Narren betrügen sich

Um Realitäten anzuerkennen, brauchen wir einen Schlüssel für das was wahr ist.

„Weh denen, die mit ihrem Plan verborgen sein wollen vor dem Herrn und mit ihrem Tun im Finstern bleiben und sprechen: Wer sieht uns, und wer kennt uns?“
Jes. 29, 15

Menschen scheuen Realitäten. Gott unternimmt alles, um Menschen in die Wahrheit zu führen. Gott durchbricht unsere Scheinwelt und unser Versteckspielen. Tagtäglich ergeht an uns die Frage: Adam wo bist du? Was bewegt dein Herz? Warum willst du jemand anders sein als du bist? Viele Wege sind davon geprägt, Gott aus der Schule zu laufen. Dabei ist die Realität, im Hier und Jetzt in der Gegenwart Gottes zu leben. Gott und Mensch als schöpferische Einheit. Indem, dass Gott sich am Menschen offenbart liegt die Wahrheit. Im jetzigen Augenblick liegt das ganze Geheimnis der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Die Realität Gottes ist die Realität des Menschen. In dem Moment, in dem sich der Mensch aus dieser Wahrheit löst, wird sein Leben zur Lüge. Da fangen die Ausreden an und Pilatus wäscht seine Hände in Unschuld. Da fängt unser tägliches Versteckspiel und Davonlaufen an. Das ist die Stelle, an der man nicht akzeptiert was ist und sich vergangene Zeiten herbeiwünscht. Man träumt von einer anderen Zukunft, in der alles besser sein wird. Im Verborgenen lebt man seine Wünsche und merkt dabei nicht, dass man nur noch um sich selber kreist und die Realität und somit Gott verloren hat.

Jetzt in der Faschingszeit kann man dieses Versteckspiel ganz besonders beobachten. Man verkleidet sich, will ein anderer sein und lebt dabei vielleicht unerkannt seine geheimen Wünsche aus. Mit Maske im Gesicht bleibt man ein Fremder, der nicht mehr die Verantwortung für eine junge Frau übernimmt, die ihre Beine im Hexenkessel verbrüht. Der Narr lebt eine unreale Wahrheit. Er bleibt in der Deckung und betrügt sich und andere.

Der Glaubende stellt sich der Wahrheit. Er lässt sich die Frage gefallen, Adam wo bist du? Mit dem Wort der Wahrheit, will Gott in seine Gegenwart stellen. Er will unser Davonlaufen in die Vergangenheit und Zukunft in das Jetzt stellen. Das was jetzt in deinem Leben ist, ist die Realität Gottes in der er handelt. Er will gerade das, wovor du flüchtest, was du dir anders wünscht, in seinen kreativen Schöpfungsprozess stellen. Die jetzige Wahrheit, ist die beste Realität, die du erleben kannst, weil darin Gott in seinem Heil aktiv ist. Das Elend, das du jetzt durchlebst, ist der einzige Ort an dem du Rettung erfährst. Halten wir uns an das Wort, damit wir diese Wahrheit lernen.

Wo sind wir die Narren, die im Verborgenen eine andere Wahrheit leben wollen?

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Das Wort enttäuscht 

Wenn wir nicht vom Wort Berührte wären, wären wir hochintelligente Dummköpfe und gefangen in vielerlei Verblendung.
„Meint ihr, dass ihr Gott täuschen werdet, wie man einen Menschen täuscht?“

