Wage Schritte ins Ungewisse

Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen.
2. Mose 23, 25

Kaum geht es durch die Wüste, fängt das Herz zu sorgen an. Auf der Wüstenwanderung kommt das Volk Israel in persönlichen Engpass. Es wird heißer wie sonst, Wasser wird knapp und gebratene Tauben fliegen auch keine herum. Innerlich legt es einen Schalter um und sie vergessen wer sie sind. Aus lauter Sorge, wie werden wir das überstehen, verschwitzen sie ihre Berufung. Sie sorgen sich nur noch um ihre nackte Haut und verlieren Gott aus den Augen. Lieber Gott, wir haben jetzt keine Zeit für dich, wir müssen erst unser Schäfchen ins Trockene bringen. Unter ihrer Sorge ums Alltägliche, schwindet der Glaube. Wenn´s an den Kragen geht, ist Gottvertrauen fort. Doch gerade in der Wüste geht es um Gottesdienst. Im Aus will Segen fließen. Dort wo es eng wird, soll der Dienst am Nächsten nicht aufhören. Beim Eintritt ins Kloster, gabs ein Wort für mich: „Machen wir Gottes Angelegenheiten zu den unseren, dann macht er unsere zu den seinen.“ Wir sind gerufen zu dienen, alles andere ist seine Sache.

Segen erfahren wir nicht wo wir uns abrackern, sondern wo wir unsere Berufung trotz Wüste leben. Die Kirche, eine Gemeinschaft, jeder einzelne hat einen Auftrag, für den er gedacht ist. Wir haben das Wort auszuteilen und mit den Hungrigen das Brot zu brechen, weil wir es selbst empfangen haben. Den Ängstlichen haben wir Mut zuzusprechen und die Kraftlosen aufzurichten. Unser Fokus liegt auf dem, was wir schon lange haben und nicht auf dem, was fehlt. Konzentrieren wir uns viel mehr auf das, was Gott durch uns bewirken will, dann wird der Segen für alles andere zufallen.

Wo wagen wir glaubend Schritte, auch wenn die Zukunft düster aussieht?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Rückrufaktionen sind gut

Ich will euch heimsuchen, spricht der HERR, nach der Frucht eures Tuns.
Jeremia 21, 14

Zunächst löst heimsuchen volle Beklemmungen in uns aus, weil wir sofort an Naturkatastrophen denken. Gott versetzt ins Unglück, wobei bei genauem Betrachten, wir selbst das Unglück auslösen. Von Gott losgelöst, führt in die Katastrophe. Da gelten keine Gesetze. Unrecht ist Tor und Tür geöffnet. So die Lage zur Zeit Jeremias, wo im alten Israel das Recht der Willkür ausgeliefert war. Die schlimmste Heimsuchung Gottes ist dort, wo er Menschen sich selbst überlässt. Doch daher hat heimsuchen eine ganz starke zweite Seite. Gott muss Menschen mit Gnade heimsuchen. Die Tat Christi ist sein Widerspruch, zu all unseren Tun. Heimsuchung hat das Ergebnis, dass kein Mensch Opfer seiner Taten bleiben muss. Er kann in Christus fruchtbar werden. Damit ist keiner sich selbst ausgeliefert oder dem Übel, das über ihn herein bricht, sondern ist heimgesucht von der Kraft von oben, die edle Früchte bringt.

Wo Gott heimsucht, geschieht die eigentliche Wende in der uns. Damit beginnt geistliche Produktivität. Es werden die Gaben des Geistes, Liebe, Freude, Friede und so weiter aktiviert, dass Leben zum Segen wird. Unser Tun, wird zur heiligen Handlung. Mit unserer Arbeit multipliziert sich die Gnade. Wir selbst suchen dann die Welt mit Freundlichkeit, Vergebung und Erbarmen heim. Um segensreiche Ergebnisse zu liefern, muss Gott heimsuchen. Er braucht die Prüfungen, damit es bei uns klick macht. Wenn wir heimgesucht werden, sucht uns Gott auf. Er will unsere Taten zu Wohltaten machen. Darum lasst uns Gutes tun und nicht müde werden, dann werden wir ernten, sagt Paulus.

Können wir Heimsuchen als Rückrufaktion Gottes erkennen?

Gott segne dich.

