Über mich

cropped-081220mc3b6nch321.jpg

Br. Theophilos

Ein Blumenmönch in Gott verliebt.
Mag Menschen, Blumen und Worte die Herzen erobern.

Zitat:
„Christus ist wie eine Geige, die zum Tanzen einlädt
und in ungeahnte Räume entführen will.“

wofür ich brenne:
Verkündigung, Fotografie, Lebensweisheiten, Ernährung u.a. 🙂

EBK-Blumenmönche
Die Seite der Blumenmönche von Dettingen an der Erms

Kontakt

12 Gedanken zu „Über mich

  1. hallo lieber theophilos, hab lieben dank dafür, dass du den blog mit mir teilst, wobei ich mich hier ehrlich gesagt hier noch nicht zurechtfinde. jedenfalls schön einen lachenden theophilos zu sehen.. da ist nur ein test, obs klappt alles weitere wie gewohnt per fotomail (ic hweiß ichj bin altmodisch 😉 )

    liebe grüße doris

  2. hat geklappt :-)) es geht doch!! aber weißt du was, ich schreibe dir in den nächsten tagen einen „richtigen“ brief. nur soweit, mir gehts hier gut und ich bin in der gemeinde bei 59 + trommlerin und auch ansonsten eingebunden! ich habe mich so über deinen brief gefreut, theophilos umringt von hübschen und lachen jungen damen. 🙂 bis bald alles gute dir doris

  3. Werter Herr Theophilos, in Ihrem Artikel vom 24. Mai 2018, auf den ich zufällig gestoßen bin, behaupten Sie, dass unter der Aufsicht meines Vaters Peter Schreier dessen Enkelkind im Gartenteich ertrunken ist. Dies ist unwahr. Mein Vater war bei diesem Unglück nicht anwesend und befand sich über 600 km vom Unglücksort entfernt. Ich fordere Sie auf, diesen Passus aus Ihrem Artikel zu streichen. Torsten Schreier (Onkel des ertrunkenen Enkels)

  4. Lieber Bruder Theophilos,
    täglich versuche ich Ihre Gedanken zu lesen. Es ist wie Balsam für meine Seele. Wie oft treffen ihre Gedanken und die Frage am Ende Ihrer Worte, ins Schwarze. Es ist wahrlich ein Segen, dass ich durch einen Kommentar auf einer anderen Webseite, auf Ihren Blog getroffen bin. Dafür bin ich so dankbar.
    Ich freue mich jeden Tag aufs Neue, Ihren Blog zu lesen.
    Möge Gott Sie segnen.
    Sie sind ein so besonderer Mensch.

    Alles Gute und bleiben Sie gesund
    Doreen Knetsch

  5. Me, Myself and I – Transformationen des Ich

    Buch-Neuerscheinung:

    „ Ausgesetzt zur Existenz “ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald – BoD-Verlag; D-Norderstedt

    Aufrichtig gesprochen, „Ich“ war niemals frei zu handeln, vielmehr handelte es sich .. in einer Gitterbox kausaler Bestimmtheiten.
    Wir können garnicht tun, sondern wir ereignen uns.
    Notwendig ist künftig eine praktische Existenzphilosophie zur Rechtfertigung des Subjekthaften gegen die Zudringlichkeit der Verobjektivierung.
    Sind wir zwar nicht eigentlich frei zu handeln, liegt unsere eigentümliche Freiheit dennoch auf dem Grund unseres Seins. Möglicherweise haben wir uns demnach den Käfig der kategorischen Gesetztheit selbst geflochten. Freiheit wurde auf dem Weg vom Sein in die Existenz zur Bestimmtheit. Allein im Bewußt-Sein ist somit die funktionale Verbindung von Freiheit und Bestimmung zu suchen.

