Gier betrügt sich selbst

uns selber überlassen sein, schafft Unruhe.

„Sie gieren alle, Klein und Groß, nach ungerechtem Gewinn, und Propheten und Priester gehen alle mit Lüge um und heilen den Schaden meines Volkes nur obenhin, indem sie sagen: „Friede! Friede!“, und ist doch nicht Friede.“
Jer. 6, 13 -14

Hier wird der tiefe Schaden des Menschen aufgegriffen. Die Gier und das nur für sich haben wollen. Menschen haben einen egozentrischen Selbsterhaltungstrieb. Dahinter steckt die Angst, zu kurz zu kommen. Es ist das Verlangen, die innere Unruhe zu stillen, um zu Sicherheit, Glück und Frieden zu gelangen. Mit aller Macht und allen Mittel, versucht jeder Antworten auf die Fragen des Lebens zu finden. Das wird hier auf alle Schichten übertragen. Egal in welchem Stand die Menschen sind, arm, reich, gebildet, mächtig oder ganz einfach. Der Mensch auf sich gestellt, besteht immer in der Gefahr sich und andere zu betrügen, sich sein eigenes Bild vom Leben vorzugaukeln. Selbst moderne Ideologien, die Propheten unserer Zeit, die z.B. mit Gender eine neue ethische Wahrheit verkünden wollen, stürzen Menschen ins Unglück und nicht in die gewünschte Freiheit.

Wenn Friede entstehen soll, wenn gerechte Wege in die Zukunft führen sollen, braucht der Mensch einen Erlöser. Rettung aus dem Selbsterlösungswahn, haben alle allein bei Gott. Friede entsteht dort, wo der Krieg gegen Gott eingestellt wird, und Menschen wieder auf schöpferischen Ordnungen und Strukturen zurückgreifen. Friede wächst dort, wo ein Mensch erkennt; den Frieden, nach dem ich mich sehne, kann ich selber gar nicht schaffen, der wird mir geschenkt. Ich brauche einen Christus, damit die Gier nach Leben, nicht über Leichen geht.

Richtig gierig können wir nur auf das Wort, auf Christus sein, weil der Schaden der Menschen, weder aus mir heraus, noch durch intelligente Vordenker behoben wird.

Wollen wir uns und niemand anderes etwas vormachen, als dass echter Friede, nur auf diese Weise geschieht.

Advertisements

Lockvogel im Schaufenster

das Hören sagen, weckt Sehnsüchte.

„Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist.“
Sach. 8, 23

Da sind Menschen, die heiß werden. Sie wollen mitgehen, sie wollen dabei sein, ihre Sehnsucht streckt sich nach etwas aus, was sie nicht kennen, aber haben wollen. Führung durch Gott.

Geführte sind anders. Wo Gott mit Menschen ist, hat das Dasein eine gewaltige Einbettung. Da steht niemand für sich selbst, da steht Gott für ihn und er steht und geht in Gott. Da wird der Rücken durch seine Handlungsmacht gestärkt. Da geht einer voran und hinterher.  Da kommt eine Zielstrebigkeit in ein Leben, da hören die Verirrungen auf. Das ist es, wonach sich Menschen sehnen, klar zu wissen, wo es lang geht. Da ist für alles gesorgt, was auf dem Weg nötig ist. Gott mit uns, ist das beste „Full-Service-Paket“ das Menschen haben können.

Das löst ein ‚will ich auch‘ aus. Gute Führung ist ansteckend. Das hat etwas von Empfehlungsmarketing. Das zieht Kreise und trifft auf die, die dafür offen sind. Gott weckt an andern Sehnsucht, durch sein Handeln an uns. Unser geführtes Leben, macht es für andere schmackhaft, dabei zu sein. Wir werden zum Anreiz, dass andere auf Gott heiß werden. Wir sind der Lockvogel in Gottes Schaufenster.

Können wir uns da erlauben, von diesem Geführtsein abzuweichen?

