Lächeln elektrisiert

Strahlende Augen sind wie Balsam, die Herzen entzünden.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.“
4.Mose 6, 25

Wo des Herrn Angesicht leuchtet, ist die Erde mit Liebe verstrahlt. Ein leuchtendes Angesicht, schafft Leuchten, dem sich niemand entziehen kann. Es ist ein köstliches Spiel Gesichter anzustrahlen; die Reaktion darauf kommt sofort. Selbst wildfremde Menschen schmunzeln, wenn sie angestrahlt werden. Das ist wie ein Sesam öffne dich. Die Blumenmönche haben als Geschäftsmotto: Blumen sind das Lächeln Gottes über der Erde. Blumen lächeln und haben verändernde Kraft. Sie sind nicht nur ein leuchtender Klecks Farbe, der einfach in der Landschaft steht. Sie lächeln, als Ebenbild Gottes. Dahinter steht eine Wucht von verwandelnder Energie. Unter einem Lächeln entkrampfen sich erstarrte Gesichtsfalten. Kein Mensch kann sich einem Lächeln entziehen, ohne warmherzig berührt zu werden. Wo Gottes Angesicht leuchtet, schmelzen Herzen dahin und brechen hart gewordene Krusten. Dieses Leuchten wird im aronitischen Segen über Menschen ausgesprochen. Die ganze Wucht von Erlösung und Heilwerden, wird damit in die Belanglosigkeit hineinkatapultiert. Menschen werden mit dem Lächeln Gottes verstrahlt. Leuchten ist die geballte Energie, die keinen zurücklässt wie er war. Leuchten verwandelt zwanghaft, ohne dass man sich wehren kann. In diesem Moment kommt Eis zum Schmelzen. Lächeln löst lächeln aus und verändert damit Tatsachen. Es reißt den Mürrischen aus seinem Trott. Lächeln reißt sein Gegenüber in das Land des Lächelns. Es ist die verwunderte Aussage eines trauernden Sohnes, nachdem er seinen Vater beerdigte: Ich konnte mir nie vorstellen, wie Blumen trösten können. Lächeln ist Magie, lächeln macht gesund, lächeln tröstet.

Wir sind umringt von diesem leuchtenden Angesicht. Segensströme wollen alles in uns aus der Reserve locken. Diese Lächeln Gottes will permanent einen Schalter in uns umlegen. Es will unser Gesicht treffen, damit es das Herz verwandelt. Es will andauernd Glücksmomente auslösen. Doch weshalb sind so wenige Gesichter elektrisiert von diesem Leuchten? Nietzsche sagte: Die Gesichter der Christen müssten mir erlöster aussehen, dass ich an einen Erlöser glauben könnte. Zu viele Mattscheiben und starke Sonnenbrillen lassen das Lächeln nicht durch. Viele Augen reflektieren nichts von dem, dass sie in ein leuchtenden Angesicht geschaut haben. Der Blick in den Spiegel verrät uns, wen oder was wir anschauen. Der Blick in den Bildschirm schafft mit Sicherheit keine leuchtenden Augen. Wo die Augen nur Not und Elend sehen, können sie nichts als trübe werden.

Gottes Angesicht leuchtet und will Augen zum Leuchten und Herzen zum Überlaufen bringen. Lassen wir uns noch anlächeln? Fangen unsere Augen unter diesem Leuchten Feuer, dass wir selber strahlen und für diese Welt zum Segen werden?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

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Das verwandelt werden macht’s

Reden ist blech, tun ist gold.
„Verlasst euch nicht auf Lügenworte, wenn sie sagen: Hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel, hier ist des Herrn Tempel! Sondern bessert euer Leben und euer Tun.“