    Mit dem Buch „Ausgesetzt zur Existenz“ fordert der Autor Franz Sternbald Sie auf: Holen Sie sich ihr Ego zurück; Werden Sie sich dessen gewahr Wer Ihr Ich eigentlich ist!
    „ Was soll nicht alles meine Sache sein …..,nur die meinige soll nicht meine Sache sein?! “

    Ich zu sein, vermag nur Ich selbst

    aber …

    Wer ist eigentlich ICH?
    Zu welchem Zweck behaupten wir ein subjektives Ego, und worin besteht ein objektiv legitimierender Sinn für die Forderung nach Anerkennung eines
    unbezähmbaren Geistes der uneingeschränkten Subjektivität

    Zu welchem Ziel strebt letztlich die Entwicklung der Selbstbewußtwerdung alles Lebendigen?
    In welchem überragend widerspruchsvollen Verhältnis steht das absolute Selbst zur Endlichkeit seines individuellen Daseins?
    Kierkegaard verstehen .. : “ Das Selbst ist ein Verhältnis, das sich zu sich selbst verhält, oder ist das am Verhältnis, dass das Verhältnis sich zu sich selbst verhält; das Selbst ist nicht das Verhältnis, sondern, dass das Verhältnis sich zu sich selbst verhält “
    Mit diesem Buch wird ein Deutungsversuch unternommen für das Ego als einem Ding, oszillierend zwischen Dualität und Polarität, von Identität und Alienation, von Eigentümlichkeit und Entfremdung,
    auf dem Weg von Mir zu Dir

    Von nun an wird Ich nicht mehr gezählt, sondern gewogen

    *

    „ Ausgesetzt zur Existenz “ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald

    ***

    „Indem es es selbst sein will,
    gründet das Selbst in der Macht, die es gesetzt hat“

  6. Empfehlung Buch-Neuerscheinung: „Ausgesetzt zur Existenz“; Franz Sternbald

    „Nicht einmal Ich Selbst fasse das Ganze Meines Seins!“, bekannte der Kirchenvater Augustinus. Kann ich mir meiner selbst somit nicht mit letzter Gewißheit gewärtig sein, so ist möglicherweise der Eindruck gar einer Vielheit von Ichs in der Welt (und einer in sich geschlossen wahrgenommenen Einheit meines eigenen Ichs) auch nur eine Täuschung in der Befangenheit der Subjektivität unserer Anschauung.
    In der vedischen Philosophie wird, nicht vollkommen abwegig, gerade die Ausschließlichkeit prinzipiell sogar nur eines einzigen Ichs für die Gesamtheit des bewußten Seins behauptet. Es würde sich demgemäß also um ein absolutes Subjekt handeln, das durch seine irisierenden Fluktuationen den Eindruck einer Mannigfaltigkeit von Ichs erst erzeuge.
    Diese Annahme stünde damit in einer gewissen Analogie zu ‚Wheelers Elektron’, von dem gleichfalls behauptet wird, das einzige Elementareilchen im Kosmos zu sein, und lediglich durch das Wellenfeld seiner Schwingungszustände die Materie jeweils an den Knotenstellen maximaler Wahrscheinlichkeiten seines Aufenthaltes aufweise, und somit den Eindruck einer Mannigfaltigkeit erst erzeugen würde (Dabei müßte jedoch ein morphisches Konzept zugrunde gelegt sein, dergestalt, daß jede Information stets auch zu jeder Zeit und an jedem Ort präsent wäre. So ließe sich auch die Korrespondenz in Zustand und Verhalten von verschränkten Elementarteilchen auch auf größere Distanz zueinander erklären.
    Diese Auffassung gründet bereits in der Natur-Philosophie der griechischen Vorsokratiker. Parmenides behauptet gleichfalls die Existenz nur eines einzigen ungeteilten und unbewegten Seins, und jede Wahrnehmung einer Teilbarkeit und Mobilität würde in sich selbst erklärt letztlich sogar zu inneren Widersprüchen führen ..

