Willige werden geführt

Die Willigen und Bereiten, sind die Richtigen für Führungsaufgaben.

„Siehe, hier bin ich. Der Herr mach´s mit mir, wie es ihm wohlgefällt.“
2. Samuel 15, 26

Samuel ist gerade das Gegenteil von denen die sagen: Jetzt komme ich, ich weiß, wo es lang geht. Was ihn auszeichnet, ist eine schlichte Offenheit für Gott. Wo sind solche Menschen, die derart bereit dastehen und einfach sagen: mach mit mir, was du willst? Hemmungslos gibt er sich hin und lässt Gott machen. Das ist die totale Auslieferung seines Willens. Er ist von Gott so überzeugt, dass er darin das allerbeste für sich sieht. Keine Bedingung, kein persönlicher Anspruch, keine Verhandlungen, sondern die pure Hingabe. Sein Vertrauen in Gott ist größer als in sich selbst. Sein Glaube ist der Rücktritt von allen eigenen Vorstellungen. Hier erkennt sich ein Mensch als Werkzeug und Instrument in der Hand des Meisters. Herr, mach´s mit mir, ist die Voraussetzung für das Konzert seines Lebens. Darin liegt Gottes Wohlgefallen und das Beste für Menschen. Gott sucht nicht die perfekten Heiligen, sondern die Willigen.

Anders als so, gibt es kein Reich Gottes. Wo das mach´s mit mir, mit dem, ich mache für dich kollidiert, findet kein Glaube statt. Viele fragen sich, wo kann ich mich im Reich Gottes einbringen, was kann ich in meiner Gemeinde machen, doch das ist nicht das mach´s mit mir. Als für mich der Weg ins Kloster anstand, waren viele gläubige Ratgeber an meiner Seite, die mir sagten: Du wirst doch noch wo anders dringend gebraucht, oder ich selbst sagte mir, auch die äußere Mission braucht engagierte Leute, doch das wäre mein Wille gewesen. Bei mach´s mit mir, macht nur einer die Ansage, Gott selbst. Da spielen die Alternativen, die ich sonst im Reich Gottes hätte keine Rolle. Da geht es nicht mehr um das, was ich mir oder andere für mich alles vorstellen können. Das mach´s mit mir ist die Bereitschaft, dass es völlig anders kommt als ich mir denken kann. Da ist alles offen für Gott. Da kommen dann Dinge, die wir nicht auf dem eigenen Radar haben. Da stehen wir im Horizont des Allmächtigen. In der Willigkeit, kann Gott das entfalten, was er als Schöpfer in uns gelegt hat. Wo diese lückenlose Bereitschaft fehlt, beschränkt der Mensch sich selbst.

Mach´s mit mir, ist die Antwort des Petrus, wenn er Jesus gegenüber ausdrückt: Du weißt, dass ich dich lieb habe. Da kommt von Jesus: Weide meine Lämmer. Da erhält der wankelmütige Petrus seinen Lebensauftrag. Zuvor noch wegen Mangel im Glauben im Wasser ertrunken; als es für ihn eng wurde, noch seinen Meister verleugnet und dann diese Führungsaufgabe. Nicht die Starken, Großen und Guten erhalten große Aufträge, sondern die willigen Schwachen. Es sind die, die einfach sagen: hier bin ich.

Wo stehen wir uns noch im Weg, dass der Herr macht, wie es ihm wohlgefällt?

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Gehorsam bricht Widerstand

Wo die Geige ihrem Spieler trotzt, kann kein guter Ton gelingen.

Gerecht ist er, der Herr, ich aber war widerspenstig gegen sein Wort.“
Klagel. 1, 18

