Freier geht nicht

Der Mensch ist königlich frei, in dem, wie er auf äußere Reize und Ereignisse reagiert und antwortet.

„Der Herr ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke.“
Ps. 145, 9

Wo Gott gütig ist und sich erbarmt, ist Polen noch nicht verloren. Da kann es noch so katastrophal auf dieser Welt und zwischen den Menschen zugehen, da ist einer nie fertig mit dem, was seine Geschöpfe so ablassen. Gott lässt sich nicht von einem Sündenfall und einer Apfelgeschichte beeindrucken, auch nicht von den daraus resultierenden Folgen der Vergänglichkeit und der Unfreiheit. Wo die Güte sich erbarmt, antwortet sie nicht auf das Vergehen, sondern ringt um Leben und Freiheit. Dort wo der Mensch durch den Griff zum Apfel seine Freiheit aufgegeben hat, zum Bösen nein zu sagen, sagt das Erbarmen wieder ja. Das Erbarmen sagt: Mensch, ich habe dich zum gestaltenden Gegenüber der Schöpfung und meiner Werke geschaffen, da will ich dich zurückhaben. Das Erbarmen findet sich nicht mit der Vergänglichkeit ab, die der Adam in die Welt brachte. Was der erste Mensch an Zwängen und Gebundenheit in die Welt brachte, soll der zweite Mensch, Christus, wieder befreien. Der neue Adam bringt die Gegenbewegung in alle Schöpfung. Das Erbarmen lässt nicht locker, um dem Menschen seine ihm zugedachte Freiheit wieder zu geben. Dass Gott gütig ist und sich all seiner Werke erbarmt, führt Menschen über ihre Grenzen hinaus. In Christus hat der Mensch alle Freiheit zum Bösen nein zu sagen. Er stellt in eine Freiheit der Gegenwart Gottes. Da die Freiheit das größte Geschenk Gottes an den Menschen ist, steht sie immer in der Beziehung mit Gott. Alle Loslösung von ihm begrenzet diese Freiheit. Christus ist das Erbarmen Gottes, mit der er die ganze Schöpfung aus ihren Zwängen befreit. Güte und Erbarmen lässt uns wieder zu Menschen werden, wie sie von Gott gedacht sind.

Paulus schreibt: Auch die Schöpfung wird frei werden von der der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Hierin liegt das ganze Kapital des Glaubens. Leben ist dadurch nicht vergänglichkeitsgeprägt, sondern freiheitsgeprägt. Wir haben die Freiheit, uns nicht vom Übel dieser Welt bestimmen zu lassen. Wir sind nicht die Gefangenen, der Verletzungen anderer. Das Erbarmen macht zu einer Liebe fähig, gegenüber dem, der Böses will. Wir sind völlig frei zu entscheiden, wie wir mit Verletzungen und Beleidigungen umgehen. Wir sind nicht mehr das Opfer von Misshandlungen anderer, sondern können unter allen Widrigkeiten aufstehen und unser Leben in die Hand nehmen. Es ist ein Irrtum zu glauben, was einmal im Leben versaut wurde, daran hätten wir ein Leben lang zu tragen. Weil wir aus dem Erbarmen heraus leben, haben wir in jedem Augenblick die Freiheit, unserm Leben eine neue Richtung zu geben. Wo die Schöpfung frei geworden ist, braucht sich niemand mehr in einer Opferrolle verstecken. Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes braucht keine Schuldige mehr zu suchen. Sie kennt all die Spannungen des Lebens, sie kennt jedoch genauso die Macht, sich in allen Spannungen zu erheben. Durch das Erbarmen haben wir diese Freiheit.

Wir haben in jedem Augenblick die freie Wahl zu entscheiden. Macht uns das Erbarmen nicht kraftvoller?

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Glück im Unglück

Es werden noch jede Menge Berge im Leben versetzt werden müssen, doch dem Glaubenden ist großes Glück verheißen.

„Der Herr wird einem jeden seine Gerechtigkeit und Treue vergelten.“
1.Sam. 16, 23

