Kostbare Perlen

Gottes Reichtum ist für die Habenichtse.

Ich weiß, dass der Herr des Elenden Sache führen und den Armen Recht schaffen wird.“
Ps. 103, 22

Gott stellt unser Wertesystem auf den Kopf. Wo in unserer Welt der Reiche der Gewinner ist, gewinnt bei Gott der Arme und Elende. Reichtum hat für Gott einen völlig anderen Wert. Unser Glanz und Glimmer ist für ihn mehr hinderlich als nützlich. Mit denen, die volle Taschen haben, kann er wenig anfangen. Er greift nach denen, die das System der Gewinner ausgeklammert hat. Gott achtet auf die Entmündigten und auf die, die durch das gesellschaftliche Raster fallen. Für Gott ist gerade das menschlich Geringe besonders wertvoll. Er gibt dem scheinbar Unwerten seinen Wert zurück. Er stellt sich zu seinem Eigentum, wo alle anderen es verlassen haben. Was er führt und wem er Recht schafft, offenbart die Liebe zu allen Geschöpfen. Für ihn ist das ausgestoßenste Individuum eine kostbare Perle. Den, der von jedem anderen übersehen wird, spürt Gott auf. Er will, dass jeder von den Geringsten sein Erbarmen erfährt. Es sollen Gnade erfahren, die in Ungnade gefallen sind. Es fällt auf keinen die ganze Wucht des Evangeliums, als auf die, die Gott und den Menschen nichts zu bringen haben. Den, den wir vielleicht gar nicht wahrnehmen ist Gottes Augenstern. Das Häufchen Elend ist Gottes Goldgrube. Aus dem was die Menschen verachten, baut Gott sein Reich.

Gottes Herz schlägt für seine Sache und für die Menschen. Er ist viel mehr als ein sozialer Gott, der die Mitmenschlichkeit predigt. Er will das Geringe groß machen. An dem was keine Bedeutung hat, sein Handeln offenbaren. Als unsere Bruderschaft in den Anfangsjahren noch eine Projektgruppe war, mit einer Hand voll junger Menschen, die außer ihrer Berufung nichts in der Tasche hatten, war das noch ein recht armseliger Haufen. Die Kirche konnte mit diesem jungen Aufbruch nicht umgehen und isolierte diese sich entwickelnde Gemeinschaft aus ihrem Schoß. Ohne irgendwelche gefestigten Strukturen, ohne Rückendeckung von kirchlicher Seite, musste die werdende Bruderschaft das Laufen lernen. Was wir am Anfang schon als das Ende betrachteten, war das Führen der Hilflosen. Wo Gott ruft, reicht es, wenn er die Sache der Elenden führt. Was aus den paar ringenden jungen Menschen geworden ist, ist ein Werk mit nahezu einhundert Mitarbeitern und einem versöhnten Miteinander mit ihrer Landeskirche. Heute sind wir diejenigen, die rechtlosen jungen Menschen, die abgeschoben werden sollen, Schutz und Wohnraum bieten.

Wo Gott der Elenden Sache führt, brauchen wir nie die Angst haben, an den Rand gespült zu werden. Dort wo unsere Hilflosigkeit am Größten ist, ist Gottes Erbarmen noch größer. Auf der anderen Seite sind wir selbst das Erbarmen Gottes, das zur Handreichung wird, für die, die in staatlichen Systemen vermalen werden, das kein Erbarmen kennt. Wo Gott uns zu seinem Recht verhilft, trifft uns seine ganze Wertschätzung, die das Elende heil machen will. Mit den Elenden will er seine Sache zum Ziel führen.

Wertschätzen wir die Perlen, die Gott aus dem Staub aufheben will?

Auslegungen für jeden Tag
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Für den Segen geschaffen

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Frau Königin, Ihr! Aber hinter den sieben Bergen, die den sieben Zwergen, Schneewittchen – sie ist tausendmal schöner als Ihr.

Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn!Ps. 67, 8

Ehrfurcht vor Gott schließt Welten auf. Die Liebe zu Gott stellt die Menschen in die Geheimnisse des Lebens. Da entdeckt einer Zusammenhänge, die ihm im Alltäglichen so nicht aufgehen. Christus erkennen, öffnet einen Wertehorizont, was die wirkliche Erfüllung des Daseins ist. Da entsteht ein Zusammenhang zwischen Ehrfurcht und Segen. Wer Christus liebt, fällt unter die Segensströme Gottes, der Leben in einen Reichtum stellt, der mit keinem Maß zu messen ist. Segen ist, wenn der Unterstützungswille für eine Rollifahrerin, eine Kirche füllt, und keiner mehr versteht, was in diesem Augenblick passiert. Ein Hauch von Erfüllung, den die Besucher des Benefizkonzertes für Natalie am Sonntag hautnah spüren durften. Segen geschieht, wenn alle menschlichen Grenzen durchbrochen werden und Gott seine Türe nur einen kleinen Spalt aufmacht. Da geschieht etwas, das kein Mensch machen, organisieren und herbeiführen kann. Segen sind die kleinen und großen Wunder im Alltäglichen.

Die Königin, im Märchen von Schneewittchen glaubte, ihre Schönheit wäre der Segen ihres Lebens. Die definierte ihren Lebenswert über ihr Outfit. Sobald dann ein Schneewittchen in ihr Leben kommt, ist ihr ganzes Kapital dahin. Sie vergötterte ihre Schönheit und entleerte sich dabei ihres Lebens. Wie oft glauben wir Menschen, die Fülle unseres Lebens und der Wert unserer Person liegt in dem Titel, der auf unserer Visitenkarten steht. Je höher umso Bedeutungsvoller. Die Ehrfurcht vor Äußerlichkeiten, soll die Fülle des Innerlichen ausmachen. Segen liegt jedoch nicht auf dem, was Menschen als glanzvoll, wertvoll und erstrebenswert erachten, sondern wo Gott Raum zum Gestalten findet. Die Ehrfurcht vor Gott führt Menschen zu ihrem ersehnten Reichtum und zur Lebensfülle.

Gott will uns segnen. Er will uns ständig das mehr des Lebens dazugeben. Er will uns in die Sprachlosigkeit seines Handeln versetzen. Wir sollen in eine Schönheit gestellt werden, die wir nicht im Geringsten mit all unseren Bestrebungen erreichen können. Er will uns mit der Fülle seines Handlungsspielraumes überschütten. Er will sein Gutes an uns verwirklichen. Er will, dass es uns eiskalt den Rücken herunterläuft, vor dem was er schafft. Das gilt es jeden Tag neu zu erkennen, dass wir uns nicht vom Spiegel an der Wand stehen und uns zu weniger verlocken lassen.

Wenn Gott geradezu darauf aus ist, dass er uns segnen kann, warum ist dann unsere Liebe zu ihm oft so klein?

Gott segne dich.

Ein Leben voller Überraschungen 

Die Energieentladungen Gottes bereichern das Leben.

„Der Herr segne dich und behüte dich.“

4.Mose 6, 24
Gesegnete erhalten einen Wertzuwachs des Allerhöchsten. Wo Segen fließt, gibt Gott zu dem was da ist, noch jede Menge dazu. Beim Erntesegen, sind Früchte gewachsen, die alle Erwartungen übertroffen haben. Wo uns der Segen im Gottesdienst zugesprochen wird, soll unser Tun und Sein, durch eine unsichtbare Macht vervielfältigt werden. Da soll viel mehr daraus werden, als durch den normalen Einsatz üblich ist. Segen ist eine Energie aus der anderen Welt. Segen ist ein schöpferischer Wachstumsbeschleuniger, der dem menschlichen Maß noch ein göttliches Maß dazugibt. Da bringen Menschen ihren Einsatz und auf unbeschreibliche Art findet eine Vermehrung statt. Unter dem Segen multipliziert sich die menschliche Arbeit. Dabei ist der Segen nicht der Zuckerguss für das Nichtstun. Segen entfaltet sich im Wagnis des Glaubens. Dort wo der Mensch im Vertrauen auf Gott Wege geht und sich an die Arbeit macht, da gibt er ein Vielfaches dazu. 
Segen ist, wenn eine im Advent abgebrannte Klosteranlage, im nächsten Advent wieder aufgebaut ist. Segen ist, wenn aus einem hilflosen Ringen um Unterstützung für die Gang-Therapie von Natalie, sich an allen Ecken und Enden Menschen angesprochen fühlen, etwas zu machen. Segen ist, wenn Gott in einem Stall eine Krippe aufbaut, um die Nacht der Menschen aus der Welt zu schaffen. Beim Segen hört unsere mathematische Kalkulation auf. Da wird das Rechenkonzept des Verstandes mit Lügen gestraft.  
Wo wir uns den Segen zusprechen, wünschen wir dem Anderen, dass zu all seinem Mühen, Gott seinen Reichtum dazutut und die Fässer überlaufen lässt. Wir sind zum Segnen berufen. Wir haben den Auftrag, die Handlungen Gottes auf das Leben des Nächsten zu legen. Am Anderen soll ein unfassbarer Zuwachs geschehen. Wir rufen die Macht und die Herrschaft Gottes über dem Leben der Menschen aus. Wo wir die Gesegneten sind, muss dieser Segen weiterfließen. 
Wieviel Überraschungen kommen da in unser Leben und das der anderen?  

