Deine Spende verdoppelt sich

Danke für alles Engagement und euer tolles Mitmachen, um eine Glocke wieder zum Klingen zu bringen.
Es lohnt sich zusammenzustehen.

Fantastische Geldvermehrung

Morgen gibt es von der Kreissparkasse Reutlingen/Tübingen eine VERDOPPELUNGSAKTION.
Zu jeder Spende für die Glocke, gibt die Kreissparkasse nochmal soviel hinzu.
Deine Unterstützung ist morgen 4. Okt. ab 10 Uhr doppelt so viel wert als normal, bis das dafür eingesetzte Kontingent von 10.000 € erschöpft ist.
direkt über diesen Link: https://www.gut-fuer-neckaralb.de/projects/64427

Advertisements

Der Dampf ist raus

Bei namhaften Politikern heißt der Geleitschutz eher Security oder Bodyguard.

Der Herr spricht: Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.“
2. Mose 23, 20

„Komm guat hoim“, das sind im bayrischen oft die guten Wünsche, auf Holz geschrieben, gleich nach dem Ortsschild. Gut ankommen, ist durchaus nicht selbstverständlich. Gott stellt seine himmlische Eingreiftruppe zur Verfügung, dass wir unser Ziel erreichen. Er weiß um die Steine auf dem Weg, um Tomaten und faule Eier, die im Leben fliegen können. Er kennt die Widerstände, die uns abhalten, das zu erreichen, zu dem wir eigentlich unterwegs sind. Wenn der Papst unterwegs ist, reist gleich ein ganzer Hofstaat mit. Diese Sicherheitstruppe hat nichts anderes zu tun, um die Mission des Kirchenoberhauptes zu garantieren. Er braucht sich um nichts zu kümmern, er wird dort ankommen, was auf seiner Dienstreise steht. Es sind genügend Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um die, die Böses planen abzuschranken und unter Kontrolle zu halten. Gott selbst hat das größte Interesse daran, dass unser Leben und unsere Mission gelingt. Er setzt alle Hebel in Bewegung, dass sein Volk das Heilige Land erreicht. Wenn er bahnt und Engel vor uns her sendet, dann sind wir von sichtbaren Zeichen umringt. Da sind Feuer- und Wolkensäulen als Leitplanken, da blinken uns unzählige „Katzenaugen“ entgegen, die signalisieren – genau dieser Weg ist es. Führung und Schutz sind die Markenzeichen der Glaubenden. Er genießt einen Herrschaftsstatus. Da geht es zielstrebig auf einen Ort der Beauftragung zu. An ihnen verwirklicht sich, allen Widerwärtigkeiten zum Trotz, ein unerklärliches Geheimnis. Wo Engel zur persönlichen Security werden, sind die Glaubenden zu einer großen Mission unterwegs.

Wo Engel vor uns her gehen, tun sich für uns Wege auf, die nichts mit unseren Wegen zu tun haben. Da schreibt ein anderer die Route und das Protokoll. Aus einem selbstbestimmten Kurs wird ein Engelskurs. Da führt der Weg mitten durch das Meer, wo haushohe Wellen Spalier stehen. Wüstenwege werden zu Segenswegen, weil das Manna trotzdem vom Himmel fällt. Der Engel hat nur das eine Ziel, unser Leben an der Hand Gottes sicherzustellen. Diese Garantie haben wir in der Tasche, auch wenn wir von einem Heer Ägypter verfolgt werden und als David vor Goliath stehen. Wo Gott einen Engel sendet, ist kein Weg ohne Perspektive, keine Sackgasse ohne Ausweg. Engel sind total entspannend. Wo Engel sind, ist Ankommen sicher. Auf Biegen und Brechen wird Gott mit uns sein Ziel erreichen. Das nimmt all unseren Sorgen den Dampf heraus. Glaubende können kindlich in die Zukunft glauben, weil sie um den Engel wissen.

Soll nicht gerade solch ein Begleitschutz, alle unsere Ängste abnehmen?