Etwas übergeschnappt wird richtig. :-)

„Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben kannst.“
5. Mose 16, 20
Vom der Umkehrung gedacht, kann man sagen, wer auf das falsche Pferd setzt, kann nicht leben, egal wie stark er sich anstrengt.
Richtig leben, hängt mit richtigen Grundlagen zusammen. Alle guten Ordnungen, alles was tragfähig sein soll, läuft immer wieder auf den Schöpfer zu. Recht kommt von dem Richtigen, von Gott, als der Instanz, die über gut und böse steht. Gott ist der Maßstab, von dem alles Leben aufgeschlüsselt werden kann. Gott selber hat von Anfang an definiert was gut ist und gut war. Von ihm geht das Leitbild für den Menschen aus. Alle von Menschen festgesetzten Leitbilder und Ideologien, dienten nicht der Freiheit des einzelnen, sondern dem Machterhalt der Mächtigen. Leben wurde dann schnell zum Zwang und zur Einengung.
Leben und Recht von Gott sind unzertrennlich. Richtig ist alles, was das Leben fördert und aufbaut. Es sind heilende Worte. Es ist die Befreiung von sich selbst und aller menschlichen Unvollkommenheit. Richtig ist auch, dass Menschen schwach sein dürfen und nicht perfekt sein müssen. Recht ist der, der gerecht macht. Was richtig ist, hängt zutiefst mit Erlösung zusammen, hängt mit Christus zusammen, der im Unvermögen Leben schafft. Richtig ist keine menschliche Leistung, sondern das sich Öffnen für Barmherzigkeit. Richtig ist, wenn wir uns an Gott hingeben, der unser Unrecht umwandelt. Da wird das Leben versöhnt und befruchtet. Da fällt der Ballast und das Leben kann richtig aufatmen. Wo der „Richtige“ ist, spielt das Leben auf vollen Registern.
Das alles sollen wir nicht hören und zur Kenntnis nehmen, auch nicht ausprobieren, nein, wir sollen nachjagen. Jagen geschieht nicht mit halber Lunge, jagen sind 110%. Wir geben alles! Wir halten nichts zurück, wir sind in der vollen Sturm und Drangphase. Wir überschlagen uns in unserem Eifer. Von außen wirkt das wir übergeschnappt; „kann der nicht auch normal gehen?“ Nein, kann er nicht!. Wer Leben in vollen Zügen will, wer Recht und Gerechtigkeit aus Gott will, muss sein ganzes Herz an die Angel hängen. Er muss nichts tun, aber Gott leidenschaftlich um den Hals fallen. Dann lebt in uns der Maßstab, von der die Welt lebt. Damit kommt das was richtig ist zu den Menschen.
Soll nicht unser ganzer Eifer dafür glühen, auf dieses Pferd zu setzen?

Lass dich nicht beirren

bei manchen Aufträgen sitzt man wie auf einem Pulverfass.

Der Herr sprach zu Mose: Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde.“
2. Mose 7, 1.2

Alles reden kann gefährlich sein. Manch einer musste sich warm anziehen, wo er die Wahrheit sagte, manch einer, hatte es sogar nicht überlebt. Gewöhnlich ist es so, nicht alles zu sagen, um keine Explosion auszulösen. Ein Arzt muss genau erwägen, welche Diagnose er dem Patienten, wie weitergibt. Manch einer will die Wahrheit wissen, den anderen stürzt sie in den Abgrund.

Heute, ein klarer Auftrag von Gott an Mose, alles zu reden. Das heißt, ein Mensch hat anderen, was zu sagen, was sie in der Tiefe nicht verstehen. Er kommt mit einem Wort das aufbaut und das konfrontiert. Wort Gottes trifft den Menschen zunächst als Gegner. Es bricht in eine fremde Welt und will Veränderung. Wie Menschen auf Veränderungen reagieren, was kommt, wenn jemand meine Kreise stört, brauchen wir nicht weiter ausmalen. Verkündigung konfrontiert Altes mit Neuem, Eingefahrenes mit Umbruch, Totes mit Lebendigem.

