Gedanken tanken Dankbarkeit 

Wer bin ich, ist immer einen spannende Frage.
„Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.“

Ps. 71, 17
Man sagt, du bist heute, was du gestern gedacht hast, und du wirst morgen sein, was du heute denkst. Wir bestimmen unser Leben durch unsere Gedanken. Jede Entscheidung die wir treffen, wird zu einem Weg in die Zukunft. Wir sind die Macher, von dem was ist und von dem was kommt. Wir sind quasi der Herr unseres Lebens. Daran ist vieles richtig. In uns liegt eine unvorstellbare gestalterische Macht, doch liegt wirklich ALLES in unserer Macht und in der Kraft unserer Gedanken?
Leben ist doch viel mehr. Es ist das, was wir hineinlegen und gestalten, doch da gestaltet ein weit Größer mit. Wenn wir uns in der Tiefe betrachten, wer wir sind und was uns ausmacht, sind wir ganz schnell bei Gott. Was wir sind, verdanken wir nicht zuerst unseren Gedanken, sondern unserer Gotteserkenntnis. Wo ein Mensch Gott erkennt, schwindet der Blick auf die eigene Leistung. Da wird im Zusammenhang klar, dass viel mehr in unserem Leben Führung, als persönlicher Verdienst ist. Die eigentliche Qualität des Lebens ist mehr Geschenk, als Erwirtschaftetes. Da läuft hinter den Kulissen viel mehr, als wir wahrnehmen.
Da erkennen wir, dass selbst in der Erziehung unserer Eltern, Gott uns seinen Stempel aufgedrückt hat. Da werden die harten Lebensereignisse plötzlich zu Meilensteinen, die uns Gott näher gebracht haben. Wo wir diese Zusammenhänge in allem entdecken, kann nur Ehrfurcht und Dankbarkeit entstehen. Da gibt es nichts mehr, das sich zufällig ereignet, sondern alles läuft auf den zurück, der in jedem Augenblick unseres Lebens gestaltet. So geschehen all unsere Gedanken und Handlungen aus dieser Dankbarkeit heraus. Unsere Gedanken tanken aus den Wundern, die Gott in unser Dasein  legt.
Wenn Gott so viel an dem, was wir sind ausmacht, können wir da nicht viel dankbarer sein? Können wir da noch so viel auf uns selber einbilden?
Gott segne euch an diesem Sonntag. 

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Warum zögern wir?

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Beim singen und loben werden wir zu Gott hingerissen

uns können Kräfte zuwachsen, die keiner erahnen kann.

„Fürchte dich nicht und verzage nicht!“
Jos. 8, 1

Fürchten uns verzagen ist menschlich. Wir haben Angst, wir zögern, wir zucken zurück, wir ziehen das Gnick ein und trauen uns nichts zu. Das liegt an dem, auf was wir schauen. Wir sehen uns, unsere Möglichkeiten, daudurch unsere Grenzen uns unser Versagen. Mit dem Blick auf uns, sehen wir uns den Dingen nicht gewachsen. Da zeigt, dass der menschliche Blick ein Problem hat.

Wenn wir uns nicht fürchten sollen, brauchen wir den Blick des Glaubens, der über das Menschen Mögliche hinaus geht. Gott versetzt uns in einen Stand, der nicht dort aufhört, wo wir aufhören. An unserem Fürchten und Zagen, an unserem Ende, geht es bei ihm erst richtig los. Wenn Gott die Furcht nimmt, reißt er uns den Kopf herum, und richtet unsere Augen auf sein Heil. Es zählt nicht unsere Erfahrung, unser Wissen, unser Können oder Nichtkönnen, das Defizit, das wir gegenüber den Herausforderungen des Lebens haben, es zählt Christus, der den Tod überwunden hat. Unsere Grenzen sind keine Grenzen. Nur unser Denken und mangelnder Glaube begrenzt uns. Gott will mit uns Grenzen sprengen, er will mehr möglich machen, als wir uns überhaupt denken uns vorstellen können. Er will uns erweitern und mit seiner umfassenden Macht prägen. Er will unseren Aktionsradius vergrößern und uns über uns hinauswachsen lassen. Er will uns Lebensmöglichkeiten erschließen, bei denen uns schwindelig wird, bei denen wir unsere Angst und unser Zögern hinter uns lassen. Der gute Kampf des Glaubens, ist in erster Linie, der Kampf gegen unseren Unglauben.