Reich sein ist gut

Wofür wir brennen, entscheidet über unsere Zukunft.
„Fällt euch Reichtum zu, so hängt euer Herz nicht daran.“

Ps. 62, 11
Reichtum kommt von Gott. Wo Reichtum zufällt ist Segen und Fleiß im Spiel. Da fällt etwas von Gottes Überfluss auf den Menschen. Da ist Lebensfülle und Freude. Reichtum ist schöpferisch und der Maßstab für Gottes haushalten. Reichtum geschieht dort, wo der Überreiche die Erde berührt. Da ist die Ernte satt, da verdienen wir für gute Arbeit gutes Geld. Da ist menschliches Mühen gesegnet. Da ist von allem viel da, dass man weitergeben kann. Das ist der Zufall Gottes, dass etwas zu fließen beginnt. Uns fließt etwas zu und wir lassen es zu anderen weiterfließen. Gott ist reich. Reichtum ist eine Gottesgabe.
Hier wird mit keinem Ton gesagt, dass Reichtum schlecht oder böse ist. Hier fällt einem einfach viel zu.  Viele Glaubende haben mit Reichtum ein Problem und denken es versaut den Charakter. Doch das Problem ist nicht der Reichtum, sondern der Mensch selbst. Der Mißbrauch und Eigennutz entfremdet Reichtum seinem Zweck. Wo ich Geld und Gut anstrebe und festhalte, werde ich reich und arm zugleich. Wo der Besitz zur Herzensache wird, verarmt das Leben. Unser Herz entscheidet über gut und böse. Der Kern unseres Wesens, unseres Denkens und Fühlens, lebt nicht aus dem materiellen Wert, sondern aus dem, der alle Gaben gibt, aus Gott selbst. Wo wir dem Reichtum vertrauen, wird der Glaube arm. Reichtum ist Gabe zum Gebrauch, jedoch keine Sicherheit für das Leben. Ein langgehegter Wunsch nach einem Lottogewinn hat viele nach einiger Zeit noch ärmer gemacht als sie vorher waren. 
Wo das Herz an Gott hängt, ist Reichtum ein Segen. Da kann man mit viel oder wenig leben, und alles fließt zum Wohl des anderen. Da ist Gott Reichtum und Sicherheit, der hält und trägt. Wo unser Herz darin ruht, können wir dankbar und spielerisch mit Reichtum umgehen.
Können wir dort wo uns viel zufällt, nicht außergewöhnlich viel für das Reich Gottes tun?

Gut erben entlastet

Wer erbt, hat etwas zu lachen.
„Der Herr wandte sich Israel wieder zu um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von seinem Angesicht bis auf diese Stunde.“

