Schichtwechsel für den Geist

Seid ein lebendiger Ausdruck der Güte Gottes: Güte in eurem Gesicht, Güte in euren Augen, Güte in eurem Lächeln, Güte in eurem warmen Gruß. Mutter Teresa

„Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer.“
Spr. 14, 31

Pfingsten ist kein erhebendes Gefühl, in dem mein Geist in höheren Sphären schwebt, sondern es ist ein Geist der durch Mark und Bein geht und in Händen und Füßen ankommt. Pfingsten ist Christus bei den Menschen. Es ist Erbarmen für eine ungerechte und blutende Welt. Es ist die höchste Güte, die im Geringsten eine Wohnung findet. Es ist der nahe Gott für die Ausgestoßenen. Menschengeist wird mit Heiligem Geist beseelt. Unser Geist wird mit Jesus-Geist durchdrungen. Damit kommt Gott ganz in die Niedrigkeit der Welt. Flächendeckend geht damit Christus an die Hecken und Zäune, zu denen, die unter die Herrschaft der Gewaltigen gekommen sind. Er kommt zu denen, die unter dem Unrecht von Menschen und Systemen leiden. Durch den Geist sind die Glaubenden die Brückenköpfe für die Armen. Sie haben durch den Geist den Weitblick für die Brennpunkte dieser Welt. Sie machen sich durch den Geist die Hände schmutzig und zünden das Feuer des Lebens an. Der Geist formt sich Menschen, die zu Handlangern Gottes werden. Da tritt mein Geist, meine ganze Existenz zurück, um sich von diesem göttlichen Geist erfüllen und gebrauchen zu lassen. An Pfingsten ist Schichtwechsel zwischen meinem und Gottes Geist. Der Glaubende steht voll und ganz unter der Macht und dem Einfluss des Schöpfers, den es zu seinen Geschöpfen drängt. Wir werden mit Haut und Haaren zur Leidenschaft Gottes. Das Lächeln Gottes funkelt aus unseren Augen und gibt denen, die nichts zu lachen haben ihr Lächeln zurück.

Wo Pfingsten nur eine erhebendes Halleluja auslöst und bewegte Herzen in Ekstase versetzt, jedoch nicht zur Handreichung für die Armen wird, ist es fromme Gefühlsduselei, die Gott lästert. Lobpreisgesänge sind wunderbar erhebend, sie verzücken die Seele und schaffen eine fesselndes Gefühl von Einheit, doch wo sie nicht zum Unrecht der Menschen führen, die unter ihren Zwängen leiden, wirkt nicht der Heilige Geist. Das ist dann eher ein Geist für Selbstverbraucher und ein Geist des sich Wohlfühlen-Wollens. Der Heilige Geist zeigt sich daran, wie er durch verwandelte Menschen im Schmutz der Welt ankommt. Er redet nicht nur nette Worte, sondern löst die Ketten der Gefangenen. Pfingsten ist ganz praktisch und bodenständig. Da kann die Güte auch einmal dem Bösen die Stirn bieten. Güte steht auf gegen Gewalt und Unrecht. Der Geist entlarvt das Spiel der Stolzen und Überheblichen. Der Pfingstgeist wird für die Unaufrichtigen ungemütlich, da leuchtet das Licht in die Schatten der Nacht. Er wird zu einem Feuer, das die Geringen aus dem Staub erhebt und die scheinbar Großen in ihren Grundfesten erschüttert. In diesem Geist ist die Gerechtigkeit und Güte Gottes zur Welt gekommen. Diese Güte will in die allerletzte Beziehung hineindringen. Alles, was diesem Geist keinen Raum lässt, wird dem Schöpfer zur Last. Wer nur singt und nicht handelt, ist dem Geist lästig. Er lästert den Schöpfer, der alles mit Güte durchdringen will. In uns lebt ein Geist, der mit Güte die Herzen der Menschen erwärmen will.

Wo verbrauchen wir diesen Geist nur für unsere schönen Gefühle und lassen in nicht durch Hände und Füße in diese Welt fließen?

Auslegungen für jeden Tag
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Überragende Handlanger

Wer unsichtbare Mächte in sich trägt, lebt in großer Freiheit.

