Erwarte den ICH-BIN

Du wirst erfahren, dass ich der Herr bin, an dem nicht zuschanden werden, die auf mich harren.
Jes. 49, 23

Wer den ICH-BIN-GOTT erfährt, erlebt das menschlich Unvorstellbare. Da befreit einsamer Schafhirte, nach dem er die Stimme aus dem brennenden Dornbusch gehört hat, das ganze Volk Israel aus der Fronarbeit des König Pharaos. Jakob, seinen Bruder ums Erbe betrogen, seinen Vater gelinkt und geflüchtet, träumt von einer Himmelsleiter, an der Engel auf und ab steigen. Er erlebt, wie der Boden unter seinen Füßen heiliges Land wird. Lauter Geschichten, wo Gott in katastrophale Verhältnissen kommt.

Mose hätte sich nie zugetraut, sein Volk aus Ägypten zu befreien. Er hat darunter gelitten, wie dreckig es seinen Landsleuten geht, doch hätte sich nie angemaßt, dem Pharao die Stirn zu bieten. David, hat nicht geglaubt, nachdem er den Bock mit Bathseba geschossen und dann ihren Mann in Messer laufen lassen hat, dass ihm Gott jemals noch in die Augen schauen wird. Menschliche Biografien sind aus Verzweiflung, Versagen und Hoffnungslosigkeiten gestrickt. Wir alle kennen Wege, an denen alles so ausweglos erscheint. In aller Ohnmacht wirkt der Ich-bin-Gott. Das ist das explodierende Wort, das spricht und es geschieht. Wo Gott ich bin spricht, wird aus Nichts alles geschaffen. Da geschieht das, was ich mir nur erträumen kann. Damit ist das Wort „unmöglich“ des Landes verwiesen. Wir erfahren mit dem 1. Advent, wie Licht in die Nacht kommt.

Ab dem Moment, an dem wir den Ich-bin-Gott erwarten, hat das Übel ausgegessen. Dort wo wir ängstlich, hilflos in äußerem und innerem Druck stehen, gilt es diese Schöpferperspektive ins Auge fassen. Im Advent erwarten wir die Übermacht über unsere Schwachheit. Unser glaubendes Entgegensehen auf den ICH-BIN, lässt nicht zuschanden werden.

Wen erwarten wir sonst, der uns über unsere Grenzen hinausführt?

Gott segne dich.

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Lass dich umarmen

Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über die, die ihn fürchten.
Ps. 103, 13

Wenn eine schwangere, junge Eritreerin, nach eineinhalb Jahren Aufenthalt in einem klösterlichen Gästezimmer, in eine Obdachlosenunterkunft der Stadt umziehen muss, ist das eine Tragödie. Doch die Umstände bieten in dieser Notsituation keine andere Lösung. Da braucht es sehr viel gutes Zureden, Aufbauen, Mut machen. Es braucht ein großes Herz voller Erbarmen, das mitleidet und sagt: Du schaffst das!

Wenn sich Gott erbarmt, dann schwirren seine Gedanken nur um uns. Er sitzt mit uns auf dem Boden und leidet an der Not, die uns niederdrückt. Erbarmen will das Kleine, das Erniedrigte groß machen. Es will das am Boden zusammengekauerte Häufchen Elend stark machen. Umarmend wischt er die Tränen ab und sagt: Hab keine Angst, du bist nicht alleine. Wir stehen zwar vor riesigen Problemen, doch mit meiner Unterstützung wirst du herrlich werden. Denke an die Probleme, die du bisher gemeistert hast, genauso wirst du in diesem Schmerz reifen und stark werden. Erbarmen Gottes zeigt am dunkelsten Punkt, da ist Kraft in Hülle und Fülle da. Glühende Liebe ist dafür den schwersten Kreuzweg gegangen, um selbst den Tod zur Herrlichkeit zu führen.

Erbarmen muss auf ein butterzartes Herz fallen. Wo wir empört über unsere Situation weiter stöhnen, wo wir bockig Zuwendung ausschlagen, wo wir trotzig uns verschließen, wird die innigste Umarmung, eiskalt ablaufen. Erbarmen ist unendlich groß, doch es erreicht die, die sich unter die Arme greifen lassen. Das weit größere Elend entsteht, wenn wir das Wort, das uns aufrichten will, halsstarrig wegschieben. Anstatt warmherzig und mutig, werden wir dann immer kälter und verbitterter.

Bleiben wir störrig, oder lassen wir uns umarmen für den nächsten Schritt?