Wenn Gott uns zu reden gebietet, will er uns auf Probleme einstellen. Es wird Widerstand geben, es wird Einschränkungen und Unfreiheiten geben. Zieh dich warm an, aber lass dich nicht beirren. Er schickt niemand los, den er dann im Regen stehen lässt. Er will mutig und standfest für seine Wahrheit machen. Wenn wir reden sollen, redet er. Er bleibt in allem der Handelnde. Es wird so kommen wie er will und uns sagen lässt. Sein Wort ist ewig und wird sich erfüllen. Er dringt in die Welt ein und schafft die Veränderung, die die Menschen zu ihrem Heil brauchen. Gott kommt zu seinem großen Ziel, das immer größer ist, als die Probleme, die sich davor auftürmen.

So ist dieses Wort kein Angstmachen vor den Schwierigkeiten, sondern ein Festmachen, an den Worten der Wahrheit, die uns aufgetragen sind. Wir brauchen nicht das Genick einziehen, wenn die Pfeile tiefer fliegen, sondern kraftvoll und unbefangen unseren Auftrag verrichten.

Sollen uns menschliche Widerstände aufhalten, die großen Gottes Worte zu verschweigen?

So öffnet sich die Schatzkammer

für einen guten Empfang, brauchen wir die passende Antenne.

„Herr, du gabst unseren Vätern deinen guten Geist, um sie zu unterweisen.“
Neh. 9, 20

Mit Lebensratgebern kann man gute Geschäfte machen. Das funktioniert deshalb so gut, weil Menschen Orientierung suchen. Sie suchen den Weg in ihre Mitte, Wege zu einer gesunden Ernährung, zu einem fit machenden Lebensstil oder den richtigen Umgang mit dem erwarteten Baby, bis hin zu Wegen zur ersten eigenen Million. Wer weiterkommen will, sucht das passende Wissen, das er anzapfen kann.
Wo es um die Dinge des Glaubens geht, helfen keine menschlichen Lernmethoden. Um Zugang zu der Welt zu finden, die unser Denken übersteigt, gibt es keine Uni oder Nachhilfe. Alles, was sich um Gott dreht, um seine guten Ordnungen und Werte, sind von irdischer Seite unerreichbar.

Gott lässt sich nicht erforschen, sondern er kommt auf die Menschen zu. Nicht der Mensch dringt in diese geheimnisvolle Welt ein, sondern die geheimnisvolle Welt dringt in Menschen ein. Gott erfährt man nicht mit Wissensdurst, seine Weisheit, sein Denken und Wollen dürstet nach uns. Sein Geist ist der Schlüssel, der die für uns andere Welt öffnet. Gott gibt uns ein Übersetzungsprogramm in die Hand, mit dem wir ihn in seinem Wirken überhaupt wahrnehmen können. Der gute Geist macht den unfassbaren Gott, für Menschen zugänglich. Dieser Geist ist der Zugang zu einer 4. Dimension. Den Geist kann man sich nicht aneignen, sondern er wird wie ein Vermächtnis von Generation zu Generation weitergegeben. Über die Erfahrung von Mensch zu Mensch entschlüsselt er Gottes Geheimnisse.

Durch den Geist haben wir die beste Führung, die weit über unser Dasein hinaus reicht. Wir brauchen uns nicht auf das Können und Wissen von Menschen verlassen, sondern haben eine Perspektive, die Wege hat, wo keine sind, die Mut weckt, wo es nichts zu hoffen gibt. Mit dem Geist stehen wir in der Schatzkammer Gottes.

Müssen wir da nicht alle Antennen ausfahren, um so viel wie möglich von diesem Geist zu empfangen?

Energie von anderswo

auch wenn wir drinnen sind, bestimmt uns das Draußen.