Gott segne dich.
Liebe Grüße Theophilos 💐😇

Die Glocke sagt Danke für jede Unterstützung
www.betterplace.org/p64427
Auslegungen für jeden Tag
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

In der schlimmsten Krise kreativ

Im Atmen liegt das Geheimnis des Lebens.

„Leben und Wohltat hast du an mir getan, und deine Obhut hat meinen Odem bewahrt.“
Hiob 10, 12

Da ist dem Hiob durch all das, was in seinem Leben weggebrochen ist, regelrecht die Luft ausgegangen, und dann spricht er davon, dass Gott seinen Odem bewahrt. Solange wir atmen, kann kommen was will, wir sind noch am Leben. Wenn wir atmen schlägt das Herz. Nirgends erfahren wir stärker, wie das Leben in Gottes Hand liegt, als beim Ein- und Ausatmen. „Gott blies ihnen seinen Odem ein,“ heißt es bei Adam und Eva. Der erste eigene Atemzug ist bei der Geburt das Zeichen, dass die Nabelschnur getrennt werden kann. Atmen ist die Gnade des Lebens. Da hält Gott seine Hände auf. Das war für uns die ganz starke Erfahrung nach dem Brand. Nichts mehr zu haben, doch im eigenen Leben alles zu haben. Da war das Haus weg, mein schönes kleines Zimmer, die Kleider und meine geliebte Kamera, doch ich war da. Ich stand da und atmete und hatte somit alles. Solange der Atem nicht wegbricht ist alles da. Wir sind in den Lebensraum Gottes eingehüllt, das ist das Allergrößte. Solange ein Atemzug die Lunge aufbläst, pulsiert das Leben. Atmen ist in Gott sein. Mit jedem Zug saugen wir die Gnade ein. Wir können das Heben und Senken des Brustkorbes nicht beeinflussen, es bleibt unser Lebensgeschenk. Darin zeigt sich das Wohlwollen, in das wir eingehüllt sind. Gott bewahrt, er ist der Erhalter des Atems. So dicht ist jeder Augenblick mit dem Schöpfer verbunden. Zwischen seinem Bewahren und uns liegt nichts dazwischen. Daher kann Hiob dieses starke Bekenntnis abgeben. Solange der Atem nicht wegbricht, bricht Gott nicht weg, auch wenn um mich herum alles in Schutt und Asche liegt.

Wenn Atmen solch ein großes Geschenk ist, worüber muss sich dann ein Mensch noch sorgen? Mit jedem Atemzug, der uns geschenkt ist, setzt sich das Leben gegen allen Widerwärtigkeiten durch. Solange Atem da ist, gibt es keine stärkere Macht, die dem Leben zu schaffen machen kann. Egal wie schwer manche Wege sind, wer atmet hat nicht verloren. Solange wir Atem holen, geht die Hoffnung nicht aus. Weil wir diese Gnade haben, haben wir viel mehr in der Hand, als wir in schweren Stunden vermuten. Wo Gott den Odem bewahrt, stehen uns all seine Heilsmittel zur Verfügung. Wir können Trost schöpfen, Vergebung in Anspruch nehmen und gewähren. Wir können Mut fassen und über Trümmer lachen. Wir können Freude entwickeln, wenn wir die verkohlten Balken des Kirchendaches entsorgen und die geschmolzenen Orgelpfeifen zu Kunstwerken zusammenstellen. Wo der Atem bewahrt ist, bleibt das Leben in der schlimmsten Krise kreativ. Der Atem ist das Trotzdem Gottes, wo außer Scherben nichts mehr übrig geblieben ist.

Was haben wir zu befürchten, wenn wir noch atmen und das ganze Leben in unseren Adern pulsiert?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Verlässlichkeit schnappen

Wer von Treue umschlossen ist, den kann nichts umhauen.

