Führung füllt Netze

Gute Führung hat Abstand zum täglichen Getriebe und sieht daher mehr.

„Nach dem Wort des Herrn brachen die Israeliten auf, und nach seinem Wort lagerten sie sich.“
4.Mose 9, 18

Das Wort führt ein ganzes Volk. Da ist ein Führungsinstrument mit höchster Qualität. In dieser Führung liegt Überblick eines fernen und doch gegenwärtigen Gottes. Gott hat solch einen großen Abstand zur Geschichte der Menschen, dass er alle Zusammenhänge im Detail erkennen kann. Für großartige Führung braucht es Distanz. Ein guter Unternehmer ist nicht mitten im Gewühl seiner Arbeiter, sondern muss von außerhalb auf seinen Betrieb schauen, um die Gesamtzusammenhänge im Auge zu behalten. Er arbeitet nicht „im“, sondern „am“ Unternehmen. Wenn aus dieser Sicht ein Wort kommt, hat das ein ganz anderes Gewicht. Da hat einer den Durchblick, den der an vorderster Front nie haben kann. Er ist dazu viel zu sehr von seinen Alltäglichkeiten umringt und behaftet. Durch den der den Überblick hat, werden die Arbeiter, das Volk, der Geführte, in immer neue Perspektive gestellt, die er nicht kennt und nicht für möglich hält. Da führt ein Wort von ganz anderer Güte. Was von diesem Wort kommt ist nicht immer angenehm und auch nicht unbedingt das, was wir von ihm denken. Es kann unsere Realitäten ganz schön auf den Kopf stellen. Da werden alle bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse eines besseren belehrt. Als die Jünger eine ganze Nacht lang gefischt und nichts gefangen haben, forderte Jesus sie auf nochmals hinauszufahren. Für hochkarätige Fischer, die ihr Handwerk gelernt haben ein absoluter Affront. Sie waren Spezialisten ihres Fachs und schließlich keine Dummis. Doch Petrus sagt: Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. Es stellt sich selbst und sein ganzes gelerntes Fachwissen infrage. Er lässt sich von einem Nichtfachmann konfrontieren und erfährt, wie das Wort die Netze fast zum Zerreißen bringt. Das Wort bringt Fakten ins Spiel, die weit über unserem Horizont liegen.

Wo das Wort führen will, braucht es keine Menschen die besser wissen wie´s geht. Es sucht nach Menschen, die Vertrauen fassen und sich in ihrem Denken unterbrechen lassen. Es sucht die Glaubenden, die ihren Horizont, von der Dimension des Wortes aufbrechen lassen. Da gilt es Wege zu gehen, die wir nicht kennen und sogar für völlig unmöglich halten. Da kann es sogar sein, dass wir zu Wegen aufbrechen, bei denen uns die Haare zu Berge stehen und sich ein rumorendes Gefühl im Magen einstellt. Ein Mensch, der vom Wort geführt ist, ist nicht mehr unbedingt everybodys darling. Wo das Volk auf das Wort hin aufbricht und sich lagert, hat das nicht viel mit dem zu tun, was wir verstehen und was wir aus unserer Sicht heraus als richtig betrachten, es hat jedoch immer mit vollen Netzen zu tun. Führung durch das Wort ist nicht in erster Linie menschenkonform, es zeigt den umfassenden Weitblick eines grenzenlosen Gottes. Wo uns das Wort trifft, fordert es uns zu Taten heraus, die gegen unsere Gewohnheit gehen. Es ist hoch spannend sich auf solch eine Führung einzulassen, weil sie das Volk in das verheißene Land führt.

Warum tun wir uns oft so schwer, uns geschmeidig und willig von diesem Wort führen und unterbrechen zu lassen?

Auslegungen für jeden Tag
http://www.ebk-blumenmönche.de
https://brtheophilos.wordpress.com/category/predigt/tageslosungen/

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Heilige Vorbilder

Petr. 5, 1-3 

Was gute Unternehmen auszeichnet, sind gute Führungskräfte. Die Wirtschaft sucht heute nicht nur gute Fachkräfte, sie sucht gute Chefs. Vorzeigeunternehmen entstehen nicht nur durch gute Mitarbeiter, sondern durch ausgezeichnete Führungskräfte, die ihre Rolle richtig verstehen. Der einstige Marktführer für Handys, Nokia, erlebte einen gewaltigen Absturz in seiner Firmengeschichte und ist inzwischen eine bedeutungslose Marke unter den Smartphones. Die große Frage, die im Raum stand war, sind die über 200.000 hochmotivierten Mitarbeiter schuld an diesem Niedergang, oder die elf Führungskräfte? Sehr schnell war klar, es war die Geschäftsleitung, die eine Entwicklung verschlafen hat. Es waren die Chefs, die das Unternehmen ruiniert haben.

Petrus nimmt sich die Gemeindeleiter hart zur Brust, und verdeutlicht ihre Rolle als Führungskräfte.