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Fokussiere doch auf Talente

Auch wir wollen dem Herrn dienen; denn er ist unser Gott.
Jos. 24, 18

Wenn Großes gelingen soll, müssen Extreme zusammenwirken. Bei einem Haus arbeiten die unterschiedlichsten Gewerke zusammen. Der Planer ist mit dem Maurer, dem Fensterbauer und IT-Spezialisten eine Ganzheit. Die kunterbunte Vielfalt bringt das geniale Ergebnis. Leute, die sonst nichts miteinander am Hut haben, ergänzen sich. Jeder braucht jeden. So funktioniert Kirche. Gemeinsam dienen wir einer großen Sache. Da geht es nicht um Einzelkompetenzen, die besser sind als andere. Gemeinschaft ist kein Sammelbecken für Individualisten, bei dem jeder das Seine macht. Was Josua hier in einer überregionalen Kirchenversammlung aufgreift, ist der Gedanke der Einheit. Er schweißt unterschiedlichste Gaben und Auffassungen zu einem Team zusammen. Er reißt einen großen Horizont auf, um des höheren Zieles willen. Reich Gottes verbindet die vielen Gaben, um gewaltige Schlagkraft in dieser Welt zu haben.

Das Fremdartige, das Grundverschiedene will unter dem Auftrag Christi zusammenwachsen. Glaube betont nicht das Trennende, sondern liebt das Andersartige. Ein Elektroniker tickt anders als der Möbelbauer und doch dienen sie einer guten Sache. Christus will unser Herz weit machen, für den, der vielleicht total andere Ansichten hat, doch mit uns in einem Boot sitzt. Ist das nicht eine sportliche Aufgabe, beim andern nicht über charakterliche Schwächen zu stolpern, sondern haarscharf zu beobachten, welche Gaben unser Miteinander bereichern? Wir kommen dann ganz schnell aus dem Klagen heraus, weil wir uns auf Talente fokussieren, die alle voranbringen. Wenn die persönlichen Eitelkeiten kleiner werden, kann das gemeinsame Ergebnis für alle größer werden.

Wo grenzen wir ab, anstatt dankbar zu verbinden?

Gott segne dich.

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Lass Abenteuer zu

Gott spricht: von nun an lasse ich dich Neues hören und Verborgenes, das du nicht wusstest. Jes. 48, 6

Nach 40 Jahren kommunistischer Herrschaft, hat jeder mehr oder weniger willig, sein Leben auf das Stasi System eingerichtet. Mauern sind wie Beton im Kopf, dass wir nicht glauben können, dass sich je etwas ändert. 1989 gingen die Grenzen auf und Trabi Kolonnen rollten gen Westen. Ich lasse dich Neues hören, gilt einem Volk im Exil. Jahrzehntelange Gefangenschaft, soll auf einmal vorbei sein. Israelis Leben wird neu aufgemischt. Die Geschichtsschreibung schlägt ein neues Kapitel auf. Gewaltige Umbrüche, von denen manch einer geträumt hat, doch niemand für möglich gehalten. Wenn Gott in das Rad der Geschichte eingreift, ist das wie Neuschöpfung. Aus dem Nichts wird alles. Da werden Gehirnzellen total aufgemischt. Die fettesten Probleme lösen sich in Luft auf. Was kein Presslufthammer geschafft hätte, lösen heilige Worte von oben aus. Zeigt uns, wir denken viel zu klein von Gott und bewerten unsere Engpässe über.

Wenn ein neuer Tag beginnt, sind wir vor Überraschungen nie sicher. Damit ist heute möglich, was gestern noch nicht ging. Wenn Gott Geschichte schreibt, wenn er seine Geheimnisse offenbart, dann kommt immer Übermacht in Ohnmacht. Es liegt einzig an uns, die wir nicht glauben, dass Mauern fallen können. Wir sind diejenigen die das neue blockieren, weil wir es nicht für möglich halten. Wir bleiben zu lange im Alten, weil wir nicht die Chance ergreifen, auf das Neue zuzugehen. Vieles von dem was Gott offenbaren will bleibt verborgen, weil wir uns lieber Gewohnten aufhalten, als einen Schritt über unsere Begrenzung zu wagen. Gott führt, daher gehen Türen auf, die uns verschlossen sind.

