Sich beherrschen ist stark

Die Wege der Friedensstifter durchschreiten in Liebe den Lärm der Starken.

„Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte einnimmt.“
Spr. 16, 32

Heldentum hat in der Bibel ein ganz anderes Gesicht als uns in Filmen und im wahren Leben aufgezeigt wird. Da wird keine Macht über andere ausgeübt, sondern erstmal über sich selbst. Wahre Größe liegt darin, wenn ein Mensch wie David die Hand auf seine Brust schlägt und sagt: Ich bin der Mann. Wer Frieden in die Welt bringen will, muss sich als Adam erkennen, von dem alles Übel ausgeht. Zuerst muss in mir Frieden werden, bevor ich ihn zu anderen tragen kann. Frieden lässt sich nicht von außen über andere drüberstülpen. Frieden ist ein Lebensgeheimnis, das aus einer tiefen Ruhe in Gott kommt. Solange in mir Stolz und das rechthaben wollen vor anderen wohnt, kann kein entspanntes Miteinander entstehen. Daher führt der erste Weg der die Welt verändern will über mich. Menschliche Größe wächst, wo Gott in einem Leben wächst. Aus Angst unser Gesicht zu verlieren, sind wir auf Krawall gebürstet. Wo uns Unrecht geschieht, spüren wir, wie in uns die Galle kocht und die Haare zu Berge stehen. Wir haben ein starkes Selbstverteidigungs-Gen, das sich aufbäumt, wenn uns jemand zu nahe kommt oder einschränken will. Hier entstehen Konflikte, weil ein Ich das andere Ich aushebelt. Unfrieden entsteht, wo das Urmenschliche in uns stark ist. Daher setzten die Sprüche genau an diesem Punkt an.

Wer sich selbst beherrscht ist einer, der sein Aufbäumen in sich erkannt hat und sich dadurch von Gott beherrschen lässt. Augustinus sagte: Des Menschen Herz ist so lange unruhig, bis es seine Ruhe in Gott findet. Der Anfang der Selbstbeherrschung liegt in dem zur Ruhe kommen in Gott. Da streitet ein anderer für mein Recht. Da bin ich befreit worden, um mein Recht kämpfen zu müssen. Da bin ich durch Christus gerechtfertigt. Da wächst ein Gottvertrauen gegen den Tiger in mir. Das ist der Kern aller Welterneuerung. Wo sich in einem Miteinander etwas befrieden soll, richtet sich der Finger immer erst auf mich. Über sich herrschen lernen, über sein aufbäumendes Wesen die Macht haben, kann nur der in Gott befriedete Mensch. Mit solchen Menschen baut Gott seine neue Welt. Da werden die Grenzen, die die Angst errichtet hat, waffenlos überwunden. Da geschehen heilende Worte im Vorbeigehen. Da wir Zerbrochenes leise angerührt und zurechtgerückt, wie es Christamaria Schröter ausdrückt.

Geduldig sein kann der Glaubende, der im Getöse der Ichhaftigkeit seinen Weg geht. Wer zur Ruhe gekommen ist, braucht sich nicht mehr von Unruhe aufscheuchen lassen. In seinem geduldigen Ausharren, entwaffnet er die verletzenden Worte, die dann keine Kraft mehr haben Wunden zu schlagen. In seinem geduldig sein verunsichert er den Starken, der auf Widerstand hofft. Durch den Geduldigen und den, der sich selbst beherrscht kommt Frieden in die Welt.

Warum soll sich zuerst der andere ändern, wenn in unserer Beherrschung solch eine Stärke liegt?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Advertisements

Der Weg stark zu sein

Die Gaben Gottes erfährt der Mensch in einem Paradoxon.