  1. Im Chefsessel

Versorgt die Gemeinde gut, die euch Gott anvertraut hat. Hütet die Herde Gottes als gute Hirten, und das nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus freien Stücken.

Wer im Reich Gottes Menschen anvertraut bekommt, muss als erstes lernen, das ist kein Privileg, sondern ein Dienst. Gott erteilt eine Verantwortung für andere. Es geht nicht um den Hirten, sondern um die Herde. Eine Herde muss satt im Futter stehen. Sie braucht beste Wiesen, maximalen Schutz, um Milch, Wolle, Nachwuchs und Fleisch zu produzieren. Die Mitarbeiter brauchen beste Voraussetzungen, um optimale Ergebnisse auf den Tisch zu bringen. Die Aufgabe des Hirten ist nicht mitzugrasen, sondern das Grasen zu ermöglichen. Für eine Führungsaufgabe muss ein ganz neues Rollenverständnis wachsen. Wo die Herde innerhalb des Zaunes ihre Arbeit macht, muss der Blick des Hirten weit über den Zaun hinausgehen. Er hält Ausschau nach neuem Weideland, er verhandelt Pachtverträge aus, die ihm für eine weitere Nutzung zur Verfügung stehen. Er wird sich um die Vermarktung von Wolle und Milch kümmern. Würde der Hirte nur mit auf der Wiese stehen und mit der Herde das Tagesgeschäft erledigen, wäre er in diesem Moment ein besseres Schaf, würde jedoch seine Führungsrolle vernachlässigen.

Ein Leiter trägt dafür die Verantwortung, dass die ihm Anvertrauten sich gut entwickeln. Er hat die Aufgabe Mitschöpfer Gottes zu sein. Gott mutet es ihm zu, die Veranlagungen, die er in seine Geschöpfe gelegt hat, freizulegen und zu fördern. Die Führungsrolle in einer Gemeinde ist eine Entwicklungsrolle. Jeder soll zu seinem Besten geführt werden. Gottes Potenziale sollen in jedem einzelnen zur vollen Entfaltung kommen. Für jeden aus seiner Herde muss er erkennen, was für ihn das Voranbringenste ist. Braucht er jetzt mehr Löwenzahn, oder einen kurzen Biss vom Schäferhund, damit er sich im Dickicht nicht verirrt? Der Hirte steht an Gottes Stelle. Er versteht sich selbst als ein beauftragter Führer, der darauf brennt, diese gute Führung weiterzugeben. Er hat den Weitblick dessen, der das große Ganze im Auge hat. Er lebt in dem Bewusstsein, von meinem Umgang, von meiner Führung lebt und fällt die Gemeinschaft. Auf dem Chefsessel der Gemeinden sitzen daher nicht die Macher, sondern die Diener.

  1. Leiter oder Mörder

Seid nicht darauf aus, euch zu bereichern, sondern arbeitet gern, auch ohne Gegenleistung. 3 Spielt euch nicht als die Herren der Gemeinde auf, sondern seid ihre Vorbilder.

Unternehmen gehen den Bach hinunter, wenn sich die Chefs die eigenen Taschen füllen, sich von Werten verabschieden und die andern die Rechnung zahlen lassen. Das gleiche gilt bei einem Amt in der Gemeinde. Führen Herren oder Vorbilder ist eine Existenzfrage. Wo Herren die Kirche regieren, bleibt der Herr der Kirche vor der Türe. Wer selber führt, wer mit Menschen zu tun hat, steht nicht über anderen, sondern unter Christus. Unter diesem Führungsverständnis werden wir selbst dem anderen zum Christus, der ihm die Füße wäscht. Wo diese Auffassung von Dienst verlassen wird, wird der Hirte zum Schlächter einer Gemeinschaft. Da stehen Besserwisser auf, die andere nicht fördern, sondern kurzhalten.

Da kann sich jeder, der mit anderen zu tun hat, selbst überprüfen.

  • Baue ich den andern auf durch meine Worte?
  • Locke ich ihn fordernd aus der Reserve?
  • Wird er durch meine Führung größer oder kleiner?
  • Will ich ihm nur klar machen, was für ein toller Hecht ich bin und welche Erkenntnisse ich ihm voraushabe?
  • Steht der andere im Fokus, oder ich selbst?
  • Diene ich, oder beanspruche ich?

Dort wo Christus mit Absolutheitsaussagen aufgetreten ist wie, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, hat er sich damit nicht von anderen abgehoben, sondern ihnen gedient. Er brachte die Gottesnähe näher zum Menschen. Er wollte dadurch den Menschen in seiner Einzigartigkeit in Gott entwickeln. Er hatte einzig Rettungsabsichten und führte von Magermatten zu saftigen Wiesen. Führungsverantwortung, die sich nicht ganz in den Dienst der anderen stellt und der großen gemeinsamen Sache, ruiniert eine Gemeinschaft. Die Regel von Taizé sagt: Wer fordernd vor oder in eine Gemeinschaft tritt, zerstört sie. Wer irgendwelche eigene Motive pflegt, wird vom Leiter zum Mörder. Wer nicht gerne hart und uneigennützig arbeitet, kann nicht zum Vorbild für andere werden. Gott braucht für seine Arbeit mit Menschen, nicht die Perfekten und Makellosen, jedoch die Willigsten, die sich entwickeln lassen, um andere zu führen.

