Hoffnungslos gibt’s nicht

Wer ein gutes Fundament hat, braucht sich über die Zukunft keine Gedanken machen.

„Herr, deine Ratschlüsse von alters her sind treu und wahrhaftig.“
Jes. 25, 1

Wo jemand auf die vergangene Gottesgeschichte schaut, hat er bereits einen ganzen Sack voll Hoffnung. Ein Blick auf die Schöpfung zeigt wie Gott tickt. Am Anfang war das Wort, und das Wort war das Licht der Menschen. Die Rückschau zeigt die Fundamente, auf die Gott alles Leben aufgebaut hat. Alles ist da und weitreichend durchdacht. Wer auf eine solche Grundlage schaut, wer auf diese Wahrheit baut, die von je her als Pfeiler in die Erde gerammt wurden, braucht keine Angst vor einer ungewissen Zukunft haben. Von Anfang an hat Gott auf die Erfüllung des Menschen gesetzt. Herrlichkeit und Vollkommenheit war vom ersten Takt an, der Cantus firmus im Umgang mit seinen Geschöpfen. Das an Gott genesen und heilwerden, war zu allen Zeiten der Antrieb seines Schaffens. Die Gedanken Gottes drehten sich ausschließlich um den Menschen. Sein Ratschluss ist Liebe ohne Ende. Diese endlose Treue steht hinter allem was war, und somit hinter allem, was kommen wird. Die Ratschlüsse von damals, sind die Wege in der Gegenwart und in aller Zukunft. Der Anfang und das Ende sind eins. Durch die vergangene Geschichte, hat das Morgen eine klare Perspektive. Wo das Wort, wo Christus die Geschichte der Glaubenden geprägt hat, wird das Geprägt werden nie aufhören. Damit ist die Zukunft sicher. Es gibt eine Hoffnung, der nie die Luft ausgeht.

Das bahnt Wege in alle Sinnlosigkeit. Viele Menschen verzweifeln, weil für sie unter manch einer Diagnose die Lichter ausgehen. Sie sehen für ihre Zukunft nur noch schwarz. Es wird nur noch ein Leiden am sinnlosen Leben. Für manch einen werden die Belastungen so hoch, dass er sich nur noch selbst ein schnelles Ende setzen will. Wo die Hoffnung schwindet, stirbt der Lebenswille. Die Sorgen für die Zukunft, zeigen ein Defizit in den Fundamenten. Wo sich Paulus Sorgen wegen seines geplagten Gesundheitszustandes machte, erhielt er das Wort: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Die Gnade reicht für alle Zukunft. Auch wenn es ganz anders kommt als wir uns das so vorstellen, ist der vom Anfang an Handelnde gegenwärtig. Wir werden vielleicht schwach sein und in der Schwachheit bleiben, doch darin ereignet sich Zukunft. Komme was da wolle, die Geschichte Gottes mit uns ist nicht zu Ende, auch dort nicht, wo wir keine Wege mehr erkennen. Selbst in der schwersten Krise ist das Leben nie ohne Sinn und ohne Hoffnung. Ein Gott, der solch eine bewegte Geschichte hinter sich hat, wird auch immer eine bewegende Zukunft vor sich haben. Selbst wenn der Mensch nicht mehr Herr seiner Sinne ist und sich nur als leidendes Elend darstellt, ruht er umso mehr in der Gnade des Allerhöchsten. Aus dieser Treue kann kein Mensch herausfallen.

Können wir bei so viel Hoffnung, uns selber oder andere aufgeben?

Auslegungen für jeden Tag
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Der Schreck ist weg

Es ist möglich, dass sich Schrecken in Frieden verwandelt.