Gott will in seinem ganzen Eifer uns Kräfte zuwachsen lassen, warum zögern wir, damit zu wuchern?

Preisverdächtiger Standort

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am rechten Standort gedeiht jder Gummibaum.

„Merkt auf mich, ihr Völker, und ihr Menschen, hört mir zu! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen.“
Jes. 51, 4

Wer schöne Bilder machen will, muss seine Blüten ins rechte Licht setzen. Sie beginnen dann zu strahlen und faszinieren jeden Betrachter. Ohne Licht sind die Blumen einfach nur leblos und müde, haben keinen Charme und wecken keine Emotion.

Gott will alle Völker ins rechte Licht setzen. Das was bei den Propheten noch Zukunftsmusik war, das haben wir bereits. Christus ist das Licht der Völker. Er ist die Lebensbedingung unter der Menschen gedeihen und sich entfalten. Er ist existenzielle Voraussetzung für Wachsen und Frucht.

Zur Zeit pflegen wir einen Gummibaum, der in einer dunklen Ecke stand. Er hat rote Spinne, Pilze und nach und nach fallen die gelb werdenden Blätter ab. Wir tun alles, dass er unter optimalen Bedingungen wieder gesund wird und zum Leben erwacht.

Gott hat mit Christus für uns optimale Bedingungen geschaffen. Mit seinem Recht will er zum Richtigen führen. Er will verkrüppelte Existenzen aufrichten. Mit Weisung seine guten Maßstäbe setzen, damit Leben und Miteinander gelingen kann. Leben ist unmittelbar an sein Licht geknüpft. Darum ist es existenziell, dass wir aufmerken und hören, was aus dieser Weisheit kommt. Wir leben von der Konzentration auf Christus. Gerade wenn unsere Blätter welken, unsere Blüten ihren Glanz verlieren, wenn sich Ungeziefer in die Gedanken setzen will, leben wir von diesem Licht.

Wenn wir die schönste Blume in Gottes Garten sein sollen, wenn Gott mit uns eine Gartenschau geplant hat, auf welchen Standort würden wir uns konzentrieren, um zu einer auszeichnungswürdigen Meisterblume zu werden? 🙂

Lebendige Menschen sind Gottlober

wer etwas Unvergängliches atmet, dessen Dasein hat eine andere Bestimmung.

„Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.“
Ps. 80, 19

Welch ein herrlicher Bezug von „leben“ und „deinen Namen anrufen.“ Leben in allem was es ausmacht, steht in einer unmittelbaren Beziehung mit Gott. Gott anrufen, auf ihn bezogen sein, von ihm alles zu erwarten, ihn hochhalten und verehren, ist das Mittel gegen die Sterblichkeit. Leben ist das in Gott sein. In der Gottesgegewart entfaltet sich unser Menschsein. Ohne Anrufen, ohne um Gott sein, also kein Leben. Dieses Leben ist direkt in das Ostergeschehen eingebettet. Es entzündet sich an dem auferstandenen Christus, der uns Menschen das unvergängliche Leben aus Gott erschlossen hat. Mit Ostern bekommt das Leben ein ewigkeitliches Qualitätssiegel. Durch Jesus ist der Mensch wieder in das, ‚in Gott sein‘ gerückt. Im Gott anrufen, in der Anbetung sind wir Zuhause. Im in und um Gott sein, sind wir voll in unserem Element. Leben beginnt am Herzen dessen, der den Tod zerstört hat.

Unsere allererste Daseinsform liegt nicht in irgendwelchen Aktivitäten oder Zuwendungen an Menschen; sie liegt in „deinen Namen anrufen.“ Lebenserfüllung kann sich nie aus unserer Leistung entwickeln, aus den Erfolgerlebnissen, die wir zu verbuchen haben, sondern aus dem Gotteslob. Aus der Anbetung, aus dem empfangenen Ostererlebnis entwickeln sich unsere Lebensäußerungen, die in die Welt und die Menschen hineindringen. Ein lebendiger Mensch ist ein Gottlober.

