Liebe macht gesund

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Gesundheit hat auch etwas mit Liebe zu tun.

„Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!“
Ps. 106, 3

Wohlwollen, Wohlbefinden, Wohlsein erfahren, steht im direkten Zusammenhang mit dem Richtigen tun. Glückselig sein hängt mit Gottes Geboten zusammen. Hier werden mit Sicherheit keine frommen Spießer gezüchtet, sondern unser Wohlergehen mit unserer Gottesbeziehung verknüpft. Gott ist Recht. Gott ist der Richtige. Gott ist der Maßstab unter dem das Leben funktioniert. Seine Gebote sind kein Bußgeldkatalog, sondern seine gelebte Liebe. Gott liebt und macht uns zur Liebe fähig. Wo Gott auf den Menschen zukommt, kommt etwas in Ordnung. „Das ist das größte Gebot, dass ihr Liebe untereinander habt. Das ist das wichtigste Gebot, dass wir Gott lieben, von ganzem Herzen und mit aller Kraft.“ Diese Gebote und Gesetzte sind unser Lebenselement, wie für den Fisch das Wasser.

Diese Liebe, diese Einbettung in Gott macht gesund. Damit fährt der Mensch gut. Damit steht er in allem, was das Leben aufbaut. Unwohl wird es dort, wo wir diese Gebote verlassen. Außerhalb dieser Gesetzmäßigkeiten zu leben ist ein Brechmittel. Da gehts dem Menschen schlecht. Da fehlt das Wesentliche. In der Liebe Gottes bleiben, ist unsere Reha, ist unser Sanatorium. Diese Liebe enthält die ganze Macht des erlösenden Christus. Darin ist das umfassende Wohl Gottes eingebettet. Damit kann Miteinander wachsen, Gemeinde gelingen, Kirche zu einem Wohlfühlort werden, zu einer Liebes-Tankstelle. Wenn wir in dieser Liebe bleiben, geht´s uns und den Menschen gut.

Was kann heute dazu dienen, dass wir Gott recht geben und zur Genesung dieser Welt beitragen?

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Wir werden aus der Reserve gelockt

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zum Glück gibt´s etwas unverrückbar Festes.

„Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde.“
2. Mose 3, 14

Gott rammt seine heilige Gegenwart bei Mose ins Bewusstsein. Es ist die Selbstdarstellung dessen, der von Anfang an war und unvergänglich sein wird. Gott manifestiert seine Allherrschaft, die als absolute Größe über allem Leben steht. Er ist der Erlöser, er ist der Befreier, er ist der, der von keiner Macht dieser Welt aufgehalten werden kann. Dieses Autoritätssigel bekommt Mose aus dem brennenden Dornbusch, als er den Auftrag Gottes erhielt, das Volk Israel aus der ägypthischen Unterdrückung zu befreien. Er sollte gegen den mächtigen Pharao antreten. Er sollte einen menschlich unmöglichen Auftrag erfüllen. Er wurde an eine Aufgabe gestellt, die mehr als eine Hutnummer zu groß war. Ein Projekt, das unter menschlicher Kalkulation zum Scheitern verurteilt war.

Gott macht klar, ich werde sein! Nicht dein Können und Vermögen sind die Voraussetzungen für das Gelingen, sondern mein ich bin. Wo Gott ruft, kommen Dinge auf uns zu, die Angst machen. Da kommen Herausforderungen auf uns zu, bei denen wir die Hosen voll haben und das Genick einziehen. Doch gerade diesen Unvermögenden, gilt diese gewaltige Zusage. Die, die sich den Aufgaben nicht gewachsen sehen, die meinen, sie hätten nicht die nötigen Grundlagen, die nimmt er an die Hand.

Wir können das Große und das Unmögliche wagen, weil es nicht in erster Linie darauf ankommt, was wir können und mitbringen, sondern weil Gott ist, wer er ist. In und mit uns handelt ein anderer. Somit können wir stehen, wenn uns die Knie weich werden. Wir können mutige Schritte gehen, auch dort, wo uns der Atem stockt. Wir können hoffnungsvoll in die Zukunft schauen, wo menschlich keine Perspektiven sind. Der ewige Gott will, dass wir über unsere zerbrechlichen Grenzen hinauswachsen.

Was hält uns zurück, viel entschlossener mit dieser Zusage zu rechnen und daraus zu leben?

