Immer fröhlich, geht nicht von selbst

wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über.
„Lass meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich.“

Ps. 71, 8
Ein Mund voller Gotteslob, wie geht das denn? Oder bei Paulus: seid allezeit fröhlich, das ist Gottes Wille. Da könnte man meinen, das sind alles Idealisten, die an der Realität vorbei leben. 
Täglich loben und allezeit fröhlich sein, hat nichts mit unserem Zustand und äußerer Verfassung zu tun. Es gibt sicher genug Schönes, das uns loben lässt, doch es gibt viel Bitteres, bei dem einem das Loben vergeht. Lob liegt nicht in uns. Fröhlich kann man nicht machen. Wo der Mund voll ist, kann ihn nur Gott füllen. Daher formuliert der Psamist das als Bitte aus, weil es nicht aus ihm kommt. Ein lobender Mund, kommt aus einem erfüllten Herz. Da zupft Gott Saiten an, die über den Mund zum Klingen kommen. Wo Christus eingeht, dringt Lob nach außen. Hier entsteht der Grund des fröhlich seins. Es ist zutiefst das Heilswirken des Christus, das Schmerz in Lob verwandelt. Nicht der feierliche Rahmen eines Gottesdienstes schafft das Lob, sondern wo Christus ein Herz mit Freude ausfüllt. Wo diese erfüllten Herzen zusammentreffen, da entsteht Lobpreis. Die Voraussetzung für ein großes Halleluja ist nicht der außergewöhnliche Organist, das erhebende Gitarrenspiel oder die traumhafte Konzertstimme, sondern das von Christus erfasst sein. Wo diese Berührung stattfindet jubiliert die Gemeinde. Alles andere wäre fromme Schau, die dann am Montagmorgen wieder in sich zusammenfällt. Solch ein Gesang wird zu einem Lebensstil. Da wird der Alltag zum Gottesdienst.
Ein von Gott gefülltes Herz, kann dann auch fröhlich sein, wenn sich in einem Leben die Balken biegen und kein Stein auf dem anderen bleibt. Wo in uns etwas heil geworden ist, steht das Lob über allem Unheil. Da ist die Macht des Christus in uns stärker, als alle Turbulenzen, die das Leben von außen zerlegen wollen. 
Gott selbst will in uns sein Lob aufsteigen lassen; sind wir bereit uns mit ihm füllen zu lassen?
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

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Geführte ticken anders

was hindert uns, vor Dank zu sprudeln und lobend unsere Tage zu gestalten?

„Wir, dein Volk, die Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verkünden deinen Ruhm für und für.“
Ps. 79, 13

Hier begegnet uns ein „Gottlober“ in einer Dauerschleife.
Wer zu Gott gehört, ist kein Stiller im Lande, da ist mächtig etwas in Bewegung gekommen. Wer unter seiner Fürsorge steht, genießt ordentliche Privilegien. Wo er die Führung seines Volkes übernommen hat, stehen wir unter einem Herrscher, der nicht ausbeutet und erniedrigt, sondern aufbaut und fördert. Die Schafe seiner Weide kennt er einzeln und versorgt sie mit bestem Grund. Wer zu seiner Mannschaft gehört hat ausgesorgt. Da ist nicht nur alles da, sondern vom Besten. Da ist für unser Menschsein an alles gedacht. Da gehört uns, was ihm gehört. Da sind wir nicht ausgeliefert, weder uns selbst, noch irgendwelchen Umständen oder Menschen. Wir sind die Erben, von Erlösung und Fülle.
Wir sind abgelastet, von der Qual, ums Überleben kämpfen zu müssen.

Wo er herrscht und führt, verwandelt sich Krampf zu Dank.
In diesem Stand und dieser Freiheit wird Lob geboren. Lob und Dank ist nichts zwanghaft Gemachtes, sondern das Bedürfnis von erfahrener Fürsorge und Heil. Es ist Echo, des geerbten Christus, der in uns eingegangen ist.

Wenn Lob und Dankbarkeit in uns verstummen, und sie nicht der Dauerbrenner unserer Tage sind, unter welcher Führung stehen wir dann?