„Auf dich hoffen, die deinen Namen kennen; denn du verlässest nicht, die dich Herr suchen.“
Ps. 9,11

Da ist jemand hocherfreut und überglücklich. Und das, weil er kein Verlassenheitsgefühl mehr kennt. Du verlässt nicht, ist eine der wertvollsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Jemand an der Seite zu haben, dem mit einem durch dick und dünn geht, ist mehr als beruhigend. Das ist das Große an Gott, dass er erst recht zu denen steht, die einen Bock geschossen haben, die ihm gegenüber mit Untreue glänzen. Dort wo wir uns vom anderen zurückziehen, wenn das Miteinander nicht mehr funktioniert, bleibt Gott unbeirrt. Wo wir meinen, das wird nichts mehr, das hat sowieso keinen Wert weiter zu hoffen und sich Mühe zu machen, da muss eine Trennung her, ist Gott nicht abzuschütteln. Du verlässt nicht, ist ein Ja-Wort in Stein gemeißelt. An ein Abrücken ist nicht zu denken. Gott ist mit einem Menschen verheiratet; und einmal verheiratet ist immer verheiratet. Wer nicht verlässt, auf den ist tausendprozentig Verlass. Gott hat sich zu diesem Ja verpflichtet und somit gilt es für alle Zeit. Die wahre Liebe kann nicht untreu sein. Ich bin dein, ist die Liebeserklärung, die über jedem Leben steht. Geliebte haben eine Rückendeckung vom Feinsten. Darin liegt alles, was das Leben aufbaut. Wer nirgends verlassen ist, hat nicht mehr zu befürchten. Wo zwei wie Pech und Schwefel zusammenhalten, hat die Angst keinen Platz mehr. Wo Gott nicht verlässt, gibt es keine Situation, der wir nicht gewachsen wären. Da steht keiner neben mir, der einem ständig das Gefühl gibt, du bist nicht gut genug, das muss man besser machen, wenn sich das nicht ändert, dann trenne ich mich von dir, sondern da liebt einer trotz Schuld. Wo Gott nicht verlässt, da verlässt uns gerade auch die Vergebung, die Erlösung und das heil machen nicht. Da ist konstant alles da, was ein Mensch in all seiner Schwachheit braucht.

Diese Verlässlichkeit gilt jedem Menschen, sie steht allen ohne Ausnahme allen zur Verfügung, jedoch erfährt sie der Suchende. Nicht verlassen ist derjenige, der sich auf den Namen verlässt. Dieser Name ist Christus. Christus verwandelt das Verlassenheitsgefühl, das jeden Menschen aushöhlt, der seine Ängste mit sich ausmacht. Der Treue müssen wir einfach trauen. Der Glaube beißt sich an dem „nicht verlassen“ Gottes fest. Wenn Gott derart treu und zuverlässig ist, liegt es einzig an uns, wenn wir uns verlassen vorkommen. Wo der Mensch seine Hilflosigkeit beklagt, beklagt er in der Tiefe seinen Unglauben. Wo er sich ausgeliefert vorkommt, hat er sich nicht an den Namen ausgeliefert. Wo alles hoffnungslos erscheint, hat nicht Gott uns verlassen, sondern eher umgekehrt. Was die Treue Gottes auslöst, wie fest sie macht, wie sie den Mut in den Krisen nicht sinken lässt, erfährt der, der sie ergreift. Es ist genügend Verlässlichkeit da, wir brauchen sie nur zu schnappen.

Warum suchen wir nicht gerade dort, wo es uns ans Eingemachte geht, diese Verlässlichkeit?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Schämen ist heilsam

Wem das Herz voll ist, dem läuft der Mund über.

„Du wirst an deine Wege denken und dich schämen, wenn ich dir alles vergeben werde, was du getan hast, spricht Gott der Herr.“
Hes. 16, 61. 63