„Du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern.“
Ps. 104, 4

Naturgewalten sind die dienstbaren Geister des Schöpfers. Wind und Feuer sind Gewalten, die von Menschen kaum oder gar nicht zu beherrschen sind. Da sind Kräfte am Werk, unter denen die Menschen in die Knie gehen. Zwei volle Tage haben professionelle Feuerwehrleute damals gekämpft, als unsere Kirche mit Ordenshaus niederbrannten. Wind und Feuer sind in der Bibel meist die Beschreibung des Heiligen Geistes. Im Geist liegt eine nicht sichtbare, unkontrollierbare Wirkung, die sich allen Mächten dieser Erde widersetzt. Es ist der Geist, der im Leib der Maria den Erlöser werden ließ, der bei der Taufe Jesu am Jordan vom Himmel kam, der an Pfingsten den Jüngern, den Horizont des himmlischen Reiches auftat. Durch den Geist vollziehen sich übermächtige Kräfte, die allen irdischen Gesetzmäßigkeiten überlegen sind. Der Geist macht aus einem Hirtenjungen einen König, aus einem versklavten Bruder, einen mächtigen Politiker in einem fremden Land, und aus einem Totgeweihten in der Löwengrube, einen Überlebenden. Der Geist versetzt in andere Umstände. Er ist Gottes Enklave im Menschen. Wind und Feuer sind die Werkzeuge des Glaubenden. Mit diesen Boten und Dienern ist der Glaubende in der Übermacht zu den Umständen, in denen er lebt. Da entsteht die innere Freiheit, mit der die Widerstandskämpfer des 3. Reiches ihrem Galgen entgegen gingen. Dieser Geist gibt unserem Geist Zeugnis, dass wir Gottes Kinder sind. Der Geist gibt uns die Garantieerklärung, dass nichts mächtiger auf dieser Welt ist, als der Wind und das Feuer, die für unser Leben stehen. Gott lässt sich durch nichts und niemand sein Handwerk an uns versauen. Wo der Glaube von solch einer Macht umgeben ist, hat Gott selbst höchstes Interesse, sein Werk an uns zu vollenden.

Das macht Glaubensmenschen zu Freiheitsmenschen. Durch den Geist sind Herzen mit Trost und Licht gefüllt. Da sind unsere widrigen Lebensumstände nicht mehr die Begrenzung, die uns vom Leben abhalten, sondern da wird die Grenze zur Freiheit. Unter dem Geist verlieren alle Sorgen ihre Macht. Wo Wind und Feuer zu Dienern werden, hat selbst der Tod seine Macht verloren. In großer Freiheit und Gelassenheit können wir uns in allen Stürmen unseres Lebens bewegen.

Welches Unglück, welche Leidenstage können einem da Angst machen und keinen Trost mehr finden?

Überlegen durch Geist

1.Kor. 2, 1-10

Vorausdenker und Vorauslebende haben es schwer. Sie sind unentwegt mit denen konfrontiert die ihrem Wissens- und Erkenntnisstand hinterher sind. Die Erkenntnis Galileos: „Und sie dreht sich doch“, brachte beinahe sein Todesurteil. Mit einer Notlüge, schwor er vor der Inquisition von seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen ab und überlebte. Die Behauptung Luthers: Vergebung geschieht nicht durch Ablass, sondern durch Glaube, führte ihn in den Bann und die Kirche in eine Spaltung. Paulus in Europa unterwegs, erntete in Athen für die Verkündigung des Evangeliums Spott und Antis. Aus dieser persönlich gedemütigten Situation heraus steht er vor die Gemeinde in Korinth. Er stellt Weisheit gegen Wissen.

1. Wir sind Geheimnisträger

Uns aber hat Gott durch den Heiligen Geist sein Geheimnis enthüllt. Denn der Geist Gottes weiß alles, er kennt auch Gottes tiefste Gedanken. Die Weisheit die wir verkündigen, ist Gottes Weisheit. Sie bleibt ein Geheimnis und vor der Welt verborgen.

Auch wenn der Mensch in der Genforschung den Zahlencode der Erbinformationen entschlüsseln kann, sind das lediglich die Grundrechenarten von Plus und Minus. An Gottes Denken kann sich keiner herandenken. Vor seiner Weisheit hängt ein Panzer-Schloss. Für Menschen nicht erforschbar. Mathematik und Logik passen nicht in dieses Schloss. Der Schlüssel für die Geheimnisse Gottes heißt Heiliger Geist. Wo dieser Geistesblitz den Menschengeist berührt, gibt es Erkenntnisse, außerhalb der menschlichen Wahrnehmung. In ihn dringt ein, was der natürliche Mensch nicht versteht. In den Menschen wird ein Geheimnis hineingelegt, das sich nirgends aneignen lässt. Gott hat sich beim Menschen einen persönlichen Zugang geschaffen. Damit entsteht eine Schnittstelle für einen ganz anderen Datenaustausch. Es ist ein Geistesblitz der den Menschen Gott erkennen lässt.

Der Mensch gewinnt dabei keine höhere Erkenntnisstufe um bei Gott zu sein, nein, Gott selbst kommt. Das Geheimnis ist, dass sich im Heiligen Geist, Christus zu uns auf den Weg macht. Der Geist ist die Frucht aus Kreuz, Tod und Auferstehung. Somit stellt der Geist, das natürliche Menschsein, in die umfassende Gotteswirklichkeit. Der Geist legt das Geheimnis von Erlösung und Neugeburt in den Menschen. In einem sterblich, leiblichen Gehäuse weht Auferstehungsluft. Das Geheimnis des Geistes durchbricht damit die Gesetzmäßigkeiten aller menschlichen Wissenschaften und Erfahrungen.

