Kehtwende zum Guten 

Wer getröstet ist, kann nicht irre werden.
„Ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben?“

Jes. 51, 12
Trost reißt Menschen aus der Verzweiflung. Getröstete werden aus der Bodenlosigkeit herausgezogen. Getröstet sein, entscheidet über fallen oder stehen. Gott tröstet. Christus ist der Tröster in Person. Das ist der Hammerschlag in alle Trostlosigkeit. Da richtet einer auf, wenn einem alle Felle davonschwimmen. Der Tröster ist die Vollmacht in und gegen alles Sterben. Mit dem Tröster, hat nicht mehr das Unheil das Sagen. Durch den Tröster lernt das Leid Erneuerung kennen. Jedes Schicksal muss vor dem Tröster erschrecken. In allem, wo das Leben einem zusetzt, wo Menschen einem zu schaffen machen, steht nicht mehr die Hoffnungslosigkeit, sondern der Tröster trennt von der Abwärtsbewegung. Trost steht für lebendig werden im Sterben, steht für heil werden im verletzt sein. Trost nimmt der gefallenen Schöpfung die Entgültigkeit.
Wo Christus töstet, führt das Urteil eines Pilatus zum Heil. Da führt der größte Schreck, der uns widerfahren kann nicht zum Untergang, sondern wird unter dem Tröster zur Ausreifung für etwas Gutes verwandelt. Durch Christus können wir uns mit Leid anfreunden, weil darin Perlen ihren Glanz erhalten. Mit Christus schwindet die Angst vor allen Übermächten. Da ist die größte Rückendeckung in alller Erniedrigung. Wir können stehen, aufatmen und unverzagt unseren Weg gehen, wo wir derart getröstet sind. Es können uns kein Mensch, keine Krankheit und keine Lebensschläge mehr in den Wahnsinn treiben, wenn darin eine Kehrtwende zum Guten liegt. 
Warum sollen wir uns vor irgendwelchen Widrichkeiten fürchten, wenn sie durch den Tröster zum Guten führen?

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Der Hunger hat ausgegessen

es ist genau der Mangel, den Gott ausfüllen will.
„Der Herr schafft den Unterdrückten Recht, den Hungernden gibt er zu essen.“

Ps. 146, 7
Der schaffende Gott wird mit den Defiziten der Menschen konfrontiert. Genau das „Wenige“ ist seine Aufgabe. Es bleibt weder Unterdrückung noch Hunger leer im Raum stehen. Das was dem Menschen zu schaffen macht, nimmt Gott auf sein Programm. Nichts bleibt wie es ist, sondern erfährt Verwandlung. Hunger ist vielschichtig. Wir hungern weniger nach Essen, mehr nach Gesundheit, nach Schmerzfreiheit, nach einem Partner der versteht, nach Ruhe in einem turbulenten Alltag oder nach Zeit, für die uns wichtigen Aufgaben. All das, von dem wir zu wenig haben, ist die Voraussetzung für Gottes Handeln.
5 Brote und 2 Fische, waren die Voraussetzung, mit der Jesus tausende von Menschen satt machte. Jeder hatte genug, war satt und es blieb noch jede Menge übrig. Dabei ist es überhaupt nicht wichtig, wie Jesus das machte, sondern dass alle Hungrigen satt wurden. Das Wenige, der Mangel, das Unvermögende ist das Kapital für Christus. Im unscheinbaren Stall wurde der Erlöser geboren. Am Kreuz wurde durch den Tod, das Leben neu geschaffen. Genau an unseren Grenzen offenbart sich Christus. Die verzweifelte Situation, die menschlich keine Hoffnung zulässt, ist der Anfang der Christus-Hoffnung. In Christus vermehrt sich etwas, was von unserem Materienverständnis nicht da ist. Wenn Gott satt macht, hat unser pysikalsiches Denken Pause. Christus selbst ist das Wundermittel, das satt macht. Wenn er auf den Mangel trifft, hat der Hunger ausgegessen. Christus ist ein Lebensmittel, das in Brot und Wein in uns eingeht. Damit wird aller Hunger gestillt. Damit werden wir zu den austeilenden Händen, die die Hungernden satt machen. Da entsteht die Umwandlung von Hunger in Überfluss.
Wenn Christus alle satt machen kann, warum klagen wir dann oft über Hungergefühle?

Wir können gelassen sein

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die Heitere

heute beginnt der Tag der Gelassenheit.

