Trennung schafft Neues

In der Eindeutigkeit erfahren wir die neue Welt.
„Euer Herz sei ungeteilt bei dem Herrn, unserem Gott.“

1.Könige 8, 61
Ungeteilte Herzen sind festgelegte, für eine Sache entschiedene Herzen. So eindeutig, wie Gott zu den Seinen steht, liegt der Anspruch auf dem Menschen, in der Klarheit seines Lebens. Ungeteilt ist Gottes radikales Ja zur Erlösung, zur Vergebung, zum Heil. Es ist das bedingungslose, sich zu dem Menschen stellen. Gott kennt keinen Platz für Kompromisse und Mehrgleisigkeit. Er ist nicht eine Alternative von Vielen. Er ist ungeteilt Licht und ungeteilt Leben. Damit trifft er eine klare Entscheidung gegen die Nacht und den Tod. Reich Gottes entsteht, wo der ungeteilte Gott mit dem ungeteilten Menschen zusammen kommt. Diese neue Welt, die Christus in einem Herzen entzünden will, entsteht, wo Menschen eine eindeutige Entscheidung treffen. 
Die andere Gesinnung, die in einem Herzen anbricht, beginnt mit einer Trennung. Für den ungeteilten Glauben entscheidet sich das Herz für Christus, gegen alles andere. Ungeteilt bedeutet eine Scheidung von allem, was nicht Gott meint. Dahinter steht ein Martin Luther mit seiner markanten Aussage: Hier stehe ich, ich kann nicht anders. In einem ungeteilten Herzen werden in uns die Weichen gestellt. 
Wenn wir unsere Gedanken betrachten, entdecken wir, wo wir in jedem Augenblick spazieren gehen. Es ist oft haarsträubend, an was sie sich selbst im Gottesdienst aufhalten. Hier ist der Sitz, in dem Gutes und Böses entsteht. Hier ist der Anfang von Himmel und Hölle. Unkontrollierte Gedanken sind der Beginn des Chaos in der Welt. Genau hier beginnt durch ungeteilte Herzen das Reich Gottes. Mit Christus haben wir die Macht, uns vom Bösen zu scheiden. Das ungeteilte Herz trägt diesen Kampf aus, nein zu sagen, zu allem was Zerstörung auslöst. Wir sind hier ganz nah am Predigttext vom vergangenen Sonntag, wer nicht für mich ist, ist gegen mich, wo eine Nicht-Entscheidung dem Bösen in die Hände spielt. Wo Herzen und Gedanken geteilt sind, kann nichts von Gottes Herrlichkeit entstehen. Diese wunderbare neue Welt entsteht, wo Herzen eindeutige Striche ziehen.
Wie können wir das am besten lernen, in aller Zerstreuung, in jedem Augenblick schnell und ungeteilt unsere Herzen an dem Herrn festzumachen?       

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Der Glaube trotzt

Der Glaube glaubt sich gegen allen Anschein durch.
Ich selbst will, spricht der Herr, eine feurige Mauer rings um Jerusalem her sein.“

