Gib dir den Schuss Dopamin

Der Herr wird´s vollenden um meinetwillen.
Ps. 138, 8

Wir kommen mit etwa 100 Milliarden Neuronen im Gehirn auf die Welt. Diese Zellen warten nur darauf, sich ohne Ende zu vernetzen. In uns liegt eine natürliche Lust zu lernen und zu wachsen. Kleine Kinder sind wissbegierig ohne Ende. Sie lernen täglich dazu. Es ist faszinierend, diese Lernerfolge zu erleben. Jedes Mal, wenn das Laufen lernen beginnt, das erste Mal das Wort Mama aus dem Mund kommt, vernetzen sich Neuronen, die das Gefühl von Lebendigkeit erhöhen. Sie machen hellwach und Lust auf mehr. Wenn wir später „vernünftig“ werden, wurde dieses heitere Vernetzen abtrainiert und wir haben uns auf ein „Normalmaß“ eingependelt, wo diese sprühende Entwicklung immer weniger wird.

Gott hat Lust auf Entwicklung. Er will neue Netzwerke knüpfen, die lebendig machen, die jeden Tag lernen und das Unerforschliche erforschen. Er will Menschen erweitern und unter seinen Segenstrom stellen. Mit allem, was an uns geschieht, will er uns hellwach machen. Jedes Ereignis, ob niederschmetternd oder aufbauend, will unsere Entwicklung anregen. Ein Kind das beim Laufen lernen immer wieder auf die Nase fällt, wird nie sagen: Ich gebe auf, ich bin anscheinend nicht zum Laufen geboren. Nein, alles Schmerzhafte dient dem Wiederaufstehen. Beobachten wir einmal, wie schnell wir zu uns sagen, das kann ich nicht, das ist nicht meins, das können andere besser. Wir haben gelernt, uns systematisch zu begrenzen und stehen zu bleiben.

Wenn Gott in uns seine Liebe, Vergebung und Auferstehung vollenden will, sind da, egal wie alt wir sind, Milliarden von Neuronen, die Lust auf lernen haben. Wir sind nicht dazu geschaffen, dass es irgendwann genug ist, sondern dass wir jeden Tag neu den Dopamin Ausstoß des Lebens erfahren und hellwach werden.

Was mache ich heute anders und was will ich dazulernen?

Gott segne dich.

Gib der Glocke den Rest
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Sei klug und durchbreche Grenzen

Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.
Ps. 14, 2

Bei diesem Bild, kommen wir mit rein menschlichen Vorstellungen ins Schleudern. Von wegen, Gott sitzt irgendwo auf einer Wolke und betrachtet das Weltgeschehen. Hier spielt uns unser Verstand einen gewaltigen Streich, bei dem wir erkennen, dass wir viel zu klein von Gott denken. Wenn Gott schaut, ist der ganze ewige Kosmos über uns aufgerissen, der energiegeladen sich auf die Erde zubewegt.

Um das zu erahnen, was da für unvorstellbare Welten dahinter stehen, kann uns Albert Einstein und die Wissenschaft etwas näher heranführen. Wenn man den Menschen unter seiner atomaren Beschaffenheit betrachtet, ist der materielle Anteil unter 0,001 %. Alles andere ist „Hohlraum“ zwischen kreisenden Atomen. Also sind wir physikalisch ein „Nichts.“ Der Weltraum mit all seinen Planeten, besteht zum gleichen verschwindend geringem Anteil aus Nichts. Doch dieses Nichts ist voller Energie und Informationen. Im Volumen eines Kubikmeters liegt solch eine Kraft, dass alle Meere auf der Erde, das Land überfluten könnte. Wenn wir diesem Gedanken nachspüren, bekommen wir eine winzige Vorstellung, von dem, wie Gott auf die Erde schaut. Da ist ein wohlwollendes Kraftfeld, das sich auf uns zubewegt und sich in uns entfalten will. Da ist die ewige Welt voller Licht, in die alle Schöpfung eingehüllt ist.

Dieses Licht fragt nach klugen Menschen. Nach offenen Herzen, die sich nicht nur im Minimalbereich von sichtbarer Materie aufhalten. Gott fragt nach denen, die menschliche Möglichkeiten durchbrechen und aus dem Nichts mit Schaffen beginnen. Nach solchen, die die Kräfte freisetzen, die höher sind als alle menschlich Vernunft. Gott sucht kluge Wähler.

Mit welchem klugen Schritt, durchbrechen wir heute eine Grenze in uns?

Gott segne dich.