Wo Gott Gerechtigkeit schafft, ist keiner ausgenommen. Er spannt damit einen großen Bogen über alle Berge der Ungerechtigkeit. Hass, Auflehnung und Durcheinander, das das Tagesgeschehen dieser Welt beherrscht, sind nicht das Letzte. Gebirgsmassive, die wie der Watzmann unüberwindlich vor uns stehen, sind für Ihn kein Hindernis. Das Unrecht, das uns im täglichen Miteinander widerfährt, die weltpolitische Entwicklung, die in Angst versetzt und den Mut raubt, sind oft Tatsachen, die dem Glauben zu widersprechen scheinen. Doch dem Durst nach Gerechtigkeit verspricht Jesus die Glückseligkeit. Er sagt auch: selig sind die, die nicht sehen und doch glauben. Nicht das was wir sehen oder nicht sehen ist das Entscheidende, sondern das was der Herr in seiner Treue schafft. Der Durst nach Gerechtigkeit durchbricht die Nebelschwaden. Diese Sehnsucht, dass Gott durch Christus seine neue Welt schafft, wird zur alles durchdringenden Macht. Diese Gerechtigkeit von Glaube, Liebe, Hoffnung, trotzt dem Unrecht und wird es Lügen strafen. Den Status der Glückseligkeit, der mit Christus begonnen hat, kann kein Hass mehr ausradieren. Christus hat, der sich selbst zermürbenden Welt, Gewaltiges entgegenzusetzen. Diese Macht lebt in denen, die sich nach Gerechtigkeit sehnen. Gott will die Glückseligkeit aller Menschen, und die lässt sich nicht aufhalten, egal was uns Widersprüchliches vor Augen steht.

Es gibt täglich Grund genug, sich über die verletzenden Worte eines anderen zu ärgern. Uns geschieht ständig Unrecht, durch Fehlverhalten anderer. Vieles im Miteinander ist voller Zündstoff, das einen auf die Palme bringen kann. Das sind die Situationen, in denen wir in uns spüren, wie Hass und Ablehnung zu brodeln beginnen. Da fängt das Raubtier in uns an zu brüllen. „Das brauche ich mir von dem nicht gefallen lassen!“ Wir werden zum Opfer unser eigenen Aggression. Wir haben den herrlichsten Unfrieden im Raum, weil der Mensch eben so tickt und keine andere Wahl hat. Es geht nun mal ohne Unrecht nicht ab. Doch wir haben eine andere Wahl! Wer sich nach Gerechtigkeit sehnt, braucht sich nicht vom Unrecht irritieren lassen. Jesus heißt die glückselig, die ihre Freiheit wahrnehmen und ihrem brüllenden Löwen die Zähne zeigen. Wo wir von Christus erlöst sind, verliert das Unrecht seine Macht. Wir sind nicht mehr die, die bezwungen werden, sondern frei sind, das Unrecht zu bezwingen. Wir können damit den Hass in uns selbst bezwingen. Wir sind nicht das Opfer des Unrecht. In Christus haben wir die Macht, das Böse mit Gutem zu überwinden. Wir müssen diese Gerechtigkeit, die uns Gott in die Hände gelegt hat, viel mehr ausschöpfen. Wir haben es nicht nötig, Schuldige zu suchen, die an unserem Elend schuld sind. Wo wir uns nach Gerechtigkeit sehen, schafft Gott Glück im Unglück.

Zu was hat uns Christus erlöst, wenn wir uns nicht nach dieser Freiheit ausstrecken?

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Wir sind Premium

Petr. 1, 18-21

Premium ist das Beste vom Besten. Wo uns etwas wichtig ist, ist der Preis zweitrangig. Wenn ich gute Bilder machen möchte und dazu eine entsprechende Kamera und Zubehör brauche, scheue ich kein Opfer, um mir diese als armer Mönch leisten zu können. Anderen geht es so mit einer Gitarre. Oder bei unserem Prior in der Ausbildung hieß es: Für die theologische Literatur, die wir verwenden,  ist uns das Beste gerade gut genug. Premium für Spitzenleistung.

So geht es Gott mit dem Menschen. Für ihn ist das Beste gerade gut genug. Er will mit ihm alles toppen und will ihn nicht in einem Billigsegment verkommen lassen. Wir sind als Premiummarke geschaffen. Wir tragen die höchste Auszeichnung, die je ein Mensch haben kann. Und alles war sehr gut! Und das lässt er sich eine ganze Menge kosten.

1. Edler als Gold

18 Denn ihr wisst ja, was es Gott gekostet hat, euch aus der Sklaverei der Sünde zu befreien, aus einem sinnlosen Leben, wie es schon eure Vorfahren geführt haben. Er hat euch losgekauft, aber nicht mit vergänglichem Silber oder Gold, 19 sondern mit dem kostbaren Blut eines unschuldigen und fehlerlosen Lammes, das für uns geopfert wurde – dem Blut von Christus.

Der Mensch gehört Gott. Bestes kommt vom Besten. Premium ist die Freiheit des Menschen, die Gott will, die Gott schafft, die aus der Abhängigkeit von Gott kommt.

