Unverschämte Hoffung 

Es ist ein Traum, wenn alle guten Vorsätze in Erfüllung gehen.
„Der Herr wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen.“Jes. 25, 8
Was Gott sich vornimmt, das bringt er zu Ende. Allem Widerstand zum Trotz, stimmt bei ihm am Schluss das Ergebnis. Wenn wir uns z. B. für das neue Jahr gewisse Änderungen oder Erneuerungen vornehmen, fragen wir bereits nach 14 Tagen, wird sich da gegenüber dem alten Jahr vieles von dem bisherigen Trott verändern. Voller Hoffnung starten wir in der Silvesternacht ins Neue, verbunden mit allen guten Wünschen und sehen in den Tagen danach, wie Stück um Stück an den Alltäglichkeiten wieder aller Schwung ausgebremst wird. Auf dem Menschen mit seinen Plänen liegt viel Schmach und Schande. Aus anfänglich guter Hoffnung, stellt sich Normalität ein, also Hoffnungslosigkeit. 
Wenn Gott Schmach aufhebt, läuft da etwas grundsätzlich anders. Die Hoffnung, mit der er seine Sache beginnt bleibt. Er hat atemberaubende Pläne, will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen und das mit Menschen, die im dauernd querschießen. Zu all seinen großen Zielen, kommt eine gewaltige Widerstandskraft. Er lässt sich von nichts abhalten, auch wenn die Schuld der ganzen Welt dazwischen kommt. Er überwindet mit Christus die Absackermentalität des Menschen. Christus ist der Hoffnungsverstärker, dass das geschieht, was Gott sich vorgenommen hat. Gott erreicht dadurch alles, was er sich vorgenommen hat. Es steht außer Frage, dass Gottes Jahr gut enden wird.
Mit unserer Schmach zurechtzukommen ist eine Christusfrage. Wo der natürliche Mensch, an den Belastungen des Menschseins immer wieder die Segel streicht und in seiner Intension nachlässt, kommt für den Glaubenden durch Christus, ein immer neuer Hoffnungsimpuls. Da bleibt es nicht bei der anfänglich, einmaligen Hoffnung, die wieder schwächer wird, sondern da erhält Hoffnung einen dauernden Nachschlag. Wo die Widerstände und Lebensschläge kommen, ist dieser Hoffnungsträger in uns, der beatmet, wenn die Luft ausgeht. Wenn Paulus uns Mut macht: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet, dann wirkt hier genau der Hoffnungsträger. Mit Christus hat Gott den Trott der Hoffnungslosigkeit durchbrochen. Unsere Schmach ist weg. Wir können dadurch alles glauben und Unverschämtes hoffen. „Durch Leiden führst du uns zu Freuden; ja, alles, was du tust ist gut.“
Was soll uns hindern, in dieser fröhlichen Hoffnung, alle Schwächen zu überwinden? 

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Glaube ist nicht normal

wer glauben will, muss verrückt sein.
„Noah tat alles, was ihm Gott gebot.“

1. Mose 6, 22
Wenn Noah sein Bauvorhaben einem Gemeinderat vorgelegt hätte, hätten alle die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen oder ihn gar in die Psychatrie eingewiesen. Eine Arche auf dem Festland ist einfach gesponnen und bar jeder Realität. Was Noah tat, ist nicht normal. Er plant ein Großprojekt, wider alles bessere Wissen und gegen alle menschlichen Erfahrungen.
An ihm zeigt sich die Dimension des Glaubens. Er tut einfach, was Gott gesagt hat. Er lässt sich von einer Gottesvision anstecken, die jegliche menschliche Logik übersteigt. Auf ein Wort hin, fängt er an seine eigenen Grenzen zu übersteigen. Gott spricht, und Noah rennt einem verückten Traum nach. Der Glaube fängt an von einem Meer zu träumen, mitten in der Wüste. Er handelt gegen alle Realität. Der Glaube sieht Dinge vor seinem inneren Auge, die es in der Wirklichkeit noch gar nicht gibt. Der Glaube sieht eine Zukunft, die Menschen nicht sehen können. Der Glaube baut nicht auf das, was bisher möglich war, sondern hält ganz anderes für möglich. Wer glaubt, schafft eine neue Realität. Er entwickelt eine unverschämte Antriebskraft, die das bisherige auf den Kopf stellt. Gegen alles Fachwissen, wird Unmögliches wahr.
„Die Arche wurde von Laien gebaut, die Titanic von Spezialisten.“ Der Glaube ist zwar verrückt, bewahrt aber die Menschheit vor dem Untergang. Der Glaube hält sich nicht auf an dem, was „Normal“ ist. Glaube strotzt vor Kühnheit und Gottvertrauen. Selbst Jesus sagte: Alles ist möglich, dem der glaubt.
Wo bleibt unser unverschämter Mut, auf ein Wort von Gott, das Unmögliche in unsere Welt hineinzuglauben?

Hoffen wirkt wie wahnsinnig 

wer Unmögliches erwartet, wird Unglaubliches erhalten.
„Wer auf den Herrn hofft, den wird die Güte umfangen.“

Ps. 32, 10
Hoffen kann man nur, wenn man einen Grund zu hoffen hat. Auf Gott hoffen, hat nichts mit dem letzten Versuch zu tun, auf den man auch noch baut. Nach dem Motto: Da hilft nur noch beten. Gott hat sich den Menschen offenbart. Er zeigt sich als gewaltiger Schöpfer, als den Menschen von Grund auf Freimacher. Er ist der Toderneuer und gibt zerfallendem Leben eine frische Lebenschance. Er zeigt Zukunftsperspektiven, die kein Mensch aus sich heraus erreichen kann. Er hat sein Wort voller Verheisungen und Zusagen gepackt, dass er das Unvollkommene vollendet. 
Somit geht Hoffnung nie ins Blaue. Es gibt nichts Konkreteres, als die Hoffnung der Glaubenden. Da geht es nicht um menschliches Handeln, sondern um eine Beziehung zum göttlichen Kraftfeld. Diese Hoffnung kann unverschämt werden, weil sie nicht mehr auf das menschlich Machbare vertraut. Diese Hoffnung sprengt alles natürliche Denken. Hoffnung auf Gott ist in menschlichen Augen verrückt. Glaubende bewegen sich damit in unglaubhaften Luftschlössern. Dem, der an Grenzen steht, ist alles möglich. Er kann alles denken. Hoffnung auf Gott kann für die Menschen wie Hirngespinste aussehen. Mit dieser Hoffnung gehen wir am Rande des Wahnsinns, weil kein Mensch das fassen kann, was dem möglich ist, der glaubt. 
Wer solche Hoffnung riskiert, wir von Gottes Gut-sein eingehüllt. Es wird etwas von dem Vollkommenen erleben, das Gott ausmacht. Er wird Erfahrungen machen, die man erhält, wenn man den Mut aufbringt, dieses Vertrauen zu wagen. Wer mutig hofft, dem werden die Ohren schlackern wie Gott segnet.
Wie mutig sind wir, derart zu Hoffen?