Sind wir bereit uns auf dieses Abenteuer einzulassen?

Gott segne dich.

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Riskiere Neuland

Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst!
Ps. 31, 10

Ohne Angst geht´s nicht. Sie gehört wie das tägliche Brot zum Leben. Sie winkt mit dem großen roten Stoppschild und zählt alle Gefahren auf, die jetzt kommen können. Angst ringt um unsere Sicherheit. Sie will das Leben bewahren. Sie ist eigentlich der Sicherheitsgurt unserer Existenz. Sie hält uns zurück, wenn´s gefährlich wird. Doch diese Übervorsicht ist sie der größte Lebensbehinderer. Flugangst verhindert, dass ich in ein Flugzeug steige und ferne Länder bereise. Aus Angst die Aufgabe nicht zu schaffen, nehme ich die Herausforderung nicht an. Aus Angst, was mutet mir Gott auf meinem Weg zu, lasse ich meine Berufung pfeifen. Angst hindert Glauben, weil uns der immer in unbekanntes Land führt. Angst ist damit nicht nur der Bremsklotz für die persönliche Entwicklung, sondern auch die Bremse für das Reich Gottes. Wieviel Wege sind nicht gegangen worden, weil das Risiko zu hoch war? Wieviel Segen ist nicht geflossen, weil Glaube von Angst zurückgehalten wurde?

Im Umgang mit der Angst geht es nicht darum, mehr Mut zu entwickeln. Denn auch der Mutige hat Angst. Der Psalmbeter steht zu seiner Angst, bleibt jedoch dabei nicht stehen. Der Schritt über die Angst hinaus macht er zum Gebet. Lass mich an meiner Stoppstelle deine Gnade erfahren. Lass das Vertrauen zu dir größer sein, als das, was mich zurückhält. Auch Jesus betet in seiner Angst. Die Sorge der Angst wird transformiert in Gottvertrauen. Damit überschreiten wir Grenzen und lassen Neues an uns zu. Hier entsteht der Glaube der Berge versetzt. Wo wir in der Angst auf Gott zugehen, werden in uns schöpferische Kräfte lebendig. Wir wagen Neuland. Es entsteht etwas, was es bei uns noch nicht gegeben hat.

Bleiben wir aktiv, wenn uns angst ist, oder stecken wir zurück?

Gott segne dich.

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Mit vollen Händen verschwenden

Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln.
Jes. 54, 7

Manchmal werden wir unter Gottes Wegen schier verrückt. Wir verstehen nicht, warum er schnell mal eine mühsam erbaute Kirche herunterbrennen lässt, oder eine unheilbare Krankheit schickt. Gottesvolk unter ägyptischer Herrschaft oder babylonischer Gefangenschaft, ist alles andere als ein verheißungsvolles Zuckerschlecken. Jesus brachte durch seine Gegenwart eine ganz andere Perspektive in die menschliche Existenz, und sagt dann: Ich bin dann mal weg. Doch im Weggehen geschieht Verrücktes. Er sagt: Ich lasse euch nicht als Waisen zurück; ich komme zu euch. Wenn Christus sich von der Erde zurückzieht, dann dazu, um seine Wirkung zu verstärken. Er gießt seinen Geist aus. Damit vergrößert er seinen Einfluss. Er ist nicht mehr der Christus des einen Volkes, sondern der ganzen Welt. Er ist umfassende und ausnahmslose Realpräsenz. Damit vermischt sich irdische mit himmlischer Welt.

Mitten in der Asche wächst Glaube und Gottvertrauen. Im Exil entsteht Gemeinde. Die Gefangenschaft erfährt die totale Freiheit. Der Heilige Geist liefert Ergebnisse in katastrophalen Verhältnissen. Wo der Geist Raum findet, kann es uns noch so dreckig gehen, und wir empfinden es so, als stünden wir in einem Rosengarten. Der Geist verwandelt nicht das Äußere, er verwandelt uns. Damit gehen wir mit Widrigkeiten anders um. Wir brauchen nicht unsere Verlassenheit zu beklagen, sondern können darin die Welt verwandeln. Der Geist setzt unsere ganze Aktivität frei, die in der Asche Kirche baut. Wir sind nicht die Erschlagenen und Verlassenen, sondern die, die unter allen Umständen heilende Ergebnisse liefern.

