Welche Idee entlasse ich?

Lauft nicht anderen Göttern nach, um ihnen zu dienen und um euch vor ihnen niederzuwerfen, und reizt mich nicht mit dem Machwerk eurer Hände.
Jer 25,6

Das was wir denken, wird zu unserem Tun. Wenn unser Denken einem Irrtum aufliegt, kann das katastrophale Auswirkungen haben. Nur weil ein Mann die Corona-Maßnahmen ablehnt, erschießt er vor ein paar Tagen Alexander an der Tankstelle in Idar Oberstein, der ihn darauf hingewiesen hatte, eine Maske zu tragen. Wir sind nicht neutral; wir erschaffen oder vernichten, je nach dem, in welche Richtung uns unser Geist bewegt. Wir lösen Streit aus, oder schaffen Frieden. Wir bewegen die Welt, durch unser Denken. Allein in dem wir sind, nehmen wir automatisch Einfluss auf unsere Umgebung. Es ist wichtig zu verstehen, dass Menschen um uns herum, entweder durch uns aufatmen oder stöhnen. An der Wirkung, die du auf andere auslöst, kannst du erkennen, welcher Geist dich antreibt.

Heute sind wir eingeladen, unsere Irrtümer in unserm Denken, in unseren Auffassungen und Sichtweisen zu überprüfen. Was geschieht, wenn ich nicht in diesem Moment ankomme? Grübel ich da nicht in der Vergangenheit herum und frische ständig Enttäuschungen und Ärger auf? Oder denke ich an die Zukunft und ziehe Sorgen an? Allein der Irrtum über unsere Vorstellung von Zeit, bringt Stress in unser Leben. Dient nicht andern Göttern, ist die Erinnerung an die Macht in uns, die größtes Unglück auslösen kann. Es ist Aha-Effekt, dass sich durch dich Herrlichkeit manifestieren will, die die Erde zum Blühen bringt. Du bist extrem wichtig, es ist bedeutsam, was du denkst, was du liebst, was sich durch dich bewegen will. Weil durch dich so viel in dieser Welt erschaffen wird, müssen sich die Götter auflösen, die Unheil anrichten.

Um das zu verherrlichen, was in dir leben will, was sollte dafür sterben?

Erlaube dir, ganz du selbst zu sein! Gott segne dich!

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Sei ruhig unvernünftig

Hervorgehoben

„Die Texte werden in mir lebendig und die Fotos sind der absolute Wahnsinn“
„Danke für Ihre mutige, frische, zeitgemäße, bodenständige und himmelwärts gerichtete Sichtweise!“

…und folge dem göttlichen Funken!

Du möchtest der sein, in dem das himmlische Geheimnis lebt und nicht zweifeln, wenn du vor dem Unmöglichen stehst.
Dann öffne dich Worten, die schöpferisch alles in dir aktivieren.

Dieses Buch, mit täglichen Häppchen und gefühlvollen Fotografien entführt dich in dein gottbegnadetes Geheimnis.
Eine erlesene Auswahl der täglichen Mut.Mach.Worte von Bruder Theophilos.

Bruder Theophilos – Blumenmönch seit 40 Jahren
blättere dich einfach einmal kurz durch das Buch und lass dich inspirieren

Leseprobe
vom 6. April 2020

Lass mal den Geist machen

Wenn ich auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre. Hos. 8, 12

Menschen sind Macher. Ich war gestern ganz allein unterwegs, nichts Lautes um mich herum und doch ging in meinem Kopf der Punk ab. Meine Gedanken machten parallel einen Spaziergang ins Gestern und Vorgestern. Sie machten Programme für morgen, machten sich Sorgen für übermorgen. Vor lauter „machen“ und wo anders sein, merkte ich kaum, dass die Blattknospen der Buchen prall in der Sonne glänzten und im Unterholz die Blätter schon ausgetrieben hatten. Beinahe hätte ich vor lauter machen diesen energiegeladenen Moment verpasst.

Auch die alten Israeliten waren ein umtriebiges Volk. Sie bauten Tempel und Paläste. Sie machten einen Altar nach dem andern, für immer neue Gottheiten. Heute schmieden wir Programme, wie wir in den Gemeinden trotz „Hausarrest“ irgendetwas auf die Beine stellen können. Wir wollen etwas machen. In der Krise sind ja kreative Lösungen gefragt. Doch Gott sagte damals dem hyperaktiven Volk: soll ich euch wieder in die Gefangenschaft nach Ägypten schicken, dass ihr zur Besinnung kommt? Oder heute: Meint ihr, wenn ihr jetzt zuhause sitzt, niemand besuchen könnt und dafür im Internet surft, bis das Netz zusammenbricht, dass ihr dann eure Erfüllung findet? Soll ich noch mehr Gebote aufschreiben, noch mehr Viren schicken, dass ihr in meiner Gegenwart ankommt?

Da ist doch bei einem Frühlingsspaziergang durch den Wald eine virenfreie Zone. Kirschblüten auf den Wiesen platzen auf. Mein Atem bewegt meinen Brust- und Bauchraum und macht mir bewusst, wie lebendig ich gerade bin. In dieser Stille, in dieser Präsenz ist der Himmel offen. Wo wir das erfassen und nicht als etwas Fremdes betrachten, machen wir nichts mehr, sondern der Heilige Geist hebt unseren Geist empor.

Wo fällt es uns schwer, still zu werden und den Geist machen zu lassen?

Leserstimmen

In diesen so herausfordernden Zeiten ist Ihr Buch Balsam für die Seele eines JEDEN der es liest. BRAVO🤗🤗🤗!
Es gibt einem neue Kraft und Energie…mit Gottes Worten aus der Bibel für die Zukunft schöpfen zu können.
Katharina B.