Warum sollten wir in irgend etwas anderem unsere Bestimmung und Lebensinhalt suchen?

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Was wäre, wenn Bundespräsident Joachim Gauck die Blumenmönche besuchen wollte? Hoher Staatsbesuch im Kloster. Wen schüttelt das? Wer interessiert sich schon noch für Politik? Das juckt mich nicht, mit denen da oben habe ich sowieso abgeschlossen. Was soll´s, wenn der kommt ändert sich die Welt auch nicht. Wir haben doch ganz andere Sorgen, da helfen große Worte von außen nicht.
Nein, das würde keiner sagen!
Mit Sicherheit, würde wochenlang davor die Welt im Kloster Kopf stehen. Da würden Rezepte studiert, Räume auf Hochglanz gebracht, Programme geschmiedet und in den Kameras die Akkus geladen. Die Luft ist spannungsgeladen, alles prickelt und fiebert auf diese Begegnung zu. Ein Gast und die Welt verändert sich. Wer auf etwas zu lebt, kann keine trübe Tasse mehr sein.

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1. Wir sind die Hellen

„Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass der Tag des Herrn wie ein Dieb über euch komme. Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis.“ 
Christus kommt. Angekündigter Besuch, ob gewollt oder nicht. Eine Christusbegegnung steht jedem bevor. Diesem Zusammentreffen haben alle standzuhalten. Auch wenn er die letzten 2000 Jahre nicht gekommen ist und den Eindruck erweckt hat, jeder könne in Ruhe sein Ding machen, wir werden vor ihm stehen.
Wie und wann das sein wird, ist gar nicht wichtig, sondern allein „dass“. Dieses „Dass“ hat prägende Kraft für den Glauben. Gott setzt damit einen Punkt, auf den alles zuläuft. Das Größte, das sich Gott vorgenommen hat geht in Erfüllung. Reich Gottes in seiner Vollendung. Durch dieses Ereignis verdichtet und konzentriert sich das Leben. Dass Christus kommt, ist nicht nur eine Tatsache, die irgendwann sein wird, sondern sie gibt dieser Welt ihren eigentlichen Sinn. Wer mit dem Licht rechnet, wird selber Licht. Gott nimmt aller Perspektivlosigkeit das Dunkle und die Nacht. Das was kommen wird, hat bereits gestaltende Kraft in der Gegenwart. 
Wenn wir uns ein neues Haus erträumen, wird irgendwann aus dem Gedanke Wirklichkeit. Zuerst haben wir das Bild vor Augen, dann ziehen wir in diese neuen Räume ein. Dass Jesus kommt, ist eine Vision für die Zukunft, die das Heute gestaltet, belebt und antreibt. Wenn er Licht ist, ist er das nicht nur in unserer Erwartung oder Phantasie, sondern im hier und jetzt. Er bestimmt alles tun und denken. „Das was ich anschaue, bekommt Macht über mich.“ Das worauf ich zu lebe, ist mein Leben. Wir sind das Licht! Damit wird unser ganzes Lebenspotential freigesetzt. Wir haben Christus verinnerlicht, deshalb leuchten wir. Wer von diesem Licht ergriffen ist, wird zu Schöpfer seines Lebens. Mit dieser Vision macht Gott Gemeinde lebendig. Damit will Gott die Welt aus den Angeln heben. Hier trennt sich wichtig von unwichtig. Wir sind die Hellen, die Hell-Wachen, weil wir auf das Licht zugehen.