Gott segne dich.
Blühende Grüße Theophilos 💐😇

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Hole noch mehr aus dir raus

Wende dich, Herr, und errette meine Seele, hilf mir um deiner Güte willen!
Ps. 6, 5

Wer einmal versucht hat, sich das Rauchen abzugewöhnen, spürte, er muss mit sich gegen Löwen kämpfen. Er hat die ganze innere Zerrissenheit erfahren, zwischen „ich will“ und „ich kann nicht“. Da toben Gewalten, bist fast zum verrückt werden. Radikales Schlussmachen gelingt nicht mit ein paar guten Vorsätzen, sondern mit radikaler Umprogrammierung im Kopf. Wer kein reales Bild von seiner Schwachheit hat, schafft es nicht.

Eine klare Selbsteinschätzung brauchts für alles, was sich bei mir entwickeln soll. Wo ich mich unterschätze, bleibe ich belanglos, wo ich mich überschätze, stehe ich in der Gefahr eine Bauchlandung zu machen. Für reale Selbsterkenntnis, hilft die Gotteserkenntnis. Wer Gott erkennt, erkennt sich selbst. Im Gott erkennen wird uns der Spiegel vorgehalten. Jesus spricht ein entscheidendes Wort: Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben gebt, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben, denen, die ihn bitten! Das ist kein in die Pfanne hauen, sondern ein durchschütteln, dass da noch viel mehr ist. In euch steckt schon viel Gutes, wenn man den Umgang mit euren Kindern betrachtet, doch das eigentliche kommt erst, wenn ihr die Güte Gottes an euch zulasst. Euer Übel ist, dass ihr die Gaben, die Gott in euch entfalten will, blockiert. In Bezug auf Gott seid ihr Entenklemmer.

Wir brauchen den radikalen Entzug von allem, was sich in uns gegen Gott aufbäumt. Wo wir nicht bis zum Äußersten dazu bereit sind, uns gegen diese uns begrenzende Eigenschaft anzugehen, werden wir nie zu dem, der wir sein könnten. Wenn wir nicht aus tiefster Seele zu Gott schreien, „rette mich“, bleiben Gottes Gaben in uns tiefgefroren.

Haben wir ein ernüchtertes Bild von uns, um nach dieser Güte zu schreien?

Gott segne dich.

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Sei ein heiliges Geheimnis

Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott.
3. Mose 19, 2

Jemand hat einmal gesagt, es gibt zwei wichtige Tage im Leben eines jeden Menschen – der Tag seiner Geburt und der Tag, an dem er erkennt, wozu er geboren ist. Wir sind nicht einfach da, sondern wir haben einen Auftrag, eine Bestimmung und Mission. Das bedauerliche ist, dass über 90% der Menschen, sich nie die Frage nach der Bedeutung ihres Lebens für diese Welt stellen. Doch Gott hat einen fetten Plan, für einen jeden von uns.

Gott ist heilig und somit perfekt und vollkommen. Er ist unendlich und überall, in allem was existiert. Er ist aus keinem Menschen, keinem Zimmer, keiner Landschaft, keinem Ereignis wegzudenken. Diese Heiligkeit ist, wo wir gehen und stehen, sie ist in uns und um uns. Das Heilige um und in uns will Fuß fassen, will Gestalt gewinnen, will das, was es umhüllt heilig machen. Egal wie wir uns fühlen und empfinden, diese Heiligkeit ist nur einen Hauch entfernt von uns. Sie will alles was lebt herrlich machen. Sie ist ständig unterwegs, dass der vollkommene Gott, die vollkommene Liebe in Menschen aufersteht. Das Heilige durchdringt alles und will es heiligen. Es steht vor uns in der Warteschlange und will bei uns ankommen. In 4 Tagen ist Ankunft, erster Advent.

Wenn dieser nicht aufzuhaltende Schöpfer in mir ankommen will, bleibt nur die Frage: Was ist ihm an mir so heilig? Was ist seine geniale Idee mit dem Fleischklöpschen, das es sich mit mir geschaffen hat? Wenn Gott heilig machen will, dann hat das nicht mit ein bisschen Frömmigkeit und Nettigkeit zu tun, sondern er betrachtet mich in seiner Vollkommenheit. Er will keine halben Sachen, er will alles. Dieses heilige Geheimnis schlummert in uns, das voll und ganz die Welt elektrisieren will.