„Du brauchst keine Angst mehr zu haben, denn Kummer und Not dürfen dich nicht mehr bedrücken; nichts wird dich mehr in Schrecken versetzen.“
Jes. 54, 14 (Hoffnung für alle)

Kaum vorstellbar, dass wir einmal nicht von Angst und Schrecken bestimmt werden. Doch was Jesaja hier ausdrückt, ist ein nicht vorstellbarer Umbruch. Eine Welt ohne Angst und Schrecken wird es nie geben, doch Gott nimmt den Druck raus. Kummer und Not bleiben, doch sie dürfen nicht mehr bedrücken. Die Angst wird immer da sein, doch ihr wird der Schrecken genommen. Die Spannungen des Lebens werden entspannt. Hier wird die Vision eines neuen Jerusalems aufgezeichnet, in dem die Trümmer wieder aufgebaut werden, doch damit geht der Prophet auf die Passion Jesu zu. Mit einem schrecklichen Tod, wird dieser Welt der Schrecken genommen. Am Kreuz entsteht eine neue Lebensperspektive. Da wird das was uns Angst macht überwunden.

Angst entsteht, wenn wir uns der Situation nicht gewachsen sehen, wenn Bedrohliches auf uns zukommt, dem wir hilflos gegenüberstehen. Ältere Menschen sind oft von Verlustängsten getrieben, weil ihre Kräfte nachlassen, sie nicht mehr so aktiv sein können und dann meinen, andere würden sich dadurch von ihnen zurückziehen. Angst entsteht, wenn bei einem Selbstständigen der Rentenbescheid eingeht, auf dem eine Rente von 123,25 € in Aussicht gestellt wird. Angst kann für einen Glaubenden wie Martin Luther auch sein, wie bekomme ich einen gnädigen Gott. Er litt darunter, dass er mit seinen Werken nie vor Gott gerecht werden kann, auch bei noch so viel Ablässen und Bußübungen. Sein Durchbruch war Christus. Da wird die innerer und äußere Not umgebrochen. Dem Bedrückenden, wird ein starkes Gegenüber gesetzt. Dem Angst Machenden, das die menschliche Ohnmacht offenbart, offenbart sich der mächtige Christus. Luther erfuhr darin eine fremde Gerechtigkeit, die seiner aufgescheuchten Seele Frieden verschaffte. Somit ändert sich, wenn wir keine Angst mehr haben brauchen, nicht die bedrückenden Umstände, sondern die Beziehung zu Christus. In dieser Beziehung, weicht das Bedrückende des Schreckens. Da können die Schüler des Amoklaufs in Florida wieder Lebenshoffnung entwickeln. Da können wir in den schrecklichsten Lebensszenen Frieden finden. Wenn Christus uns seinen Frieden lässt, kann er sagen: Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Somit können wir in allem Unfrieden in dieser Welt, in den Stürmen unseres eigenen Lebens, erst recht Frieden finden.

Wo suchen wir unsern Frieden, wenn die uns die schrecklichen Ereignisse aufwühlen und durchschütteln?

Hilfe in Sichtweite

Der Glaube löst aus allen menschlichen Erniedrigungen heraus.
„Siehe, Gott der Herr hilft mir; wer will mich verdammen?“