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Nutze ein starkes Morgenritual

Herr, frühe wolltest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.
Ps. 5, 4

Von der Augsburger Puppenkiste gab es das Puppentheaterstück: „Katze mit Hut“. Empfangschef ihres Hauses war der tollpatschige Stolpervogel. Solch ein Stolpervogel könnten Menschen sein, die morgens aus dem Bett aufstehen und hastig in den Tag stolpern. Der Wecker ist so gestellt, dass man sich von der ersten Sekunde an unter Zeitdruck befindet, um sich zu richten, evtl. im Vorbeigehen noch einen Kaffee mitnimmt und ab zur Arbeit. Ein Morgenritual, das gezwungener weise einen stressigen Tag verschafft und ein durch den Tag stolpern vorprogrammiert.

Der Psalmist kennt den Wert eines ganz bewussten Morgenrituals. Bereits bevor wir die Bettdecke wegziehen, beginnt eine innere Ausrichtung. Gerade wenn unser Geist im Übergang von der Traumphase zur Wachphase ist, ist die beste Zeit, um ihn auf Gottes Geist auszurichten. Hier schaltet das Unterbewusstsein ins Tagesbewusstsein, wo wir absolut empfänglich für das Reden Gottes sind. In diesen ersten 15 bis 30 Minuten werden die Weichen gestellt, wohin heute die Reise geht. Da sind wir online mit dem Himmel. Wir werden auf das eingestimmt, wer wir sind und was uns antreibt. Da läuft der Datenaustausch, der entscheidet, ob wir freudig gestalten, oder das System irgendwann überlastet kollabiert.

Wir entscheiden in diesen ersten Minuten, ob wir unseren Tag mit dem Heiligen Geist synchronisieren und dadurch zum bewussten Gestalter dieses Tages werden, oder ob uns die auf uns zufliegenden Aufgaben bestimmen. Wo wir auf Gottes Stimme hören, übernimmt das Wort die Führung. Damit stolpern wir nicht einfach auf das zu was kommt.

Wie würde unser Tag verlaufen, wenn wir etwas früher aufstehen und unseren Tag kraftvoll ausrichten ?

Gott segne dich.

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Du bist fließende Liebe

Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte.
Ps. 130, 4

Gott praktiziert ein geniales Lebenskonzept. Er ist fließende Liebe, die unaufhaltsam zum Menschen muss. Sie ist wie der Fluss, der von der Quelle weg, die eine Absicht hat, – ich will zum Meer. Kein Stein, kein noch so kurvenreiches Bachbett, keine Enge kann ihn aufhalten. Geschmeidig fließt er bis zum Meer, weil Wasser immer ins Meer will, so wie Liebe zum Menschen will. Egal was passiert, für ihn gibt es nichts, was ihm die Sprache verschlägt, was das Herz eiskalt macht, was ihn regungslos macht und zum Herzinfarkt führt. Liebe ist zum Fließen geschaffen, wie das Blut in Venen und Arterien. Liebe kann nicht anders als überfließen. Das ist der eigentliche Sinn von Überfluss, dass etwas zufließt und weiterfließen will. Wo dieser Austausch stockt, wird’s lebensgefährlich. Hartgewordene Herzen und festgehaltene Schuld stoppen den Fluss, wie ein Staudamm, bis Land unter ist. Gott versauert nicht, über dem was ihn beleidigt und entehrt; er behält ein warmes Herz, in dem die Liebe um jeden Stein fließt, ihn dadurch schleift und noch schöner macht. Er bleibt nicht bei erfahrenem Unrecht stehen, sondern bleibt im Fluss. Vergeben lässt sich nicht von Widerständen aufhalten, sondern ist der Befreiungsschlag für fließende Liebe. Weit gewordene Herzen, verhindern das dicht machen.

Mit diesem Rezept gießt er heilsames Öl in alle tiefen Wunden. Wir können in dem ganzen täglichen Ballast aufatmen. Christus hat vergeben, um alle Anklage mit Liebe zu entmachten. Dem Nagetier, das uns innerlich auffressen will, entziehen wir durch Vergeben das Futter. Ein so befreiter Mensch bleibt in fließender göttlicher Liebe. Die Steine der Enttäuschung, können seinen Fluss nicht mehr aufhalten. Vergebende Herzen bewahren Miteinander vor einem Herzinfarkt. Sie fließen befreit und unaufhaltsam als der Überfluss von Liebe durch die Welt.

Wem würde ich heute vergeben, um im Überfluss der Liebe zu bleiben?

Gott segne dich an diesem Sonntag.