Das Übel des Menschen wir in einem ganz kurzen Satz auf den Punkt gebracht. Widerspenstig! Widerspenstig gegen sein Wort, bringt das Unrecht in die Welt. Menschen sind wie trotzige, kleine Kinder, wo es um den Willen Gottes geht. Widerspenstig ist der Anfang von Elend. Mit widerspenstig geht etwas daneben, das ganz anders geplant ist. Der Dickkopf lässt sich nicht gerne sagen. Widerspenstig will es besser wissen, wie die Welt und das Reich Gottes ticken. Widerspenstig ist der Mensch an sich, ist der Adam der fragt: Sollte Gott gesagt haben? Diese Auflehnung, dieses ständig infrage stellen, hat Disteln und Dornen in das Leben gebracht. Widerspenstig gegen sein Wort beschreibt die Bibel mit Sünde. Damit wird der Mensch zu einer Geige, die sich selbst bespielen will und damit schauerliche Töne hervorbringt. Widerspenstig ist der Missklang des Lebens. Da wird ein edler Klangkörper zur abschreckenden Sirene. Da bäumt sich der Besserwisser gegen jede Form von geführt werden auf. Da übernimmt der Mensch das Kommando, und sagt Gott wo´s lang geht. Dieses Aber gegen das Wort, gegen Führung, gegen das was Gott von uns will, ist das Problem von uns Menschen. Wir schreien nach Gerechtigkeit, wir suchen nach dem Richtigen und Guten, jedoch in uns. Wo wir das Wort ausschlagen, schlagen wir Christus aus. Wir schlagen die Gerechtigkeit aus und bleiben im Unrecht.

Es geht um unseren Umgang mit dem Wort, um unseren Umgang mit Christus, um den Umgang, mit dem was Gott von uns will. Wir müssen unsere Auflehnung erkennen und unseren Widerstand begraben. Wenn unsere Tage gut werden sollen, muss unsere Widerspenstigkeit aus der Welt geschafft werden. Erst die geschmeidige Geige in der Hand des Meisters, kann ihren Klang entfalten. Unter der willigen Führung des Wortes, wird der Mensch zum Spiegelbild Gottes. Unter dem Willen Gottes werden wir tüchtig zum Guten. Da wirkt Christus dem Unrecht und Unfrieden entgegen. Das Widerspenstige braucht den Auferstandenen, der das gegen Gott, in das für Gott verwandelt.

Die Kirche, das Reich Gottes leidet unter den Widerspenstigen. Wo das Wort nichts mehr zu melden hat, werden Gottesdienste leerer und die Klöster haben keinen Nachwuchs. Da ist zu viel, „ich bin selber groß“, „ich weiß was ich zu tun habe“, „ich lasse mir von niemand in meine Lebensgestaltung hineinreden“.

Warum tun wir uns so schwer damit, uns ganz willig auf das Wort einzulassen?

Umkehren macht fruchtbar

Wer liebt, kann zu Fehlentwicklungen nicht ja sagen.

„Bekehrt euch, ein jeder von seinem bösen Wege und von euren bösen Werken.“


Jer. 25, 5



Gott ist in seiner Kritik nicht zimperlich. Wo wir uns heute immer mehr angewöhnen, das Gute im anderen zu erkennen und aufzubauen, um ja nicht das Selbstbewusstsein anzukratzen, nimmt der Liebhaber des Lebens kein Blatt vor den Mund, wo es um das Böse geht. Seine Adresse sind dabei die Glaubenden, nicht die Gottlosen. Er will eine Kehrtwende bei denen, die sich eigentlich gar nicht so übel vorkommen. Er spricht sein Volk an, die, die zur Gemeinde gehören, uns, die wir uns seine Nachfolger nennen und benennt böse Wege und böse Werke. Bei denen, die Gott lieben und zu ihm gehören, liegt erschreckendes im Argen. Da schmückt jeder sein Zuhause und seine Kirche adventlich, hängt beleuchtete Sterne in die Fenster, doch bereiten sich zu diesen äußeren Zeichen, die Herzen auf das Kommen des Lichtes vor? Gerade in der Adventszeit brechen riesige Spannungen auf. Die Vorbereitung auf die Krippe will zu Besinnung und Ruhe führen, doch die Glaubenden scheinen gerade in dieser Zeit das Tempo zu erhöhen, für das, was da alles noch erledigt werden muss. Gott sagt: Bekehrt euch! Halt an, dreh um! Stopp, das ist die falsche Richtung! Frommer Mensch, du vergallopierst dich gerade! Er kann es nicht mit ansehen, wenn er seinen Kindern Gutes tun will und sie sich verrennen. Gott tritt die Bremse, wo die Seinen am Ziel vorbeischießen. Auf die unsanfte Art will er aufschrecken und Besinnung wecken. Dort wo alles andere wichtiger geworden ist, will er seine Präsenz festmachen. Kehr um, hinterfrage dich, stoppe deine Aktionen, sind Gottes Konfrontation mit Advent. Dein Trubel trennt dich von meinem Wohlwollen. Die Liebe ist es, die dem Ertrinkenden den Rettungsring zuwirft und notgedrungen an den Haaren herauszieht. Weil Gott liebt, kann er nicht mit netten Worten unser Treiben begleiten, sondern muss uns wachrütteln und durchschütteln, damit wir sehen, wie ernst er es meint. 
Gerade die vollgepackte Adventszeit, in der wir selbst in unseren frommen Programmen unterzugehen drohen, ist ein Umdenken nötig. Gott will die Christusgeburt in uns feiern. Da ist alles fehl am Platz, was uns nicht darauf vorbereitet. Da ist ein radikales Dagegen Steuern gegen alle Betriebsamkeit angesagt. Böse Wege sind die, die nicht zur Krippe führen.
Wo sind wir gefordert, anzuhalten, umzudenken und ganz neue Wege einzuschlagen?     

