Gehe auf wie Dampfnudel

Ich will die Übertreter deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren.
Ps. 51, 15

An Menschen kann man entweder verzweifeln oder sie lieben lernen, wie Gott sie liebt. König David fällt es wie Schuppen von den Augen. Er, Volksführer, Gottesmann, hinterlistiger Lustmörder und Vertuscher. Eine Persönlichkeit mit harten Extremen. Volles Potenzial und tiefste Abgründe. Vor Gott erkennt er: Ich bin der Mann. Ich bin der, der Güte in den Dreck gezogen hat. Ich habe für persönliche Vorteile Macht missbraucht. Wo er sich alle Klamotten vom Leibe reißen müsste und sich in Grund und Boden schämen, macht er die Erfahrung seines Lebens; Gott verdammt nicht. Er erfährt wie Gott mit Schuld umgeht. Er haut sie ihm nicht um die Ohren, sondern vergibt. Er lernt etwas, was Gott ausmacht. Gott nimmt Versager an. Er wird von dem weiten Herzen Gottes regelrecht aufgesaugt. Er ist fassungslos, wie man Sünder lieben kann. Gott pflegt einen völlig anderen Lebensstil als wir das gewohnt sind.

Wer solch einen Gott erlebt, muss aufgehen wie eine Dampfnudel. Glaubende bekommen weite Herzen, die Welt zu lieben wie Gott sie liebt. Wer angenommen ist braucht andere nicht anklagen. Das ist ein revolutionärer Lebensstil. Wie schnell fetzen wir uns über dem Versagen anderer. Wir hissen die Fahne, auf der alle Fehler aufgelistet sind und wedeln anderen vor der Nase herum. Glaubende gehen mit Übertretern anders um. Nicht Vorwürfe führen zum Umdenken, sondern vergebende Herzen. Gott will uns gewaltig ausdehnen, dass wir Sünder annehmen lernen. Es gibt keine Unschuldigen, daher finden wir hier den Weg, um mit schuldig Gewordenen klar zu kommen. Nur wer Vergebung erfährt und lebt, findet weite und gangbare Wege für die Zukunft.

Wo kann uns diese Liebe so richtig weit machen?

Gott segne dich.

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Ein ja zum Schock

Abrahams Knecht schwieg still, bis er erkannt hätte, ob der Herr zu seiner Reise Gnade gegeben hätte oder nicht.
1. Mose 24,21

Führung von oben liegt nicht auf der Straße. Gnade erkennen wir, wenn wir Gottes Absichten erfassen. Zu schnell glauben wir in Ungnade gefallen zu sein, wenn einer mit 90 % Querschnittslähmung im Rollstuhl landet. Wir meinen, Gott ignoriert uns, wenn Beziehungen scheitern und liebe Menschen wegsterben. Die ganzen Attacken betrachten wir schnell als herausgefallen sein aus höchster Führung. Abrahams Knecht schwieg still. Er hält aus. Er lässt geschehen was geschieht, ohne anzuklagen. Er macht keinen Aufstand, wenn nicht sofort alle Wege wie eine Landkarte auf dem Tisch liegen. Er lässt Ungewissheit zu. Er lässt die Fragen zu, die keine Antwort erhalten. Er hält den Druck über ungelösten Problemen aus, ohne gleich durchzudrehen. Er schluckt die bitteren Pillen, die ihm serviert werden. In seiner Ohnmacht erkennt er Güte. Unter dem Stillhalten der offenen Fragen findet er Gott.

Der Rollifahrer sagte irgendwann, ich bin nicht an den Rollstuhl gefesselt, sondern erfahre darin die Gunst meines Lebens. Im still sein erkennen wir die Liebenswürdigkeit im Verhängnis. Es ist nicht das Wehren gegen die Ungerechtigkeiten, sondern das in sich gehen. Wenn ich das, was ich nicht verstehe zulasse, und darin in mich kehre, es verarbeite, geschieht Verwandlung. Wo ich mich frage, was hat meine augenblickliche Verstrickung mit mir zu tun, geschieht Heiligung. Nichts von dem was geschieht, kommt von ungefähr, wir können immer darin Gott erkennen. Diesen Gott gilt es zuzulassen. Wo wir uns unter dem still sein ihm öffnen, werden wir seine Verheißung empfangen.

Unter was müssen wir still werden, um Gnade zu finden?

Gott segne dich.

