Schwachheit ist eine Goldgrube

In einem stillen Geheimnis offenbaren sich ungeahnte Kräfte.

Der Herr ist meine Kraft.“
Hab. 3, 19

Meine Kraft kommt gar nicht aus mir. Das was mich stabilisiert und aufrichtet ist der Herr. Das ist die Kräfteverschiebung des Glaubens. Voraussetzungslos handelt da ein anderer. Die Kraftlosigkeit ist die Voraussetzung für das Wirken Gottes. Da wo nichts ist, wird Gott alles. Das Starkmachende liegt nicht in uns. Dieses feine Wechselspiel entsteht bei Menschen, die Gott vertrauen. Da ist eine versteckte Quelle, die sich allein dem Glauben erschließt. Dort wo das Leben in Einzelteile zerlegt wird, Belastungen unerträglich werden, der innere Mut zu einem Häufchen Elend geworden ist, da braucht es mehr, als dass nur das Selbstvertrauen wieder aufgebaut wird. Da braucht es Gottvertrauen. Wo aus den menschlichen Reserven nichts mehr zu schöpfen ist, braucht es die Kraft von anderswo. Wo der Herr meine Kraft ist, ist er das genau dort, wo meine Kraft verpufft ist. Wo ich aus mir heraus nichts erwarten kann. Diese Kraft braucht die Schwachheit, um seine ganze Schönheit zu entfalten. Wo Gott die Kraft ist, befruchtet der Schöpfer. Da fließt die Energie einer anderen Welt. Da werden wir von dem angerührt, der nur ein Wort spricht und es ward. Da wird nicht nur unser schwach gewordener Akku ausgetauscht, da kommt Starkstrom. Da wirkt das Wort, das wie Feuer ist und wie ein Hammer der Felsen zerschmeißt. Hinter dieser Kraft steht die ganze Wucht des Erlöserwillens Gottes. Das ist ein Kräftespiel, das nichts mit menschlicher Anstrengung und Disziplin zu tun hat. Hier will der lebensbejahende Gott dem Tod entreißen. Dieser Funke springt auf den Glaubenden über. Diese Allmacht ist für den, der sich in seiner Ohnmacht erkennt. Es ist die Kraft für die Mühseligen und Beladenen, die nicht das Tischtuch an fünf Zipfeln haben. Es ist die Kraft, die auf den bereiten Schoß der Maria fällt und in ihr den Erlöser zur Welt bringt.

Wo wir uns selbst und anderen etwas vormachen, den starken Max spielen und von niemand abhängig sein wollen, betrügen wir uns um diese Kraft. Wo wir meinen, wir dürften keine Schwäche zeigen, zeigen wir nur unseren Unglauben. Wir sind voll mit uns selbst und haben keinen Platz für das Wirken des Geistes und die Kraft des Wortes. Dort wo wir unsere Stärke demonstrieren, wo wir krampfhaft unsere Probleme selber lösen wollen, demonstrieren wir, wie schwach unser Glaube ist. Wo der Herr meine Kraft ist, verwandelt sich die Schauspielerei in Gelassenheit. Da müssen wir nicht krampfhaft funktionieren, sondern leben in einer getrösteten Verzweiflung. Wir brauchen nicht fehlerlos sein und geschehene Schuld zudecken, sondern können mit vollen Händen aus der Vergebung schöpfen. Wo der Herr meine Kraft ist, kann ich mit großer Gelassenheit mit allen Widrigkeiten umgehen. Dieses Geheimnis schenkt uns der Glaube.

Wollen wir uns nicht an dieser Gnade genügen lassen, dass sich in aller Schwachheit, diese Kraft vollendet?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

Advertisements

So herrlich klein sein

Gottes Erwählen ist keine Frage von Ansehen und menschlicher Größe.

„Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, sondern weil er euch geliebt hat.“

5.Mose 7, 7-8
Gott sucht nicht die Platzhirsche, die Top Ten der Besten, Reichsten und Schönsten. Bei der Vorstellung, von dem was groß ist, gehen die Maßstäbe zwischen Gott und Mensch total auseinander. Für Gott ist das Größte Herrlichkeit. Die Gottesgegenwart, die Raum und Zeit mit Licht und Liebe füllt. Groß ist, wo Gott sich in seiner Schöpfermacht entfalten kann. Wo die ganze Dynamik des Lebens zu spielen beginnt und in einem Menschen Gestalt gewinnt. Groß ist wo Gott ist. Um diese Größe zu entfalten, braucht er ein Menschenmaterial, in das er sich hineininvestieren kann. Die besten Voraussetzungen sind dabei die Geringen, die Kleinen, die Leeren, die ihm nichts vorzuweisen haben. Er nimmt die Gescheiterten, die Zerbrochenen und die Bedeutungslosen. Er bedient sich dafür des Plebs von der Straße. In der Ohnmacht kann er sich als mächtig erweisen. Die Gernegroßen, Privilegierten und Selbermacher sind ihm bei diesem Projekt eher hinderlich. Bei menschlichen Größen ist oft das Gefäß zu voll, um noch mehr eingießen zu können. Gottes Größe beginnt nicht auf der Geburtsstation eines Könighauses. Sie beginnt in Stall und Krippe. Jesu Tod war kein Staatsbegräbnis, sondern die verachteste Hinrichtungsmetode. Gott liebt das Geringe, weil da für ihn der größte Gestaltungsraum ist. Er liebt das was nichts hat, damit er es füllen kann. Für sein Projekt braucht er keine menschliche Vorleistung. Er adelt die Sünder und offenbart, was er damit machen kann.
Das nimmt denen, die noch nicht auf der Titelseite der Bildzeitung abgedruckt waren den Stress. Gott erwählt und liebt, nicht weil wir etwas können oder leisten, sondern einfach weil wir sind. Er nimmt nicht die Perfekten, sondern die für ihn Offenen. Er wählt die unfähig Bereiten, um mit ihnen Großes zu vollbringen. Vor Gott können wir nie das Geringe verachten, weil darin das größte Potenzial liegt. Angesichts der Größe Gottes gibt es keinen menschlichen Ausschuss. Gott lehrt uns viel größer von dem Kleinen und Unwerten zu denken. Es ist nichts so gering, dass nicht daraus Herrlichkeit entstehen würde. Daher keine Angst vor Schwachheit.
Wo glauben wir noch, wir wären für die Sache Gottes nicht ausreichend qualifiziert?

So herrlich klein sein

Gottes Erwählen ist keine Frage von Ansehen und menschlicher Größe.

„Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern -, sondern weil er euch geliebt hat.“

5.Mose 7, 7-8
Gott sucht nicht die Platzhirsche, die Top Ten der Besten, Reichsten und Schönsten. Bei der Vorstellung, von dem was groß ist, gehen die Maßstäbe zwischen Gott und Mensch total auseinander. Für Gott ist das Größte Herrlichkeit. Die Gottesgegenwart, die Raum und Zeit mit Licht und Liebe füllt. Groß ist, wo Gott sich in seiner Schöpfermacht entfalten kann. Wo die ganze Dynamik des Lebens zu spielen beginnt und in einem Menschen Gestalt gewinnt. Groß ist wo Gott ist. Um diese Größe zu entfalten, braucht er ein Menschenmaterial, in das er sich hineininvestieren kann. Die besten Voraussetzungen sind dabei die Geringen, die Kleinen, die Leeren, die ihm nichts vorzuweisen haben. Er nimmt die Gescheiterten, die Zerbrochenen und die Bedeutungslosen. Er bedient sich dafür des Plebs von der Straße. In der Ohnmacht kann er sich als mächtig erweisen. Die Gernegroßen, Privilegierten und Selbermacher sind ihm bei diesem Projekt eher hinderlich. Bei menschlichen Größen ist oft das Gefäß zu voll, um noch mehr eingießen zu können. Gottes Größe beginnt nicht auf der Geburtsstation eines Könighauses. Sie beginnt in Stall und Krippe. Jesu Tod war kein Staatsbegräbnis, sondern die verachteste Hinrichtungsmetode. Gott liebt das Geringe, weil da für ihn der größte Gestaltungsraum ist. Er liebt das was nichts hat, damit er es füllen kann. Für sein Projekt braucht er keine menschliche Vorleistung. Er adelt die Sünder und offenbart, was er damit machen kann.
Das nimmt denen, die noch nicht auf der Titelseite der Bildzeitung abgedruckt waren den Stress. Gott erwählt und liebt, nicht weil wir etwas können oder leisten, sondern einfach weil wir sind. Er nimmt nicht die Perfekten, sondern die für ihn Offenen. Er wählt die unfähig Bereiten, um mit ihnen Großes zu vollbringen. Vor Gott können wir nie das Geringe verachten, weil darin das größte Potenzial liegt. Angesichts der Größe Gottes gibt es keinen menschlichen Ausschuss. Gott lehrt uns viel größer von dem Kleinen und Unwerten zu denken. Es ist nichts so gering, dass nicht daraus Herrlichkeit entstehen würde. Daher keine Angst vor Schwachheit.
Wo glauben wir noch, wir wären für die Sache Gottes nicht ausreichend qualifiziert?

