Bollwerk gegen Angst 

Mit innerem Frieden, können uns die Turbulenzen unserer Tage nicht aus der Bahn werfen.
Die Angst meines Herzen ist groß; führe mich aus meinen Nöten!“

Ps. 25, 17



Zwei Gegenpole, diese sich gegenüberstehen; Angst und herausführen. Der Mensch an seinen Grenzen und Gott in seiner Macht. Beides, nicht zu leugnende Tatsachen. Angst ist ein unüberschaubarer Schrecken, eine erdrückende Größe, über der es noch eine höhere Größe gibt. Im Herausführen widersetzt sich Gott, all dem, was Menschen zu schaffen macht. Herausführen durchbricht die Gewalt der Erniedrigung und des klein gehalten Werdens. Wo Gott aus der Not führt, verliert die Übermacht des „Sterben Müssens“ seine Endgültigkeit. Die Summe aller Angst, ist die Angst vor dem Tod, vor dem, dass wir diesen Schrecken nicht überleben werden. Gott ist gegen den Urgrund der Angst angetreten. Wo er herausführt, schafft er den aufgescheuchten Seelen Frieden. Mit Christus überwindet er die Angst. Christus sagt: In der Welt habt ihr Angst, aber ich habe die Welt überwunden. In ihm liegt das Herausführen und überwinden. Der nackten Angst, ist das auferstandene Leben gegenüber gesetzt. Der einen Größe, wird durch die andere Größe die erdrückende Macht genommen.
Diese Macht steht allen Verlust- und Versagensängsten gegenüber. Beängstigende, lebensbedrohliche Situationen gehen nicht mehr den Weg der Verzweiflung, weil Frieden stärker ist als Angst. Zukunftsängste liegen in den Christus-Händen, der für uns das übernommen hat, was sowieso nicht in unserer Macht steht. Mit Christus haben wir ein Bollwerk gegen die Angst, weil er uns in jeder Lage als der Richtige begegnet. Er ist Herr und Bruder, er ist ein Freund und Tröster, er ist Schutz und Erlöser. Da ist die rechte Macht zur rechten Zeit. So sind wir sicher Geführte, in allen Turbulenzen unserer Tage. Wir können stehen, auch wenn der Gegenwind ins Gesicht bläst. Die Not kann uns dadurch keinen Schrecken mehr einjagen. 
Wenn einer da ist, der aus der Not herausführt, was will uns da noch Angst machen?  

Advertisements

Der Glaube trotzt

Der Glaube glaubt sich gegen allen Anschein durch.
Ich selbst will, spricht der Herr, eine feurige Mauer rings um Jerusalem her sein.“

Sach. 2, 9

Jerusalem ist eine stark umkämpfte Stadt zwischen Eroberung, fallen und wieder aufgebaut werden. Sie war immer schon das Sinnbild für den Glaubenden, der täglich in den Auseinandersetzungen mit dem Bösen steht. Da hinein fällt das Wort mit der feurigen Mauer. Zwei Gegensätze, die scheinbar nicht extremer zueinander stehen können. Gott, der unüberwindbare, undurchdringliche Schutz und dennoch der mehrfache Niedergang der Stadt. Quasi wie im richtigen Leben, wo man unter dem Eindruck steht, soviel Elend, wo bleibt da der bewahrende Gott. Doch die Zusage und Macht die in diesem Wort liegt ist nicht zu toppen. Gott steht allen Widerständen zum Trotz für den Erhalt Jerusalems. Sooft die Mauern auch einstürzen werden, diese feurige Mauer macht die Stadt uneinnehmbar. Die Herrschaft Gottes gegen das Böse ist unantastbar. Jeder der sich an Gottes Eigentum vergreifen will, wird sich früher oder später die Finger verbrennen. Jesus selbst sagt: „Die Pforten der Hölle sollen meine Gemeinde nicht überwältigen.“ Trotz Anfeindung und Sterben, wird das Leben bleiben. Trotz Nacht und Zerstörung, siegt die Befreiung. Trotz allem was passiert, baut Gott sein Reich und seine Gemeinde. Das was in Gottes Händen liegt, trägt das Siegel: unüberwindbar.
Somit ist Glaube immer ein Trotzdem-Glaube. Mit dieser Zusage kann er sich gegen allen Anschein durchglauben. Er glaubt, auch wenn alles dagegen spricht. Er hofft, wo es nichts zu hoffen gibt. Glaube ist ein, durch allen Widerstand unbeirrt festbleiben. Dort wo alles unter den Lasten ermüdet und die Flügel hängen lassen will, trotz der Glaube, weil er unter dem Kreuz immer die Auferstehung sieht. Die feurige Mauer ist genau für die Antriebslosen und schwach Gewordenen. Die feurige Mauer ist der Posaunenstoß, des Aufbruchs, allen Widerständen zum Trotz.
Was wäre das für ein Glaube, der nicht gerade in den dunkelsten Stunden, der Antrieb zum Weitermachen ist? 