Nachdem wir jetzt dein Buch live und in echt in den Händen halten, will ich dir sagen, wie schön und edel das wirklich ist. Richtig gute Aufmachung, voll klasse auch die verschiedenen Inhaltsverzeichnisse.
Was den Inhalt betrifft, bin ich einfach -wie jeden Tag- so dankbar, auch wenn mich das „überlaufende Fass des Segens“ manchmal noch etwas überfordert. Aber mich nervt dieses unendliche Ball flach halten von manchen Christen  die mir begegnen bzw. mit denen ich zu tun habe so, das kann nicht der wahre Glaube sein. Das hat immer so einen blöden Zug nach unten und ich stelle meine neu gewonnene Lebendigkeit im Glauben oft gleich wieder in Frage. Deshalb bin ich so froh über diesen „Gegenzug“ nach oben. 😊Und ich darf auch spüren, dass der Wirkung hat. Deshalb echte Dankbarkeit.
Freu mich schon sehr drauf, das Buch zu verschenken 😃
Anja M.

Es ist da!!! 😁
Dankbar und mit Ehrfurcht blättere ich andächtig in diesem ganz besonderen ‚Blumen-Buch‘ und halte es wie einen kostbaren Schatz in meinen Händen ❣️ Mein Staunen und meine Freude finden kaum Worte… Die Texte werden wieder lebendig in mir 😇 und die Fotos sind der absolute Wahnsinn 🌹…  Einfach *Wunder* schön!!!  Ich bin zutiefst berührt, DANKE ❣️
Wie viel Arbeit, Organisation, Absprachen, Koordination, Überlegungen etc. dahinter stecken, großartig!
Mechthilid B.

Vielen lieben Dank für das wunderschöne „extra Exemplar“ für mich persönlich. Es ist ein großartiges Werk geworden, ich bin überwältigt. Ich freu mich wie ein kleines Kind . 🙃
So eine tolle Qualität und so geschmackvoll mit deinen wunderbaren Fotos .
Ina P.

Lieber Bruder Theophilos, gestern kam das Buchpaket hier an und wir sind begeistert 🎉 😊 aus jahrelangem treuem morgendlichen Sich „Gottes Güte und seinem Wort hinhalten und als Gefäß füllen und formen zu lassen“ ist ein Kunstwerk entstanden, das den Menschen denen es geschenkt ist sagt „ Gott ist gut und ER hat Gutes für dich…“ Vielen Dank für dieses tägliche Weitergeben dessen was der heilige Geist gibt. Ich werde dieses wunderschöne Buch fröhlich verschenken und vertrauen, dass Gott segensreich und heilsam verändernd in Menschenleben spricht. Und ich bete dass Dir weiterhin dieses Wohnen und Sein in der Liebe Gottes das Leben in allen Lagen zum Fest werden lässt. Ich denke das Buch ist in diesen eher dämpfenden Coronazeit ermutigende Herausforderung und ich hoffe dass es mutig verteilt und weitergegeben wird und Gottes Reich, vermutlich oft nicht zuerst nach außen sichtbar, gebaut wird. Ich bin sicher du hast und wirst weiter Schätze im Himmel sammeln und eines Tages staunend sehen was Gott daraus gemacht hat. Einfach durch schlichtes Vertrauen und daraus folgendem schlichtem Gehorsam und Tun 🙏💪😇 Gottes reichen Segen und jetzt ist einfach volle Kanne *Freuen* dran 😁👑 Bea und Martin

Oh lieber Theophilos, was für ein wunderschönes Buch, das ich in den Händen halte 🥰.Vielen lieben Dank. Es ist so toll und übertrifft alle meine Vorstellungen 😄🥰
Carmen

Gestern habe ich mein bestes Weihnachtsgeschenk von dir bekommen😇🤗😮😁👍! Das Buch ist sehr angenehm schön einfach in den Händen zu halten. Sehr schöne und innovative Gestaltung des Buches😮👍💫🌤️💪🙆‍♀️🌈. Ihr seid Spitze! Die Texte laden ein, die durchzulesen, die schönen Bilder bekräftigen alles. Du hast dich selbst mit deiner Aufgabe  übertroffen😀😁🙏💐🥳!
Olesya

Seit Weihnachten hat das Buch meinen Mann und mich jeden Tag begleitet und wir wollten es gern 4 Expl. nachbestellen, um es gleich im Januar an Freunde zum Geburtstag weiterzuverschenken.
Da ich gerade mit viel Freude in Dresden eine dreijährige Weiterbildung Systemische Beratung mache und dort aber die einzige Pfarrerin bin, fehlt mir manchmal das Spagat von all den vielen Sozialarbeiterinnen in der Ausbildung hin zu meiner Arbeit.
Dafür ist Ihr Buch wie ein sehr gelungenes Lehrbuch – der bibl. Impuls, die kurzen Gedanken dazu und die abschließende Frage. Die Fragen sind wirklich oft das, was uns weiterbringt.
Und die Weite Ihrer Auslegung knüpft so wunderbar an die neuen Erkenntnisse von Neurobiologie und transgenerationalem Arbeiten an, hat so eine Weite und Liebe zum Leben, dass es uns inspiriert und erfreut! Vom äußerst erfrischenden, gelungen Design und den wunderschönen Fotos mal ganz abgesehen, die sprechen ja auch noch mal ganz stark für sich und laden wirklich ein, das Buch aufgeschlagen liegen zu lassen!

Wir brauchen in unserer oft so verrückten, überladenen, verqueren Zeit so dringend „Schwarzbrot“ für die Seele….
Z.B. S.19, aber auch viele andere Tagesimpulse sind so tief und prägnant….

Danke für Ihre mutige, frische, zeitgemäße, bodenständige und himmelwärts gerichtete Sichtweise!

Danke an Sie, dass Sie uns teilhaben lassen an Ihrem Glaubensweg!
Dorothee F.