Für die Meisten ist es schwer zu begreifen, dass Freiheit im Gott gehören liegt. Keiner hat sich weder gewollt, noch hat er sich erschaffen. Die Umstände unseres Lebens wir nicht festgelegt, noch können wir verhindern, dass unser Leben irgendwann wieder vorbei sein wird. Nein, wir haben kein eigenes Leben. Das Leben ist geliehen. Im Sterben geben wir zurück, was uns nie gehört hat. Leben gehört Gott. Uns wird es nur jeden Tag anvertraut und zugemutet. Wo der Mensch denkt, er wäre völlig frei, muss er immer bedenken, dass Freiheit innerhalb von Beziehungen existiert. Wir sind geschaffen, samt allen Kreaturen – wir können nicht ohne andere Kreaturen sein. Was wir sind, das sind wir „innerhalb“ von Natur, Naturgesetzen und Geschichte. Freiheit ist immer bezogen auf.

Wenn Gott das Leben gehört, bekommt Freiheit eine ganz neue Nuance. Dann liegt absolute Freiheit, in der radikalen Bindung an Gott. In dem Einssein mit dem, dem ich gehöre, liegt aller Sinn, alle Freiheit von Sklaverei. Wenn Gott loskauft, will er Premium, will er Menschsein in Vollendung, will er alles ausschöpfen, was er hineingelegt hat. An seine eigene Existenz bindet er die Freiheit und das Loslösen von Gebundenheiten. Ohne diesen Ganzeinsatz, ist der Mensch ohne Gott, also gottlos und unheilig, weil er sich selbst gehört. Sich gehören, ist die Gefangenschaft in sich selbst. Das ist dann gar kein Leben; es ist die Freiheit eines Kanarienvogels im Käfig. Eigenes kann nie freimachen.

Der Freikauf macht´s. Wir müssen unsere Existenz unter dieser, außerhalb von uns liegenden Gnade begreifen. Wo Gott loskauft, entscheidet sich der Mensch, bewusst gegen sich selbst. Im Loskaufen beginnt Glauben. Sowie jemand losgekauft ist, steht er in der Freiheit eines neuen Eigentümers. Von da ab, ändert sich das Leben radikal. Wo eine christliche Kirche nicht in diese Entscheidung führt, beruhigt sie, und erzeugt ein unentschlossenes Sowohl-als-auch. Eine fromme Tradition ist gut, eine christliche Erziehung legt wichtige Grundlagen, doch Glaube ist, das sich täglich bewusst machen, ich gehöre Gott.

Ich bin für diese Freiheit freigekauft. Wir sind von außen auf Gott bezogen, dadurch wendet sich das Innere. Losgekauft ist allerdings keine Frage der menschlichen Einsicht, sondern ein Christus-Ereignis. Durch Christus sind wir wertvoller als Gold.

2. Zum Spitzenpreis erstanden

20 Schon bevor Gott die Welt erschuf, hat er Christus zu diesem Opfer bestimmt. Aber erst jetzt, in dieser letzten Zeit, ist Christus euretwegen in die Welt gekommen. 

Diese Freiheit zu der wir bestimmt sind, gehört zur Grundarchitektur der Schöpfung. Bevor ein Mensch die Erde betreten hat, bestand bereits das Christus-Opfer, das Menschen zu Premium-Geschöpfen macht. Das Opfer war bereits vor dem Sündenfall, also bevor es überhaupt nötig gewesen wäre. Es ist weder ein menschliches Werk, noch eine Laune des Chefs, dem die Menschheit im Laufe der Jahre aus dem Ruder gelaufen wäre. Echte Freiheit ruht in dem Opfer Christi.

Wir befinden uns in der Passionszeit, bereiten uns 7 Wochen auf das Erlösungswerk Christi vor. Das Opfer am Kreuz, ist jedoch nicht auf die vorösterliche Zeit bestimmt, sondern ist Grund der ganzen Menschheitsgeschichte. Es ist ein von Ewigkeit her gefasster Plan, der die Voraussetzung allen christlichen Lebens ist. Premium-Leben, lebt jeden Tag und für alle Zeiten aus dem Opfer Christi.  „Der Glaube sieht den gekreuzigten Christus vor sich ganz real, in einer geradezu bedrückenden Weise wirklich; aber er weiß zugleich: was hier geschieht, ist nicht ein Unfall oder Missgeschick in der Geschichte zwischen Gott und Menschen, sondern ein längst Vorbedachtes, Geplantes, Gewolltes, sinnvoll im Ganzen des Heilswirken Gottes.“ Gottfried Voigt

Das Abgleiten in die Banalität, in Gefangenschaft und Versklavung ist so mächtig, dass Gott diese Christusopfer für nötig hält. Es geht um Rettung, es geht um das Beste im Leben. Wer diesen hohen Preis gering achtet, verharmlost die Sünde und Gefangenschaft im ich. Ein Auge zudrücken ist keine Bereinigung. Jede Lösung, die die Sünde und ihre Folgen gering schätzt, ist keine Lösung. Der Konflikt muss ausgetragen werden, Schuld muss ausgeräumt und Gefangenschaft losgekauft werden. Dafür hat Gott für uns den höchsten Preis bezahlt.

