Unschockierbar getröstet

Mit einem knackigen Lebensmotto, kann jeder vergnügt seinen Weg gehen.

„Als die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und diene dem Herrn, deinem Gott.“

1.Kön. 2,1-2.3
Eine geschichtsträchtige Stunde; der König übergibt seinem Sohn sein Vermächtnis. Eine Stabübergabe, die einem Staatsakt gleicht. Der eine geht, der andere kommt. Die Zeremonie die hier stattfindet, ist in ihrer Schlichtheit umwerfend. David gibt die Essenz seiner Lebensweisheit weiter: „Sei getrost und diene dem Herrn“. Das ist ein Regierungsprogramm, mit dem sich ein Volk führen lässt. In dieser Mini-Aussage liegt alles, was er seinem Sohn zu geben hat. Er sagt zu ihm: Du brauchst nicht das Wissen der ganzen Welt, auch kein starkes Heer an deiner Seite; alles was du brauchst ist Gott neben dir. Für die harten Zeiten die kommen werden, gibt er ihm den Tröster mit. Dort wo ich abtrete und den Weg alles Vergänglichen gehe, halte dich an dem der bleibt. Sei getrost, ist die Umarmung des höchsten Vaters. Das ist ein Anker, der alle Stürme überdauert. Solch ein Lebensmotto ist atombombensicher. Da kann kommen was will, wer getröstet ist, wird über den Schreck des Todes hinausgetragen. Getröstete können von der Angst nicht mehr gescheucht werden. Wem das sei getrost zugesprochen wird, bei dem entspannt sich etwas, mitten im größten Druck des Daseins. Wer Trost erhält, bekommt Christus zum Freund. Er braucht weder Gott noch Mensch mehr fürchten. Getröstete sind die, die Gnade bei Gott gefunden haben. Sie sind selbst über das eigene Versagen hinausgetröstet. Im Trost in der Mensch völlig von Gott eingehüllt. 
Damit kann er unbefangen seinem Gott dienen. Dienen ist dabei keine Einschränkung oder Begrenzung, sondern der größte Befreiungsschlag für das Leben. Wer Gott dient, befreit Menschen aus der Angst. Dienen ist den Tröster zu den Menschen bringen. Durch diesen Dienst kommt ein entspanntes Aufatmen in die Welt. Da sind die Menschen nicht mehr durch die Vergänglichkeit erschlagen, sondern durch das Trösten aufgeheitert. Gott dienen, bringt den Menschen ihre Lebensfreude zurück. Mit diesem Lebensmotto kann nichts mehr schockieren, sondern da sind Getröstete zum Trösten unterwegs. 
Wie können wir dieses Motto zu unserem Programm machen, dass wir vergnügt unseren Weg durch alle Vergänglichkeit und Widerstände gehen?

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Das Wort ist sicher

Das Wort ist die alles bestimmende Macht.

