Entfalte dein Lebenswerk

Der Herr sprach zu Mose: Das ganze Volk, in dessen Mitte du bist, soll des Herrn Werk sehen.
2. Mose 34, 10

Was denken wir, wenn wir uns morgens im Spiegel in die Augen schauen? Nur schnell wegdrehen, oder freuen wir uns über den, der uns da anblickt? Denken wir, der, der mir da gerade gegenübersteht ist der Richtige, um heute das Beste aus diesem Tag zu machen, oder mal sehen, wie wir das heutige Drama überstehen? Lieben wir das Gesicht, den Körper, den Menschen, der in seiner ganzen Größe vor mir steht, oder sehen wir nur Problemzonen? Mose hat allen Grund, sich majestätisch anzuschauen.

Wir haben ein Problem mit unserem Selbstvertrauen. Glaubende wurden dazu erzogen, demütig zu sein. Falsch verstanden heißt das: bleibe schön unter dem Teppich. Dabei macht Demut nicht klein, sondern erhebt in den herausragenden Stand, mutig Gott und den Menschen zu dienen. Im demütig sein, wachsen wir in die Größe, die Gott uns zugedacht hat. Gott peppt bei Mose das Selbstvertrauen auf. Er scheint er einem Angsthasen seine Lebensaufgabe klar zu machen. „Dein Lebenswerk ist, dem Volk mein Lebenswerk sichtbar zu machen. Durch dich soll alle Welt meine Liebe, meinen Willen zum Heil, mein ganzes Wohlwollen und Erbarmen erfahren. Du hast den allerhöchsten Auftrag, – meine Herrlichkeit zu offenbaren.“

Wer zu klein von sich denkt, denkt zu klein von Gott, oder umgekehrt. Je größter das Gottvertrauen, umso mehr wächst das Vertrauen in das, dass in mir sich unfassliche Schöpfung ereignen will. Jesus hatte ein gesundes Selbstvertrauen. Er wusste, was sein Auftrag war; das Ewige in das Irdische hineinzukatapultieren. Er lehrte, predigte und heilte. Er wusste: Ich revolutioniere die Welt. Jeder ist dazu da, einen einzigartigen Auftrag zu erfüllen. Das gilt es zu glauben und vertrauensvoll in die Welt zu tragen.

Was ist unser Lebenswerk, zu dem wir stehen und es kraftvoll entfalten?

Gott segne dich.

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Lerne von der Sonne der Gerechtigkeit

Ihr sollt beim Richten nicht die Person ansehen, sondern sollt den Kleinen hören wie den Großen und vor niemand euch scheuen; denn das Gericht ist Gottes.
5. Mose 1, 17

Scharfes Urteilen liegt uns in den Genen. Früher entschied in Bruchteilen von Sekunden, Angreifen oder Flüchten das Überleben. Und auch heute kennt die Verhaltensforschung, dass wenn zwei Menschen von Weitem aufeinander zugehen, der Kopf rattert, – gefährlich oder harmlos, – Mann oder Frau, – sympathisch oder unsympathisch. Blitzschnell haben wir ein Bild vom anderen, das in der Gefahr steht, für alle Zeiten in einer Schublade archiviert und bei Bedarf herausgezogen zu werden.

Jahrzehnte klösterliche Gemeinschaft heißt, jede Menge Bilder über andere im Kopf haben. Wir sind voller Urteile über Bruder und Schwester. Wenn wir mit jemand unser Problem haben, erleben wir an seinem Geburtstag einen AHA-Effekt. Da steht neben Blumen und Süßigkeiten noch ein Gotteswort an seinem Platz im Speisesaal. Ich habe vielleicht einen Groll im Bauch und aus dem Wort kommt das totale Wohlwollen. Gott sieht meine Einschätzung ganz anders. Mein und Gottes Richten ist ein himmelweiter Unterschied. Mein Urteil ist schnell von meinem Denken und meiner Sichtweise eingeschränkt und verliert leicht den Überblick.

Richten braucht die Gottesperspektive. Wenn Gott richtet, geht die Sonne der Gerechtigkeit auf. Seine Antwort auf Unrecht der Welt heißt: Christus. Das Urteil ist gesprochen und vollzogen. Er hat die Gnade geschaffen, dass er ohne Ansehen der Person, ohne irgendwelche alte Schubladen aufzumachen, jeden Morgen neu anfangen kann. Eine revolutionäre Rechtsprechung. Das ist der Maßstab für unser Richten. Wo wir bei unserem Urteil bleiben, sprechen wir es in erster Linie über uns selbst aus.