3. Für ein Leben in größter Freiheit

21 Durch ihn habt ihr zum Glauben an Gott gefunden. Gott hat Jesus Christus von den Toten auferweckt und ihm seine göttliche Herrlichkeit gegeben. Deshalb setzt ihr jetzt euer Vertrauen und eure ganze Hoffnung auf Gott.

Wir sind heilig. Das ist Premium. Das ist kein überheblich frommer Status, sondern zeigt eine Beziehung, zeigt, wem wir gehören. Losgekaufte leben in allen Lebensbezügen ungebunden. Glaubt an eure Freiheit. Lebt als die Befreiten und bleibt nicht in der Vorläufigkeit eurer Fehler stecken. Lasst euch nicht dadurch einschüchtern, dass wir alle dem Tod entgegenleben, und durch das sterben müssen unter Lasten gehen. Wir leben in der Welt und sind ungebunden von ihren Sehnsüchten, Begierden, Bestrebungen, Tendenzen und Trends.

Christen unterscheiden sich.  Losgekauft sein liegt darin, dass Leben in dieser Welt, ein Aufenthalt in der Fremde ist. Alle unsere Aufgaben liegen in dieser Welt, von der wir uns dennoch nicht bestimmen lassen. Oft lassen wir uns von unserer Umgebung beeinflussen. Wenn uns jemand feindlich gesinnt ist, tun wir uns schwer, ihm unbefangen und wohlwollend zu begegnen. Lobt uns jemand, werden wir mutig. Verurteilt uns jemand, fangen wir an, uns zu verteidigen. Es fällt uns schwer fröhlich zu sein, wenn alles gegen uns steht. Doch genau hier beginnt die Freiheit. Aus dieser Freiheit übertragen wir das losgekauft sein in die Spannungen unserer Tage. „Wir haben dies auf unsere Existenz-vor-Gott zu übertragen. Wie es zwischen Gott und uns steht, wird für das, was wir sind und tun, von alles entscheidender Bedeutung sein.“ (Gottfried Voigt, homiletische Auslegung, Reihe IX – die himmlische Berufung S.162)

Wo wir unfrei sind, wo uns die Spannungen unseres Miteinanders gefangen nehmen, haben wir Gottes Spitzenpreis vergessen, den er bezahlt hat. Der Preis für ein Premium Leben ist bezahlt, die Freiheit ist da, das Opfer dafür, kann niemand mehr aus der Welt schaffen. Wir leben in größter Freiheit, nicht wegen uns, wegen des Spitzenpreises, der für uns bezahlt wurde. Wir leben frei, nicht von widrigen Umständen, sondern in widrigen Umständen. Wir sind Premium, das können wir glauben und damit können wir hoffen und befreit leben.

Da werden Mächtige machtlos 

Freiheit, liegt in einem Gedanken Gottes.

„Der Herr dachte an uns, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich. „

Ps. 136, 23

Gedanken schaffen Taten. Denken hat die Absicht, sich zu verwirklichen, sich zu materialisieren. Wenn Gott denkt, ist das die Krönung allen Schaffens. Da kommen Welten in Bewegung. Ein Gedanke Gottes ist Schöpfung. Da war ein neuer Tag, da waren Menschen und Tiere, da wurde aus Finsternis Licht und aus Chaos ein Paradies. „Und alles war sehr gut.“ Wenn Gott denkt, entfaltet sich das Leben. Da fällt Güte auf die Erde. Da wird die Welt von dem Guten geküsst.
Diese Erfahrung macht das Volk Israel in seiner ganzen Geschichte. Wo Gott an sie dachte, war die Gefangenschaft in Babylon, Ägypten und in den deutschen KZ´s nicht das Aus. Wo die Güte denkt, werden die Mächtigen machtlos. Wenn die Güte in die Unterdrückung fällt, durchbricht ein Sonnenblumenkern den Asphalt. Wenn Gott an uns denkt, will er die Bedrängten frei machen. Christus ist der Freiheitsgedanke Gottes. Mit Christus fällt die Güte auf vertrocknetes Land. Wo dieser Freiheistgedanke Menschen erfasst, kann nichts mehr auf der Welt gefangen nehmen. Da wirkt eine schöpferische Freiheit, mitten in dem täglichen Gefangensein. Noch in der tiefsten Krise entsteht eine Aufbruchstimmung. Wo Christus frei macht, kann kein Mensch in der Menschenverachtung zerbrechen. Da bekommen die Schmerzen des Lebens, die uns lähmen und gefangennehmen wollen, ewige Güte aufgetischt. Da muss zwangsweise jede Nacht hell werden. Wo Gott an uns denkt, können die Unterdrückten aufatmen.
Gott denkt an uns. Warum sollte soviel Güte nicht genügen?
Einem gesegneten Sonntag wünsche ich euch. 