Haut uns das Erbarmen Gottes noch um? Wenn Gott alles vergibt herrscht Ausnahmezustand. Da ist die Front bereinigt, da herrschen klare Verhältnisse, da hat Gott den Menschen in seinen ursprünglichen Status zurückversetzt. Da ist der Mensch voll auf Schöpferkurs. Das Abartige, das aus dem nicht klar kommen mit Gott, das Leben heruntergewirtschaftet, gedämpft und eingeschränkt hat, ist weg. Im Vergeben gibt sich Gott ganz dem Menschen zurück. Es ist die höchste Form des Gebens, die alles gibt, was sie hat. Im Vergeben hält Gott nichts mehr zurück, was ihm von dem Menschen abschrecken könnte. Er gibt sein ganzes Ja in alles Nein. Vergeben überstülpt den andern mit grenzenloser Liebe. Vergeben hat aufgehört zu rechnen und anzuklagen. Sein Vergeben gibt sein Bestes – Christus. Christus ist die Liebe ohne Gegenleistung. Sie ist in sich die Leistung die Gott erbringt, um sich nicht mit verkrachten Tatsachen abzufinden. In der Vergebung liegt die völlige Unabhängigkeit von aller Schuld der Welt. Die Vergebung entmachtet das Böse. Allem Unguten wird damit die Luft abgelassen. Wo das weite Herz vergibt, schlagen Angriffe ins Leere. Vergebung entwaffnet alles Säbelrasseln. Sie ist die stärkste Macht, gegen allen Unfrieden in der Welt. Durch Vergeben stehen wir an dem Schöpfungsmorgen, bei dem alles sehr gut war. Sie schafft den Ursprung, mit dem Gott dort beginnt, als wäre nie etwas gewesen. Gott bewahrt sich dadurch sein kindliches, unbefangenes, offenes Herz. Wer vergeben kann, ist das freieste Geschöpf der Welt.

Es muss uns heiß und kalt werden, wenn solch ein Erbarmen aufleuchtet, angesichts unseres Festhaltens an alten Zöpfen. Wie verkrampft ist oft unser Denken, wie belastet unser Miteinander. Wenn wir sehen, wie die Probleme unserer Tage uns gefangen nehmen, fragt man sich, wo bleibt diese königliche Freiheit eines Herzens, dem die Lasten abgenommen wurden. Wo lebt denn die Vergebung, wenn jeder Fehltritt aufgestapelt wird, damit dicke Mauern wachsen? Wo uns dieses Wunderwerk der Vergebung aufgeht, werden wir an die vielen Wege denken, die wir verbaut haben und uns schämen, wie uns unsere Hartherzigkeit klein gehalten und gefangen genommen hat. Wir müssen in der Tiefe unseres Lebens erschrecken, wie viel wir von unserm kostbaren Dasein verschleudern, wenn wir nicht aus der Vergebung leben. Wir betrügen uns um unsere Unbefangenheit, und dass wir jeden Morgen, ungeachtet was gestern war, frisch beginnen können. Wir müssen uns schämen, welchen Ballast wir unnötigerweise mit uns herumschleppen. Wo Gott vergibt, liegt die Seligkeit auf unserem Tag. Da ist das Miteinander von Barmherzigkeit schwanger. Wer die Vergebung in den Händen hält, spielt mit einem Instrument, das zu einem unbestechlichen Jubel ansteckt. Wessen Herz mit Barmherzigkeit überfüllt ist, dessen Mund kann nur überlaufen.

Dürfen wir uns angesichts solchen Erbarmens, nicht immer wieder schämen, was wir für ein erbärmliches Dasein führen?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Kehrtwende der Gedanken

Das sind Umbrüche, wenn die Kleingläubigen wie Zachäus auf die Bäume steigen, um ihren Horizont aufzubrechen zu lassen und den Meister ihres Lebens sehen.

„Der Übeltäter lasse von seinen Gedanken und bekehre sich zum Herrn, denn bei ihm ist viel Vergebung.“
Jes. 55, 7