Zu solchen Geheimnisträgern macht Gott Menschen wie Paulus. Jede Verkündigung lüftet ein Geheimnis. Verkündigung sind keine Worte, die von einem Redenberater geschönt sind, in ihr handelt der Christus-Geist. Wo dieses Geheimnis verkündigt wird, wirkt nicht eine gute oder schlechte Rede, sondern eine eigene geheime Macht. Es gibt keine erlernbare Methode, in der der Geist zu Menschen spricht. Sein Geheimnis offenbart Gott immer selbst, weil es keine Worte, sondern Handlung ist. Der Verkündiger bringt eine unbegreifliche Botschaft, denjenigen, die als natürliche Menschen dafür keine Antenne haben. Der Heilige Geist macht Unfassbares menschenverdaulich.

Er entlockt mit ihm, das großes Geheimnis einer alten, verstaubten Geige aus dem Kasten. In einem Menschen kommt etwas zum Klingen, das niemand anders hätte anzupfen können. Dieses Geheimnis offenbart ein Geheimnis in uns. Es offenbart, wie Gott in uns Auferstehung feiert.

2. Gescheitheit rebelliert

…, auch wenn diese Welt und ihre Machthaber das nicht als Weisheit gelten lassen wollen. Aber die Welt mit aller ihrer Macht wird untergehen.  Von den Herrschern dieser Welt hat das keiner erkannt. Sonst hätten sie Christus, den Herrn der Herrlichkeit, nicht ans Kreuz geschlagen.

Geheimnisträger leben gefährlich. Sowohl dem Verkündiger, als auch jedem der mit Gott lebt, wird man nicht glauben. Wer eine Geige sieht und sie noch nie hat spielen hören, kann nicht glauben, dass sie die ganze Welt betören kann. Geisterfahrung ist unnormal, daher ist Christsein ungemütlich. Es treffen hier zwei Welten aufeinander. Gottesweisheit und Menschenweisheit sind Gegensätze. Dabei ist offensichtlich, dass wo der Heilige Geist vom menschlichen Denken blockiert wird, die Menschen verarmen und die Geschichte blutet. Wo die göttliche Perspektive im Leben verschlossen bleibt, verliert das Menschsein seinen Wert. Da sind wir ganz schnell in Holland wo die Erben bestimmen, wie viel Tage dem Opa noch gegeben werden.

Glaubende müssen damit leben, von anderen nicht verstanden zu werden, weil sich Glauben nicht verstehen lässt. Wegen der Menschen, die dieses Gottesgeheimnis nicht kapierten hing Christus am Kreuz. Golgatha ist das Mahnmal für die Auflehnung gegen den Geist. Glaube ist Sprengstoff für eine reizüberflutete Informationsgesellschaft. Wachsender Glaube bedeutet wachsende Herausforderung. Als Geheimnisträger sind wir keine erhabenen Helden, sondern oft die Bekämpften und Belächelten. Erkenntniswege sind oft Kreuzwege. Wer etwas sieht, was andere nicht sehen, macht sich zum Buhmann. In der Gottesoffenbarung rebellieren die Gescheiten und liegt die Konfrontation mit der Vernunft. Da kann selbst die Kirche wie bei Luther und Galileo zum Gegner werden.

Da muss ein Glaube sattelfest sein und im Geist ruhen.

3. Kraftvolles Geheimnis

Denn euer Glaube sollte sich nicht auf Menschenweisheit gründen, sondern auf Gottes rettende Kraft.

Glaube und Menschenwissen haben so viel gemeinsam, wie eine Kuh vom Geige spielen. Wenn eine Geige klingen soll, kann sie nicht von Hufen getreten werden, sondern muss von einem Meister gestrichen werden. Glaube wird vom Geist gestrichen und von der Menschenweisheit mit Füßen getreten. Der Glaube sucht den König in der Krippe und nicht im Palast. Der Glaube kann  sich nicht aus menschlichen Wissen ernähren, sondern hungert nach Geist. Wo der Mensch Wissen als Macht ansieht, sieht der Glaube im Geheimnis alle Macht.

Google kämpft um das Wissen der Welt, der Glaube um ein Lebensgeheimnis, das alles Wissen übersteigt. Die Suchmaschine findet keinen Gott und keinen Erlöser, aber der Geist erschließt Herrlichkeit. Google weiß alles über eine Geige, aber der Geist bringt sie zum Klingen. Der Klang echten Menschseins kommt aus dem Loslassen an den Meister. Der Glaube bringt die Geheimnisse des Lebens zum Klingen. Um das Leben mit all seinen offenen Fragen und unliebsamen Herausforderungen zu meistern, brauchen wir nicht das Wissen der ganzen Welt, sondern das Geheimnis des Geistes.