Freiheit braucht Abhängigkeit 

wer fest verankert ist, der kann wirklich frei sein.
„Der Herr ward mein Halt. Er führte mich hinaus ins Weite.

2. Sam. 22, 19-20
Ist es wirklich Freiheit, wenn jemand tun uns lassen kann was er will? Man kann doch nicht von einem freien Menschen sprechen, wenn ein 19 Jähriger sein 4 jähriges Nachbarskind umbringt. Im Namen der Freiheit, will die Politik die sexuelle Vielfalt auf den Lehrplan der Grundschulen aufnehmen. Freiheit ist doch nicht Unabhängigkeit. Wo die Freiheit als Loslösung von allen guten Ordnungen verstanden wird, hat sie sich verirrt. Wenn wir dem Begriff Freiheit nachgehen, geht es um die Frage, „wozu“ und nicht „wovon“ sind wir frei.
Wo wir bei den Freiheitsgedanken alle Bindungen auflösen, machen wir uns von allem unabhängig. Wir lösen uns von guten Ordnungen und somit von Gott. Der Maßstab wird die Machtgier und das Lustprinzip. Dabei sind die Menschen frei, ihre Mordlust auszuleben. 
Freiheit braucht einen festen Halt. Klare, feste, lebensaufbauende Ordnungen sind bei Gott. Nur in der Abhängigkeit von Gott kann ein Mensch wirklich frei sein. In der festen Bindung zu ihm, ist der Mensch frei, das Leben förderlich zu gestalten. In der Festigkeit in Gott, erhält die Freiheit ihre Ethik. Erst dort wo der Mensch fest steht, hat er die Freiheit Nein zum Bösen zu sagen. Hier entfaltet sich das wozu der Freiheit. Der freie Mensch widersteht dem Apfel, dem alles möglich scheint. Freiheit ist Glaube und Selbstdisziplin. Wer sich selbst beherrschen lernt, der ist wirklich frei. Gott gibt uns die Freiheit um Abgründe zu besiegen. Wer tut, was ihm möglich ist, ist abhängig von Wünschen und Verlockungen  und lebt eine Narrenfreiheit. Wer von heute auf morgen das Rauchen aufgeben will, merkt wie schwer es ist, frei zu leben und zu entscheiden. 
Freiheit entsteht am Herzen Gottes. Wer darin fest ist, kann frei über sich herrschen. Wie sehr leben wir diese Freiheit?

Geh´ mal zu Trump

2. Mose 3, 10

Hirte, Hund und Herde, ein Kontrastgemälde zu High tech, Bits und Bytes. Der gute Hirte hängt oft nur noch angestaubt im Schlafzimmer der Großeltern. Im realen Leben sieht man ihn nur selten, und wenn, dann lächelt man fast mitleidig und denkt: Wer wird denn heut´ noch Schäfer? Denkt man ein bisschen weiter, erkennt man, hier leitet jemand. Da hat einer die Verantwortung über 156 Leben übernommen. Wohl und Wehe liegt in der Hand dieses Führers. Da steht einer dafür gerade, dass andere durchkommen. Nicht umsonst zieht sich dieses Bild vom Hirten durch die Bibel und Kirchengeschichte.

Gott hat eine heikle Mission und braucht dafür den richtigen Mann.

  1. Ein Wahnsinnsplan

damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst.

In der Politik fragt man sicherlich manches Mal, wie kommt ein Minister zu seinem Amt? Welches sind seine Qualifikationen für seine Aufgaben? Gott vergibt hier einen staatsmännischen Posten. Ihm steht ein Kulturkampf vor Augen. So ein bisschen DDR-Revolution im großen Stil. Jahrzehntelange Unterdrückung soll abgeschafft werden. Ein ausgenütztes und gedemütigtes Volk, soll aus der Staatsgewalt von Ägypten befreit werden. Ein geschichtsträchtiger Umbruch, den da Gott plant. Da gibt es mit Sicherheit verheißungsvollere Ziele, die man sich setzen kann. Hier soll tief in eingespielte Systeme eingegriffen werden, die garantiert Widerstand leisten.

Der Auftrag lautet: Herausführen. Dazu braucht er die geeignete Führungskraft; Mose. Herausführen und hindurchführen war mit Sicherheit Moses Spezialität, doch seine Qualifizierung lag auf Schafen. Für politische Operationen im großen Stil sicherlich etwas dürftig. Wenn Gott ruft, bringt keiner dafür die Voraussetzungen mit. Da sind Veranlagungen, da sind Begabungen, die Menschen mitbringen und die Gott in sie hineingelegt hat, doch das ist lediglich die Rebschere in der Hand des Floristen.