Jer. 7, 4-5
Gott will keine heiße Luft, Gott will Veränderung. Gott baut durch sein Wort mit Menschen sein Reich. Mit dem Wort wird gearbeitet. Das Wort setzt einen Trupp Arbeiter in Bewegung, die ein Stück Land umkrempeln und darauf ein gewaltiges Erlebniszentrum errichten. Wo Acker und Ödland war, verwirklicht sich ein gigantisches Bauwerk. Reich Gottes, nicht von Menschen geplant, sondern vom Schöpfer entworfen und ins Leben gerufen. Die Arbeiter sind die Mitmacher und MItgestalter dieses Planes. Sie sind die Umsetzer des genialen Willens, indem sie sich von diesem Plan bestimmen lassen. Der Baumeister baut mit Arbeitern, die nicht eigene Pläne in der Tasche haben, sondern sich unter sein hohes Ziel stellen lassen.
Wo Glaubensmenschen wie Unternehmensberater auftreten, die wissen wie Reich Gottes geht, ist Vorsicht geboten. Wer genau weiß, wie lebendige Gemeinde funktioniert, wie eine ansprechende Gottesdienstform auszusehen hat, stellt sich über den Plan des Baumeisters. Er steht nicht unter Gott, sondern darüber. Wer meint, die Strategien Gottes zu kennen, wird von Jeremia der Lügenworte bezichtigt. Wer Rezepte für die eine gottgewollte Kirche ausgibt, tritt als Besserwisser an die Stelle Gottes. Wie Gott handelt, wo er Menschen begegnet, liegt in keinem menschlichen Konzept, sondern allein in seiner schöpferischen Unendlichkeit. 
Menschen verfügen nicht über das Wort Gottes, sondern werden von ihm getroffen. Gott will nicht nur in den Verstand eingehen, sondern mitten ins Herz, in die Willenszentrale der Menschen. Nicht großartig von Gott reden, sondern sich von ihm umgestalten lassen. Reich Gottes sind nicht die erhebenden Worte, beeindruckender Menschen, sondern wo sein Wort in Hände und Füßen Formen annimmt. Wo viel fromm geredet wird, klemmt es oft am Tun. Reich Gottes erkennt man nicht an den Worten, sondern an Menschen, die sich unter dem Wort heiligen lassen.
Zeigt viel Reden nicht oft die Unbereitschaft, sein Leben und Tun verbessern zu lassen?
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch.

In Gnade gefallen 

Hinter den Kulissen läuft mehr als wir denken.
„Wenn ich sprach: Mein Fuß ist gestrauchelt, so hielt mich, Herr, deine Gnade.“

Ps. 94, 18
Fallen und darin aufgefangen werden ist stark. Doch was hier auffängt ist noch stärker. Gott hält nicht mit seinen starken Händen, wie man meinen könnte, er hält mit Gnade. Vom Erbarmen gehalten, ist weit mehr als ein Fangnetz für den Trapezkünstler. Es ist auch mehr als das „heile, heile Gänschen, wird bald wieder gut“, für den Stolperer. Es ist kein billiges aus dem Staub aufheben, sondern elementares angeknüpft sein an Gottes Barmherzigkeit. Wo die Gnade trägt, ist Christus im Spiel. Da sind unsere Falltendenzen in das Erlösungswerk eingebunden. Da tritt ein ständig aktives Aufrichten, dem gefallenen Menschsein entgegen. Da ist in unserem Fallen mehr Christus drin, als wir wahrhaben. 
Wo die Gnade hält, bewahrt uns nicht nur ein Schutzengel, dass wir nicht die Treppe herunterfallen, sondern es ist allem Sterbensprozess eine Erneuerung entgegengesetzt. Da findet in allen Erschütterungen eine Trotzreaktion des Lebes statt. Die Gnade trennt uns in der Unterganssituation vor dem Absturz. Da offenbaren sich Auferstehungkräfte in den harten Schlägen des Dasein. 
Durch die Gnade ist unser Fallen nie das ausgeliefert sein. Da wird das Fallen zur Christusbegegnung. Im Fallen werden wir in das Gottesbild hineingeformt. Da wo wir schwach werden, kommt Gott zu seinem Ziel. Durch die Gnade wird Straucheln nicht unser Ende werden, sondern ist ein neuer Anfang. 
Was fürchten wir da unser Fallen, wenn diese Gnade auffängt?

Jubilier´mal wieder

Joh. 16, 16 + 20-23a

Was macht der Kreisssaal im Krankenhaus? Wer sagt denn, das wenn ein Kind zur Welt kommt, das eine Krankheit ist? Da sind zwar junge Mütter, die höllische Schmerzen haben, doch die sind das Vorspiel für ein faszinierendes Wunder. Wer das Baby in den Händen hält, wird nicht mehr fragen, ob das auch schmerzloser geht. Aus dem Schmerz heraus, kommt ein Bündel neues Leben. Die Geburt ist ein Verwandlungskünstler. Aus ängstlich, weinenden Augen, werden Strahlende. Wer Mutterglück wahrnimmt, braucht nicht mehr zu sagen: Lach mal wieder.

Um solch einen Zündfunken geht es heute am Sonntag Jubilate.