Sehnsucht lässt blühen

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nur die Sehnsüchtigen bekommen mehr.

„Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land.“
Ps. 143, 6

Wenn wir nach einem heißen Wochenende montags ins Blumenhaus kommen, gilt der erste Blick den Hortensien. Sie erhaschen die meiste Aufmerksamkeit, durch ein Bild des Jammers. Blüten und Blätter hängen fast bis zur Unkenntlichkeit über den Topfrand herunter. Sie lechzen nach Wasser.

Ein eindrückliches Bild für Menschen ohne Gott. Wo Gott fehlt ist dürres Land. Gottesmangel ist Wüste. Deshalb offenbart sich Gott immer wieder als Quelle, als Meer, als erquickendes Wasser. Nur der, der die Oase kennt, kann Sehnsucht danach entwickeln. Gott hat uns die Sehnsucht ins Herz gelegt. Da ist niemand, der ein unbefriedigendes Leben führen will, jeder streckt sich nach Erfüllung und Sattheit aus. Augustinus sagte: Unser Herz ist so lange unruhig, bis es seine Ruhe in Gott findet. Dieser Drang und dieser Sog ist dem Menschen in die Wiege gelegt. Sehnsucht ist die Sucht nach Erfüllung, nach Vollkommenheit.

Der Zielpunkt der Sehsucht liegt allein in Gott, wie für die Hortensie im Wasser und nicht Red Bull. Jeder Versuch Sehnsucht mit anderen Mitteln zu stillen, lässt Dürre zurück. Für den Glaubenden gibt es nur eine Richtung, in die er seine leeren Hände ausstreckt. Erquickung der vom Leben ausgehungerten gibt es allein in Christus. Wir sind nicht der Wüste ausgesetzt, sondern wir werden in der Eucharistie gesättigt. Der nach Gott Lechzende findet das aufbauende Wort, erfährt den belebenden Christus. Auch wenn die Hitze noch so groß ist, der Boden erschreckende Risse von Trockenheit hat, sind wir von einer Quelle umgeben, die die Blüten wieder straff werden und die Farben leuchten lässt.

Von welchen Quellen ersehnen wir sonst noch Erquickung?

Wir schaffen andere Umstände

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an uns manifestiert sich die Auferstehungshoffnung.

„Gott hat mich erlöst, dass ich nicht hinfahre zu den Toten, sondern mein Leben das Licht sieht.“
Hiob 33, 28

Das sagt ein Mensch, der den totalen Zusammenbruch seines Lebens erfahren hat. Seine Familie, seine ganze Existenzgrundlage ist weggebrochen, sein ganzes soziales Gefüge ein Scherbenhaufen. Übrig geblieben ist er mit seinem Gott. So hart werden die Wenigsten von uns herausgefordert, doch eines wird klar, nicht einmal die schlechtesten Umstände sind dafür verantwortlich, ob ein Leben gelingt oder nicht.

Hiob hat den Lebensblick, auch wenn um ihn herum alles dem Tod geweiht ist. Wer die Erlösung erfährt, wird mit dem Auferstandenen verknüpft. Da findet die Loslösung aus der Todesspirale statt. Da ist der Fluch, der auf der Schöpfung liegt, dass alles Dasein auf das Sterben gerichtet ist durchbrochen. In der Erlösung wirkt der Geist des Christus, des Lebens und des Lichtes in uns. Der erlösende Christus stellt unsere Lebenseinstellung auf den Kopf. Die vielen Neins, die auf unser Leben einstürtzen verwandeln sich in ein großes Ja. Es ist das große Ja zum Leben, mitten im Sterben. Wer das Licht sieht, kann sich nicht mehr von der Dunkelheit beeindrucken lassen. Mitten in der Trauer, über allem was belastet, sind wir die Auferweckten durch seine Kraft. Erlöste bleiben nicht im Jammer stecken, sie sind nicht die, die den Weltschmerz beklagen, sie sind die Hellwachen, die Hoffnung für den Morgen ausstrahlen.

Wir leben durch Christus in anderen Umständen. Uns prägt nicht die unerlöste Welt, mit all ihren Lasten, sondern als die Erlösten schaffen wir neue Umstände. Durch das Licht vor unseren Augen, kann uns keine noch so große Finsternis beeindrucken.

Wollen wir uns weiter unter widrige Umstände beugen oder neue Umstände schaffen? 