  1. Agenda 100

Ich selbst habe die gleiche Aufgabe wie ihr, bin ein Zeuge der Leiden von Christus und werde auch an seiner Herrlichkeit Anteil haben, wenn er kommt.

Petrus setzt höchste Maßstäbe an Führungskräfte. 100% Christusgemäß. Nicht ein bisschen fromm, so gut es eben geht, sondern mit dem höchsten Ziel, das ein Mensch anstreben kann. Führung heißt, an der Herrlichkeit teilhaben. An der Herrlichkeit teilhaben, dahin führt der Stellvertreter Christus auf Erden, das ist das Petrusamt, von dem alle Führungsrollen abgeleitet sind. Um diesen hohen Anspruch geht es in der christlichen Menschenführung. Diesen Anspruch hat Christus an jeden, den er beauftragt. Er gibt sich nicht zufrieden mit 10, oder 50, oder 70%. Er schreibt auf seine Agenda 100%. Das ist die Zielvorgabe für Reich-Gottes-Arbeiter. Wo es um Herrlichkeit geht, geht es ums Ganze, es geht um Alles. Das muss Jüngern Jesu unter den Nägeln brennen. Wer weniger als 100% auf seine Agenda setzt, hat nicht Herrlichkeit vor Augen. Den kann Christus nicht gebrauchen, weil er der Gemeinde mehr schadet als nützt.

Am Herzen Gottes führen heißt, sich mit Christus zur Herrlichkeit durchleiden. Der Glaube hat den Mut, seine Mitmenschen in eine andere Welt zu versetzen. Mit ganzem Einsatz und voller Kraft, sind wir dafür verantwortlich, dass jeder aus der Herde dieses Ziel erreicht. Da geht es nicht um einen netten Spaziergang über eine Schlüsselblumenwiese, sondern um die persönliche Entwicklung, um die Tüchtigmachung eines jeden Einzelnen, der sich mit auf diesem Weg befindet. Einige lassen sich dabei mühelos und willig führen, andere sind dagegen widerspenstig. Da gilt es Liebe und Hartnäckigkeit zu paaren. Manche laufen mit einem kleinen Schupser in die richtige Richtung, bei andern sind es Kampf und Leidenswege, bis er das Ziel Herrlichkeit erkennt.

Gott selbst hatte damals bei der Befreiung Israels aus der ägyptischen Gefangenschaft, erst Mose für diese Aufgabe überreden müssen, um Pharao die Stirn zu bieten. Mose sah sich dieser Aufgabe nicht gewachsen. Pharao war derart stur, dass ihm Gott erstmal mit zehn schrecklichen Landplagen alles hat kurz und klein schlagen müssen, damit er das Volk ziehen ließ. Dann kam der Durchzug durch das Schilfmeer. Das erwählte Volk kam durch, die verfolgenden Ägypter kamen um. Zwei Wochen danach reichten, dass die frommen Israeliten der Führungskraft in der Wüste wieder zu schaffen machten. Wo bleibt Wasser, wo bleibt Manna?

Selbst für glaubende Menschen, die trotz erfahrener Wunder immer wieder neu zu zweifeln anfangen, braucht es handfeste Führungsgestalten, die in der Etappe immer neu, das gelobte Land aufzeigen. Gott braucht Führungskräfte, die ein starkes Gespür entwickeln, wo getröstet und wo motiviert werden muss. Daher sucht er Hirten mit der Agenda 100. Es sucht nach menschlichen und geistlichen Qualitäten. Er sucht die Geschmeidigen, die Willigen, die Veränderbaren, die Herrlichkeit vor Augen haben und dafür bereit sind alles zu leiden. Er sucht dich und mich. Er will durch Christus uns zu heiligen Vorbildern machen.

Schnurstracks durch 2018

Gott will uns 2018 zum Segen für diese Welt machen.

