Regenbogen als Gedächtnisstütze

zum Glück malt Gott bunte Streifen an den Horizont.
„Gott sprach: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde.“

1.Mose 9,13
Der Regenbogen fasziniert Kinder und Erwachsene. Er weckt die Leidenschaft der Fotografen. Schillernd bunte Streifen sind ein Naturschauspiel, das die ganze Aufmerksamkeit anzieht. Auf dem Weg vom Blumenhaus nach Hause hat er mich regelrecht zur Umleitung gezwungen. Da war schlagartig das Abendbrot und jedes klösterliche Ritual, von diesem Augenblick überrannt worden für ein schönes Bild.
Der Regenbogen verbindet die grassesten Gegensätze. Da ist Regen und Sonne gleichzeitig, da verbindet sich Himmel und Erde, da steht ein Farbspiel direkt vor einer schwarzen Wolkenwand. Es ist der Hoffnungsbogen nach der Sintflut. Gerade dort, wo die Welt kurz vor dem untergehen war, wo alles schwarz in schwarz war, leuchten diese bunten Streifen über dem Leben. Wie phantasievoll malt Gott seinen Bund mit den Menschen an den Himmel. Wir können mitten im Untergang stehen, da fängt Gott an mit Farben zu malen. Je schwärzer die Nacht, umso leuchtender der Regenbogen. Je mehr das Wasser bis zum Hals steht, um so stärker malt Gott mit Farbe. Dieses farbige Wunderwerk ist Gottes Trotz-Bogen. Trotz schlimmster Umstände, trotz Verluste geliebter Menschen, trotz aller Widrigkeiten, die sich gegen uns richten, malt Gott seine Treue an den Horizont. Dieser Bogen steht für einen Bund gegen allen Tod. Der Regenbogen ist das verrückteste Lebenszeichen. Er ist die kraftvolle Hand des Schöpfers, die in schwarzen Wolken gegenwärtig ist. Er nimmt die Angst vor dem Aus. Unter solch einen Bogen atmet die Hoffnung. 
Mit welchen Farben könnte Treue noch stärker in unser Dasein eingebrannt werden? Welches Bild könnte besser gegen allen Zweifel und Unglauben angehen?

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