Zum Frieden geschaffen

Es ist ein halbes Himmelreich, wo Frieden herrscht.
„Mein Volk wird in friedlichen Auen wohnen, in sicheren Wohnungen.“

Jes. 32,18
Welch ein Bild von tiefer innerer und äußerer Ruhe. Die zu Gott gehören werden einen Zustand erleben, den es eigentlich in dieser Welt nicht gibt. Friedliche Auen und sichere Wohnungen finden wir selbst in unserem Land nicht mehr, bei der gestiegenen Terrorgefahr. Wenn wir über unsere Grenzen hinausschauen, sitzen wir weltpolitisch auf einem Pulverfass. Wenn Jesaja dem Volk, das immer wieder vertrieben wurde und in kriegerische Auseinandersetzungen gestellt war, solch ein Bild aufzeichnet, geht es ihm keinesfalls nur um Waffenruhe. Frieden kommt nicht von Menschen, Frieden kann nur von Gott kommen. Frieden und Sicherheit ist kein äußerlicher Zustand, sondern ein Ereignis, das der Mensch in Gott findet. Unfrieden entsteht in unruhigen Herzen. Wo ein Mensch in Gott zur Ruhe kommt, kann Frieden von ihm ausgehen. 
Vor ein paar Tagen schrieb mit eine Webdesignerin mit der wir zusammenarbeiten, ich arbeite ständig mit Webentwicklern an Onlineprojekten. Bei diesen Herrschaften gehe es nur um schnell, viel und große Geschäfte, da tut es richtig gut mit den Blumenmönchen zu arbeiten, von denen soviel Ruhe ausginge und bei denen es nicht nur ums Geld ginge.
Mit fliedlichen Auen wirft Jesaja dem aufgescheuchten Gottesvolk den Christus zu. Damit wird Gott eurer gebeutelten Seele Ruhe verschaffen. Mit Christus entsteht für  aufgebrachte Menschen eine sichere Wohnung. Somit ist der Unfriede nicht aus der Welt, doch den Glaubenden ist eine Friedenszelle geschaffen. Wo wir in dieser Welt leben, haben wir uns mit dem Chaos der Menschen auseinanderzusetzten, doch in Christus können wir mittendrin Frieden finden. Da ist der Glaubende nicht mehr der Gehetzte und Getriebene, sondern ruht in sich, in allem äußeren Druck. In Christus zur Ruhe zu kommen ist der Friede, nach dem sich der Mensch in der Tiefe sehnt. Wer in diesen friedlichen Auen wohnt, wird zum Friedensstifter für die Menschen, von ihm geht eine Ruhe aus.
Wo suchen wir unsere Ruhe, wenn das Leben uns hetzt und treibt?
Gott segne euch an diesem Sonntag. 

Friede sei mit euch!

Ein Schild sagt: Stopp

Zum Glück kommt da manchmal etwas dazwischen.
„Der Herr ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.“

Ps. 18, 31
Egal ob Blech oder Kunsstoff, ein Schild hält etwas ab. Bei der Polizei heute noch im Einsatz, bei den Soldaten früher. Ein Schild ist ein Puffer zwischen dem Polizisten und dem angreifenden Demonstranten. Zwischen einer schädigenden Waffe und der bedrohten Person ist ein Stopp-Schild. Der Angriff zerschellt am Blech. Ein klasse Bild für Schutz.
Gott ist Schild. Vor dem Leben steht eine Abwehr. Da darf nicht alles durch.  Der Stürmer wird abgebremst, sein Spiel blockiert. Angriffen, Anfeindungen, Stürmen ist niemand hilflos ausgeliefert. Dem Angreifer kommt etwas dazwischen. Gott bewahrt vor dem Bösen. Er zerbricht durch Christus selbst an den scharfen Waffen, damit wir am Leben bleiben. Der Schutz Gottes kommt dem Übel zuvor. Darin liegt die ganze Macht des Evangeliums, das sich gegen das Sterben stellt. Der Schwächung, der Zerstörung kommt etwas dazwischen. Wenn sich Gott in dieser Weise des Lebens annimmt, kann ein Dietrich Bonhoeffer aufrechten Schrittes dem Galgen entgegenlaufen.