Der Welt Grundfesten sind des Herrn, und er hat die Erde daraufgesetzt.“

1.Sam. 2,8



Welch starkes Bild; egal, was alles auf dieser Welt wichtig erscheint, wie sich die Menschheit auf dieser Erde entwickelt oder sich selbst zugrunde richtet, alles ruht in dem Wort. Das lebendige Wort, der Christus, sind die beiden Hände, die die Erde wie einen Spielball tragen. Umschlossen, fest im Griff des Wortes: „Ja ich will“, steht das Weltgeschehen. Die Erde ist kein Selbstläufer, sondern vom Wort getragen und durch das Wort funktionsfähig. Das Wort ist das Betriebssystem des Universums. Auch wenn der Erde die Luft ausgeht, ruht ihre Vergänglichkeit in etwas Bleibenden. Auch wenn die ganze Welt zerfällt, geschieht das innerhalb des lebendigen Wortes. Das ist die Spannung zwischen Tod und Leben, zwischen Sterbendem und Ewigen. Die Tragfähigkeit des Wortes garantiert das Überdauern in allem Zerfall. Nichts und niemand kann aus dem, „es werde und es ward“ herausfallen. Die Schaffenskraft des Wortes ist unauslöschbar. Die Macht des Wortes, überragt alle Sicherheitssysteme, die sich die Menschen auf dieser Erde einrichten. Das Wort ist das bedeutendste Wertpapier, die garantierte Lebensversicherung, das, was alle Börsencrashs überdauert. 
Jeder weiß, wie flüchtig die Sicherheiten sind, auf die sich die Menschen verlassen. Eine Währungsreform, und das ganze Kapital ist nur noch die Hälfte wert. Menschen können sich gegenseitig keine Sicherheiten geben, weil es auf der Erde keinen beständigen Halt gibt. Alles Streben nach Existenzsicherung und finanzieller Freiheit, was die meisten in ihrem täglichen Tun antreibt, ist so brüchig, dass es noch etwas Sicheres darüber hinaus braucht. Lebenssicherheit liegt in beidem, dem Mühen um das tägliche Brot und dem Festmachen in dem Wort. Wo der Halt in dem Gehaltenen wegbricht, verstärkt sich die Sorge um das Alltägliche. Wo der Mensch in der Macht des Wortes ruht, und von der Kraft des Christus getragen ist, steht er, auch wenn in ihm und um ihn alles zerfällt. Wo sich das Leben durch Höhen und Tiefen bewegt, ist das Wort der Stabilitätspakt, der Vergängliches überdauern lässt. Das Wort ist sicher.
Wenn wir auf diesen Grundfesten stehen, was sollte uns da aus diesen tragenden Händen werfen?

Unvergessen für immer

Wenn der Schmerz, den wir teilen, zur Hoffnung wird, dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut. Claus-Peter März
Der Herr wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich.“Ps. 9, 19
Gott übersieht und vergisst niemand. Das ist eine starke Aussage in alle Verlassenheitsängste hinein. Gerade wenn das Leben hart zuschlägt, die Hoffnung auf einen guten Ausgang schwindet und Gott ewig weit weg scheint, manifestiert Gott seine Gegenwart umso stärker. Nicht vergessen und nicht verloren sein ist Gottes Trotzreaktion. Was über Menschen auch hereinbricht, was sie aus der Bahn wirft, hier ist ein Anker, der allem Elend Grenzen setzt. Gott bestimmt das Maß der Unerträglichkeit. Selbst die totale Finsternis, ist bei Gott nicht finster. Jesu Aufschrei am Kreuz: Mein Gott, warum hast du mich verlassen, war der Übergang in die Herrlichkeit. Am allertiefsten Punkt der Not, erwartet Gott den Geschlagenen mit offenen Armen. Der freie Fall des Verlassen- und Verloren Seins, endet gerade nicht in der befürchteten Nacht, sondern im Aufgefangen werden des Heil. Der unangenehmste Schmerzpunkt ist die Verwandlung zur Hoffnung. Wo es völlig dunkel ist, kann das Licht seine ganze Kraft und Schönheit entfalten. Der Nacht der Welt ist der Stern von Bethlehem gesetzt. Gottes Krippenspiel ist die Antwort, dass er nicht vergisst und keine Hoffnung verloren ist.
Wie solch eine Hoffnung aussehen kann, durften wir z.B. beim Benefizkonzert am vergangenen Sonntag erleben. In ihrem Rolli, stellte sich Natalie vor die überwältigende Besuchermenge und bedankte sich für den Mut, den ihr jeder einzelne durch seine Anwesenheit macht. Sie hätte nach jahrelangem Kampf, wieder Hoffnung und Energie zum Weitermachen, das sei ein Wert, der mit allem Geld der Welt nicht zu bezahlen ist. Gott hat eine breite Palette, in der er zeigt, dass er keinen vergisst. Wo der geteilte Schmerz zur Hoffnung wird, hat Gott schon sein Haus gebaut. Die schwersten Zeiten erfahren eine Verwandlung, wo die Krippe aufgebaut wird. So haben die Armen und Elenden die größte Verheißung in der Tasche. Wo Gott keinen vergisst, kann das Bittere süß werden. Da ist am dunkelsten Punkt der Nacht, bereits der Umbruch zu einem neuen Tag.
Wenn Gott jetzt schon mitten in dieser Welt wohnt, wie soll da die finsterste Nacht ohne Hoffnung sein?

Der heiße Draht 

Fest verbunden heißt, alles überstehen.