Folge dem göttlichen Funken

Südwestpresse 07.01.2021 – Seite 10
Bruder Theophilos hat Erfolg mit der Aufforderung in seinem Buch „Sei ruhig unvernünftig“

zum Presseartikel
Interview von Doreen Falkenthal mit Bruder Theophilos

Was, wenn alles möglich wäre

Hervorgehoben

Wie ein Blumenmönch online seinem Ruf folgt

Podcast Interview – Doreen Falkenthal von #sozialberufen mit Bruder Theophilos

Ein spannendes Podcast Interview mit Bruder Theophilos erreicht Dich heute. Wir sprechen über Berufung, wie ein innerer Ruf ein Leben verändern kann und was ein Blumenmönch nach 40 Jahren Klosterleben nun auch online bewegen wird …

Blogbeitrag dazu von Doreen

Gastbeitrag – “Alles möglich?”
ein Blumenmönch plaudert online über Berufung

Im heutigen Artikel stelle ich Dir Bruder Theophilos vor. Sein Weg ist spannend und zeigt, was alles möglich ist, wenn wir unseren inneren Impulsen folgen.

alles ist möglich

“Ja, alles möglich”, lacht der gut gelaunte Mönch am späten Sonntagnachmittag in seine Kamera. Sein Mikrofon nimmt den Satz auf und sendet ihn via Internetverbindung zu mir nach Hause. Sein fröhliches Lachen halt nun durch mein Arbeitszimmer.

Blogbeitrag

https://www.instagram.com/doreenfalkenthal/

Sei dir bewusst, wie fest du bist

Wo ist ein Fels außer unserem Gott?

PS 18,32

Menschen wollen stark sein, wollen mit Krisen gut umgehen und wollen sich nicht von jeder Kleinigkeit umhauen lassen. Unser früherer Nachbar Graf Eberhard im Barte, baute die Burg Hohen Urach. Eine Festung, fast uneinnehmbar für Angreifer. Viele Fürsten seiner Zeit sahen ihre Sicherheit in einem erhabenen Gebäude, das massiv auf die Felsen eines Berggipfels gesetzt wurde. Der volle Überblick über jedwede Bedrohung von irgendeiner Seite. Wir alle wollen sicher und stark sein, gerade in Zeiten, in denen nichts sicher ist und Halt gibt.

Ein Boot, das auf Wellen so dahintreibt, kann sich nicht an Wellen oder Wasser festmachen. Es braucht entweder einen Anker, der bis zum Grund reicht oder einen Pfahl, an dem es sich festmachen kann. Gott ist der Unverrückbare. Da ist eine Lebensinstanz, die uneinnehmbar ist. Ein Leben, das unauslöschlich ist. Paulus sagt: Es gibt keinen festeren Grund als Jesus Christus. Dem angefochtenen, zerrinnenden, sich auflösenden Leben steht unvergängliches Leben gegenüber. Wir leben ständig in zwei Welten in zwei Realitäten und können entscheiden, ob wir geschüttelt werden oder fest stehen. Der Grund auf den wir uns besinnen können liegt in uns. Es ist das Eins sein mit dem nie vergehenden Leben aus dem wir kommen. Das in Christus sein, ist das durchdrungen sein mit dem Heiligen Geist, der diese Online-Verbindung zum Ewigen hält.

Wo du dir bewusst wirst, wo du wach wirst, dass dein wirkliches Sein in Gott ruht, wo du auf dieses Leben schaust, das immer war und immer sein wird, entdeckst du, dass nur dein Körper Angst vor den Stürmen hat. In Wahrheit bist du nie aus deinem unendlichen Bestehen herauszulösen.

Wie könnte ich mir diesen Halt noch viel bewusster machen?

Gott segne dich.

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Weniger ist alles

Markus 8, 1-9

Kahlschlag beim Kranich, hieß es vergangene Woche in den Wirtschaftsnachrichten. 
Der von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa-Konzern will noch mehr Stellen als bislang geplant streichen. Außerdem werde eine größere Zahl an Flugzeugen stillgelegt als ursprünglich vorgesehen. Zu wenig Reisende, zu wenig Interesse an Flugverbindung, lassen dem milliardenschweren Unternehmen die Luft ausgehen.
Das nicht genug haben, um leben zu können kennen wir. Er reicht nicht, um die Mitarbeitergehälter zu bezahlen. Zu wenig, um genügend Schulden zu tilgen.

Zu wenig, um 4.000 hungrige Seelen satt zu machen, diese Problem haben die Jünger am heutigen Gott-Vater-Dank-Fest.

1. Zu wenig

2 Mich jammert das Volk, denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen. 4 Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Einöde, dass wir sie sättigen?

Gott jammert den Mangel seines Volkes und die Menschen haben ein Problem damit. Er will sich gönnerhaft und großzügig zeigen und die Jünger drehen am Rad: -Womit denn? Jesus will sich über eine hungernde Menge erbarmen, weil er sich sagte: Kurze Andacht lange Wurst. Und die Seinen sagen: Woher nehmen und nicht stehlen? Von nichts kommt nichts.

Zwei krasse Gegensätze:

– Jesus, der nicht nur liebe Worte sagt, sondern dessen Liebe durch den Magen gehen will und Menschen, die nur Steppe, Engpässe und Mangel vor sich sehen.

Da sind Jünger, die in der Gegenwart von Jesus schwarz sehen und voll die Panik schieben. Katastrophenstimmung beim Wundertäter. Drei Tage Intensivseminar beim Meister. Reich Gottes-Jahres-Konferenz vom Feinsten. Feierlicher Gottesdienst mit Jubelchören und an der Basis ist nichts angekommen. Wir predigen und nichts kommt an. Wir feiern ohne Ende mit Christus, erheben uns in heiligen Momenten, doch wenn´s zur Sache geht, ist von dem wunderbaren Glauben nicht mehr viel übrig. Wir nennen uns Nachfolger, sehen uns von Gott berufen und bleiben doch im Verstand hängen. Was wir nicht kennen, was wir uns nicht vorstellen können, geht nicht.

„Lieber Gott bleib´ doch vernünftig und sieh wie die Realität wirklich aussieht.“ 4000 Mann und kein Metro in der Nähe, das geht beim besten Willen nicht, – das ist zu wenig.

2.   Eine unnatürliche Formel

Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, dass sie sie austeilten.

