Gute Werke vollenden, kann hart sein

Das Glück eines Lebens liegt darin, dass allen harten Schläge ein gutes Werk vollenden.

„Du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.“Ps. 22, 11

Niemand fällt aus Gottes Hand. Wenn Gott alles und in allem ist, ist ein Mensch ohne Gott nicht denkbar. Solange es Menschen gibt, sind sie immer ein Teil von Gott. Auch wenn er ohne Gott lebt, ist Gott in ihm und an ihm dran. Unser geboren werden, ist ein Liebesakt der Schöpfung. In unseren Adern pulsiert Gottes Lebenssaft. Alles, was in einem Leben geschieht, kann man nie ohne Gott denken. Da schreibt der Meister seine Geschichte und vollendet sein Werk zum Guten. Vergangene Woche wurde eine hundertjährige Nachbarin beerdigt. Ihre Schwester erzählte vom dem Glück ihres Lebens. Sie war gerade mal zwei Wochen verheiratet als sie im zweiten Weltkrieg ihren Mann verlor. Ihr ganzes Leben hatte sie dann fünfundsiebzig Jahre als Witwe verbracht, ohne Kinder und ohne Enkel. Am Ende war sie so schwach, dass sie auf einen Rollstuhl angewiesen war. Dennoch war diese alte Dame voller Humor und Dankbarkeit und hatte immer einen faszinierenden Glanz in ihren Augen, wenn sie mit ihrem Rolli an unserem Blumenhaus vorbeigeschoben wurde. Ihr größtes Glück sei gewesen, dass sie schon in frühen Jahren Jesus Christus kennengelernt habe.

Gerade an den Punkten, an denen das Leben oft unverständlich hart zuschlägt, muss man sagen: Hier macht Gott gute Arbeit. Du bist mein Gott heißt, er will das Allerbeste aus einem Leben heraus holen. In allem, was an uns geschieht, will er zu dieser Erkenntnis führen: Du bist mein Gott. Das Leben ist ein Kunstwerk, an dem Gott seine Beziehung zum Menschen herausarbeitet. Leiden sind keine Vernichtungsschläge, es ist das Bearbeiten, um ein großes Werk zu vollenden. Paulus beschreibt das hoffnungsvoll: ich bin da ganz zuversichtlich, dass der, der in euch das gute Werk angefangen hat, es auch vollenden wird. Dem Verlauf unseres Lebens, können wir nichts entgegensetzen. Gott formt und gestaltet. Wo ich als Schreiner bei meinem Gesellenstück ein Sideboard baute, musste ich dem Holz für die Schublade Gewalt antun, um die Ecken zu verzinken. Da wurde gesägt und mit dem Stechbeutel die Stücke herausgeschlagen, um eine stabile Verbindung zu schaffen. Bei allen harten Eingriffen entstand ein bildschönes Möbelstück aus Carolina-Kiefer, das bis zum Brand mein Zimmer zierte.

Weil Gott mein Gott ist, schafft er an mir das gute Werk. Er vollendet seinen Traum mit mir und dafür gibt er alles. Warum sollten wir ihn darüber, dass er seine Arbeit macht anklagen? Weshalb wollen wir Böses darin sehen, wo er das Gute herausschälen will?

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Sei kein Strohdrescher

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ein Herz für Farbe

hüten wir uns davor Stroh zu dreschen.

„Ein Prophet der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?, spricht der Herr.“
Jer.23, 28

Wir stehen vor einer harten Gegenüberstellenung. Träume gegen Wort und Stroh gegen Weizen. Der Mensch ist immer unterschiedlichsten Ideologien ausgesetzt. Die unterschiedlichsten Wahrheiten kämpfen um ihren Führungsanspruch. Die verschiedensten Geister, wollen unseren Geist bestimmen. Es geht um die Ortsbestimmung für die Glaubenden. Wer das Wort Gottes hat, der bleibe an diesem Wort. Dieses Wort ist Vollwertkost für das Leben. Es ist unverrückbare Wahrheit, die alles Lebenszusammenhänge einbettet und aufschlüsselt. Dieses Wort ist  Christus und der Weg in die menschliche Freiheit. Es ist Gottes höchster Lebensplan für unser gelingendes Leben. Es ist Weizen satt.

Wo uns dieses Wort erschlossen ist, gibt es keinen Grund, sich mit anderen Wahrheiten auseinanderzusetzten. Wir haben zu unterscheiden aber nicht zu bekämpfen. Wer Mitmenschlichkeit predigt, soll Mitmenschlichkeit predigen. Sie sollen alle ihre Träume ablassen und ihr Stroh dreschen. Sie sollen den Menschen ihre Sicht von der Zukunft aufmalen, doch wir stellen das Wort dagegen. Unser Auftrag ist, das Wort in seiner ganzen Dynamik zu entfalten. Im Glauben an Christus, den Geist der Auferstehung in diese Welt zu tragen. Wo das Wort seine Macht entfaltet, werden Träume entlarft. Wo Weizen gesät wird, werden Strohdrescher zu Armutsaposteln.

Hüten wir uns selbst davor, anderes Saatgut in den Weizen zu mischen und menschliche Träume mit dem Wort durcheinanderzubringen. Prüfen wir uns selbst, ob uns das reine, wahre Wort bestimmt, oder ein anderer Geist mitbestimmen will. Wir haben mit dem Wort die beste Autorität und die gehaltvollste Nahrung.

Wo haben sich bei uns Traumwahrheiten eingeschlichen und dreschen unsere Worte Stroh?