Herr, gedenke doch an deinen Bund mit uns und lass ihn nicht aufhören!“

Jer. 14, 21

Der Prophet schreit nach Gottes Stabilität. Wo Gott an seinen Bund mit den Menschen erinnert wird, geht es nicht um eine Lebensabschnittsverbindung, das geht es um die pure Existenz. Der Bund mit Gott ist so elementar wie unser Herzschlag und unser Atem holen. Wo sich Gott an Menschen bindet, wird ihm unvergängliches Leben angehaftet. Wir werden mit Freiheit und heilenden Kräften verbunden. In diesem Bund liegt eine Gegenbewegung zu dem Sterbensprozess, der auf alles Leben gelegt ist. Wo sich Gott an Menschen bindet, bekommt der Mensch eine doppelte Staatsbürgerschaft. Er ist in zwei Reichen Zuhause. Der Bund verbindet die eine Welt mit der anderen. Das Erdendasein mit seinem täglichen Kampf, hat einen heißen Draht zur heiligen Welt Gottes. Dieser heiße Draht ist Jesus Christus.Er ist die Standleitung zwischen beiden Seiten, die immer scharf geschaltet ist.

Was eine innige Verbindung ist, kann man oft bei alten Menschen beobachten. Wenn der eine Partner stirbt, ist der andere nicht mehr lebensfähig. Es gibt immer wieder „tragische“ Ereignisse, wo der zurückgebliebene Partner, dem Ersten innerhalb kurzer Zeit „nachgeht“. So eng, so fest war die Verbindung, dass wenn der eine vorausgeht, dem anderen ein Stück seiner eigenen Existenz weggebrochen ist. 

Der Bund mit Christus, ist das Andocken an unsere bessere Hälfte. Darin liegt alles was uns ausmacht. Wir sind im Mutterschoß Gottes eingeschlossen. Das ist eine Stabilität durch dick und dünn. Da hängen wir nicht mehr in den Seilen schmerzhafter Ereignisse, sondern sind darin fest Getragene. Mit einem starken Partner brauchen wir keine schwachen Tage fürchten. Mit einem starken Partner sind wir selber stark. Daher lasst den heißen Draht glühen!

Sind wir uns bewusst, dass ohne den heißen Draht uns die Lichter ausgehen?

Gut erben entlastet

Wer erbt, hat etwas zu lachen.
„Der Herr wandte sich Israel wieder zu um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von seinem Angesicht bis auf diese Stunde.“

2. Kön. 13, 23
Wo Gott sich zuwendet, ist ein sattes Erbe fällig. In dem er uns zu seinen Kindern gemacht hat, haben wir mit Großem zu rechnen. 
Gottes Zuwendung ist wie eine Testamensteröffnung. Durch Christus werden wir zu Abrahams Kindern, die in der Erbfolge ganz oben stehen. Gott wendet sich denen zu, die er nicht umkommen lassen will. Die Menschen erhalten nicht das, was sie aufgrund ihres von Gott lösgelösten Lebens verdient hätten, sondern Gott bedenkt sie mit seinem Nachlass. Durch seinen Bund, kann und will er sich seinen Kindern nicht mehr entziehen. Somit werden seine Kinder zu Glückspilzen. Der Schöpfer schüttet sein Vermögen aus. Bei diesem Vermächtnis bleiben Mund und Augen stehen. Das sind Summen, die erschlagend sind. Da hat der Erbe für alle Zeiten ausgesorgt. 
Herrlichkeit, Reich Gottes zu erben ist weit entspannender, als allein ein prallvolles Bankkonto. Wer nur Geld vererbt, verschafft vielleicht ein sorgloses Leben, doch keinen sorglosen Tod. Herrlichkeit von Gott trägt ein Leben viel umfassender. Zuwendung von Gott schenkt tiefen Frieden, trotz äußerer Not. Es schenkt Heil, was Geld allein nicht heilen kann. Wo sich Gott zuwendet, ist Christus gegenwärtig. Wir erben die Auferstehung und das Leben. Wir sind damit nicht mehr dem Sterbensprozess ausgeliefert. Dort wo das letzte Hemd keine Taschen hat, überschreitet Gottes Erbe den Tod. 
Welch eine Ruhe, welch ein Frieden, welch eine Entspannung, liegt in diesem bedacht werden. Wo sich der Herr zuwendet haben wir für alle Zeiten ausgesorgt. Was für ein Erbe.
Ist nicht jeder Gottesdienst, die Einladung zur Testamentseröffnung? Wo hinterlässt dieses Erbe seine Spuren?