Jesus klärt die Fakten. Was ist überhaupt da, was haben wir? Okay, 4000 Mann und 7 Brote, das ist für jeden knapp 0, 002 Brote, also nichts. Gut, das ist optimal, das reicht. Also dann mal alle Platz nehmen. Was jetzt passiert, offenbart, dass unser Einmaleins nicht in Gottes Formelsammlung steht.

Wilhelm Busch sagte: „Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, bekommt unchristliche Antworten.“

Nichts ist der Stoff aus dem alles gemacht ist. Am Anfang war Gott und Nichts, das war alles. Am Anfang war dieses eine Wort: Es werde. Aus einer Silbe von Gott, wurde aus dem Nichts Materie. Die Formel: Wort plus Nichts gleich Schöpfung.

Meister Eckehard sagt: „Sobald Gott war, sobald hat er auch die Welt erschaffen. Schöpfung ist hier und jetzt. Sie ist damit ein Vorgang ohne Anfang und Ende.“

Das Wort ist Erschaffungsgewalt, ist heiliger Geist, die von der Christus-Realität durchdrungen ist. Seit dem ersten Atemzug der Welt, ist diese Gewalt für alle Zeiten eine Wirklichkeit, die in jeder Sekunde ein ganzes Universum erschaffen kann. Alle Dinge – sind nichts als unterschiedlich angerührte Gedanken des Geistes. Du, ich, diese Kirche, der Baum hinter dem Haus, die Äcker, die Felder, die ganze Welt haben ihren Ursprung in diesem alles belebenden Geist. Da ist kein Tod, da ist nur Leben. Tod wo ist dein Stachel, Hölle wo ist dein Sieg? Auch der Tod ist das Leben Gottes. Dass etwas sterben könnte, ist für den Mystiker eine Ungeheuerlichkeit (Eckehard). Dieser Geist Gottes ist alles was ist. Alles was ist, ist mit Gott eins, ist andauernde Schöpfung. Nichts von dem was ist, können wir außerhalb von der Wirkung des Geistes betrachten. Wo Nichts ist, ist die ganze Schöpfung.

Jesus nimmt das Nichts was er hat, dankte, bricht das Brot und lässt es austeilen. – Eucharistie. Für ihn ist es völlig normal, dass sich unter danken und teilen Schöpfung manifestiert. Er rechnet in seinem Tun die Wirkungen des Geistes ganz selbstverständlich mit ein. Es ist kein Unterschied ob Gott die ganze Welt erschafft, oder ob er mal 4000 knurrende Mägen satt macht.

3.   Zu viel

Und sie aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll.

Von sieben Broten bleiben sieben Körbe übrig. Also das zigfache vom Einstand. Dieses satt werden hat Jesus nicht nur gepredigt, sondern für alle erfahrbar gemacht. Der Geist erschafft Materie, das ist die höhere Mathematik von Reich Gottes; das ist das natürlichste des Lebens mit Gott. Das ist die Mathematik des Glaubens, die aus dem Nichts alles erschafft. In dieser Schöpfungsformel lebt der Mensch, der im Geist Christi seine Gaben austeilt. Um Welt Gottes, um alles im Leben zu erschaffen, brauchen wir nicht mehr als das, was da ist.

„Dieser Geist fliegt uns nicht von außen irgendwie zu, oder wird uns lehrhaft indoktriniert, sondern wird von innen her erfahren,“ wie Karl Rahner sagt. „In seinem tiefsten Innersten hat der Mensch die Ahnung nicht verloren, dass Reich Gottes in ihm ist. Wer in der Tiefenerfahrung steht, der hat nicht einen Gott: Er ist Kind Gottes, ist aus Gott geboren.“

Wo wir glauben sind wir Schöpfer. Wir glauben an die Wirksamkeit des Geistes, der Christus zum Schöpfer machte und dadurch jede unserer Handlung zu einer Handlung des Schöpfergeistes macht. Zu diesem Erschaffen sind wir am Leben, sind wir berufen. Wir sind dazu berufen, dass unter Danksagung, die Welt satt wird. Mit dem wenigen das wir haben, werden wir im dankbaren Teilen Überfluss schaffen. Wo wir im Wenigen stecken bleiben, wo wir Steppe und Mangel sehen, gilt heute die Einladung unser Rechenart zu überprüfen.

Gott-Vater-Dank will unseren Geist auf Überfluss und Vertrauen ausrichten. Was könnte erschaffen werden, wenn wir das, was hinten und vorne nicht reicht, hingeben würden und den Geist machen lassen?

Sei ein Segnender.

Bringe du den Christus

Lukas 19, 1 – 10

Im vereinten Europa sind die Grenzen gefallen.  Deutsch-holländische Geschichten wie damals gibt es so nicht mehr. Da konnten Beamte am Feierabend einen Kolonialwarenladen eröffnen. Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen und allerlei nützliche Dinge des täglichen Bedarf landeten im Privatwagen. Alles Schmiermittel zur reibungsloseren Abfertigung.

Heute sind wir beim Chef der Zollbehörde in Jericho. Die Leute litten unter der Geldgier dieses neureichen Beamten. Er war einer, der seine Stellung schamlos ausnutzte, um andere in die Knie zu zwingen. Ein einsamer Kotzbrocken, einfach nur verachtet. Diese zweifelhafte Person wollte Jesus sehen.