„So habt nun Acht, dass ihr tut, wie euch der Herr euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken.“

5.Mose 5, 32
Mose achtet auf die Geradlinigkeit des Gottesvolkes. Wege in die Zukunft bauen auf den zehn Geboten auf. Darin sind die Grundlagen zwischen Gott und Mensch und den Menschen untereinander verankert. Darin liegt der stärkste Stabilitätspackt und die beste Wegweisung für 2018. Was Gott geboten hat, ist des Menschen Erfüllung. Auf die Gebote als Fundament, können die höchsten Häuser gebaut werden. Wo allein das erste Gebot verwirklicht wird, „ich bin der Herr dein Gott, habe nichts, was dir wichtiger ist neben mir, wird eine ganz klare Richtung vorgegeben. Das Navi für das neue Jahr, hat Gott und seine Gebote im Fokus. Damit gelingen die zu gehende Wege, damit findet der Mensch seine Bestimmung. Wo nichts wichtiger ist als Gott, ist an alles gedacht. Wo ein Glaubender in den Geboten Zuhause ist, wird Gott verherrlicht und der Mensch fruchtbar. In den Gottes Geboten wird niemand in ein Korsett geschnürt, sondern findet seine eigentliche Freiheit. Die Bindung an Gott, befreit zu einem begnadeten Leben. 
Die Warnhinweise dieses Wortes: habt Acht und weicht nicht, wollen gegen alle Verzettelung scharf machen. Die Gefahr für ein neues Jahr liegt nicht in erster Linie darin, dass wir uns zu wenig Gutes vorgenommen haben, sondern dass wir vom Kurs abweichen. Das Abweichen, lässt unsere Bestimmung verfehlen. Im Weichen liegt alle Not des Menschen. Den Kurs verlassen bringt ins Trudeln. Durch Verlassen, werden im Herbst keine Früchte am Baum sein. So will dieses Wort wie ein gutes Navi sein, das beim vorzeitigen Abbiegen die Route neu berechnet. Es will auf Kurs halten und immer wieder auf Kurs bringen. Die Gebote halten, ist bei Christus bleiben. Darin liegt die Kurskorrektur und das nicht abweichen. Mit Christus haben wir ein Leitsystem durch alle Baustellen des kommenden Jahres. An Christus und den Geboten bleiben, wird uns 2018 zum Segen für diese Welt machen. Dann wird es ein gutes neues Jahr werden.
Wo müssen wir dafür unser Abweichen haarscharf im Auge behalten? 

Sich führen lassen ist Hilfe

Gott baut seine Kirche trotz der Menschen und wenn es sein muss, auch gegen sie.

Ich will meiner Herde helfen, dass sie nicht mehr zum Raub werden soll.“

Hes. 34, 22



Gott schützt das Seine. Seine Herde, seine Gemeinde steht in den Herausforderungen mit sich selbst, doch dagegen steht der Wille Gottes. Gegen den Status Quo Gottes, kommen die schlimmsten Machenschaften nicht an. Wo Gott Hilfe zusagt, ist Hilfe da. Da steht einer für die anderen. Da ist ein Hirte, eine Führungskraft, die nein sagt zum Bösen. Existenzsicherung liegt nicht in den Händen der Herde, es ist Hirtensache. Der Prophet Hesekiel hört seinen Gott von treulosen und unfähigen Hirten reden, die sich selbst weiden und sich mitnichten um ihre Herde kümmern. In solche Missstände hinein, will Gott sich selbst als Hirte zeigen. Die Ausbeutung soll ein Ende haben. Wo Gott sich als Hirte erweist, geht er mit Hirten, die sich selber weiden hart ins Gericht. Zu der Gemeinde zählen nicht die, die einfach dabei sein wollen und für sich das beste genießen. Zu seinem Volk gehören die, die sich von dem Hirten führen lassen, die ihn brauchen und nötig haben. Unter diesem geführt werden geschieht die Hilfe. Da ist bestes Weideland in Sicht. Hilfe erfahren die, die sich anvertrauen, die sich selbst loslassen. Die Führung der Glaubenden geschieht durch den guten Hirten, Jesus Christus. Er ist der Gipfel der Hilfe Gottes. Diese Hilfe ist ein Machtwechsel, bei dem unsere Führungsrolle an ihn übergeht. Unter dieser Führung funktioniert das christliche Miteinander, funktioniert Herde und Gemeinde. Da begegnet dem Selberwollen der Wille Gottes. Hilfe ist der Umschwung vom ich zum du. Das liegt in der Ganzhingabe des Christus.
Wir sind die Ausgesetzten und Ausgelieferten, wo wir uns auf uns selbst verlassen. Wo wir dem Hirten die Führung überlassen, ist uns geholfen. Da werden wir auf ein Weideland geführt, das wir uns nicht erträumen können. Da hat Kirche eine große Zukunft. Da wird Advent zum inneren Umbruch, weil der Hirte kommt und die Führung übernimmt.
Warum fällt es so schwer, diese Hilfe anzunehmen?