„Ich der Herr, bin dein Heiland, und ich, der Mächtige, dein Erlöser.“
Jes. 60, 16

Gottes „ich bin“ steht mächtig über unserem ich bin. Wo Gott ist, haben wir ausgesorgt. Sein gewaltiges „er ist“, ist die Vergegenwärtigung seiner Macht in unserer Ohnmacht. Unserem oft kläglichen, ich bin am Ende, ich bin zerstreut, ich bin von Sorgen erschlagen, von der Last der Menschen niedergedrückt, von meinen eigenen Schwächen niedergeschlagen, steht der Mächtige entgegen. Unserer Litanei von Dingen, die das Leben beschweren, stellt er die Aufzählung seiner Persönlichkeit. Ich bin Herr, ich bin Heiland, ich bin der Mächtige, ich bin der Erlöser. Wie ein offensiver Verkäufer präsentiert sich Gott von seiner besten, kraftvollen Seite. Mit voller Überzeugungskraft hämmert er uns seine Wohltaten ein. Nicht das was wir sind, ist der letztgültige Maßstab, sondern das „Ich bin“ dessen, der neue Maßstäbe geltend macht. Der Herr und Heiland entmachtet das Krankmachende in uns. Das beginnt mit dem grundsätzlichen Heil machen, des ungöttlichen Zudstandes in uns. Heil und Erlösung ist der Christus, der unser angekratztes Gottesverhältnis saniert. Damit wird unser ich bin, von seinem ich bin umschlossen.

Hier findet eine tiefgreifende Umwandlung unserer Lebenseinstellung statt. Die beklagenswerten Lebensumstände, manche Perspektivlosigkeit, würgen nicht mehr unsere Kehle zu, sondern Heil wirkt Gelassenheit. Ich weiß genau, dass das, was mir den letzten Nerv rauben will, vor dem Mächtigen nicht mehr die Gewalt von Zerstörung hat. Wir sind zwar manchem ausgesetzt, aber darin nicht mehr ausgeliefert. Das lässt uns gelassen und kraftvoll stehen.

Woran zweifeln wir, bei solch einem ICH BIN?

Von der Tragiksonate zum Frühlingsstimmenwalzer

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wir stehen auf der anderen Seite.

„Er hat die Sünde vieler getragen, und für die Übeltäter trat er ein.“
Jes. 53,12

Es geht um Gottes großes Erlösungswerk. Er hat mit Christus die Sünde aus der Welt getragen. Das Getrennt sein von Gott ist weg. Christus hat seinen Platz mit dem Übel dieser Welt getauscht. Somit hat er Welt Gottes in das Unrecht, in die von Gott gelöste Welt gebracht. Christus hat sich zum Schuttträger gemacht, damit wir nicht im Elend ersticken.

Die Glaubenden leben im Elend ihrer Tage, haben aber ständig den, der das Übel austauscht. Mit Christus stehen wir im Richtigen, in dem was Gott als das Gute für den Menschen geschaffen hat. Wir sind nicht bestimmt von dem Übel, von dem was Leben belastet und den Atem stocken lässt, sondern wir atmen Frische. Nicht wir befreien uns von dem Übel,  sondern Christus trägt es zu Gott, und macht das Unrecht recht.

Das ist wie ein Jungbrunnen am Schöpfungsmorgen. Das ist wie die Altweibermühle in Tripsdrill. Wir haben durch Christus  frischen Boden unter den Füßen. Wir brauchen uns nicht länger an den Altlasten aufhängen, die sind weggetragen. Wir brauchen nicht das verbrannte Land beklagen, es hat bereits den Humus für die nächste Ernte. Mit ihm wechselt die Tonart in dem Musikstück unseres Lebens. Von der Tragiksonate zum Frühlingsstimmenwalzer.

An welchen Stellen stehen wir noch unter dem Eindruck, dass Hopfen und Malz verloren ist, und es Dinge gibt, die nicht von ihm hinübergetragen werden?

Von eiskalt zu heiß

eine Totaloperation programmiert uns um.

„Ich will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun.“
Hes. 11, 19+20

„Gott will“; das ist der Kampfgeist für das Leben. Ohne dass ihn jemand aufhalten kann, will er Menschen auf den Kopf stellen. Seine Leidenschaft steht für mehr, als eine Geschlechtsumwandlung. Herztransplantation von Stein auf Fleisch. Kaltes, Hartes, Unbewegliches, Totes, in dynamisch Atmendes, Lebendiges. D.h. vor dem Eingriff von Gott, ist der Kern des Lebens vermauert und unbrauchbar. Ohne Gott, sind die Funktionen des Lebens eingeschränkt bis völlig nutzlos.

Durch sein „ich will“ geschieht eine grundlegende Umprogrammierung unseres Betriebssystems. Totes, Zweckloses wegnehmen, Frisches, Lebendiges geben. Christus ist das eingepflanzte Organ. Damit ticken wir anders. Damit spielen sich in uns völlig neue Abläufe ab. Damit laufen wir auf Schöpferkurs. In uns pulsiert die Energie des lebendigen Gottes. Da stabilisiert sich unser Imunsystem. Seine Gebote und seine Ordnungen, werden zu unserem unveräußerlichen Lebensraum, in dem wir gedeihen.

Durch diese Umpflanzung, bekommen kalte Räume, wohltuend, familiäre Atmosphäre. Da bekommen Menschen Heimatgefühle, auch wenn um sie herum ein eisiger Wind weht.

Durch diese Verwandlung sind wir warmherzig, um einer versteinerten Welt, voller Trümmerhaufen ein wohliges Zuhause zu schenken. Durch diese OP wird erstarrtes Leben reanimiert.

Lohnt es sich nicht, diese OP zuzulassen, sich nach diesen Ordnungen zu sehnen, damit ein neues Herz in uns schlägt?

Ich wünsche euch einen gesegneten Sonntag.