    *

    „ Ausgesetzt zur Existenz “ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald

    ***

    „Indem es es selbst sein will,
    gründet das Selbst in der Macht, die es gesetzt hat“

  7. Empfehlung Buch-Neuerscheinung: „Ausgesetzt zur Existenz“; Franz Sternbald

    Schuldlos Schuldig ..
    „Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet ..“ {Franz Kafka, Der Prozeß}
    Mit einiger Distanz zum existentiellen Bedrohungsgefühl des Herrn K. geäußert, müßte es heißen, ohne daß er ein klares Bewußtsein der Schuld hegte, fühlte er sich beschuldigt. Woher kommt dieses Grundbefinden wohl eines jeden Menschen, das ihn veranlaßt, sowohl seine Motive im Unterbewußten verborgen zu halten, als auch die eigentlich menschlichsten Verrichtungen des Lebens schambehaftet zu verleugnen. Woher die anlaßlos beständige Betretenheit seines Gewissens?
    Kierkegaard antizipierte Kafkas Prozeß in „Entweder-Oder“:
    „Wo bin ich? Was heißt denn das, die Welt? Was bedeutet dies Wort? Wer hat mich in das Ganze hinein betrogen, und läßt mich nun dastehen? Wer bin ich, wie bin ich in die Welt gekommen, und warum hat man mich nicht vorher(!) gefragt? Wie bin ich Teilhaber geworden in dem Unternehmen, das man die Wirklichkeit nennt? Warum soll ich Teilhaber sein, ist das nicht eine Sache des freien Entschlusses? Und falls ich genötigt (unfrei) sein sollte, es zu sein, wer ist denn da der verantwortliche Leiter? Gibt es keinen verantwortlichen Leiter? An wen soll ich mich wenden mit meiner Klage? Wie denn, ich bin der Angeklagte? Wie ist es zugegangen, daß ich schuldig ward? Oder bin ich etwa nicht schuldig? “
    Dieses Schnellfeuer von Fragen entspringt einer Mischung aus der Verzweiflung und gleichzeitiger Überhebung (Hybris) eines Wesens, das in seiner Vereinzelung das Ganze herausfordert und infrage stellt. Das Empfinden einer Schuldigkeit ist Ausdruck einer Abgerissenheit durch die Entbindung aus einer vormaligen Einheit, und Sendung in das Verhängnis eines subjektiven Schicksals.
    „Ihr führt ins Leben uns hinein,
    Ihr laßt den Armen schuldig werden,
    Dann überlaßt ihr ihn der Pein:
    Denn alle Schuld rächt sich auf Erden.“
    {Goethe; ‚Harfenspieler’}