In der Kraft des Geistes, werden Schafhirten zu Volksführern. In der Kraft des Geistes, widersteht der Mönch aus Wittenberg einem Papst aus Rom. Da gehen schmerzgeplagte Krebspatienten, voll bewusst ihrem Ende entgegen. Der Geist ist die höchste Qualifikation, die einen Menschen auszeichnet. Mit dem Geist handelt der Allerhöchste im Niedrigsten. Darin findet das Unbedeutende seinen größten Wert, das Schwache seine stärkste Kraft.

Um Krisen zu meistern, hilft kein Wikipedia, da braucht es mehr Geheimnisträger. Was die Welt aufhorchen lässt und lebendig erhält, sind Menschen, die in einer höheren Weisheit stehen. Daraus kommt die Kraft, für die Schmerzbewältigung. Daraus fließt die Kraft, in einer scheinbar ausweglosen Zukunftsperspektive voller Hoffnung zu sein. Es ist die Kraft, die noch im Weltuntergang die Auferstehung erkennt.

Wir tragen dieses Geheimnis in uns, daher sind wir durch unseren Glauben zu viel mehr in der Lage, als wir selber denken können. Ich wünsche uns fröhliches Überwinden durch den Geist.

Wir können „geisteln“

Hinter den menschlichen Kulissen, werden die eigentlichen Schlachten geschlagen.
„Es kommt die Zeit, da werde ich meinen Geist ausgießen über alle Menschen.“

Joel, 3, 1
Der Heilige Geist ist heimliche Macht des Glaubens. Seit Pfingsten ist er der allgegenwärtige Christus und eröffnet dem Menschen einen 7. Sinn. Damit kommt in unsere irdischen 3 Dimensionen eine Vierte. Durch den Geist erhält der Glaubende die Durchsicht zur Welt Gottes, die menschlich unerreichbar ist. Der Geist bringt die Christusnähe in unsere Gegenwart. Somit ist Zeit und Raum untrennbar mit Gott und seinem Heil verbunden und durchdrungen. Wenn sich Google schon weltweit überall auskennt und erschreckend vieles über uns weiß, ist das für den Geist einTropfen auf den heißen Stein. Hinter unseren Kulissen ist Gottes Welt hyperaktiv. Da ist alles möglich, was Gott in die Hände gelegt ist. Er ist nicht auf irdische Gesetzmäßigkeiten festgelegt. Oder wie es Ludwig Graf v. Zinzendorf ausdrückt: „Der Heilige Geist ist an keine Vorschrift gebunden, der agiert souverän, dem ist kein Volk zu weit, kein Erdboden zu verwünscht, keine Gegend zu finster, kein Mensch zu dumm oder zu klug, kein Greis zu weise und kein Wiegekind zu unfähig.“
Der Geist ist ausgegossen. Er steht dem Menschen zur Verfügung. Glauben heißt nicht nur googeln, sondern erst recht „geisteln“. Wir können die Christus-Präsenz überall anzapfen. Da ist ständig ein Zugriffspunkt in eine andere Welt. Wir sind nicht nur das was wir wissen und können, sondern wir sind das, was der Geist alles aus uns machen kann. Durch den Geist, kann der Glaubende das Wort „unmöglich“ aus seinem Vokabular streichen. Der Geist sprengt unser eingefahrenes, beschränktes Denken. Da können wir alles wagen, weil wir alles glauben. Der Geist macht uns von unseren Möglichkeiten unabhängig. Da sind wir nie austherapiert, weil der Geist keine medizinischen Grenzen kennt. Der Geist hilft uns, Dinge zu glauben, die menschlich unmöglich sind.
Ist es nicht an der Zeit, den Geist nicht länger in unsere menschlichen Grenzen zu zwingen?

Unverständliches verstehen

Für die Geheimnisse um Gott, bedarf es eines besonderen Schlüssels.
„Gott offenbart, was tief und verborgen ist.“