Bei diesem Schild bleibt etwas unzerstörbar, auch wenn Stürme dem irdischen Leben zusetzen.
Dieses Schild ist immer da, entfaltet seine Wirkung jedoch im Vertrauen. Gott schenkt uns diesen Glauben, dass sein Schutz dazwischen geht, doch diesen müssen wir annehmen. Diese Abwehr greift nicht durch irgendeine Aktivität, sondern allein im anvertrauen.
Führen wir da nicht oft einen vergeblichen Kampf, weil wir nicht glauben, dass ein Schild dazwischen geht?

Der Schirm trennt vom Unwetter 

der Schirm des Höchsten übersteigt was menschlich machbar ist.
„Der Herr sprach: Ich will diese Stadt beschirmen, dass ich sie errette um meinetwillen.“

2. Könige 19, 34
Auch glaubensstarke Könige kommen ins Wanken, wenn entsprechende Krisen kommen. Der gottesfürchtige König Hiskia war unheilbar krank, als er vom Propheten dieses Wort erhielt. Wie durch ein Wunder waren ihm noch einige Jahre geschenkt.
Wo Gott „will“, geht Unmögliches. Unter dem Schirm des Höchsten, verändern sich Naturgesetze. Wer ihm vertraut, erfährt einen Schutz, den kein Mensch bieten kann. Wo Gott beschirmt, bekommt es das Unheil schwer. Gott verwirklicht sich im Unglück. Er offenbart sich im Leben der Geschlagenen. Wo Menschen an ihre Grenzen kommen, erfahren sie Errettung. Der Glaube ist das Wechselspiel, wo sich Gottes „ich will“ am Menschen vollzieht. Das Vertrauen lockt die Handlungen Gottes an. Gott sucht bei den Seinen den Glauben, dass sich sein ganzer Schutz an ihnen entladen kann.
Die ausweglose Situation in Verbindung mit Glauben, spannt den Schirm des Höchsten über uns auf. Gott will seine Macht an denen entfalten, die gegen alle Widerstände ihm vertrauen. Es ist immer mehr möglich, für den der glaubt. Wer beschirmt ist, wird im Unwetter nicht untergehen.
Wo lassen unsere Zweifel diesen Schirm im Ständer?
Habt einen gesegneten Sonntag. 

Außer Lebensgefahr 

wir sind bedrängt, aber nicht in die Enge getrieben.
„Du bist mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mit hilfst vor Gewalt.“

2. Sam. 22, 3
Leben ist immer lebensgefährlich. Da stürzen Häuser ein, da fliegen die Raketen, da fallen Beleidigungen und Schuldzuweisungen und da kreisen Gedanken, die uns die Lichter ausgehen lassen. Bedrohungen von innen und außen. Volle Krankenhäuser zeigen, dass Leben krank macht. Ständig stehen wir unter Einflüssen, die unser Dasein beschädigen wollen. Ständig sind da Dinge, die an uns nagen und das Leben schwer machen. Wir stehen dauernd in der Gefahr, dass uns das Leben unter den Händen zerbricht. Leben braucht Schutz und braucht Heilung.
Den besten Schutz finden wir bei Gott. Da alle Bedrohung des Lebens aus dem „ohne Gott sein“ kommt, kann Zuflucht nur im „mit Gott sein“ liegen. Was Leben aus den Angeln hebt, findet seine Wiedergutmachung in Christus. Er nimmt dem Leben das Bedrohliche und macht es sicher. Er ist Gottes Faustschlag gegen das Böse. In Christus ist alles da, dass ein Gefallener aufstehen kann, ein Ratloser nicht verzweifelt und ein Verfolgter nicht verlassen ist. Durch Christus bestimmen uns nicht die äußeren Einflüsse und all die widrigen Umstände, sondern herrscht eine lebensschaffende Gegengewalt.
Das Leben kann unter allen Umständen gelingen, es ist genügend Schutz und Zuflucht da. Es reicht jedoch nicht, dass wir das wissen und zur Kenntnis nehmen, sondern wenn die Pfeile fliegen muss ich diesen Schutz aufsuchen. Wenn das Unheil zuschlägt, dann habe ich den Heiland. Es hilft überhaupt nichts, wenn wir dem Gewitter über unserem Leben die Schuld geben. Was uns alleine hilft ist, wenn wir uns dafür verantwortlich sehen, die Hilfe und den Schutz aufzusuchen. Wir werden zu Boden geworfen, aber wir werden nicht am Boden zerstört.
Haben wir da nicht Grund genug, unser Leben durchzugehen und zu sehen, wo wir diese starke Zuflucht noch viel stärker in Anspruch nehmen können?
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

Seciurity im Dreiklang

image

bei Gott stehen wir nicht im Regen.

„Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“
Ps. 91, 11-12

Ein traumhafter Dreiklang von göttlicher Zuneigung. Wir sind eingehüllt in Schutz und Erbarmen. Wir sind von Engelsdiensten umgeben. Da ist eine ganze Armee aktiv, um das von Gott Geschaffene, zu erhalten und durchzubringen. Gott hat uns nicht nur ins Leben gerufen, sondern setzt seinen ganzen Hofstaat dafür ein, dieses Leben nicht fremden Mächten preiszugeben. Das auf der Hut sein, steht als Befehl an seine Engel, über unserem Dasein. Gottes Beistand lässt sich nicht abschütteln. Gottes Fürsorge ist absolut. Es ist seine Garantie, dass wir nicht aus ihm herausfallen können. Das ist ein Seciurity -Vertrag aus der anderen Welt. Gott umschließt uns, wie seinen Augapfel. Das wünscht sich doch jede Braut, dass sie nach ihrer Hochzeit von ihrem Liebsten auf Händen getragen wird.

Getragen sind die Schwachen, behütet die, die in Gefahr stehen. Wo Widerstand und Hindernisse sind, sollen wir daran nicht zerbrechen. Genau da beginnt Glaube. In der Not, in Schwierigkeiten, in Schwachheit, geht der Blick vom Elend auf den mächtigen Erbarmer. Es gibt für uns keine Ausrede mehr, dass wir dem Schicksal Ausgelieferte sind. Bei solch einer Zusage ist Gott immer größer als die Not, oder die herausfordernde Aufgabe, die auf uns wartet. Wir haben nichts zu beklagen, wir brauchen vor nichts uns niemand zurückschrecken, wir sind auf Händen getragen. Dieses Bild müssen wir für unsere Krisen regelrecht in uns einbrennen. Christus hat seine Hände über und unter uns.

Welche Herausforderung und Aufgabe, sollte mächtiger sein als solch ein Beistand?

Die wundersamen Alten sind wertvoll

image

das Alter steht bei Gott unter einem besonderen Segen und Schutz.

„Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren.“
3. Mose 19, 32

Das Gebot der Nächstenliebe bekommt hier eine besondere Qualität. Die Alten, die in unserer Gesellschaft oft zu einem Problemfall geworden sind, haben in der Bibel ihren eigenen Wert. Sie betrachtet die Menschen hohen Alters, als die von Gott Gesegneten. Ein Leben lang hat Gott an ihnen seine Spuren hinterlassen. Sie sind die mit der Weisheit Gottes Angefüllten. An ihnen hat sich Gott reichlich offenbart. Die andere Seite ist die Schwachheit ihres abnehmenden Lebens. Gott schützt sie vor Ausgrenzung, wo die Alten uns schnell zur Last werden. Seine Fürsorge gilt den Gebrechlichen. Die, die Gott ein Leben lang durchgebracht hat, lässt er bis zum Schluss nicht hängen. Es selbst legt seine Hand auf das graue Haupt und überträgt uns dafür die Verantwortung.

Nächstenliebe ist die Hochachtung vor dem Leben, das in Gott verankert ist. Es ist die Wertschätzung, auch des alt gewordenen Lebens, im dem noch mehr die Güte Gottes offenbar wird. Wir können das, worauf Gott sein Augenmerk legt, nicht mit Verachtung strafen, nur weil es uns unbequem wird. Gerade dort, wo uns die altgewordenen Menschen zur Belastung werden, das Miteinander ungemütlich ist, gilt uns die Aufgabe der Achtung und Liebe. Genau dort, wo in einem alt gewordenen Leben die Verwirrung beginnt, muss unsere Zuneigung umso stärker sein. Auch dort wo das Alter wunderlich wird, ist das kein Grund, es zum alten Eisen zu werfen. Der Wert des Menschen bleibt, auch wenn er selbst seine Werte nicht mehr unter Kontrolle hat.

Wie gelingt uns das Aufstehen vor einem grauen Haupt, wenn das organische Miteinander nicht mehr so funktioniert, wie es einmal war?

