Unabhängig von Glück und Unglück 

im Leben gibt es immer die sieben fetten und die sieben mageren Jahre.
„Freu dich, wenn du einen Glückstag hast. Und wenn du einen Unglückstag hast, dann denke daran: Gott schickt dir beide, und du weißt nicht, was als Nächstes kommt.“

Pred. 7, 14
Die Dynamik der Schöpfung umfasst Sonne und Regen, Winter und Sommer, Tag und Nacht. Wir stehen schnell in der Gefahr, die Sonne, den Sommer, den Tag, besser zu bewerten und das Gegenteil als ungut abzutun. Leben ist hoch und tief, ist Glück und Unglück, ist Freude und Leid. Da bist du mitten in einem Rehazentrum, bei dem du von Not und Gebrechlichkeit umgeben bist, und erhälst dort zur gleichen Zeit per Whatsapp die Geburtsanzeige vom ersten Sohn deines Neffens. Leben umfasst alles, das satt werden und das hungern, den Mangel und den Überfluss und das meiste können wir nicht beeinflussen, oder wüssten was kommt.
Gott schickt beides. Höhen und Tiefen gehören zu Gottes Dynamik. Wir müssen nur erkennen, dass wir in allen Phasen des Lebens in Gott sind. Nicht wir gestalten unser Leben, sondern Gott ist der Gestalter, in dessen Händen wir ruhen. Wo wir selber die Gestalter sind, müssen wir vor den Unglückstagen, der Nacht, dem Tod Angst haben. Wo wir das Tischtuch an fünf Zipfeln haben wollen, müssen wir die Krise bekommen, wenn uns einer davon aus der Hand gleitet. Wo wir jedoch in Gott ruhen, bestimmt nicht Glück und Unglück über unsere Ruhe und Unruhe. 
Paulus drückt aus: Meine Kraft ist nicht von guten oder bösen Umständen abhängig. Meine Kraft liegt in Christus, der Hohes und Tiefes durchschritten hat. Nicht Glück und Unglück  sind das Schicksal unseres Lebens, sondern Jesus ist unser Schicksal. An ihm entscheidet sich, wie wir mit viel oder wenig umgehen. Die beiden Maria´s begegnen auf dem Weg zur Totenehrung dem auferstandenen Christus. Egal wie dunkel die Nacht ist, egal ob wir gerade in Glücksgefühlen schwelgen, wir können in jeder Situation Christus begegnen. Daher haben wir in allem Unglück auch immer einen Grund zum Freuen.
Wie sehr sind unsere Tage, von viel oder wenig geprägt, von Gelingen oder Misslingen; oder inwieweit ruhen wir in einer höheren Macht?

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Ohne Glaube wächst die Gier

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wir können uns mit überhaupt nichts, irgendwelche Sicherheiten aufbauen.

„Wehe denen, die ein Haus zum anderen bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und sie allein das Land besitzen!“
Jes. 5, 8

Angstbesetztes Vereinnahmen ist ein Zeichen von Glaubensarmut. Je weniger ein Mensch die Macht des Glaubens in Anspruch nimmt, umso mehr muss er raffen und sich eigene Sicherheiten aufbauen. Gier entsteht wo das Vertrauen in Gott schwindet. Gier ist die Angst, zu kurz zu kommen. Das Wehe gilt denen, die glauben, sie könnten ihr Dasein aus eigener Kraft in den Griff bekommen und ihr Heil selber schaffen. Jesaja spricht über denen das Unglück aus, die nicht mehr Gott lieben und ihre innere Leere mit Besitztümern ausgleichen.

Das Wehe ist der Rückruf zu Gott, damit verschobene Werte wieder ins Lot kommen. Es ist das Ringen um Glauben, der sich mit allen Fragen Gott an den Hals schmeißt. Wehe ist das scharfe Schwert, das Gottvertrauen vom Selbermachen wollen trennt. Wie lächerlich sind all unsere Sicherheitsbestrebungungen, ein gutes uns sicheres Haus zu bauen und dann kommen unvorstellbare Wassermassen, die ganze Gebäude wie ein Kartenhaus wegspühlen.

Eine Garantie für gelingendes Leben, gibt es nur in Gott. Wir haben nicht alles im Griff, wir brauchen mehr Demut vor dem Allmächtigen. Bei allem was wir vermögen, bei allen Begabungen, die in uns stecken, brauchen wir mehr Kindlichkeit unserem Schöpfer gegenüber. Gott will uns Mut machen, ihm viel mehr zu vertrauen. Gott will uns die Angst nehmen, es könnte nicht reichen und wir müssten nachhelfen. Gott ruft nach unserem Glauben, der alles von ihm erwartet.

Woher kommt das, dass wir oft selber zu unserem Heil beitragen wollen?