Glauben und Leiden sind eins

Wer glaubt, braucht Mut zum Kämpfen.
„Der Gerechte muss viel leiden, aber aus alledem hilft ihm der Herr.“

Ps. 34, 20
Wo der Glaubende, Gott an sich zu seinem Recht kommen lässt. bezieht er Position für Gott und gegen sich und die Menschen. Gott steht zu denen, die zu ihm stehen. Im Glauben stoßen zwei Welten aufeinander. Wo sich ein Mensch von Gott bestimmen lässt, tritt er in eine Spannung mit der natürlichen Welt ein. An der Gottesbeziehung scheiden sich die Geister. Die Wahrheit Gottes konfrontiert die Menschen. Der Glaubende wird für den Ungerechten unbequem. 
Das sehen wir im Lehrtext bei Paulus und Silas. Sie befreiten eine Wahrsagerin von ihrem Ungeist. Damit war ihren Auftraggebern das Geschäft vermasselt. Paulus erntete dafür Prügel und die Beiden landeten im Gefängnis. Wie die Gittertüren dann bei dem nächtlichen Lobgesang aufgesprungen sind, kennen wir ja. Oder, noch nicht so lange her, war es im sozialistischen Teil unseres Landes nicht möglich, als Christ ein gewisses Studium zu absolvieren.
Der Glaubende muss leiden, das liegt in der Natur der Sache. Das ist nichts Neues, dafür im KZ zu landen. Wir müssen uns das gerade in einer pluralistischen Gesellschaft immer wieder bewusst machen. Spott und Verachtung zu ernten ist auch in einem Land, das die Religionsfreiheit hochhält nichts Außergewöhnliches. So lange die Erde steht, wir der Glaube bekämpft und muss der Gerechte leiden. 
Das Starke dabei ist, dass Gefängnistore aufspringen und Gott zu den Seinen steht. Wer den Mut hat, an Gott zu bleiben, in dem wird Gott bleiben, auch wenn er unter dem Widerstand umkommt. Wo sich der Mensch auf Gott einlässt, ist er nie verlassen. Wo der Gerechte bereit ist, für seine Überzeugung zu sterben, wird ihn auch der Tod nicht von Gott trennen. Daher können wir mutig für die Gerechtigkeit einstehen, auch wenn es ungemütlich wird.
Was kann uns von der Liebe Gottes trennen, wenn wir bei allem was passiert, nur in sie hineinfallen können?

Erbarmen macht stark

Wir sind weder inneren, noch äußeren Spannungen preisgegeben.
„Bei dir finden die Verwaisten Erbarmen.“