1. Charmant herausgepickt

Als Jesus dort vorbeikam, entdeckte er ihn. „Zachäus, komm schnell herunter!“, rief Jesus. “ ich muss heute in deinem Haus einkehren!“

Lächeln für einen Gauner!? Wo sich bei uns die Kehle abschnürt, gehen bei Jesus die Augen auf. Ausgerechnet diesem Halsabschneider schenkt er Aufmerksamkeit. Jesus will ihn unbedingt treffen, will sogar mit ihm nach Hause. Er kennt ihn, da er ihn mit Namen anspricht. Jesus interessiert sich für einen egoistischen Menschenverächter. Jesus sieht Menschen, wie Gott sie sieht. Es ist die grenzenlose Ehrfurcht vor dem ersten Morgen, – „bei dem alles sehr gut war.“

Völlig offen stellt er sich dem Widerlichen. Unvorstellbar, Jesus respektiert Zachäus ohne wenn und aber. Er respektiert den, mit dessen Lebenslüge er niemals einig sein kann. Er respektiert Menschen über dessen Verhalten Gott zornig ist. Was für ein starkes Ja. Christus tritt schuldhaftem Verhalten entgegen, als wäre nie Schuld passiert. Jesus will Gast sein, nicht um zu diskutieren sondern um zu feiern. Das ist Gottesdienst, im dem Jesus nicht mal vorbeikommt sondern einkehrt und bleibt. Charmant pickt Jesus sich Leute heraus und wird ihnen zum Christus. Durch sein Kommen katapultiert er die ganze Menschenfreundlichkeit Gottes ins Leben.

2. …und die Galle kocht

Die anderen Leute empörten sich über Jesus:
„Wie kann er das nur tun? Er lädt sich bei einem Gauner und Betrüger ein!“

Wie heißt eine bittere Feststellung, „Die Deutschen bewerten und verurteilen… bewerten und verurteilen… usw. Wir brauchen nicht weit zu gehen, da ist immer einer, der es besser weiß und der es anders gemacht hätte. Wo der andere sich anders verhält, anders denkt als wir es für richtig halten, wird er bekämpft. Keiner macht sich die Mühe, in die Situation des Zachäus den Christus zu bringen. Nein, er wird gnadenlos attackiert und konfrontiert. Selbst Glaubende sind so dreist, dass sie Christus vorwerfen, wo er wen erlösen darf. Jeder von uns beansprucht für sich eine eigene Meinung und geht davon aus, so wie er die Dinge sieht, ist das richtig. Jetzt haben zwei das gleiche Recht und verschiedene Sichtweisen. Die tägliche Erfahrung ­- meistens kracht es!

Jesus ist im Recht, sieht es auch richtig und akzeptiert Zachäus an seinen offensichtlichen Abgründen. Fehlverhalten wurde nicht angegriffen. Es wurde keine Schuld bewertet. Kein Funke von Ablehnen. Da war nur Wertschätzung, die den Menschen selbst in seinem schuldig sein annimmt. Beobachten wir uns mal genau, wie oft wir entrüstet die Hände zusammenschlagen und verächtlich über andere den Kopf schütteln und ihm „unsere“ Wahrheit aufzwingen wollen.

Gottfried Voigt sagt: Die christliche Gemeinde soll sehr gut achtgeben, dass sie nicht gegen besseres Wissen immerzu ein Chor von Murrenden, Entrüsteten, Sich-Distanzierenden und von erbarmungslosen Verächtern sei.

Jesus gibt dem von allen Gemiedenen durch seine Gegenwart den neuen Wert. Wenn die Galle kocht… – lernen wir von Christus wertschätzen und den Christus zu bringen.

3. Die wundersame Medizin

Zachäus aber sagte zu Jesus:
„Herr, ich werde die Hälfte meines Vermögens an die Armen verteilen,
und wem ich am Zoll zu viel abgenommen habe, dem gebe ich es vierfach zurück.“

Das was Zachäus von aller Welt vorgeworfen wurde, erfährt die totale Sinneswandlung, wo Christus einkehrt. Jesu Anwesenheit reicht, damit jemand sein eigenes Leben anklagt. Wo Jesus bei ihm reinplatzt, erkennt er sich selbst. Nicht das Gespräch bringt die Wende, sondern die Christus-Gegenwart. Der, der die Schuld nicht verdammt, sondern vergibt schafft Heil. Ein Christus-Lächeln bewirkt ein 180 Grad-Umdenken. Wer Christus in die Augen schaut, erkennt sich.

Da ist keiner, der die Tische gerade rückt, keiner der versucht, die vergratene Vergangenheit gründlich aufzuarbeiten. Keine Zwangsmaßnahme weckt solche Einsichten, als die offenherzige Christusbegegnung. 

Voigt: „Wir haben es nicht nötig, dass man uns ‚die Leviten liest‘,
denn wir wissen meist nur zu gut, wo unsere dünnen Stellen sind.“

 Zachäus ist kaum wieder zu erkennen. Unter der Christus-Begegnung geht er hart an seinen wunden Punkt. Schonungslos reguliert er seine Finanzskandale. Für ihn und seine Familie – ein empfindlicher Einschnitt in bisher gehobene Lebensverhältnisse. Doch welch ein Fest, wenn ein Selbstgerechter, zu einem von Gott Angeschauten wird.

Durch diese Verwandlung gehört er zu denen, mit denen Gott Geschichte schreibt und der für andere zum Christus wird. Er bleibt im Amt, er bleibt auf dem verlockenden Posten, mit der Gefahr sich erneut zu vergehen, jedoch als einer, der sich an andere verschenkt.

Bringen wir dem andern Vorwürfe, oder bringen wir ihm Christus?

Schmetterlinge im Bauch

Römer 11, 30 – 31

Für manch einen ist das schönste Gefühl auf der Welt, frisch verliebt zu sein. Herzrasen, schweißnasse Hände, Schmetterlinge im Bauch, permanent dieses aufgeregte und glückliche Gefühl, wann immer man an sein Herzblatt denkt. Wie bei allem was im Körper passiert, spielen auch bei “Schmetterlingen im Bauch” biochemische Prozesse eine Rolle. Wusstet ihr, dass das Gefühl verliebt zu sein, rein wissenschaftlich gesehen eine Art Krankheit ist? Die Bereiche im Gehirn, die für unsere Gefühle verantwortlich sind, senden eine hohe Anzahl an sogenannten Botenstoffen (Endorphine) aus. Die Weitergabe der Glückshormone verläuft über Nervenbahnen am Bauchraum. So entsteht das berühmte Magenkribbeln, was wir meist als “Schmetterlinge im Bauch” umschreiben.

