Allmächtig ist grenzenlos lieben

wenn nicht der Allmächtige wäre, hätten wir in den Abgründen keine Chance.
„Alles, was der Herr will, das tut er im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen.“

Ps. 135, 6
Im Vater Unser beten wir: Dein Wille geschehe im Himmel und auf Erden. In diesem Willen ruht die Allmacht des Schöpfers. Weil Gott will, dreht sich die Erde und atmet der Mensch. In Gottes Willen ruht das ganze Wohlwollen zum Leben. Darin ruht der Morgenglanz der Ewigkeit. Im Himmel ist alles eins mit diesem Willen, das ist die nie endende Anbetung. Auf der Erde verliert dieser Glanz, wo der Wille des Menschen entgegensteht. Unter den Menschen geschieht nicht das was Gott will. Und genau da zeigt sich die Größe des Allmächtigen. Dort wo das Leben zerbricht, weil nicht sein Wille geschieht, will Gott um so mehr. Seine Allmacht greift in die Tiefen aller menschlichen Abgründe. Gott hätte die Macht, den Menschen zum Guten zu zwingen, doch er lässt ihm die Freiheit, ja oder nein zu sagen. Er lässt ihm die Freiheit, sich unter Gottes Willen zu stellen, oder unter seinem eigenen Willen an den Rand zu kommen. Gottes Allmacht ist Liebe und kein Zwang.
Doch Gottes Wille ist so stark, dass seine Liebe bis in unsere Abgründe hineinfällt. Dort wo der Mensch in seinem eigenen Willen in Sturm und Nöte kommt, legen sich bei Gott die Wellen. Gottes Willen, will auch dann noch, wo der Mensch am eigenn Willen zugrunde geht. Gerade in allen Tiefen leben wir aus dem Willen des Allmächtigen. Wir können nicht aus Gottes Grenzenlosigkeit herausfallen. Gott will den Menschen erst recht, wenn er vor ihm schuldig geworden ist. Vor ihm ist nie das Versagen, die Ohnmacht das Mächtigste; seine Allmacht ist immer größer. Das Leben hat auch in größten Katastrophen eine Chance, weil Gott will.
Welchen Grund gibt es, diesem Willen nicht zu glauben?

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