Heute ist der wichtigste Tag

Einen Tag vor deinem Tode kehre um. (Talmud)

„Des Menschen Geist muss davon, und er muss wieder zu Erde werden; dann sind verloren alle seine Pläne.“

Ps. 146, 4
Davon müssen, steht über jedem Tag unseres Lebens. Der Mensch lebt im Angesicht des Todes. Und das sieben Tage nach Beginn des neuen Jahres, das mit vielen Plänen und Vorsätzen gestartet ist. Zeit und Tod sind Geschwister. Wer Zeit hat, hat gleichzeitig ihr Ende im Blick. Zeit ist somit ein Geschenk, die nicht in unserer Verfügbarkeit steht. Wo wir Zeit haben, halten wir die wichtigste Gottesgabe in den Händen. Im Tod stehen wir unmittelbar vor dem Zeitgeber. Somit ruht das Leben und Sterben in Gott. So wie wir heute aufstehen und atmen sind wir Beschenkte. In dem jetzigen Augenblick liegt das ganze Glück unseres Lebens, denn keiner weiß, ob er morgen wieder aufstehen wird. Angesichts des davon Müssens, kommt die höchste Brisanz in unsere Heute. Nicht umsonst heißt es: Der Tod ist der allerbeste Lebensratgeber. Und der Talmud schreibt: Einen Tag vor deinem Tode kehre um. Auch darin steckt das tiefe Geheimnis, da keiner weiß, wann sein letzter Tag ist, kehre vorsichtshalber heute um. Komme heute zur Besinnung und stelle das Leben in das was es ist, – Gottesgabe. In dem Augenblick, indem ich das erkenne, werden viele Sorgen, die ich mir um das Morgen mache lächerlich. Wo meine Pläne dahinfliegen, muss ich mich heute fragen, zu was bin ich heute von Gott beschenkt worden. Damit verdichtet sich das Leben. Es konzentriert sich auf das Wesentliche und trennt sich vom Flüchtigen. Angesichts des Todes steigt die Qualität des Lebens. Jeder Augenblick bekommt ein Christus-Gepräge. Da geht es in erster Linie um die Frage, wie entfalten sich das Geschenk und die Gaben Gottes in meinem Leben. Da verwandeln sich meine Pläne in Gottes Ziele. Wo wir uns unserer Endlichkeit bewusst sind, wird die Gegenwart Gottes präsenter.
Bei dieser Verdichtung des Heute, wo der jetzige Moment, der wichtigste im meinem Leben wird, beginnt eine große Abspeckungskur. Da können wir gelassen Ballast ablassen. Da wird plötzlich bisher Wichtiges, völlig belanglos. Da wird meine Zeit zum kostbarsten auf der Welt, die ich nicht mehr mit Sinnlosem verschwenden will. Da fangen wir an, wertwolle Beziehungen zu bauen und belastende zu trennen. Wo wir die Beschenkten und Begnadeten sind, ist heute der wichtigste Tag in unserem Leben.
Was müssen wir über Bord werfen, um den heutigen Tag großartig und gehaltvoll zu gestalten?