Gott hat Schmetterlinge im Bauch.

1. Eine unerklärliche Krankheit

Früher habt ihr Gott nicht gehorcht. Jetzt wollen die Juden nicht glauben, dass Gott jedem Menschen durch Christus barmherzig ist.

Die Geliebten sind krank. Ein ganzes Volk ist krank, Israel. Sie können sich nicht lieben lassen, vor allem, wenn Gott der Liebhaber ist. Selbst Gott nahestehende Menschen können ringsum die Schotten dicht machen und davon laufen. Da ist dieses Volk Israel, das in der Welt vor allen anderen von Gott bevorzugt wurde. Sie waren die Begünstigten. An ihnen sieht man eine farbige Geschichte, wie Gott sich an seinen Geliebten austobt. Eine faszinierende Biografie von auf und ab zwischen Segnungen und Züchtigungen, zwischen Bewahrung und Versagen. Es war das glaubensvolle Hoffen und unerträgliche Warten auf den Tag der Erlösung von einem Jahrhundert zum anderen.

Als die Stunde kommt auf die sie zu gelebt hatten, kneift das Volk und verwirft den Erwarteten. Da ist der heilige Moment des Kairos und er wird nicht ergriffen – einfach ignoriert und abgelehnt. Typisch Mensch! Einfach krank, Gott erhält wieder mal die Abfuhr. Menschliche Arroganz, Unbeweglichkeit und Verschlossenheit, verpassen dem Reich Gottes täglich empfindliche Seitenhiebe. Geschichte ist kein mustergültiges Drehbuch, mit einem klaren roten Faden, schon gar nicht wo es darin um einen Gekreuzigten geht.

So war´s gedacht: Israel müsste „den der da kommt“ erkennen und sich um ihn versammeln. Danach explodiert die gute Botschaft über die ganze Erde und breitet sich flächendeckend aus. Bilderbuchhaft entsteht Gottes Reich. Mit Christus gehört zuerst das auserwählte Volk dazu und dann der Rest der Welt.

Denkste Puppe. Ganz so glatt läuft es selbst für Gott nicht. Wo die einen abriegeln, werden Gottes Pläne zwar durchkreuzt, jedoch nicht aufgehalten. Wo Israel sich krankhaft weigert, macht es den Weg zu den Heiden frei.

2. Das berühmte Kribbeln

Aber weil die Juden Christus ablehnten, hat Gott euch seine Barmherzigkeit erfahren lassen.  

Gott ist verrückt nach dieser kranken Kreatur. Wer richtig verliebt ist, lässt sich nicht so einfach abspeisen. Bei Gott gibt es keinen Schaltkasten, in dem die Sicherung durchbrennen kann. Er ist unschockierbar. Einmal geliebt – immer geliebt. Gott glaubt an das Unmögliche. Er schafft das Unmögliche. Kranke Ablehnung kuriert er mit Christus. Mit Christus hält Gott sich immer eine Türe zum Menschen offen. Er ist da bevor wir überhaupt glaubten und bleibt da, ohne dass wir glauben. Gott wird man nicht mehr los, auch wenn man ihn leugnet oder ihm davonlaufen will. Wo sich die einen weigern, geht sie zu den anderen. Das ist das Prinzip, unter dem Evangelium Geschichte macht. Gott ist bei allem Brennen kein Zwangsvollstrecker, der mit aller Gewalt die ganze Welt christianisiert. Das ist das unfassliche, auch wenn Israel geht, Gottes Verheißung bleibt.

Auch wenn wir nicht glauben, zieht sich Gott nicht zurück und glaubt alles und hofft alles. Sollte Gottes Treue von unserer Untreue abhängen? – niemals. Solange dieses berühmte Kribbeln da ist, bleiben wir geliebte Feinde, damit aus Unglaube Glaube wird. Gottes Geschichte geht weiter, mit uns, ohne uns und gegen uns.

3. Frische Endorphine

 Die Juden wollen nicht glauben, obwohl sie es doch an euch sehen. Aber auch sie sollen schließlich Gottes Barmherzigkeit erfahren.

Barmherzigkeit kommt garantiert zum Ziel. Mit diesen unverdienten Endorphinen erreicht Gott alles, was er sich vorgenommen hat. Barmherzigkeit ist eine vorweggenommene Wahrheit, die Menschen so behandelt, als hätten sie schon die Umkehr vollzogen. Sie sieht schon den Schmetterling, auch wenn sich die Raupe noch durch den Kohl frisst. Die Endorphine des Evangeliums überschütten gerade die, die noch ungehorsam sind.

Erbarmen ist Christusausschüttung. Da wird ein zukünftiges Ereignis zugeschossen. Barmherzigkeit hat nichts mit Schwäche zu tun, die alle Unarten der Menschen erduldet und sich von Auflehnung in den Dreck treten lässt. Barmherzigkeit ist keine Trägheit, die über unhaltbaren Zuständen das Genick einzieht. Sie ist friedfertige Unbeugsamkeit mit Weitblick. Sie sieht den Sünder durch die Brille der Erlösung. Sie ist die grandiose Leistung, das Unvollkommene ins Vollkommene zu versetzen.

Paulus besitzt die Kühnheit, die ganze Weltgeschichte aus der Perspektive des Erbarmens zu sehen. Wenn aller Glaube versagt, die Barmherzigkeit hält aus. Unglauben wird nicht durch Glauben überwunden, sondern mit Gottes Barmherzigkeit. Das ist Gottes kostspielige Art, die Dinge nicht laufen zu lassen, sondern zurückzugewinnen. Lassen wir die Schmetterlinge fliegen. Wir haben für jeden Tag genügend Christus, über den wir uns nur wundern können. Damit haben wir eine große Zukunft, auch wenn alles hoffnungslos aussieht.

Wenn wir unsere Schwierigkeiten als die Raupe im Kohl betrachten, wie könnte dann der Schmetterling aussehen?