Augen auf

Die Wege, die wir gehen, sind davon bestimmt, worauf sich die Augen konzentrieren.

Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.“

2.Chr. 20, 12



Wenn du in die Sonne schaust, fallen die Schatten hinter dich, eine altbekannte Weisheit. Wo wir auf Christus schauen, bekommt die Nacht der Welt ein anderes Gesicht. Das was wir anschauen bestimmt uns. Unsere Augen bahnen den Weg zum Licht oder in den Untergang. Der Blick auf Christus, ist die Wende aus dem Chaos. Es ist der Blick, auf Weg, Wahrheit und Leben. Damit steht der Todüberwinder vor Augen. Aus dem Totensonntag wird der Ewigkeitssonntag, bei uns das Christ-König-Fest. Christus im Visier, nimmt dem Elend den Schreck. Es nimmt der Ohnmacht ihre Übermacht. Wo die Augen Christus sehen, bekommt der Glaube einen Wachstumsschub. Es ist wie ein Baum im Frühjahr, der all seine Zweige der Sonne entgegenstreckt und dann anfängt Blätter zu treiben, die unter dem Licht grün und saftig werden. Glaube wächst unter diesem Blick der Augen. Was die Augen fokussieren, entscheidet über stehen und fallen. Glaube ist die Interaktion der Augen mit Christus. 
Wo die Augen nur das eigene Elend, Nöte und Schwierigkeiten im Blick haben, kann kein Glaube gedeihen. Da bleibt das irren und das „nicht wissen, was wir tun sollen“.  Unglaube, Glaubensschwäche, liegt an dem, was die Augen sehen. Was wir anschauen, bekommt Macht über uns, heißt es. Wo wir uns mit Weltuntergangsszenarien beschäftigen, brauchen wir uns nicht wundern, warum wir keine Hoffnung mehr haben. Wo wir nur auf die Schreckensmeldungen der Medien blicken, kann kein Glaube gedeihen. Wo wir in unseren mitmenschlichen Spannungen, die Blick auf Christus verlieren, kann keine Liebe mehr wachsen. 
Wo Glauben wachsen soll, wo wir in den Fragen des Lebens Antworten suchen, geht es um das, was wir anschauen. Die Blickrichtung entscheidet über Hoffnung oder Verzweiflung. Wenn Glaube wachsen soll, braucht man einen Christus vor Augen und entzieht sich somit anderen Blickrichtungen. Darin liegt auch ein bewusstes Abwenden, von dem, was Glaube ruiniert. Der Glaube braucht die Konzentration auf den Ewigkeitssonntag, um den Totensonntag zu überwinden.
Was geben wir heute unseren Augen zu sehen?

Weisheit trägt

Wer nicht im Winde treiben will, braucht eine Weisheit, die über ihn selbst hinausreicht.
„Gott ist weise und mächtig; wer stellte sich ihm entgegen und blieb unversehrt?“