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2. Verpatzte Gelegenheiten

„Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr -, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen.“ 
Christus macht in seinem Kommen, eine Zuschauerfrage zur Existenzfrage. Am Umgang mit dieser Tatsache entscheidet sich, ob man mit seinen Pfunden wuchert, seine Gaben ausschöpft, auf etwas zu fiebert, oder das Leben verschläft. Wer diese Frage mit Gelassenheit beantwortet, verspielt kostbares Kapital und stürzt sich in die Belanglosigkeit. Wer nach der Devise lebt: Es wird nicht so heiß gegessen, wie gekocht wird, nimmt sich selbst den Wind aus den Segeln. Wer nicht hellwach ist, steht in der Gefahr, dass es in seinen Gedanken finster wird. Wo diese Christusbegegnung nicht dauernd brennt, glüht und antreibt, überfällt einen Müdigkeit. Perspektivlosigkeit fördert Trägheit, Frust und Krankheit. Ohne dieses Ziel fährt das Leben auf Sparflamme, in einen Dämmerzustand. Das Leben stumpft ab und man bastelt seine Ausreden und Erklärungsversuche, um sich gegen die Antriebslosigkeit hinwegzutrösten. 
Auch wir stehen in dieser Gefahr, unter der Last der Arbeit, dem Mangel an Nachwuchs, den beginnenden körperlichen Beschwerden, in eine Schwerfälligkeit zu verfallen. Der Text will uns vor der falschen Sicherheit , gedankenloser Untätigkeit und resigniertem Damit-Abfinden bewahren. Glauben kann man nicht, als ein am Rande Beteiligter, der für sich seine meditativen Entspannungsübungen macht, sondern als einer, der Licht vor Augen hat und mit ganzer Macht von der Nacht zum Tage durchdringt.

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3. Lebe den heutigen Tag

So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein.“

Leben wird von einer klaren Zukunft bestimmt. Das Leben im Glauben erst recht. Da werden die längst fälligen Fragen des Glaubens nicht vor sich hergeschoben, wie eine Prüfung, die am Ende des Schuljahres wartet. Da leben wir nicht irgendwann, sondern jetzt. Alles ist darauf angelegt, die wertvollen Augenblicke auszuschöpfen und dem Leben die eigentliche Qualität zu geben. Christen steigen aus der Belanglosigkeit aus und heiligen den Moment. Wem Christus etwas bedeutet, dem wird jeder Mensch zu etwas Besonderem. Die Zeit wird zu einem kostbaren Geschenk, zu einer erfüllten Sternstunde. Alles bekommt einen neuen Wert und eine neue Wichtigkeit. Zielstrebigkeit fördert die Konzentration auf´s Eigentliche. Das Eigentliche ist die Quelle an Kraft, an Mut und Hoffnung, das, was wir anschauen.
Was können wir tun, um den heutigen Tag noch bewusster zu leben als „normale“ Tage?
Es hängt von unseren Sehgewohnheiten ab. Wo wir Licht sehen und Licht sind, können wir uns in den Nächten sicher bewegen. Wir können mit Widerwärtigkeiten anders umgehen. Als die Mutter ihre kleine Tochter beim Gewitter im Wald besorgt fragte, hast du denn keine Angst vor den Blitzen, antwortete diese lächelnd: Warum denn, der liebe Gott macht doch gerade Fotos von mir.
Wie gehen wir mit Bedrohlichem um?
Hellwache Menschen verwandeln Frustration in Faszination. Wer Christus vor Augen hat, kann jede Situation in goldene Momente verwandeln. Wir beginnen in jedem Tag das Wunder zu entdecken, und dafür zu danken. Da besteht jeder Tag aus hunderten von Wundern und kostbaren Momenten. Glaube macht wach und nüchtern für jeden Augenblick. Glaubende gestalten jeden Tag als einmalige Chance. Vom Licht bewegte, lassen sich durch nichts davon abbringen vom Leben fasziniert zu sein. Sie wachen, arbeiten konzentriert, sie adeln jeden Moment, dass sie nichts vom Leben verplempern.
Wenn der große Präsident kommt, will ich nicht mit Belanglosem beschäftigt sein und mich mit Kleinigkeiten, Gehässigem oder Zerstörendem aufhalten. Durch den Tag Jesu, bekommen unsere Tage eine neue Realität. Wenn wir nicht jetzt dieses Licht anschauen, und nicht alles davon durchdringen lassen, wann soll es dann in der Nacht der Welt hell werden?
Mit dem Licht vor Augen, haben wir die stärkste Motivation für das Heute und sind allzeit bereit für den Kommenden.