Hos. 14, 4
Erbarmen garantiert Durchkommen. Erbarmen heißt: Wir können allen Widerständen zum Trotz, das Ziel erreichen. Im Erbarmen zeigt sich, es liegt nicht an unserem Können und Vermögen, dass unser Leben gut wird. Anfechtung ist nie das Letzte. 
Wo wir verwaist sind, sind wir wie das Volk Israel herrenlos. Durch Zeitgeist und die eigenen Wünsche, durch unverständliche Schicksalsschläge und die eigene Lauheit, immer wieder auf Abstand zu Gott. Wir sind die, dem Gewitter des Lebens Ausgelieferten und die, die immer wieder an den Führungen Gottes Zweifelnden. Verwaist sein, zeigt den Kampf ums nackte Überleben. Gerade an den Glaubenden zeigt sich noch mehr, wie spannungsgeladen und angefochten Dasein ist. Wo wir als die von Gott Berufenen unterwegs sind, haben wir nicht nur mit Widerstand von außen zu kämpfen, sondern oft mit uns selbst. Wir müssen unsere eigene Trägheit überwinden, oft unsere Unbeweglichkeit und Müdigkeit. Manchesmal zweifeln wir, ob das richtig ist, was wir tun. Leben ist der Kampf gegen das eigene Versagen. Wir müssen die Spannung zwischen der vergänglichen und unvergänglichen Welt aushalten. 
In diesem Kämpfen finden die Verwaisten Erbarmen. Unser Kämpfen wird von dem Guten gestreift. Im Erbarmen kämpft Gott in unseren Widerständen. Erbarmen zeigt, wie nahe Gott in der Anfechtung ist. Erbarmen kennt alle Zerrissenheit. Durch das Erbarmen sind wir nicht mehr die dem Schlachtfeld Ausgelieferten. Hier fällt Güte in die Ohnmacht. Da liegt es nicht mehr nur an unserem Kampfgeist. Erbarmen ist die Zuwendung des Hohen zum Geringen. Da fängt der Christus in uns an zu kämpfen. Wir sind in diesem Erbarmen nicht mehr auf uns selbst gestellt. Christus tröstet die Angefochtenen. Er ist der Lebensgeist, der jeder Nacht einen neuen Morgen schenkt. Im Erbarmen liegt der Überwindergeist, den wir in uns selbst nicht finden. 
Wenn wir kein Erbarmen finden würden, müssten wir die Schlachten unseres Lebens alleine fürhren. Wäre das nicht trostlos und hoffnungslos?

Vitamin B 

Wenn eine Beziehung zur Bestimmung wird.
„Der Herr spricht: Er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.“

Ps. 91, 14
Gottes Namen zu kennen ist weit mehr als Vitamin B. Mit Vitamin B bezeichnet man Beziehungen, die einem einen Vorteil verschaffen. Da sind Dinge möglich, wo ein Noname vor verschlossenen Türen steht. Wo jedoch Vitamin B einen etwas eigennützigen Geschmack hat, ist das Gott kennen ein nach Hause kommen. Diesen Namen kennen, ist das Erkennen des Kraft Held, Ewig Vater Friedefürst. Da erkennt der Mensch seine Sohnschaft zum Vater. Ihm geht dabei auf; dieser Name hat etwas mit mir zu tun. Dieser Name ist Teil meines Lebens. Ich bin durch diesen Namen geprägt, er bestimmt meine Herkunft und meinen Werdegang. Diesen Namen habe ich nicht gewählt, er ist mir in die Wiege gelegt. Wo wir diesen Namen kennen, ist uns aufgegeangen wer wir sind. Eine Scheidung von diesem Namen, wäre der Ruin unserer Existenz. Wenn wir den Namen verlassen, verlassen wir unsere Abstammung, dabei werden wir namenlos und heimatlos. In diesem Namen ist das Heil unser Bruder und die Erlösung unsere Schwester. Da sitzt Christus mit an unserem Tisch. Den Namen kennen ist die unmittelbare Begegnung mit der Gottesgegenwart. Erkennen ist der heiligste Moment in einer Beziehung.
Wer in diesen heiligen Räumen Zuhause ist, genießt einen besonderen Schutz. Er verblasst nicht in der Namenlosigkeit, in der vieles im Leben sinnlos erscheint. Wer den Namen kennt, hat selbst einen Namen und setzt alles in Beziehung zu diesem Namen. Da bekommt selbst das Schwere und Unangenehme eine sinnvolle Bedeutung. Wir sind geschützt vor der Belanglosigkeit des Elends. Das Übel steht nicht isoliert als bedrohendes Ungeheuer vor uns, das Unheil wird durch den Namen zum Heil. Nichts in unserem Leben ist sinnlos. Kein Schmerz, keine Anfechtung, keine verkrachte Beziehung, alles dient dem Leben. Unter diesem Namen dient alles, was uns widerfährt, zu unserem Besten. 
Wenn dieser Name unsere Bestimmung ist, wie können wir ihm da alle Ehre machen?
Einen gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

Verlässlichkeit par excellence

es ist gut, wenn eine Wegwerfgesellschaft erkennt was Treue ist.
„So sollst du nun wissen, dass der Herr, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.“