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Gedenken macht einzigartig

In der großen Gottesgeschichte bleibt jeder Mensch einzigartig.
„Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Ps. 8, 5
Dass Gott unser gedenkt, ist das Wunder des Lebens. Dieses Gedenken des Ewigen, macht uns unsterblich. Es gibt dem Leben eine Bedeutung, über alle Erdentage hinaus. Da geht es nicht nur um unsere 70, 80 Jahre, oder manchmal viel weniger, sondern das macht uns zu einem Meilenstein in der Geschichte. Da ist es nicht egal, ob wir gelebt haben. Dieses Gottes-Gedenken hebt den Menschen in den allerhöchsten Stand.
Bei uns im Blumenhaus werden immer wieder Kränze und Herzen bestellt mit einem Schleifentext, der Angehörigen. „Unvergesslich bleibst Du uns,“ „Wir werden ewig an Dich denken“, „in ehrendem Gedenken“ usw. Soll ausdrücken, wie wertvoll der Verstobene im Kreise von Familie und Freunden war. Doch bei allen großartigen Formulierungen, bei aller Ehrbezeugung, verblassen nach mehr oder weniger langer Zeit, die großen Erinnerungen. „Es muss ja weitergehen.“ Somit ist Menschengedenken so flüchtig, wie der Mensch selbst, auch wenn jeder gerne große Lebensspuren in dieser Welt hinterlassen möchte.
Doch wenn Gott gedenkt hat das ein ganz anderes Format. Darin steckt unsere Einzigartigkeit. Damit sind wir unverwechselbar einmalig. Hier wird der Mensch zur Krönung der Schöpfung erhoben. Er erhält einen bleibenden Wert. Da ist es nicht egal was wir machen, wie wir unsere paar Tage auf dieser Erde fristen. Da sind wir ein Gedanke Gottes, eine Ausprägung dessen, was Gott will. Da hat jeder Augenblick eine unwiederbringliche Bedeutung. Das erhebt uns aus allem Schattendasein. Das gibt uns Glanz und unsere Würde. Da sind wir die Samen, mit denen Gott diese Welt zum Blühen bringt. Als Gedanke Gottes will er, dass wir nicht unser unseren Möglichkeiten bleiben. Hier sind wir mit unserem  Lebenswerk, mit unserer Lebensbestimmung konfrontiert. Da hört das Leben auf so dahinzuplätschern. 
Wenn wir die Frage zulassen, was ist der Mensch, oder was bin ich; ist es da nicht an der Zeit, sich viel mehr damit zu beschäftigen: Was hat sich Gott mit meinem Leben gedacht? 

20.000 Euro für die Katz´

Mark. 14, 3-9

 

20.000 Euro für die Katz

Geschenke sind ein Ausdruck von Wertschätzung. Man kann darüber unterschiedlicher Meinung sein, wem man, zu was, wie viel schenkt. Ist ein SLK-Cabrio zur bestandenen Führerscheinprüfung der Tochter angemessen oder nicht? Wenn ich meiner Mutter zum 80. Geburtstag einen Blumenstrauß mit 80 weißen Rosen schenke, ist das zu viel? Manch einer sagt: Wir schenken uns zu Weihnachten nichts, es ist ja sowieso alles kommerzialisiert. Was, wie verschenkt wird, drückt die Beziehung zum Beschenkten aus. Da kann ein kleines, schön verziertes Glas mit einem Teelicht drin, Herzen erwärmen. Geschenke kommunizieren. Sie sprechen ihre eigene Sprache. Der Kaktus für die Schwiegermutter, ist mit Sicherheit nicht als Liebkosung zu werten.

Heute erregt ein Geschenkt großes Aufsehen.

 

  • Völlig verprasst

 

da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt.  

Was diese Frau in Händen hält, ist ein Vermögen wert. Kenner sprechen von einem Jahresgehalt eines Arbeiters. 20.000 Euro für ein Duftöl. Indische Narder, aus der Familie der Geisblattgewächse extra importiert. Dieser Essenz wird eine den Geist stärkende und das Bewusstsein fördernde Wirkung zugeschrieben. Für gewöhnlich werden davon ein paar wenige Tropfen auf Stirn und Kopf aufgetragen. Hier geschieht eine Volldusche. Das war keine zaghafte Annäherung, sondern ein regelrechter Überfall auf Jesus. Das Beste vom Besten läuft über seinen Kopf, sein Gesicht, seine Haare bis in sein Gewand. Was mag das wohl für ein Sound in diesem Raum gewesen sein? Da war mit Sicherheit keiner mehr, dem dieser Duft nicht in die Nase stieg. Jesus war durchdrungen von Duft und Frische. Mit keiner Geste hat er diese Frau an ihrem Tun gehindert. Sie goss und er genoss. An Jesus ist diese Tat heruntergelaufen wie Öl. Für ihn war das viel mehr als nur Öl. Was diese Frau gerade an ihm verprasst, war ihre ganze Liebe zu Christus. Was sie an Jesus so faszinierte wird gar nicht erwähnt, steht aber sicher im Zusammenhang mit dem geheilten Simon in dessen Haus diese Szene sich abspielt. Auf jeden Fall muss sie Jesus als den verheißenen Messias erlebt haben. Für ihn gibt sie alles. Sie verprasst nicht nur ihr Öl, sondern sich selbst.