Schwach ist ganz groß

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nur in dem Schwachen, kann wirkliche Kraft sichtbar werden.

„Herr, lass den Geringen nicht beschämt davongehen.“
Ps. 74, 21

Welche Einsichten haben wir von uns selbst? In vielen Situationen unseres Lebens kommen wir uns so hilflos vor. Da ist nicht viel von großen Glaubenshelden zu sehen. Da kämpfen wir schnell mit unseren Zweifeln, mit dem, das wir manchen Herausforderungen nicht gewachsen sind, mit all den Begrenzungen unseres Daseins. Gerade wir Glaubenden stehen wir in der Spannung, dass wir wissen, was Gott alles möglich ist und doch so wenig davon in unserem Leben sichtbar wird. Wir ziehen beschämt das Genick ein und versinken im Mittelmaß.

Doch die Schwachheit ist gerade das Fundament auf dem Gott aufbaut. Er kann sich nur in Ohnmacht verwirklichen. Er braucht die Habenixe, um alles zu geben. Das Geringe ist nicht das Nutzlose, sondern die Voraussetzung, dass sich das Gewaltige entfaltet. Wir müssen unsere Hilflosigkeit viel mehr wertschätzen lernen, dass sie die Leere ist, die mit Christus ausgefüllt werden soll. An den Könnern, kann Gott nichts verwandeln. Er braucht die Armen, die die an sich selber zweifeln und sich in Frage stellen.

Vollmacht haben die, die gerade in der Ohnmacht glauben. Die Umwandlung von Schwachheit erleben die, die innerlich bebend, das Unmögliche von Gott erwarten. Darin steckt Eucharistie, der Christus, der das Geringe aus dem Staub auffhebt.
Wir sind darin mächtig, dass wir Gott Dinge zutrauen, vor denen wir selbst vor Angst zurückschrecken würden. Darin entsteht eine Kühnheit des Glaubens, die nicht von menschlichen Befindlichkeiten abhängig ist. Dadurch entsteht im Geringen die Verherrlichung Gottes, die mutig und dankbar macht.

Was bremst uns aus, wenn auf dem Geringen solch eine Verheißung liegt?

Was glüht, zündet an

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wir sind Marktschreier der Nation.

„Machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist!“
Jes. 12, 4

Gott gehört nicht zu den Stillen im Lande. Er ist prall gefülltes Leben, das in kein Gefäß passt. Gott ströhmt, Gott läuft über, Gott ist nicht aufzuhalten in der Bewegung zum Anderen. Er fließt und fließt und fließt. Er schafft und erneuert unentwegt das Leben. Alles ist von seiner Dynamik überragt. Sein Name steht für Heil, für Befreiung, für Todbezwinger. Da ist nichts, das diese Energie aufhalten kann.

Wo diese lebensschaffende Macht auftrifft, kommt etwas in Bewegung. Glaubende sind von diesem Feuer angezündet. Christen sind keine Einweckgläser, die diese Energie konservieren, dass sie ja lange hält. Was von Christus berührt wurde, bleibt nicht in der Komfortzone. Da beginnt etwas zu fließen, zu expandieren. Leben, das sich nicht ausbreitet ist bereits am Sterben. Leben und sitzen bleiben sind Gegensätze. Leben ist dort lebendig, wo es wächst und sich vermehrt.

Deshalb muss sich der Christus in uns zwanghaft vermehren. Er führt uns nicht in die Beschaulichkeit, sondern zum Du. Wir sind ein Probagandaorgan, das aus dem Evangelium sprudelt. Wir sind weltweites Internet, das global diese Lebensbotschaft vermarktet. Wir sind beauftragt nicht für uns zu bleiben, sondern die Trommeln zu rühren, für die Kräfte der Überwindung. Das geschieht mit Herzen, Mund und Händen. Christus zu verkündigen ist ein Lebensstil des ständigen Aufbruchs. Die Erlösung ist nicht nur für mich, sie ist für alle.

Wieviel Feuer steckt in uns, dass es die Kraft hat, andere zu entzünden?

Seciurity im Dreiklang

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bei Gott stehen wir nicht im Regen.

„Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“
Ps. 91, 11-12

Ein traumhafter Dreiklang von göttlicher Zuneigung. Wir sind eingehüllt in Schutz und Erbarmen. Wir sind von Engelsdiensten umgeben. Da ist eine ganze Armee aktiv, um das von Gott Geschaffene, zu erhalten und durchzubringen. Gott hat uns nicht nur ins Leben gerufen, sondern setzt seinen ganzen Hofstaat dafür ein, dieses Leben nicht fremden Mächten preiszugeben. Das auf der Hut sein, steht als Befehl an seine Engel, über unserem Dasein. Gottes Beistand lässt sich nicht abschütteln. Gottes Fürsorge ist absolut. Es ist seine Garantie, dass wir nicht aus ihm herausfallen können. Das ist ein Seciurity -Vertrag aus der anderen Welt. Gott umschließt uns, wie seinen Augapfel. Das wünscht sich doch jede Braut, dass sie nach ihrer Hochzeit von ihrem Liebsten auf Händen getragen wird.

Getragen sind die Schwachen, behütet die, die in Gefahr stehen. Wo Widerstand und Hindernisse sind, sollen wir daran nicht zerbrechen. Genau da beginnt Glaube. In der Not, in Schwierigkeiten, in Schwachheit, geht der Blick vom Elend auf den mächtigen Erbarmer. Es gibt für uns keine Ausrede mehr, dass wir dem Schicksal Ausgelieferte sind. Bei solch einer Zusage ist Gott immer größer als die Not, oder die herausfordernde Aufgabe, die auf uns wartet. Wir haben nichts zu beklagen, wir brauchen vor nichts uns niemand zurückschrecken, wir sind auf Händen getragen. Dieses Bild müssen wir für unsere Krisen regelrecht in uns einbrennen. Christus hat seine Hände über und unter uns.

Welche Herausforderung und Aufgabe, sollte mächtiger sein als solch ein Beistand?

Barmherzig und unbarmherzig wohnen zusammen

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bei Gott gibt es unantastbare, heilige Kühe.

„Weh denen, die unrechte Gesetzte machen, um die Sache der Armen zu beugen und Gewalt zu üben am Recht der Elenden!“
Jes. 10, 1.2

Die Armen und Elenden, Menschen, die Gott nichts zu bringen haben, die mit leeren Händen vor Gott stehen, haben bei ihm einen hohen Stellenwert. Die, die sich selbst nicht helfen können, sind seine Lieblingskinder. Die vor den Menschen keine große Bedeutung besitzen, sind bei Gott ganz groß. Gott ist der Anwalt der Schwachen, er baut die Gebeugten wieder auf. In den Ohnmächtigen entfaltet sich seine Macht, in den Bedürftigen seine Erlösung. Er fühlt mit denen, bei denen Gefühle sterben. Das ist Gottes Lebensinhalt, sein Erbarmen. In Christus verbindet er sich mit den Armen und Elenden. Sie sind ihm heilig und ans Herz gewachsen.

Deshalb ist mit ihm nicht gut Kirschen essen, wenn die Rechtlosen mit Unrecht gebeugt werden. Sein Ausrasten gilt denen, die unbarmherzig sind, über denen, die sein Erbarmen gefunden haben. Er hasst alles Böse. Sein Wehe gilt denen, die in der Nacht, das letzte Licht auslöschen.

Das Wehe ist ein Weckruf an uns, das Übel nicht gewähren zu lassen. Er ist das beherzte Handeln, anstatt tatenlos zu trauern. Wir sind die Tröster, für die, die ohne Tränen weinen. Wir erkennen hellwach die Zeichen, wo wir in eigener Not, dem Nächsten zu helfen haben. Wir stehen auf, wo die Welt mit Unrecht, Mord und Lüge bedroht wird. Wir sind die Licht Anzünder, wo alles dunkel scheint. Wo Gottes Erbarmen wohnt, wohnt auch die Erbarmungslosigkeit gegen das Unrecht.

Sind wir nicht abgebrüht, wenn wir bei allem Unrecht still bleiben und uns zu gut sind aufzustehen?

Die wundersamen Alten sind wertvoll

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das Alter steht bei Gott unter einem besonderen Segen und Schutz.

„Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren.“
3. Mose 19, 32

Das Gebot der Nächstenliebe bekommt hier eine besondere Qualität. Die Alten, die in unserer Gesellschaft oft zu einem Problemfall geworden sind, haben in der Bibel ihren eigenen Wert. Sie betrachtet die Menschen hohen Alters, als die von Gott Gesegneten. Ein Leben lang hat Gott an ihnen seine Spuren hinterlassen. Sie sind die mit der Weisheit Gottes Angefüllten. An ihnen hat sich Gott reichlich offenbart. Die andere Seite ist die Schwachheit ihres abnehmenden Lebens. Gott schützt sie vor Ausgrenzung, wo die Alten uns schnell zur Last werden. Seine Fürsorge gilt den Gebrechlichen. Die, die Gott ein Leben lang durchgebracht hat, lässt er bis zum Schluss nicht hängen. Es selbst legt seine Hand auf das graue Haupt und überträgt uns dafür die Verantwortung.

Nächstenliebe ist die Hochachtung vor dem Leben, das in Gott verankert ist. Es ist die Wertschätzung, auch des alt gewordenen Lebens, im dem noch mehr die Güte Gottes offenbar wird. Wir können das, worauf Gott sein Augenmerk legt, nicht mit Verachtung strafen, nur weil es uns unbequem wird. Gerade dort, wo uns die altgewordenen Menschen zur Belastung werden, das Miteinander ungemütlich ist, gilt uns die Aufgabe der Achtung und Liebe. Genau dort, wo in einem alt gewordenen Leben die Verwirrung beginnt, muss unsere Zuneigung umso stärker sein. Auch dort wo das Alter wunderlich wird, ist das kein Grund, es zum alten Eisen zu werfen. Der Wert des Menschen bleibt, auch wenn er selbst seine Werte nicht mehr unter Kontrolle hat.

Wie gelingt uns das Aufstehen vor einem grauen Haupt, wenn das organische Miteinander nicht mehr so funktioniert, wie es einmal war?

Gib nie, nie, nie, niemals auf

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glauben heißt, nicht aufgeben!

„Lasst uns gehen, den Herrn anzuflehen und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir selber wollen hingehen.“
Sach. 8, 22

Einige kennen vielleicht das Beispiel von Sir Winston Chrurchill, der im hohen Alter die wichtigste Rede seines Lebens hielt. Der Originalton vor hunderten von weitangereisten Menschen lautete: „Geben Sie nie, nie, nie niemals auf.“ Das war alles.

Glaubende sind angefochtene und herausgeforderte Menschen, die eine große Entschlossenheit brauchen. Wenn das Leben in seiner ganzen Härte zuschlägt, neigt der Mensch zu verzweifeln und sich fallen zu lassen. Doch der Prophet Sacharia sagt, lasst uns nicht stehen bleiben, wir wollen uns nicht den Lasten ausliefern uns zerbrechen lassen. Glaubende sind Kämpfernaturen. Wer von Gott gefunden wurde, wer sein Erbarmen erfahren hat, ist zum Leben auferweckt. Er hat ein Heil erfahren, dass er sich nicht mehr mit Unheil abfinden kann. Im Elend weiß der Christ um den Christus. In eigener Schwachheit, weiß er um den Starken. Gerade in den Schwierigkeiten zeigt sich die Leidenschaft des Glaubens. Wir sind nicht die Duldsamen, die Machtlosen, die all den Belastungenen des Lebens ausgeliefert sind. Wir sind die Aufsteher, wir sind die Geher, wir sind Christus Sucher. Wer den Herrn sucht, weiß dass er dort etwas findet, was die Menschen verloren haben. Suchen und Anflehen ist unbeirrte Aktivität. Das sind diejenigen, die sich von keinem Unheil abschütteln lassen. Wenn wir Hilfe brauchen, haben wir eine klare Adresse. Wir sind nicht die Jammernden, die bei irgend jemand Mitleid und Bedauern suchen, weil sie so arm dran sind, wir sind die zu Christus Geher.

Nicht die Umstände sind schlecht, sondern wir sind zu faul und träge, wenn wir nicht hingehen, wenn wir nicht den Herrn anflehen. Nicht die Lasten sind zu schwer, sondern wir sind die Aufgeber, wenn wir uns von ihnen niederdrücken lassen. Von Gott her ist alles bereit, deshalb liegt es in unserer Verantwortung zu gehen, anzuflehen und zu suchen.

Es gibt immer genügend Gründe aufzugeben, doch was hindert uns, unseren Zugang zu diesem Überwinder leidenschaftlich auszuschöpfen?