Fürsorge fliegt durch die Luft

In der Gärtnerei ist unser Kater Michel Herr im Haus und die Freude der ganzen Belegschaft.

„Herr, du hilfst Menschen und Tieren.“
Ps. 36, 7

In der ganzen Schöpfung spiegelt sich der Schöpfer. Mensch, Tier und Pflanzen sind solch ein fein durchdachtes System, das sich gegenseitig erhält und trägt. Ein organischer Kreislauf, und das bezogen sein auf die Natur, ist der Lebensraum, der uns geschenkt ist. Menschen und Tiere bedingen und ergänzen sich. Sie sind sich zum gegenseitigen Erhalt und Freude geschaffen. Der ganze Kosmos ruht in diesem Zusammenspiel. Wenn unser Michel uns mit durch die Gärtnerei begleitet, wenn er in seiner Mooskiste auf dem Arbeitsplatz liegt, sind das Glücksmomente für beiden Seiten. So ein paar Schmuseeinheiten neben der Arbeit, durchbrechen schnell mal das hastige Getriebe. Für viele sind Hund und Katze zum Familienmitglied geworden, die manche einsame Stunde überbrücken. Wo Gott den Tieren hilft, tut er dem Menschen etwas Gutes. Umfassend und feinfühlig ist er, in dem was er schafft. Wo er die Vögel ernährt, die nicht säen und ernten, fliegt seine ganze Fürsorge durch die Luft. Unser ganzer Lebensraum ist, wo wir gehen und stehen von Wohlwollen und Liebe durchströmt. Es trägt die Handschrift eines Versorgers, der allem Lebenden seine Hände auftut. Da findet die Biene ihr Blume, das Schaf sein Gras, der Fisch sein Plankton. Im Grundgedanken der Schöpfung ist an alles gedacht und keiner übersehen. Da tobt sich der Liebhaber des Lebens nach allen Regeln der Kunst aus. Somit steckt in jedem Augenblick, im kleinsten Winkel alles Geschaffenen, die ganze Gegenwart Gottes. Die Natur ist schwanger mit Gottes Güte. Fleisch, Milch und Honig auf unserem Tisch, sind die Liebesgaben dieser Fürsorge.

Wo Güte der Pulsschlag der Schöpfung ist, hat der Mensch einen Gott, der nichts übersieht. Wo Gott sieht, hilft er umfassend. Er hilft auch dann noch, wo der Mensch ihn verlässt. Seine Hilfe wird zur Passion. Das Kreuz ist das letzte Zeichen davon, wie tiefgreifend und umfassend Hilfe ist. Die dunkelste Stunde der Menschheitsgeschichte, ist der Gipfel der Güte. Selbst wo wir die bittersten Pillen des Lebens verdauen müssen, sind wir nie ohne die Schmuseeinheiten des Schöpfers. Aus seiner Fürsorge kann kein Mensch oder Tier herausfallen.

Sind nicht jeder Vogel, der über unseren Kopf fliegt, jedes Augenpaar, das uns treuherzig anschaut, Zeichen dafür, dass nichts und niemand vergessen ist?

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Die kleine Drehung macht’s 

Wohl dem, der Aufbauendes kennt, wenn er am Ende ist.
„Herr sei du mit mir um deines Namens willen; den deine Gnade ist mein Trost: Errette mich!

Ps. 109, 21
Welch ein starkes Bild, wie der Mensch vor Gott steht. Menschliche Größe ist da, wo der Große dabei ist. Erbarmen ist es, das dem Menschen seine Würde schenkt. Es wirkt geradezu lächerlich, wo die Einbildung sich an die Brust schlägt und glaubt, sie hätte das Tischtuch an fünf Zipfeln. Groß ist der Mensch, wo er erkennt, wie schnell ihm die Felle davon schwimmen und er am Boden liegt. Groß ist, wo er erkennt, mein Stehvermögen kommt nicht aus mir. „Gnade ist mein Trost.“ Da sind immer starke Hände, wenn ich einknicke. Da sind ausgestreckte Hände und ein Vater, der dem vom Leben gebeutelten Sohn entgegen geht.  Diese Güte garantiert Leben. Egal wie das Leben zuschlägt, es ist nicht unser Ehrgeiz, unser eisener Willen der tröstet; es ist der Tröster selbst. Wir brauchen uns gar nicht selbst aus dem Schlamassel ziehen, es braucht nur eine kleine Drehung zu dem großen Erbarmer. Dem verlorenen Sohn kam nur der Gedanke in den Sinn; beim Vater war´s eigentlich besser, dann drehte er nur um. Das war der Auslöser, dass beim Vater alles in Bewegung kam. Er ging entgegen, er umarmte und küsste ihn.
Diese Geste baut auf. Gnade ist die Größe des Lebens. Erbarmen ist die Antwort auf Trostlosigkeit. Der Weg aus dem Jammer ist der kürzeste den es gibt; „errette mich.“ Bereits im Erkennen der Ohnmacht erfahren wir Kraft. Ausweglosigkeit lebt vom Erbarmen. Die kleine Drehung dahin macht´s. 
Wenn so viel Trost auf uns wartet, warum sollen wir liegen bleiben?