Hiob 9, 4
Menschen sehnen sich nach Weisheit und Macht, die hier eindeutig von Gott ausgeht. Weise und mächtig sind kein Privileg der Vergänglichkeit. Sie liegen in dem ewig Bleibenden. Weisheit sind die Dinge um Gott, die er selbst dem Menschen erschließt. Es ist ein Wissen, aus dem der Mensch lebt, jedoch von sich aus nicht eindringen kann. Weisheit ist das Geheimnis der Gottes Gegenwart. In ihr öffnet sich unsere Gottesebenbildlichkeit. Hierin erkennt der Mensch seine Gottesbedürftigkeit. Er kommt an den Puls seiner Existenz. Da wird das Dasein in das mächtige, umfassende Sein Gottes gestellt. Die Berührung mit der Weisheit, ist das Erkennen, ich bin das was ich bin, in und aus Gott. Weisheit bringt unser Leben nach Hause.
Ungekehrt wird der Mensch heimatlos, wo  er sich auf sich selbst verlässt. Sich für weise zu halten und als Maßstab zu setzen, ist der Gang auf morschem Bretterboden. Wo Menschen die Weisheit gepachtet haben, wird das Eis dünn. Unversehrt, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Weisheit von Gott. Ohne Weisheit zu leben, macht Menschen unglücklich. Ohne Weisheit beginnt das Elend. Wo der Mensch die Gesamtzusammenhänge der Welt Gottes verliert, macht er sich zum Blatt im Wind.
Die Weisheit will uns auf den Grundlagen festmachen. Weisheit ist das ständige zur Besinnung kommen, das sich hinterfragen, das umdenken und umkehren. Es ist das nicht Nachlassen an dem einzig Weisen und Mächtigen zu bleiben. Weisheit ist das Ringen, seine eigene Existenz in Gott zu sichern, um nicht dahinzutreiben und den Mut zu verlieren. Wer weise sein will, muss bei dem Weisen zuhause sein.
Wie wollen wir in dieser Welt bestehen, wenn wir nicht von dieser Weisheit getragen sind?

Krieger verirren sich in Freundlichkeit 

In uns steckt das Potential, allen Schrecken zu erschrecken.
„David sprach zu Goliat: Du kommst zu mir mit Schwert, Spieß und Sichelschwert, ich aber komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth.“

1. Sam. 17, 45
Der Name des Herrn, in Kontra zu aller Macht der Welt. Jeder kennt diese zutiefst motivierende Geschichte. Hirtenjunge gegen den besten Krieger der Philister. Eine Gegenüberstellung von Macht und Ohnmacht. Obwohl jeder den Ausgang dieses Kampfes kennt, tun wir uns in unseren eigenen Auseinandersetzungen schwer damit. Wir staunen über den unscheinbaren, geschickten David und zucken vor den täglichen Schrecken zusammen.
Der Name des Herrn ist die höchste Fahne, unter der ein Mensch stehen kann. In seinem Namen ordnen sich die Meere und wachsen die Gebirgsketten. In seinem Namen werden Blinde sehend und stehen Tote auf. In seinem Namen wirken die Machtinstrumente dieser Welt wie Kinderspielzeug. Dem Namen des Herrn kann nichts standhalten. Darin liegt alle Macht im Himmel und auf Erden. Wer im Namen des Herrn auftritt, trägt Herrlichkeit in Zerstörung. Da trifft eine innere Stärke auf die äußeren Angriffe. Durch den Geist ist ein Anti-Schock-Gen in den Glaubenden eingepflanzt. In der Autorität Gottes, erschrickt der Glaubende den Schrecken.
Hanns Dieter Hüsch malt darüber ein mitreißendes Bild: „Wenn Krieger kommen, geht ihnen entgegen mit offenen Händen voll Brot und Salz, Obst und Wein … dass sie sich verirren im Labyrinth deiner Freundlichkeit … Lass ihre Handlanger ins Leere laufen, sei eine Tiefebene voll Höflichkeit. Dein Gewehr sei Klugheit. Deine Kraft sei Geduld. Deine Geschichte sei die Liebe. Dein Sieg sei dein Schweigen. Sodass sich die Landpfleger sehr verwundern.“
Wie begegnen wir unseren Kriegern?