Voigt sagt dazu: Besser ein paar erotische Nebentöne als die stumme Kälte des Herzens, in der wir Jesu Wohltaten „kassieren“, ohne ihm Dank und Liebe zu erweisen.“

Nicht jeder kann mit dieser Art von Liebe umgehen. Bei uns würde man sagen, das hat ein Geschmäckle.

 

  • Völlig fassungslos

 

4 Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? 5 Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. 6 Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. 7 Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.

Jetzt tuscheln die Buchhalter. Nichts gegen Buchhalter, die halten oft durch ein klares Denken und Rechnen die Betriebe zusammen. Das sind Leute die auf Daten und Fakten stehen. Sie fangen auch hier das Rechnen an. Knallhart kalkuliert könnte man mit diesem Wert ein Waisenhaus in Afrika bauen.

Jesus, du selbst bist doch der Anwalt der Armen. Du hast von dem Becher kalten Wassers gesprochen und dass wir dort, wo wir den Geringsten dienen, dir selbst dienen. Wie kannst du zulassen, dass so viel Geld in den Gottesdienst, in die Feier um dich, in die reine Liebe und Anbetung fließen, wenn es dringend für die Mission gebraucht wird?

Hier wird das eine Richtige gegen das andere Richtige ausgespielt. Im „Lasst sie“, drückt Jesus aus, dass man ihn nicht nur im Mitmenschen lieben kann. Jesus hebt nicht das eine mit dem anderen auf, sondern legt den Wert auf das, was jetzt angemessen ist. Die Frau hat das Gebot der Stunde erfasst, jetzt ist Jesus da, ganz direkt und ganz persönlich. Da ist selbst die Fürsorge für die Armen, die Jesus geboten hat zweitrangig. Die Protestierenden zeigen, hier haben sie Christus nicht richtig verstanden. Jesus kann nicht nur auf der sozialen Ebene geliebt werden, sondern es gibt eine ganz unmittelbare Liebe zu ihm. Das war eine ganz besondere historische Stunde, die sich so nicht mehr wiederholen wird, daher war es geboten, genau hier die verschwenderische Hingabe zu investieren.

Sollten wir keinen Sinn für Liturgie, für das feiern um Christus haben und erschöpft sich unser Christsein allein im sozial-ethischen Aktionismus, werden wir hier eines Besseren belehrt. Christus wehrt sich gegen einen Barmherzigkeitsmoralismus. In jedem unserer Gottesdienste ereignet sich Huldigung.  Die zweckfreie Gottesverehrung braucht ihren festen Platz. Viele betrachten die Liturgie im Gottesdienst als unnötiges Rankwerk, wobei sie nicht bedenken, dass dabei das Liebesspiel zu Christus auf der Strecke bleibt.

Jesus verteidigt diese Frau, die sich in aller Stille zu ihm bekennt und damit zum Ausdruck bringt, dass er ihr König ist.

 

  • Völlig königlich

 

8 Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. 9 Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

In diesem Liebesdienst an Christus, passiert etwas, was selbst die Frau in ihrer Hingabe nicht abschätzen konnte. Sie hatte es auf Verehrung und Huldigung für den kommenden König abgesehen und Jesus betrachtet es als seine eigene Totensalbung. Jesus spannt hier einen Bogen und gibt diesem Augenblick eine einzigartig heilsgeschichtliche Bedeutung. Indem er als König gewürdigt wird, macht er deutlich, dass seine Königswürde in seiner Passion liegt. Nicht in Glanz und Gloria liegt seine Macht, sondern in seinem Weg ans Kreuz. Somit wird mit dieser Salbung sein Erlösungsweg besiegelt. Zu diesem Amt wird er unbewusst von dieser verschwenderischen Liebe bestimmt. Wo die Seinen noch erwarteten, das er als Gesalbter nun die Macht ergreifen wird, lässt er sie wissen, dass er in den Tod geht.