„Wenn ich schwach bin, so hilft mir der Herr.“
Ps. 116, 6

Von klein auf werden wir trainiert die Stärken auszubauen und die Schwächen zu bekämpfen oder zu entwickeln. Frei nach dem Motto: wer das Leben meistern will, muss stark sein. Schwach sein hat keinen Platz in unserem Leben, damit wird man nicht prahlen. Schwächen werden eher ignoriert und verdrängt. Sie grenzen uns aus und stören das Zusammenleben. Es sind nicht die großen Unterschiede, die eine Beziehung mürbe machen, es sind die kleinen Schwächen. Genau das, was uns gegenseitig am anderen auf den Nerv geht. Schwach sein sind die Grenzen vor Aufgaben und Herausforderungen, denen wir uns nicht gewachsen sehen. Schwachheiten sind auch gesundheitliche Engpässe, die lähmen und uns nicht das tun lassen, was wir sollen. Schwach sein, das was in der Tiefe kein Mensch haben will, darauf hat Gott sein Auge geworfen. Der Mensch an seiner Grenze ist Gottes Anfang. Eigentliche Stärke beginnt bei Gott am Nullpunkt des Menschen. Je weniger der Mensch zu bieten hat, umso mehr kann Gott dazugeben. Das ist das gegenläufige Prinzip des Glaubens, das Paradoxe in der Gotteserfahrung. Nur in der Nacht wirkt das Licht am stärksten. Nur im Chaos und Unfrieden, kann der Friedensstifter seine ganze Macht entfalten. Nur wo der Mensch Gott nichts zu bringen hat, wird ihm Gott alles. Gott freut sich an denen, die schwach sind, mit ihnen kann er am meisten anstellen. An ihnen kann er sich preisgeben. In der Schwachheit wird Gott verherrlicht, weil der Mensch nichts mehr dazugeben kann. Die Schwachheit wird dadurch zur Stunde der Vollmacht. Gerade dort, wo der Mensch eher sein Leben wegwirft, sammelt Gott es ein und beginnt damit ein großartiges Spiel. Er fühlt sich in unserer Schwachheit voll in seinem Element. Ihn hindert nichts mehr seine Gaben und seine Gnade zu entfalten.

Somit werden sich die Potenziale, die Gott an uns entfalten will, an den Starken zerschellen. Wer sich selbst oder Gott etwas beweisen möchte, schließt sich aus den Handlungen Gottes aus. Die Großen des Glaubens, wie Paulus, rühmen am allerliebsten ihre Schwachheit, auf dass die Kraft Christi in ihm wohne. Das Erlösungswerk Christi kann nur in gebrochenen Existenzen wohnen. Schwachheit ist der Schöpfungsmorgen, an dem die Erde wüst und leer war. Wenn Gott das schwach sein liebt, ist es gut, wenn wir uns mit unseren Schwächen anfreunden. Wir brauchen nicht den dicken Max heraushängen wie toll und wie fromm wir sind. Wir können mit unserer ganzen Schauspielerei aufhören, die sich als der Starke aufspielen will. Es ist nicht nötig, uns als die Makellosen zu präsentieren, die fest im Glauben stehen. Bei allem, wo wir lernen und wachsen und uns in unserer Persönlichkeit reifen, ist nötig, uns mit unserer Schwachheit anzufreunden. Das was die Qualitäten des Reiches Gottes ausmacht, können wir nicht lernen, das kann uns nur dazu geschenkt werden. Somit ist schwach sein, das Kapital der Starken.

Woher kommt die Einstellung, wir müssten vor Gott stark sein, dass er etwas mit uns anfangen kann?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Schichtwechsel für den Geist

Seid ein lebendiger Ausdruck der Güte Gottes: Güte in eurem Gesicht, Güte in euren Augen, Güte in eurem Lächeln, Güte in eurem warmen Gruß. Mutter Teresa

„Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer.“
Spr. 14, 31

Pfingsten ist kein erhebendes Gefühl, in dem mein Geist in höheren Sphären schwebt, sondern es ist ein Geist der durch Mark und Bein geht und in Händen und Füßen ankommt. Pfingsten ist Christus bei den Menschen. Es ist Erbarmen für eine ungerechte und blutende Welt. Es ist die höchste Güte, die im Geringsten eine Wohnung findet. Es ist der nahe Gott für die Ausgestoßenen. Menschengeist wird mit Heiligem Geist beseelt. Unser Geist wird mit Jesus-Geist durchdrungen. Damit kommt Gott ganz in die Niedrigkeit der Welt. Flächendeckend geht damit Christus an die Hecken und Zäune, zu denen, die unter die Herrschaft der Gewaltigen gekommen sind. Er kommt zu denen, die unter dem Unrecht von Menschen und Systemen leiden. Durch den Geist sind die Glaubenden die Brückenköpfe für die Armen. Sie haben durch den Geist den Weitblick für die Brennpunkte dieser Welt. Sie machen sich durch den Geist die Hände schmutzig und zünden das Feuer des Lebens an. Der Geist formt sich Menschen, die zu Handlangern Gottes werden. Da tritt mein Geist, meine ganze Existenz zurück, um sich von diesem göttlichen Geist erfüllen und gebrauchen zu lassen. An Pfingsten ist Schichtwechsel zwischen meinem und Gottes Geist. Der Glaubende steht voll und ganz unter der Macht und dem Einfluss des Schöpfers, den es zu seinen Geschöpfen drängt. Wir werden mit Haut und Haaren zur Leidenschaft Gottes. Das Lächeln Gottes funkelt aus unseren Augen und gibt denen, die nichts zu lachen haben ihr Lächeln zurück.

