Ruckzuck sauber

Ratz fatz ist die Platte geputzt.
„Ich will die Sünde des Landes wegnehmen an einem einzigen Tag.“

Sach. 3, 9
Gott räumt den Dreck weg. Wo die Sünde weg ist, ist die Ungerechtigkeit aus der Welt. Da ist alles weg, was von Gott und dem Leben trennt. Da herrschen saubere Verhältnisse. Wir kennen die Aktion „saubere Stadt“, bei der oft Schüler einen Tag lang die Straßenränder säuberten.
Wenn Gott an einem einzigen Tag die Sünde aufräumt, dann ist das für Gottes Zeitrechnung ein Klacks. Wenn für ihn tausend Jahre wie der gestrige Tag sind, dann ist ein einziger Tag ein winziges Aufblitzen. Blitzartig ist das Unrecht fort und Leben da. Mit Christus ist eine schlagartige Änderung möglich. Von jetzt auf sofort sind wir vor Gott gerecht gemacht. Ratz fatz sind Altlasten weg. Diese Befreiung, dieses Aufatmen wirkt sofort. Mit Schuld fertig zu werden, ist für Christus kein lang dahin schleichender Prozess. Weg ist weg. Kein Nachtragen, kein langwieriges Ausheilen, kein mühsames Vertrauen, das wieder aufgebaut werden muss.
Der von Christus befreite Mensch, kann unbefangen in Grechtigkeit leben. Er lebt als der gerecht Gemachte in einer sündhaften Welt. Von ihm gehen die sauberen Verhältnisse aus, die er in die sterbende Menschheit hineinbringt. Damit wird die Verantwortung wahrgenommen, die wir in der Welt haben. Wir greifen wie Bonhoeffer dem Rad in die Speichen. Da kann man nicht mehr mit der Ungerechtigkeit der Menschen leben. Da geschieht Erneuerung in allem Alten. Das durchzieht unsere Familien und Gemeinschaften, das durchdringt Gesellschaft und Politik. Wem die Lasten abgenommen sind, der kann eine gebeutelte Menschheit aufrichten. Die gerecht Gemachten tragen das Recht, das Richtige und Gute in alles Unrecht.
Leben wir als die Befreiten in unserem Umfeld, oder tragen wir noch an den eigenen Lasten?

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Es wird heller,  wenn ich rede

Kommen aus uns geerdete Worte?
„Nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit.“

Ps. 119, 43
Ein starkes Image; das Wort der Wahrheit. Mit diesem Wort ist Dreh- und Angelpunkt der Existenz definiert. Hier wird Christus ins Zentrum dieser Welt gerückt. Wahrheit ist die letztgültige Maxime, von der alles ausgeht, in der alles ruht. Wahrheit offenbart die Beziehung zwischen Gott und Mensch. Wahrheit ist die Grundrechenart, auf die alle Berechnungen des Lebens aufgebaut sind. Wenn man alle Fäden der Wahrheit zurückverfolgt, landet man am Herzen Gottes. Von ihm geht aus was wahr, gerecht und richtig ist. Die Wahrheit ist an der Liebe Gottes geeicht. 
Die Worte der Wahrheit, sind die vertonte Gerechtigkeit. Daraus erklingen die Werte, die Gott für das Leben festgelegt hat. Sie sprudeln als lebendige Quelle, die dürres Land wiederbelebt. Diese Worte sind der Regen in einem heißen Sommer. Diese Worte sind das Navi für die Wegsucher. Diese Worte kommen aus dem Herz des Guten, um damit alles Chaos zu ordnen.
Diese Worte sind mit Sorge an meinen Mund geknüpft. Unser Mund steht dafür wie unser Herz tickt. Wenn jemand den Mund öffnet, erkennen wir, welch Geistes Kind er ist. Der Mund, das was wir von uns geben, offenbart was wir lieben, was uns treibt, was wir verachten, wo wir falsche Einsichten verfolgen. Daher die Sorge mit der Bitte, dass das Wort der Wahrheit, immer in mir wohne. Es soll das Zentrum meiner Persönlichkeit sein. Ich wäre schief gewickelt, wenn aus meinem Mund etwas anderes käme. 
Wenn in diese Welt, in unsere Beziehungen und Handlungen die Wahrheit einziehen soll, geschieht das durch einen geheiligten Mund. Wir müssen uns ertappen, wo wir Wahrheiten verbiegen, um selbst zu unserem Recht zu kommen. Als Glaubende sind wir Haushalter über Gottes Geheimnisse. Unsere ganze Person steht für die Worte der Wahrheit.
Lässt sich an unseren Mund erkennen, dass wir am Herzen Gottes zuhause sind?

