Die Freiheit im Trauma 

 
auch Glaubende werden traumatisiert, doch das ist nie das dicke Ende.
„Gott der Herr hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden.“

Jes. 50, 7
Schicksalsschläge traumatisieren. Jetzt beginnt eine Debatte, wie psychisch angeschlagen sind Flüchtlinge. Leben hinterlässt Spuren und durchaus Narben. Dasein steht in ständiger Gefahr von innerer und äußerer Bedrohung. Wir alle sind in Herausforderungen gestellt, die  uns ganz leicht in Abgründe stürzen. Leben ist zerbrechlich und anfechtbar. 
Doch wir sind nie dem Schrecken machtlos ausgeliefert. Mit Gott findet in allen Spannungen eine Gegenbewegung statt. Leben im Terror. Hoffen, wenn alles aussichtslos scheint. Erneuerung, wenn alles unter geht. Zuschanden werden ist nicht die Folge auf Lebensereignisse, sondern Gott durchbricht diese natürliche Entwicklung. Auf Unglück steht nicht zwangsläuft Trauma. Lebensschläge heißen nicht autmatisch Verzweiflung, Anklage und Vorwürfe. Dass Gott hilft, ist der Faustschlag, gegen alle zerstörerische Tendenz. Hilfe ist Heil im Unheil. 
Hier entfaltet der Glaube seine Kraft. Zuschanden werden hängt mit unserer Einstellung zu Gott ab. Im Augenblick des Unheils können wir frei entscheiden, ob wir unterliegen, oder Hilfe in Anspruch nehmen. Der Glaube ergreift die Hilfe im Wort, in Jesus Christus und zündet damit ein Licht im Dunkeln an. Es ist nicht so, dass Drama gleich Trauma ist. Wir brauchen nur die Hilfe, die uns gegeben ist aufzugreifen. Das ist die Rettung vor Traumatisierung, Depression und Perspektivlosigkeit. Es ist immer mehr Hilfe da, als alle Umstände zugrunde richten können.
Haben wir da nicht Grund genug, dass unsere Klagelieder einer hoffnungsvollen Klang bekommen?