Wo Pfingsten nur eine erhebendes Halleluja auslöst und bewegte Herzen in Ekstase versetzt, jedoch nicht zur Handreichung für die Armen wird, ist es fromme Gefühlsduselei, die Gott lästert. Lobpreisgesänge sind wunderbar erhebend, sie verzücken die Seele und schaffen eine fesselndes Gefühl von Einheit, doch wo sie nicht zum Unrecht der Menschen führen, die unter ihren Zwängen leiden, wirkt nicht der Heilige Geist. Das ist dann eher ein Geist für Selbstverbraucher und ein Geist des sich Wohlfühlen-Wollens. Der Heilige Geist zeigt sich daran, wie er durch verwandelte Menschen im Schmutz der Welt ankommt. Er redet nicht nur nette Worte, sondern löst die Ketten der Gefangenen. Pfingsten ist ganz praktisch und bodenständig. Da kann die Güte auch einmal dem Bösen die Stirn bieten. Güte steht auf gegen Gewalt und Unrecht. Der Geist entlarvt das Spiel der Stolzen und Überheblichen. Der Pfingstgeist wird für die Unaufrichtigen ungemütlich, da leuchtet das Licht in die Schatten der Nacht. Er wird zu einem Feuer, das die Geringen aus dem Staub erhebt und die scheinbar Großen in ihren Grundfesten erschüttert. In diesem Geist ist die Gerechtigkeit und Güte Gottes zur Welt gekommen. Diese Güte will in die allerletzte Beziehung hineindringen. Alles, was diesem Geist keinen Raum lässt, wird dem Schöpfer zur Last. Wer nur singt und nicht handelt, ist dem Geist lästig. Er lästert den Schöpfer, der alles mit Güte durchdringen will. In uns lebt ein Geist, der mit Güte die Herzen der Menschen erwärmen will.

Wo verbrauchen wir diesen Geist nur für unsere schönen Gefühle und lassen in nicht durch Hände und Füße in diese Welt fließen?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Beschwerte Herzen können Tanzen

An Pfingsten wird unser Geist wacher, die Augen schärfer und die Ohren hören Zwischentöne.

„Siehe, des Herrn Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht taub geworden, sodass er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott.“
Jes. 59, 1-2

So tickt der Mensch; kurze Arme beklagen und dabei selber kurzsichtig sein. Schuld ist immer der andere. Die eigenen Mängel erkennen wir meist als Letzter. In einer Unverfrorenheit klagen wir Gott über kurze Arme und taube Ohren an. Gott ist schuld, dass es mir so dreckig geht. Wir wissen es ganz genau, wann und wo Gott hätte eingreifen müssen. Wir werfen ihm vor, was in der Tiefe unser ureigenes Problem ist. In unserer Sichtweise hat sich einiges verschoben. Der Prophet konfrontiert als erstes mit dem „Siehe“. In Bezug auf Gott haben wir eine gewaltige Sehstörung. Vor lauter Kurzsichtigkeit sehen wir nur kurze Arme. Wegen unserer Schwerhörigkeit glauben wir, Gottes Ohren wären taub. Weil wir nicht richtig sehen, haben wir den Durchblick und die Übersicht verloren. Wir sind in unserer Wahrnehmung beschränkt. Wir stehen im Nebel, wo es um die Erkenntnis Gottes geht. Unser Verstand und unsere Organe sind dazu verdammt, von Gott eine Fehleinschätzung zu haben. Mit natürlichen Mitteln ist Gott nicht fassbar, nicht zu sehen und nicht zu hören. Wir werden immer an Gott auflaufen, wo wir ihn rational erfassen wollen. Wir werden ihm die Schuld zuweisen für das Elend der Welt, wo wir nicht richtig sehen gelernt haben. Wo wir mit Finger auf Gott zeigen, sind unsere Arme zu kurz.