Wie können wir die Sonne der Gerechtigkeit zu unsrem Maßstab machen?

Gott segne dich.

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Du sollst ein Eden werden

Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt.
Jes. 58, 11

Wenn sich ein Ort für die Bundesgartenschau bewirbt, liegen dahinter verschiedene Interessen. Sicherlich eine grandiose Ausstellung auf die Beine zu stellen, die moderne Gartenarchitektur und Städteplanung mustergültig wiederspiegelt und damit viele Leute in die Stadt zieht. Oft wird damit auch ein städtebauliches Kummereck zu einem Paradies verwandelt. Langfristig wird dann ein Ort in ein attraktives Licht gerückt.

Am 2. Advent wird der Bauplan für unsere Gartenschau vorgelegt. Gott plant mit uns ein Paradies. Aus einem Auffüllplatz und ehemaligen Tierfriedhof, soll wie bei uns der Garten Eden werden. Ein idyllischer Stille Garten aus Ödland, der Spaziergängern und Wanderern eine Oase der Einkehr bietet. Ein verstepptes Rutschgebiet, soll Tankstelle für ausgehungerte Seelen werden. Im Advent wird der Weg frei gemacht, das ganze Land umzugraben und neu zu kanalisieren. Der Weg zur Quelle wird ausgeschachtet, die Kanäle durchfließbar gemacht. Jesus sagt: Wer an mich glaubt, aus dem werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Im Advent endet die Dürrezeit. Da fängt unser ganzes Brachland zu grünen und zu blühen an. Wir sind dann nicht nur an der Quelle, sondern werden zur Quelle. Wir sind nicht nur Eden, wir machen die Erde zu einem Eden.

Wo wir kein bewässerter Garten sind und uns das Wasser fehlt, bleiben wir verdorrt und rissig – eben Auffüllplatz. Doch mit dieser Verheißung in der Tasche, bekommt Advent eine Schlüsselstellung. Wo Christus eingeht sprudeln die Quellen, blühen die Rabatten und entstehen Oasen. Mit Advent atmet die Schöpfung auf. Mit diesem Gartenbaukonzept wird Ödland zu einem Eden.

Was glauben wir, wie wir und andere zum Blühen kommen?

Gott segne dich an diesem 2. Advent.

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Wachse über Chaos hinaus

Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten zu deiner Wohnung.
Ps. 43, 3

Wer hohe Ziele hat, wer im Leben etwas erreichen will, braucht starken Antrieb. Da lebt der Wunsch, allen Widerständen zum Trotz ein kraftvolles Leben zu führen. Man will am Ende seines Lebens sagen können: Mein Leben war das Beste, was mir je passieren konnte. Dazu braucht es ein mächtiges Konzept, das mit Lebenskapriolen und ständigen Zeitfressern fertig wird. Es braucht ein sehr wirksames Führen, dass man unter Tränen lachen kann und sich unbeschwert in Leben fallen lassen.

Nacht und Lüge sind Querschläger, die überall dazwischen kommen. Wir haben wunderbare Ideen, die unter den Nägeln brennen, die in Familie, Gemeinde oder Betrieb umgesetzt werden sollten, doch da kommt immer etwas dazwischen. So viele feste Verpflichtungen, routinierte Abläufe, einfach das ganz normale Geld verdienen müssen, hält ab, das umzusetzen, was leben will. Bei uns brodelt schon lange, Schauspiele wieder auf die Bühne zu bringen. Da ist ein voll ausgestattetes Theater und liegt brach. Um den Zwängen in denen man steckt kraftvoll zu antworten, gibt das heutige Wort den einschneidenden Führungsleitfaden.

Führe mich mit Licht und Wahrheit. Wo ich mich im Dickicht verheddere, kommt von Gott absolute Klarheit. Diese Führung zieht durch den Wulst von Bremsklötzen. Wo ich um Licht und Wahrheit ringe, rufe ich zu dem der Licht und Wahrheit ist – Jesus Christus. Damit entzerrt sich meine Verwirrung. Da erkenne ich den Weg, der durch das Chaos führt. Mit dieser Führung komme ich zu der Wohnung, die Leben herrlich macht und es zum Besten werden lässt, das es sein kann. Wo wir uns von dem Wort führen lassen, wachsen wir über die Querschläge hinaus.

Sind wir geführt, oder wursteln wir uns mühsam durch unser Chaos?

Gott segne dich.