Du machst fröhlich, was da lebet im Ostern wie im Westen.“
Ps 65, 9

Eine Befreiung, eine Unabhängigkeitserklärung von niederdrückenden Umständen. Gott macht fröhlich, d.h. da ist jemand traurig, gefangen und durch das Leben gebeutelt. Die Spannungen des Lebens machen oft alles andere als froh. Aus unserer Geschichte kennen wir die,  die aus dem Osten in den Westen wollten; jetzt erleben wir, wie die aus dem Süden, in den besseren Norden wollen. Alle suchen sie Frieden, Heimat und einen Ort, an dem sie wieder froh werden. Wir Menschen sind irgendwo immer auf der Suche nach dem Platz, an dem der Ballast abfallen kann. Egal, wie die Situation in der Welt ist, oder die Unruheherde in meinem Leben sind, wir können froh werden. Mitten in Spannungen und dem gefangen sein, in dem was Leben schwer macht, macht Gott fröhlich.

Der Lebensimpuls kommt nicht von innen, aus der Welt, von einem anderen Ort oder besseren Platz, er kommt von außen. Fröhlich oder froh kommt von frei. Mit Gott fällt von uns Gewaltiges ab. Da können wir aufatmen, wo es uns die Luft abschnürt. Da lösen sich die Zwänge des Alltäglichen, da sind wir nicht von der Perspektive unserer Welt abhängig.

Erlösung ist Loslösung zu einem freien, fröhlichen Tag. Gott macht froh, unabhängig wo wir stehen. Er infiziert uns aus seiner unsichtbaren Welt. Der Glaube schafft andere Realitäten. Er löst die Bremsen, für volle Kraft voraus. Da bricht in aller Begrenzung eine gewaltige Lebendigkeit auf.

Ich denke, wir alle brauchen diesen befreienden, frohmachenden Schwung?

Sei ein Gewinner

1. Kor. 9, 24-27 – Predigt
„Selig sind die, die nichts erwarten, denn sie sollen nicht enttäuscht werden;“ sagte Jonathan Swift ein irischer Schriftsteller im 17. Jahrhundert. Unsere Erwartungen und unsere Ziele, bestimmen, was wir im Leben erhalten. Die meisten Menschen scheitern daran, dass sie Meister des Mittelmäßigen sind. Dabei bestimmen unsere Ziele unser Wachstum. Wir wachsen in sie hinein, wie ein Kürbis in eine Flasche. Doch viele von uns, wählen ein zu kleines Ziel, also eine zu kleine Flasche, dass sie in ihrem Wachstum eingeengt und begrenzt werden. Der volle pralle fette Kürbis, wird sich nie entwickeln können. 
Eigentlich sind wir alle Meister im Ziele setzen, da gibt es jede Menge Bücher, aber die brauchen wir gar nicht. Wir wollen ein bestimmtes Auto und setzten alles daran, dass es irgendwann in der Garage steht. Wir wollen nach Barcelona, und tatsächlich stehen wir dann, in der unvergleichbaren Gaudi-Kirche. Wenn wir uns etwas wünschen und hart genug dafür arbeiten, konsequent darauf zugehen, werden wir es auch bekommen. Wenn wir älter geworden sind, werden wir nur eines bereuen, die Dinge, die wir nicht getan haben.
Paulus will mit uns sportlich, hohe Ziele stecken, um für uns ein Maximum an Wachstum und Leistung zu erreichen.
.