 Hiob 13, 9
Gott blickt durch. In ihm ist ungeschminkte Wahrheit. Um ihn dreht sich die eigentliche Realität. In der Gottesgegenwart steht alles im rechten Licht. Seine Existenz trennt Sein vom Schein. Durch sein Wort erkennt der Mensch Gott und sich selbst. Das Wort offenbart den wahren Gott und den wahren Menschen. Es ist der Maßstab, das Fundament, der Ursprung all dessen, was existiert. Der Mensch kreist um das Wort, wie die Erde um die Sonne. Diese Bedingung und Zuordnung ist wirkliches Leben. An dieser Realität des Wortes scheiden sich die Geister. Wo das Wort kleiner wird, werden die Scheinwelten größer.
Menschen machen sich gerne etwas vor, schminken sich, um vor anderen besser dazustehen. Die Manipulation des Äußeren, soll das Unangenehme Innere überdecken. Um sich vor anderen nicht bloßzulegen, fängt man an zu kaschieren. Menschen werden zu Schauspielern, Tricksern und Blendern. Viel Worte, nichts dahinter. Wir sind gewohnt in Unwahrheiten und Scheinwelten zu leben. Menschen die nachhaken und offenen Fragen nachgehen sind unbequem. Lieber zudecken und nicht darüber reden wird zum Lebensstil in Politik, Gesellschaft und Kirche. Ja nicht den Mund zu weit aufmachen und die Wahrheit ans Licht bringen. 
Wo das Wort die Menschen trifft, zerfetzt es dieses Lügengebäude. Gott lässt sich nichts vormachen und schmunzelt über alles sinnlose Versteckspiel. Das Wort führt in die Gotteswirklichkeit. Es stellt die Realität gegen die Unwahrheit. Es stellt Gottes Geist gegen Menschen Weisheit. Es führt die Schwachstellen ans Licht, den Tod ins Leben. Das Wort ist das zweischneidige Schwert, das alle menschliche Scheinwelten in die Wirklichkeit des Lebens stellt. Dieses Wort überwindet allen Trug und Verblendung, in der sich Menschen eingerichtet haben. Es überwindet unsere Sinne, Gedanken und Herzen, die sich so leicht täuschen lassen, und stellt sie in die Wahrheit und einzige Realität. 
Meint ihr, dass ihr Gott täuschen werdet? 

Versteckte sind entdeckt

Wir können aufrecht gehen, auch wenn das Gewissen schlägt.
„Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des Herrn.“

1. Mose 3, 8
Mit Gott Versteck spielen geht nicht auf. Er erkennt unser wahres Gesicht, auch wenn wir flüchten. Unsere Schwachstellen können wir ihm nicht entsziehen. Gott blickt durch, auch wenn wir überspielen, entziehen, oder das Weite suchen.
Wenn uns das Gewissen schlägt, möchten wir uns gerne in einem Mauseloch verstecken. Es ist nicht angenehm „ertappt“ zu werden. Wir haben Angst vor unangenehmen Folgen und Gesichtsverlust. Es gibt Menschen, die leben mit einem permanent schlechten Gewissen und kommen sich furchtbar minderwertig vor. Wo sie ihre Schwachheit und Hilflosigkeit entdecken, sind sie ständig mit zudecken oder sich zurückziehen beschäftigt. Schwachheit und Einschränkung, will ja den anderen nicht zur Last fallen. Verstecken, ducken, sich selbst aus der Schussline ziehen scheint die einzige Lösung zu sein.
Wo Gott unser wahres Gesicht entdeckt, kommt nicht der Feuerstuhl, sondern er schaut uns in die Augen. Mit einem Fell bedeckt er Adams und Evas Nacktheit. Sie haben zwar die Konzequenzen ihres Griffs nach dem Apfel zu tragen, mit arbeiten, unter Schmerzen Kinder bekommen und der Vergänglichkeit ausgeliefert sein, doch vom ersten Moment an, findet sich Gott nicht damit ab. Wo sich der Mensch im Angesicht Gottes erkennt, geht Gott bereits auf Wiedergutmachung zu. Auf unser Verstecken folgt sein Entdecken. Gott lässt es sich nicht nehmen, gnädig zu sein. Er erbarmt sich über Nacktheit und Unvermögen. Vor ihm kann unser Versteckspiel aufhören. Wir brauchen ihm nichts vormachen. Wo seinem Angesicht dürfen wir unperfekt sein. Er selbst sorgt für Reinheit und Erlösung. 
Das richtet den Glaubenden auf, wenn er sich in seinem schuldig sein entdeckt. Aus Verstecken, wird aufgerichtet werden. Aus Angst, wird getröstet werden. Wer vor dem Angesicht Gottes steht, kann erhobenen Hauptes Sünder sein. Sünde wird nicht verdammt, sondern erlöst. Wir brauchen keine Angst vor Versagen und der eigenen Schwachheit mehr haben. Wir können frohen Mutes mit unseren Fehlern umgehen. Wir sind vor seinem Angesicht in allem Versagen vollwertige Menschen.
Wo wollen wir uns verstecken, wenn uns das Erbarmen schon lange gefunden hat?