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Du bist zum Segnen da

Mose sprach: Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: Den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des Herrn, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des Herrn eures Gottes.

  1. Mose 11, 26-28

Gott machte Luftsprünge, als wir das Licht der Welt erblickten. Da stand ein großes Wow in den Wolken, als er dich in deiner ganzen Schönheit vor sich stehen sah. Gott war begeistert von dem Licht, das durch dich in die Welt strahlt. Wir wurden dazu bestimmt, die Erde fruchtbar zu machen und zu segnen. Wir waren zum Staunen und zum Vermehren geboren. All die Schätze der ewigen Welt, bekamen wir mit in unser Reisegepäck. Wir kamen als kleines, grenzenloses Wunder zur Welt, das alles Miteinander befruchten soll. Doch anstatt zu segnen, wuchs das große Vergessen.

Ein Blick in die Zeitung lässt die Frage aufkommen: Wo sind nur Wunder, Licht und Segen geblieben? Der Fluch, in dem wir leben, ist der verlorene Glaube. Wir glauben nicht mehr wer wir sind, weil der heiße Draht zum Schöpfer abgekühlt ist. Mose rüttelt sein Volk ordentlich wach. Leute, seht ihr denn nicht, dass ihr euch abgewöhnt habt, aus dem Segen zu schöpfen, in den ihr gestellt seid. Ihr habt euch klein gemacht, und erkennt nicht, dass in euch die Kraft des Geistes leben will, für den alles möglich ist. Ihr sprecht selbst das Nein über eurem Leben aus, frustet es runter, obwohl ihr von Gott ein überwältigendes Ja im Rücken habt. Fahrt euch doch nicht selbst an die Wand, wenn euch die Türen zum Himmel offen stehen. Mose möchte mit uns zum Höhenflug ansetzten.

Du bist als Segen geschaffen. Der Fluch der Welt braucht genau das Licht, das durch dich scheinen will. Die Gebote, die wir haben, sind die Vollmacht zum Wunder. Wir werden zum Fluch, wo wir nicht zum Segen werden.

Was würde ich jetzt tun, wenn ich weiß, ich bin zum Segnen geschaffen?

Gott segne dich.

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Dir fliegt ein Herz zu

Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein liebes Kind? Denn sooft ich ihm auch drohe, muss ich doch seiner gedenken; bricht mir mein Herz, dass ich mich seiner erbarmen muss, spricht der Herr.
Jer. 31, 20

Man könnte meinen, heute sei Vatertag. Hier zeigt sich ein Vater mit mütterlichen Gefühlen. Nicht ein Weltenherrscher, der Völker regiert, sondern ein Herz, das für seine Kinder bebt. Gott spricht mit dem Propheten über sein Kind, das Volk Israel. Eine echte Vater-Sohn-Beziehung. Kinder schlagen nun mal über die Stränge, doch bei aller Konsequenz in der Erziehung, bleibt das Band der Liebe, das alle Spannung aushält. Die Qualität des Vaters zeigt sich darin, das er im Augenblick das Gesamte sieht. Er wird immer Vater sein und bleiben, egal was kommt.

Auf der ganzen Menschheit liegt Wohlwollen. Gott ist Vater seiner Kinder. Für Chinesen, Amerikaner, Türken, Afrikaner und alle, die wir nicht so gerne als Geschwister ansehen wollen. Das offene Herz gilt Muslimen, Buddhisten, Hindus, Orthodoxen und allen Christen. Für jeden, den wir schon lange ausgestoßen haben, gelten die offenen Arme des Vaters. Was muss da für ein belastbares Herz dahinterstehen, seinen Sohn ins Elend ziehen zu lassen, dass er regelrecht in der Gosse landet, um ihm bei seiner Rückkehr entgegenzulaufen und ihn zu küssen? Kinder leben immer im Herzen dieses Vaters. Erbarmen trägt die Erde. Liebe hält Katastrophen aus. Wo der Mensch auch sein Hirn anschlägt, aus den umarmenden Händen, kann selbst der größte Verbrecher nicht herausfallen.

Über allem was in dieser Welt passiert, bleibt die Türe des Vaters immer offen. In jedem Augenblick können wir heim kommen. Unser Zuhause kennt keine Öffnungszeiten. Auch wenn wir den Kopf unter dem Arm daher tragen, wartet da einer der sagt: Ich freue mich, dass du da bist!

Was kann sich heute entspannen, wo uns solch ein Herz entgegenfliegt?

Gott segne dich.