Die Macht der Augen 

Auf das, was wir uns konzentrieren, das wird uns bestimmen.
„Meine Augen sehen stets auf den Herrn; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.“

Ps. 25, 15
Was bekommen unsere Augen ständig zu sehen? Das was unsere Augen aufnehmen, prägt unser Leben. Die Bilder, die uns vor Augen stehen bauen auf, oder reißen nieder. Wir kennen die Auswirkungen, wenn Kinder und Jugendliche ständig Computerspiele mit Gewaltvideos konsumieren. Da wird eine Kinderseele verformt. Das, was wir anschauen, bekommt Macht über uns. Die Werbung reizt darüber die Kaufentscheidung. 
Augenkontakt mit Gott prägt. Wer Gott aus dem Blick verliert, braucht sich nicht zu wundern, dass er nur noch Elend sieht. Im Sichtkontakt zu Gott, sehen wir Kraft, sehen wir Leben und Erneuerung. Da sehen wir das ganze Heilswerk Christi. Wo wir Christus sehen, wo das Wort im Blick steht, verliert der Schrecken seine Größe. Das, was über die Augen eingeht, gibt dem ganzen Menschen Hoffnung. Dort wo uns der Blick auf die Schmerzen den Mut raubt, führt der Christusblick darüber hinaus. Das, was wir ansehen, schafft entweder Zuversicht oder es macht uns fertig. Auf den Herrn sehen, stärkt den Glauben in uns. In diesem Sehen liegt Aufatmen. In diesem Sehen lassen wir Gottes Handlungen an uns zu. Wo wir auf das Kreuz und die Auferstehung schauen, stehen wir im Kraftfeld des Allmächtigen. Dieser Blick entscheidet, ob die Last unserer Tage uns fertig macht und gefangen nimmt, oder in aller Nacht ein Licht aufgeht. 
Wir können klagen und jammern, über dem, wie schwer wir es haben. Wir können daran verzweifeln, wie hart uns das Schicksal getroffen hat. Wir dürfen jedoch wissen, dass unser Blick darüber entscheidet, ob wir nur das Belastende sehen und uns darüber schwarz vor Augen wird, oder ob wir gerade wenn´s knüppeldick kommt, die befreiende Hoffnung sehen. Wo wir hinschauen, das wird uns bestimmen.
Wieso glauben wir, dass wenn wir dem Jammer in die Augen schauen, irgendetwas besser werden soll?

Da werden Mächtige machtlos 

Freiheit, liegt in einem Gedanken Gottes.

„Der Herr dachte an uns, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich. „

Ps. 136, 23

Gedanken schaffen Taten. Denken hat die Absicht, sich zu verwirklichen, sich zu materialisieren. Wenn Gott denkt, ist das die Krönung allen Schaffens. Da kommen Welten in Bewegung. Ein Gedanke Gottes ist Schöpfung. Da war ein neuer Tag, da waren Menschen und Tiere, da wurde aus Finsternis Licht und aus Chaos ein Paradies. „Und alles war sehr gut.“ Wenn Gott denkt, entfaltet sich das Leben. Da fällt Güte auf die Erde. Da wird die Welt von dem Guten geküsst.
Diese Erfahrung macht das Volk Israel in seiner ganzen Geschichte. Wo Gott an sie dachte, war die Gefangenschaft in Babylon, Ägypten und in den deutschen KZ´s nicht das Aus. Wo die Güte denkt, werden die Mächtigen machtlos. Wenn die Güte in die Unterdrückung fällt, durchbricht ein Sonnenblumenkern den Asphalt. Wenn Gott an uns denkt, will er die Bedrängten frei machen. Christus ist der Freiheitsgedanke Gottes. Mit Christus fällt die Güte auf vertrocknetes Land. Wo dieser Freiheistgedanke Menschen erfasst, kann nichts mehr auf der Welt gefangen nehmen. Da wirkt eine schöpferische Freiheit, mitten in dem täglichen Gefangensein. Noch in der tiefsten Krise entsteht eine Aufbruchstimmung. Wo Christus frei macht, kann kein Mensch in der Menschenverachtung zerbrechen. Da bekommen die Schmerzen des Lebens, die uns lähmen und gefangennehmen wollen, ewige Güte aufgetischt. Da muss zwangsweise jede Nacht hell werden. Wo Gott an uns denkt, können die Unterdrückten aufatmen.
Gott denkt an uns. Warum sollte soviel Güte nicht genügen?
Einem gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

Ewigkeit ist jetzt 

Ewigkeit ist nicht weit weg.
„Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.“