Der Mensch hat etwas in sich, von dem die Wenigsten Gebrauch machen; Umdenken und Umkehr. Es ist etwas möglich, was kaum einer glauben kann, dass von heute auf morgen, sich etwas radikal verändern kann. Ein Mensch kann schlagartig seine Richtung ändern. Ein Halsabschneider wie der Zöllner Zachäus, der heimlich auf einen Baum steigt um Jesus zu erleben, erlebt einen völligen Umbruch seiner Persönlichkeit. Dort wo wir oft meinen, manche Menschen ändern sich nie, oder es ist ein langer Prozess für eine Entwicklung zum Besseren nötig, werden wir hier eines besseren belehrt. In einer Gottesbegegnung ist ein Umbruch von jetzt auf sofort möglich. Alles beginnt im Kopf. Dort wo ein Mensch, seine bisherigen Gedanken lässt und neue Gedanken zulässt, kommt es zu völlig neuen Handlungen. In der Gotteserkenntnis wird der Mensch anders gestrickt. Wo ein Mensch sich selbst und Gott erkennt, geschieht die größte Veränderung. Der Abzocker Zachäus erkennt, wie tief er den Leuten in die Tasche gegriffen hat, wie schamlos er seine Position ausgenützt hat und auf welch wackeligen Füßen sein Ergaunertes steht. Diese Erkenntnis schafft den Durchbruch, die Hälfte seines Vermögens, den wirklich Bedürftigen zu geben, und den bewusst Betrogenen ihr Geld zu 400% zurückzuzahlen. Tiefgreifender und radikaler kann ein Umbruch kaum mehr sein. Da ist die bisherige Persönlichkeitsstruktur nicht wieder zu erkennen. Und das lediglich dadurch, dass er von seinen Gedanken lässt und sie anders ausrichtet. In den Gedanken sitzt der Butzen für Veränderung. Was in unserer Grundeinstellung ab geht, prägt das Ergebnis, das hinten herauskommt. Wo Übel herauskommt, sitzt das Problem in den Gedanken. Missstände sind nicht das Problem der Umstände, sondern des Knoten im Kopf. Wo sich Gedanken verändern, verändert sich die Welt. Daher legt die Bibel so massiv den Finger auf Umkehr. Wo die innere Ausrichtung, die im Kern unsere Person liegt, einen Umbruch erfährt, werden schlagartig die Ergebnisse allen Tun anders. Mit umgebrochenen Menschen entsteht Reich Gottes, entstehen die genialen Gedanken die Gott mit den Menschen hat. Da kann Jesus nur noch zu Zachäus sagen: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren.

Wer nicht von seinen Gedanken lässt, braucht auch nicht auf irgendwelche Veränderungen hoffen. Verändere deine Gedanken und du wirst sehen, dass sich das Miteinander verändert. Die Kehrtwende der Gedanken, setzt das Potenzial frei, das Gott für alle Erneuerung in den Menschen gelegt hat. Die Christusbegegnung kann nichts lassen wie es ist.

Warum tun wir uns oft so schwer, in unseren Gedanken umzukehren?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Soli deo gloria

Gott allein die Ehre zu geben, klingt seit Jahrhunderten durch die genialste Musik aller Zeiten.

Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!“
Ps. 115, 1

Schon die Beatles ließen sich seinerzeit durch einen der größten Komponisten inspirieren, Johann Sebastian Bach. Sein Markenzeichen war das „soli deo gloria“, das er unter jedes seiner Werke setzte. Sein begnadetes Schaffen sollte in allem das Sigel tragen: Gott allein die Ehre. Jede Note, jeder Akkord diente den Menschen zur Freunde und war die höchste Verneigung vor seinem Schöpfer. Seine ganze Existenz war Klang und Ehre. Bach lebte als Begnadeter, der nichts machen, sondern Durchfluss eines Höheren sein wollte. Seine Genialität war nicht hausgemacht, sondern aus dem Himmel geschenkt. Er war ein Bereiter, ein Offener, der lediglich das, was in der ganzen Bandbreite auf ihn zugeflossen ist, hat weiterfließen lassen. Seine Größe ist der Fingerzeig auf den Großen, bis heute. Wo Gott durch sein Tun und Lassen die Ehre wird, ist der Mensch im Zentrum seiner Erfüllung. Da ist der Glaubende im ersten Gebot Zuhause. Da ist Gott der alles Prägende und Gestaltende. Er wird zum Pulsschlag seines Schöpfers. Wo der Mensch sich zurücknimmt, haben die Gaben von Gott immer mehr Platz. Wo die Gnade Raum findet, wird das was Gott im Menschen schafft vervielfacht. Da explodieren die Gaben, weil der Meister selbst sich ans Werk macht. Im Zurücknehmen der eigenen Ehre, wird ein Mensch größer. Das größte Werk geschieht in Jesus, der sein Leben in dem Gebet zusammenfasst: Dein Name werde geheiligt. Wir sind zur Ehre Gottes geschaffen. An uns soll Gott sich verherrlichen. Wir leben um Gott, um Christus, um die Gnade und Treue aufleuchten zu lassen. Um etwas ewig bleibendes in dieser vergänglichen Welt zurückzulassen.

