr wollt“. Das Haus der Purpurhändlerin wird zum ersten Hauskreis Europas. Es sind Sternstunden, wenn Gottes Wort irgendwo aufschlägt.

Es heißt aufmerken, wenn sich eine Stimme wie grüne Männchen anhört. Es gilt, den echten Ruf zu erkennen, der garantiert, dass Gott das so will. Dann gilt es nur noch Schiffskarten zu kaufen und hemmungslos aufzubrechen. Wir haben das Wort, wir haben den Auftrag. Ergreifen wir es und lassen es zur Sternstunde unseres Lebens werden.

Lass los

Zur selben Zeit und in jenen Tagen wird man die Missetat Israels suchen, spricht der Herr, aber es wird keine da sein, und die Sünden Judas, aber es wird keine gefunden werden; denn ich will sie vergeben.
Jer. 50, 20

Gott ist ein Meister der Versöhnung. Wo er sich versöhnt, tut er alles, dass sein Sohn auch bei allem Versagen, sein Sohn bleibt. Er hält zusammen, was sich sonst unter Schuld trennt. Er söhnt sich mit Schuldigen aus, um keine Schaffenskraft zu verlieren. Liebe sucht den schnellsten Weg, um über Abgründe Brücken zu bauen. Er vergibt fetteste Brocken, damit sich keine Schuttberge im Miteinander auftürmen. Egal was war, er kann heute neu anfangen. Versöhnung, hat er sich mit Jesus Christus vom Leib gerissen. Der Gipfel der Versöhnung war das Kreuz auf Golgatha. Mit diesem grausamen Akt, hat er sich mit allen Grausamkeiten dieser Welt versöhnt. Alle Scheußlichkeiten die passieren, können ihn nicht mehr erschüttern. Für ihn sind sie für alle Zeit weit, weit fort. Weg ist weg.

Christus ist das größtes Vermächtnis für einen Neuanfang. Wir können abhaken. Wir können Schlussstriche ziehen. Wir brauchen uns nicht mehr Tage, Wochen und Jahre mehr quälen, über einer Schuld, die wir begangen haben, oder die uns zugefügt wurde. Hierin liegt die umfangreichste Entlastung, all dessen, was uns immer wieder zu schaffen macht. Warum kommen wir nicht zur Ruhe, über Vergehen, die uns in der Kindheit angetan wurden? Solange wir unseren Eltern noch irgendwelche frühere Schuld nachtragen, werden wir nicht erwachsen. Solange wir uns mit dem Mann, der bereits unter dem Boden liegt nicht versöhnen, macht ein Geschwür unser Leben kaputt. Wo wir vergeben und Vergebung für uns in Anspruch nehmen, befreien wir uns für neue Handlungen der Liebe.

Wenn Gott versöhnt, weshalb sollten wir am Trennenden festhalten?

Gott segne dich.

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Klang des Lebens

Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für.
Ps. 89, 2

Es ist Gnade, wenn ein Geigenbauer Sängerstämme findet. Schwerer Wintersturm, Kahlschlag im Wald; der Meister steigt durch Windbruch und klopft Baumstämme ab. Im durcheinander gewirbelten Chaos, entdeckt er dabei klingende Hölzer, die zum Bau seiner Instrumente bestens geeignet sind. Leben singt. Leben ist Klang. Menschen sind zu viel größeren Instrumenten bestimmt. In uns schwingt der Grundton des Lebens. Diesen Klang hat Gott in uns hineingepflanzt. Wir sind das Echo eines gewaltigen Schöpfers. Wir sind für den Einklang mit Gott geschaffen. Leben ist Lobgesang. Beim Singen kommt viel mehr in Bewegung, als beim Sprechen. Jeder tönt, auch die, die glauben, nicht singen zu können. Allein wenn wir summen, fängt der ganze Körper an zu vibrieren. Diese Resonanz steckt an und lässt die Umgebung mitschwingen.

Es ist die Gnade des Lebens, wenn wir zu dem werden, was wir sind – Klangkörper des Allerhöchsten. Gott in seiner Einzigartigkeit will in uns klingen. Für diesen Klang liegt alles in uns. Gott will die Melodie unseres Lebens sein. Wir singen und arbeiten zu seiner Ehre, und bringen andere zum Vibrieren. Es ist schade, wo unsere Musik nur für uns selbst spielt. Wer diese Schönheit und diesen Klang für sich verbucht, wird zum Missklang des Lebens. Wo unsere Gaben im Mittelpunkt stehen wollen und nur herausputzen, was wir für ein tolles Instrument sind, loben wir uns und machen uns einsam. Erst wo wir die Gnade begreifen, dass unser Spiel zur Ehre Gottes geschaffen ist, entfaltet sich der Klang des Lebens.