Vom starken Bild getrieben

„Wir kämpfen um einen Preis, der unvergänglichen Wert hat. Ich weiß genau, wofür ich kämpfe. Ich laufe nicht irgendeinem ungewissen Ziel entgegen.“
Menschen, die Großes in dieser Welt erreicht haben, orientierten sich nicht an dem, was realistisch ist, sie haben sich entschlossen, ihre Realität zu verändern.
Gott will unsere Realität verändern. Der Glaubende hat ein großes Ziel.  Er verbindet sich mit dem Bild, das sich Gott von ihm gemacht hat. In der Nachfolge übernimmt der Christ die Gottesvision von seinem Leben. Christus beginnt in ihn hineinzuwachsen. Mit Christus zeichnet Gott sein Bild in uns. Damit beginnt der erste Schritt in die Unmöglichkeit. Damit wird Reich Gottes in uns geboren. In uns Erdbehafteten, wächst eine andere Welt. Der menschliche Wille wird eins mit dem, was Gott sich von und für uns gedacht hat. Um Reich Gottes, den „unvergänglichen Wert“, in dieser Welt zu entfalten, braucht Gott Menschen, die sich auf seine Pläne einlassen, die Christus einlassen. Er möchte unser enges, irdisches Glas groß machen. Er will Menschen weit machen und aufmalen, dass sie unter einem viel größeren Horizont stehen, als das natürliche Denken erfassen kann.
Es ist faszinierend, wenn Menschen in Kühnheit große Projekte planen und sich in Dimensionen bewegen, die Normalbürger für unerreichbar halten. Denken wir an das Riesending „Stuttgart 21“, oder gewisse Forschungsprojekte in der Raumfahrttechnik, oder weltweite Friedensprojekte der Staatengemeinschaften. Bestaunenswerte, fast unfassbare Ziele – und Gott will noch mehr.
Er will unvergänglich. Er will sein Friedensreich im Sterben aufrichten. Er will in unseren Alltag, etwas von seiner unsichtbaren Welt hineinmischen. Er gibt dem menschlichen Sein eine unvergleichliche Würde, indem es irdisches Dasein überschreitet und Impulse aus Gottes heiler Welt, in eine unheile Welt setzt. Das Ziel der Glaubenden kann nur sein, dass die göttliche Veranlagung, dieses eingepflanzte Heil wirkt und wächst. Das heißt, in uns lebt die verrückte Idee, einer untergehenden Welt Hoffnung zu machen. Bei einem hassenden, verstockten Herz, zu glauben, dass Liebe es zum Schmelzen bringt.
Was lebt für ein Bild in uns, das sich in einer immer stärker säkularisierten Zeit durchsetzen und ereignen soll? Haben wir den Lebendigen vor Augen, vor dem alle Knie sich einmal beugen und ihn anbeten werden, oder läuft alles so dahin, und wir nehmen es, wie es kommt, wir können ja eh nichts machen? Wo wir kein Ziel haben, sind wir nicht heiß, wir haben keine Richtung, die uns lebendig wachsen und auf etwas zustreben lässt. Wo dieses Ziel, uns nicht antreibt, brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn uns der tägliche Kleinkram flach legt.

.