Dan. 2, 22
Wo es um die Dinge um Gott geht, lebt der Mensch in geistiger Umnachtung. Gott lässt sich nicht erforschen und beweisen. Gott kann sich nur selbst offenbaren. In seine Welt kann niemand eindringen, wenn Gott nicht selbst die Türe dazu öffnet. Die Welt Gottes erschließt sich dem natürlichen Denken nicht. 
Um in die unerforschlichen Geheimnisse Gottes einzudringen, gibt er den Menschen ein Übersetzungsprogramm, ala Google Englisch, Deutsch. Der Heilige Geist übersetzt Herrlichkeit in unsere alltagstaugliche Sprache. Er bindet uns an Christus und das Wort und baut damit die Brücke, zu etwas, was wir nicht verstehen können. Darin liegt eines der größten Geheimnisse, die ein Mensch erfahren kann. In dem Offenbaren durchdringt die unsichtbare Welt, die Sichtbare. Da handelt Gott über unseren Verstand hinaus. Da geschieht Erneuerung in alten Verhältnissen. 
Wenn Gott sagt: siehe ich mache alles neu, dann ist jeder neue Tag ein Schöpfungsmorgen. Da liegen 24 jungfräuliche Stunden vor uns, in denen ein unverbrauchter Boden bearbeitet werden kann. Dieser Tag kann ausgeschöpft werden, als wäre er der erste Tag meines Lebens. In einem neuen Morgen liegt das Geheimnis der Vergebung. Gestern ist weg, da liegt eine ganze Nacht dazwischen, heute beginnt etwas ganz Neues. Die Vergebung, die Gott in Christus geschenkt hat, ist eine permanente Nullstellung von Tag zu Tag. Da werden Altlasten abgetragen, da braucht man nicht die Verletzungen des gestrigen Tages in den neuen Morgen herüberretten. Das ist nur ein Geheimnis, das uns der Heilige Geist offenbart, mit dem wir an die heilende Kraft Gottes in unserem Leben erinnert werden. 
Wo der Geist Raum gewinnt, wo er in uns den Glauben wecken will, sehen unsere Tage anders aus. Durch das Offenbarwerden der Geheimnisse Gottes, kommt Farbe in unser Grau. Da sind dann Kräfte am Werk, die natürliche Potentiale übersteigen. 
Was hält uns zurück, für diese Geheimnisse viel mehr Glauben zu wagen?

Kämpfe um einen guten Geist

die Geister zu unterscheiden ist eine ständige Herausforderung.
„Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr müsst die Totengeister und Beschwörer befragen, so sprecht: Soll nicht ein Volk seinen Gott befragen?

Jes. 8, 19
Heutzutage wird der Triumpf des Individuums gefeifert. Der Mensch steht im Mittelpunkt und selbst die Werbung soll immer mehr peronalisiert werden und ganz auf die Interessen des Einzelnen abgestimmt sein. Anthropologische und esotherische Werte prägen das Zusammenleben. Alles dreht sich um die persönlichen Befindlichkeiten.
Für einen Glaubenden ist es nicht einfach, darin sein Einssein mit Gott durchzutragen. In Gott sein, ist vom Heiligen Geist geprägt zu sein. Da geht es zunächst nicht um mich, sondern um Gott. Leben in Gott ist in erster Linie ein Leben in der Beauftragung für andere. In den täglichen Auseinandersetzung konkurrieren zwei Geistesströmungen. Entweder ist Gott oder der Mensch im Mittelpunkt. Ständig werden wir gefragt, wes Geistes Kind wir sind.
Um aus der Einheit mit dem Geist Gottes nicht „herauszufallen“ brauchen wir immer wieder den Anschluss. Im Kloster sind es die Tagzeitengebete, die uns immer wieder im täglichen Getriebe zurückrufen und verankern. All die Geistesströmungen, die uns beeinflussen wollen, brauchen den starken Gegenpol in der Einheit mit Gott. Da kann unser morgendliches Befassen mit dem Wort die ständige Verankerung mit dem Geist sein. Anhand des Wortes ist es immer möglich die Geister zu prüfen. Lasst uns darum kämpfen, an diesem Wort und dem Heiligen Geist zu bleiben, dann sind wir nicht Meinungen und unguten Geistern ausgeliefert.
Wie können wir in den täglichen Herausforderungen, noch mehr Punkte finden, in denen wir im Heiligen Geist inne halten?

Frische Gedanken atmen 

die Dinge um Gott, erkennt nur der, dem sich Gott selber zu erkennen gibt.
„Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne.“

Ps. 119, 73
Der Mensch kann unheimlich viel lernen. Er kann sich große Lebensweisheiten aneignen und in tiefe Zusammenhänge eindringen. Seine Grenze ist dort, wo es um Gott geht. Das was als einziges über ihm liegt und größer ist als er, kann er nicht erforschen. In die Geheimnisse Gottes dringt nur der ein, dem Gott die Türen aufmacht und den Vorhang zurück zieht. 
Wo wir erkennen, wir sind aus Gott gemacht, er hat uns geformt, gestaltet und gewollt, ist das sein Wirken. Das kann ein Mensch aus sich heraus nicht erfassen. Er offenbart uns, in welch einer Beziehung wir zu ihm stehen. Um zu erkennen, ich bin eine Gedanke Gottes, ich bin ein Teil seines Liebesplanes, braucht es einen Schlüssel. Für diese Erkenntnis braucht es den Heiligen Geist, der uns in diese Gedanken eindringen lässt. Dieser Geist erweitert unser Denk- und Fassungsvermögen. Er deckt den Mehrwert von Leben auf. Damit dringen wir in Welten ein, die allem natürlichen Denken verschlossen bleiben. 
Dieser Geist weckt in uns ein Verlangen, diesen ursprünglichen Lebensgeheimnissen noch viel mehr auf den Grund zu gehen. Wer Gott erkennt, erkennt sich und seine Abhängigkeit von ihm. Er erkennt seine Unvollkommenheit und Halbheit ohne ihn. Der Geist baut damit die direkte Brücke zu Christus. Er weckt das Verlangen nach Erbarmen und Gnade. Wer sich nach diesen Gesetzmäßigkeiten ausstreckt, hat etwas Zentrales in seinem Leben begriffen. Wir werden dort reich und weise, wo wir nicht krampfhaft nach dem Wissen dieser Welt streben, sondern unseren Mangel an Gott mit Christus ausfüllen lassen. Wo wir uns nach dieser Unterweisung ausstrecken, werden uns alle Zusammenhänge des Lebens erschlossen. Das ist ein Wissen, das nicht nur intelligent, sondern richtig lebenssatt macht. Da atmen unsere Gedanken eine ganz andere Frische. Da überschreiten wir die Grenzen menschlicher Möglichkeiten. 
Was hindert uns, von diesen Geboten zu lernen, und uns voll in das Studium dieser Wahrheit hineinzuknien?   