Sonnengesang gegen Sorgen

image

warum sollten wir uns sorgen?

„Gott der Herr ist Sonne und Schild.“
Ps. 84, 12

Es war einmal eine Regierung, die gab die Parole aus: Ohne Gott und Sonnenschein, bringen wir die Ernte ein.
Wenn wir schon sagen wollen ohne Gott, dann jedoch nie ohne Sonnenschein, das ist nicht nur biologisch unterbelichtet gewesen. Sonne ist Leben. Sonne ist die geballte Ladung Energie, die alles Leben aus der Reserve lockt. Selbst die Menschen brauchen die Sonne, damit ihr Gemüt nicht wie in dem lang anhaltenden trüben Frühjahr absäuft. Der Herr wird als dieser Energieball beschrieben. Wo Menschen von dieser Sonne berührt werden, ist Leben nicht mehr aufzuhalten. Da steckt ein komplettes „Hallo-Wach-Programm“ drin. Mensch und Sonne ist vorprogramiertes Blühen. Unter dieser Sonne wacht jede Blume wieder auf. Unter Gott sind die Lebensbedingungen auf Gedeihen angelegt. Was er werden lässt, steht unter seiner besonderen Fürsorge. Wenn er ein kleines Bäumchen pflanzt, kommt gleich ein Wildzaun herum, gegen Kahlfraß. Gott umhegt das Werdende und Entstehende.

Diesen lebenserhaltenden Gott können wir uns nicht stark genug in unser Bewusstsein brennen. Unser Lob und unsere Dankbarkeit darüber überwindet alle Angst. Das sind unsere Kampfmittel gegen die Nacht und Schutzlosigkeit. Nicht Mut ist das Gegenteil von Angst und Sorge, sondern Dankbarkeit. Auch der Mutige hat Angst, jedoch der Dankbare lässt die Angst verblassen. In Gott sind wir umsorgt. Wir können nicht aus dieser Sonne herausfallen. Mit diesem Wissen, kann der Glaubende der Nacht begegnen. Sein Sonnengesang überlagert alle Sorgen.

Was ist der Grund, all unserer Ängste? Für was müssen wir selber sorgen? Was hält unser Lob im Schweren zurück?

Ein lohnender Frühsport

image

unser Morgenritual entscheidet, wie unser Tag verläuft.

„Ich will des Morgens rühmen deine Güte; denn du bist mir Schutz und Zuflucht in meiner Not.“
Ps. 59, 17

Wie sieht unser Morgen aus? Rühmen wir die Güte oder quälen uns die Schrecken der Nacht?

Wir stehen ständig in der Gefahr, auf das Belastende zu schauen. Schon gleich nach dem Aufstehen beklagen wir eine schlechte Nacht, in der wir wenig geschlafen haben. Wir bangen uns vor dem neuen Tag, weil wir die Lasten von gestern in das heute „herübergerettet“ haben. Wir sehen die Schmerzen und die schwiergen Aufgaben auf uns zukommen und starten schon völlig gerädert in den neuen Tag. Wir sind die, von unserer Not Geprägten.

Die Antwort darauf heißt: FLUCHT! Du bist Zuflucht in meiner Not. Wir beginnen jeden Morgen mit flüchten. Nach der Nacht geht es nicht weiter mit der Nacht in den Tag, sondern mit der Flucht in seine Güte. Der Morgen ist als aller erstes ein „bewusst machen“ der Handlungen Gottes. Wir machen uns erst einmal „selbst bewusst“, Stopp, bei allem, was mich am Anfang dieses neuen Tages bestimmen soll, ist nicht meine Not, sondern das Gute von Gott. Und das beinhaltet sein vollkommenes Heil und Ja zum Leben. Wenn der Morgen kommt, flüchten wir als erstes an das Grab der Auferstehung. Wenn wir da in die Nacht des Grabes hineinschauen, begegnet uns das Licht. Wir fliehen zu Christus dem Erlöser, in jeder Not und gleich nach dem Aufstehen. In der Flucht zur Güte, verlassen wir unser Unvermögen und überlassen uns dem mächtigen Handeln des Herrn. Die Flucht zur Güte, soll unser unveräußerliches Morgenritual werden. Dahinter soll unsere ganze Leidenschaft liegen. Von ganzem Herzen sollen wir zu solchen Flüchtlingen werden, die in der Not, nur noch die Güte des Herrn rühmen.

Ist das nicht die lohnenste Aufgabe, mit solch einem Frühsport zu beginnen?