Sach. 2, 9

Jerusalem ist eine stark umkämpfte Stadt zwischen Eroberung, fallen und wieder aufgebaut werden. Sie war immer schon das Sinnbild für den Glaubenden, der täglich in den Auseinandersetzungen mit dem Bösen steht. Da hinein fällt das Wort mit der feurigen Mauer. Zwei Gegensätze, die scheinbar nicht extremer zueinander stehen können. Gott, der unüberwindbare, undurchdringliche Schutz und dennoch der mehrfache Niedergang der Stadt. Quasi wie im richtigen Leben, wo man unter dem Eindruck steht, soviel Elend, wo bleibt da der bewahrende Gott. Doch die Zusage und Macht die in diesem Wort liegt ist nicht zu toppen. Gott steht allen Widerständen zum Trotz für den Erhalt Jerusalems. Sooft die Mauern auch einstürzen werden, diese feurige Mauer macht die Stadt uneinnehmbar. Die Herrschaft Gottes gegen das Böse ist unantastbar. Jeder der sich an Gottes Eigentum vergreifen will, wird sich früher oder später die Finger verbrennen. Jesus selbst sagt: „Die Pforten der Hölle sollen meine Gemeinde nicht überwältigen.“ Trotz Anfeindung und Sterben, wird das Leben bleiben. Trotz Nacht und Zerstörung, siegt die Befreiung. Trotz allem was passiert, baut Gott sein Reich und seine Gemeinde. Das was in Gottes Händen liegt, trägt das Siegel: unüberwindbar.
Somit ist Glaube immer ein Trotzdem-Glaube. Mit dieser Zusage kann er sich gegen allen Anschein durchglauben. Er glaubt, auch wenn alles dagegen spricht. Er hofft, wo es nichts zu hoffen gibt. Glaube ist ein, durch allen Widerstand unbeirrt festbleiben. Dort wo alles unter den Lasten ermüdet und die Flügel hängen lassen will, trotz der Glaube, weil er unter dem Kreuz immer die Auferstehung sieht. Die feurige Mauer ist genau für die Antriebslosen und schwach Gewordenen. Die feurige Mauer ist der Posaunenstoß, des Aufbruchs, allen Widerständen zum Trotz.
Was wäre das für ein Glaube, der nicht gerade in den dunkelsten Stunden, der Antrieb zum Weitermachen ist? 

Es gibt viel aufzuleiden

Wir haben Anteil an Gottes Leiden.
„Warum nimmt mein Leiden kein Ende? Warum will meine Wunde nicht heilen? Ich setze meine ganze Hoffnung auf dich; aber du lässt mich im Stich wie ein Bach, der im Sommer versiegt!“

Jer. 15, 18
So richtig unverschämt und verzweifelt haut Jeremia Gott die Ohren voll. Diese Vorwürfe sind kaum noch zu überbieten. Du lässt mich im Stich und völlig vertrocknen! Das klngt wie Abrechnung. Hier ist einer fertig mit Gott und der Welt. Jeremia war aufgelaufen an seinem Auftrag. Er hatte zur Umkehr gerufen und ist daran schier irre geworden, weil sich so wenig veränderte. Er klagt darüber Gott an, obwohl er damit genau im Zentrum von Gottes Leiden stand. Gott leidet an der Dickfälligkeit der Menschen. Er leidet unter dem Mangel an Einsicht und Erkenntnis. Er trauert über Hartherzigkeit und Uneinsichtigkeit. Die Haltung der Menschen macht nicht nur Menschen krank, sie geht auch Gott an die Nieren. Jeremia ist auf den Schmerz getroffen, den Gott mit seinen Kindern hat. Er leidet an dem Gott-Mensch-Konfikt. Er leidet an der von Gott losgelösten Schöpfung, in der alles Leid seinen Ursprung hat. Er spürt körperlich, wie weh das tut, wenn Leben nicht unter Gottes Führung abläuft. Unter diesem Auseinanderklaffen leidet der Mensch und Gott. 
Leiden wird immer zur Gottesgeschichte und zur Menschheitsgeschichte gehören. Viktor Frankl sagt: Es gibt viel aufzuleiden! Aufzuleiden im Sinne von aufarbeiten. Leiden ist Arbeit. Leiden ist Kampf. Leiden ist Auseinandersetzung der sich Gott stellt und der wir uns zu stellen haben.
Gott hat das Aufleiden in die Hand genommen. Er hat sich bis zur Wurzel des Übels durchgelitten. Jesus Christus ist Gottes Aufleiden. Er hat den schmerzhaften Trennungsbruch zum Menschen überwunden. Auf die Frage von Jeremia; nimmt mein Leiden kein Ende, hat Gott die Antwort gegeben. In Christus kann diese Wunde heilen. Unser zwanghaftes sündigen müssen und dadurch Schmerzen auslösen, ist durchbrochen. In Christus lässt der Schmerz nach, weil etwas in Ordnung kommt. So steht über allem Unheil nicht nur der Schmerz, sondern immer auch die Hoffnung. Auch wenn es in dieser Welt noch viel aufzuleiden gibt, haben wir in Christus keinen Grund mehr daran zu verzweifeln.
Durch Christus sind wir einen Schritt weiter als Jeremia. Wollen wir trotzdem noch gegen Gott Amok laufen?