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Werde zum Wunder

Gelobt sei der Herr täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch.
Ps. 68, 20

Ein Leben mit Rumpf ist nicht gerade prickelnd. Das fand Nick Vujicic in seiner Kinderzeit, als er sich umbringen wollte, weil er Arm- und Beinlos ist. Er fand das einfach nicht normal, dass alle Andern „komplett“ waren, nur er nicht. Er sah sich als Krüppel und vom Leben betrogen. Er hatte doch nicht Schluss gemacht und kam als Jugendlicher zu der Erkenntnis: Wenn kein Wunder geschieht, sei selbst eines. Heute ist er verheiratet hat ein Kind, motiviert und predigt weltweit in großen Stadien.

Wie kommen wir zu dem Gedanken, dass ein Leben ohne Arme und Beine nicht normal ist? Warum sollte ein Leben im Rolli unwert sein? An extremen Schicksalen erkennen wir, wie wir von Leben denken. Wir haben da wohl völlig andere Vorstellungen als Gott sie hat. Gestern gedachten wir unseres Brandtages vor 16 Jahren. Gott hatte damals kein Problem damit, unsere Kirche und Ordenshaus niederbrennen zu lassen. Doch wenn wir uns einreden, es ist furchtbar schlimm, wenn sich ein Lebenswerk im Feuer auflöst, verschließen wir uns der gewaltigen Möglichkeit, dass sich im Verlust Gott offenbart. Paulus sagt sogar, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen. Die Liebe zu Gott macht aus Asche Gutes. Verschmolzene Orgelpfeifen verwandeln sich zum Lob. Es ist nicht das Übel, das uns zu schaffen macht, sondern wie wir damit umgehen.

Am Unerklärlichen entscheiden wir, ob wir mit Gott sauer sind, oder selbst zum Wunder werden. Gott zeigt sich darin, nicht dass er Lasten verhindert, sondern uns darin verwandelt. Das was wir als schlecht empfinden, unter dem wir stöhnen und verzweifeln, wird in der Liebe zu Gott zum Schatz in uns. Der Schmerz wird zu dem heiligen Engel, der zum Lob umgestaltet.

Wünschen wir das „Schlechte“ weg, oder darf es sich zum Guten wandeln?

Gott segne dich.

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Trau dich, das Flüstern zu hören

Vor dem Herrn her kam ein großer und gewaltiger Sturmwind, der Berge zerriss und Felsen zerbrach, in dem Sturmwind aber war der Herr nicht. Und nach dem Sturmwind kam ein Erdbeben, in dem Erdbeben aber war der Herr nicht. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, in dem Feuer aber war der Herr nicht. Nach dem Feuer kam das Flüstern eines sanften Windhauchs.
1. Kön. 19, 11-12

Zur Zeit von Elia glaubten die Leute an einen Donnergott, oder an einen Gott des Feuers. In Naturgewalten offenbarte sich für sie himmlische Macht. Die Erde musste beben um das Erhabene zu erfahren. In dem Bedrohlichen sahen sie das Größere über sich. Doch Elias stellt den Unwettergöttern ein völlig anderes Gottesbild entgegen. Nicht rohe, unberechenbare Gewalt, sondern ein hauchzartes Wehen.

Der Gott, der sich übermächtig zwischen Himmel und Erde bewegt, flüstert mit Menschen. Er bläst ihm den Odem ein, heißt es bei der Erschaffung. Er haucht ihm seinen Geist ein. Hauch Gottes ist der Lebenssaft, der durch unsere Adern fließt, ist der Herzschlag, der in uns pulsiert. Von der Haarspitze bis zum kleinen Zeh, fließt das Flüstern eines sanften Windhauchs. Gottes Geist belebt uns schon längst von innen. Dieser Geist ist das Fluidum, in den wir regelrecht eingehüllt sind. Wenn wir Gott suchen, sagt er wie der Igel zum Hasen: Bin schon da. Als Jesus die Welt verlassen hatte, sagte er: Ich bin nicht weg, der Geist wird euch leiten. Hauchzart ist Gott immer mitten unter und in uns.

Gottes Geist will sich in uns entfalten. Er will beben, will Feuer entzünden, er will leben, lieben und die Welt bewegen, ist so hautnah an und dran und findet doch kaum Gehör. Wir sind so laut, so beschäftigt, so umtriebig. Wir feiern Advent, um uns auf das Kind vorzubereiten, das in uns geboren werden will, und werden vom Konsum durch die Geschäfte getrieben.

Wo werden wir still, um das Flüstern des Geistes zu hören?

Gott segne dich.