Lichtklar konfrontiert

Im Licht, werden Wege glasklar.
„Deine Sonne wir nicht mehr untergehen und dein Mond nicht den Schein verlieren; denn der Herr wird dein ewiges Licht sein.“

Jes. 60, 20
Wo die Sonne nicht mehr untergeht, kann nur Christus im Kosmos aufgehen. Ewiges Licht, ist der Lichtglanz Gottes, ist Herrlichkeit, die alles durchdringt. Christus wird zum Licht des Lebens, dem Licht, unter dem die Menschen wie Blumen gedeihen oder verderben. Dieses Licht gestaltet die Wachstumsbedingungen der Menschen und verändert Lebenseinstellungen von Grund auf. Unter diesem Licht bleibt nichts wie es ist.
In meiner Kindheit hatte ich eine gute christliche Erziehung genossen. Ich war nach meiner Ausbildung durchaus bereit, in den vollzeitlichen Dienst, Richtung äußere Mission zu gehen. In alles Fragen und Ringen nach meiner Zukunft, kam dieses Licht hinein. Dieses Licht schockierte und erschreckte mich zuerst. Ich sollte meinen Weg ins Kloster gehen. Das war nun absolut nicht mein Ding. Ich sollte einen Weg gehen, den ich mir nicht im Geringsten von mir denken konnte. Dieses Licht war stark, es drängte mich, in Gebeten und Gesprächen eine halbe Nacht. Lichtklar sah ich meinen Weg in die Zukunft; ich ging darauf bereits die ersten Schritte und stand in der Spannung, gehst du weiter über die Brücke und brichst die Brücke hinter dir ab, oder gehst du wieder zurück.

In dieser Nacht ging ich nicht mehr nach Hause, sondern direkt zu den Blumenmönchen. Das war vor 36 Jahren.
Der Weg des Lichtes war richtig. Diese Wege konfrontieren eigene Wege. Sie sind voller Umbrüche und Aufbrüche. Christuswege machen zu Lichtträgern. Die von diesem Licht Durchstrahlten, gehen Wege des Lichts und werden für andere zum Licht. Dieses Licht übernimmt das Komando, indem es eigene Vorstellungen durchbricht. Wo Christus das Licht ist, übernimmt Gott selbst die Führungsrolle, da werden wir für die Herrlichkeit Gottes zweckbestimmt. Die Sonne, die nicht mehr untergeht, ist nicht gedacht für ein Sonnenbad am Sandstrand, sondern sie will unsere Wege durchkreuzen und eine neue Gesinnung in uns aufgehen lassen.
Wir haben eine Sonne, die nicht untergeht. Wie wandeln wir in diesem Licht?

Geführt sein macht stark 

Geführte gehen ihren Weg klarer und sicherer.
„Ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht der Herr.“

Hes. 39, 29
Gott tritt aus dem Unsichtbaren heraus. Das Nebulöse und Spekulative um ihn verschwindet. Für den Glaubenden wird klar, was Gott will. Hier offenbart sich eine starke Führungskraft. Gute Führung hat hohe Ziele. Durch weitreichende Visionen fordert sie die Geführten zu außergewöhlichen Wegen heraus. Sie nimmt Menschen an die Hand, fördert ihre Gaben und lässt sie über sich hinauswachsen. Gute Führung bringt jemand einen Nutzen und dient immer einem Zweck. 
Gott entfaltet Führungsqualitäten durch seinen Geist. Er ist der Christus unter dem Menschen. Geführte sind Christus-Geprägte. Der Geist ist Gottes Führungstil bei den Menschen. Da wird der verborgene Gott zum nahen Gott. Der Geist ist der Sog der Welt Gottes, der das müde Dasein zum Leben erweckt. Unter dieser Führung wird der Mensch zum Mensch und erkennt seine Bestimmung. Alle Bewußtlosigkeit und Orientierungslosigkeit bekommt eine unwahrscheinliche Antriebskraft. In dieser Führung liegt Leben, Licht und Glut. Darin finden die Schwachen Kraft und Mut. Darin ist Gottes Allmacht unter den Menschen unterwegs. Sie öffnet uns den stummen Mund und durchdringt die Welt mit Wahrheit. Unter dieser Führung fangen Herzen an zu glühen, die zur Liebe fähig werden. In dieser Kraft kann schwaches Fleisch und Blut Gutes tun. Unter dieser Führung steigert sich die Widerstandskraft in allem Schweren. 
In der Führung durch den Geist installiert Gott sein Reich in der gefallenen Schöpfung. Da werden wir an Aufgaben herangeführt, die wir selbst nicht gesucht hätten. Da schreibe ich jeden Morgen eine Auslegung, wo dann Leser sagen, hier hat Gott zu mir gesprochen. Da geschehen dann Dinge, die über unser Vermögen hinausgehen, wo wir feststellen müssen, wir machen da etwas, was gar nicht von uns kommt. Da spielt sich hinter uns eine große Welt ab.
Wenn Gott solch einen Geist ausgießt, weshalb blockieren wir dann oft diese starke Führung?

