Eucharistie-Geprägte

Am Umgang mit dem Nächsten, lässt sich erkennen, wo einer Zuhause ist.

„Bessert eurer Leben und Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort.“

Jer. 7, 3



Bei Gott wohnen, prägt einen Lebensstil. Die ersten Christen trafen sich täglich in ihren Häusern und feierten das Abendmahl. Gemeinschaft mit Gott, fördert die Gemeinschaft zwischen den Menschen. Gottesdienst hat soziale Auswirkungen. Wo Gott nahe ist, wird einem der andere näher. Wer Gemeinschaft mit Gott pflegt fällt durchaus angenehm unter den Menschen auf. Da wirkt sich etwas Gutes und Wohlwollendes auf den Nächsten aus, vor allem auf die Bedürftigen und Ausgegrenzten. 
Zu Jeremias Zeiten, war der Wurm in der Entwicklung des Volkes drin. Er mahnte an, dass sie fremden Göttern nachlaufen und die Witwen und Waisen vergessen haben. Ihr Gottverlassen hatte katastrophale Auswirkungen. Wo die Gemeinschaft mit Gott nicht mehr den grundlegenden Platz hat, wackelt das Sozialgefüge. Wo andere Themen wichtig werden, schwächelt die Liebe. Man erkennt darin den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Gottesbeziehung und dem Elend, das sich in der Welt ausbreitet. Wo der Prophet zur Besserung des Lebens und Tuns aufruft, ruft er in die umgehende Gottesgegenwart zurück. Glaubende stehen immer in der Gefahr, von den Grundlagen abzurücken und sich vom Alltäglichen oder anderen Schwerpunkten bestimmen zu lassen. Da kann die Sorge um die Zukunft, das Mühen um das tägliche Auskommen, oder gar die eigene Fitness zum Gott werden. Bessert euch heißt, sich selbst zu hinterfragen, was beschäftigt mich gerade und was treibt mich an, was füllt mich aus. Bessert euch heißt auch zu erkennen, wirkt mein Glaube noch in die Bedürftigen hinein. Es ist die Selbstprüfung meiner Gottesbeziehung. Es ist die Frage an sich selbst: Bin ich ein Eucharistie-Geprägter? 
Bei vielen Missständen in Gemeinden und Gemeinschaften lässt sich ganz schnell erkennen, dass viele Not aus Gottesentzug entsteht. Nicht mehr bei Gott wohnen macht krank. Da schneidet sich der Mensch vom Heil ab. Besserung tritt dort ein, wo Gott wieder reichlich wohnen kann. Daher können wir nur Platz schaffen, und gegen alles angehen, was  uns sonst beherrschen will.
Ist das nicht für alle eine Bereicherung, wenn wir wieder zuhause sind?

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