Gute Frau, du hast dich nicht geirrt, als du mich zu König salbtest, sondern du hast einen Todgeweihten gesalbt und ihm einen großen Liebesdienst erwiesen. Diese letzte Salbung empfängt er von dieser Frau, was ihm alle Richter, Feinde und Mörder danach schuldig bleiben. Für Christus offenbart sich hier das umfassende Reich Gottes. Hier wird das Kreuz in den Königstand erhoben. Hier ist der umjubelte König des Palmsonntags, der kurz vor seinem schrecklichen Ende steht. Mit dieser Salbung wird das neue Königreich begründet, das nicht aus Macht und Unterwerfung besteht, sondern dadurch, dass wir durch Liebe und die Selbsthingabe von Christus für dieses Reich gewonnen werden. Auf diese kostspielige Weise ist in der ganzen Menschheitsgeschichte noch kein Reich zustande gekommen.

Die Christus-Liebe ist unbezahlbar, daher sind 20.000 Euro nicht für die Katz´. Wo dieses Evangelium verkündet wird, kann es in der Gottesanbetung nicht zimperlich zugehen. Da braucht die Liturgie geradezu farbige und wertvolle Gewänder im Gottesdienst. Da kann die Liebe nur noch verprassen und die Gunst der Stunde auskosten!

Wir sind wertvoll 

bei Gott stehen wir ganz hoch im Kurs.
„Deine Güte, Herr, sei über uns, wie wir auf dich hoffen.“

Ps. 33, 22
Zum dem Schrecklichen gehört, was wir als Blumenhaus neben dem Friedhof erleben, die sogenannte „anonyme Bestattung“. Da wird ein wertvoller, hochbegabter und einzigartiger Mensch, wie ein verendetes Tier verscharrt. Verbrannt, in die Dose verbannt und im Erdloch versenkt. Alles ohne Namen, ohne einen Stein oder Kreuz. Kein einziger Hinweis, dass dieses Wunderwerk der Schöpfung einmal war. Im Nirwana verschwunden. Aus einer Bestattungskultur wird eine Entsorgungskultur. Oder wie es im dritten Reich hieß: Der Einzelne ist nichts, das Volk ist alles. Solch eine Bedeutungslosigkeit schreit zum Himmel.
Diesem Verachtungsdenken, setzt Gott gewaltig etwas dagegen. Über uns steht seine Güte. Der Gute hat ein Auge auf uns geworfen. Er hat ein persönliches Interesse an dir und mir. Güte ist kein Tortenfguss des Wohlwolles, den Gott über die Erde gießt, sondern Güte meint mich. Da legt einer ganz großen Wert auf uns. Wir sind keine Noname. Jesus sagt: freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. Wir haben für Gott eine große Bedeutung. Bei ihm sind wir kein Massenprodukt; einer von vielen. Wir sind bei ihm namentlich bekannt. 
Wo wir Kunden mit dem Namen begrüßen geschieht oft ein verwundertes Aufhorchen. „Was sie kennen meinen Namen, das freut mich aber.“ Jemand der nicht damit rechnet, ist angenehm überrascht und wächst spontan um zehn Zentimeter. Jemand mit Namen kennen baut auf.

Das ist Güte, dass Gott ausgerechnet uns kennt. Ihm kommt es auf uns an. Unsere Person hat für alle Zeiten eine Bedeutung. Gott legt Wert darauf, dass es uns gibt. Für ihn wäre es schrecklich, wenn wir in der Bedeutunglosigkeit verschwinden. Es ist wichtig, dass wir da sind. Genau in uns will er alles Gute, all das, was ihn ausmacht hineininvestieren. Güte holt uns aus der Grauzone des Niemandlandes. 
Wir können hoffen, wir können strahlen, wir können aus aller Belanglosigkeit aufstehen. Wir wachsen und werden aufgerichtet, durch eine Güte, die uns bedeutend macht.
Wie stellt diese Güte, uns und unseren Nächsten in solch einen hohen Kurs?