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Sei echt

Gott hat den Menschen aufrichtig gemacht; aber sie suchen viele Künste. Pred. 7, 29

Sein oder Schein, dazu wird hier eine richtungsweisende Aussage gemacht. Wir sind die Echten von Gott. Wir sind glaubwürdig, wahrhaft, redlich, natürlich, oder heute sagt man authentisch. Wir sind zum unverfälschten Leben in und aus dem Allmächtigen da. Wir leben aus höchster Beeinflussung durch den Geist. Wir sind nicht nur das Ergebnis eigener Leistung, sondern einer Wirkung von Gott. Wir sind zu Himmelprodukten geschaffen, zu solchen, in denen sich das ganze Universum spiegelt, zu einer Größe, die jenseits der Erde ist. Eigentlich völlig verrückt und unvorstellbar. Die Träne im Knopfloch ist ein trauriges Aber. Sie suchen viele Künste. Sie wissen gar nicht wer sie sind. Der Mensch steht immer in der Gefahr sich mit Falschgeld zu bescheißen. Am Ende seines Lebens erkennt er bitterlich, viel gearbeitet und nichts ausgeschöpft. Da klingeln die Sirenen, ach hätte ich doch….

Die vielen Künste wollen uns schockieren, dass wir unser aufrichtig gemacht sein nicht versäumen. Unser Leben ist für die Frucht des Geistes geschaffen. Man wird uns an den Ergebnissen erkennen, die Gott gewirkt hat. Wir ziehen keine fromme Schau ab, sondern man erkennt, wie unser eigenes Leid, uns zu Reife dient. Wir sind keine Harmoniesucher, sondern solche, die in Kreuzwegen auf Auferstehung zugehen. Unsere Liebe hat gelernt, nicht nur die Sonnenstunden zu zählen, sondern unter Lasten auszuhalten. Das Ergebnis, in Herrlichkeit verwandelt zu werden, verwandelt unsere Einstellungen, unsere Beziehungen, unseren authentischen Einfluss auf die Welt, der sichtbar wird.

Welche glaubwürdigen Ergebnisse, sind die Früchte unseres Lebens?

Gott segne dich.

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Infiziere die Welt

Ich will einige von ihnen, die errettet sind, zu den Völkern senden, wo man nichts von mir gehört hat; und sie sollen meine Herrlichkeit unter den Völkern verkündigen.
Jes. 66, 19

Glaubende leben als Ansteckungsgefahr für die Menschen. Was aus Gott kommt, kann nicht für sich bleiben. Glaube ist eine ganz persönliche Sache, der jedoch weltumspannend gelebt werden will. Wer bei Gott ist, bleibt nicht mehr bei sich. Der ist angezündet, der hat einen Auftrag, der ist hinein gesendet. Gottesbegegnung, Herrlichkeit, setzt Menschen in Bewegung. Wer vom Wort gepackt ist, wer vom Heil ergriffen ist, wird ins Unheil hineingezogen. Ein Begnadeter, einer, der die Freiheit in Christus atmet, kann nur Befreiung ausatmen. Glaube ist das Pfingstfeuer, das sich nach alle Seiten ausbreitet. Wo Gaben fließen, werden sie immer Gaben wecken. Gott ist immer wachsen zur Frucht hin.

Dieses Leben breitet sich auch dort aus, wo Kirche scheinbar stirbt. Die Ausbreitung von Herrlichkeit lässt sich von keiner geschichtlichen oder gesellschaftlichen Entwicklung aufhalten. Das Christentum hat die härtesten Stürme überlebt. Herrlichkeit ist allumfassend und lässt sich nicht abschaffen. Glaubende haben immer mehr Hoffnung als die Umstände zulassen. Sie leben den Geist der Erneuerung in alle Säkularisierung hinein. Schöpfung geschieht jeden Morgen neu, bis ans Ende der Welt. Wir sind die auf den Weg Gebrachten, die Glauben unbeirrt in alle Unwissenheit und Unglauben hineintragen. Wir verkündigen ein Wort, das schafft was es sagt. Wir infizieren und inspirieren mit dem Geist, der alle Welt in Bewegung hält. Wir dienen mit Worten die Wunden heilen und über Gräben Brücken bauen.

Wie lassen wir uns von dem, der alle Gewalt hat, rufen und senden?

Gott segne dich.