Null Toleranz bei Bosheit 

„Die ihr den Herrn liebet, hasset das Arge!“

Ps. 97, 10
Klare Ansage für die Glaubenden. Im Umgang mit dem Bösen gibt es nur Rigerosität. Menschen am Herzen Gottes sagen nicht zu allem Ja und Amen. Da zählt nicht, immer nur lächeln und nett sein. Glaubende schlagen auf den Putz, wo Zerstörung am Werk ist. Echte Liebe zu Gott muss Hass entwickeln, zu allem was Gott nicht meint. Das ist eine Stimmung und ein Gefühl, die uns so gar nicht liegen. Können wir wirklich hassen? Haben wir eine Abscheu gegen das was Gottes gute Ordnungen durchbricht? Bäumt sich da etwas in uns auf, wenn das Leben mit Füßen getreten wird? Menschen an der Quelle des Lebens müssen eine gesunde Auflehnung entwickeln, gegen alles, was die Quelle verseucht. Wo es um Fehlentwicklungen geht, in uns, in Kirche und Gesellschaft, muss sich etwas in uns Aufbäumen. In unserem pluralen Denken, muss sich ein Platz für ein NEIN entwickeln. Wer das Böse toleriert, untergräbt die Liebe Gottes. Das Vermächtnis, das Gott uns anvertraut hat, braucht entschlosse Kämpfer für das Gute. Paulus fordert in dem Zusammenhang auf, den törichten Menschen mit guten Taten das Maul zu stopfen. 
Wer in Gott lebt, ist zum Einmischen geboren. Die wahre Liebe kennt null Toleranz gegen das Böse. Echte Liebe wird ungemütlich, wo die Liebe mit Füßen getreten wird. Gott hat der Sünde mit Christus das Maul gestopft. Gott, der leidenschaftlich für das Leben kämpft, kämpft genauso entschlossen gegen den Tod. Wer in der Liebe steht, kann keine Liebe für das Arge entwickeln.
Kommen wir noch in Wallungen, wenn Bosheit gesellschaftsfähig gemacht wird?

Unrecht ist Chefsache

alles geht in die Knie, wenn Gott sein Recht schafft.

„Das Erdreich erschrickt und wird still, wenn Gott sich aufmacht zu richten, dass er helfe allen Elenden auf Erden.“
Ps. 76, 9-10

Wenn Gott Gutes vom Bösen trennt, fliegen die Fetzen. Das geschieht nicht harmlos, da zieht er alle Register. Gottes Leidenschaft gilt dem Recht, dem Guten und allem, was das Leben fördert. Seine ganze Entschlossenheit steht gegen alles Unrecht, Zerstörung und Sterben. Er führt diesen Kampf mit aller schöpferischen Energie seines Wesens. Das Elend der Welt treibt ihn in die totale Selbsthingabe. Er bebt geradezu, sein Heil und seine Gerechtigkeit aufzurichten. Sein brennen dafür heißt Jesus Christus. Christus ist sein radikales Anti gegen das Böse. Darüber erschrecken Menschen, wie ernst ihm das Richtige, das Gute im Leben ist. Alles Unrecht wird vor ihm zittern, jeder der Böses im Sinn hat, dem wird es heiß und kalt werden.

In allen Auseinandersetzungen mit dem Elend dieser Welt, dürfen wir wissen, mit Christus streitet Gott für das Gute. Unrecht ist Chefsache. Gott wird auf Biegen und Brechen, alles in die Knie zwingen, was sein Heil beschädigt.

Wir brauchen nicht vor dem Bösen erschrecken, weil das Böse vor Gott erschrecken wird.