Existenz liegt in Führung 

in unserem Leben geht es nicht um uns.
„Weise mir Herr, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.“

Ps. 86, 11
Leben ist nicht Selbstbestimmung, Leben ist Führung. Es geht um „deinen Weg“. Die Dramatik von dein und mein, kommt stark im Lehrtextwort zum tragen. Jesus rief sie und sogleich stiegen Jakobus und Johannes aus ihrem Fischerberuf aus und liesen ihren alten Vater im Boot sitzen. Der Ruf, eines für sie Wildfremden, stellt ihr komplettes weiteres Leben auf den Kopf. Dein Weg, Gottes Wege haben zunächst überhaupt nichts mit unseren Wegen zu tun. Gott hat mit unserem Leben etwas vor. Es geht um seinen Plan, sein Führen, um seine Verwirklichung in uns. Es geht in meinem Leben zuerst um Gott. Alle anderen Fragen sind zweitrangig. Selbst bei einem sozial eingestellten Gott, hat es mich nicht zu interessieren, was aus dem alten Vater im Boot wird. Da gilt nur der eine Satz, der am Anfang meiner Berufung stand: Machen wir Gottes Angelegenheiten zu den unseren, macht er unsere zu den seinen. 
Wahrhaftes Leben geschieht nur unter dieser Führung. Alle Existenz ist darin begründet, dass sich Gott entfaltet und verherrlicht wird. Wo das Leben aus dieser Führung ausbricht, wird es zur Lüge. Wahrheit ist, dass Gott über allem das Sagen hat. Wo das nicht gewährleistet ist, brechen Lebengebäude zusammen. Weise mir Herr, deinen Weg ist eine Existenzfrage. Ohne Weisung bleiben wir im Irrtum. Wo Gott nicht den Ton angibt, verfehlen wir den Zweck unseres Seins.
Es geht jeden Tag neu um dieses Führen. Es geht um ein offen sein, geführt zu werden. Es geht um Weisheit durch den Heiligen Geist, was wirklich dran ist. Um Weisungen zu empfangen, müssen wir eigene Vorstellungen zurückgestellen. Und dort wo ich den Ruf Jesu höre, hilft nur eines, sofort alles andere zu verlassen. Wo wir Gott nicht mehr in dieser Radikalität über uns stehen lassen, können wir in unserem Leben nicht von Nachfolge reden. 
Haben wir die Sensibilität auf seine Weisungen zu hören, und dann auch die uneingeschränkte Bereitschaft, diesen Weg zu gehen?

Geh´ mal zu Trump

2. Mose 3, 10

Hirte, Hund und Herde, ein Kontrastgemälde zu High tech, Bits und Bytes. Der gute Hirte hängt oft nur noch angestaubt im Schlafzimmer der Großeltern. Im realen Leben sieht man ihn nur selten, und wenn, dann lächelt man fast mitleidig und denkt: Wer wird denn heut´ noch Schäfer? Denkt man ein bisschen weiter, erkennt man, hier leitet jemand. Da hat einer die Verantwortung über 156 Leben übernommen. Wohl und Wehe liegt in der Hand dieses Führers. Da steht einer dafür gerade, dass andere durchkommen. Nicht umsonst zieht sich dieses Bild vom Hirten durch die Bibel und Kirchengeschichte.

Gott hat eine heikle Mission und braucht dafür den richtigen Mann.

  1. Ein Wahnsinnsplan

damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.

In der Politik fragt man sicherlich manches Mal, wie kommt ein Minister zu seinem Amt? Welches sind seine Qualifikationen für seine Aufgaben? Gott vergibt hier einen staatsmännischen Posten. Ihm steht ein Kulturkampf vor Augen. So ein bisschen DDR-Revolution im großen Stil. Jahrzehntelange Unterdrückung soll abgeschafft werden. Ein ausgenütztes und gedemütigtes Volk, soll aus der Staatsgewalt von Ägypten befreit werden. Ein geschichtsträchtiger Umbruch, den da Gott plant. Da gibt es mit Sicherheit verheißungsvollere Ziele, die man sich setzen kann. Hier soll tief in eingespielte Systeme eingegriffen werden, die garantiert Widerstand leisten.

Der Auftrag lautet: Herausführen. Dazu braucht er die geeignete Führungskraft; Mose. Herausführen und hindurchführen war mit Sicherheit Moses Spezialität, doch seine Qualifizierung lag auf Schafen. Für politische Operationen im großen Stil sicherlich etwas dürftig. Wenn Gott ruft, bringt keiner dafür die Voraussetzungen mit. Da sind Veranlagungen, da sind Begabungen, die Menschen mitbringen und die Gott in sie hineingelegt hat, doch das ist lediglich die Rebschere in der Hand des Floristen.

Wenn Gott beruft ist jeder dafür unterqualifiziert. Wenn Gott zu einer Führungsrolle beruft, hat er bereits die Führung übernommen. Das ist der größte Schaden im Reich Gottes, wenn Menschen sich einreden, sie haben für diese Aufgabe nicht die nötige Kompetenz. Wenn Gott ruft ist höchste Kompetenz da. Wo Gott sein Volk herausführen will, ist er der Führer. Da hat er die Verantwortung übernommen. Das ist das Gottesprinzip, dass er Schafhirten zum Außenminister beruft.