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Bleibe in der starken Stadt

Der Herr sprach: Ich will diese Stadt beschirmen, dass ich sie errette um meinetwillen.
2. Kön. 19, 34

Ein guter Bürgermeister ist Gold wert. Wenn man die Städte und Gemeinden beobachtet, erkennt man oft sehr schnell, welch starke oder schwache, führende Hand, als Ortsoberhaupt hier seine Spuren hinterlassen hat. Blühende Verkehrsinseln, herausgeputzte Ortskerne, gute Industrie, vielseitige Kulturveranstaltungen und schnelles Internet im Boden. Da macht ein Gemeindevorsteher dem Ort alle Ehre.

Gott als Stadtoberhaupt, da entsteht ein starkes Bürgernetzwerk. Er lässt eine Gemeinde wachsen, in die er sein ganzes Wohlwollen investiert. Ecclesia heißt der Vorzeige-Ort, die Stadt Gottes. Bewohnt von Menschen, auf die Gott sein besonderes Auge geworfen hat. An ihnen will sich der Bürgermeister in seiner schöpferischen Einzigartigkeit zeigen. Er hält für diesen Ort seine Hand ins Feuer. Unter seiner Hand sollen sich Menschen in allen Widerwärtigkeiten herausragend entwickeln. Seine Stadt, soll die Stadt der Transformation sein. Bewohner sollen aus schwerer Vorzeit herausgerettet werden. Dazu ist Christus gekommen, um dieses frei werden umzusetzen. In der Gemeinde wird die ewige Gesetzgebung verwirklicht. Da können kranke und belastete Seelen heilen und wachsen.

Es ist ein unschätzbarer Wert an solch einem Ort zu leben und aufzuwachsen. Im Verbund derer, die unter diesem Oberhaupt sehen, sind die optimalsten Lebensbedingungen geschaffen. Da kann Leben unter schwierigsten Bedingungen gelingen. Gemeinde ist himmlischer Wachstumsverstärker. Sich zu isolieren und distanzieren und zu sagen: Mir reicht der Gott im Herzen, opfert sich wie ein Schaf, das die Herde verlassen hat. Er entzieht sich dem, der die Stadt beschirmt.

Wo sollten wir verzagen, wenn wir solch eine starke Heimat haben?

Gott segne dich.

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Gib nie, nie, nie auf

Hilf uns, Herr, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich.
2. Chron. 14, 10

Winston Churchill wurde schwer auf die Probe gestellt. Nacht für Nacht entluden die deutschen Bomber ihre tödliche Ladung über London. Seine Freunde rieten ihm, sich zu ergeben, denn er würde seine Landleute sinnlos opfern und sich an seinem Volk schuldig machen. Doch gerade in den dunkelsten Stunden seines Lebens, in denen es nicht nur Bomben hagelte, sondern endlose Vorwürfe auf ihn niederprasselten, ging er ins Freie, stieß seine geballten Fäuste in den nächtlichen Himmel und schrie: Ich gebe niemals auf! Und die Geschichte gab ihm recht.

Wie gehen wir damit um, wenn uns das Leben von der eiskalten Seite erwischt? Was tun wir, wenn mehr Fragen als Antworten da sind? Auch Glaubende müssen hart durch. Da ist oft nicht mehr viel übrig von dem anfänglichen, jugendlichen Feuer, das uns einst angetrieben hatte. Wir kommen uns leer uns verlassen vor. Doch im „Verlassen“ liegt die Antwort. Ich habe im entscheidenden Moment das Vertrauen losgelassen. Diese herrliche Doppeldeutigkeit, die in diesem Wort liegt, ist die Lösung. Ich verlasse mich auf Gott, damit ich nicht verlassen bin. An unserer Grenze will sich dieses Verlassen in uns verwandeln. Gott, der niemals von unserer Seite rückt, will in unserer Nacht, einen Sog zu sich entwickeln. Wo wir keine Zukunft sehen, soll der Anker in seine Zukunft fallen.

Jesus legt noch eine Schippe drauf: Bittet und ihr empfangt; sucht und ihr findet; klopft an und die Türe geht auf. Es gibt keinen Zweifel daran, dass wir empfangen, finden und uns aufgetan wird. Es ist alles da; es wird sich alles erfüllen. Wir sollen in diese Erfüllung hineinwachsen.

Wenn die Verheißung grenzenlos ist, bleibt die Frage: Hören wir auf zu klopfen? Drehen wir uns um, bevor die Türe aufgeht? Lassen wir zu früh nach mit suchen? Betrügen wir uns selbst, weil wir vorzeitig aufgeben?