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Sag‘ niemals nie

„Elifas sprach: Ich würde mich zu Gott wenden und meine Sache vor ihn bringen, der große Dinge tut die nicht zu erforschen sind, und Wunder, die nicht zu zählen sind.“

Hiob 5, 8-9
Zu Gott wenden, ist die größte Wende. Die große Wende in Deutschland liegt fast 30 Jahre zurück. Vor diesen dreißig Jahren hatte Wende noch das Prädikat – unmöglich. Doch da waren Menschen, die sich in einem totalitären Staat an Gott wandten. Sie beteten und zündeten Kerzen an, und dann sind Betonmauern wie Wachs dahingeschmolzen.
Unmöglich, ein schreckliches Wort. Wo solch ein Gedanke im Kopf sitzt, da ist das Herz zubetoniert. Da sitzt die Mauer im Kopf. Wenn ein Lebenswerk in Schutt und Asche vor einem liegt, sind nicht nur die Nächte schwarz, da sind selbst die Tage verrußt. Da ist die Zukunft vor den eigenen Augen zerbrochen. Da ist nicht nur ein Kloster eine Ruine, sondern wir selbst ein Häufchen Asche. Doch gerade das „Aus“, gerade das Unmögliche und das Undenkbare wendet sich, in der Hinwendung zu Gott. Jesus sagt zu dem Gelämten: Steh auf und geh! Eigentlich eine Unverfrorenheit, so etwas in die Realität hineinzusprechen. Doch in der Wende zu Gott entsteht eine neue Realität, die alle Erfahrungen und bisherigen Lebensgesetze über den Haufen wirft.
Am vergangenen Sonntag hörte ich bei dem 70 jährigen Jubiläum der Marienschwesternschaft in Darmstadt die Botschaft: „Wir leben aus dem Kreuz und aus der Dornenkrone.“ „Wir müssen wieder einen Zugang zum Leid und zu Leidenswegen finden“ Denn dort, wo wir an Grenzen stoßen, an dem Unmöglich angekommen sind, brauchen wir die Wende die nicht in uns liegt. Wir müssen am Boden liegen, damit wir uns wieder an Gott wenden. Wir brauchen die Unerträglichkeit, damit einer zu uns sagt: steh auf! Gerade da, wo nichts mehr geht, bringt die Wende das Wunder. Im Glauben erfahren wir das Unglaubliche. Der Kreuzweg führte zur Erlösung. Die Wende kommt aus dem Schmerz, aus dem Leid, aus der Unerträglichkeit. Durch die Hinwendung an Gott, kann Unmögliches möglich werden.
Machen wir unsere Mauer zur Klagemauer, oder glauben wir an die Wende?

Wir sind Bezwinger

Der Herr kennt die Gedanken der Menschen: Sie sind nur ein Hauch!

Ps. 94,11

Merkt es doch, ihr Narren im Volk! Und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden? Das sind Sätze, kurz vor unserem Wort. Der Herr kennt die Gedanken, vor allem derjenigen, die einem übel mitspielen. Er kennt die bösen Absichten und die gewaltvollen Taten derer, die Macht als Instrument der Einschüchterung betrachten. Er kennt die bösen Gedanken, die keine schöpferische Kraft haben und damit keine Zukunft. All die Repressalien, denen das Leben ausgesetzt ist, sind fliehende Schatten. Daher die massiven Vorworte: merkt es doch, ihr Narren, das Übel ist nur heiße Luft. Seid endlich so klug und erkennt die Macht die in euch liegt. Ihr erleidet zwar viel, ihr macht ordentlich was durch, doch das ist so bitter es ist nur flüchtig. Es entsteht aus zerstörerischen Gedanken, die keine Kraft haben. Merkt es doch, dass euch viel mehr Kraft zur Verfügung steht. Erkennt doch, dass ihr durch meinen Geist aus der Kraft der Auferstehung lebt. Die Wucht des Lebens Jesu steht gegen all diesen Hauch, gegen all die zerstörerischen Gedanken.

Die Art, wie wir mit Widerwärtigkeiten des Lebens umgehen liegt darin, inwieweit unserer Gedanken nach der Auferstehung greifen. Damit setzten wir die größte Gewalt gegen alles, was Leben auslöschen will. Es ist klug, wo unsere Gedanken die Übermacht des Christus erkennen. Damit steht dem Hauch ein Überwinder gegenüber. Diese Macht liegt im Glauben. Diese Macht liegt im Geist von Pfingsten. Darin haben wir die Ausdauer, bis dem Frevler die Grube gegraben wird. Wir sind keine Narren, die einfach vom Unglück durchgeschüttelt werden, sondern Bezwinger.