  1. Mach dir nicht ins Hemd

ich will dich zum Pharao senden

Es ist völlig egal ob die Staatsoberhäupter Baschar al-Assad oder Wladimir Putin und Donald Trump heißen, Gott sendet halt. Wenn Gott sendet, geht es nicht um mich. Da liegt die Autorisierung in Gott. Da ist es Jacke wie Hose, ob ich Schafhirte oder Ziegenpeter bin. Der Sender ist der Entscheidende. Es geht um den, in dessen Namen ich unterwegs bin. Wo Gott sendet, hat es der Gegenüber nicht mit mir zu tun, sondern mit dem Allmächtigen. Da tritt plötzlich einem Pharo ein noch Höherer gegenüber. Wo Gott sendet, gibt es keinen Grund sich von irgendjemand einschüchtern zu lassen. Da sind die Machtverhältnisse ganz klar. Unter diesem „ich sende“ muss jeder Machthaber in die Knie gehen. Ich sende, ist die höchste Rückendeckung in der Auseinandersetzung mit den Mächten und Mächtigen dieser Welt. Da wird ein kleiner Mensch zu etwas ganz Großem gesetzt.

Im Senden liegt das Heil der Welt. Wo Gott sendet, liegt der Christus in der Krippe. Da kommt Ewiges in Irdisches, da durchdringen sich die Welten. Da treten Menschen aus dem Schatten. Da wird eine Mutter Theresa in den Slums von Kalkutta zu einer Heiligen in der Welt. Martin Luther bietet der Staatsmacht die Stirn und wird zum größten Reformer in der Geschichte. Wenn Gott Großes vorhat, kann der Mensch nicht klein denken. Wenn Befreiung in dieser Welt geschieht, braucht es einen Erlöser und braucht es Menschen, die sich senden lassen.

Wie oft wird Reich Gottes banal und wässrig, nur weil sich Menschen als zu klein betrachten. Christliche Bescheidenheit sabotiert das Handeln Gottes. Die Kirche und die Gesellschaft lebt von den Unerschrockenen, die sich senden lassen. Wieviel von wichtigem und wertvollen Handeln Gottes bleibt durch ängstliche Frömmigkeit auf der Strecke? Viele gute Entwicklungen werden ausgebremst, weil Gottes Sendungsauftrag nicht ernstgenommen wird. Wo Gott sendet, soll der Mensch über sich hinauswachsen. Da sollen Dinge geschehen die menschlich undenkbar sind. Wenn Gott sendet, brauchen wir weder vor einem Pharao noch vor unserer Unfähigkeit erschrecken. Der Glaubende muss an das Unglaubliche glauben. Vor Aufgaben, die uns schockieren wollen, brauchen wir uns nicht ins Hemd machen.

  1. Mach was ich will

so geh nun hin,

Wo Gott ruft, gibt es nur eine Antwort – gehen. Wenn Gott senden will, ist es gefährlich mit Überlegen anzufangen. Manch einer überlegt ein Leben lang, wohin will mich Gott wohl senden, was ist sein Auftrag für mein Leben? Dabei muss er sich eher fragen lassen, bin ich gegangen, wo ich gesendet wurde? Wo Gott gehen heißt, gibt es keine Alternative. Jeder der da anfängt abzuwägen, macht sich schuldig. Geh nun, ist der Schritt des Glaubens. Hier beginnt die Selbstüberwindung und hier ist es Ende aller Ausreden.

Im Verkaufen sagt man: Wir leben vom Abschluss! Wir können noch so tolle Beratungsgespräche führen, noch so tolle Kundenkontakte aufbauen, wenn wir nicht abschließen und tatsächlich verkaufen, haben wir nichts zum Leben. Wer nicht geht, wenn Gott will, kann noch so große Erkenntnisse haben, aber Reich Gottes entsteht da nicht. Gott baut sein Reich nur mit Gehern. Er arbeitet mit Menschen, die ins Handeln kommen. Wo wir im Glauben Schritte wagen, überschreiten wir menschlich Nachvollziehbares. Gehen ist ein Glaubensakt. Gehen sind die mutigen Schritte gegen die eigene Rebellion. Es ist das entschlossene Voranschreiten gegen alles bessere Wissen. Gehen ist die Kühnheit, einem Raubtier unerschrocken in die Augen zu schauen.

Gehen schafft Feinde und löst Widerstand aus, weil es eine Bewegung ist, die einen anderen und sich selbst herausfordert. Wer nicht geht, sich nicht herausfordern lässt, verspielt die Hoffnung, die für die Unterdrückten gedacht ist. Nicht gehen, verspielt das Heil. Durch den der geht, kann Gott Gefangenen die Freiheit schenken. Im Gehen werden große Geschichten geschrieben, und entsteht die geheimnisvolle Welt Gottes unter den Menschen. Der allmächtige Gott offenbart sich durch Menschen, die sich bewegen. Wer stehen bleibt, wer nur fromme Töne ablässt, kann das Gottesvolk nicht in die Freiheit führen. Deshalb mach´ dir nicht ins Hemd und geh´ mal zu Trump.