Jes. 50, 9
Was ist das für eine starke Frage, was für eine Selbstreflektion. Der Prophet stellt zwei Extreme gegenüber. Die extreme Form aller menschlichen Ungerechtigkeiten, Demütigungen und Entartungen, und dagegen ein Gott, der sich nie damit abfindet. Der Herr hilft, ist der Schlachtruf im Kampf. Da sieht sich der gebeutelte Mensch mitten in allen Widrigkeiten, bereits auf dem Siegertreppchen. Wer Hilfe sieht, hat im Elend Rettung vor Augen. 
Auf Jesaja stürzten menschliche Beleidigungen, Vorwürfe, bis hin zu Misshandlungen. Er ist ein Mann in der Schussline von Unmut und Unglauben. Das Leben und die Menschen setzen ihm zu. Schnell kommen da die Vorwürfe, du bist doch an allem selber schuld. Menschen sind da oft nicht zimperlich, wenn es um die Erklärung und Deutung widriger Umstände geht. Da wissen selbsternannte Propheten schnell, dass ein Unglück eine Strafe Gottes sei. Wenn einer Ordensgemeinschaft das Haus abbrennt, ist das Gottes Antwort für menschliches Fehlverhalten. In den Spannungen des Lebens können sich die Menschen das Leben richtig schwer machen. Da werden noch Gerüchte gestreut und Misstrauen gesät, um jegliche Hoffnung zu zerstören.
Gerade dort, wo die Welt über uns zusammen zu brechen droht, wird das „siehe“ zum Durchbruch. Siehe wird zum Sichtwechsel auf Gott. Da wendet sich der Blick vom Elend auf das Heil. Da ist Hilfe, da ist der Ausweg, da ist Rettung in Sicht. Mag die ganze Welt sich gegen mich verschworen haben, im siehe sehen wir himmelwärts. Ob die augenblickliche Situation eigen- oder fremdverschuldet ist, spielt dann keine Rolle mehr. Wir bekommen in diesem Augenblick die Christus-Perspektive. Da wird aus Verdammen erlösen. Mit diesem Blick findet eine radikale Wende statt. Damit lösen wir uns aus aller menschlichen Anklage. Da erlangen wir Freiheit in aller Beklemmung. Wo Gott zur Hilfe wird, können wir den Widrigkeiten trotzen. Wir können in aller Erniedrigung standhaft bleiben. Wer diese Hilfe hat, den kann nichts und niemand verdammen.
Wo wir auf solch einem starken Fundament stehen, welches Extrem sollte uns da zu schaffen machen?

Sonnenaufgang für Blinde 

Wir sind zum Christusdienst an den Menschen gerufen.
Ich, der Herr, habe dich gerufen, dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die das sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker.“

Jes. 42, 6,7
Glaubende leben nicht für sich, sie haben einen Auftrag in der Welt. Sie sind in die Brennpunkte des Elends gestellt. Die Ausweglosigkeit, das gebunden sein in den Zwängen, die Nacht der Seele ist ihr Platz. Genau dort, wo die Menschen am Schlimmsten dran sind und an der Zerbrechlichkeit ihres Lebens leiden, soll durch die Glaubenden ein Licht aufgehen. Gott stellt uns an eine übermenschliche Aufgabe. Gott will uns zu Christusträgern machen.
Damit Blinden die Augen aufgehen, Gefangene frei werden, braucht es den Erlöser. Jesaja zeigt immer diese Spuren des Heiles auf, das das gebeutelte Dasein von Grund auf erneuert. Da werden die Gottesspuren in die geschlagene Welt hineingebahnt. Christus ist der Umbruch, in der Existenz, der vom Leben Gezeichneten. Blindheit und Gefangenschaft, die die bestimmenden Größen waren, sind umgebrochen in Sehen und Freiheit. In die beschwerliche Welt bricht eine erneuerte Welt.
Glaubende sind Christusmenschen, die diese Erneuerung in den Schrecken der Menschheit hineintragen und hineinleiden. Gott hat uns dazu gerufen, als erneuerte Menschen, mit dieser Erneuerung zu wuchern. An uns und durch uns soll diese andere Welt Gottes sichtbar werden. Wir öffnen den Blinden die Augen für ein Geheimnis, das nicht von dieser Welt ist. Wir sind die Befreier, die aus der Finsternis ins Licht führen. Durch uns bekommen die Niedergeschlagenen den Christus zu spüren. Wir werden zu einem Sonnenaufgang für die Nacht der Welt.
Können wir uns bei solch einer Berufung, noch so viel mit uns selbst beschäftigen?

Gedenken lässt aufatmen 

Rückschau holt sich gezielt den Frust Ins Haus.
„Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr´s denn nicht?

