In die Sonne springen 

erst wo wir zutiefst über uns erschrecken, wächst die Sehnsucht nach Umkehr.
„Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“

Ps. 51, 12
David, der fromme König, bereut in Sack und Asche. In der Konfrontation mit dem Propheten Natan, muss er seine kriminelle Energie erkennen. Vorsätzlicher Mord, nur um eine Frau heranzukommen. Er ist schockiert, von seinen eigenen Abgründen. Im Angesicht Gottes erkennt er einen tiefen Schaden. Vor Gott erkennt er sich selbst.
Wer Gott erkennt, entdeckt sich in seinem abgründigen Potenzial zum Bösen. Auch der fromme Mensch kann da nicht großzügig darüber hinwegsehen, dass hier gewaltige Portionen Hass und Eigensinnigkeiten in einem liegen. Wie schnell sind wir bereit, andere zu verletzen, zu demütigen oder uns zu übervorteilen. Wir müssen uns von dem Gedanken lösen, hier sind nur kleine Fehler in unserer Entwicklungsstufe, die ich Stück um Stück verbessern und ausmerzen muss. Unser christliches Menschenbild zeigt die Gefahr von Mord und Todschlag, wo der Mensch nicht im Einklang mit Gott steht. Menschseiin in sich ist unrein. Da sind die Herzen und Gedanken zu allem fähig. Diese Erkenntnis erhalten wir am Herzen Gottes. Hier fängt ein Mensch an, unter seinem Hang zur Gottlosigkeit zu leiden. Vor ihm erkennen wir, wie abhängig wir von dem Reinen sind. Reinheit aus uns heraus geht nicht, es braucht den ständig Reinigenden und Erneuernden. 
David ringt um diese Erneuerung, er ringt um das beständige Stehen in Gott. Erneuerung ist keine Fehlerkorrektur, sondern die Rückkehr ins Vaterhaus. Es ist die tiefe Einsicht, ohne den Vater lande ich am Schweinetrog. Oder positiv ausgedrückt wie es Luther sagt: Wer Buße tut ist wie einer, der aus einem finsteren Loch in die Sonne springt.
Erschrecken wir noch über unsere kriminelle Energie, die uns Gott ganz an den Hals werfen will?

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