2. Kön. 13, 23
Wo Gott sich zuwendet, ist ein sattes Erbe fällig. In dem er uns zu seinen Kindern gemacht hat, haben wir mit Großem zu rechnen. 
Gottes Zuwendung ist wie eine Testamensteröffnung. Durch Christus werden wir zu Abrahams Kindern, die in der Erbfolge ganz oben stehen. Gott wendet sich denen zu, die er nicht umkommen lassen will. Die Menschen erhalten nicht das, was sie aufgrund ihres von Gott lösgelösten Lebens verdient hätten, sondern Gott bedenkt sie mit seinem Nachlass. Durch seinen Bund, kann und will er sich seinen Kindern nicht mehr entziehen. Somit werden seine Kinder zu Glückspilzen. Der Schöpfer schüttet sein Vermögen aus. Bei diesem Vermächtnis bleiben Mund und Augen stehen. Das sind Summen, die erschlagend sind. Da hat der Erbe für alle Zeiten ausgesorgt. 
Herrlichkeit, Reich Gottes zu erben ist weit entspannender, als allein ein prallvolles Bankkonto. Wer nur Geld vererbt, verschafft vielleicht ein sorgloses Leben, doch keinen sorglosen Tod. Herrlichkeit von Gott trägt ein Leben viel umfassender. Zuwendung von Gott schenkt tiefen Frieden, trotz äußerer Not. Es schenkt Heil, was Geld allein nicht heilen kann. Wo sich Gott zuwendet, ist Christus gegenwärtig. Wir erben die Auferstehung und das Leben. Wir sind damit nicht mehr dem Sterbensprozess ausgeliefert. Dort wo das letzte Hemd keine Taschen hat, überschreitet Gottes Erbe den Tod. 
Welch eine Ruhe, welch ein Frieden, welch eine Entspannung, liegt in diesem bedacht werden. Wo sich der Herr zuwendet haben wir für alle Zeiten ausgesorgt. Was für ein Erbe.
Ist nicht jeder Gottesdienst, die Einladung zur Testamentseröffnung? Wo hinterlässt dieses Erbe seine Spuren?

100% Ernte

Wer aus der Fülle schöpft, kann mit Freuden teilen.
„Vor dir freut man sich, wie man sich freut in der Ernte.“

Jes. 9, 2
Gottes Ernte ist anders. Seine Gesetze von Saat und Ernte unterliegen nicht den Witterungsbedingungen eines eisigen Frühjahrs. Wo bei uns der letzte Nachtfrost bereits die Kirschen geerntet hat, sind bei Gott die Körbe unglaublich voll. Wenn wir an Ernte denken, ist die Freude oft nicht mehr so groß, weil Wetter und eine harte Marktwirtschaft ihren Tribut fordert. Freude kommt dort auf, wenn man Gottes Wirtschaftsprinzip erlebt. Er sät, er teilt aus, er verschwendet und verschenkt sich. Da ist eine permanente Investition in alles was lebt. Die ganze Welt ist voller Gottesberührungen. Was von diesem energiegeladenen Schöpfer bearbeitet wird, kann weder Frost noch Hagel aufhalten. Bei Gottes Saat, ist Ernte garantiert. Da werden die Körbe prall voll sein. So viel lässt sich gar nicht einsammeln, was im Reich Gottes entsteht. Gott steht für Frucht und Fülle. Wo Gott die Welt beackert, kann es nur in einem Fest enden. Reich Gottes ist Ernte satt.
Wo wir in solch einem Wachstumsvollzug stehen, ernten wir unablässig aus dieser Güte. Was von Gott kommt hat keine Frostbeulen, da sind solch pralle Früchte und Gaben, die kein Mensch für sich verbrauchen kann. Die Ernte Gottes ist zum Weiterreichen bestimmt. Wir können geben und verschenken. Gottes Ernte stiftet Gemeinschaft. Gottes Ernte baut Kirche. Unter dieser Ernte entstand die Urgemeinde, wie sie in der Apostelgeschichte beschrieben wird. Da werden die Glaubenden ein Herz und eine Seele, weil diese Güter verbinden. Was Gott gibt ist so reichlich, dass keiner raffen muss, sondern er ist regelrecht gezwungen es zu verschenken, dass die Ernte nicht umkommt.
Das ist Festfreude, bei der die Gaben in die Gemeinschaft hineinfließen und darüber hinaus. Diese Ernte erfahren wir nicht erst am Ende unseres Lebens, sondern wir stehen jetzt schon mittendrin.
Wenn unser Korb so prallvoll ist, haben wir da nicht genug Grund zum Freuen? Haben wir damit nicht reichlich zu tun mit Verschwenden und Austeilen?