Gesalbte verarmen nicht 

Gott verschwendet sich an uns.
„Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkst mit voll ein.“

Ps. 23, 5
Gott behandelt Menschen fürstlich. Er vollzieht ein Programm an uns, das unter normalen Verhältnissen für die Könige gedacht ist. Wo Öl im Spiel ist geht es um Wertvolles und Edles. Wir verwenden selbst ein Rosenöl mit dem wir unter anderem unsere Osterkerze in der Osternacht salben. Mit dem kostbaren, duftenden Öl wird das Auferstehungssymbol in Dienst genommen. Mit einem fast unbezahlbaren Wert wird Hingabe , Liebe und Verehrung ausgedrückt.
Wenn Gott über uns Öl ausgießt, dann geschieht hier die größte Huldigung und Verschwendung. Gott verneigt sich vor uns königlich. Ihm ist nichts zu kostbar, um unser Leben zu veredeln. Am Öl entzündeten sich schon die heftigsten Diskussionen, ob man für Hingabe soviel Geld ausgeben kann, und nicht lieber damit Arme unterstützt. Doch Jesus selbst spricht von einem guten Werk.
Es ist gut, dass sich Gott an Menschen verschwendet. Es ist gut, dass sich Menschen an Gott verschwenden. Liebe rechnet nicht. Liebe ist unbezahlbar. Liebe verschwendet. Wir sind die reich Gemachten. Wir sind die königlich Beschenkten. Selbst in den Krisen sind wir die voll Versorgten. In den Stürmen und Widerständen des Lebens ist kein Mangel. Der Tisch ist festlich gedeckt.

Wer von Gott gesalbt ist veramt nicht. Solch ein Mensch ist für die Hingabe, Liebe und Verschwendung gesalbt. Da werden wir selbst zu einem kostbaren Öl, das mit seinem Duft betört.
Wo wir mit solch einer Köstlichkeit beschenkt sind, können wir da nur eine schicke, festverschlossene Alabasterflasche bleiben?

Netzwerke garantieren Überleben 

es muss zusammen wachsen, was zusammen gehört.
„Sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.“

Sach. 8, 8
Netzwerke sind in aller Munde. Kein Geschäft, keine Firma, Gemeinde oder Verein kann alleine überleben. Es braucht Partnerschaften, um am Ball zu bleiben. Jeder Betrieb muss vernetzt sein. Keiner gewinnt alleine. Ein Blumenhaus braucht ein Autohaus, um sich gegenseitig zu ergänzen. Gemeinsam sind wir stark, das ist keine politische Aussage.
Gott und Mensch, Gott und seine Gemeinde sind ein Netzwerk. Es ist der Zusammenschluss der verschiedensten Organe zu einem funktionierenden Leib. Das beste Herz ist ohne Körper ein Stück unbrauchbares Fleisch. Erst das Zusammenspiel mit Lungen und einem Blukreisllauf gibt ihm seinen eigentlichen Wert. Gott sucht diese Verbindung zum Menschen, damit der Mensch seine eigentliche Funktion erhält. Ohne diese unlösbare Einheit ist der Mensch vielleicht nett anzusehen, aber nutzlos. Gottes Gegenwart stellt uns in das Richtige, damit wir zu dem werden, zu dem wir gedacht sind. Aus dem Netzwerk mit Gott auszusteigen ist ein dahinschleichender Selbstmord.
Imdem Gott sich an uns bindet, werden wir, wird Kirche lebendig. Damit wird Ungutes, das nicht Richtige gerecht. Darin liegt die einzige Funktionstüchtigkeit unseres Lebens. Dieses Netzwerk ist unsere Existenz. Damit erüllt sich Gottes Traum mit unserem Leben. In Gottes Unlösbarkeit mit uns, schlägt unser Herz, pulsiert unser Kreislauf. Jeder Atemzug zeigt diese Treue.

Wo wird dieser Traum von unserer Eigenständigkeit und Selbermachen wollen blockiert?