Was können wir tun, um vor dem Großen, das Gott mit uns vorhat, nicht zurückzuschrecken?

 

Gedanken tanken Dankbarkeit 

Wer bin ich, ist immer einen spannende Frage.
„Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.“

Ps. 71, 17
Man sagt, du bist heute, was du gestern gedacht hast, und du wirst morgen sein, was du heute denkst. Wir bestimmen unser Leben durch unsere Gedanken. Jede Entscheidung die wir treffen, wird zu einem Weg in die Zukunft. Wir sind die Macher, von dem was ist und von dem was kommt. Wir sind quasi der Herr unseres Lebens. Daran ist vieles richtig. In uns liegt eine unvorstellbare gestalterische Macht, doch liegt wirklich ALLES in unserer Macht und in der Kraft unserer Gedanken?
Leben ist doch viel mehr. Es ist das, was wir hineinlegen und gestalten, doch da gestaltet ein weit Größer mit. Wenn wir uns in der Tiefe betrachten, wer wir sind und was uns ausmacht, sind wir ganz schnell bei Gott. Was wir sind, verdanken wir nicht zuerst unseren Gedanken, sondern unserer Gotteserkenntnis. Wo ein Mensch Gott erkennt, schwindet der Blick auf die eigene Leistung. Da wird im Zusammenhang klar, dass viel mehr in unserem Leben Führung, als persönlicher Verdienst ist. Die eigentliche Qualität des Lebens ist mehr Geschenk, als Erwirtschaftetes. Da läuft hinter den Kulissen viel mehr, als wir wahrnehmen.
Da erkennen wir, dass selbst in der Erziehung unserer Eltern, Gott uns seinen Stempel aufgedrückt hat. Da werden die harten Lebensereignisse plötzlich zu Meilensteinen, die uns Gott näher gebracht haben. Wo wir diese Zusammenhänge in allem entdecken, kann nur Ehrfurcht und Dankbarkeit entstehen. Da gibt es nichts mehr, das sich zufällig ereignet, sondern alles läuft auf den zurück, der in jedem Augenblick unseres Lebens gestaltet. So geschehen all unsere Gedanken und Handlungen aus dieser Dankbarkeit heraus. Unsere Gedanken tanken aus den Wundern, die Gott in unser Dasein  legt.
Wenn Gott so viel an dem, was wir sind ausmacht, können wir da nicht viel dankbarer sein? Können wir da noch so viel auf uns selber einbilden?
Gott segne euch an diesem Sonntag. 

Ein Leben mit Biss 

ein Leben, das gut sein soll, braucht klare Autorität.
„Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.“

Jes. 44, 6
Schlimm ist, ein Dasein ohne Ansage. Da laufen die Tage einfach so hin, in denen man das tut, was so ansteht. Ein Leben ohne Ziel hat keine Richtung. Im Straßenverkehr vertrauen wir der Straßenverkehrsordnung, die in der Regel unfallfreie Abläufe garantiert. Wir vertrauen der netten Stimme unseres Navis, die uns dort hin bringt, wo wir hin wollen. In unserer Lebensplanung, ist oft vieles dem Zufall überlassen. Im Verkehr, im Beruf leben wir mit klaren Ansagen; in unserer eigentlichen Lebensgestaltung nehmen wir manches nicht so genau. Da gibt es selbst unter Glaubenden, dass sie nicht so klar wissen, wo ihr persönlicher Weg lang geht, und was ihre eigentliche Bestimmung ist. Da wird ein frommes Leben lang herumgeeiert.
Gott will unserem Leben Biss geben. Klare Führung schafft Zielstrebigkeit. Da ist eine Instanz, die die Ansage unseres Lebens macht. Wenn Gott der Erste und Letzte ist, steht etwas Großartiges über unserem Leben. Unser Dasein hat Bedeutung. Da will ein Schöpfer mit uns und durch uns schöpfen. Da will einer die prägende und gestaltende Kraft in unserem Dassein sein. Da ist einer, der hat mehr mit uns vor, als wir uns selber denken können. Er braucht daher die Führungsrolle, das Bestimmungsrecht, über unsere Entscheidungen. Da findet in uns ein Machtwechsel statt.
Wo wir dieser verbindlichen Ansage zum Recht verhelfen, findet unsere Menschwerdung statt. Wir werden zu dem, was Gott für uns gedacht hat. Unser ganzes Wollen, wird von dieser Autorität bestimmt. Wo wir diese verbindliche Wahrheit über unserem Leben stehen lassen, verändert sich unsere To-Do-Liste. Da fahren wir am nächsten Kreisel bereits an der 1. Abfahrt ab, als erst an der dritten. Der Erste und der Letzte will unsere Planungen, unsere Gedanken und all unsere Entscheidungen durchdringen; uns zum Besten.
Glauben wir, dass wir wirklich in unserem Leben alles ausschöpfen, wenn wir uns nur auf uns selbst verlassen?