Zu was darf der Geist heute unsere Hände füllen?

Gott segne dich.

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Schmerzen sind gut

Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen?
Hiob 2, 10

Glück und Schmerz werden hier in einem Atemzug als Gaben Gottes genannt. Völlig wertfrei sind sie nebeneinander gestellt. Wir wehren uns gegen das Ungemütliche, gegen das Kleingedruckte im Leben. Doch Hiob sagt, Gutes und Böses kommt von Gott. Das Böse, das was wir als Unglück bezeichnen, kommt vom „lieben“ Gott. Wir haben ein gewaltiges Problem im Bösen das Gute zu erkennen. Wer hat denn gesagt, dass ein Weg schmerzfrei verlaufen soll? Die Entwicklung zum Heil geht über Kreuzwege. Wir sind von Gott zum größten Projekt seiner Geschichte geschaffen – zur Heiligung. Ein sich offenbarender Gott zeigt sich am stärksten in Ohnmacht. Selbst Jesus betete: Lass diesen Kelch an mir vorübergehen, doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Gerade der bitterste Sterbensprozess führte zur Erlösung und Auferstehung. Es war nötig, dass auch Jesus ganz unten durch musste.

Viktor Frankl, einer der größten Psychotherapeuten, hatte selbst 5 KZ´s überlebt, jedoch seine ganze Familie darin verloren. Unter Schlägen und Folterungen kommt er zu der Erkenntnis: „Man kann dem Menschen alles nehmen, doch nicht die innere Freiheit, wie er sich zu den äußeren Ereignissen stellt. Leiden hat unter allen Umständen einen Sinn. Es gibt im Leben viel aufzuleiden, um zur inneren Größe zu gelangen.“ Schmerzen sind gut. Unter dem Leidensdruck entsteht die stärkste Veränderung im Menschen. Unter Druck entstehen Edelsteine. Daher wehren wir uns nicht, wenn uns das Leben hart anfasst. Erkennen wir darin unser große Freiheit, uns zum Besten zu entwickeln, den sich Gott von uns gedacht hat.

Was ist das Gute an meiner Krise?

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Stress ade

Ach, Herr, du großer und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten! Wir haben gesündigt und Unrecht getan.
Dan. 9, 4-5

Unsere Menschlichkeit sorgt immer für Stress. Wo Menschen sind menschelt es. Ohne Gottesbeziehung knallt´s im Leben. Da bleibt Dasein im Unerträglichen. Im Zusammenspiel mit Gott sind wir wahrer Mensch. Eine Blume ohne Licht und Wasser ist nicht lebensfähig. Ihre Verbindung zu Sonne und Regen bringt die zum Blühen. Das Trennen dieses Zusammenwirkens ist das Wesen der Sünde. Unrecht ist falscher Standort und fehlende Wachstumsbedingungen. Da entsteht Stress der schlappen Blätter. Die Blume verliert ihre Bestimmung, ein Lächeln Gottes zu sein. Der fehlende Bund ist die Wurzel allen Übels. Wohl dem, der nicht in seinem Versagen stecken bleibt. Gut, dass der Bund nicht von uns abhängig ist. Sonne und Regen werden nie aufhören. Es ist alles da, das ist unsere Gnade. Die Bundabschneider bekommen ihren Christus, der wieder zusammenbringt. Das ist Gottes Antwort auf Sünde und Unrecht.

Unsere Antwort ist, das Wort lieben. Wer die Gebote hält, greift nach dem Wort, greift nach Christus, greift nach Licht und Wasser. Diese banale Antwort ist unsere Lebensaufgabe. Mit dem Bund der Gnade antworten wir auf die Fälschung des Lebens. Wir sind nicht mehr Sünden- sondern Gnadengeprägte. Damit haben wir eine mächtige Lebenseinstellung. Wir klagen nicht über das Jammerbild einer vertrockneten Blume, sondern bringen sie schnellstens mit Licht und Wasser zusammen. Aus dieser lebensveränderten Kraft schaffen und gestalten wir. Wo die Sünde mächtig ist, ist die Gnade viel mächtiger geworden.

Liegt darin nicht alles, um machtvoll mit Stress umzugehen?