5. Mose 7, 9
Für jemand, der alle zwei Jahre ein neues Handy bekommt, nur weil sich die Technik so rasant weiterentwickelt, ist es kaum vorstellbar wie beständig Gott ist. Wir denken in kurzen Taktraten der Wissensverdopplung; Gott denkt in tausender Generationsraten, in denen er unverrückbar fest bleibt. Wo sich bei uns Beziehungen immer schneller auflösen, steht sein Bund für ewig fest. Vor uns steht geballte Konstanz. Die Verlässlichkeit par excellence. Wo  wir nur noch die Veränderung als verlässliche Größe kennen, ist bei Gott unverrückbare Stabilität. Da wo wir zu Getriebenen einer Fortschrittsentwicklung geworden sind, kommt bei dieser Treue unendliche Ruhe und Beständigkeit ins Dasein. 
Einen treuen Gott braucht nicht nur das durch die Jahrhunderte gescheuchte Israel, sondern erst recht eine High Tech Generation, die unterzugehen droht, wenn sie manche Entwicklung verschläft. Gottes Treue ist das Fundament der Erde. Sein Ja, ist das Ja zu einem Leben, das ständig von Unstetigkeit und Zerfall bedroht ist. Sein Bund ist die Umarmung, die den auf stürmischen Wellen sich Bewegenden, vor dem Absaufen bewahrt. Sein Bund ist der Christus, der in aller Bedrohung mit im Boot sitzt. Egal wie das Leben uns zusetzt, wie es unsere Tage aus den Angeln hebt, wir können nicht aus diesem Bund fallen. Christus ist Gottes Garantieerklärung, für Treue, die sich nie verbraucht. Für Treue in aller Untreue. 
Wer sich in diesen Bund hineinnehmen lässt, erfährt eine Stabilisierung in allem, was unkonstant ist. Da sind wir nicht mehr die Getriebenen, sondern die Gehaltenen, Da zerbrechen wir nicht mehr unter der Auflösung, sondern werden immer neu aufgerichtet. 
Können wir sagen: Dieser Bund ist meine Liebe?

Wir werden aus der Reserve gelockt

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zum Glück gibt´s etwas unverrückbar Festes.

„Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde.“
2. Mose 3, 14

Gott rammt seine heilige Gegenwart bei Mose ins Bewusstsein. Es ist die Selbstdarstellung dessen, der von Anfang an war und unvergänglich sein wird. Gott manifestiert seine Allherrschaft, die als absolute Größe über allem Leben steht. Er ist der Erlöser, er ist der Befreier, er ist der, der von keiner Macht dieser Welt aufgehalten werden kann. Dieses Autoritätssigel bekommt Mose aus dem brennenden Dornbusch, als er den Auftrag Gottes erhielt, das Volk Israel aus der ägypthischen Unterdrückung zu befreien. Er sollte gegen den mächtigen Pharao antreten. Er sollte einen menschlich unmöglichen Auftrag erfüllen. Er wurde an eine Aufgabe gestellt, die mehr als eine Hutnummer zu groß war. Ein Projekt, das unter menschlicher Kalkulation zum Scheitern verurteilt war.

Gott macht klar, ich werde sein! Nicht dein Können und Vermögen sind die Voraussetzungen für das Gelingen, sondern mein ich bin. Wo Gott ruft, kommen Dinge auf uns zu, die Angst machen. Da kommen Herausforderungen auf uns zu, bei denen wir die Hosen voll haben und das Genick einziehen. Doch gerade diesen Unvermögenden, gilt diese gewaltige Zusage. Die, die sich den Aufgaben nicht gewachsen sehen, die meinen, sie hätten nicht die nötigen Grundlagen, die nimmt er an die Hand.

Wir können das Große und das Unmögliche wagen, weil es nicht in erster Linie darauf ankommt, was wir können und mitbringen, sondern weil Gott ist, wer er ist. In und mit uns handelt ein anderer. Somit können wir stehen, wenn uns die Knie weich werden. Wir können mutige Schritte gehen, auch dort, wo uns der Atem stockt. Wir können hoffnungsvoll in die Zukunft schauen, wo menschlich keine Perspektiven sind. Der ewige Gott will, dass wir über unsere zerbrechlichen Grenzen hinauswachsen.

Was hält uns zurück, viel entschlossener mit dieser Zusage zu rechnen und daraus zu leben?