Besingen wir die Gnade oder uns selbst?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Alles ist da

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass man zugleich ackern und ernten, zugleich keltern und säen wird. Und die Berge werden von Most triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein. Ich will die Gefangenschaft meines Volkes Israel wenden, dass sie die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen sollen, dass sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte daraus essen.
Amos 9, 13-14

Wie Gott von Leben denkt ist atemberaubend. Er lebt in einer unverschämten Grenzenlosigkeit, bei der uns schwindelig wird. Wo er ist, schäumt paradiesische Unfassbarkeit über. Er beschreibt seine pralle, unendliche Welt in irdischer Sprache, um andeutend anklingen zu lassen, was bei ihm ab geht. In dem ausgezeichneten schwedischen Film, „Wie im Himmel“, sagt der Chorleiter Daniel: Es ist schon alles da! Wir brauchen es nur aufgreifen und zulassen. Von Gott her ist alles da. Leben steht in einer Fülle in den Startlöchern, das man nur ergreifen braucht. Es ist viel mehr da, als wir je wahrhaben können. Da kommt nicht irgendwann ein Himmel, in dem alles besser ist, sondern Himmel befruchtet jetzt schon die Erde.

Wenn die Zeit kommt, in der die Berge von Most triefen und die Hügel fruchtbar sein werden, dann ist diese Zeit da. Seit Jesus Christus lebt die Erde unter der Dauerfruchtbarkeit der ewigen Welt. Da will die heile Welt, die unheile Welt mit Milch und Honig sättigen. Unter uns ist dieses lebensschaffende Wort aktiv, wo aus dem „es werde“, das ganze Weltall entstand. Diese schöpferische, fruchtbringende Energie, will auf Erden die Körbe füllen. Da soll ein Land voll Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit reifen. Da diese beiden Welten sich durchdringen, liegt es an uns, aus dieser Fruchtbarkeit zu schöpfen. Das was auf dieser Erde im Verborgenen liegt, ist alles da. Gerade als Glaubende brauchen wir nicht zimperlich sein, in dem, was wir von Gott erwarten, sondern viel mehr schöpfen.

Wenn alles da ist, wie können wir da ängstlich und zurückhaltend leben?

Gott segne dich.

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Medizin für Sorgengeist

Kein Mensch im Land wird noch klagen, er sei von Krankheit und Schwäche geplagt; denn die Schuld des Volkes ist vergeben.
Jes. 33, 24

Wenn nach einem fetten Zoff, bei dem die Wände gewackelt haben, wieder Mut zum Weitermachen kommt, dann ist das Gnade. Wenn einer von beiden sich selbst überwindet und sich entschuldigt, gehen fest verriegelte Türen auf. Aufatmen, Erleichterung Neuanfang. Es ist Gnade, wenn die Liebe zurückkommt. In dieser Gnade steht das Volk Gottes. Alles Leben ist in diese Gnade gehüllt. Wo der Segensfaden zu Gott abgerissen ist und Unglück über die Menschheit kam, ist Gnade der Lebenswille, der um eine neue Beziehung kämpft. Wenn Gott Schuld vergibt, schafft er kaputtes Miteinander aus der Welt. Er entsorgt die verkrachte Beziehung, die Menschen krank macht. Das schafft er mit Christus. Er demütigt sich, um das Trennende zu vernichten. Das ist Gnade. Er garantiert Segensfluss für das Leben. Er nimmt die Entzugserscheinungen, die durch die gestörte Liebe alles geschwächt haben.

Paulus sagt: Durch Jesus Christus können wir an diese Gnade glauben. Alles was wir zu beklagen haben, kann von jetzt auf sofort neu anfangen. Wir haben die Gnade, dass in jedem Augenblick das Leben und die Liebe zurückkommen kann. Was in unserem Leben verkracht ist, ist nie endgültig. Wer diese Gnade ausschöpft und sich immer bewusst macht, hat die starke Macht der Vergebung zum Partner. Damit werden ständig Altlasten entsorgt und neue Wege eröffnet. Diese Gnade ist Medizin für Magengeschwüre und Sorgengeist. All das was erdrücken will, ist von der belasteten Schulter und dem quälenden Rücken weg. Wenn die Kanäle zu Gott offen sind, haben wir die Gnade, dass der Segen fließt.