Jes. 43, 18-19
Was unsere Gedanken auslösen, wird zur Zeit in vielen Vorträgen und Büchern bearbeitet. Unser Denken bestimmt unser Morgen. Wir sind heute das, was wir gestern gedacht haben. Somit ist das Denken das größte Steuerungsinstrument unseres Lebens, für das wir ganz alleine verantwortlich sind. 
Wer Reich Gottes bauen will, arbeitet mit Senfkorncharakter. Wer da den Blick auf die Kleinheit und Unscheinbarkeit legt, wird nie die Fülle eines großen Baumes erleben. Das Senfkorn hat es in sich, dass es nichtssagend aussieht. Unser ganzes  Mühen scheint oft vergeblich zu sein. Der Blick auf das was ist und war, verdunkelt die Zukunft. Da gibt es nicht vieles, was zu außergewöhnlicher Hoffnung Anlass gibt. Der Blick auf die eigene Ohnmacht, kann keine Perspektive entwickeln.
Wenn Gott Neues schaffen will, legt er unseren Blick auf sein Wirken. Da bekommen wir beim Anblick des Senfkorns nicht mehr die Krise, sondern bekommen wir durch Christus einen Blick für den Baum. Wir blicken in der Unscheinbarkeit bereits auf das was sein wird. Wenn Jesaja dieses Bild aufzeichnet, sagt er dem Volk Gottes: In eure hoffnungslose Situation kommt der Erlöser. Es zählt nicht, was der Mensch vor Augen sieht, sondern was durch das Handeln Gottes in Christus möglich wird. So geht unser Gedenken gezielt weg von uns und unserer Schwachheit, auf das was unser Handeln übersteigt. Das Denken der Glaubenden kann nie im Menschlichen steckenbleiben, sondern sieht in allem das Wirken Gottes. Er sieht das Große im Kleinen. Er sieht mit den Augen dessen, dem alles möglich ist. Geben wir unseren Gedanken die Gottespersektive, die aus dem Senfkorn ungeahntes werden lässt.
Erkennt ihr´s denn nicht?

Krisen sind heiliges Land

sei dankbar für deine Krisen!
„Ich werde mich an euch als heilig erweisen vor den Augen der Nationen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich euch auf Israels Boden bringe, in das Land, das euren Vorfahren zu geben ich meine Hand erhoben habe.“

Hes. 20, 41-42
Man sagt, in den Krisen zeigt sich der wahre Charakter des Menschen. In den Krisen schält sich heraus, was echt ist. So ist die Krise auch der Ort, an dem wir Gott erkennen. Die Qualität Gottes zeigt sich in den dunkelsten Stunden am Besten. Dort wo um uns herum alles zusammenbricht ist ein heiliger Raum. Da wo kein Weg mehr ist, bahnt Gott eine Spur in den Sand, wo er uns trägt. Wo das Volk Israel in der Gefangenschaft lebt, sieht Gott bereits das blühende Land nach der Wüste. Gott bleibt nie an dem Augenblick unserer Perspektivlosigkeit stehen. Er bringt in jede Krise einen Sonnenaufgang. Unsere ausweglosen Situationen sind nie der Maßstab für´s Ganze. Gott bleibt nicht in der Etappe stehen. Seine Absicht, mit seinem Volk sein Reich zu bauen, besteht genauso oder gerade in den Schwierigkeiten. Dort wo unsere Hoffnung versagt, wo uns unser Lachen verlässt, ist der heilige Raum in dem Gott seine Geschichte schreibt.
Die Krise ist der Ort, an dem wir in sein Erbarmen hineinreifen. In den Schwierigkeiten, wo wir selber nichts mehr in der Hand haben, wird sein Handeln immer größer. Oft müssen wir ins Aus kommen, damit er hereinkommt. Damit sind die Schwierigkeiten das Beste, was für unsere persönliche Entwicklung und für unseren Glauben passieren kann. Dass Gott zu uns steht, erfahren wir dort am Stärksten, wo wir nicht mehr auf eigenen Füßen stehen.
Warum entwickeln wir in den Engpässen unseres Lebens, keine größere Dankbarkeit, über dem, was uns in Gottes Verheißungen hineinreifen lassen will?

Über sich hinauswachsen

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über uns, steht eine viel größere Welt.