Wo es nichts zu lachen gibt

Noch eine kleine Weile, dann werdet ihr mich nicht mehr sehen; und abermals eine kleine Weile, dann werdet ihr mich sehen. 20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen…

Jetzt wissen die Jünger nicht mehr wo oben und unten ist. So kurz nach Ostern, wo sie sich wieder daran gewöhnt haben, ihren Herrn zu sehen und zu erleben, wieder so ein harter Einschnitt. Jetzt will Jesus schon wieder weg. Weg und wiederkommen. Das sieht nach einer richtigen Schock Therapie aus, als ob Jesus mit ihnen Blinde Kuh spielen möchte. Ganz nach dem Motto: ich sehe was, was du nicht siehst! Dabei ist Jesus sehen, ihr ein und alles gewesen. In seiner Gegenwart war er für seine Jünger fassbar, erlebbar und greifbar. Sie haben waren regelrecht Zuhause, als er da war. Ihn sehen, machte ihren Glauben aus, da konnten sie seine Wunder hautnah erfahren. Sie haben das leere Grab und den Auferstanden vor Augen gehabt. Das soll alles wieder vorbei sein?

Bei dieser Ankündigung, dass Jesus wieder wegwill, entstand in ihrem Kopf eine Geisterbahn. Da bricht eine ganze Welt von schrecklichen Befürchtungen über sie herein. Der Gedanke, Christus nicht mehr sehen können, war die Angst um ihren Glauben. Den Jüngern vergeht buchstäblich das Lachen. Jesus weg, Sorgen da. In diesem Augenblick kommt ihr ganzes Weltbild durcheinander. Die ganze Hoffnung, die der Auferstandene versprühte, verpufft jetzt wieder. Schnöde Welt du hast uns wieder. Der Alltag wird düster wie die Nacht und Jesus bestätigt ihre Bedenken. Schmerzen, Traurigkeit und Sorgen, das wird euer Ding sein. Ihr, als meine Jünger lebt wie jeder andere, mitten im Schrecken dieser Welt.

Doch genau in diese verzweifelte Situation komme ich zurück. Da wo es nichts zu lachen gibt, …

…wird Freude geboren

 aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll zur Freude werden. 

Was Jesus hier ankündigt, ist der unfassbare Kontrast des Glaubens. Auf dem Weg zwischen Ostern und Pfingsten, deutet er ein neues Zeitalter an. Aus dem lokal gegenwärtigen Christus, der zunächst für sein Volk da war, wird ein global alles durchdringender Christus. Für einen normal denkenden Menschen geht hier die Rechnung nicht mehr auf. Wenn sich einer entfernt und zurückzieht, kann er nicht gleichzeitig überall da sein.

Das ist die wahre Geburtsstunde des Glaubens. In seinem Gehen, stellt er für die Glaubenden seinen Geist in Aussicht. Seine Herrschaft, seine Gegenwart bekommt eine ganz neue Dimension. Nicht mehr sichtbar, nicht mehr in der Form präsent, wie bisher, sondern noch umfassender und noch näher. In diese kleine Zeit der Traurigkeit nach Ostern, setzt er einen gewaltigen Freudenimpuls. 100% reine Freude liegt in 100% Christus-Gegenwart. Christus schlägt einen Bogen, zu einer ganz anderen Realpräsenz. Damit bleibt Freude bei 100% und schrumpft nicht in der Auseinandersetzung mit der Welt auf 70% oder 30% herunter. Alles was ihn in seiner 100% Erlöserkraft ausmacht, wird auch 100&tige Freude auslösen. Was hier geboren wird, ist der Quantensprung der Christenheit.

Jesus vertröstet hier in keiner Weise auf sein letztes Wiederkommen am Ende der Welt, sondern bringt 100% Freude in das bestehende Chaos dieser Welt. Er hängt alle Freude an seiner Existenz und der neuen Form seiner Gegenwart auf. Er definiert ein Christsein, das in aller Trauer noch lachen kann. Wir werden in den täglichen Auseinandersetzungen vor keinerlei Lasten verschont, aber mitten drin ist Christus gegenwärtig. In dem täglichen Kampf bricht die Freude aus. Geht Gericht über die Welt, wird darin Heil realisiert, geschieht Auferweckung zum ewigen Leben. In der Begegnung mit Christus liegt das Zukünftige; in Christus wirkt das Zukünftige in die Gegenwart. Alles Heil konzentriert sich in der Person Christi. Im Glauben haben wir das ganze Heil; aber wir haben es bislang nur im Glauben, nicht im Schauen.

Wir haben 100% Freude und erleben dabei, dass…

…sie Schmerzen verwandelt

Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. 

