Größe macht andere groß 

was ist wahre Größe?
„Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang ist mein Name groß bei den Nationen, spricht der Herr.

Mal. 1, 11
Was gibt Gott seine Größe? Sind es die Menschen, die ihn verherrlichen, oder die gewaltigen Kirchen und Dome, die für ihn erbaut wurden? Haben leidenschaftliche Kämpfer, mit und ohne Gewalt seinen Namen groß gemacht?
Größe Gottes ruht in seinem Sein. Gestern Abend waren wir beim Prälatenempfang in Sindelfingen, bei dem der Präsident der evangelischen Kirche von Burkina Faso gesprochen hat. In einem kleinen Land in Zentralafrika müssen die Menschen mit den unterschiedlichsten Religionen oft innerhalb einer Familie klar kommen. Da gibt es nicht die Abgrenzungen, wie wir sie kennen. Doch das überzeugenste, was in diesem Miteinander die Menschen verbindet, ist die christliche Liebe. Sie leben die Liebe Jesu und die schlägt die größten Brücken, über den Islam, bis in die Politik.
Das was Gott groß macht ist nicht unser Glaubensbekenntnis,  sondern seine Liebe. Das ist die Hoheit, die von ihm ausgeht. Liebe, die Wege durch dick und dünn baht. Liebe, die bist ans Kreuz geht. Das ist Größe die überzeugt. Das ist eine Macht die Herzen bewegt. Gott macht nicht etwas, sondern seine Existenz ist der Zustand von Liebe. Die Tage sind davon vom Morgen bis zum Abend erfüllt. Der unendliche Raum ist davon durchdrungen. Es ist das permanente Zuströmen zum Andern. Größe ist nicht Säbel rasseln, sondern wer sich am meisten hingibt. Größe ist in dem, der immer das Beste für seinen Nächten im Auge hat. Größe verschafft sich keine Autorität, sondern macht andere groß. Diese Liebe hat die Kraft alle Zeiten zu überdauern.
Wo sehen wir andere Wege, die Gott und die Menschen verbindet?

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Der richtige Dreh machts 

Die richtige Drehung entscheidet, ob wir hoffen können.
„So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte fest an Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!“

Hos. 12, 7
Aus der Hinwendung zu Gott entschlüsselt sich das ganze Leben. Wo diese Zuneigung ausbleibt, bleibt der Mensch im Unrecht und in der Hoffnungslosigkeit. Alles entscheidend ist, wo sich das Herz hinkehrt. Das Wort Bekehren ist leider in christlichen Kreisen oft wie eine Brechstange verwendet worden, dass diese entscheidende Aussage für manch einen zum Brechmittel wurde. Doch in Bekehren liegt schlicht die Hinkehr zu dem, der beide Hände uns entgegenstreckt. Gott macht den ersten Schritt, dem muss ich mich einfach zuwenden. Er macht uns ständig ein Angebot, das wir nur annehmen müssen. Es ist Gottes ständiges Ringen gegen unser Abwenden. Kehre dich weg, von dem Elend. Drehe dich in deiner Krise zu mir. Bleibe nicht alleine. Es ist der Blickwechsel in aller Not. Wer mit dem Boot auf einen Wasserfall zusteuert braucht nur noch einen Rückwärtsgang. Umkehr ist die Rettung. 
Dieser Kehrtwechsel ist kein einmaliger Akt, sondern ein täglicher Prozess in jeder Lebenssituation. Alles was von Gott wegtreibt, braucht die laufendene Kurskorrektur. Blicken wir nach Westen oder Osten? Blicken wir in die noch existierende Nacht, oder den anbrechenden Morgen? In diesem Umschwenken bekommt das Dasein ein anderes Gesicht. 
Da entfaltet sich die ganze Macht Gottes. Da entdecken wir alle Kraftmittel. Da stoßen wir auf die Barherzigkeit, auf die guten Ordnungen Gottes. Da stehen wir im Eigentlichen und Richtigen. Nur in einem kleinen Kurswechsel blüht die ganze Welt Gottes auf. Da können wir in der Verzweiflung wieder hoffen. Wir brauchen gar nicht so viele geistlichen Programme abspulen, wir brauchen uns nicht fromm zu verkrampfen, um in Gott zu bleiben, wir brauchen uns nur drehen. 
Die Hände sind ausgestreckt. Haben wir den Dreh raus, uns immer neu in diese hineinfallen zu lassen?