Wer führt, braucht Führung

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ohne Heiligen Geist fehlt eine klare Orientierung.

„Mose sprach zu dem Herrn: Wenn nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf.“
2. Mose 33, 15

Führung braucht Weitblick, braucht eine Vision. Mose, mit seinem Volk im Übergangslager, hat einen harten Job. Er ist für die Zukunft für zig tausend Menschen verantwortlich. Auf ihn schauen die fragenden Augen und die hoffenden Seelen. Von ihm wird erwartet, dass er eine klare Ansage macht, wo es lang geht.

Ihm ist völlig bewusst, wer führt, muss selbst ein Geführter sein. Ohne Gottes Vorangehen, sitzen wir auf dem Trockenen. Für ihn ist es Grundvoraussetzung, mit Gott um Führung zu ringen. Im Zelt der Begegnung, das für das wandernde Volk wie eine Hauskapelle war, liegt er Gott damit in den Ohren. „Unser Gehen wird nur gut und richtig, wenn du Herr vorangehst.“ Mose ist als Führungskraft sicherlich kein ängstlicher Schwarzseher, doch er sieht klar, ohne Gott geht´s schief. Ich kann mich nicht allein auf meinen Verstand verlassen, ich brauche Gottes Angesicht, ich brauche den Geist Gottes. Sein Führen steht in unmittelbarer Abhängigkeit von Gottes geführt sein.

In Gottes Zusammenhänge kann kein Mensch von sich aus eindringen. Gottes Geschichte erschließt sich nur dem, der vom Heiligen Geist an die Hand genommen wird. Klare Wege kann nur der gehen, der um dieses geführt werden ringt, der keinen Schritt vor den anderen setzt, bevor nicht die Wolkensäule vorangeht. Es wäre Dummheit und Unglaube, einfach loszulaufen, in der Hoffnung, Gott wird es schon richten. Gehen braucht das geführt sein, wenn es im verheißenen Land ankommen will.

Wo ist unser ernsthaftes Verlangen, um diese Führung zu ringen?

Wenn Korken knallen

Pfingsten, Luk. 2, 1-18
Gilbert Kaplan, Anfang dieses Jahres verstorben, war studierter Wirschaftsjournalist. Er leitete einen Verlag, über eines der größten Wirtschaftsmagazine in den USA. Eines Tages hörte er die 2. Sinfonie von Gustav Mahler. Er wurde derart von diesen Klängen in den Bann gezogen, dass er 1985, nach 15 jähriger Verlagstätigkeit beschloss, Dirigent zu werden. Er fand, dass die bisherigen Interpretationen dieser Musik, Mahler nicht gerecht wurden. Gegen den Widerstand seiner Freunde und Bekannten, verkaufte er sein erfolgreiches Unternehmen und lies sich von den besten Dirigenten unterrichten. Er wollte als „Laiendirigent“ Mahlers 2. so gestalten, wie es bisher noch keiner geschafft hatte. Nach nur knappen 3 Jahren spielte er mit den Londonern Sinfonikern das erfolgreichste  und meistverkaufte Klassikalbum der Welt ein. Danach eröffnete er die Salzburger Festspiele und war ein gefeierter Dirigent an der Mailänder Scala.
Heute trennt uns der Heiligen Geist, von allem eingefahrenen Denken.