Zielstrebig leben

Die Navis heute sind eine segensreiche Einrichtung, wenn „jemand“ weiß, wo es lang geht.
„Der Herr spricht: Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst.“

Ps. 32, 8
Gott weiß, wo es in unserem Leben lang geht. Da kennt einer exakt den Weg unserer Bestimmung. Genau das, wozu wir in dieser Welt sind. Gott kennt den Kern- und Zielpunkt unserer Existenz. Er kennt gerade das, wofür manche Menschen ein Leben lang vergeblich darum ringen. 
Tagtäglich folgen wir Wegzeigern. Da ist es immer gut, wenn man sein Ziel kennt. Wer in sein Navi das Ziel eingibt, bekommt schon fast auf wundersame Weise seinen Weg aufgezeigt. Für mich absolut faszinierend, wie gestern mein Navi in der Millionenstadt Barcelona mein Quartier in dem Straßenwirrwar herausgefischt hat. Das Ziel war klar, somit konnte eine lenkende Hand mich führen.
Das was in vielen Bereichen unseres täglichen Lebens eigentlich normal ist, scheint in unserer grundsätzlichen Lebensführung nicht selbstverständlich zu sein. Wissen wir denn ganz genau wo wir hin wollen und sollen? Oder leben wir in der Gesamtausrichtung des Lebens von der Hand in den Mund? Sind die kleinen Dinge geregelt, doch in den eigentlichen Dingen irren wir herum?
Gott zeigt dir den Weg, den du gehen sollst. Da gibt es von hunderttausend Lebensentwürfen, genau einen, der für mich richtig und gut ist. Da ist es nicht egal was ich mache. Nach dem Motto: Hauptsache, wir engagieren uns in irgendeiner Gemeinde, die unserem Geschmack und unseren Bedürfnissen entspricht. Gott zeigt den einen Weg. Er zeigt ihn durch sein Wort. Er unterweist und schult uns durch das Wort. Er bindet uns an Christus, damit Lebenswege Nachfolgewege werden. Wo Gott unterweist, will er das Allerbeste aus unserem Leben herausholen. Er will, dass wir unsere Tage nicht in Sinnlosigkeit verplempern. Daher kann uns nichts Besseres passieren, als für diese Wegweisung täglich offen zu sein.
Wollen wir alles im Leben erreichen, jedoch unser eigentliches Daseinsziel verpassen?    

Wir planen und Gott lacht

willst du Gott zum Lachen bringen, dann mache eigene Pläne.
„In eines Mannes Herzen sind viele Pläne; aber zustande kommt der Ratschluss des Herrn.“

