Ständige Wiederbelebung

Es tut so gut, wenn der Schmerz nachlässt.
„Jeremia sprach: Mich jammert von Herzen, dass die Tochter meines Volkes so zerschlagen ist. Ist denn keine Salbe in Gilead, oder kein Arzt da?“

Jer. 8, 21,22
Es geht um Gottes Gesundheitssystem. Im Gegensatz zum unseren, ist hier an alle und an alles gedacht. Leben ist natürlicherweise von Abbau, Zerfall, verbraucht werden und dadurch von Krankheit gekennzeichnet. Wenn Gott keinen Regenerierungsmechanismus zum Aufbau und Selbstheilung eingerichtet hätte, würde keiner seine Kindheit überleben. Erneuerung garantiert die Existenz. Nicht nur körperliche Vollzüge brauchen Erneuerung, erst recht die Seelischen und Geistigen. Es jammert Gott, wenn die Erneuerung aussetzt und Krankheit folgt. Gott will im Vollsinn gesundes Leben, frische und erneuerte Herzen und Gedanken. Die Frage des Propheten nach dem Arzt, beantwortet er mit Christus. Mit Christus schafft Gott ein intaktes Gesundheitssystem, in allen Zerfall der Menschheit. Für jede Art von Verletzung gibt er die heilsame Salbe. Ihm geht es nicht in erster Linie um organische Wehwehchen, sondern um grundlegende Heilung, all dessen, was Menschen krank macht. Er heilt die gestörte Beziehung zu Gesundheit, die in Gott liegt. Er erneuert das gestörte Miteinander, was der Urgrund von Krankheit ist. Christus setzt die Reinigungs- und Erneuerungsprozesse in uns in Gang. Für diese Reformation ist er gekommen.
Da viele organische Störungen, psychisch, seelische Ursprünge haben, ist diese Art von Heilung etwas, was den ganzen Menschen ausmacht. Gerade diese Erneuerung brauchen wir ständig, um im Virenbefall unserer Zeit zu überleben. Hier wird das ganze Immunsystem aufgebaut und stabilisiert. Durch die Christus-Beziehung können wir die größten Lebensschläge überleben. Da wird dauerhaft etwas erneuert, was täglich frustet und zersetzt. Ohne diese Erneuerung wird das Leben lebensmüde. Reinigungsprozesse sind nötig, um wieder Hoffnung zu haben. Hier findet eine ständige Widerbelebung statt, die die Freude am Leben nicht versauern lässt. Dieser Arzt hat eine Vision von Gesundheit, die weit über all die Belastungen dieser Welt hinausgeht. Da bekommen selbst schwere Schmerzen ein neues Gesicht. Wo der Geist ständig erneuert wird, kann er gesund mit körperlichen Krankheiten umgehen.

 
 Liegt nicht in solch einer Erneuerung, die wohltuende Gesundheit unserer Tage?

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Herausfallen geht nicht

Nichts von dem was existiert, ist außerhalb der Güte Gottes.
„So spricht der Herr, dein Erlöser, der dich vom Mutterleibe bereitet hat: Ich bin der Herr, der alles schafft, der den Himmel ausbreitet allein und die Erde festmacht ohne Gehilfen.“

Jes. 44, 24
Dichter und kompakter kann man es kaum ausdrücken, wie nah Gott ist, wie alles auf Gott bezogen ist. Bei einem Gott, der alles schafft, gibt es keinen Platz für Diskussionen über vielleicht andere Eventualitäten. Alles ruht in seiner Hand, alles was ist, ist Chefsache. Von unserer Zeugung, bis zur Gestaltung des Kosmos, liegt alles in seiner Hand. Nichts ist Zufall, nichts ist ungewollt, alles trägt die göttliche Erbmasse. Es ist das größte Ja, das über allem Leben steht.
Dieses Ja regiert die Welt, bei allen was sich der Mensch als hoch, heilig und wichtig erschaffen hat. Darin ruhen alle Sicherheiten, die das Leben braucht. Alles Bestreben, unserem Leben Stabilität zu geben, liegen in dem, der den Himmel ausbreitet und die Erde festmacht. Die Statik, die wir unserem Leben geben können, ruht in dieser schöpferischen Macht. Darin liegt unsere Lebensversicherung. 
Wie sehr sind die Menschen mit der Sicherung ihres Lebens beschäftigt. Wert hat nur der, der etwas leistet. Wer nicht in dieses System passt wird ausgemustert. Der alleinige Kampf ums Dasein, der dadurch die Menschen nach wertvoll und weniger wertvoll klassifiziert, hat sich weit vom schöpferischen Menschenbild entfernt.
Wenn Gott alles schafft, wenn er festmacht, ist sein Ja die Versorgung des Lebens. Da liegt der Wert nicht in angestrebtem Reichtum und Gesundheit, sondern da ist ein Ja zum Armen und Kranken. Gerade in unserem Mangel bleibt Gott der Schaffende. In unserem Versagen, begegnet er uns als Erlöser. Genau dort, wo wir nicht stark sind und in der Welt an Bedeutung verlieren, sind wir für Gott das wichtigste Gegenüber. Wenn er festmacht, dann geschieht das gerade dort wo wir wanken, wo alles in sich zusammenfallen will. Nichts und niemand kann uns aus dieser Verankerung ziehen, wenn das Leben durch Krankheit und Schmerzen seinen Glanz verliert. Unser Glanz ist es, dass wir in jedem Augenblick von Gott Bereitete und Gewollte sind. Kein stärkeres Ja, kann uns am Leben erhalten.
Wenn alles Leben von Gott bereitet ist, wo fallen wir hin, wenn wir Angst haben herauszufallen?