Was beklagen wir, wenn wir solch eine Gnade haben?

Gott segne dich.

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Lass dich ergreifen

Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!
Ps. 19, 13

Wenn wir etwas von Gott begreifen wollen, dann muss uns einfach das ganze Leben ergriffen haben. Wenn wir nicht von Leben berührt sind, von der Wucht und Entfaltungskraft, die allein im anbrechenden Frühling liegt, haben wir kein Recht nach Gott zu fragen. Wer zum Staunen und Danken unfähig ist, wird auch zum Glauben und Lieben nicht fähig sein. Wenn wir wollen, dass Gott in unser Leben eingreift, brauchen wir nur damit zu beginnen, selbst vom Leben ergriffen zu sein. Alles Leben, ist Berührung von Gott. Alles Dasein ist Lobpreis des Lebens. Genau das ist das Gegenteil von Sünde. Sünde ist nicht zuerst irgendein Vergehen, sondern ein Versäumen des Dialoges mit dem Geist, wie es der Geigenbauer Martin Schleske beschreibt. Es bedeutet, die Ehrfurcht vor dem gemeinsamen Leben mit Gott zu verlieren. Es ist Beziehungsmangel, ein abgeschnitten sein von der göttlichen Inspiration, die uns andauernd befruchten will. Wir merken es gar nicht, wie viel wir von dem, was uns ständig durchdringen will versäumen; wie viel Liebe auf der Strecke bleibt, weil unsere Kanäle dicht sind. Wer kann erahnen, welche Potenziale des Lebens er verschwendet, in dem er zuhält, oder sich einfach nicht mitnehmen lässt. Wir wissen nicht, wieviel wertvolles Leben wir beachtungslos vergeuden.

Jesus knackt die Nuss und macht Kanäle frei. Es stellt unmittelbar den Dialog des Geistes wieder her. Es geht nicht um Fehlersuche oder Schuldzuweisungen, sondern dass wir so schnell wie möglich wieder vom Leben ergriffen werden. Jesus nimmt dieses Abgeschnitten sein, von Liebe weg, und wird selbst zum heißen Draht. Das ist befreiende Vergebung.

Wie schnell ergreifen wir Verzeihung, dass das Leben uns wieder ergreift?

Gott segne dich.

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Aufsaugen macht quicklebendig

Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie dürres Land.
Ps. 143, 6

Manch heißer Sommer, hat vielen Blumen das Fürchten gelehrt. Es ist ein Jammerbild, wenn nach wochenlanger Trockenheit, der Boden steinhart und rissig wurde und selbst hitzebeständige Sommerblumen Blätter und Blüten hängen ließen. Nach Wasser lechzen ist eine Entzugserscheinung. Dürres Land ist sehnsüchtiger Schrei nach Regen. Solch ein bedrohlicher Entzug ist der Mensch ohne Gott. Da fehlt Lebenselixier. Jochen Klepper beschreibt: Ohne Gott bin ich ein Fisch am Strand, ein Tropfen in der Glut. Ohne Gott bin ich ein Gras im Sand und ein Vogel, dessen Schwingen ruht. Wenn Gott mich ruft, bin ich Wasser, Feuer, Erde, Luft. Dürre ist all das, was uns mühselig und beladen macht. Jeder Tag kennt Durststrecken, an dem die Kehle austrocknet, Blätter schlappen und Leuchten in den Augen trüb wird.

Milder Regen, lässt alles aufatmen. Schlichtes offen sein, für das was vom Himmel kommt verwandelt das Land. Die Blume saugt lediglich das auf, was sie empfängt und wird wieder straff und grün. Dürre begegnen wir einzig mit offenen Händen. Jesus sagt: Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Quicklebendig kommt nicht von irgendwelchen aus-der-Dürre-wieder-Aufstehprogrammen, sondern vom Hinhalten. Die Hände ausbreiten ist alles. Dürre heißt nicht rotieren, sondern empfangen. Wir brauchen lediglich unseren Jammer Christus entgegenstrecken. Ihn und sein Wort aufsaugen und an uns zulassen. Quicklebendig kommt aus Brot und Wein. Unsere jämmerliche Dürre verlangt schlichtes bereit sein, für das Aufleben, das an uns geschehen soll.

Woher soll sonst das Erquicken kommen?

Gott segne dich.

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