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Kindlich aus dem Ewigen schöpfen

Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet.
Ps. 8, 3

Kinder leben ganz im Augenblick, so herrlich spontan und überschwänglich emotional. Sie sind in allem leidenschaftlich. Sie können sich über Kleinigkeiten freuen. Bekommen sie eine Blume geschenkt, funkeln die Augen vor Glück. Lacht ein Stück Erdbeerkuchen, stürzen sie sich gleich auf Erdbeeren mit Sahne, bis am Schluss ein Schlachtfeld von Boden übrig bleibt. Ein kleiner Sturz, unvermittelt kommt eine Heulattacke, um im nächsten Moment, unter der tröstenden Mutter wieder in schallendes Lachen auszubrechen. Wenn man Kinder so unbeschwert erlebt, kann man wie Luther sagen, da hat man Gott auf frischer Tat ertappt. Auch Jesus sagt: Werdet wie Kinder, dann seid ihr dem Himmel nah. Sie vertrauen, sind so herrlich offen für Neues, so bereit sich mitnehmen und führen zu lassen. An diesen Kleinen zeigt sich viel mehr von meiner Güte, als an den Wohlerzogenen. An den Kindern könnt ihr sehen, wie groß ich bin.

Unsere hochgelobte Erziehung hat oft unsere kindliche Ursprünglichkeit verschüttet, oder gar abtrainiert. Um Gott auf frischer Tat zu ertappen, brauchen wir Zugang zum Augenblick. Nicht gestern, nicht morgen finden wir den Himmel, er ist jetzt offen. Was ich jetzt nicht ausschöpfe, ist für alle Zeit vorbei. Jetzt spielt die Musik, jetzt erleben wir, wie Gott aus Kleinem Großes macht. Jetzt finden wir alle Erfüllung und allen Trost. Nirgends ist uns Güte und Erbarmen näher als in diesem Augenblick. Kinder leben in und aus der ewigen Welt. Daher können sie alles wagen, trauen sich alles zu, leben grenzenlos, unbeschwert und frei.

Um das Geheimnis des Glaubens zu erfahren, wo können wir da bei Kindern in die Schule gehen?

Gott segne dich.

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Herrlich ansteckend

Ich will sie mehren und nicht mindern, ich will sie herrlich machen und nicht geringer.
Jer. 30, 19

Auch wenn der Eindruck entsteht, Kirche und Glaube wäre ein Auslaufmodell, sieht das ganz anders aus. Wieviel Herrscher hatten es sich schon auf die Fahne geschrieben, das Christentum auszuradieren. Wer nicht mehr ist, sind sie selbst. Die Jünger dachten, nach Karfreitag ist alles vorbei, doch dann ging es erst richtig los. Aller Auflösung, allem Untergang steht ein Paukenschlag gegenüber. Ich will mehren und herrlich machen, ist der Sauerteig des Unscheinbaren. Ein kleiner Teigklumpen reicht, um eine ganze Schüssel zu säuern. Aus dem Kind in der Krippe wurde eine weltweite Christenheit. Auf das was Gott schafft, kann man keinen Deckel stülpen. Leben vermehrt sich. Leben lässt sich nicht mit Tod abspeisen. Wo das Wort ist, wo Christus ist, setzt sich Auferstehung durch. Da gibt es immer Menschen, deren Augen unter größtem Druck leuchten. Wo Gott seine Hände im Spiel hat, dürfen wir das Geringe nie unterschätzen.

Reich Gottes bleibt ein Wachstumsunternehmen. Was er herrlich machen will, wird er zur Herrlichkeit führen. Dort wo wir schwarz sehen, fängt Gnade an zu jubeln. Wir sind die in der Katastrophe Belebten. In allen Bedrohungen können wir gelassen bleiben. Wir wissen, dass aus nichts alles werden kann. Nein, es wird nicht alles schlechter. Wir können aufstehen, mutig und froh unseren Weg gehen, dann werden wir unser blaues Wunder erleben. Wo wir uns vom Wort anstecken lassen, werden wir immer ansteckend bleiben. Da wird sich etwas ausbreiten, das niemand aufhalten kann. Was aus Gott kommt, wird Menschen beschlagnahmen und sich vermehren.

Was wird durch uns herrlich, weil wir herrlich gemacht sind?

Gott segne dich.

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