Spr. 19, 21
Wer kennt nicht die vielen Zielsetzungs- und Führungssseminare? Nimm dein Leben in die Land, dann hast du Erfolg! Setze dir hohe Ziele, und du wirst Großes erreichen! Alles ist möglich! Alles Thesen die stimmen. Es gibt viele erfolgreiche Menschen, die Großes geschafft haben. Die Frage bleibt: Ist Erfolg das Ziel? Was der Mensch schafft, das kommt und vergeht. Im Leben geht es doch um viel mehr, als um Vergängliches. Was umfassen denn unsere Pläne? 
Was zustande kommt, sind die Ratschlüsse des Herrn. Gott hat Pläne, für etwas was bleibt. Da entsteht etwas, was der Mensch weder planen noch schaffen kann. Das was wir schaffen, können wir nicht mitnehmen. D.h. was wir schaffen ist letzlich wertlos und sinnlos. Was aus Gott kommt, wird alle Zeiten überdauern. Gott definiert andere Werte für Erfolg. Erfolg ist, was ewig Bestand hat, was nicht Motten und Rost zerfressen. Gott will Leben, das niemals aufhört. Er will das, was er einmal geschaffen hat, nie zu Ende geht. Gott träumt von ewiger Liebe. Er will ein unbelastetes Miteinander. Er will, dass beschwerte Menschen wieder aufatmen. Sein Plan sprengt alle menschlichen Grenzen. Er will die Menschen über ihr irdisches Dasein hinausführen und ein unendlichen Horizont spannen.
Daher lacht er, wenn Menschen ihre eigenen Pläne spinnen. Wenn unser Leben erfolgreich sein will, geht das nur, wenn unser Planen mit Gottes Planen übereinstimmt. Unser Planen lebt aus seinem Führen. Führen geschieht aus dem Wort. Wir leben davon, dass wir Christus folgen. Alles andere bedeutet, am Ziel vorbeitreiben. 
Wie sieht unsere Zielplanung aus? Planen wir selbst, oder suchen wir das geführt werden?

Wer Sehnsucht weckt führt gut

wahre Güte zeigt sich nicht in der Holzhammer Methode.
„So spricht der Herr: Ich gedenke der Treue deiner Jugend und der Liebe deiner Brautzeit, wie du mir folgtest in der Wüste, im Lande, da man nicht sät.

Jer. 2, 2
Wieviel Charme, wieviel Herz springt uns aus diesem Wort an. Das Vork Israel wieder einmal in einer goßen Krise und von Gott kommt kein Vorwurf. Nicht Zorn, nicht Enttäuschung, sondern liebevoller Wehmut. Oft meinen wir in unserer Erziehung und Menschenführung, es müsse klar gesagt werden, wo es lang geht. Es müsse unmissverständlich deutlich werden, wer hier der Chef ist. Wir haben oft aus Gott einen autoritären Aufpasser gemacht. „Pass auf kleine Hand was du tust.“ Da werden die Menschen erschreckt mit einem Gott der die Sünden rächt. Da wird mit Fegefeuer und ewiger Verdammnis gedroht und Menschen vom Glauben davongescheucht.
Hier begegnet uns Gott in seiner endlosen  Güte. „Weißt du noch, damals, als wir frisch verliebt waren?“ Gott korrigiert nicht Entgleisungen, er weckt Sehnsucht nach Gutem. Er sieht, dass man das Herz nicht mit Druck, sondern viel mehr mit Sog erreicht. Er prügelt nicht zum Glück, er lockt das Herz an. Herzen berührt man nicht mit Gewalt, sondern dort wo sie anfangen über das was sie verloren haben zu trauern. Der Mangel muss so schmerzen, dass er den Wille zur Veränderung auslöst. Umdenken schafft man nicht mit Knüppeln, sondern wo man sich seiner Unvollkommenheit bewusst wird und sich nach Erlösung seht. Weißt du nicht, dass es Gottes Güte ist, die zur Umkehr bewegt, sagt Paulus.
Ist Güte nicht das viel stärkere Führungsinstrument, als ein Maßnahmenkatalog für Verfehlungen?

Wegzeiger sind lebenswichtig

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ein Herz für Farbe

ein Psalmbeter im Glückstaumel.

„Du tust mir kund dem Weg zum Leben.“
Ps. 16, 11

Leben entfaltet sich im Du. Leben und Gott sind unzertrennlich. Diese Einheit ist Grundlage für alles Geschaffene. Leben trägt das Sigel: Von Gott. Da ist die Sonne, die jeder Blume ihr Lächeln ins Gesicht zaubert. Die Nachtigal betört durch einen Gesang, der ihr in die Kehle gelegt ist. Der Mensch atmet, weil eine Pumpe Ströhme des Lebens durch ihn fließen lässt. Wo das Licht ausgeht, produziert keine Zelle mehr Strom.

Da ist einer, der uns diese Sichtweise vor Augen malt. Der Geist Jesu malt uns Gottesbilder ins Herz. Dieser Geist verdolmetscht uns die Lebenszusammenhänge. Der Geist kündet von dem Christus, der Vergängliches unvergänglich macht. Der Kundgeber schürft für uns in die Tiefe. Lebensglück ist nicht von irdischen Umständen abhängig, sondern lebt aus der Erneuerung für das Ewige. Was von Gott geschaffen ist, soll für immer bleiben, und nicht unter den Lasten des Lebens zerschellen. Deshalb brauchen wir den Kundschafter für dieses Leben, wir brauchen den Trotz-Boten, der genau in den Grauzonen unseres Daseins, die hellen Streifen in die Zukunft malt. Wir leben gerade wo es dunkel wird, wo unsere Seele unter Schmerzen tobt, von dem Wegaufzeiger.