Sonnengesang gegen Sorgen

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warum sollten wir uns sorgen?

„Gott der Herr ist Sonne und Schild.“
Ps. 84, 12

Es war einmal eine Regierung, die gab die Parole aus: Ohne Gott und Sonnenschein, bringen wir die Ernte ein.
Wenn wir schon sagen wollen ohne Gott, dann jedoch nie ohne Sonnenschein, das ist nicht nur biologisch unterbelichtet gewesen. Sonne ist Leben. Sonne ist die geballte Ladung Energie, die alles Leben aus der Reserve lockt. Selbst die Menschen brauchen die Sonne, damit ihr Gemüt nicht wie in dem lang anhaltenden trüben Frühjahr absäuft. Der Herr wird als dieser Energieball beschrieben. Wo Menschen von dieser Sonne berührt werden, ist Leben nicht mehr aufzuhalten. Da steckt ein komplettes „Hallo-Wach-Programm“ drin. Mensch und Sonne ist vorprogramiertes Blühen. Unter dieser Sonne wacht jede Blume wieder auf. Unter Gott sind die Lebensbedingungen auf Gedeihen angelegt. Was er werden lässt, steht unter seiner besonderen Fürsorge. Wenn er ein kleines Bäumchen pflanzt, kommt gleich ein Wildzaun herum, gegen Kahlfraß. Gott umhegt das Werdende und Entstehende.

Diesen lebenserhaltenden Gott können wir uns nicht stark genug in unser Bewusstsein brennen. Unser Lob und unsere Dankbarkeit darüber überwindet alle Angst. Das sind unsere Kampfmittel gegen die Nacht und Schutzlosigkeit. Nicht Mut ist das Gegenteil von Angst und Sorge, sondern Dankbarkeit. Auch der Mutige hat Angst, jedoch der Dankbare lässt die Angst verblassen. In Gott sind wir umsorgt. Wir können nicht aus dieser Sonne herausfallen. Mit diesem Wissen, kann der Glaubende der Nacht begegnen. Sein Sonnengesang überlagert alle Sorgen.

Was ist der Grund, all unserer Ängste? Für was müssen wir selber sorgen? Was hält unser Lob im Schweren zurück?

Wir haben es gut erwischt

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wohl dem, der einen Gönner, Förderer und Coach hat.

Der Herr ist unser Richter, der Herr ist unser Meister, der Herr ist unser König; der hilft uns!
Jes. 33, 22

Menschen suchen Hilfe, suchen Orientierung, suchen Beistand. Keiner kann behaupten, ich habe alles im Griff. Wo diese Hilfe überall gesucht wird, wer da alles zu Rate gezogen wird, sei dahingestellt. Manches hilft, anderes verwirrt.
Dieses Wort hat eine eindeutige Aussage: Der Herr hilft uns! Ohne wenn und aber. Keine Einschränkung, nicht auf irgendwelche Lebensbereiche begrenzt, nein, er hilft! Wenn wir uns diese Hilfe genauer anschauen, erkennen wir, wie umfassend sie ist. Wie der Herr beschrieben wird, zeigt, was das für eine Hilfe ist. Der Herr ist Richter, Meister, König. Diese Hilfe ist nicht Freund und Bruder, sie drückt sich in Staatgewalten aus. Dahinter steht amtliche Autorität. Wen er gerecht macht, der ist gerecht. Wer mit seiner Weisheit gelehrt ist, erkennt Dinge, über das irdische Dasein hinaus. Wer unter seiner Herrschaft steht, hat es gut erwischt.

Diese Hilfe umfasst unser ganzes Menschsein, unsere vollständige Persönlichkeit. Der Herr ist nicht nur ein bisschen der Seelentröster, sondern der, der unser Leben in seinen Herrschaftsbereich stellt. Hier übt einer seine Macht zu unserem Wohl aus. Er hat für uns das Beste im Auge. Ein heiliger Coach, der uns nicht nur berät, sondern mit seiner Existenz für unser Leben einsteht.

Können wir mit solch einer Hilfe im Rücken, mit solch einem Meister, nicht kraftvoll unsere Krisen uns Schwächen meistern? 

Ich wünsche euch einen gesegneten Sonntag.