Haben wir das heilige Geheimnis in uns entdeckt, dass unsere Einzigartigkeit die Welt befruchtet?

Gott segne dich.

Festakt – Die Glocke läutet wieder!
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Lass dich überraschen

Du tust mir kund den Weg zum Leben.
Ps. 16, 11

Müllabfuhr ist eine geniale Erfindung. Auch wenn der Begriff Müllmann als Drohung für Kinder verwendet wird, die nicht gerne lernen und dann quasi beruflich in der Gosse landen, ist das ein hochedler Beruf. Wenn die Müllabfuhr streikt, die Entsorgung nicht funktioniert, ersticken Menschen und Städte im Dreck. Unerträglicher Mief breitet sich aus. Lebensqualität und Zukunft entstehen, wo regelmäßig gründlich entsorgt wird.

Der Weg zum Leben hat oft erstaunliche Gesetze. Bei einem Ordnungsseminar würden wir feststellen, wenn wir die Wohnung von oben bis unten ausmisten, wird uns das befreien. Wo die Altlasten weg sind, entsteht nicht nur viel Platz, es entsteht immenser Innovationsraum im Kopf. Eine äußere Ordnung schafft ungeheure Klarheit in mir selbst. Wo Gott den Weg zum Leben kundtut, gilt dieses Prinzip. Jeder weiß, wie der Müll in Beziehungen belastet. Wenn nicht regelmäßig entsorgt wird, leben wir als soziale Messies. Das macht krank und wir ersticken in psychischen Müllbergen. Gott hat dafür eine ständige Grobmüllabfuhr. Jesus Christus, der Altlasten entsorgt. Erdrückender Müll ist weg. Er hat unser Haus komplett verlassen und steht nicht mehr übergangsweise in einer Garage. Wo der Dreck weg ist, ist riesiger Platz für Neues.

Paulus sagt: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist. Stellen sie sich mal vor, was passiert, wenn all die Verletzungen aus der Vergangenheit, die quälen und das Leben unendlich schwer machen, ganz einfach weg sind. Das was ein anderer mir angetan hat, ist einfach fort. Da wird jeder Tag zur Überraschung, weil ich keinen Klotz am Bein mehr mitschleife. Da stöhne ich nicht mehr unter dem Müll von gestern. Da kann sich die ganze Genialität des Lebens ausbreiten.

Sind wir noch überrascht, was passiert, wenn der ganze Dreck weg ist?

Gott segne dich.

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Wage Schritte ins Unbekannte

Gott sprach zu Abraham: Du aber, halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, von Generation zu Generation.
1. Mose 17, 9

Abraham ist der Steve Jobs des Glaubens. Alles hat mit nichts angefangen. Bei dem einen in einer Garage mit der Idee, hochwertige Kommunikation für den menschlichen Alltag zu schaffen, beim andern auf einfachem Weideland, mit Gottvertrauen weltweite Geschichte zu machen. Beides ganz normale Menschen, wie sie und ich. Doch wer seinem inneren Ruf ins Unbekannte folgt, wird unfassbare Spuren hinterlassen.

Oft kommen wir uns gegen die Großen des Glaubens klein und unwürdig vor. Wir denken, wir haben nicht das Zeug, etwas in dieser Welt zu bewegen. Das sind eben ganz besondere Menschen, die sich Gott da ausgewählt hat. Doch wenn wir Abraham anschauen, hatte er weder eine christliche Erziehung, noch eine theologische Ausbildung. Er kannte Gott gar nicht. Es musste erst einmal lernen, dass da einer mit ihm spricht. Abraham musste zunächst damit klar kommen, dass es da so etwas wie eine innere Stimme gibt, die Aufträge verteilt. Er musste dieser Stimme glauben und sie nicht als Einbildung abtun. „Halte dich daran, dass ich mich mit dir verbunden habe und daraus Nachkommen entstehen, so zahlreich wie die Sterne am Himmel. Gehe in ein Land, das ich dir Zeigen werde.“

Heute geht im christlichen Glauben alles auf Abraham zurück. Er wurde weltweit zum Vater des Glaubens. Es ist das Ergebnis, wenn sich nur einer an den Bund hält. In diesem Bund steckt die ganze Dynamik Gottes. Es kommt nicht auf menschliche Größe an, sondern einzig auf das Vertrauen in diese Treue, die mehr entfalten will, als wir je denken können. Es ist tägliches Aufbrechen ins unbekannte Land. Riskiere deine Gewohnheiten, um Unfassbares zu wirken.