Siehe, heißt nicht die richtige Brille aufsetzten, siehe heißt, an uns ereignet sich Pfingsten. An Pfingsten lernt der Glaubende Christus sehen. Durch Christus wird unser Sehvermögen erweitert. Damit werden Gottes Arme lang und seine Ohren weit offen. Durch den Geist des Christus, erkennt der Glaubende den handelnden Gott. Da wird die scheinbar weit entfernte Hilfe hautnah. Durch den Geist werden wir hellwach und erkennen uns selbst. Der Geist lässt uns die andere Seite des Reiches Gottes sehen. Plötzlich kommt da ein Licht in die Schatten des Lebens. Was trostlos war, fängt wieder an zu hoffen. Da werden Gottes Arme länger und länger. Seine Ohren hören schon den Ansatz unserer Klage. Wo uns der Geist erfüllt, ist Christus da und alles Heil der Welt. Pfingsten lässt Glaube handfest und praktisch werden. Da wird Gott für uns zum Anfassen. Mit dem Geist erfahren wir die umfassendste Lebensbewältigung. Da sehen unsere Augen mehr Hilfe als wir denken können. Da hören unsere Ohren ermutigende und verzeihende Worte, wo uns unser Gewissen anklagen will. An Pfingsten lernt das beschwerte Herz wieder das Tanzen.

An Pfingsten haben wir die Wahl, entweder auf Christus zu sehen, oder in der Anklage stecken zu bleiben. Wozu entscheiden wir uns?

Gesegnetes Pfingstfest, mit viel umfassenden Weitblick.

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Ein Leben nach dem Schmerz

Gerade die schwachen Gemüter und die verwundeten Herzen erfahren Lebenstrank und Segen.

„Der Herr heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.“
Ps. 147, 3

Jeder Kranke sehnt sich nach Heilung. Wie lange sind die Wege zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Ringen, Kämpfen und doch verlieren? Hier begegnet Gott den Verwundeten als Arzt. Er heilt etwas, womit sich selbst die Heilkunst der Medizin schwer tut. Verwundete und zerbrochene Herzen sind die tiefen Schmerzen einer Seele, die nicht mehr hoffen kann. Da hat das Leben solche Spuren hinterlassen, dass aller Mut gesunken und die Verzweiflung eingekehrt ist. Zerbrochene Herzen leiden in erster Linie an den Unfällen im menschlichen Miteinander, an gescheiterten Lebensplanungen, an großen Idealen, die sich in Luft auflösten. Da ist so viel danebengelaufen, dass sie dem Leben innerlich kündigen. Wenn ein Herz zerbricht, zerbricht das Lebenszentrum. Das ist der Ort, an dem Gott die Pumpe steuert. Das zerbrochene Herz leidet an einem Mangel an Regeneration. Es leidet in der Tiefe an einem Mangel an Gott. Da ist in der Grundsteuerung etwas verschoben. Wo der Mensch die Herrschaft über das Zentrum seines Leben übernimmt, zerbricht etwas. Daher kann die Heilung dadurch geschehen, wenn Gott die zerbrochene Beziehung zu ihm wieder in Ordnung bringt. Wo Gott heilt, bringt er eine grundsätzliche Lebenseinstellung zurecht. Damit muss ein verwundetes Herz, sich nicht selbst heilen, sondern fließen von dem Arzt die heilenden Kräfte. Dort wo wir selbst nichts ausrichten können, fließt heilender Segen aus einer anderen Quelle. Für die verwundeten Herzen, wird Brot und Wein zur heilenden Medizin. Für die Verletzungen, die dieser Welt zu schaffen machen, liegt in Christus die Genesung.

Es gibt somit ein Leben nach dem Schmerz. Es gibt Hoffnung für Lebensbrüche. Es gibt einen Durchbruch durch die Verzweiflung und durch alle innere Kündigung an das Leben. Niemand braucht sich mit einem zerbrochenen Herz abfinden. Auch wenn menschliche Beziehungen so belastend und verletzend sind und ein geregeltes Miteinander nicht mehr in Aussicht steht, braucht mein Herz nicht zerbrechen und kann gesund werden. Darin bewährt sich das göttliche Heil, dass es mitten in den größten Spannungen, vielleicht nicht die Verhältnisse heilt, jedoch mein gebrochenes Herz. Wo ein anderer mein Herz verletzt, ist er für sein Verletzen verantwortlich, jedoch ich kann im Glauben das verletzt worden sein überwinden. Wo der Herr heilt, kann selbst die größte Demütigung nicht mein Herz zerbrechen. Dieses heil werden durch Christus hat solch eine Macht, dass es in all den Zerbrüchen des Lebens, das Übel überwindet. Wer heil wird, für den entstehen immer wieder goldene Momente, in denen er Segen und Heil auszustreuen kann.

Ist es nicht eine der größten Gaben, in den schwierigsten Situationen heil zu werden und dieses Heil dem Leben zurückzuschenken?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Die starke Marke

Menschen sind immer auf der Suche nach Sicherheit und Verlässlichkeit, nach Orten, die dem eigenen Leben Halt und Hilfe versprechen.

„Sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde!“
2.Mose 32, 31. 32

Man könnte meinen, Menschen sind mit Elstern verwandt. Sie lieben und sammeln was glitzert und funkelt. Wir lieben starke Bilder und Symbole, die Stärke vermitteln. Wir sind umgeben von Adlern und Löwen auf den Staatswappen, von silbernen Sternen und Jaguaren auf Motorhauben, von aufsteigenden Linien auf Bankenlogos. Starke Marken prägen unsere Tage. Kaum eine Firma oder eine Organisation, die nicht durch ein eindrückliches Symbol, Ihre Leitgedanken und Kompetenzen herausstellt. Das rote und das blaue Kreuz symbolisieren schnelle Hilfe. Bilder und Symbole prägen und nehmen Einfluss auf den Menschen. Es ist gut, wenn damit Vertrauen aufgebaut wird, jedoch problematisch, wenn sie zur allein seligmachenden Größe mutieren. Wenn die Naturkräfte und die Kraft einer Gesellschaft sich wie im alten Israel zum goldenen Kalb entwickeln und zur eigentlichen Größe und Sicherheit der Menschen werden, geht der Schuss gewaltig nach hinten los. Das Bedürfnis nach Sicherheit, versucht der Mensch gerne aus eigener Kraft zu stillen und schafft damit eine eigene Religion. In uns liegt eine starke Tendenz, der von Gott geschaffenen Lebensgarantie, aus der Schule zu laufen und etwas Menschengemachtes entgegenzusetzen. Wo das Vertrauen in Gott schwindet, werden die menschlichen Machtsymbole stärker. Da müssen Zeichen herhalten, die heute glänzen und morgen verrosten. Mose setzt sich hier mit einem riesigen Drama der Menschen auseinander. Sie haben sich Götter gemacht… Der Mensch macht etwas und setzt es gegen Gott ein. Ein vergängliches Wesen schafft etwas, was er dem Ewigen entgegensetzen will. Damit kommt die ganze Brüchigkeit eines Sicherheitskonzeptes zum Ausdruck. Menschen stehen dadurch immer in der Gefahr heute ihren Untergang von morgen zu bejubeln.

Gott setzt dem goldenen Kalb sein ewig gültiges Symbol entgegen. Das Kreuz Christi ist das Markenzeichen des Glaubens. Die Sehnsucht nach Erlösung, nach Freiheit, nach Sicherheit liegt im Kreuz. Dieses Zeichen trägt über alle Vergänglichkeit hinaus. Da braucht der Mensch nichts mehr dazutun, da hat Gott alles getan. Wo die Sterne dieser Welt verblassen und ihre Tragfähigkeit verlieren, ist hier ein Fundament, das nicht aus Erde geschaffen ist. Im Wettstreit der Symbole und Marken, ist das Kreuz das einzig Unvergängliche. Diese Sicherheit trägt auch dann noch, wenn die Welt in Scherben liegt. Für die Stabilität unserer Existenz brauchen wir mehr Kreuz als Silbersterne.

Es ist hilfreich, uns immer wieder zu hinterfragen, welchen Bildern und Symbolen wir folgen und Glauben schenken. Selbst unsere Ernährung können wir vergöttern. Auch die eigenen Kinder können zur Ersatzreligion werden, in denen wir unsere Zukunft sehen. Das Geldverdienen kann Kultstatus erhalten. Es gibt ständig Ansatzpunkte, die uns reizen, andere Bilder auf unsere Fahnen zu malen. Verlieren wir nie das Kreuz aus den Augen.

Wo vertrauen wir dem, was unsere Hände gemacht haben?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Glanz in finsteren Herzen

Die Sonne geht über denen auf, die erkennen, wo ihre Grenzen und Schwachheiten liegen.

Der Herr wendet sich zum Gebet des Verlassenen und verschmäht ihr Gebet nicht.“
Ps. 102, 18