Wenn Gott beruft ist jeder dafür unterqualifiziert. Wenn Gott zu einer Führungsrolle beruft, hat er bereits die Führung übernommen. Das ist der größte Schaden im Reich Gottes, wenn Menschen sich einreden, sie haben für diese Aufgabe nicht die nötige Kompetenz. Wenn Gott ruft ist höchste Kompetenz da. Wo Gott sein Volk herausführen will, ist er der Führer. Da hat er die Verantwortung übernommen. Das ist das Gottesprinzip, dass er Schafhirten zum Außenminister beruft.

  1. Mach dir nicht ins Hemd

ich will dich zum Pharao senden

Es ist völlig egal ob die Staatsoberhäupter Baschar al-Assad oder Wladimir Putin und Donald Trump heißen, Gott sendet halt. Wenn Gott sendet, geht es nicht um mich. Da liegt die Autorisierung in Gott. Da ist es Jacke wie Hose, ob ich Schafhirte oder Ziegenpeter bin. Der Sender ist der Entscheidende. Es geht um den, in dessen Namen ich unterwegs bin. Wo Gott sendet, hat es der Gegenüber nicht mit mir zu tun, sondern mit dem Allmächtigen. Da tritt plötzlich einem Pharo ein noch Höherer gegenüber. Wo Gott sendet, gibt es keinen Grund sich von irgendjemand einschüchtern zu lassen. Da sind die Machtverhältnisse ganz klar. Unter diesem „ich sende“ muss jeder Machthaber in die Knie gehen. Ich sende, ist die höchste Rückendeckung in der Auseinandersetzung mit den Mächten und Mächtigen dieser Welt. Da wird ein kleiner Mensch zu etwas ganz Großem gesetzt.

Im Senden liegt das Heil der Welt. Wo Gott sendet, liegt der Christus in der Krippe. Da kommt Ewiges in Irdisches, da durchdringen sich die Welten. Da treten Menschen aus dem Schatten. Da wird eine Mutter Theresa in den Slums von Kalkutta zu einer Heiligen in der Welt. Martin Luther bietet der Staatsmacht die Stirn und wird zum größten Reformer in der Geschichte. Wenn Gott Großes vorhat, kann der Mensch nicht klein denken. Wenn Befreiung in dieser Welt geschieht, braucht es einen Erlöser und braucht es Menschen, die sich senden lassen.

Wie oft wird Reich Gottes banal und wässrig, nur weil sich Menschen als zu klein betrachten. Christliche Bescheidenheit sabotiert das Handeln Gottes. Die Kirche und die Gesellschaft lebt von den Unerschrockenen, die sich senden lassen. Wieviel von wichtigem und wertvollen Handeln Gottes bleibt durch ängstliche Frömmigkeit auf der Strecke? Viele gute Entwicklungen werden ausgebremst, weil Gottes Sendungsauftrag nicht ernstgenommen wird. Wo Gott sendet, soll der Mensch über sich hinauswachsen. Da sollen Dinge geschehen die menschlich undenkbar sind. Wenn Gott sendet, brauchen wir weder vor einem Pharao noch vor unserer Unfähigkeit erschrecken. Der Glaubende muss an das Unglaubliche glauben. Vor Aufgaben, die uns schockieren wollen, brauchen wir uns nicht ins Hemd machen.

  1. Mach was ich will

so geh nun hin,

Wo Gott ruft, gibt es nur eine Antwort – gehen. Wenn Gott senden will, ist es gefährlich mit Überlegen anzufangen. Manch einer überlegt ein Leben lang, wohin will mich Gott wohl senden, was ist sein Auftrag für mein Leben? Dabei muss er sich eher fragen lassen, bin ich gegangen, wo ich gesendet wurde? Wo Gott gehen heißt, gibt es keine Alternative. Jeder der da anfängt abzuwägen, macht sich schuldig. Geh nun, ist der Schritt des Glaubens. Hier beginnt die Selbstüberwindung und hier ist es Ende aller Ausreden.

Im Verkaufen sagt man: Wir leben vom Abschluss! Wir können noch so tolle Beratungsgespräche führen, noch so tolle Kundenkontakte aufbauen, wenn wir nicht abschließen und tatsächlich verkaufen, haben wir nichts zum Leben. Wer nicht geht, wenn Gott will, kann noch so große Erkenntnisse haben, aber Reich Gottes entsteht da nicht. Gott baut sein Reich nur mit Gehern. Er arbeitet mit Menschen, die ins Handeln kommen. Wo wir im Glauben Schritte wagen, überschreiten wir menschlich Nachvollziehbares. Gehen ist ein Glaubensakt. Gehen sind die mutigen Schritte gegen die eigene Rebellion. Es ist das entschlossene Voranschreiten gegen alles bessere Wissen. Gehen ist die Kühnheit, einem Raubtier unerschrocken in die Augen zu schauen.