Liebe deine Krise

Text: 5. Mose 7, 6-9

Mit dem ersten Atemzug stehst du im größten Glück und in deiner größten Krise deines Lebens. Du bist die genialste Idee eines ewigen Schöpfers, und wirst auf einer vergänglichen Erde zur Welt gebracht. In dir will ein Licht leben, das keinen Anfang und kein Ende hat, und du bist von Nacht umgeben. Einer will mit dir das Paradies erschaffen, und du musst dich mit der irdischen Hölle rumschlagen. Gott und Mensch, ein Traumpaar voller Konflikte.

  1. Du bist erwählt, auch wenn´s knallt

Du bist ein heiliges Volk und dich hat dein Gott erwählt.

Das Volk Gottes ist auf dem Weg ins gelobte Land. Es soll das bekommen, was Gott versprochen hat. Voller Freude und Hoffnung, sollen nach harten Exiljahren neue Zeiten anbrechen. Allerdings erwarten sie keine Fahnen und ein ausgerollter roter Teppich. Das kleine Volk muss einen Wall von sieben übermächtigen Völkern überwinden, heißt es ein paar Verse zuvor.

Auf dem Weg ins gelobte, verheißene Land werden die Fetzen fliegen. Gott ist nicht zimperlich, mit den Krisen, in die er seine Leute stürzt. Die Aussichten, das von ihm Versprochene zu bekommen, liegen fast bei Null. Eigentlich ist das ganze Christentum eine utopische Geschichte, die keine Zukunft hat. Die Realitäten sprechen überall eine völlig andere Sprache, als das was Gott verheißen hat. Viele fromme Luftblasen, die an der Wirklichkeit platzen. Viele sind in schillernde, unbekannten Welten aufgebrochen und haben abgebrochen. Viele glaubten von Herzen und haben in den Krisen das Handtuch geworfen. Aufgebrochen Reich Gottes zu bauen und in den entstandenen Konflikten ausgebrannt.

Doch Gottes Absicht ist in Stein gemeißelt. „du bist ein heiliges Volk“ – „du bist von mir erwählt“

Gott spricht hier von der Zukunft seiner Leute. Du bist heilig, weil du zu mir gehörst. Du bist erwählt, weil ich etwas mit dir vorhabe. Du bist Teil dessen, was ich denke, dann wird sich mit dir mein Plan erfüllen. Dann gibt es keinen Zweifel daran, das mich irgendetwas darin hindern kann. Der Einzug ins gelobte Land hängt weder von dir, noch von den Widerständen ab, die dir begegnen. Du bist heiliges Volk, das ist eine Bestimmung, die mächtiger ist, als alles was sich dagegen stellt.

2. Vertraue und entspanne

Er hat euch geliebt, hält damit seinen Eid, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat der HERR euch herausgeführt, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.

Um alle Zweifel zu zerstreuen, dass doch etwas schief gehen könnte, legt Gott noch einen drauf. Er legt schlagende Beweise auf den Tisch, dass sein vorgestelltes Rezept zum Ziel führt. Er erinnert an den Regenbogen mit Noah. Welch eine fette Krise war das mit der Arche. Welch eine Unmöglichkeit, dass der alte Schafhirte Mose vor dem Pharao aufmarschiert und sein Volk raushaut.

Lauter Krisen, von denen jeder dachte, das nimmt ein schlimmes Ende. Lauter Krisen, die sich als Wunder darstellten. Lauter Lösungen, die nach menschlichem Ermessen hätten nicht funktionieren dürfen.

„Die Krise bezeichnet einen Wendepunkt einer gefährlichen Konfliktentwicklung in einem natürlichen System.“

 … ist allgemeine Definition.

Wenn Gott liebt, wenn er sich an Menschen bindet, dann wird die Krise zum Heilmittel. Wenn ich mich von Gott führen lasse, wird die Krise zur Gotteserkenntnis. Wo ich keinen Weg mehr sehe und an die Grenzen meiner Erfahrung komme, fängt Gott an, seine Möglichkeiten auszupacken. Mein Engpass wird dabei zu meiner größten Erweiterung. Die Krise ist der Kreuzweg, der zur Erlösung wird. Christus heilt sein Volk, dass es geheiligt, die Gottes Wirklichkeit in die unheile Welt bringt. In dem Eid, den Gott hält, verbindet er Christus, mit unserer aussichtslosen Lage.

Damit nimmt Christus der Krise den Stress. Unter seiner Gegenwart entsteht Gelassenheit, dass ich erst einmal meine Verkrampfung loslasse. Ich vertraue dem, der aus einer Welt kommt, in dem mein Problem schon längst gelöst ist.

Das Krisenrezept heißt: Vertraue und entspanne.

3. Liebe deinen Kreuzweg

So sollst du nun wissen, dass dein Gott, den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält, denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.

Das ist Krisenmanagement vom Feinsten. Damit werden Kreuzwege veredelt. Gottes Bund verherrlicht sich in einer Krise. Die Krise ist der Ort, an dem der Mensch seinen Wendepunkt erfährt. Mitten in Konflikten, füllt sich das Leben mit Fruchtbarkeit.

Das ist das paradoxe des Lebens, bei dem Krise, Leid und Kreuz eine neue Definition erfährt. Am Nullpunkt, mitten im Nichts, das wir als Katastrophe betrachten beginnt Neuschöpfung. Genau das, was wir als schlecht erachten, wird zum größten Geschenk der Barmherzigkeit. Sein Gebot ist es, Kreuzwege zu lieben, dass sie uns zum Segen werden. Wenn du weißt, dass der heilige Gott zu tausend Prozent hinter dir steht, wird deine Krise süß.

In dem Moment, in der wir unter Lasten das Stöhnen beginnen und drauf und dran sind davon zu laufen, verschließen wir uns dem, was in uns heilig werden will. Das Kreuz als schlecht zu bewerten, würde der Auferstehung krampfhaft die Türe zuhalten. Sich vor der Krise zu drücken, legt die Schöpferabsicht in die Gefriertruhe.