Heutzutage muss jeder stark sein, muss funktionieren und seinen Platz ausfüllen. Es geht uns grundsätzlich gut, weil wir ungerne unsere Schwächen nach außen tragen. Wer seine Schwächen vermarktet und ständig über seine Probleme jammert, geht anderen schnell auf den Geist. Schwache werden in der Gesellschaft gerne aussortiert. Solche Menschen fallen oft auf die Nerven, man distanziert sich, um nicht von ihrem Schwermut runtergezogen zu werden. Wir haben gelernt zu stehen, uns durchzuboxen und den dicken Max herauszuhängen. „The show must go on.“ Der Schein muss gewahrt bleiben, dass alles rund läuft. Oft ist dabei mehr Schein als Sein. Nach außen ja keine Blöße geben. Doch was geschieht in den Stunden, in denen wir nicht so stark sind wie wir scheinen? Was passiert in den Momenten, in denen wir fragen: Was mache ich mit meinem Leben? Für wen oder was funktioniere ich denn überhaupt? Was passiert wenn die äußere Routine auf die innere Hilflosigkeit trifft? An der Grenze, an der vieles im Leben sinnlos erscheint, wo wir die ganze Verlorenheit und Verlassenheit in uns erkennen, liegt der Ansatz, in dem Grundlegendes passiert. Die Hilflosigkeit des Verlassenen steht direkt vor Gott. Dieses Gebet der Ohnmacht trifft mitten in Gottes Herz. Es ist der Augenblick, in dem sich der Mensch vor Gott erkennt und wie der Zöllner in dem Gleichnis Jesu an seine Brust schlägt und sagt: Gott sei mit Sünder gnädig! Das ist ein heiliger Moment, wo der Mensch an sich und seiner eigenen Lebensgestaltung zerbricht und erkennt, ohne Gott ist alles haltloser Krampf. Es geht die Sonne auf, wenn ein Mensch erkennt, wo Gott nicht ist, bin ich von ihm und allen guten Geistern verlassen. Wenn wir an diesem dunkelsten Punkt stehen, an dem Jesus am Kreuz war und ausrief: Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen, beginnt der Auferstehungsmorgen. In der größten Verlassenheit, wird Gott ganz groß. Im menschlichen Nichts, wird Gott alles. In der Verlassenheit ist die vollkommene Gottesnähe.

Von dem Zöllner heißt es: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus. Diese Gottesbegegnung hat Grundlegendes verändert. Ihm wurde seine Verlassenheit abgenommen. Wo diese Gottverlassenheit weg ist, wird ein Geist fröhlich. Es ist eine gewaltige Befreiung, wenn ich nicht mehr auf meine eigene Rechtschaffenheit angewiesen bin. Da brauche ich nicht mehr krampfhaft um irgendwelche Anerkennungen kämpfen, da bin ich von Gott erkannt und anerkannt. Wo Gott dem Sünder gnädig ist, brauche ich nicht mehr nach gnädigen Menschen zu suchen. In dieser Anerkennung wird ein Leben stimmig und stark. Es wird unabhängig von meinen mehr oder weniger guten Werken, oder dem Wohlwollen der anderen. Wir sind gefestigt, weil wir nicht mehr verlassen sind. Wir sind gerechtfertigt, weil uns niemand mehr anklagen kann. Welch ein Glanz kommt da in finstere Herzen.

Wohin wenden wir uns, wenn wir uns verlassen fühlen?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Freier geht nicht

Der Mensch ist königlich frei, in dem, wie er auf äußere Reize und Ereignisse reagiert und antwortet.

„Der Herr ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke.“
Ps. 145, 9

Wo Gott gütig ist und sich erbarmt, ist Polen noch nicht verloren. Da kann es noch so katastrophal auf dieser Welt und zwischen den Menschen zugehen, da ist einer nie fertig mit dem, was seine Geschöpfe so ablassen. Gott lässt sich nicht von einem Sündenfall und einer Apfelgeschichte beeindrucken, auch nicht von den daraus resultierenden Folgen der Vergänglichkeit und der Unfreiheit. Wo die Güte sich erbarmt, antwortet sie nicht auf das Vergehen, sondern ringt um Leben und Freiheit. Dort wo der Mensch durch den Griff zum Apfel seine Freiheit aufgegeben hat, zum Bösen nein zu sagen, sagt das Erbarmen wieder ja. Das Erbarmen sagt: Mensch, ich habe dich zum gestaltenden Gegenüber der Schöpfung und meiner Werke geschaffen, da will ich dich zurückhaben. Das Erbarmen findet sich nicht mit der Vergänglichkeit ab, die der Adam in die Welt brachte. Was der erste Mensch an Zwängen und Gebundenheit in die Welt brachte, soll der zweite Mensch, Christus, wieder befreien. Der neue Adam bringt die Gegenbewegung in alle Schöpfung. Das Erbarmen lässt nicht locker, um dem Menschen seine ihm zugedachte Freiheit wieder zu geben. Dass Gott gütig ist und sich all seiner Werke erbarmt, führt Menschen über ihre Grenzen hinaus. In Christus hat der Mensch alle Freiheit zum Bösen nein zu sagen. Er stellt in eine Freiheit der Gegenwart Gottes. Da die Freiheit das größte Geschenk Gottes an den Menschen ist, steht sie immer in der Beziehung mit Gott. Alle Loslösung von ihm begrenzet diese Freiheit. Christus ist das Erbarmen Gottes, mit der er die ganze Schöpfung aus ihren Zwängen befreit. Güte und Erbarmen lässt uns wieder zu Menschen werden, wie sie von Gott gedacht sind.