    Die Desintegration einer vormaligen Einheit bedingt die Mannigfaltigkeit des dinglichen Seins. Mythologisch gesprochen, bedeutet die Zerstückelung des Gottes Dionysos zugleich seine furchtbar fruchtbare Entäußerung zur Welt. Aber nach Nietzsches Überzeugung von einer steten „Wiederkunft des Immergleichen“, wäre auch die Nachricht vom Tode Gottes nur ein Vorurteil. Hier eröffnet sich der Raum für den Auferstehungsgedanken im Glauben an die verheißene Wiederkunft (Parusie) Jesu gemäß der biblischen Johannes-Offenbarung. Sie folgt gleichfalls auf seinen vorangegangenen Tod und Verklärung.
    Gemäß der Kosmogonie des Heraklit (~500 v.Chr.) ereignen sich periodisch wiederholte Weltuntergänge und die Hervorbringung immer anderer Welten in unendlicher Folge. Ihr jeweiliges Ende sei in der Auflösung, nicht Auslöschung, in einem umfassenden Weltbrand eines läuternd reinigenden Feuers besiegelt, womit zugleich das verzehrende Begehren in einer „Sattheit“ münde. In einem solchen Zustand bestünde nun aber der eigentliche ‚Frevel’, im Überdruß der Sättigung, der einen außerhalb der Zeit liegenden ‚Trägheits-Moment’ als einen Totpunkt darstellen würde.
    Wie ist nun aber der Trieb zur neuerlichen Geburt einer Welt motiviert?
    Das sich Ausgießen in die Vielfalt der Formen des Seins entspringe einer Hybris, so Heraklit, die der frevelhafte Zustand schweigend brütender Selbstbezüglichkeit hervorbrächte. Seine sündhafte Frucht ist gleichsam ein ‚bulimisches Erbrechen’ in die Diversifikation des Seienden, wovon die ausgeworfenen, nunmehr in die Existenz ausgesetzten Wesen zeugen. Gemäß dieser Erklärung wäre das Dasein der Dinge zwar von einer kosmischen „Urschuld“ belastet, wenn auch von ihrer individuellen Schuldigkeit entlastet, deren tragische Konsequenzen zu tragen jedoch ihr künftiges Schicksal sein würde.
    Heraklit befindet sich hier im Grunde mit Anaximander (~600 v.Chr.) in einem Einvernehmen, der gleichfalls eine grundlegende Schuldhaftigkeit unserer Existenz, bereits ein Jahrhundert vor Heraklit angenommen hatte. Diese Erklärung liegt kulturgeschichtlich an der Wurzel des Gedankens vom Sündenfall der Schöpfung (siehe Glossar: Demiurgen&Archonten).
    „Woher die Dinge gekommen sind, dahin müssen sie auch wieder zurück, zu ihrem Untergang. So will es das Gesetz, denn sie müssen Buße tun, für das ‚Unrecht’, daß sie vorhanden gewesen“
    Alles was einmal geworden ist, vergeht auch wieder. Überall wo wir bestimmte Eigenschaften und Attribute wahrnehmen, dürfen wir auf den Untergang derselben rechnen. Nie kann ein Wesen, wie machtvoll es auch gedacht werden kann, das bestimmte Eigenschaften besitzt, Ursprung und Prinzip der Dinge sein. Das wahrhaftige Sein kann keine bestimmten Eigenschaften besitzen (und andere damit ausschließen, etwa die gegenteiligen), sonst würde es wie alle anderen Dinge, selbst wenn es dieselben umfassen würde (wie die Menge aller Mengen bestimmter Eigenschaften), entstanden sein müssen – und zugrunde gehen.
    Damit das Werden nicht aufhört, muß das Urwesen unbestimmt sein (sodaß ihm kein Namen zugewiesen werden könne). Das Urwesen alles Seienden ist reine Potenz, nicht bestimmtes Sein in der Existenz. Es existiert nicht, sondern potenziert vielmehr, darin liegt seine eigentliche schöpferische Kreativität.

    *

    „ Ausgesetzt zur Existenz “ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald

  8. virtú oder virtuell? – Empfehlung Buch-Neuerscheinung: „Ausgesetzt zur Existenz“; Franz Sternbald

    .. Während dem Meister seines Handwerks kaum das Zertifikat seiner Qualifikation gegönnt wird, würden ihm im digital vollautomatisierten Industriebetrieb allenfalls öde Maschinenüberwachungsfunktionen zufallen. Die Entfremdung des Menschen von seinem Werk erfolgt in exponentieller Geschwindigkeit, die jede gesellschaftspolitische Reaktion überfordern und zuletzt unmöglich machen wird. Abqualifiziert und sinnentleert kann „Arbeit 4.0“ unmöglich als ein würdiger Teil des menschlichen Daseins angenommen werden (darüber können auch nicht Weiterbildungsmaßnahmen in Programmiersprachen hinweg trösten). Die Forderung des Lebenslangen Lernens wird aus dem Munde der Digital-Lobby zum blanken Zynismus der entmenschsten Produktivität. Sofern Produktion nicht mehr durch Menschen für Menschen Wertschätzung erfahren kann, bedeutet digitalisierte Produktivität zuletzt eine zirkelhafte Selbstbezüglichkeit der Mittel, die sich die Zweckhaftigkeit angeeignet haben. Im Strudel der technoiden Beschleunigungsspirale verschwindet jeder kulturelle Form- und Gestaltwille in einem Strudelabfluß des veritablen Nichts. Wir fallen letztlich der Ideologie eines digitalen Nihilismus anheim. In seiner Betrachtung der Relevanz des hegelschen Materialismus, konstatiert der slovenische Philosoph Slavoj Zizek die Virtualität künftiger Realitäten (virtuell erweiterte Realität =augmented virtual reality) als eine Steigerung der Potentialität. Das Potentielle sind die noch nicht verwirklichten Möglichkeiten aus einem bereits gegebenen Regelrahmen zur Verwirklichung (z.B. der Fall einer bestimmten Augenzahl beim Würfeln). Hingegen ist die Virtualität die potenzierte Möglichkeitsform aus dem Raum unvorgegebener, und daher unkalkulierbarer Möglichkeiten. Diese sind dann völlige Neuschöpfungen quasi aus dem Nichts (ex nihilo). Bei der Verwirklichung eines virtuellen Ereignisses im Rahmen einer digitally augmented reality, ergeben sich sozusagen künftig tatsächlich ‚unmögliche Möglichkeiten’. Es handelt sich hierbei quasi um eine Schöpfung aus dem Nichts (creatio ex nihilo), also einer Schöpfung ohne Schöpfer, ein Sein ohne Grund.
    Die Auslöschung des Reellen durch das Virtuelle hinterläßt eine Leere des rein Potentiellen eines unendlichen Möglichkeitsraumes, der das Existenzielle durch die unendliche Null vollkommen ersetzt.

