Die Zunge macht hell

wenn wir einmal beobachten was unser Mund den ganzen Tag so ablässt, kann einem schwindelig werden.
„Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen.“

Ps. 35, 28
Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Was die Zunge von sich gibt, sind die Dinge die im inneren bewegen. Wenn jemand von Gerechtigkeit redet, muss Gott zuvor gewaltiges ins rechte Licht gesetzt haben. Gerecht ist der Ausgleich eines Missverhältnisses. Da wurde etwas, was entgleist war, wieder auf Kurs gebracht. Unrecht wurde aus der Welt geschafft. Da wurden wieder geordnete Verhältnisse geschaffen. Gerecht ist der Neuanfang nach dem Unglück. Hier hat ein Mensch die Christus Gegenwart erlebt. Hier blieb jemand nicht im Unheil stecken. Da hat Gott das tägliche Drama umgewandelt. Gerechtigkeit ist der Sonnenaufgang über einem Nacht gewordenen Leben.
Diese Strahlen leuchten aus dem Mund. Da hat die Zunge keinen Grund mehr, den ganzen Tag von Dramen und Katastrophen zu erzählen. Da hat das beschwerte Herz eine neue Schwingung bekommen, da verwandelt sich der Schmerzkörper. Die Zunge findet neue Töne und Worte. Da atmet der Mund eine neue Frische. Da verschwindet der übel riechende Sound, der sonst die Lippen verlies. Es wird heller Tag, wenn diese Zunge redet. Da entsteht Gesang und Lob. Wenn dieser Mund sich öffnet, geht gleichzeitig der Himmel auf. Was die Zunge redet zeigt immer, in wie weit die Sonne der Gerechtigkeit innen drin aufgegangen ist.
Was soll unsere Zunge heute von sich geben?

Werbeanzeigen

Raus aus dem Schattendasein 

ein Haus gehört mir, wenn die Eigentumsverhältnisse geklärt sind.
„Der Herr hat uns gemacht uns nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.“

Ps 100, 3
Mein Bauch gehört mir! Das war vor Jahren ein großes Thema der Frauenrechtsbewegung. Sollte ausdrücken, ich entscheide, ob ich meine Schwangerschaft austrage oder abtreibe. Ein verantwortungsloser, egozentrischer Irrtum. Leben steht in Zusammenhängen, da sind manche Eingriffe des Menschen pure Anmaßung.
Was Gott schafft, ist von ihm aus der Taufe gehoben. Gott schöpft Leben. Menschen können dazwischenfunken und manipulieren, aber der eigentliche Lebensimpuls kommt von außerhalb. Gottes Ja entscheidet über Sein oder Nichtsein. Wir sind nicht nur der Wunsch unserer Eltern, sondern ein Traum Gottes. Mit uns will Gott seinen Garten schmücken und die Welt zum Blühen bringen. Wir gehören zu einem Architekturkonzept, das alles in den Schatten stellt. Der Schöpfer plant mit uns ein Weltwunder. Über unserem Dasein liegen Gedanken, die nichts mit Spießbürgertum zu tun haben. Wir sind für die Genialität Gottes gemacht. Ein Leben, das sich nur selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden abspielt, ist eine krankhafte Verkrüppelung. Wir sind Herrlichkeit, etwas von dem Lichtglanz, den Gott auf seine Schöpfung gelegt hat. Wir sind Spiegelbild des Allerhöchsten.
Was passiert, wenn ein Ziegelstein bestimmt, wie das Haus werden soll, für das er gedacht ist?  Wir sind oft stolz auf unser Ziegelsteindasein und legen uns mit dem Architekten an.  Wo wir mit einem Ziegelsteinhorizont das Leben gestalten, kann das nur in die Hose gehen. Wir bleiben weit unter den Verhältnissen, für die wir eigentlich gedacht sind. Wenn die Eigentumsverhältnisse unseres Leben geklärt sind, kann unser Leben zu einem Meisterwerk werden. Wo Gott für uns ein Schattendasein führt, wird auch unser Leben im Schatten bleiben.
Es ist das beste, was uns passieren kann, dass wir sein Volk sind und wir aus ihm und für ihn gemacht sind. Damit erhält unser Dasein seinen Glanz und wird zu einem Lobgesang.

Sollten sich da nicht unsere stolzen Wellen legen?

Leuchtender Dauerbrenner 

Schwarzseher können nicht hoffen.
„Du, Herr, bist meine Leuchte; der Herr macht meine Finsternis licht.“

2. Sam. 22, 29
Finsternis ist in der Bibel immer das abgeschnitten sein von Gott. Dabei sind die Menschen darauf angelegt nach Licht und Glanz zu streben. Sie sind wie die Fliegen, die in der Nacht vom Licht angezogen werden. Wir entdecken ständig wie lichthungrig wir sind, weil so vieles um uns Nacht ist. Es gibt so viele Situationen, die völlig ohne Glanz sind, Augenblicke in denen uns die Nacht auffressen will. Es ist wie in einem Tunnel, wo alles schwarz ist und ein Ende mit  dem erhofften Licht nicht in in Sicht ist. Finsternis sind die Momente in denen alles hoffnungslos scheint. Finsternis kann auch sein, wo wir mit vollem Eifer einem Irrtum nachlaufen. Wie Paulus vor Damaskus, der aus einem Verfolger zum Nachfolger wird. Für ihn war Finsternis sein Verfolgungswahn. Aus diesem Schwarzsehen und diesem Irrtum, kann kein Mensch aus sich heraus flüchten. Da braucht es die Erkenntnis, wenn es hell werden soll, geht das nicht aus mir heraus.
Finsternis kann nur Gott durchbrechen. Die Nacht wir hell, wenn man ein Licht anmacht. Gott hat Christus angemacht. Für meine verzweifelten Situationen gibt es einen Finsterniskiller. Wo alle mein Verusche ins Leere gelaufen sind, wo ich an menschlichen Grenzen auflaufe, reißt mich Christus raus. Dort wo in mir nichts mehr leuchtet, wo ich unter dem Zustand leide, dass Gott so weit weg ist, ist Christus der Lichtpunkt. An ihm entscheidet sich, ob wir wieder zum strahlen kommen. Das was wir aus uns heraus nie schaffen werden, dass wir ein leuchtender Dauerbrenner sind, das haben wir in ihm. 
Wo es bei uns finster ist, gibt es nur die eine Frage, holen wir uns Licht von diesem Licht?