Wo wir unsere Ehre suchen, darauf achten, gut da zu stehen, versperren wir diesen Gaben den Zugang. Menschen, die sich selbst nur wichtig sind, die sich herausstellen müssen, zeigen dadurch nur, wie wenig ihnen aus der Gnade zufließt. Sie machen sich zu Schaustellern ihrer eigenen Werke. Sie kämpfen krampfhaft um Ansehen und Beachtung, weil sie mehr nicht zu bieten haben. Wer um seine eigene Ehre und Macht kämpft, zeigt seine Unbereitschaft sich füllen zu lassen. Wer die eigene Ehre sucht muss andere klein halten, um Größe zu zeigen. Die eigene Ehre macht Menschen kleiner als sie sind. Wo wir Gottes Ehre suchen, braucht sich keiner verteidigen, wenn seine Ehre angekratzt wird. Wieviel ehrenkäsigen Krampf gibt es auch in den frommen Gemeinschaften. Wieviel beleidigt sein, wenn man nicht genügend Beachtung findet. Es ist eine Frage der Ehre wie das Leben verläuft. Wo Gott die Ehre wird, erklingt aus einem Leben ein befreiendes: Jauchzet, frohlocket!

Wenn so viel Gaben bereit stehen, die sich in uns entfalten wollen, können wir da noch zuhalten?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Mit einem Geheimnis schwanger

Wo es einem heißhungrigen Löwen den Appetit verschlägt, sind andere Kräfte am Werk.

„Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!“
Dan. 2, 20

Dieses Lob posaunt ein Prophet an den Himmel, der nicht nur einmal eine Löwengrube erlebt hat. Daniel überlebte den Groll des Königs, der alle Traumdeuter, Weisen und Wahrsager vernichten lies, die seinen Traum nicht auslegen konnten. Er deutet den Traum des Königs Nebukadnezars, in dem über Generationen hinweg ein Königreich nach dem andern zermalmt wird und ein ewiges Königreich kommt. Hier offenbarte sich der ewige Herrscher einem menschlichen Herrscher. Daniel konnte dieses Bild entschlüsseln. Er hatte die Weisheit, Gottes Spuren zu lesen. Es konnte etwas sehen, wozu der Mensch aus sich heraus blind ist. Es ist die Sicht des Glaubens, etwas zu erkennen, was die Augen nicht sehen können. Von Gott kommt etwas, wofür der Mensch keine Antenne hat. Wer Weisheit hat, hat sie nicht aus seinem Verstand, sondern weil ihm das Wort ins Herz gelegt wurde. Weisheit ist kein Kapital des Menschen, das er sich aneignet und darüber verfügt; Weisheit ist Geschenk. Weisheit ist eine Information die nicht erlernbar ist, sondern die in einem bereiten Herzen Gestalt gewinnt. Weisheit setzt Menschen voraus, die sich durch das Wort inspirieren lassen. Da kommen Kräfte auf uns zu, die nicht aus uns aufsteigen. Wo die Weisheit einzieht, konnte etwas von dem ewigen Reich in uns Fuß fassen. Da durchdringt Heiliger Geist den menschlichen Geist. In der Weisheit gewährt Gott einen Schritt über das natürliche Dasein hinaus. Weisheit ist das: ich sehe was, was du nicht siehst. Weisheit ist mit den Geheimnissen Gottes schwanger. Sie ist dem rationalen Denken meilenweit voraus. Sie treibt den natürlichen Menschen in den Wahnsinn, wenn es einem knurrenden Löwen seinen Heißhunger verschlägt. Weisheit und Stärke gehören Gott. Für Menschen sind sie Anleihen. Sie gehören dem, der nicht an unsere Regeln gebunden ist. In Weisheit uns Stärke liegen die Souveränität der ewigen Welt.