Ist das nicht wieder ein Grund, seinem Licht, in allem Dunkeln zu vertrauen?

Weinende Augen können glänzen

Kapelle, Autobahnkapelle, Kochertalbrücke,

Christophorus-Kapelle – ein „Ja“ gegen tausend „Neins“

8 Schwestern erobern die Autobahn. An der A6, neben der Kochertalbrücke entstand eine neue Kapelle.  Sie ist ein „Ja“ gegen tausend „Neins“.  Sie ist ein „hier bin ich, gegen zig „das geht doch gar nicht“. Ein kleines Schmuckstück als Symbol für Mut zum Experimentieren, für Ausdauer und Gottvertrauen. Die Christophorus-Kapelle ist ein Sieg Davids gegen Goliath. Sie wurde Anfang April eingeweiht.  Die Christusträger Schwestern hatten sich mit einem übermächtigen Staatsapparat anlegt. Es entstand eine Oase der Einkehr auf Staatsgrund. Ein Ort des Gebetes, an der Verbindungsachse von Paris nach Prag. Reisende und Fernfahrer können bei ihrem unterwegs sein, kurz „Zuhause“ einkehren 

Ein paar Menschen hatten nur eines vor Augen: Die Kapelle.
Weinende Augen können glänzen
Hebr. 12, 1-3

1. Wer ein Ziel hat, kann kämpfen

„Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, lasst uns auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.“
Glaubende sind Heißgemachte, von dem was sie sehen. Glaubende sind Bildbewegte. Glaubende leben von einem starken Christusbild. Christus malt ihnen die fertige Kapelle vor Augen. Reich Gottes in seiner Vollendung. Das Fest der Kirschblüten, das ein ganzes Tal in Atem hält. Da jubelt das Aufbrechen über lange Zeit der Trostlosigkeit. Da hüllt sich die Schöpfung in Farben, die alles Müde aus den Reserven lockt. Alles ist dazu angelegt, seinen Schöpfer zu umspielen, zu besingen, sich an ihm zu freuen. Allgegenwärtiger Lobgesang. Nie endende Faszination über das Wunder des Lebens.
Starke Bilder haben starke Kraft. Christus malt sein Bild vom Ziel her. Er steht schon in der fertigen Kapelle. Er entwickelt keine Vision, die einmal kommen wird, sondern steckt die Fahne ins Ziel. „Ich habe es geschafft, ich bin da!“ Der Weg geht schnurstracks auf das Siegertreppchen zu, auf dem Christus steht. Diese Wirklichkeit, leuchtet vor unseren Augen. Bei Christus sein, ist kein Traum, sondern etwas, was immer da ist, was vor uns wehend im Boden steckt. Weil Christus da ist, gibt es eine eindeutige Richtung, gibt es einen Punkt, auf den sich unser Herz konzentriert. Da ist ein starker Magnet, von dem alles angezogen ist.
Ziele sind lebensnotwendig. Wer kein Ziel hat, lebt nicht. Ziele sind das Feuer, das in einem brennt. Ziele bündeln alle Energie gegen Widerstände. Christus ist geballte Energie gegen das Scheitern. Er ist der Zielgeprägte in aller Passion. Er ist das Mahnmal, wie man mit Kreuz umgeht.
Wege zum Ziel gehen wir nicht allein. Die Wolke von Zeugen, die sich vor uns durchgeglaubt haben, steht Spalier. Da ist eine riesige Schar derer, die da sind und uns anfeuern. Die vor uns gelebt und geglaubt haben, sind nicht einfach weg, sondern um uns. Bei aller Anstrengung, sind wir eng verbunden, mit allen die um Gott sind. Gemeinde hier und dort. Um Gott ist ein lebendiger Organismus der großen Einfluss auf unseren Kampf nimmt. Christus mit seiner Wolke ist der Gott mit uns, für alle, die zum Ziel unterwegs sind. Vielleicht können wir den Umgang mit  Heiligen und Verstorbenen besser verstehen?
Wir haben ein Ziel und eine Wolke, die uns anfeuert. Dieses Ziel weckt den Sportsgeist.
 