2. Zu abnormaler Leistung motiviert

„Lauft so, dass ihr gewinnt! Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu siegen. Ich setzte mich für diesen Sieg ganz ein und nehme keine Rücksicht auf meinen Körper. Er muss sich meinem Willen fügen.“
Im Olympiavergleich wir uns klar, es geht um Kampf für etwas und gegen mich. Es geht um Mut, Eifer, Training, Enthaltsamkeit und Radikalität. Ein großes Ziel, steuert den Umgang mit Querschlägen und Rückschlägen. Je klarer unser Gottesbild ist, umso unbeirrbarer wird unser Kampfgeist, umso entschlossener die Leidenschaft für Wege in der Sackgasse. Als wir abgebrannt waren, malte der Architekt, das Bild in uns: „Das nächste Weihnachten werdet ihr im neuen Haus verbringen“. Eigentlich Größenwahn, den jeder sich gewünscht hatte, aber menschlich unmöglich hielt. Doch dieses Bild hat angetrieben. Dieses Bild hat Kräfte mobilisiert und konzentriert. Über allem Chaos, Mut raubenden, menschlichen Auseinandersetzung und unerträglichem Dreck, war dieses Bild wie eine Gottesoffenbarung, das eine starke, heimliche Macht ausübte. Wir sind auf Weihnachten eingezogen!
Unser Gottesbild treibt uns. Wo Christus in uns schwach ist, können wir nicht stark sein. Mit so einem Ziel, werden wir zum Kontrastprogramm zweier gegensätzlicher Welten. Es beginnt ein eisenhartes Ausdauertraining. Wir bekommen das Profil eines zähen Widerstandkämpfers. Für diese neue Welt liegt unser größter Feind zunächst in uns und unserem alten Denken. Für den Christus in uns, sind die höchsten Hindernisse, unsere rationale, irdische Art. Voigt sagt: „Wir haben unsere Freiheit nicht nur gegen den Leib, sondern überhaupt gegen den alten Menschen zu verteidigen.“
Wie entschlossen kämpfen wir gegen uns? Hinterfragen wir noch all unsere Gewohnheiten, ob sie unserem Ziel dienen? Wie sieht unser Kampf grundsätzlich aus?
Durch Christus können wir auf Sieg setzen. Wir wollen nicht nur ein bisschen gewinnen, wir wollen nicht nur dabei sein, wir wollen Platz eins. Wir geben alles für das oberste Treppchen. Wer so kämpft, kämpft anders. Er kämpft nicht unter Zwang, sondern in der vollen Leidenschaft seines Wollens. Die Liebe zu Christus, geht nicht zimperlich mit sich selber um. Sie leidet, sie kalkuliert Gegenwind ein, sie erträgt vieles, sie lernt mit Schwierigkeiten zu leben, weil Liebe vom Ziel und nicht vom Augenblick bestimmt ist.
Es geht nicht darum, was ein Christ darf oder nicht, was Gott erlaubt bzw. verbietet. Hier wird keine fromme und weltfremde Askese gezüchtet, die das Christsein sterilisiert und andere dadurch frustriert, sondern allein der Drang verstärkt, Ablenkendes auf dem Weg abzustreifen. Es geht nicht einmal um gut oder böse, richtig oder falsch, sondern gegen das was behindert und ausbremst. Mein Gottesbild bestimmt die Gangart und die Entscheidungen, die ich treffe. Es trägt, wenn wir mit Schmerzen leben müssen und unverhoffte Lebensschicksale den Verstand rauben wollen. Blessuren, Schrammen, Lebensbrüche, zeigen Entwicklung und Wachstum auf ein Ziel hin.
Mit der großen Vorstellung von Reich Gottes, mit dem Christus in uns, sollen wir über uns hinauswachsen. Das geht nur, wenn wir wie Gewinner kämpfen. Lasst uns realistisch sein, tun wir das Unmögliche.

Feuerlöschen unmöglich

sind wir uns bewusst, dass wir unter einem offenen Himmel stehen?

„Der Herr segnet, die ihn fürchten, die Kleinen und die Großen.“
Ps. 115, 13

Segen ist eine Wunderwaffe. Von Gott kommt etwas auf uns zu, das alle Grenzen sprengt. Segen ist Gottes geballte Leidenschaft und Begeisterung für das Leben. Ein Sprudeln und Sprühen, das keiner aufhalten kann, sondern das alles  mitreißt. Segen ist der sich hemmungslos verschenkende Schöpfer. Es ist eine Dynamik, unter der alles Feuer fängt. Segen ist die Kraft, die Gebrochenes, müde Gewordenes, zu neuem Leben erweckt. Segen ist Gottes Heil, mit dem er alles Unheil umkrempelt. Es ist das komprimierte Wort, das schafft, was es sagt. Es ist der bereitstehende Christus, der verstockte Herzen aufbricht. Segen ist eine, unseren Verstand sprengende Macht, die unmögliche Realitäten schafft.

Die Energie, eines Dauergewitters, steht denen zur Verfügung, die unter Gott stehen. Die Ehrfurcht vor ihm, stellt uns in dieses Energiefeld. Gott braucht nur Menschen, die sich selbst zurück nehmen und ihn machen lassen. Diese überdimensionale Kraft, ist für die, die für Grenzüberschreitungen offen sind. Vertrauende Herzen, sind die ausgestreckten Hände, die Segen fassen und aufsaugen.