Unrecht braucht Sühne 

jedes Unrecht schreit nach Versöhnung.
„Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles was verborgen ist, es sei gut oder böse.“

Pred. 12, 14
Wir tun uns immer etwas schwer, wo es um Gericht geht. Diese Aussage hat das Christentum oft zu einem moralischen Polizeistaat gemacht. Vieles ist darin verboten und übrigens ist das Leben eh viel zu ernst, als dass es da viel zu lachen gäbe. Manch eine Gerichtsauffassung der Frommen schwebt wie ein drohendes Schwert über unserem Haupt. Gott der unbarmherzige Rächer, der alles,  was aus dem Ruder gelaufen ist in die Pfanne hauen wird.
Ja, Gott ist gerecht. Unrecht kann nicht im Raum stehen bleiben. Wenn wir von jemand verletzt wurden, kann uns das ein Leben lang nachschleichen. Manch einer nimmt die Verletzungen der Eltern, die er in der Kindheit erlebte mit ins Grab. Da war dann ein Leben lang ein gefräßiges Ungeheuer in einem drin, das Leben in seiner eigentlichen Blüte verhindert hat. Auf der anderen Seite kennen wir, welch eine heile Kraft eine Entschuldigung hat. Da fallen nach jahrelang erlittenem Unrecht zentnerschwere Lasten ab. Unrecht kann nicht im Raum stehen, es braucht die Richtigstellung.
Mit dem Gericht schafft Gott wieder Gutes. Der Anfang der Schöpfung wird wieder hergestellt, als alles sehr gut war. Gericht schafft Ausgleich des Defizits. Wo auch ein weltliches Gericht ein gerechtes Urteil spricht, ein Mörder die entsprechende Strafe erhält, können die sich Opfer mit dem Unglück versöhnen. Schuld schreit immer gen Himmel und sucht nach Sühne.
Diese Sühne erfährt der Glaubende in Christus. Gott selbst hat den Ausgleich geschaffen. Gott stellt Unheil richtig. Somit ist das Gericht keine Bedrohung, sondern unsere endgültige Befreiung vom Unrecht. Mit Christus erleben wir das Gericht als Gnade.
Wieviel Glauben wird Christus bei uns finden?
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

Gerecht Gemachte leuchten 

Was ist Wahrheit?
„Der Herr ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb.“