„Ich bin´s, dessen Hände den Himmel ausgebreitet haben und der seinem ganzen Heer geboten hat.“
Jes. 45,12

Gott präsentiert sich als geniales Verkaufsgenie. Im größten Selbsstbewusstsein stellt er sich vor, was er ist und was er hat. „Ich bin und ich habe…“ Ich habe über der Welt in der ihr lebt einen Himmel ausgebreitet. Einen viel größeren Horizont, als ihr in eurem Dasein ermessen könnt. Da ist noch eine Zusatzwelt. Die Erde ist wie ein Eigelb vom Eiweiß umhüllt. Um den kleinen Atomkern kreist in großen Abstand ein ganzes Universum. Himmlische Heerscharen sorgen für den reibungslosen Ablauf des Guten, was Gott geschaffen hat. Eine Schar von Engeln haben den Auftrag, die Erde auf Händen zu tragen und zu bewahren.

Dieser ausgespannte Himmel über uns, verändert unser Dasein total. Wir stehen nicht in der Perspektive der Erde, sondern des grenzenlos weiten Raumes über uns. Unser Dasein, unsere Schwierigkeiten, unsere Ängste sind nie das Letzte. Unser Weltblick hat eine ganz andere Sichtweise. Genau an unseren Grenzen beginnt etwas Großartiges. Wo wir am Ende sind, fängt das Eigentliche an. Der Himmel über uns, ist die Überwindung der Schwierigkeiten. Die Probleme und Herausforderungen die wir haben, wollen uns in eine ganz andere Welt hineinwachsen lassen. Wir haben keinen Grund unter Lasten zu zerbrechen, denn da geht´s erst richtig los. Probleme und Lebensengpässe sind keine Sackgasse, sondern die Eingangstüre in eine Welt, in der wir über uns hinauswachsen. Wer in den Schwierigkeiten aufgibt, lebt mit dem Blick auf die begrenzte Erde. Bei demjenigen, über dem der Himmel ausgebreitet ist, liegt in den Schwierigkeiten, das größte Potential von Wachstum, Lebensentfaltung und Gotteserfahrung.

Der Himmel ist ausgebreitet, die Engel Gottes startklar. Wir haben zwischen Himmel und Erde die Wahl.  

Schwarzseher haben ausgedient

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wir sind nicht dem Untergang ausgeliefert.

„Der Goitt des Himmels wird ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird.“
Dan. 2, 44

Die Zerstörung, die auf dieser Welt liegt, ist die Last unserer Tage. Es gibt Menschen, die sich spezialisiert haben, alles Elend zusammenzutragen, um die Tragik unserer Zukunft auszumalen. Sie haben sogar allen Grund dazu, sie sind sogar mit ihrem „Schwarzsehen“ im Recht. Dass uns so vieles unter den Händen zerrinnt, Beziehungen zerbrechen, Unfrieden auf der Welt liegt, ist der Tod, der über dieser Erde liegt.Irdisches Dasein steht unter der Vergänglichkeit, steht unter Zerstörung, was wir täglich am eigenen Leibe auszuleiden haben.

Das ist die Perspektive der Erde, die dennoch unter einer großen Verheißung steht. Der Gott des Himmels richtet ein unzerstörbares Reich auf. Das ist die Entmachtung der irdischen Perspektive. In die Auseinandersetzung des Lebens, mit all seinen Widrichkeiten, kommt Lebendiges, das nie aufhört. Dieses Aufrichten des neuen Reiches hat bereits stattgefunden. Es heißt Kreuz und Auferstehung. Jesus ist der ewig am Leben bleibende. Er bringt das, was der Zerstörung ausgesetzt ist zum Leben zurück. Nicht mehr der Tod hat das letzte Wort, sondern das Leben.

Wenn wir daraus unser Leben betrachten, gibt es in der schrecklichsten Situation Hoffnung. Die Verzweiflung führt nicht mehr in den Untergang, sondern lebt aus der Energie des Unzerstörbaren. Mögen wir auch noch so sehr von den Spuren einer sterbenden Welt belastet sein, wir können mit Christus lückenlos darin aufgerichtet werden. Weil uns dieser Reichtum, diese Macht offen steht, gibt es keine hoffnungslose Lage mehr. Schwarzseher und Schwarzmaler haben ausgedient.

Wollen wir nicht viel mehr unsere Sehgewohnheiten verändern, um uns von dem Unzerstörbaren aufrichten zu lassen?