Schweinehund bekämpfen macht nicht stark

wer nur an sich selbst denkt, der sieht ganz schnell mal alt aus.
„Gedenke an den Herrn, deinen Gott; denn er ist´s, der dir Kräfte gibt.“

5. Mose 8, 18
An Tagen, wie diesen, zwischen Kreuz und Ostern,, sehen wir oft nicht viel Erbauliches. Wenn wir die privaten und politischen Umstände betrachten, gibt es eher viel mehr, was die Kräfte raubt und müde macht, als das, was hochzuckt. Da ist oft wenig hoffnungsvolles, wenn die Nachrichten von neuen Anschlägen und Bombenangriffen berichten. Arm der Mensch, der sich in trostlosen Situationen auf sich selbst verlassen muss. Motiviere dich mal, wenn du bis an den Hals im Morast steckst. Viel Kraftlosigkeit kommt oft davon, dass Menschen alles von sich selbst erwarten. Sie versuchen krampfhaft den inneren Schweinehund zu überwinden und scheitern an ihrer eigenen Begrenzung.
Kraft kommt von dem Kräftigen. Der Mensch ist auf Gottesbeziehung angelegt. Schöpferisch tätig werden kann der, der im Kraftfeld des Schöpfers steht. Nur bei einem ewigen Gott geht die Puste nicht aus. Wie will ein vergänglicher Mensch, dauerhaft aus sich heraus unbegrenzte Kräfte entwickeln? Wir müssen uns auf das besinnen, was wir sind; Rebzweige. Ohne Weinstock fließt kein Saft. Wir können zwar einen Rebzweig abschneiden und in eine Vase stellen, dann kann er sicherlich ein paar Blätter treiben und durchaus mal blühen, aber Früchte wird er so nie entwickeln. Um die Herausforderungen und Krisen des Lebens zu meistern, um wachsen und gedeihen zu sichern, müssen wir fest am Weinstock sein. Gedenke an den Herrn, ist das Festmachen an der Quelle. Es ist die Gegenbewegung zu aller Verselbständigung in die Kraftlosigkeit. Gedenke, ist der kühne Sprung in die Erlösung Christi. Gedenke bringt den Karfreitag mit dem Ostermorgen zusammen. Dann fließen Auferstehungskräfte in alles Sterben.
Unser Gedenken kann sich zwischen sich selbst und dem Herrn entscheiden. Woraus fließen die größeren Kräfte?

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Beste Bedingungen für fette Trauben 

pralle Früchte sind nicht unser Verdienst.
„Ich, der Herr, behüte den Weinberg und begieße ihn immer wieder. Damit man ihn nicht verderbe, will ich ihn Tag und Nacht behüten.“

Jes. 27,3
Weinberge sind etwas Feines, gerade jetzt wo es auf die Lese zugeht. Am Samstag erhielt ich richtig fette Trauben von der Metzinger Hofsteige, welch ein Genuß. Die Bibel vergleicht die Kirche immer wieder mit einem Weinberg. Dabei sind wir die Rebstöcke, an denen die Trauben reifen. Der ganze Stolz eines Winzers ist, wenn der Ertrag ergiebig und die Öchslegrade, also der Zuckergehalt hoch sind.
Welche Gedanken machen wir uns oft über unsere Frucht? Bringt unser Einsatz genug Ertrag? Lohnt sich die Mühe, die wir in die Menschen und die Gemeinde investieren? Alles Fragen, die wir uns gar nicht stellen brauchen. Wir sind Gottes Reben und die Früchte sind seine Sache. Wir stellen uns rein als den Weinstock zur Verfügung, alles weitere macht er. Zweimal spricht unser Wort von behüten. Gott ist auf der Hut, dass seine Stöcke nicht nur Blätter treiben. Er gießt und macht alles für einen optimalen Ertrag. Gottes Rebe zu sein ist eigentlich ein Sorglospaket. Er ist es, der sich alle Beine herausreißt. Tag und Nacht ist er im Einsatz, dass unser Reben-Sein keine Nullnummer ist. Er fühlt sich dafür verantwortlich, dass die Weinlese zu einem Fest wird. Er macht alles, dass der Butten voll wird.
Für uns, die wir immer gerne so viel machen wollen bleibt nur eines; Rebe sein. Dieses Dasein in seinem Weinberg. Nur allein darin werden wir aufgehen und reichlich Früchte haben. In Gott sein, darin sind wir die besten Jünger und für alles andere ist gesorgt.
Wo meinen wir, wir könnten durch unseren Aktionismus Gottes Ernte vermehren?