Wenn Korken knallen

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1. Normaler Traubensaft

„Zum Beginn des jüdischen Pfingstfestes waren alle Jünger wieder beieinander.“ 
Das jüdische Erntefest, Pfingsten, war der Anlass, dass sich die weltweit verstreuten Juden in ihrem Heimatland einfanden. Hier war die Kulisse, an denen auch die Jünger wieder einmal zusammen kamen. Für die Jesus-Jünger war es nach Ostern schwierig, zu einem organischen, einigermaßen normalen Gemeinschaftsleben zurück zu finden. Ohne ihren Herrn, lief die Sache einfach nicht mehr so rund. Ihr Alltag musste neu strukturiert werden, mit den vielen offenen Fragen, die für sie im Raum standen. Ihre Normalität war, dass der leibliche Jesus bei ihnen war, damit war für sie die Welt und das Reich Gottes in Ordnung. Sie haben sich über ihren anwesenden Jesus definiert, der für sie Sinn und Auftrag war.  Die Auferstehung hat bei ihnen ein großes schwarzes Loch aufgerissen. Für sie ist war Jesus weg, damit kam ihre Glaubensgrundlage ins Wanken. Die Jünger, die Jesus als Mensch kannten, hatten noch keinen Zugang zu der Dimension des Christus. Sie lebten mit ihm in einem irdischen Horizont, bei dem der Herr nötig war, um Gott zu begegnen. Somit konnten sie Ostern nicht verstehen und haben sich verbarrikadiert. Ihnen fehlte vor Gott der Ansprechpartner. Menschen zur Zeit Jesu, sahen die Wunder, die Gott t at, hörten seine Worte, die der Herr weitergab, die immer an den irdischen Jesus gebunden waren. Diese Glaubensebene, die wir heute kennen, konnten sie damals nicht erkennen. Doch das was bisher normal war, sollte neu aufgemischt werden.
An ein edles, gutes Produkt in einer Flasche, legt Gott noch einmal Hand an. Pfingsten durchbricht Denkblockaden.

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2. Wenn der Saft gärt…

„Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich versammelt hatten.   Zugleich sahen sie etwas wie züngelndes Feuer, das sich auf  jedem Einzelnen von ihnen niederließ. So wurden sie alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten in fremden Sprachen, jeder so, wie der Geist es ihm eingab.“
Mit dem Heiligen Geist beginnt eine Flaschengärung. Die Flaschengärung ist eine unüberschaubare Weiterentwicklung eines eigentlich fertigen Getränkes. Jeder Winzer bekommt die Krise, wenn der Wein noch einmal schafft. Wo der Heilige Geist auftrifft, gärt es. Selbst Lukas beschreibt es, nach Bildern ringend. Da sind Jünger und dann Sturm, Feuer, Stimmengewirr. Ein Wirbelwind, mischt die beschauliche Gemeinde auf. Hier bricht der Himmel auf. Glaubende erleben Dinge, da fehlen die Worte. Jesus kommt in der Gestalt des Christus zurück. Gottes Erlösungswerk wird vollkommen. Der Geist bringt nicht den bisherigen Jesus wieder, sondern den Erlöser aus der ewigen Welt. Hier verbinden sich Erde und Himmel. Erstmalig sehen Menschen die andere Welt Gottes. Das ist noch eine Steigerung zu den Wundern, die sie bisher kannten. Bei den Jüngern funkt etwas zu ihrem Herrn.
Doch nicht zu dem bekannten Jesus, sondern zu dem vom ewigen Vater Kommenden. Der Geist dolmetscht Zusammenhänge, die Menschen überhaupt nicht wahrnehmen können. Zu Jesu Lebzeiten konnte das keiner verstehen. Der Verstand kann die Welt Gottes nicht erfassen, das geht erst durch den Geist. Mit diesem Geist, beginnt eine neue Gärung. In Gottes Geschichte gibt es ein neues Kapitel. Jesus, der bisher nur für das auserwählte Volk da war, bricht mit dem Geist alle Beschränkungen. Nicht Geist für Juden, sondern Geist für alle. Das Elitenbewusstsein ist zu Ende. Nicht mehr die weltweite Heimatsprache der Juden zählt, sondern der Geist spricht auch spanisch. Der Heilige Geist ist international. Eine unvorstellbare Revolution.
Eine spektakuläre Gärung, bei der…
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3. … eine Flasche unter Strom steht