Dan. 7, 14
Mit der Ewigkeit ist es wie mit der Stille. Ein Ton, der erklingt ist von Stille umgeben. Er kommt aus der Stille, wird von Stille getragen und verliert sich wieder in der Stille. Ein Ton kann sich dadurch entfalten, dass er in Stille eingehüllt ist. Stille ist sein Klangraum. Mit der Zeit ist es genauso. Sie ist von Ewigkeit umschlossen. Alles was in der Zeit geschieht, ist nur möglich, weil sie von Ewigkeit getragen ist. Ewigkeit beginnt also nicht erst wenn die Zeit einmal abgelaufen sein wird.
Wenn Gottes Macht ewig ist und nicht vergeht, entfaltet sie sich jetzt in unserer Gegenwart. Diese ewige Macht durchdringt Zeit und Raum. Wir werden das Eigentliche nicht erst später erleben, wenn diese Welt vorbei ist, wir erleben das Ewige in diesem Augenblick.

Die Zeit bindet uns nur an die Vergangenheit und Zukunft und eine Entwicklung, die darin stattfindet; unsere Geschichte. Doch in der Gegenwart sind wir mit der Ewigkeit in Berührung. In dem was jetzt passiert entfaltet sich Gottes ganze Macht. Deswegen ist der jetzige Moment immer die größte und heiligste Stunde, weil sich darin Gottes Handeln manifestiert. Zwar hat er gestern gehandelt und wird morgen handeln, doch das ist ein Handeln als Erfahrung und als Hoffnung, die sich in der Erinnerung abspielt. Diese Macht eines lebendigen Gottes, der ewig handelt, erfahren wir allein in diesem Augenblick. Wir sind von Ewigkeit umgeben, wir erfahren die ganze Macht der Erlösung, wir sind in den Trost eingehüllt, der nie aufhört, das Heil beginnt heute. Ewigkeit ist jetzt. Deshalb haben wir alle Macht der Welt, weil Gott gegenwärtig ist.
Warum sollten wir noch auf etwas warten, was schon lange da ist?

Zu Erwachsen macht kraftlos

das Allergrößte entfaltet sich im Kleinen.
„Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet.“

Ps. 8, 3
Wie hieß es früher in der Erziehung: Wenn zwei Erwachsene sich unterhalten hast du mein Kind die Klappe zu halten. Die Unwissenheit der Kinder hat nichts zu melden. Kinder stellen große Fragen, können jedoch keine großen Gedanken entwickeln. Diese kleine Welt hat bei den Großen einfach nichts verloren. Man steht schnell in der Gefahr zu sagen, das verstehst du noch nicht.
Wo wir Menschen oft große Unterschiede sehen, sieht Gott die Grundlagen für seine Sache. Unvervögen und Macht ist genau sein Ding. Jesus preist die Einfältigen und geistlich Armen glücklich. Genau das ist es, aus dem Gott sein Großes entfaltet. Die, die nichts haben werden die Reichen. Die, die Gott füllen kann sind die Begabten. Die optimalen Voraussetzungen um Gott zu erfahren sind leer zu sein. Schwaches kann er stark machen. Er braucht nicht Bessserwisser, sondern Unbefangenheit.
Neulich hatten wir Ferienkinder zur Floristik im Blumenhaus. Die Kids waren wie ein Schwamm. Sie hatten keine Ahnung vom Blumen binden, haben jedoch das Vormachen wissbegierig aufgesaugt. Danach sind teilweise taumhafte Sommersträuße entstanden, bei einer bomben Stimmung. Herrlich wie sich Kinder mitnehmen lassen. Da sieht man keinen Widerstand für Neues, da ist Offenheit zu experimentieren.
So will Gott sein Reich zum Blühen bringen. Die offenen, unbeschriebenen Blätter sind für ihn die besten Voraussetzungen. Aus dem Kindermund entfaltet sich seine Macht, nicht aus denen, die immer schon wissen wie es geht und Gott vorschreiben, wie er es hätte können besser machen. Gott sucht keine Kritiker und Bedenkenträger, sondern kommt in Unbeleckten zum Zuge.
Wo haben wir das Kind sein verlassen und blockieren Gottes geniale Macht, weil wir viel zu erwachsen sind?