PS. 11, 7
Jeder Staat hat seine Gesetze. Jeder hat festgelegt, was richtig und falsch ist. Ob diese Ordnungen funktionieren, sehen wir, wenn sich zwei Völker gegenüberstehen, die ein unterschiedliches Rechtsverständnis haben. Jeder hat andere Maxime für Gut und Böse. Im Extrem fliegen dann Kranaten. Krieg und Unrecht entsteht, wo es nicht mit „rechten“ Dingen zugeht. Das heißt doch, dass Menschen aus sich heraus keinen Maßstab ausgeben können, für das was richtig ist.
Der Herr ist gerecht. Wie eingemeiselt wird hier ein allgemein gültiger Maßstab in die Erde gepflockt. Wo es um Recht und Unrecht geht brauchen wir keinen James Bond oder einen von allen akzeptierten Weltpräsidenten, sondern einen, in dem Recht und Ordung ruht. Unser Rechtsstaat beruft bisher sich noch auf diese Ordnung, so wahr mir Gott helfe. Da liegt noch etwas von dem Verständnis, das das eigentliche Recht von dem Gerechten ausgeht.
Der Mensch steht im Unrecht, wo er nicht an der Seite Gottes steht. Diese Gespür hatte Pilatus, als er fragte: Was ist Wahrheit? Seine Macht war zuende und er wusste, er kann nicht gerecht handeln. Gerecht werden wir nur, wo wir im Richten stehen. In Christus wird der ungerechte Mensch gerecht. Da gehen in der Welt wieder Lichter an, die durch Unrecht ausgegen sind. Der von Gott gerecht Gemachte, kann Menschen die Wahrheit bringen. Weil der Herr Gerechtigkeit liebt, bleibt unser Dasein nicht im Unrecht stehen. Dort wo die Menschen unter dem Unrecht dieser Welt leiden, hilftt der Glaubende zu neuer Hoffnung.
Wollen wir unter allen Unrecht stöhnen, oder lieber zu einem Licht werden?

Prüfen verringert Schaden 

zum Glück läuten immer wieder die Alarmglocken.

Einen jeden dünkt sein Weg recht; aber der Herr prüft die Herzen.“

Spr.21, 2
Jeder Mensch hat die größte Narrenfreiheit die man sich denken kann. Der heutige Lehrtext sagt es so: Alles ist mir erlaubt. Wir sind hochbegabt und können großartiges leisten. Wir können Weltwunder erschaffen und Krankenhäuser, die leidende Menschen wieder auf die Beine bringen. Wir können uns für den Erhalt der Regenwälder einsetzten und unserem Nächsten tolle Geschenke machen. Doch mit all dem was in uns steckt, sind wir auch in der Lage Unfrieden zu stiften, Menschen mit Worten und Taten zu verletzen und die Welt mit Terror überziehen. Jeder kämpft auf seine Art und Weise und mit seinen Mitteln um das Recht oder recht haben.
In dieser grenzenlosen Freiheit, in der alles möglich ist, braucht der Mensch klare Maßstäbe. Da wo das Gute in mir und das Recht meines Mitmenschen auf dem Spiel steht, müssen alle roten Lampen angehen und die Alarmglocken läuten. Da braucht es ein verbindliches Korrektiv. Der Herr prüft die Herzen. Mit Gott und seinen Wort ufert unsere Freiheit nicht zum Schaden anderer aus. Darin liegt ein haarscharfes Führungsinstrument. In Gott stehen, in dem Guten stehen, lässt im rechten Augenblick das Gewissen schlagen. Wo Gott prüft, wird der Schaden, den wir anrichten können reduziert. Dieses Prüfen wird zum Heil für die Welt. Es ist nicht die Einschränkung der Freiheit, sondern die Rettung vor dem Bösen. Darum ist es für alle gut und das Beste, wenn wir auf das Schagen der Alarmglocken hören.
Wir haben alle Freiheit der Welt; was machen wir damit?

Netzwerke garantieren Überleben 

es muss zusammen wachsen, was zusammen gehört.
„Sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.“