Der Lehrtext dazu sagt ganz einfach: Kommt, denn es ist alles bereit.

Was hält uns ab, diesen Segen zu fassen und Segensspuren in unser Dasein zu ziehen?

Massiere mit guten Worten

gute Worte sind wie eine gute Massage.

„Sorge im Herzen bedrückt den Menschen; aber ein freundliches Wort erfreut ihn.“
Sprüche 12, 25

Wir alle kennen die Kraft freundlicher Worte. Ein von Herzen ausgesprochenes Kompliment, kann einen Menschen in totale Faszination versetzen und ganz spontan ein riesiges Feuer anzünden.
Freundliche Worte entstehen, wo die Menschenfreundlichkeit Gottes im Spiel ist. Wo Worte heilende, aufbauende Kraft haben, wirkt das lebensschaffende Wort, das in einen Menschen eingegangen ist. Wo dieses Wort aktiv ist, sind Gottes Selbstheilungskräfte voll im Element.
Worte haben die Macht, es hell, oder finstere Nacht werden zu lassen. Jeder weiß, wie schnell Worte verletzen, Unglück auslösen und sich lähmend auf ein Miteinander legen. Unkontrollierte, unheilige Worte machen krank. Unfreundliche Worte bedrücken. Worte, die nicht aus einem geheiligten Leben kommen, stürzen Herzen in Sorgen und Verzweiflung.

Deshalb ist dieses Wort aus den Sprüchen keine schlichte Lebensweisheit, einfach etwas netter und freundlicher miteinander umzugehen, sondern es geht an den Kern von Zerstörung.

Die schweren Lasten des Lebens,  die die Menschen innerlich auffressen, brauchen geheiligte Worte. Sie brauchen von Christus erneuerte Menschen, von denen heilende Worte kommen.

Ist das nicht eine Mut machende Aufgabe, diese Freundlichkeit, in alles bedrückte Dasein hineinzumassieren?

Das Wort schlägt Wellen

was in uns eingeht, kann nicht bei uns bleiben.

„Danket dem Herrn und rufet seinen Namen an; verkündigt sein Tun unter den Völkern!“
Ps. 105, 1

Danken, rufen, verkündigen, ist die Wirkung einer Gottesberührung. Gott fällt in kein schwarzes Loch im Menschen und versauert dort, nein, es rumort gewaltig.
Gott ruht nicht in sich, sondern ist unablässig Bewegung, Expansion,  sich ausbreitende Dynamik. Wo Gott eingeht schlagen die Wellen hoch. Gott kann gar nicht bei sich bleiben, er muss sich zwanghaft verströmen und austeilen. Wo das Wort auf einen Menschen trifft, wo Christus im Menschen Gestalt gewinnt, ist das zum einen eine Gottes- und Selbstoffenbarung, doch zum andern kommt da etwas mächtig in Bewegung.

Wir sind das Echo, des auf uns gefallenen Wortes. Gottesbegegnung bleibt nicht im Beschaulichen stecken. Meine Gotteserfahrung hat keinen Selbstzweck, sie drängt nach draußen. Wir sind Teil der Expansion,  der Bewegung, die nach allem Seiten strömt. Angekommenes Wort formt sich in uns zu Dank, Gebet und Verkündigung. Das Wort bezeugt also selbst, nur dass es quasi den Umweg über uns zu den Menschen macht. Wir bestimmen nicht selbst, was wir mit dem  Wort machen, das Wort macht etwas mit uns. Es drängt unter allen Umständen zu den Menschen, wir predigen durch unser Sein, ob wir wollen oder nicht.

Wenn wir das Evangelium für die Welt sind, wollen wir nicht noch stärker dem Wort in uns Raum geben, dass Gottes Wellen hoch schlagen?