Es geht um die Frage Nr. 1

Manchmal muss den Glaubenden nicht nur die Füße, sondern auch der Kopf gewaschen werden.
Ihr sollt einer mit dem andern reden: „Was hat der Herr geantwortet?“ und „Was hat der Herr gesagt?““

Jer. 23,35
Gott braucht immer wieder Leute, die die Menschen vom ihrem Irrglauben befreien. Jeremia musste mit Pauken und Trompeten dem Gottesvolk ihr Schielen nach dem Fruchtbarkeitsgott Baal austreiben. Luther musste aufstehen um gegen ein falsches Rechtfertigungsverständnis anzugehen. Menschen stehen immer wieder unter dem Eindruck, sie müssen selbst zu ihrem Heil beitragen. Es gäbe irgendwo noch etwas mehr, als das, was von Gott kommt. Heutzutage gehen die Menschen ihre Befreiungswege der Selbstentfaltung. Nach dem Motto: Suche deinen Sinn in dir; entwickle deine Persönlichkeit zu einer Einzigartigkeit; du bist der Schöpfer deines Lebens. Alles gute und richtige Gedanken, die sogar einen biblischen Ursprung haben, doch in der letzten Konsequenz voll daneben zielen. 
Es geht nicht um mich, es geht nicht um mein Empfinden; es geht um Gott. Gott schafft, Gott plant, Gott hat etwas mit mir vor. Bevor ich die Frage nach mir stelle, steht die Frage nach Gott. „Was hat der Herr geantwortet und gesagt?“ Das ist die wichtigste aller Fragen des Lebens. Wir sind Geschöpfe des Allerhöchsten, damit sind wir in ihm und unter ihm. Alles was dann auf unserem Mist wächst, geht voll daneben. Wir müssen uns immer wieder unsere Stellung vor und in Gott klar machen. Wir sind Hände und Füße Gottes, wir sind seine Werkzeuge. Er baut mit uns sein ewiges Reich, somit geht es um seinen Willen und das, was er vor hat. Paulus sagt: „Ihr seid mit Christus auferweckt, so sucht, was droben ist, wo Christus ist.“ 
Gerade die Glaubenden müssen sich haarscharf von den Weisheiten des Mainstreams trennen. Alle Lehren, die das Glück in sich selbst finden und den Menschen in den Mittelpunkt allen Seins stellen, gehört die Gottesfrage gestellt. Wir haben einen viel höheren Auftrag, als die eigene Selbstverwirklichung. Wir stehen für den lebendigen Gott, wir leben in der Auferstehungskraft Jesu Christi. 
Dann kann immer nur die erste Frage sein: „Herr, was willst du, was hat du mit mir vor?“  

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Eltern als Zentrum des Gottes Willen

auch menschliche Verbindungen haben bei Gott einen hohen Stand.

„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.“
2. Mose 20, 12

Das 4. Gebot zeigt, wie Gott manche menschlichen Gefüge wichtig sind. Vater und Mutter zu ehren ist nicht nur als Lebensweisheit unter den Sprüchen abgelegt, sondern hat einen zentralen Platz in den Ordnungen, die Gott den Menschen gegeben hat. Vater und Mutter genießen eine besondere Wertschätzung und einen besonderen Schutz bei Gott. Sie haben einen wichtigen Platz in Gottes Heilsplan. Durch sie hat Gott zu unserem Leben sein Ja gesprochen. Durch sie verwirklichte Gott seinen Plan und seine Idee mit uns. Er sieht die Eltern nicht nur als die reinen Erzeuger an, sondern als diejenigen, in denen sich Gottes Lebenswille ereignete. Darum adelt Gott den Stand von Vater und Mutter. Sie sind nicht die „Alten“, von denen wir eine Zeit lang abhängig waren und die wir dann irgenwann nicht mehr brauchen. Durch das Gebot knüpft er ein dauerhaftes Band der Hochachtung und Dankbarkeit. Dadurch, dass wir unseren Vater und Mutter ehren, ehren wir Gott in seinem Handeln. Eine Missachtung dieses Gebotes würde nicht nur einen Bruch zu den Eltern bedeuten, sondern genauso zu Gott. So fein sind manche Zusammenhänge im Reiche Gottes.

Somit ist Wertschätzung von Vater und Mutter nicht nur ein Akt menschlicher Freundlichkeit, sondern ein Ausdruck unserer Wertschätzung Gott gegenüber.
Besonderns spannend  ist das, wenn das Verhältnis belastet ist, oder durch Alter und Krankheit uns bis an den Rand bringt. Genau an solchen Grenzen kann uns diese Sichtweise helfen, unser ja zu schweren Wegen zu finden. Somit sind Vater und Mutter die,  die uns einmal getragen haben und ins Leben begleitet, jetzt die von uns Getragenen, weil Gott dazu die Brücke baut.

Warum sollten wir Vater und Mutter nicht die Dankbarkeit erweisen, wenn gerade das bei Gott wohlgefällig ist?