Sach. 8, 8
Netzwerke sind in aller Munde. Kein Geschäft, keine Firma, Gemeinde oder Verein kann alleine überleben. Es braucht Partnerschaften, um am Ball zu bleiben. Jeder Betrieb muss vernetzt sein. Keiner gewinnt alleine. Ein Blumenhaus braucht ein Autohaus, um sich gegenseitig zu ergänzen. Gemeinsam sind wir stark, das ist keine politische Aussage.
Gott und Mensch, Gott und seine Gemeinde sind ein Netzwerk. Es ist der Zusammenschluss der verschiedensten Organe zu einem funktionierenden Leib. Das beste Herz ist ohne Körper ein Stück unbrauchbares Fleisch. Erst das Zusammenspiel mit Lungen und einem Blukreisllauf gibt ihm seinen eigentlichen Wert. Gott sucht diese Verbindung zum Menschen, damit der Mensch seine eigentliche Funktion erhält. Ohne diese unlösbare Einheit ist der Mensch vielleicht nett anzusehen, aber nutzlos. Gottes Gegenwart stellt uns in das Richtige, damit wir zu dem werden, zu dem wir gedacht sind. Aus dem Netzwerk mit Gott auszusteigen ist ein dahinschleichender Selbstmord.
Imdem Gott sich an uns bindet, werden wir, wird Kirche lebendig. Damit wird Ungutes, das nicht Richtige gerecht. Darin liegt die einzige Funktionstüchtigkeit unseres Lebens. Dieses Netzwerk ist unsere Existenz. Damit erüllt sich Gottes Traum mit unserem Leben. In Gottes Unlösbarkeit mit uns, schlägt unser Herz, pulsiert unser Kreislauf. Jeder Atemzug zeigt diese Treue.

Wo wird dieser Traum von unserer Eigenständigkeit und Selbermachen wollen blockiert?

Etwas übergeschnappt wird richtig. :-)

„Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben kannst.“
5. Mose 16, 20
Vom der Umkehrung gedacht, kann man sagen, wer auf das falsche Pferd setzt, kann nicht leben, egal wie stark er sich anstrengt.
Richtig leben, hängt mit richtigen Grundlagen zusammen. Alle guten Ordnungen, alles was tragfähig sein soll, läuft immer wieder auf den Schöpfer zu. Recht kommt von dem Richtigen, von Gott, als der Instanz, die über gut und böse steht. Gott ist der Maßstab, von dem alles Leben aufgeschlüsselt werden kann. Gott selber hat von Anfang an definiert was gut ist und gut war. Von ihm geht das Leitbild für den Menschen aus. Alle von Menschen festgesetzten Leitbilder und Ideologien, dienten nicht der Freiheit des einzelnen, sondern dem Machterhalt der Mächtigen. Leben wurde dann schnell zum Zwang und zur Einengung.
Leben und Recht von Gott sind unzertrennlich. Richtig ist alles, was das Leben fördert und aufbaut. Es sind heilende Worte. Es ist die Befreiung von sich selbst und aller menschlichen Unvollkommenheit. Richtig ist auch, dass Menschen schwach sein dürfen und nicht perfekt sein müssen. Recht ist der, der gerecht macht. Was richtig ist, hängt zutiefst mit Erlösung zusammen, hängt mit Christus zusammen, der im Unvermögen Leben schafft. Richtig ist keine menschliche Leistung, sondern das sich Öffnen für Barmherzigkeit. Richtig ist, wenn wir uns an Gott hingeben, der unser Unrecht umwandelt. Da wird das Leben versöhnt und befruchtet. Da fällt der Ballast und das Leben kann richtig aufatmen. Wo der „Richtige“ ist, spielt das Leben auf vollen Registern.
Das alles sollen wir nicht hören und zur Kenntnis nehmen, auch nicht ausprobieren, nein, wir sollen nachjagen. Jagen geschieht nicht mit halber Lunge, jagen sind 110%. Wir geben alles! Wir halten nichts zurück, wir sind in der vollen Sturm und Drangphase. Wir überschlagen uns in unserem Eifer. Von außen wirkt das wir übergeschnappt; „kann der nicht auch normal gehen?“ Nein, kann er nicht!. Wer Leben in vollen Zügen will, wer Recht und Gerechtigkeit aus Gott will, muss sein ganzes Herz an die Angel hängen. Er muss nichts tun, aber Gott leidenschaftlich um den Hals fallen. Dann lebt in uns der Maßstab, von der die Welt lebt. Damit kommt das was richtig ist zu den Menschen.
Soll nicht unser ganzer Eifer dafür glühen, auf dieses Pferd zu setzen?