Gehen schafft Feinde und löst Widerstand aus, weil es eine Bewegung ist, die einen anderen und sich selbst herausfordert. Wer nicht geht, sich nicht herausfordern lässt, verspielt die Hoffnung, die für die Unterdrückten gedacht ist. Nicht gehen, verspielt das Heil. Durch den der geht, kann Gott Gefangenen die Freiheit schenken. Im Gehen werden große Geschichten geschrieben, und entsteht die geheimnisvolle Welt Gottes unter den Menschen. Der allmächtige Gott offenbart sich durch Menschen, die sich bewegen. Wer stehen bleibt, wer nur fromme Töne ablässt, kann das Gottesvolk nicht in die Freiheit führen. Deshalb mach´ dir nicht ins Hemd und geh´ mal zu Trump.

Was können wir tun, um vor dem Großen, das Gott mit uns vorhat, nicht zurückzuschrecken?

 

Für einen starken Selbstwert

Wo wir menschliche Anerkennung suchen, steht das Leben auf wackligen Füßen.
„Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den Herrn verlässt, wird beschützt.“

Spr. 29, 25
Anerkennung tut gut. Ein ordentliches Lob baut auf. Bei kleinen Kindern sagt man, wenn einer mit der Eisenbahn spielt, nur um gesehen zu werden, wie schön er seine Züge im Griff hat, handelt er unsachlich. Oft  entdecken wir an unserem eigenen Verhalten, dass vieles geschieht, um bei anderen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Doch bei großen Stars sehen wir, wer für „fishing for compliments“ lebt, wird wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen, wenn Skandale auftreten. Seinen Selbstwert über Menschen zu definieren ist eine Sandburg, die bei nächsten Regen einfällt. Wer Festigkeit in seinem Leben sucht, darf sich nicht auf Menschen verlassen, die  enttäuschen und wegbrechen können.
Was stark macht, ist eine Festigkeit, die unerschütterlich ist.  Sich auf den Herr verlassen, stabilisiert im Zerbrechen. Das Einzige was in dieser Welt fest ist, ist das, was nicht aus dieser Welt kommt. Gott unterliegt keiner Zeit. Da ist kein Kommen und Vergehen. Da ist Zeitlosigkeit die nicht vergeht. Nur im Glauben an das Ewige, kommt Standfestigkeit in das Leben. Wer sich auf den Herrn verlässt, ist von sterblichen Menschen unabhängig. Der kann stehen, ob ihm die Menschen wohlwollend oder ablehnend begegnen. Der ist bei Kritik und Anfeindung nicht am Boden zerschmettert. Ein Mensch im Glauben ist königlich frei, von den Bewertungen der anderen. Seinen Wert sieht er nicht in der Zustimmung von Menschen, seinen Wert hat er darin, dass Gott ihn wertachtet.
Wie viele unserer Krisen haben darin ihren Sitz, dass wir uns viel zu sehr auf Menschen verlassen haben? Wieviel Ängste vor Menschen sind in uns, die uns daran hindern, unabhängige Gotteswege zu gehen?

Reiz nach Süßem

ach, wie ist die Schokolade so schön.
„Wenn dich dein Bruder oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Lass uns hingehen und anderen Göttern dienen, so willige nicht ein.“

5. Mose 13, 7-9
Leben steht ständig in der Versuchung nach einer besseren Alternative. An unserer Kaffeemaschine im Blumenhaus stehen zur Zeit immer wieder leckere Naschereien. Da ist selbst für einen gesundheitsbewussten Menschen ein ständiger Reiz nach Süßem. Seit der ersten Stunde der Menschheit leben wir mit dem Reiz, dass das, was wir haben nicht genug sein soll. „Sollte Gott gesagt haben?“ Da will uns einer immer noch mehr verkaufen. Die Werbung lebt fast nur von der zartesten Versuchung, seit es Schokolade gibt. Versuchung ist salonfähig gemacht. Das was uns gegeben ist, soll immer noch getopt werden. Dabei wird uns die Alternative immer als Vorteil, als Verbesserung, als Gewinn und Süß angeboten. Da ist nichts Böses oder Schlechtes erkennbar. Das Übel zu vieler Schokolade wird erst später an Übergewicht sichtbar.
Wir sind ständig von dem Reiz umgeben, dass das Gott Geschenkte nicht gut genug ist.  Versuchung ist der Versuch, mehr zu bieten als Gott hat. Wenn Gott alles in allem ist, dann hat dieser Versuch betrügerische Absicht. Der Reiz hat nicht unser Bestes im Auge. Der Reiz ist funkelndes Unglück. Liebste Menschen können uns von Gott entführen. Hinter jedem Reiz müssen wir den Versuch erkennen, uns von Gott und seinem Heil zu trennen.
Willige nicht ein! Das heißt, wir unterliegen nicht automatisch dem Reiz. Der Reiz findet in unseren Gedanken statt. Genau dort sitzt auch unsere Freiheit NEIN zu sagen. Gott hat uns diese große Freiheit gegeben, dass wir im Reiz entscheiden können, ja oder nein. Reiz ist kein Zwang, es ist ein Angebot das wir ablehnen können. Die Versuchungen sind nie größer als die Freiheit nein zu sagen. Diese Macht hat uns Gott gegeben und diese Macht können wir in aller Reizüberflutung trainieren. Wir sind frei für ein Nein.
Warum sollten wir diese Freiheit nicht bei jeder reizvollen Versuchung in Anspruch nehmen?