Der Umbruch im Kopf

Glaube ist weit mehr, als ein billiges „Kopf hoch!“
„Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen.“

Jes. 40, 26
Aus einer Augentherapie wird eine Glaubenstherapie. Manch einer kennt noch das Kinderspiel; ich sehe was, was du nicht siehst. Da steht einem etwas vor Augen, was die anderen erraten müssen. Der Prophet macht ein ähnliches Spiel, doch mit viel größerer Wirkung. Er löst im Denken des Gottesvolkes einen Dammbruch aus. In der Verbannung, in der der Blick nur auf Verfolgung, Ausbeutung und Erniedrigung liegt, reißt er die Köpfe herum. Seht nicht auf das, was euch vor Augen steht und das Leben schwer macht, sondern hebt den Blick. Seht nicht auf das Handeln von Menschen, seht auf das Handeln Gottes. Die Änderung der Blickrichtung ist der Weg des Glaubens. Der Glaube verdreht den Kopf. Er sieht Dinge, die in Gottes Macht stehen. Er sieht Wege, die es noch garnicht gibt. Er sieht das ganze Volk, befreit im verheißenen Land. Der Glaube lebt mit dieser Blickrichtung bereits in einer erfüllten Sehnsucht. Da ist etwas Realität, was noch garnicht da ist.
Wenn ein schwer Kranker, der all die leidvollen Behandlungen einer Chemotherapie durchlebt hat, die Nachricht bekommt: wir haben es geschafft, geschieht etwas Gewaltiges. Er bekommt schlagartig in all seiner Schwachheit und seinem Elend einen unvorstellbaren Energieschub. Der Ausblick auf Rettung, der Blick auf Heilung, multipliziert die Genesung. Der Blick auf das was Gott tut und tun wird, setzt eine Revolution in Gang. Der Glaube ist ein Umbruch im Kopf. Da lebt bereits die Zukunft in der Gegenwart. Da ist der jetzige Augenblick immer größer und weiter, als alle Kurzsichtigkeit. Wer die Augen aufhebt, hat die Hoffnung mit im Boot. Im Aufblicken stellt sich schöpferische Macht gegen menschliche Ohnmacht.
Unsere Blickrichtung entscheidet über Kraft oder Schwäche, über Glaube oder Verzweiflung. Worauf schauen wir?

Liebe macht gesund

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Gesundheit hat auch etwas mit Liebe zu tun.

„Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!“
Ps. 106, 3

Wohlwollen, Wohlbefinden, Wohlsein erfahren, steht im direkten Zusammenhang mit dem Richtigen tun. Glückselig sein hängt mit Gottes Geboten zusammen. Hier werden mit Sicherheit keine frommen Spießer gezüchtet, sondern unser Wohlergehen mit unserer Gottesbeziehung verknüpft. Gott ist Recht. Gott ist der Richtige. Gott ist der Maßstab unter dem das Leben funktioniert. Seine Gebote sind kein Bußgeldkatalog, sondern seine gelebte Liebe. Gott liebt und macht uns zur Liebe fähig. Wo Gott auf den Menschen zukommt, kommt etwas in Ordnung. „Das ist das größte Gebot, dass ihr Liebe untereinander habt. Das ist das wichtigste Gebot, dass wir Gott lieben, von ganzem Herzen und mit aller Kraft.“ Diese Gebote und Gesetzte sind unser Lebenselement, wie für den Fisch das Wasser.

Diese Liebe, diese Einbettung in Gott macht gesund. Damit fährt der Mensch gut. Damit steht er in allem, was das Leben aufbaut. Unwohl wird es dort, wo wir diese Gebote verlassen. Außerhalb dieser Gesetzmäßigkeiten zu leben ist ein Brechmittel. Da gehts dem Menschen schlecht. Da fehlt das Wesentliche. In der Liebe Gottes bleiben, ist unsere Reha, ist unser Sanatorium. Diese Liebe enthält die ganze Macht des erlösenden Christus. Darin ist das umfassende Wohl Gottes eingebettet. Damit kann Miteinander wachsen, Gemeinde gelingen, Kirche zu einem Wohlfühlort werden, zu einer Liebes-Tankstelle. Wenn wir in dieser Liebe bleiben, geht´s uns und den Menschen gut.

Was kann heute dazu dienen, dass wir Gott recht geben und zur Genesung dieser Welt beitragen?