Ohne den Heiligen Geist kann es keine Wege geben, die zum Leben durchbrechen. Wer zum wahren Leuchten aufbrechen will, muss jeden Tag neu bei Christus anfangen.

Bei welchen Kundschaftern suchen wir sonst noch Rat, dass unsere Augen zum strahlen kommen?

Wer führt, braucht Führung

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ohne Heiligen Geist fehlt eine klare Orientierung.

„Mose sprach zu dem Herrn: Wenn nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf.“
2. Mose 33, 15

Führung braucht Weitblick, braucht eine Vision. Mose, mit seinem Volk im Übergangslager, hat einen harten Job. Er ist für die Zukunft für zig tausend Menschen verantwortlich. Auf ihn schauen die fragenden Augen und die hoffenden Seelen. Von ihm wird erwartet, dass er eine klare Ansage macht, wo es lang geht.

Ihm ist völlig bewusst, wer führt, muss selbst ein Geführter sein. Ohne Gottes Vorangehen, sitzen wir auf dem Trockenen. Für ihn ist es Grundvoraussetzung, mit Gott um Führung zu ringen. Im Zelt der Begegnung, das für das wandernde Volk wie eine Hauskapelle war, liegt er Gott damit in den Ohren. „Unser Gehen wird nur gut und richtig, wenn du Herr vorangehst.“ Mose ist als Führungskraft sicherlich kein ängstlicher Schwarzseher, doch er sieht klar, ohne Gott geht´s schief. Ich kann mich nicht allein auf meinen Verstand verlassen, ich brauche Gottes Angesicht, ich brauche den Geist Gottes. Sein Führen steht in unmittelbarer Abhängigkeit von Gottes geführt sein.

In Gottes Zusammenhänge kann kein Mensch von sich aus eindringen. Gottes Geschichte erschließt sich nur dem, der vom Heiligen Geist an die Hand genommen wird. Klare Wege kann nur der gehen, der um dieses geführt werden ringt, der keinen Schritt vor den anderen setzt, bevor nicht die Wolkensäule vorangeht. Es wäre Dummheit und Unglaube, einfach loszulaufen, in der Hoffnung, Gott wird es schon richten. Gehen braucht das geführt sein, wenn es im verheißenen Land ankommen will.

Wo ist unser ernsthaftes Verlangen, um diese Führung zu ringen?

Lockvogel im Schaufenster

das Hören sagen, weckt Sehnsüchte.

„Wir wollen mit euch gehen, denn wir hören, dass Gott mit euch ist.“
Sach. 8, 23

Da sind Menschen, die heiß werden. Sie wollen mitgehen, sie wollen dabei sein, ihre Sehnsucht streckt sich nach etwas aus, was sie nicht kennen, aber haben wollen. Führung durch Gott.

Geführte sind anders. Wo Gott mit Menschen ist, hat das Dasein eine gewaltige Einbettung. Da steht niemand für sich selbst, da steht Gott für ihn und er steht und geht in Gott. Da wird der Rücken durch seine Handlungsmacht gestärkt. Da geht einer voran und hinterher.  Da kommt eine Zielstrebigkeit in ein Leben, da hören die Verirrungen auf. Das ist es, wonach sich Menschen sehnen, klar zu wissen, wo es lang geht. Da ist für alles gesorgt, was auf dem Weg nötig ist. Gott mit uns, ist das beste „Full-Service-Paket“ das Menschen haben können.

Das löst ein ‚will ich auch‘ aus. Gute Führung ist ansteckend. Das hat etwas von Empfehlungsmarketing. Das zieht Kreise und trifft auf die, die dafür offen sind. Gott weckt an andern Sehnsucht, durch sein Handeln an uns. Unser geführtes Leben, macht es für andere schmackhaft, dabei zu sein. Wir werden zum Anreiz, dass andere auf Gott heiß werden. Wir sind der Lockvogel in Gottes Schaufenster.

Können wir uns da erlauben, von diesem Geführtsein abzuweichen?