Glaubende sind Verwandelte. Sie erleben die Schmerzen, wie eine gebärende Mutter. Im Schmerz wir durch Christus das Heil geboren. Da ist ständig etwas, das zum Leben drängt und Leben schafft. Da ist der Schmerz keine eigenständige Größe mehr, die Verzweiflung nicht die Vorstufe von Untergang, sondern das Belastendende wird verformt. Der Glaube an Christus lässt das Unheilige heil werden. Da erblickt die Trotzdemfreude das Licht der Welt. Das ereignet sich genau in der Schockstarre eines belasteten Lebens. Genau dort, wo man nicht mehr so einfach sagen kann: Kopf hoch, wenn der Hals auch dreckig ist. Das ist kein billiger Trost und kein Überspielen von unveränderlichen, schrecklichen und beängstigenden Tatsachen. Da wird getrauert und gestorben, aber da wird genauso getröstet und aufgestanden. Die Freude des Überwindens überwiegt, weil wir nicht zum Lachen angestachelt werden, sondern tatsächlich Christus heilt.

Es ist ein Leben im schon jetzt und noch nicht. Es ist immer beides. In uns lebt die Trotzfreude, weil der Anwalt und Beistand des Lebens, die Neugeburt schaffen will. Wir leben in der ständigen Anfechtung mit den Ungereimtheiten unseres Daseins, wir leben in der Auflösung einer gefallenen Welt, wir leben im Geschrei unserer Tage, die uns den letzten Nerv rauben, aber darin schafft Christus seine 100%tige Gegenwart. Er verwandelt nicht die lästigen Umstände, er verwandelt uns selbst. Wir können über die Widrigkeiten unseres Lebens stöhnen und klagen, wir können unsere Schmerzen in die Welt hinausbrüllen, aber mit dem gegenwärtigen Christus lässt es sich nicht verhindern, dass darin 100%tige Freude geboren wird. Glaube ist ein Trotz-Glaube, weil er erfährt wie Leiden verwandelt wird. In Christus verwirklicht sich immer die zukünftige Welt in unserer Gegenwart.

Wir haben auch dann etwas zu lachen, wenn es der ganzen Welt zum Weinen ist. Jubelt dieses neu entstehende Leben in eure schweren Tage hinein.

Ein leuchtendes Gesicht heilt

wer Gott ins Gesicht sieht, wird verwandelt.
„Herr, Gott Zebaoth, tröste uns wieder; lass leuchten dein Angesicht, so genesen wir.“

Ps. 80, 20
Trost brauchen die, die im Schatten des Lebens stehen. Die Belasteten, die vom Leben Durchgeschüttelten, die am Zerbrechen sind. Die vom Leben Gezeichneten sollen aufgerichtet werden. Gesund werden können nur die, die an etwas kranken, deren Sehnsucht in Sucht stehen geblieben ist. 
Unser ganzes Leben mit all seinen Abgründen und Beschwerden ist genau richtig für einen Gott des Erbarmens. Das ganz persönliche Schicksal liegt Gott am Herzen. Trösten kann nur einer, der ganz nah dran ist, an dem jeglichen Schmerz. Trost ist kein flächendeckender Landregen, sondern eine Punktlandung, im Zentrum der Not. Genau mein Schmerz kratzt Gott an den Nieren. Die Lebensumstände, die mir zu schaffen machen, sind sein tägliches Brot. Heilen und trösten haben exakt unsere Hausnummer. Trost hat die Einbettung von Aufstehen, in allem, was zum Sterben führt.
Faszinierend ist, wie das trösten und heilen aussieht. Es ist wieder einmal das leuchtende Gesicht. Gottes strahlende Augen machen gesund. Sein Lachen tröstet im Schweren. Leuchtendes Anlitz ist heilende Magie. Wie hat eine Dame auf den „lächelnden Mönch“ geschrieben: Du machst meinen Tag. Das ist Ferntherapie überś Internet durch ein lächelndes Gesicht. Gottes Lachen heilt. Sein Strahlen baut auf. Sein Leuchten tröstet. Welche Macht liegt in einem Gesicht. 
Wenn Gottes Antlitz leuchtet ist das unser Auftrag. Wir Leuchten um zu trösten und zu heilen. Blumen sind dieses Strahlen das aufbaut. Gott ist hier ungeheurer kreativ, wie er sein Lächeln auf diese Erde legt. Alles was aus diesem schöpferischen Antlitz hervorgegangen ist, ist zum Leuchten, Trösten und Heilen gedacht. Welch eine Heilkraft hat Gott in seine wunde Schöpfung gelegt und somit auch in unser Gesicht.
Wessen Tag können wir heute machen?