2. Abgespeckt und kampfbereit

 „wir wollen auch alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist“
Große Ziele bedeuten Kampf. Christuswege sind Wettkämpfe, die über das Kreuz führen. Glaube ist unausweichlich angefochten. Ob wir wollen oder nicht, wir sind zum kämpfen bestimmt. Unser Organismus ist ständig in Habacht-Stellung gegen anfallende Schnupfenviren. Er wehrt ab, erneuert, regeneriert und kämpft ums überleben.
Gerade in der beginnenden Passionswoche ist es gut, wenn wir den leidenden Christus verinnerlichen. Seinem Ostern ging die dunkelste Nacht voraus. Auf den Sieg zugehen, hängt mit Loslassen zusammen. Den Weg zur Erlösung ging Christus am Puls derer, die am Ende waren. Er ging einen Weg, der augenscheinlich zum Scheitern verurteilt war. Sein Sterben hatte das große Ziel – die Berge zwischen Mensch und Gott müssen weg. Unter Lasten zu gehen, ist seit diesem Augenblick sinnvoll. Große Ziele zu erreichen tut weh. Glaubende kämpfen, weil sie das Größte, das Gott für sie zugedacht hat verspielen können.
Laufen wollen, heißt Last abwerfen.Sie werden nicht müde, gegen jede Art von Trägheit und Selbstverliebtheit anzugehen. Wer einen beschwerlichen Weg geht, darf kein Pfund mehr am Leib haben, als nötig. Er braucht einen freien Kopf und ein unbelastetes Herz. Alles was ablenkt muss weg.
Voigt: „Man kann einen Langstreckenlauf nicht mit Hut und Mantel und einen Koffer in der Hand gewinnen.“
Abwerfen ist eine christliche Disziplin. Abwerfen macht beweglich. Abwerfen ändert die Blickrichtung. Abwerfen rückt Leid an die 2. Stelle, weil in erster Linie der Blick vom Ziel angezogen wird. Wir kämpfen nicht gegen Dornen, sondern schlagen uns durch sie hindurch auf Christus zu.

3. Der Blick der erquickt

„Blickt auf Jesus und denkt an den, der von den Sündern solchen Widerstand gegen sich erduldet hat; dann werdet ihr nicht ermatten und den Mut nicht verlieren.“
Was wir anschauen, wird in uns mächtig, ein altbekanntes Wort. Wir leben, wie wir sehen. Unsere Blicke stehen für Sein oder Nichtsein. Was wir anschauen, kann aufbauen oder das Leben schwer machen. Das erleiden die syrischen Kinder, in deren junges Leben Brutalität hinein gemeißelt wird. Diese Macht liegt in den Augen. Was in uns eingeht, beeinflusst das Denken, die Gefühle, die ganze Person und letztlich wie wir uns verhalten. Wer große Ziele erreichen will, muss seine Augen unter Kontrolle haben.
„Auf Jesus blicken“. Da geht Erlösung in uns hinein. Da trifft die Auferstehung ins Herz. Da kommt der Gewinner zum Kämpfer. Der Jesusblick ist die größte Kraftquelle, weil die explodierende Schöpfung in uns zu blühen beginnt. Im Jesusblick strahlen die farbigen Fenster, der neuen Kapelle bereits ihr Licht in unser hoffnungsloses Grau. Passionswege sind Aufblickwege. Aufblickwege sind Eucharistie. Mit dem Jesusblick kann man nicht mehr schlapp machen. Jesus hätte nicht leiden müssen, er wollte. Er wollte so nah wie möglich bei den Ringenden und Kämpfenden sein. Egal wie groß die Widerstände, wie hart die Auseinandersetzungen auf dem Weg sind, egal wie schwach ich mich fühle, der Christusblick ist der Vitaminstoß für die leidende Seele. Da können weinende Augen gerade in der Karwoche glänzen.
Amen.