Paulus schreibt: Auch die Schöpfung wird frei werden von der der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Hierin liegt das ganze Kapital des Glaubens. Leben ist dadurch nicht vergänglichkeitsgeprägt, sondern freiheitsgeprägt. Wir haben die Freiheit, uns nicht vom Übel dieser Welt bestimmen zu lassen. Wir sind nicht die Gefangenen, der Verletzungen anderer. Das Erbarmen macht zu einer Liebe fähig, gegenüber dem, der Böses will. Wir sind völlig frei zu entscheiden, wie wir mit Verletzungen und Beleidigungen umgehen. Wir sind nicht mehr das Opfer von Misshandlungen anderer, sondern können unter allen Widrigkeiten aufstehen und unser Leben in die Hand nehmen. Es ist ein Irrtum zu glauben, was einmal im Leben versaut wurde, daran hätten wir ein Leben lang zu tragen. Weil wir aus dem Erbarmen heraus leben, haben wir in jedem Augenblick die Freiheit, unserm Leben eine neue Richtung zu geben. Wo die Schöpfung frei geworden ist, braucht sich niemand mehr in einer Opferrolle verstecken. Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes braucht keine Schuldige mehr zu suchen. Sie kennt all die Spannungen des Lebens, sie kennt jedoch genauso die Macht, sich in allen Spannungen zu erheben. Durch das Erbarmen haben wir diese Freiheit.

Wir haben in jedem Augenblick die freie Wahl zu entscheiden. Macht uns das Erbarmen nicht kraftvoller?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Erhebender Gesang

Wer Wunder erkennt, wird Lobsänger.

„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“
Ps. 98, 1

Es war ein Wunder, dass bei unserem Großbrand niemand ernsthaft verletzt wurde. Wir kennen die tragischen Momente, in denen sich auf wundersame Weise Dinge ereignen, die dem eigentlich Schrecklichen entgegenstehen. Wunder sind nicht nur die spektakulären Weltwunder, z. B. menschlicher Baukunst; Wunder sind auch die vielen kleinen Erlebnisse, die im Alltag wie Glanzlichter aufleuchten. Die Evangelisten berichten von den Wundern Jesu, der oft hoffnungslos Kranke heilte. Bei Johannes sind die Wunder Zeichen, die den Menschen auf ein außergewöhnliches Handeln hinführen wollen. Johannes wollte weniger Geschichten erzählen, wie ein Blinder geheilt werden und ein Gelähmter wieder laufen kann. Wie Wasser zur Spätlese wurde und ein verstorbener, übelriechender Lazarus aus dem Grab herauskommt. Ihm ging es um das Zeichen, das auf uns deutet. Er stellte zwischen jedem Wunder und mir eine Christus-Beziehung her. Da wurde dann nicht irgendein Blinder sehend, sondern meiner Blindheit hat Christus sehende Augen geschenkt. Meine Lähmung, mein Sterben wurde wieder ins Leben zurückversetzt. Die Wunder waren nie eine Schlagzeile für die Bildzeitung, sondern Gottes persönliches Heilshandeln an mir. Das kleine einzelne Wunder steht immer in dem großen Gesamtzusammenhang mit lebensschaffenden Kräften, die an mir wirksam werden wollen. Wo wir das Wunder als dieses Zeichen sehen, entsteht Glaube. Glaube entsteht nicht dadurch, dass ein Verstorbener aus dem Grab kommt, so spektakulär das auch sein mag, sondern entsteht, wo ich selbst durch Christus vom Tod zum Leben durchdringe. Viele haben das Wunder der körperlichen Heilung durch Jesus erlebt, doch von zehn ist nur einer zu einem echten Glauben gekommen. Er hat nicht nur Berge, Seen und Wiesen wieder gesehen, er hat Christus gesehen. Das war das eigentliche Wunder. Wunder geschehen um Glauben zu wecken. Da will Christus an müden und blinden Herzen andocken. Da hebt ein anderer Geist, unsere Herzen zu sich empor.

Wo das Wunder Glauben weckt, fängt das Leben an zu singen. Wo Augen den Christus erkennen und Ohren seine Worte vernehmen, kommt im Herzen etwas zum Klingen. Wo der erstarrte Mensch zum Leben durchbricht, wird sein Atem zum Lobpreis. Daher ist das singet dem Herrn ein neues Lied keine Aufforderung neue Gemeindelieder einzustudieren, das ist fern ab von allem frommen Krampf, sondern das Echo auf das Wunder. Die Christus-Begegnung wird zu einer neuen Melodie. Da ist das ganze Dasein neu eingestimmt worden. Das Wunder das zum Glauben wird, drängt es regelrecht zum großen Halleluja.