Johannes der Täufer bringt es auf den Punkt: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Weisheit uns Stärke ist nicht ein haben, sondern ein bekommen. Es steht in dem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Geber. Je mehr Raum für diese Zugabe in uns ist, umso mehr sind wir mit diesem Gottesgeheimnis schwanger. Da können wir Zusammenhänge überblicken, die wir keinem Studium erreichen können. Die Nähe zu diesem Geist schenkt eine Weisheit, die wir bei vielen gebildeten Menschen in Politik und Gesellschaft vermissen. Da werden mit kurzfristigem Denken, langfristige Programme entwickelt, die u.a. mit einem Gender-Wahn junge Generationen entwurzeln. Wo die Weisheit fehlt, sind Menschen dazu verdammt Chaos zu produzieren. Wir leben aus den Geheimnissen, die uns aus dem Himmel gegeben werden. Wir überwinden die brüllenden Löwen nur in einer Stärke, die nicht in uns liegt.

Wo lobt unser Leben diesen Gott, indem es dieser Weisheit und Stärke viel Platz lässt?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Dankbar ohne Zittern

Es ist gewaltig, ein Leben zu führen, das umsorgt ist.

Er wird dich mit deinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.“
Ps. 91, 4

Das hört sich nach noch größerer Sicherheit an, als der Schutz eines Atombunkers. Ein Zusage, die keine Wünsche offen lässt. Gott, der Adler, der sein Nest beschützt. Wer einen Adler kennt, weiß, wenn das Adlerauge einen Eindringling erkennt, ist für den nicht gut Kirschen essen. Adlerhorste sind schärfer bewacht als die mächtigste Festung. Gar nach einem Adler-Jungen greifen wollen, das schafft kein Mensch mit bloßen Händen. Worauf ein Adlerflügel liegt, hat kein Junges darunter, weder Hitze noch Hagel zu fürchten. Adlerflügel sind eine Lebensversicherung. Das Junge kann sich allen Widerständen zum Trotz unbekümmert entwickeln. Es ist versorgt und unantastbar. Diese Zusage gilt den Glaubenden. Was Gott im Auge liegt und mit seinen Fittichen zudeckt, hat ausgesorgt. Da kann das zitternde Herz entspannen. Da entkrampft sich die Furcht vor dem Schicksal. Ein Adlerjunges kann sorglos zu einem mächtigen Greifvogel werden, der irgendwann majestätisch durch die Lüfte schwebt. Die Zuflucht der Glaubenden, können die größten Stürme nicht überwinden. Paulus verdichtet diese Zusage noch: Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? Es ist ausgeschlossen, dass das Gott für uns, durch irgendein Unglück abgeschwächt wird. Selbst wenn ein Weinbauer durch das Umkippen seiner Fräse sein ganzes Bein verloren hat, ist das keine Widrigkeit, die ihn aus dem Schutz Gottes reißt. Gott ist für uns, komme was da wolle. Das ist das, was ein Dietrich Bonhoeffer in seinen „Von guten Mächten“ besungen hat: „Noch will das alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns böser Tage schwere Last. Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen das Heil, für das du uns geschaffen hast.
Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern aus deiner guten und geliebten Hand.
Bonhoeffer hat das so gelebt, bis zu seiner letzten Stunde im KZ Flossenbürg. Der Glaube lebt aus dem Geist des Lebens, der sich allem Sterben widersetzt. Dankbar ohne Zittern, kann nur der Umborgene sein, der mit Fittichen zugedeckt ist. Den schweren Kelch des Leids erhebt der, der weiß, das Kreuzwege, Erlösungswege sind. Aus dem bitteren Kelch trinkt der, dessen Heil ihn daraus zufließt. Wo die Flügel über uns ausgebreitet sind, will Gott nicht nur unser irdisches Dasein retten, er will uns als Ganzes. Darum wird der größte Schaden uns nicht schaden, sondern unter dem Schutz des Höchsten zu unserem Heil dienen. Wir können sicher und aufrecht gehen, auch wenn die Welt zusammenfällt.