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Mache dich unbeliebt

Die ihr den Herrn liebet, hasset das Arge!
Ps. 97,10

In jedem James Bond Film siegt das Gute über das Böse. Was hier Aktion reich dargestellt wird, hat einen tiefen Hintergrund. Liebe hat nichts damit zu tun, alles zu ertragen und annehmen wie es ist. Die Liebe hat in ihrer Leidenschaft für das Verbindende, Auffangende und Tragende, eine starke Entschlossenheit zu trennen. Liebe trifft klare Entscheidungen und kann ausgrenzen. Die Liebe führt bei aller Freundlichkeit einen erbitterten Kampf gegen alles, was Leben sabotiert. Liebe sagt nein zum Bösen.

Alles Dasein funktioniert nicht nur einfach, es ist ein erfüllender Liebesakt. Liebe ist das geschmeidige Netzwerk, das alles mit allem verbindet. Nichts lebt für sich, jeder Fünkchen Leben befruchtet das andere. Gott befruchtet den Menschen. Die Menschen sich untereinander. Dieser lebendige Austausch geht über die Tiere und Pflanzen. Die ganze Schöpfung, die einzelnen Planeten stehen in einer sich gegenseitig bedingenden Beziehung. Liebe ist das Wachstumshormon, das dieses ewige, mit allem verbunden sein gedeihen lässt. Liebesentzug gäbe schlagartig einen Schöpfungscrash. Das wäre der Herzinfarkt für alle Existenz.

Wer Gott liebt, kann nicht anders als die ganze Schöpfung und sich selbst zu lieben. Gott lieben, weckt das Selbsterhaltungsbewusstsein. Die Liebe übernimmt die Verantwortung für alles um sich herum. Wo die Liebe wächst, wird sie stark gegen alles, was das Leben schwächt. Leidenschaft für das Leben ist gleichzeitig Aufstehen gegen Zerstörung. Dieser Kampf geht nach innen und außen. Er fängt bei mir an, dass ich gegen meine eigene Trägheit und Gleichgültigkeit aufstehe, wo ich mich gehen lasse und vor Schwierigkeiten die Augen verschließe. Zusätzlich trete ich im Außen auf, wo das Recht und die Liebe mit Füßen getreten wird.

Was stärkt die Bereitschaft mich unbeliebt zu machen, wo Liebe verletzt wird?

Gott segne dich.

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Feiere in Brennpunkten

Der Gerechte erkennt die Sache der Armen.
Spr. 29, 7

Jeder ersehnt den Zeitpunkt herbei, bei dem ein Impfstoff gegen den Corona-Virus gefunden ist. Gleichzeitig entsteht Panik über eine Zwangsimpfung. Eine subtile Frage, bei der viele die Einschränkung des Rechts auf Selbstbestimmung befürchten. Es geht hier nicht um die Diskussion der Sache an sich, sondern um die Not, die die Menschen im Alltäglichen umtreibt. Überall begleitet das Leben so viele Schatten. Da sind so viele einsame alte Leute zuhause, die lange Zeit keinen Besuch mehr hatten, die dringend ein gutes Wort und ein verstehendes Herz brauchen, die seelisch ausgelaugt sind.

Die Fragen der Menschen habe bei Gott oberste Priorität. Gott führt uns nicht nur ins Licht, wir erheben uns nicht nur im Geist und gehen großartige Wege der Erleuchtung, sondern er führt die Erleuchteten in den Schatten. Wer die Freude in Gott erlebt, wird automatisch zur Schattenarbeit berufen. Wer Gott in seiner Schönheit erfährt, erkennt gleichzeitig eine unerlöste Welt. Gott erkennen, steht auf der gleichen Ebene wie den „Armen“ erkennen. Der Gerechte, ist der von Gott Gesegnete, der mit Gaben Überschüttete. Die Gottesbegegnung dient nicht unserer persönlichen Bereicherung, sondern will sich in die Herzen der Menschen bewegen. Empfangene Gnade ist fließende Gnade.

Alles Licht, das wir erfahren, dient der Schattenarbeit. Licht ist immer für die Dunkelheit gedacht. Wo wir die Gaben Gottes nur für uns genießen, betrügen wir die Menschen, für die sie gedacht sind. Allen Reichtum den wir im Glauben erfahren, will zu dem, was den Leuten unter den Nägeln brennt. Dazu erkennen wir Gott, dass wir die Sache der Armen erkennen.

In welchem Brennpunkt feiern wir heute unser Gottesdienst?

Gott segne dich.