Wo das Leben stumm bleibt, wo nichts von diesem neuen Lied zu klingen beginnt, bleibt die Frage: Was ist aus den vielen Wundern in unserem Leben geworden? Haben wir sie nur freudig abgehakt mit einem „Glück gehabt“? Haben wir darin das Zeichen erkannt, das uns ganz neu zum Glauben führen wollte? Gehen wir grundsätzlich zu selbstverständlich mit erfahrenen Wundern um, dass sie das Herz gar nicht mehr berühren?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Göttliche Größe im Menschen

Das Gute kann das Böse nicht links liegen lassen.

„Die Erde ist voll der Güte des Herrn.“
Ps. 33, 5

Wo die Erde voll Güte ist, sind wir viel mehr als von der malerischer Schönheit faszinierender Sonnenaufgänge umgeben. Da ist noch viel mehr als verschneite Gebirgsketten und blühende Almwiesen. All die Landschaften, Lichtstimmungen, das Vogelgezwitscher am Morgen, der langersehnte Regen in der Nacht, sind nur ein Funke der Güte des Herrn. Wenn die Erde voll ist, dann ist sie völlig ausgefüllt mit Güte. Sie ist ganz und gar durchdrungen von dem Guten, auch dort wo sie schlecht ist. Da ist wo wir gehen und stehen Güte. Nicht nur an den Glanzlichtern der Erde, sondern auch im totalen Chaos. Der Gute ist vom dreckigsten Ort der Welt nicht wegzudenken. Güte ist nicht nur auf den guten Seiten des Lebens, sondern mitten im größten Übel. Das ist der eigentliche Knackpunkt der Güte. Das ist das immer wieder neu unfassbare, dass Gott die Sonne aufgehen lässt über Gute und Böse, dass er regnen lässt, über Gerechte und Ungerechte. Die Güte unterscheidet nicht. Sie begegnet dem Wohlwollenden und dem Ablehnenden. Der Weizen auf dem Acker gedeiht bei dem Halsabschneider, wie bei dem Kirchgänger. Die Güte des Herrn setzt total andere Maßstäbe, als wir sie setzen würden. Wir empfinden es als ungerecht, wenn der Quertreiber nicht sofort eine Bauchlandung macht; wenn der, der uns zu schaffen macht, unter dem wir leiden, nicht auf die Finger geklopft bekommt. Güte hat mit der Eigenschaft Gottes zu tun. Sie ruht in dem langfristigen Heilsgedanken, die immer das Beste im Auge hat. Die Güte hat immer die Absicht zum Guten zu führen. Sie ist von der Verwandlung des Bösen getrieben. Sie gibt in keiner Situation die Hoffnung auf. Sie lebt dafür, dass auch alles Ungute durch die Güte erfüllt wird. Die Güte liebt ihre Feinde und segnet die, die sie verfolgen.

Wo die Erde voll der Güte des Herrn ist, sind die Glaubenden Handlanger der Güte. Das prägt den Umgang mit den Ungerechten. Sie bringen dem Hass den Friedensgruß und sprechen Segensworte über den Zerstrittenen. Genau in dieser Spannung erkennen wir, wie Güte an die Nieren geht. Die Güte ist eine Revolution gegen das Böse in der Welt. Da wird nicht mehr abgeurteilt und verdammt, sondern aufgerichtet und versöhnt. Die Güte überwindet sich selbst und allen Groll gegen das Böse, der sich eher vorwurfsvoll zurückziehen will. Wer von Güte erfasst ist, kann sich nicht von den Schandtaten anderer außer Gefecht setzen lassen. Wo wir nur die lieben, von denen wir geliebt werden, tun wir nichts Besonderes, das machen auch die Ungerechten, heißt es im Evangelium. Die Güte geht einen Schritt weiter. Sie wird dort aktiv, wo sie eine Abfuhr erhält. Sie liebt auch dann noch, wenn sie gehasst wird. Wo die Erde voll der Güte des Herrn ist, lässt sich der Glaubende nicht mehr vom Bösen beeindrucken. Er hat der Unverschämtheit eine viel stärkere Macht entgegenzusetzen. Güte ist göttliche Größe im Menschen.

Fängt nicht gerade dort, wo die Erde voll Güte ist, ein liebendes Überwinder-Dasein an?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/