Unter seinem Versprechen, unter seinem Wollen, will uns Gott lebendig und gelassen machen. Er will Glauben wecken, auf die für uns nicht sichtbaren, jedoch unendlichen Möglichkeiten Gottes zu vertrauen.

Liebe deine Krise, denn du bist erwählt.

Wie würden in Zukunft unsere Krisen verlaufen, wenn wir anfangen sie zu umarmen?

Finde Deine Schöpferkraft

Jeder Mensch hat sich im Laufe seines Lebens eine bestimmte Wesensart zugelegt. Dieser Ausdruck von Persönlichkeit ist die Grundlage für sein eigenes Selbstbild. Es ist das was wir glauben, wer wir sind, was wir können, was wir dürfen und was für uns im Leben möglich ist. Es ist unser „Ich bin…“. Jeder kennt das bei sich. Ich bin die Mutter meiner Kinder, der Mann meiner Frau, der Florist im Blumengeschäft. Ich arbeite, weil ich die monatlichen Verpflichtungen habe, lebe in einer Gemeinschaft, habe die Regeln von Miteinander gelernt, ansonsten liebe ich zu fotografieren, zu wandern und Musik zu machen. So hat sich mein Leben entwickelt. Irgendwann hören wir auf, unsere Identität zu hinterfragen und nehmen sie als gegeben hin: „So bin ich halt.“

Dabei sind „ICH BIN“ die kraftvollsten Worte im Universum. Es sind die beiden Worte, aus denen alles Leben entstand. Gesprochen aus dem Mund des Schöpfers und die Welt atmete auf. Alles, was darauffolgt, wird Realität. Wenn Sie ein positives ICH BIN haben, – ich bin glücklich, mutig, kraftvoll usw. ist das eine vollkommen andere Welt, als wenn wir ein ICH BIN haben, das uns schwächt, wie, – ich bin ängstlich, ich bin nichts wert, ich bin von äußerlichen Bedingungen abhängig. Je nachdem, welches ICH BIN wir haben, sind wir Schöpfer unserer Welt, oder das Opfer von irgendwelchen Zwängen.

Wir können unser ICH BIN entdecken, wir können es stark werden lassen. Wir können nachforschen und dieses Geheimnis in uns aufspüren. Auf diesen Weg haben wir uns im Blumenhaus gemacht. Eine spannende Geschichte hat damit bei uns als Team begonnen. Eine weiter Spannende, beginnt im Blumenhaus selbst.

Alles spitzt sich auf die eine Frage zu: Was ist meine einzigartige Fähigkeit? Warum bin ich auf der Welt. Was ist das Unvergleichliche unseres Unternehmens? Für was sind wir gedacht? Es geht nicht darum, was mir gefällt oder was ich bisher gemacht habe. Selbst worin ich kompetent oder gar exzellent bin wird nebensächlich. Es geht nur noch um den einen Punkt, was ist die eine Sache, für die ich und wir da sind.

Damit beginnt die größte Schlankheitskur. Denn um dieser Frage näher zu kommen, hilft genauso: Was bin ich nicht? Für uns hat damit ein großes Abenteuer begonnen – ein Weg zu unserem ICH BIN – der Weg zu unserer eigentlichen Schöpferkraft, zu dem wir sie mitnehmen wollen. Mit ihnen zusammen wollen dem Leben den größten Wert geben. Wir spüren bereits in den Anfängen, wie das befreit und die Gehirnzellen auslüftet. Wir wollen Sie für Ihren Weg zu Ihrem ICH BIN begeistern. Bleiben Sie dran!

In allem winkt uns Gott zu

Dein, Herr, ist die Größe und die Macht und die Herrlichkeit und der Ruhm und die Hoheit. Denn alles im Himmel und auf Erden ist dein.
1. Chr. 29, 11

Was wäre, wenn wir uns bei unserer Wohnung bedanken würden, dass es uns Zuhause ist, in dem wir uns wohlfühlen dürfen? Wenn wir morgens das Haus verlassen, bedanken wir uns, dass es uns Wohnraum war, in dem wir uns zuhause und geborgen fühlten. Abends genauso, wenn wir nach Hause kommen, Dankeschön, dass du mich empfängst, aufnimmst und dass ich bei dir wohnen darf. Der König David bedankt sich beim ersten Tempelbau. Er sieht nicht nur sein Organisationstalent, den Einsatz der Menschen, die an diesem grandiosen Werkt gebaut haben und nicht nur die vielen Spenden, die vom Volk erbracht wurden. Er sieht zu allen, dass Gott für dieses Netzwerk die Fäden gesponnen hat. Der Tempel trägt an jeder Säule, an jedem Fenster, die Handschrift eines viel größeren Meisters. In dem was uns umgibt, sind viel mehr Zeichen des Himmels, als wir je wahrhaben. Wo wir das erkennen, gebrauchen wir die Dinge des täglichen Lebens in unendlicher Dankbarkeit.

Dann wird der Dank an mein Zimmer zum Gebet. Da kann ich alles was ich tue und treibe mit Gott in Beziehung setzen. Ich kann mich bei meinem Hemd und Hose bedanken, für den Dienst, den sie mir getan und mich begleitet haben. Ich danke meinen Händen, die einen herrlichen Blumenstrauß gestalteten. Mehr und mehr überschlagen wir uns in Dankbarkeit und unser ganzes Leben wird ein regelrechter Lobgesang. Danke, für ein gutes, Wort, das mir zugesprochen wurde. Danke, für den Raum, in dem ich stille werden darf. Alles was uns umgibt, sind Liebkosungen Gottes, wo wir sie mit Dankbarkeit genießen. Man kann darüber nur ins Schwärmen kommen und einen Wink Gottes erkennen.

Wie lernen wir sehen, dass Gott uns viel näher ist als wir glauben?

Gott segne dich.

Ermutige einen Kraftlosen mit anregendem Klang
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http://www.ebk-Blumenmönche.de Das baut mich auf Jeden Morgen schreibt Br. Theophilos frisch für dich.
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