Prägen uns flüchtige Gedanken, oder die Kraft der Auferstehung?

Gott segne dich.

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Zittere nicht vor Säbelrasseln

Der Herr wird König sein auf immer und ewig.
2. Mose 15, 18

Jede Herrschaft auf Erden hat ein Verfallsdatum. Sie bläst sich auf, verbreitet womöglich Schrecken und ist dann wieder weg. Mose ehrt die Königsherrschaft Gottes, vor der Erfahrung, dass der ägyptische König Pharao gerade baden ging. Er wurde von einem König verfolgt, der ihm ans Leben ging und überlebte, durch einen König, dem ihm das Leben schaffte. Die Macht dieser Welt, liegt nicht bei den scheinbar Mächtigen, sondern bei einem, weit drüber. Die wahren Herrschaftsverhältnisse werden nicht auf der Erde geschmiedet. Weder ein Mensch, noch ein Staat, noch ein Weltunternehmen haben die Alleinherrschaft über die Welt. Das Königtum der Erde liegt im Himmel. Die Oberherrschaft liegt im Schöpfer. Tatsächlich wird alles Leben aus dem Ewigen geführt und gehalten. Weltherrschaft ist Pfingstereignis. Christus wurde der König der Menschen. An Pfingsten entscheiden sich die politischen Machtverhältnisse in dieser Welt.

Das entspannt alle Verkrampfung. Das nimmt dem Schrecken die Angst. Im Glauben an diesen König, sind wir nicht mehr die Bauernopfer dieser Welt. Damit können wir in den Widerstand treten zu allen Diktatoren. Damit können wir aufstehen gegen eine Familienministerin, die die Familie abschaffen will. Wir kämpfen für Vater und Mutter, die zum Elternteil I und Elternteil II mutieren sollen. Wir schrecken nicht zurück, vor denen, die uns einen Schrecken einjagen wollen. Wer aus ewigen Gesetzen lebt, braucht sich nicht von irdischen Gesetzen einschüchtern lassen. Der Pfingstgeist wird zu einer lichten Klarheit in aller Undurchsichtigkeit. Durch den ewigen König, zittern wir nicht vor dem Säbelrasseln irdischer Herrscher.

Wie treten wir noch viel mehr in der Macht des Pfingstgeistes auf?

Gott segne dich an diesem 2. Pfingsttag.

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Kraftvolles Leben ist garantiert

Weise mich zurecht, Herr, aber im Gerechtigkeitsverfahren, nicht in deinem Zorn, damit du mich nicht auslöscht.
Jer. 10, 24

Zurechtweisung bekommt mit Pfingsten eine völlig andere Note. Führung zum Guten geschient nicht durch Gewalt und Prügelstrafe, sondern indem Glaubende vom Geist Jesu übermannt werden. Durch den Geist vollzieht sich Gericht Gottes an der Welt. Er ist die Kraft, der die Menschen im Staub zu Gott erhebt. Er weist den Weg aus dem Schlachtfeld unserer Tage über alles Dasein hinaus. Er ist der Tröster, der die Fallenden auffängt. Er ist der Fürsprecher, der von Vorwürfen und Anklagen befreit. Dieser Geist ist Gottes Revolution, in einer trostlosen Welt. Er weist Wege aus der Verzweiflung über sich und den ausweglosen, verfahrenen Situationen von Menschen und Gesellschaft. Wo der Geist den Weg weist, geht im Chaos ein Feuer an. Da schafft Gott Wege von Sünde zur Herrlichkeit. Da eröffnen sich in einer blutenden Welt alle Chancen des Schöfpungsmorgens.

Weise mich zurecht, ist die Bitte um den Heiligen Geist. Es ist das Ringen um Führung in aller menschlichen Unzulänglichkeit. Es ist das nach oben offen sein im eigenen Versagen. Mit dem Geist gehen wir weiter, wo sonst die Menschen stehen bleiben und fertig sind. Mitten im Unvermögen geht es da erst richtig los. Wo der Geist seine Register zieht, ist mehr Leben da, als jeder Weltuntergang auslöschen kann. Da lebt in mir eine Kraft, die allem menschlichen Es-geht-nicht-mehr trotzt. Da beißt sich ein Fräskopf durch jedes verstopfte Rohr. Wer durch den Geist geführt wird, sieht Wege, wo sonst Sackgasse ist. Der Geist ist das Trotzdem, gegen alles was dagegen spricht. Damit ist unter dieser Führung kraftvolles Leben garantiert.

