Geht’s uns gut?

wohlbefinden hängt mit dem zusammen, ob wir bei dem Gelernten bleiben.
„Wohl dem, der den Herrn fürchtet, der große Freude hat an seinen Geboten.“

Ps. 112, 1
Was tut Menschen gut? Jeder versucht darauf seine persönliche Antwort zu finden. Da wird für die Gesundheit ein Ernährungs- und Fitnessplan ausprobiert, für die Entspannung nach Stress vielleicht ein entspannendes Bad, ein gutes Buch oder schöne Musik. Da hat sich jeder seine Entspannungsmethoden entwickelt.
Das heutige Wort setzt bei Wohlbefinden viel tiefer an. Was dem Menschen gut tut, ist die Freude an Gottes Wort. Wohlbefinden hängt mit Gottes Ordnungen und Werten zusammen. Wo seine Gebote die Grundlage sind, bei der wir bleiben, regelt sich Grundsätzliches in einem Leben. Es ist gut und ist heilsam in Gottes Maßstäben zu bleiben. Experimente in dieser Richtung tun uns nicht gut. Das was Gott an Grundlagen geschenkt hat, trägt dazu bei, dass es uns gut geht. Wohlergehen ist die rundum Versorgung, bei der an alles gedacht ist. Die Freude am Wort ist die Garantie für das feste Stehen und für das entspannt bleiben in allen Spannungen. In den Geboten bleiben, ist das ständige aufgebaut werden in allen Vernichtungsschlägen des Lebens. Die Freude am Wort tut gut, wenn alles um uns mühsam un beschwerlich ist. Wo die Freude am Wort ist, sitzt immer ein anderer mit im Boot, der in den Stürmen für das Wohlergehen sorgt.
Welche Alternative hätten wir, die uns so grundlegend mit Gutem überschüttet?

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Altar als Heimat

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die Familienzugehörigkeit prägt das ganze Dasein.

„Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.“
Ps. 84, 4

Sage mir, wo du Zuhause bist und ich sage dir, wer du bist.
Heimat bestimmt Menschen. Es besteht ein Zusammenhang zwischen innerem Gepräge und der Darstellung nach außen. So wie ein Mensch ist, so richtet er seine Wohnung ein und auch umgekehrt. Entsprechende Räume wirken sich auf das Wohlbefinden des Menschen aus.

Anhand der Vögel sollen die Glaubenden erkennen, wo sie Zuhause sind. Die Schwalbe findet ihre Behausung im Altar, im Zentrum Gottes, am Herz des Schöpfers. Die Vögel wissen wo sie hingehören, in welcher Einbettung ihr Leben steht. Sie sind voll in ihrem Element in dem richtigen Bezug zu ihrem Schöpfer. Für sie ist selbstverständlich in Gott Zuhause zu sein und nirgens anders.

So selbstverständlich soll der Altar die Heimat der Glaubenden sein. Es ist der Ort der Gottesoffenbarung und der Menschenverwandlung. Es ist die Stätte, des in uns eingehenden Christus. Der Altar ist der heilige Mittelpunkt der absoluten Nähe Gottes. Hier ist der Geburtort, unserer Menschwerdung. Es ist die Stätte, an der wir heiliges Land betreten, wo der Anfang der Ewigkeit beginnt. Am Altar wird der Mensch zum Mensch und zum Mitbürger der Heiligen und zu Gottes Hausgenossen, wie Paulus es beschreibt. Hier wird unsere Familienzugehörigkeit geregelt.

Wir sind im Leben fremd, wenn wir nicht im Allerheiligsten Zuhause sind. Wir irren umher und sind auf der Flucht, wo wir wir nicht am Herzen Gottes daheim sind. Wir sind für dieses Zuhause geschaffen, in dem unser Leben zur vollen Blüte und Frucht ausreift und zu einem Lobgesang wird.

Vor welchem Altar stehen wir, wenn Angst uns treibt und nur ein kläglicher Gesang aufsteigt? 

Liebe macht gesund

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Gesundheit hat auch etwas mit Liebe zu tun.

„Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!“
Ps. 106, 3

Wohlwollen, Wohlbefinden, Wohlsein erfahren, steht im direkten Zusammenhang mit dem Richtigen tun. Glückselig sein hängt mit Gottes Geboten zusammen. Hier werden mit Sicherheit keine frommen Spießer gezüchtet, sondern unser Wohlergehen mit unserer Gottesbeziehung verknüpft. Gott ist Recht. Gott ist der Richtige. Gott ist der Maßstab unter dem das Leben funktioniert. Seine Gebote sind kein Bußgeldkatalog, sondern seine gelebte Liebe. Gott liebt und macht uns zur Liebe fähig. Wo Gott auf den Menschen zukommt, kommt etwas in Ordnung. „Das ist das größte Gebot, dass ihr Liebe untereinander habt. Das ist das wichtigste Gebot, dass wir Gott lieben, von ganzem Herzen und mit aller Kraft.“ Diese Gebote und Gesetzte sind unser Lebenselement, wie für den Fisch das Wasser.

Diese Liebe, diese Einbettung in Gott macht gesund. Damit fährt der Mensch gut. Damit steht er in allem, was das Leben aufbaut. Unwohl wird es dort, wo wir diese Gebote verlassen. Außerhalb dieser Gesetzmäßigkeiten zu leben ist ein Brechmittel. Da gehts dem Menschen schlecht. Da fehlt das Wesentliche. In der Liebe Gottes bleiben, ist unsere Reha, ist unser Sanatorium. Diese Liebe enthält die ganze Macht des erlösenden Christus. Darin ist das umfassende Wohl Gottes eingebettet. Damit kann Miteinander wachsen, Gemeinde gelingen, Kirche zu einem Wohlfühlort werden, zu einer Liebes-Tankstelle. Wenn wir in dieser Liebe bleiben, geht´s uns und den Menschen gut.

Was kann heute dazu dienen, dass wir Gott recht geben und zur Genesung dieser Welt beitragen?

Atmen macht stark

Der Atem ist der Puls des Lebens
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nach Pierre Stutz
Jeder Tag ist voller Gelegenheiten einen gesunden Rhythmus einzuüben, der aus Stress herausführt. Tausende Informationen ringen täglich um unsere Aufmerksamkeit. Wir spüren die Qual der Wahl. Sie entscheiden zu können kostet Kraft.
Die kann ich mir holen, indem ich mit den ganzen Tag hindurch Zwischenräume gönne. Dabei muss ich nicht sehr viel tun – ich kultiviere die Kraft der Langsamkeit und Entschleunigung. Ich beginne beim Aufstehen, beim Duschen, beim Essen, beim Sitzen, beim Gehen, bei meinem Arbeitsbeginn, meinen Pausen mit kurzen Atem- und Körperübungen.
Mit wenigen, unscheinbaren Gesten kann ich ausdrücken, was wirklich wesentlich ist im Leben. Ich erinnere mich und andere, dass wir alle viel mehr sind als unsere Leistung und unserer Erfolg.
Heute
achte ich beim Aufstehen
auf meinen Atemfluss
mein wohltuender Rhythmus
erinnert mich
an den Geschenkcharakter
allen Lebens.

Heute
lass ich mich nicht leben
sondern lebe aus meiner atmenden Mitte.

Heute
gebe ich in der Mitte des Tages
bewusst Druck ab
im tiefen ein- und ausatmen
mein Bodenkontakt verhilft mir
zu diesem wohltuenden Innehalten.

Heute
lockere ich vor dem Essen
meinen Schulterbereich
ich atme in meine Verspannungen hinein
damit das Essen zum Genuss wird
Heute
erinnere ich mich am Mittag
wie ich durch meine Atempause
die Friedenskraft weltweit verstärken kann
in der Verbundenheit mit allen Menschen
guten Willens
Heute
verweile ich im tiefen Ein- und Ausatmen
am Ende eines reichen Tages
damit ich das beglückende und Mühsame
des Tages loslassen kann
Heute
achte ich in der Stille der Nacht
vor dem Einschlafen auf meinen Atemfluss
er erinnert mich an den Lebensatem Gottes
in allem
der mir auch im Schlaf Erholung bringen wird
Heute
danke ich durch mein aufmerksames Atmen
dem Leben für seine Fülle
die in meiner Tiefe immer schon auf mich wartet
und mich auch zum Ausruhen bestärkt
Vor dem Einschlafen finde ich eine Form, die mir hilft, den heutigen Tag besser loslassen zu können.
Es kann ein Spaziergang sein, ein bewusstes Dastehen unter dem Sternenhimmel, das Genießen einer Tasse Tee oder eines Glases Wein, das Tagebuchschreiben, das Meditieren in schweigendem Sitzen, das Vorlesen eines Meditationstextes. Wie auch immer: Der Atem wird mich begleiten in diesem achtsamen Abschluss meines Tages. Er wird mich auch daran erinnern, dass sogar in meinem Schlaf der Atem mich verbindet mit Kosmos und Schöpfung.