Standesdünkel – nein danke! 

Gott handelt nicht nach Sympathie oder Antipathie.
„Du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber auch den Großen nicht begünstigen.“

3. Mose 19, 15
Menschen machen Unterschiede. Wir sind sehr schnell von einem Standesdünkel bestimmt. Da werden Menschen in Schubladen einsortiert nach groß/klein, arm/reich, gut und böse. Dementsprechend werden sie behandelt. Damit entsteht ein ungleiches Maß, das Unfrieden schafft. Bei der Fa. Google gibt es sogar einen Grundsatz, „pay unfairly“, bezahle ungerecht. Wer besseres leistet, bekommt um vielfaches mehr.
Gott kennt diese Sortiermanie nicht. Seine Zuwendung ist nicht vom Ansehen der Person abhängig. Gott ist ein Gott für alle, unabhängig davon wie leistungsstark und liebenswürdig der Einzelne ist. Für ihn ist der Wert des Menschen, Mensch zu sein, der Gott nötig hat. Gott macht nicht alle gleich, doch er liebt alle gleich. Wie er sich jedem zuwendet, liegt in seiner Souveränität, von keiner Gegenleistung abhängig zu sein. Man kann ihn dadurch nicht manipulieren. Bei Gott kann man sich nicht gut stellen und ihn genauso wenig durch irgendein Verhalten vergellen. Diese Freiheit macht die Größe seines Erbarmens und seiner Liebe aus. Mit dieser Gerechtigkeit will er die Glaubenden regieren. Diese grundlegende Wertschätzung soll zu unserem Umgangstil werden.
Wer Erbarmen erlebt hat, kann nicht unbarmherzig sein. Im Glauben an Jesus Christus sind wir Brüder und Schwestern und nicht Professor und Putzfrau. Da steigt die Achtung vor dem sonst Geringen, da ist der sonst Hochgeschätzte so wertvoll, wie der, auf den wir gerne herabschauen. Der von Gott gerecht Gemachte sucht das Verbindende in den Unterschieden. So kann Frieden auf Erden werden.
Wo sind wir Gefangene unseres Standesdünkels?

Ein volles Konto lässt jubeln 

nur ein freier Klangraum kann gehaltvoll klingen.
„Meine Lippen und meine Seele, die du erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.“

Ps. 71, 23
Erlösung ist wie ein gefülltes Bankkonto. Wo kein Geld da ist, wo das Konto leer ist, lebt der Mensch in Zwängen und Ängsten.  Da drehen sich die Gedanken ständig um Defizite und Mangel. Da steht er ständig unter Strom, wie komme ich an Geld, wie schaffe ich meinen Verpflichtungen nachzukommen. Da ist das Leben mehr von Misstönen als von befreitem Gesang begleitet. Da ist das Dasein vom alltäglichen Frust und Verletzungen gekennzeichnet.
Erlösung befreit. Gott füllt auf, was tagtäglich vom Leben aufgefressen wird. Mit Christus haben wir immer ein prall gefülltes Konto. Da sind wir nicht mehr die Aufgescheuchten, von den Beleidigungen unseres Bruders. Da ist unser eigenes Versagen ausgeglichen. Wer erlöst ist, ist frei von dem Druck, der ihn ständig außer Kraft setzen will. Ein volles Konto, lässt aufatmen, befreit zum großzügigen Handeln. Da können wir gestalten, jubeln, uns grenzenlos freuen, denn da drück uns nichts mehr. Erlösung schafft uns einen großartigen Lebensraum, wo unsere zuvor eingeschüchterte Seele wieder strahlen kann, wo die Lippen vor Lob und Dankbarkeit sprudeln. Loslösung ist kein abstraktes, heiliges Gebilde, sondern das Aufheben aus dem täglichen Staub. Erlöste werden lebenstauglich. Befreite können fröhlich sein. Wo das Konto voll ist, lobsingen die Lippen.
Wo ist die nächste Bank, bei der wir unser Konto wieder füllen lassen können?