Total verrückt nach mir

Gott ist total verrückt nach uns.

„Mächtig waltet über uns seine Güte, und die Treue des Herrn währt in Ewigkeit. Halleluja.“
Ps. 117, 2

Ein Lobgesang, bei dem einem Beter die Knie weich werden. Mächtig waltet Güte – da ist einer von der Liebe Gottes erschlagen. Fassungslos steht er vor so viel Gutem. Da glüht sich einer förmlich zu mir durch. Gott hat an mir einen Narren gefressen. Er schäumt über vor Hingabe zu mit. Wo Güte waltet, kennt Gott niemand anders als mich. Es ist das frisch verliebt sein, in dem der eine für den anderen alles gibt. Das ist schon ein Stück unreale Wirklichkeit, in dem man den Partner besser darstellt als er tatsächlich ist. Du bist das Allerbeste für mich, für dich gebe ich alles. Ich löse mich auf für dich, ich halte mich in nichts zurück. Ich gehe in dir auf, du bist mein ein und alles. Kein Preis ist mir zu hoch, um dich nicht mehr zu verlieren. Auch wenn du mich ins Gesicht schlägst, bebt meine Liebe zu dir. Auch wenn du mich verlassen willst, ich verlasse dich nie. Ich hänge an dir mit Leib und Leben. Ich definiere mich über dich. Ich gebe alles, dass du zum Klingen kommst. Ich erleide alle Schmerzen, um dir Freudentöne zu entlocken. Ich binde dir den schönsten Rosenstrauß, auch wenn mir die Dornen die Finger zerstechen. Mächtige Güte ist ein unvergleichliches Glühen. Da sieht man am Kreuz die Liebe leuchten. Um mich zu bekommen, kann Gott gar nicht anders als sein ganzen Lebensopfer zu bringen. In der Passion schreit die Gottesliebe: Ich liebe dich. Ich will dich auf ewig. Mächtig waltet über uns seine Güte, ist die größte Mitgift in dieser Welt. Für dieses Geschenk gibt er nicht nur alles, sondern sich selbst. Mächtige Güte.

Diese Güte will unser Herz weich machen. Wer so geliebt wird, kann nicht kalt bleiben. Da brechen alle Dämme. Da wird unsere Leidenschaft zum Kochen gebracht. Paulus beschreibt diese Konsequenz im Römerbrief: Wo Gott seinen Sohn nicht verschont und ihn für uns dahingibt – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? In dieses Lebensgeschenk sind wir hineingeliebt. Und wenn das Leben eiskalt wird, wenn uns das Herz in Stücke zerbricht, bleibt dieses Herzens Licht. Weil Gott total verrückt nach uns ist, brauchen wir in der Untreue unserer Tage nicht verrückt werden. Die Güte über uns, trägt die Lasten in uns. Wer so beschenkt und geliebt ist, braucht keinen Mangel zu fürchten. Wer geliebt ist und lieben kann, kann mit Schmerzen umgehen. Er weiß, dass zur ganzen Liebe, das ganze Opfer gehört. Diese Güte ist mächtiger als der Tod. Halleluja.

Warum sollten wir daran zweifeln, dass wir so geliebt sind?

Werbeanzeigen

Glaube ist nicht normal

wer glauben will, muss verrückt sein.
„Noah tat alles, was ihm Gott gebot.“

1. Mose 6, 22
Wenn Noah sein Bauvorhaben einem Gemeinderat vorgelegt hätte, hätten alle die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen oder ihn gar in die Psychatrie eingewiesen. Eine Arche auf dem Festland ist einfach gesponnen und bar jeder Realität. Was Noah tat, ist nicht normal. Er plant ein Großprojekt, wider alles bessere Wissen und gegen alle menschlichen Erfahrungen.
An ihm zeigt sich die Dimension des Glaubens. Er tut einfach, was Gott gesagt hat. Er lässt sich von einer Gottesvision anstecken, die jegliche menschliche Logik übersteigt. Auf ein Wort hin, fängt er an seine eigenen Grenzen zu übersteigen. Gott spricht, und Noah rennt einem verückten Traum nach. Der Glaube fängt an von einem Meer zu träumen, mitten in der Wüste. Er handelt gegen alle Realität. Der Glaube sieht Dinge vor seinem inneren Auge, die es in der Wirklichkeit noch gar nicht gibt. Der Glaube sieht eine Zukunft, die Menschen nicht sehen können. Der Glaube baut nicht auf das, was bisher möglich war, sondern hält ganz anderes für möglich. Wer glaubt, schafft eine neue Realität. Er entwickelt eine unverschämte Antriebskraft, die das bisherige auf den Kopf stellt. Gegen alles Fachwissen, wird Unmögliches wahr.
„Die Arche wurde von Laien gebaut, die Titanic von Spezialisten.“ Der Glaube ist zwar verrückt, bewahrt aber die Menschheit vor dem Untergang. Der Glaube hält sich nicht auf an dem, was „Normal“ ist. Glaube strotzt vor Kühnheit und Gottvertrauen. Selbst Jesus sagte: Alles ist möglich, dem der glaubt.
Wo bleibt unser unverschämter Mut, auf ein Wort von Gott, das Unmögliche in unsere Welt hineinzuglauben?

Lasst uns Verklemmungen zerfetzten

Video

Was wird aus unseren guten Vorsätzen, über dem Sektglas am Altjahrsabend gesprochen?
Kommt da wieder bloß der schnöde Alltag dazwischen und alles landet in den Binsen?

… lasst uns die höchsten Dächer besteigen;
… lasst uns die verrücktesten Dinge ausprobieren;
… lasst uns mit Konfetti schmeißen;
… lasst uns Fehler machen und so viel wie möglich daraus lernen!