Gott segne dich.

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Liebe, und dann leg los

Fürchte dich nicht und verzage nicht!
Jos. 8, 1

Weil wir Menschen sind, stehen wir immer in der Gefahr die Flügel hängen zu lassen. Wir bekommen Magengeschwüre, weil uns die Sorgen auffressen. Der Herzinfarkt ist die Antwort auf den Stress und die Probleme, die wir nicht in den Griff kriegen und die Verzweiflung nagt uns Löcher ins Gemüt. Namhafte Betriebe bauen Stellen ab und setzen die Leute auf die Straße und da soll einer keine Angst vor der Zukunft bekommen? Doch das Problem liegt nicht im Außen, es liegt in mir.

Wenn wir uns fürchten, wenn wir zögern und den Mut verlieren, liegt der Fokus auf uns selbst. Sich fürchten ist ein Selbstgespräch. Ich fühle mich zu schwach, für das Ungeheuer, das auf mich zukommt. Im Verzagen drehe ich mich um mich selbst und kann nicht anders als verzweifeln. Ich bin der hoffnungslos Ausgelieferte. Ich bin mein eigener Gefangener. Kurz und knapp reißt das heutige Wort das Ruder herum. Mensch, du bist doch das Kind des höchsten Vaters. Wo bleibt dein Vertrauen in die weiten Arme, die dich auffangen. Dort wo du fällst, fängt die Liebe dich auf. Wo du keinen Weg mehr siehst, wird dich einer führen. Du brauchst nicht alles können und überblicken, du brauchst nur Vertrauen in einen viel Größeren als du. Werde einfach Kind, das dem Vater grenzenlos vertraut.

Gottvertrauen ist der Gashebel in uns. Liebe zu Christus und seinem Wort, treibt uns dem Allmächtigen in die Arme. Das macht zu Rittern ohne Furcht und Tadel. Wer Christus in die Augen schaut, braucht von keiner Not der Welt mehr erschrecken. Liebe und Glaube vertreibt die Furcht. Je mehr wir dem Vater vertrauen, umso mutiger und entschlossener werden wir, weil starke Hände auffangen. Wir haben keinen Grund die Flügel hängen zu lassen, weil wir von Flügeln getragen sind. Liebe, und dann leg los.

Vertrauen wir, oder fürchten wir uns noch?

Gott segne dich.

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Zünde die Kerze an

Herr, wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Dir muss man gehorchen.
Jer. 10. 7

Vor zwei Wochen führte ich Bathseba zum Brautaltar. Ein erhebendes Gefühl für einen Mönch, mit der Braut am Arm, durch die voll besetzte Kirche zum Altar zu schreiten. Auftakt für das Musical über König David, über Fluch und Segen. Hunderte von Augen schauen gespannt auf den einen Augenblick, wenn zwischen Uriah und Bathseba das Ja-Wort durch die Kirche schallt. Ein Glücksmoment, der allen durch die Glieder fährt. Was wäre, wenn jetzt einer von beiden nein sagen würde?

1. Advent, alles ist vorbereitet. Das Haus weihnachtlich geschmückt, in den Fenstern hängen leuchtende Sterne. Die erste Kerze am Adventskranz wird angezündet. Keiner würde sich einen top Adventskranz leisten, mit fliederfarbenen Kerzen, weiß-grauen Birkensternen, mit silberblauer Nobilis Tanne gebunden, ein paar roséfarbene Christrosen eingearbeitet, um nun keine Kerze anzuzünden. Er würde einfach da stehen, um danach auf dem Kompost zu landen. Jedem würde bei solch einem Gedanken das Herz bluten. Doch Jeremia stellt sich genau solch eine peinliche Frage. Sollte ich am Altar vor der Braut nein sagen? Sollte ich alles vorbereiten und heute nicht die erste Kerze anzünden? Obwohl Gott für uns alle Register zieht, scheint es im entscheidenden Moment ein Nein zu geben.

Das Normalste der Welt, ist anscheinend nicht normal. Wo es um Ehrfurcht vor Gott geht, um das Wort, das einen vom Sessel reißt, dass es mich durchdringe und verwandle, lassen wir einfach die Kerze aus. Dieses Wort will bei uns ankommen, will uns in ein ganz neues Denken hineinführen, will mit uns den Traum unseres Lebens verwirklichen und wir sagen im maßgebenden Moment nein.

1. Advent – zünden wir die Kerze an, oder kneifen wir?

Gott segne dich an diesem 1. Advent.

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