Sind wir bereit Schritte in eine Zukunft zu wagen, die wir nicht kennen?

Gott segne dich.

Ermutige einen Kraftlosen
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Setze dich ins Rampenlicht

Den Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den aufrichtigen Herzen.
Ps. 97, 11

Angenommen es würde jemand zu ihnen sagen: Auch wenn ihre Beziehung zuhause ein täglicher Spießrutenlauf ist, wenn sie innerlich die Schotten dicht gemacht haben, um den vielen kleinen Verletzungen zu entgehen, können sie unbefangen und glücklich leben, wie ein frisch verliebter Jüngling. Sie würden denken, der spinnt doch! Der soll sich hüten, sich auch noch lustig über mich zu machen. Doch ein heiliges Geheimnis, lässt traurige Augen wieder leuchten.

Wenn einem das Licht aufgeht, muss es vorher zappenduster gewesen sein. Jeder hat seine Lasten, die ihn innerlich und äußerlich in die Knie zwingen. Die Bibel spricht viel von denen, die Leid tragen. Doch genau auf solche Schatten fällt zwanghaft das Licht. Licht verwandelt, Licht verzaubert Menschen und Landschaften, das weiß jeder Fotograf. Die gruseligste Stimmung wird im rechten Licht zu einem Traum. Der Gerechte stellt jede Situation ins rechte Licht. Der Spot, der unser Leben auf den Kopf stellt ist Christus. Das ist das heilige Geheimnis, das allem Übel ein völlig neues Gesicht gibt.

Wenn Licht in Hülle und Fülle da ist, wenn da etwas ist, was tatsächlich das für uns Unmögliche umkrempelt, dann ist Finsternis selbstgebacken. Dann ist gar nicht die Situation das Problem, sondern ich, der ich im Problem bleibe und mich dem Licht verschließe. Eine revolutionierende Botschaft an diesem Ewigkeitssonntag. Wer landläufig des Totensonntags gedenkt, dem fehlt die Perspektive des Lichtes, der auf diesem Tag liegt. Für uns ist es sogar das Christ-König-Fest, wo durch Christus Herrlichkeit und Trost auf alles fällt. Damit leuchten Augen in finsterster Nacht.

Was hält uns zurück, uns in dieses Rampenlicht zu setzen?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Es ist alles da

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.
Ps. 23, 1

Welch Freude steigt auf, wenn im Schoß einer Mutter neues Leben heranwächst. Die Glücksmomente überschlagen sich, beim Schlagen der Herztöne und wenn ein kleines Füßchen die Bauchdecke nach oben wölbt. Man fiebert dem Augenblick entgegen, wenn der Sprössling unter Geschrei und einem tiefen Atemzug das Licht der Welt erblickt. Doch es kam ganz anders. Dieser hoffnungsvolle Tag, sollte zum dunkelsten Tag einer Mutter werden. Bevor alles begann, war es bereits wieder vorbei. Die Zeit steht still, und erstickt im Schmerz.

Was bleibt ist, Gott und die Welt anzuklagen und unter dieser Bürde zu zerbrechen, oder etwas finden, was mich im freien Fall auffängt. Wo sich die Erde vor mir auftut, braucht´s etwas, was nicht aus Erde gemacht ist. Wo Kommen und Gehen so dicht beieinander liegen, braucht´s Unvergängliches. „Aus Gottes Hand, in Gottes Hand“, als stiller Gruß auf der Kranzschleife, ist der Griff über mich hinaus. Ich war für eine kurze Zeit beschenkt und habe es wieder zurückgegeben. Zeichen dafür, dass Liebe stärker ist als alles Leiden; dass wer einen Hirten hat, am schwärzesten Tag des Lebens aufgefangen ist.

Wo der Hirte fehlt, werden die Schafe verrückt. Sie irren durch die Lande und werden vom Schicksal aufgefressen. Wie viele unserer Tage enden in der Verzweiflung? Wieder ein Streit, der sich nicht schlichten lässt, der Hoffnungen raubt und die Gesundheit ruiniert. In den Extremen des Lebens wird deutlich, welch eine übernatürliche Kraft, sich in diesem Psalmvers entfaltet. Wo es ganz dick kommt, entscheidet sich, ob wir im Mangel ertrinken oder ob der Herr mein Hirte ist. Wenn mich diese starke Führung an die Hand nehmen darf, fehlt nichts, auch wenn alles wegbricht.

Was kann sonst den Tisch reichlich decken, im Angesicht meiner Feinde?

