Finsternis hat ausgegessen

auch wenn es eine Sonnenfinsternis gibt, so wird es nie eine Lichtfinsternis geben.
„Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein, so wäre auch die Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag.“

Ps. 139, 11-12
Gott ist Lichtglanz. So wird seine Herrlichkeit umschrieben. Wir kennen Lichtjahre und Lichtgeschwindigkeit und treffen dabei auf eine Größe, die für Menschen kaum fassbar ist. Lichtglanz ist der Raum ohne Zeit. Es ist der Anfang ohne Ende, es ist die Unendlichkeit und somit die Ewigkeit. Wo Gott ist, haben wir es grundsätzlich mit dieser Unendlichkeit zu tun, die diese vergängliche Welt durchdringt. Vergänglichkeit entsteht durch Abwendung von diesem Licht. Die Entfernung aus diesem Lichtraum schafft Finsterniss. Wo Gott nicht ist, gehen die Lichter aus. Unglaube ist Finsternis. Sich selbst zur Leuchte machen wollen, vertreibt aus dem Paradies. Aus der gefallenen Schöpfung kann kein Licht kommen. Der Mensch steht aus sich heraus auf der Seite der Finsternis. 
Licht kommt allein aus dem Lichtglanz. Diesen Lichtglanz bringt Christus in die Finsternis. Seit Christus die Erde berührt hat, gibt es keine absolute Finsternis mehr. Auch wenn die Welt aus allen Wunden blutet und die Finsternis zum Himmel schreit, ist mitten drin ein Licht angegangen, das nicht auszulöschen ist. So haben wir immer beides. Wir leben ständig in der Nacht, in der es Tag wird. Das Licht ist aus dem größten Schlachtfeld nicht mehr wegzudenken. In der verzweifelten Situation, können gar nicht mehr alle Lichter ausgehen. Selbst die kleinste LED-Lampe durchdringt den finstersten Raum. Licht ist von dieser Welt nicht mehr wegzudenken, weil Gott nicht wegzudenken ist. Durch die Gnadensonne, liegt die Finsternis in der Schreckstarre. Wo das Christus-Licht scheint, können selbst in der finstersten Nacht, die Lichter nicht mehr ausgehen.
Warum über die Finsternis klagen, wenn das Licht schon längst da ist? 

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Lichtglanz blendet 

Herrlichkeit braucht Schutz.
„Der Herr sprach zu Mose: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht.“

2. Mose 33, 20
Mose musste sich in einer Felsspalte verstecken, damit Gott an ihm vorüberziehen konnte. Wenn wir vor das Angesicht Gottes gestellt werden, wird´s unerträglich. Da kommt so viel Licht, das für uns schädlich wäre. Wer in die Sonne schauen will braucht eine starke Schutzbrille, um seine Augen nicht zu zerstören. Bei der Herrlichkeit Gottes ist das noch extremer. Für diese Form des Lichtes ist der Mensch einfach nicht geschaffen. So viel Energie braucht Schutz, um keinen Schaden anzurichen. So unverträglich sind die sichtbare und die unsichtbare Welt. Herrlichkeit kann diese Erde nicht nicht ohne einen Schutz ertragen. Niemand würde sich einfach so Laserstrahlen aussetzten. Wir können Gott nicht sehen, weil sein Lichtglanz für uns überdosiert ist. 
Gott selbst schützt uns vor dieser Energie. Er nimmt sich selbst zurück und macht sich durch Christus menschenverträglich. Er dosiert Herrlichkeit auf erdentaugliches Maß. Was wir hier von Gott erleben, sind Spurenelemente seines Glanzes. Der Glaube schlägt die Brücke in diese unfassbare Wiklichkeit. Der Glaube weiß von dem, was wir nicht sehen können und sehen dürfen. Der Glaube sieht in Christus das Unsichtbare. Durch Christus wird das Unfassbare, das Unsichtbare, wird Herrlichkeit alltagstauglich. Der Glaube kann leben, aus dem was er nicht sieht, und auf das hoffen, was für Menschen unzugänglich ist.
Wo liegen unsere Zweifel, bei dem, was wir nicht sehen können?

Die Zunge macht hell

wenn wir einmal beobachten was unser Mund den ganzen Tag so ablässt, kann einem schwindelig werden.
„Meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich täglich preisen.“

Ps. 35, 28
Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Was die Zunge von sich gibt, sind die Dinge die im inneren bewegen. Wenn jemand von Gerechtigkeit redet, muss Gott zuvor gewaltiges ins rechte Licht gesetzt haben. Gerecht ist der Ausgleich eines Missverhältnisses. Da wurde etwas, was entgleist war, wieder auf Kurs gebracht. Unrecht wurde aus der Welt geschafft. Da wurden wieder geordnete Verhältnisse geschaffen. Gerecht ist der Neuanfang nach dem Unglück. Hier hat ein Mensch die Christus Gegenwart erlebt. Hier blieb jemand nicht im Unheil stecken. Da hat Gott das tägliche Drama umgewandelt. Gerechtigkeit ist der Sonnenaufgang über einem Nacht gewordenen Leben.
Diese Strahlen leuchten aus dem Mund. Da hat die Zunge keinen Grund mehr, den ganzen Tag von Dramen und Katastrophen zu erzählen. Da hat das beschwerte Herz eine neue Schwingung bekommen, da verwandelt sich der Schmerzkörper. Die Zunge findet neue Töne und Worte. Da atmet der Mund eine neue Frische. Da verschwindet der übel riechende Sound, der sonst die Lippen verlies. Es wird heller Tag, wenn diese Zunge redet. Da entsteht Gesang und Lob. Wenn dieser Mund sich öffnet, geht gleichzeitig der Himmel auf. Was die Zunge redet zeigt immer, in wie weit die Sonne der Gerechtigkeit innen drin aufgegangen ist.
Was soll unsere Zunge heute von sich geben?