Petrus erhob sich mit den anderen elf Aposteln und rief der Menge zu: „Hört her, ihr jüdischen Männer und ihr Einwohner von Jerusalem. Ich will euch erklären, was hier geschieht. Diese Männer sind nicht betrunken, wie einige von euch meinen. Es ist ja erst neun Uhr morgens. Nein, hier erfüllt sich, was Gott durch den Propheten Joel vorausgesagt hat. Bei ihm heißt es: ‚In den letzten Tagen, spricht Gott, will ich die Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und die alten Männer bedeutungsvolle Träume. Allen Männern und Frauen, die mir dienen, will ich meinen Geist geben, und sie werden in meinem Auftrag prophetisch reden.
Ab sofort sind Glaubende mit Geist erfüllt. Angereichert mit einem Medium, das sie prägt, antreibt und begeistet. Was Gott ausfüllt, anzündet, erstürmt, macht an keinen natürlichen Grenzen Halt. Da ist die Flasche unseres Lebens viel zu klein. Pfingsten will groß machen. Gott macht einen Quantensprung mit seiner Kirche. Was bisher normal war, gerät auf einmal für Menschen außer Kontrolle. Das was Jahrhunderte richtig war, wird jetzt total anders. Gestern ja, heute nein. Der Geist bricht Gedanken und Einstellungen um. Pfingsten kann Angst machen, weil Dinge möglich werden, die unser Fassungsvermögen sprengen. Da kommt in das Dasein eine zusätzliche Handlungsebene. Auf einmal können wir über das irdische Denkschema hinaus denken, wir wachsen in diese Welt Gottes hinein. Der Geist macht uns größer. Er macht Gottes Einfluss in der Welt größer. Wenn wir es gewohnt sind, in unserer kleinen Welt von Familie, Gemeinschaft, Betrieb und Kommune zu denken, und wollen in die große Politik oder Weltwirtschaft einsteigen, geht das nur über eine Horizonterweiterung. Wir müssen in viel größeren Gesamtzusammenhängen denken lernen. Dazu ist das Herauswachsen aus den Kinderschuhen nötig, um sich in der globalen Welt bewegen zu können. Das bedeutet persönliches Wachstum und Reifen.  Der Geist hat sich aufgemacht, dass wir über uns hinauswachsen. Er will, dass aus unserer kleinen Welt, die große Welt Gottes entsteht. Er will das Unmögliche, zu einer neuen Realität werden lassen. Wir sollen nicht am Menschen Möglichen stehen bleiben; der Geist will uns in das Gott Mögliche stellen. Er will, dass Menschen wie Gott denken und handeln. Was ist das für ein Umbruch, der mit Pfingsten in die Gemeinde kommt? Geisterfüllte reden aus göttlicher Eingebung, haben Visionen und bedeutungsvolle Träume. Sie reden prophetisch und denken weitsichtig. Wer glaubt, steht durch den Geist im menschlich Unglaubhaften. Da sind Dinge möglich, die menschlich vermessen klingen. Der Geist macht unser Leben eine Nummer größer. Unser kleiner Geist verzagt, wenn die großen Herausforderungen des Lebens kommen. Wenn wir auf der menschlichen Ebene bleiben, entdecken wir nie den göttlichen Horizont.
Der Geist fordert uns heraus für die nächste Ebene. Der Geist lockt jede Person zur größten Erweiterung ihrer Persönlichkeit. Feuer und Sturm sind Gottes Markenzeichen an Pfingsten.
Warum sollten wir Angst haben, zu sehr ins Schwärmen zu kommen? Warum wollen wir kneifen,  wenn es an unserer Flasche anfängt, dass Korken knallen?

Lass dich nicht einschüchtern

Warum sollte ein Leben mit Gott peinlich sein?

Schäme dich nicht, denn du sollst nicht zum Spott werden.“
Jes. 54,4

Wo es um Gott geht, krachen zwei Welten aufeinander. Die Welt um Gott kann kein Mensch verstehen. Da ist eine Grenze, die von unserer Seite nicht überschritten werden kann. Für den „natürlichen Menschen“ gibt es keinen Gott. Diese andere Welt, dieses Unvergängliche und Ewige, kann von einem rationalen Verstand nicht erfasst werden.

Die Brücke zu dieser anderen Welt, schafft allein Gott selbst durch seinen Geist. Wo Gott nicht diese Türe aufschließt, bleibt sein Geheimnis im Verborgenen. Damit ein Mensch überhaupt etwas von diesem Gottesgeheimnis erfahren kann, braucht er diesen Geist, den Christus uns schenkt.

Diese Tatsache führt unweigerlich zu Konflikten. Da sind die, die Gott erkennen und die, bei denen der Vorhang dicht bleibt. Somit steht Gotteserkenntnis unter Spott. Jemand der Gott nicht erkennt, kann sich nur über diese „Hirngespinste“ lächerlich machen, obwohl er selbst unter Erkenntnisverlust leidet.

Deshalb wird uns gesagt: Zieht nicht den Schwanz ein, du hast kein Grund dich zu schämen. Du hast einen Vorsprung, dass du etwas erkennen kannst, das anderen verborgen ist. Wo Gott sich zu erkennen gibt, steht er zu denen, denen er etwas von seiner neuen Welt offenbart. Auch wenn der äußere, menschliche Druck hoch sein wird und zu extremen Leiden führen kann,  das Heil um Gott bleibt die unverrückbare Wahrheit, die die Welt rund laufen lässt. Wir brauchen uns von nichts uns niemand einschüchtern lassen, nur weil bei ihm der Rolladen noch nicht hochgegangen ist. Gott wird immer zu seinem Werk stehen und zu denen, denen er sich anvertraut hat.

Warum sollten wir da nicht gelassen mit kurzsichtigem Spott umgehen?