Gott segne dich.

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Fühle dich wie zuhause

Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.
Ps. 84, 4

Nächsten Donnerstag zieht die junge, eritreische Regeat von unserem Gästehaus in die Obdachlosenunterkunft der Gemeinde. Hochschwanger, ist es uns nicht gelungen, für sie und ihren Freund, eine Wohnung hier in der Region zu finden. Keine Zuhause haben bedeutet, keine Perspektive und keine Zukunft haben. Das Zuhause prägt eine Person. Doch selbst die, die eigene vier Wände haben, die in Familie und Gemeinschaft leben, kommen oft orientierungslos und obdachlos daher.

Auch wenn wir ein Dach über dem Kopf haben, können wir heimatlos sein. Im Bild des Psalmisten geht auf, dass wir für eine viel größere Wohnung geschaffen sind, die nicht auf dem Wohnungsmarkt zu erwerben ist. Unsere Adresse ist Bethel – Haus Gottes, der Ort, an dem ein Altar auf heiligem Land steht. Wir sind Haus Gottes und Tempel des Heiligen Geistes. Wir sind dort zuhause, wo Gott selbst in uns wohnt. Unsere Wohnung ist kein Bauwerk sondern eine Beziehung. Es ist Netzwerk mit dem lebendigen Gott und allen, die zu ihm gehören. Wir wohnen im größten Kraftwerk aller Zeiten. An dem Ort, werden menschliche Schätze gehoben werden. In diesem Zuhause wird Leid in Segen verwandelt.

Das Drama ist, wo wir nicht hier daheim sind, beginnen uns die menschlichen Konflikte aufzufressen. Da finden wir keine Antworten auf die Fragen, die uns belasten. Da sind wir Obdachlose in unseren eigenen vier Wänden. Mitten in Familie oder Gemeinschaft beschleicht uns die Einsamkeit. An dieser Wohnungsfrage entscheidet sich, ob wir aus einem gute Zuhause kommen, das uns mutig, entschlossen und lebenstüchtig macht, oder wir uns hoffnungslos durch unsere Tage quälen.

In welcher Wohnung fühlen wir uns zuhause?

Gott segne dich.

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Reiße die Zukunft an dich

Siehe, ich, der Herr, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?
Jer. 32, 27

Am Jahresanfang 1989 sprachen viele unserer Freunde in der ehemaligen DDR noch: Die Stimmung des Volkes gegen die Regierung kocht, doch die Mauer wird bleiben. Die Wenigsten hielten für möglich, dass ein halbes Jahr später, Trabbi-Kolonnen gen Westen rollen und aufgefahrene sowjetische Panzer in der Leipziger Innenstadt vor Kerzen und Gebeten in die Knie gehen. Ein unmöglicher Traum liegt nun bereits 30 Jahre zurück.

Jeremia steckt in einem Schlammloch. Er sollte mundtot gemacht werden, weil seine Worte gestochen haben. Er sah den Untergang Jerusalems, durch die Eroberung der Babylonier und riet mutigen und selbstbewussten Kriegern, sich zu ergeben, wenn sie überleben wollten. Doch wer will das schon? Für ihn wurde es lebensbedrohlich in dieser engen Zisterne, mit den Füßen im Schlamm. In der Paniksituation streiften ihn die Strahlen der Sonne. Er schloss die Augen und dachte an die Zukunft. Sein Glaube, seine Gedanken malten sich die tollsten Bilder aus, von dem, was einmal kommen wird. Er öffnete seine Augen wieder und war immer noch in seiner eiskalten, klammen Realität, jedoch als ganz anderer Mensch.

Dietrich Bonhoeffer sagt: „Der Christ lebt aus den Zeiten Gottes und nicht aus seinem eigenen Begriff von Leben.“ Die christliche Hoffnung ergreift die Realität Gottes. So real, wie jetzt meine widrigen Umstände sind, so real ist die Realität Gottes, die nichts mit meinen Umständen zu tun hat. Wo ich hoffe, greife ich den Raum der Möglichkeiten Gottes. Ich wage den Übergriff in die Welt, in der alles möglich ist. Im Glauben verwirklicht sich das, was Gott erschaffen kann und dem sind keine Grenzen gesetzt. Damit bauen wir durch Hoffen unsere eigene Zukunft, in allen Unmöglichkeiten.

Wer erlaubt sich da, das Wort „unmöglich“ in den Mund zu nehmen?

Gott segne dich.

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