Meine Gaben gehören nicht mir

wem dienen wir mit unseren Gaben?
„Ihr trinkt den Wein kübelweise und verwendet die kostbaren Parfüme; aber dass euer Land in den Untergang treibt, lässt euch kalt.“

Amos 6, 6
Sicher kennt jeder den Film, die Titanic. Eine tragische Liebesgeschichte auf dem untergehenden Schiff. Eine eindrückliche Szene war, als nach der Kollision mit dem Eisberg, die Party im Salon und Tanzsaal unbeirrt weiterging. Keinen interessierte der Untergang des Luxusschiffes, Hauptsache der Spass hört nicht auf. Hauptsache genießen und ich komme nicht zu kurz. Am Ende haben wenige überlebt. Ein starkes Bild für die menschliche Verbrauchermentalität. 
Gott ist nicht pingelig, er will, dass es uns gut geht, dass wir aus der Fülle des Leben schöpfen. Er überfüllt uns mit Gaben, die wir in vollen Zügen genießen und verbrauchen können. Für ihn ist das Beste gerade gut genug. Was er gibt, gibt er immer im Übermaß. Da ist immer mehr, als wir selbst verbrauchen können. Gottes Prinzip ist Überfluss. Die Gaben die er gibt, fließen zu uns und über uns hinaus. Von dem, was wir sind und haben sind immer andere betroffen. Das was wir sind, ist Gabe für die Welt. Wir sind ein Teil des Überflusses Gottes, der zu den Menschen fließt. Wir sind nicht für uns selbst bestimmt, sondern das, was Gott in uns hineingelegt hat, ist sein Dienst am Menschen. 
Gott will dem Menschen dienen und sie vor dem Untergang retten. Er verschenkt sich, in dem er uns Heil schenkt. Christus ist Gottes Dienst an der unheilen Welt. Christus ist Gottes Überfluss für das Leben. Wo diese Gabe nicht fließt, nicht zu den Menschen dringt ist Untergang. Wer sein Christsein, wer die Fülle der Gaben, die Gott in ihn hineingelegt hat, nur für sich verbraucht, ist eiskalt. Er stoppt den Überfluss und macht sich zum Stellvertreter des Untergangs. Alles was Gott so reichlich gibt, ringt um das Leben, mitten im Untergang.
Sind wir so kalt, dass wenn andere von unseren Gaben leben könnten, wir sie zurückhalten und für uns verbrauchen?

Wer erbt hat ausgesorgt 

Sie haben das große Los gewonnen, möchten Sie es annehmen?
„Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land; mir ist ein schönes Erbteil geworden..“

Ps. 16. 6
Da haben wir wieder einmal Glück gehabt. Wir haben geerbt. Dabei ist ein ordentliches Stück für uns abgefallen. Wenn wir nicht gerade Schulden übernehmen müssen, ist erben eine feine Sache. Wir erhalten etwas, was unsere Vorgänger geschaffen und zusammengetragen haben. Wir bekommen einen Zuwachs, ohne dass wir etwas dafür tun mussten. Wir können Immobilien, Grundstücke und Geld erben, genauso wie die Gene unserer Vorfahren. Da findet plötzlich der Großvater in uns Auferstehung und das Gesangstalent der Urgroßmutter.
Wir haben bei Gott das große Los geszogen. Von ihm wird uns ein gewaltiges Erbe zugesprochen. Da wird uns unser ganzes Leben vermacht. Wir bekommen jede Menge Zeit geschenkt, mit der wir ausschöpfen können. Wir haben Hände und Füße für das kreative Gestalten erhalten. Da ist ein riesen Potenzial und Kapital, mit dem wir wuchern können. Wir haben alles für ein Dasein in ganzer Fülle im Jetzt erhalten. Das heißt wir haben Zugang für alles irdische und himmlische Sein. Wir haben den Zutritt zu beiden Welten geerbt. Wir können im hier und im darüber hinaus leben. Das liebliche Land umfasst alles, was Gott ausmacht. Wir haben durch Gnade den Zugang zum Reich Gottes geerbt. Durch Christus steht uns der Himmel offen. Wir können schöpfen und uns bedienen am Reichtum des Allmächtigen. Wir sind nicht mehr die, die sich ihr bescheidenes Dasein irgendwie nett zurechtmachen, sondern wir sind mit den Wohltaten Gottes zugeschüttet. Der Himmel ist auf uns gefallen. Dieses Erbe macht uns aus. Solch ein Erbe können wir hemmungslos verprassen. Mit diesem Erbe kann man anders mit Sorgen, Ängsten und Verlusten umgehen. Wir brauchen keinen Mangel fürchten; wer geerbt hat, hat ausgesorgt.
Sieht man es unseren Tagen an, dass wir glückliche Erben geworden sind?