Können wir unter solchen Fittichen, nicht all das Übel unserer schweren Tage, dankbar und ohne Zittern aus seiner guten und geliebten Hand nehmen?
Wenn Gott für uns ist, wer kann dann wider uns sein?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Wenn Blicke heilen

Wer die DNA eines Menschen kennt, kann zu ihm alle Türen aufmachen, weil er weiß, ob er drücken oder ziehen muss, um mit ihm zu kommunizieren.

„Der Herr erforscht alle Herzen und kennt alles Sinnen und Trachten der Gedanken.“1.Chr. 28,9

Das ist fast schon ein wenig unheimlich, wenn jemand solch einen Durchblick hat. Gott kennt die kleinste Regung eines Herzens, die kein Mensch wahrnimmt, er durchschaut alle Gedanken, die wir selbst nicht einmal unter Kontrolle haben. Hinter solch einer Wahrnehmung steckt höchste Sensibilität. Ihm geht da nicht das Geringste durch. Er erfasst den Menschen in seiner ureigensten Art. Welch ein Durchblick, welch ein Verstehen. Wir können es daran einmessen, wenn wir Jahrzehnte mit Menschen zusammenleben, selbst mit einem ganz eng verbundenen Partner, wie wir immer wieder entdecken, wie wenig wir den anderen kennen und wie schwer es ist, innerste Vollzüge zu verstehen. So etwas kann man durchaus lernen, wenn man bereit ist sehr viel Geld für die entsprechenden Seminare in die Hand zu nehmen. Man lernt dabei die DNA eines Menschen kennen und kann feststellen, wie er tickt. Wenn man das versteht, kann man sein Gegenüber so erfassen, dass man sich in der Kommunikation voll auf seine Art einstellt und weiß, wie ich ihm begegnen muss, dass wir uns verstehen. Missverständnisse werden reduziert, Aggressionen abgebaut, und die Verständigung ist möglich, wo man bisher vor verschlossenen Türen stand. Das was wir mühsam erlernen müssen, ist für Gott alltäglich und normal. Er kann jedem so begegnen, wie er es braucht. Dem forschen, leidenschaftlichen, kämpferischen Petrus, der an seinem Eifer keinen Zweifel lässt, begegnet Jesus mit der demütigenden Aussage: Ehe der Hahn dreimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Ein Tiefschlag für einen, der es absolut ernst meint mit seiner Hingabe für den Herrn. Dem jahrelang Gelähmten, der unter seinem Schicksal müde geworden ist sagt er: Steh auf, nimm dein Bett und gehe heim. Haarschaf erkennt Gott, wer ermutigt werden muss und wem in seiner Fehleinschätzung zur Landung geholfen werden muss. Mit solch einer treffenden Einschätzung beginnt großartige Führung. Gott weiß, wie er uns nehmen muss.

Die Fehleinschätzung eines Menschen, kann ihn nicht dorthin entwickeln, wozu er seine eigentliche Veranlagung hat. Wir Menschen reiben uns oft an unserer gegenseitigen Andersartigkeit. Der Mangel an Verständigung produziert immer mehr Stress, bis es irgendwann zum Bruch kommt. Wo Gott Herzen erforscht und die Gedanken kennt, dient dieser Durchblick uns zum Besten. Darin liegt unser ganze Entwicklung und Genesung. Darin liegt das Heil werden der Welt. Wo wir in der Tiefe so erfasst sind, wird uns das größte Vertrauen entgegengebracht. Wir können uns voll jemand öffnen, der uns total versteht. Wir können Vertrauen fassen und am Glauben festhalten, weil wir in unserer ganzen Existenz wahrgenommen sind. Es muss uns regelrecht zu dem hinziehen, der uns in unserer Einzigartigkeit erfasst hat. Darin liegt unsere ganze Hingabe an Christus und sein Wort. Wo uns so viel Vertrauen hingestreckt wird, können unser Herz und Hände zu zupacken.

Ist es nicht ein halb Himmelreich, wo solch eine Menschenkenntnis auf uns fällt?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/