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Werde unendlich weit

So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben?
Hes. 33, 11

Der Prophet Hesekiel will in politischen Auseinandersetzungen ein Leitbild für das Volk erstellen. Wo er die Frage nach dem Sterben stellt, fragt er eigentlich: Wofür lebst du? Für was willst du am Ende gelebt haben? Du entscheidest, ob du dich für ein gutes Erbe abrackerst, das an die Kinder und Enkel übergeht. Du entscheidest, ob du dir Ruhm und Ehre gönnen willst. Du bestimmst, ob du zu einem Menschen geworden bist, der unter Gott gewachsen ist und andere mit seinen Gaben bereichert hat. Vor diese Entscheidung werden wir jeden Morgen neu gestellt.

Morgens wenn wir aufstehen, treffen wir die Absicht für den heutigen Tag. Entweder wir machen es wie gestern und erfüllen die Aufgaben, an die wir gestellt sind, oder wir nehmen den Tag als Geschenk, bei dem ich mich frage: Was ist heute meine Absicht? Für was möchte ich leben und für was sterben? Inwieweit öffne ich mich der Führung des Heiligen Geistes, der mein kleines Ego in die göttliche Unendlichkeit stellt? Wenn die Bibel von Umkehr spricht, ist es die Frage, inwieweit wir in unserem begrenzten Menschsein leben wollen, oder bereit sind für das größte Abenteuer des Geistes. Inwieweit wir uns im kleinbürgerlichen Denken bewegen, oder offen werden für eine unvorstellbare Dehnung unseres Geistes, der sich in den grenzenlosen Möglichkeiten Gottes bewegt. Umkehr heißt, sich in das Alles-ist-möglich-bei-Gott, zu stellen.

Wo wir an unser Ende denken, geht es immer um diese elementare Frage: Habe ich aus mir gelebt, oder aus dieser unerschöpflichen Quelle? Durfte mich der Geist Gottes unendlich weit machen, oder blieb ich in meinen Vorstellungen gefangen? Umkehren ist unsere wahre Erlösung.

Wo drücken wir uns, vor der großartigsten Erweiterung unsers Lebens?

Gott segne dich.

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Empfange mehr

Herr, du gabst unsern Vätern deinen guten Geist, sie zu unterweisen.
Neh. 9, 20

Normal bewegen wir uns in unserem Tagesbewusstsein. Wir bereiten unser Essen, gehen zur Arbeit und erziehen unsere Kinder. All das aktive Denken geschieht in diesem Zustand. Dazu kommt Unterbewusstsein, das ums zigfache größer ist, als das Wachbewusstsein. Hier sind Gewohnheiten abgespeichert, wie Zähneputzen und Autofahren. Dort sind Programme, die bei Stress starten, gewisse Verhaltensweisen, die wir antrainiert haben. Da liegt die unbewusste Steuerung des Körpers, wie Atmen und Verdauen. Zusätzlich sind alle Erlebnisse und Informationen abgelegt, die wir je erlebt haben. Und dann gibt es noch das sogenannte „Überbewusstsein“, mit dem wir Signale von außerhalb empfangen.

In diesem Bewusstsein treten wir mit dem Geist Gottes in Verbindung. Da empfangen wir Informationen, die nicht in uns liegen. Das ist nichts Verrücktes oder nur für bestimmte Menschen zugänglich. Diesen Zustand kennt jeder, wenn er plötzlich eine Erkenntnis, einen Geistesblitz bekommt, bei dem er sich fragt: wo kommt der jetzt her? Über uns liegt das gesamte Wissen der unendlichen Welt. Alle Informationen, die es je in dieser und in der anderen Welt gegeben hat und gibt, stehen in diesem überbewussten Raum zu Verfügung. Der Heilige Geist will uns mit dieser Weisheit Gottes verbinden. Da liegen die Antworten auf alle Fragen, die wir gen Himmel geschickt haben.

Christus verschafft uns Zugang zum Heiligen Geist. Er lädt dazu ein, aus diesem Wissen zu leben. Er sagt, bleib nicht bei deinem natürlichen Bewusstsein stehen, sondern empfange diesen Geist. Öffne dich für die Weisheit, die dich weit über die menschlichen Begrenzungen hinausführt.Darin empfängst du auch Sicherheit, wenn durch Corona alles unsicher wurde.

Wo schaffst du in deinem Alltag magische Orte, an denen du in aller Stille diese Informationen empfängst?

Gott segne dich.

http://www.Blumenmönche.shop – werde himmlisch „Das gute Wort“ – sei das Licht, das du bist.
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