    *

    „ Ausgesetzt zur Existenz “ – warum der Mensch ein Schicksal ist
    – vom Ausgang aus der unverschuldeten Absurdität –
    Franz Sternbald

  9. Lieber Bruder Theophilis. Ich habe das Networker Herzblut Training mit Ihnen angesehen und gehört. Das fand ich sehr schön. Ich möchte gerne das Buch erwerben, von dem Ihre Rede war.
    Wie kann ich es bekommen?
    Lieber Gruss und eine wunderbare erfolgreiche Woche.
    Sonja Klose

  10. Infektionsschutzgesetz – Wiederauflage des Hexenhammers in zeitgemäßer Sprache?

    Die Corona-Religion bedient eine kulturpsychologische Affektdisposition des Menschen der Letztzeit zur ‚Krankheit‘ als eines Leitsymptoms der allgemeinen Degeneration der Selbstwertschätzung; aufgrund des Verlustes der Anbindung an die schöpfergeistige Ebene.
    Ohne Gottesbezug und Herkunftsvergewisserung tritt der Afterglaube einer Pseudowissenschaft vom allfälligen Virus, und als einer Ersatzreligion mit götzendienerischem Maßnahmenkult, in das geistige Vakuum und die seelische Armutsleerstelle, die eigentlich vom Bewußtsein der Erbschaft eines Gotteskindes erfüllt sein sollte. Nach der Zurückweisung der Begrifflichkeit von einer naturhaften ‚Sündhaftigkeit‘ und ‚Schuldsühne‘, erfüllt nunmehr die ‚Infektion‘ und die ‚Erlösung‘ durch den ‚Picks‘ die verbliebene spirituelle Lücke in unserem Bewußtsein. Hierbei fungiert der virale Generalverdacht ‚Corona‘ auch ohne jedes einschlägige Symptom als ebenso fataler Vorwurf, mit dem gleichen Impetus, mit dem vormals der Ketzer auf bloßen Verdacht hin verurteilt worden war. Schuldig, pardon ‚infiziert‘ ist grundsätzlich jeder, bis er auf der Hexenprobe seine Unschuld erweisen kann. Die Perversion liegt, damals wie heute, in der Beweislastumkehr, bei der die grundrechtliche Unschuldsvermutung aufgehoben ist: Jeder Bürger gilt zunächst als ein ‚Kranker‘ Missetäter, solange er nicht mea maxima culpa widerruft und er das „Siegel des Götzen“ zu seiner Absolution angenommen hat.
    Wir sind nicht mehr länger selig gewiß unserer ‚Gesundheit‘, auch in Angefochtenheit, im Aufblick auf das Urbild des unendlichen Gewahrseins, das wir verwirklichen sollten, sondern in einer perversen (=verdreht-verkehrten) Weise stolz auf die ‚Krankheit‘, im Zerrbild der leibseelischen Krüppelgestalt, zu der wir deformiert werden sollen. Wir bilden uns alles Mögliche darauf ein, getestet und geimpft zu sein, aber bekennen es nurmehr verschämt, wenn wir – gesund sind

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s