Schmecke die Freundlichkeit 

im gemeinsamen Essen entsteht enge Gemeinschaft.
„Ich will der Gnade des Herrn gedenken und der Ruhmestaten des Herrn in allem, was uns der Herr getan hat.“

Jes. 63, 7
Des Herrn gedenken geschieht nicht in erster Linie mit dem Kopf. Gedenken begegnet uns in der Eucharistie, im Abendmahl. Tut dies zu meinem Gedächtnis. Auch das Kennenlernen, die enge Gemeinschaft mit Gott spielt sich nicht im Verstand ab. Gedenken dringt ein, wie Brot und Wein. Beim Essen lernt man sich kennen. Wir laden als Bruderschaft oft Freitag abends Gäste ein, um einmal einen kirchlichen Vertreter oder einen Geschäftspartner besser kennenzulernen und ihnen eine Freude zu machen. Erstaunlicherweise ist der Mensch beim Essen meist präsenter, als bei den Arbeiten im täglichen Vollzug. Beim Essen feiert man den Moment und öffnet sich seinem Gegenüber. Das ist die Zeit, in der man sich in der Regel Zeit nimmt, um den Augenblick zu genießen. Deshalb wird so viel Phantasie in die Küche gesteckt, weil Liebe durch den Magen geht. Wo wir sonst den ganzen Tag ständig an das nachher oder morgen denken, sind wir bei einer Mahlzeit ganz stark im Hier und Jetzt. Deshalb erleben wir diese Moment so tief und eindrücklich.
Gemeinschaft mir Gott soll kein flüchtiges Drandenken sein. Nicht morgens kurz die Auslegung lesen und fertig. Gott will durch und durch gehen. Gedenken ist Nähe spüren, ist ein eng miteinander verbinden. Gottesbegegnung soll ein Festessen sein, an dem unser ganzer Körper zu verdauen hat. Es soll in uns einen Drang entwickeln, wie Heißhunger auf das Sonntagsmenu. Wir fiebern wochenlang auf einen Termin zu, wo wir zu einem beonderen Essen eingeladen sind oder eingeladen haben. Gemeinschaft mit Gott ist körperliche Nähe, ist intensiver Austausch, ist eine alles bestimmende Begegnung. Dieses Gedenken trägt uns durch die Höhen und Tiefe unsers Daseins. Solche Begegnungen prägen nicht nur den Augenblick, sondern daran verdauen wir ein Leben lang.
Wollen wir da einen nüchternen Glauben führen und uns mit ein paar bescheidenen Häppchen begnügen?

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