Verehrung ist ein Fest 

wen wir verehren, wird uns prägen.
„Der Herr sprach: Wer mich ehrt, den will ich auch ehren; wer aber mich verachetet, der soll wieder verachtet werden.“

1. Sam. 2, 30
Gott zu verehren, macht etwas mit den Menschen. Samuel war im priesterlichen Dienst an der Seite von Eli. Die Wallfahrer hatten Freude an ihm, wenn sie in dem noch jungen Israel das Heiligste besuchten. Seine freundliche Art, seine Hingabe waren für sie bestechend, während sie den Eigennutz der Söhne Elis verachteten. Samuel ehrte Gott mit seinem Leben. Er ging ganz in seiner Bestimmung auf. In seinen jungen Jahren hat er Grundlegendes erkannt; Gott zur Ehre zu leben ist das A + O aller Existenz.

Gott zu ehren geschieht nicht allein mit Worten, sondern das ist ein Lebensstil. Im verehren drücken wir aus: du bist mein ein und alles. Ehre ist die Verwunderung, die in die Totalhingabe übergeht. In der Verehrung öffnen sich ausgestreckte Hände zu Gott, die er zu füllen beginnt. In der Gottesverehrung empfangen wir unser Leben. Da wird Leben zum Gottesdienst, zu einem Fest. 
Verachtung verschließt diesesn Reichtum. Wo Gott in der Belanglosigkeit verschwindet, wird das Leben belanglos. Wo die Ganzhingabe an Gott verschwindet, geht der Mensch in einer untergehenden Welt auf. Er klammert sich an Brüchigkeit und Zerfall. Er verehrt den Tod.
Das was wir ehren macht das Leben aus. Wo wir Gott verehren, steht uns der Himmel offen. In uns lebt die Auferstehungshoffnung des Christus. In der Verehrung bringt Gott seine Gegenwart in uns zur Ehre. Wo Gott geehrt wird, ist sein Segen an uns nicht mehr aufzuhalten.
Was wir verehren prägt uns. Sind wir so offen wie Samuel, dass Gott uns überschütten?

Ein Wort das reich macht 

durch was bauen wir in unserem Leben Sicherheiten auf?
„Herr, ich freue mich über den Weg, den deine Mahnungen zeigen, wie über großen Reichtum.“

Ps. 119, 14
Sicherheitsbestrebungen treiben das Leben an. Ganz nach dem Motto: Wo Vermögen ist, schwindet die Armut. Die Angst zu wenig zu haben, treibt an, mehr zu wollen. Hinter Reichtum steckt der Gedanke, jetzt habe ich Ruhe und Sicherheit. Der Ansatz ist gut, jedoch gleichzeitig gefährlich. Welcher Reichtum gibt dem Leben Qualität, Erfüllung und Sicherheit?
In der biblischen Botschaft liegt in dem „Wort“ Reichtum. Die Gebote, die Weisungen von Gott, haben einen weit größeren Stellenwert, als das erwirtschaftete Kapital. Das Wort, der Christus ist das über allem tragende Fundament. Aus dem Gebot der Liebe schlüsselt sich alles Leben auf. Hier findet der Mensch die Ruhe und Sicherheiten, die das Dasein verankern. Die Grundmotivation ist das Wort, aus dem heraus sich auch alles Materielle entfaltet. Großer Reichtum entsteht durch die von Gottes Mahnungen angetriebenen Menschen. Aus dem inneren Reichtum wächst äußerer Reichtum. Wo die Schwerpunkte umgedreht werden, kann bei äußerem Reichtum, das Innen hohl und arm bleiben.
Der Schatz ist das Wort, das Menschen zu Liebe befähigt. Wer liebt, wer andere beschenkt, der wird beschenkt und dadurch reich. Für wahren Reichtum muss als erstes die Hingabe gelernt werden. Das alles schlüsselt uns das Wort auf. Das ist die Botschaft die von Christus ausgeht. Wo wir auf diese Art reich werden, da kommt Freude auf.
Leben wir entspannt auf diesem freudigen Weg des Schenkens und beschenkt Werdens?