Ist das nicht höchste Form der Zurechtweisung, die wir denken können?

Gott segne dich an diesem Pfingstfest.

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Leidenschaft zulassen

Der Herr, euer Gott, ist gnädig und barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr euch zu ihm bekehrt.
2. Chron. 30, 9

Gott hat kein Problem mit Fehlern. Auch wenn noch so große Abgründe aufstehen, erleben wir ihn nicht mit dem moralischen Zeigefinger. Gott ist kein Tyrann, vor dem wir das Genick einziehen müssen. Gott ist nicht Big Brother, der mit wachendem Auge schaut, dass nichts Dummes passiert. Wir haben Gott oft in eine Aufpasser Rolle gesteckt, der nichts anderes zu tun hat, als Sünder zu entlarven und Schuld aufzudecken. „Pass auf kleine Hand, was du tust.“ Der König Hiskia zeigt hier seinem Volk ein völlig anderes Gottesbild auf. Gott via Schuld. Nicht Donnerwetter, sondern Gnade. Da glüht Liebe. Er wartet, bis es zu dem Schnackler kommt: Ich habe mich aus der Barmherzigkeit losgelöst. Unser Problem ist nicht, dass wir Fehler machen, sondern dass wir die Freiheit in Gott verspielen. Damit fängt alles Elend in der Welt an.

Es gilt sich darauf zurückzubesinnen, dass Gott sein Angesicht noch nie von uns abgezogen hat. Seine Zuneigung hat nirgends einen Rückzieher gemacht. Leben ist immer in Barmherzigkeit eingehüllt. Für mich ist mein größtes Bedauern im Bußgebet vor der Eucharistie, dass ich viel zu klein von Gott denke und er so wenig Raum findet, seinen Reichtum in mir abzuladen. Mich schmerzt, dass sich seine Güte nicht in dem Maß entfaltet, wie sie sich eigentlich an mir austoben will. Ich beuge mich davor, dass ich mehr Gott Verhinderer als ein Gott Zulasser bin. Ich will Gott nicht mit meinem Sündenregister langweilen, sondern ausdrücken, dass ich darunter leide, zu ängstlich zu sein, mich von ihm überschütten zu lassen. Umkehr ist, sich der Leidenschaft Gottes wieder zu öffnen.

Warum wenden wir uns nicht viel schneller diesem Angesicht zu?

Gott segne dich.

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Vergiss die Perle nicht

Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben.
5. Mose 4, 9

Unvergessen bleibst Du uns, ist ein häufig gewählter Ausspruch auf Kranzschleifen. Man will einen geliebten Menschen in bester Erinnerung behalten. Es bleibt etwas lebendig, auch wenn jemand hinausgetragen wird. Wir leben aus der Erinnerung. Unsere Haut vergisst nichts und erinnert sich noch nach Jahrzehnten an den Sonnenbrand in der Kindheit. Unser Unterbewusstsein hat alle positiven und dramatischen Erlebnisse gespeichert und steuert damit unsere jetzigen Handlungen. Nichts ist für immer vorbei, auch wenn wir längst nicht mehr daran denken. Doch wir sind geprägt davon. Daher ist ein bewusster Umgang mit unserer eigenen Geschichte, das Aushängeschild für das, was wir heute sind. Unsere Seele ist das Organ, das sich an Gott erinnert. Sie weiß woher sie kommt und wohin sie geht. Sie ist es, die Leib und Geist über sich hinaushebt. Die Seele weiß, sie ist für die Ewigkeit geschaffen. Sie verbindet unsere Existenz mit Himmel und Erde. Sie ist die Schale der Gottergebenheit.

Hüte und bewahre diesen Schatz gut. Vergiss nicht, was dich in der Tiefe ausmacht. Deine Augen haben gesehen, wie dir das Geschenk deines Lebens in die Hände gelegt wurde. Was du bist und hast kommt aus diesem Geheimnis. Deine Seele kennt den Christus, der unter allen Umständen zum Leben führt. Freude und Erfüllung sollen dich ein Leben lang verfolgen. Diese Erfahrung lebt in dir. Sie will dich prägen, formen und gestalten. Sie will der Programmcode deines Lebens sein. Hüte daher diesen Schatz, als das Wertvollste, das dir gegeben ist. Vergiss nicht die Perle, die schon lange in dir liegt.

Kann man sehen, dass deine Seele nicht vergisst, was ihr geschenkt ist?

Gott segne dich.

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